Endlich wieder Hoffnung: Kursrallye an Wall Street


New York, 16. Juli 2008

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Am Mittwoch drehte die Wall Street nach oben. Der Dow Jones legte nach einer brutalen Ausverkaufswelle, die seit Tagen anhielt, um 276 auf 11.239 Punkte zu. Das Plus 2,5 Prozent. Vor allem Finanzwerte zogen an. Der Kurs von Bank of America explodierte beispielsweise um 22 Prozent auf 22,67 Dollar. Freilich ist der gesamte Finanzsektor regelrecht ausgebombt. Ebenfalls schnellten Fluglinien in die Höhe. Delta-Air-Line-Papiere verteuerten sich um 26 Prozent auf 5,91 Dollar. Zurückzuführen ist die Rallye auf den Rückgang des Ölpreises. Innerhalb nur zweier Tage korrigierte der Preis um zehn Dollar. Das Fass kostet nur noch 135 Dollar. Ich sehe indes den langfristigen Aufwärtstrend beim Öl nicht gebrochen.
Ich sehe ebenfalls weiteres Potential beim Gold. Die Unze kostet 959 Dollar. Das gelbe Edelmetall ist ein sicherer Hafen für Ihr Geld. Es schützt vor Inflation. Gold wird allerdings kaum von der Industrie gebraucht im Gegensatz zu anderen Rohstoffen wie Silber oder Kupfer. Weil es sich als Schutzhafen vor der dramatischen Geldentwertung eignet, rechne ich mit einem langfristigen Anstieg auf 2.000 bis 2.500 Dollar, also mehr als einer Verdoppelung. Regierungen rund um den Globus geben immer mehr Geld aus, verschulden sich bis zur Halskrause. Die Bush-Regierung gibt beispielsweise Milliarden für den Krieg im Irak aus, für unsinnige Konjunkturprogramme, für Rüstung, für gestrauchelte Banken. Es werden einfach die Druckerpressen angeworfen, die immer neue Dollarnoten produzieren. Langfristig ist Papiergeld nichts wert. Deshalb sollte Gold ein Bestandteil ihres Depots sein. Derzeit halte ich insbesondere die kleinen Goldproduzenten für attraktiv. Sie verloren in den vergangenen Monaten stark an Wert, insofern bieten sich hier schöne Kurse. Die Kurse kamen ins Rutschen, weil viele junge Explorer zahlreiche Millionen Dollar benötigen, bevor sie die Produktion starten können. Die Kapitalbeschaffung ist jedoch schwierig geworden. Die Banken erschweren den Firmen angesichts der Kreditkrise die Schuldenaufnahme. Zudem ist die Geld- beschaffung über die Börse nach der heftigen Korrektur an der Wall Street so gut wie nicht mehr möglich. Daher haben Investoren aus Sorge um die weitere Finanzierung den Juniorexplorern den Rücken gekehrt und deren Aktien verkauft. Stattdessen schichteten sie in die großen Player um. Wer aber als Juniorexplorer kurz vor der Produktionsaufnahme steht und kein Kapital mehr benötigt, ist attraktiv. Solche Firmen sollten auf Ihrer Kaufliste stehen.


tim schaefer (Author)

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