Endlich: Börse auf Erholungskurs, drei Tage in Folge rauf


New York, 12. März 2009

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Drei Tage lang marschierte nun die Börse nach oben. Am Donnerstag schloss der Dow Jones um 239 Punkte höher bei 7.170. Auf einmal fangen die Banken an, nach oben zu laufen. Das erste Quartal scheinen die großen Häuser wie Citigroup oder JP Morgan Chase, positiv abzuschließen. Ist das jetzt die Wende? Nun bei rund 6.500 markierte der Dow kürzlich sein Zwölf-Jahres-Tief. Vielleicht war das jetzt in der Tat der Wendepunkt. Es kann aber gut sein, dass wir das Tief bei 6.500 nochmals testen. Selbst eine Erholung dürfen Sie sich nicht als einen geraden Anstieg nach oben vorstellen. Selbst eine Rallye wird immer wieder von Rückgängen unterbrochen. Die Börse läuft der Realwirtschaft immer voraus. Daher rechne ich im laufenden Jahr nicht mit einem extrem schlechten Börsenjahr. Wenngleich in den kommenden Quartalen etliche Unternehmen Umsatzrückgänge von 20, 30, 40, 50 Prozent oder sogar mehr verkraften müssen. 2009 wird ein Jahr der hohen Unternehmensverluste. Ab 2010 sollte sich jedoch die Wirtschaft erholen. Dann greifen die weltweiten Konjunkturprogramme und zahlen sich die günstigen Leitzinsen aus. Sobald die Nachfrage wieder anzieht, werden die Gewinne massiv zulegen, denn die Firmen haben radikale Kostensenkungsprogramme umgesetzt. Die Börse nimmt dies vorweg und wird sich meiner Meinung nach in diesem Jahr erholen.
2008 schnitt der S&P 500 mit einem Minus von 38 Prozent extrem schlecht ab. Wenn man historische Daten des S&P nimmt, war lediglich das Jahr 1931 mir einem Minus von 47 Prozent schlechter. Auch 1937 war ein mieses Jahr mit einem Rückgang von mehr als 30 Prozent. Das war es aber dann auch schon. Mehr Monster-Jahre mit mehr als 30 Prozent Verlust gab es bis dato nicht. Wenn Sie rund 100 Jahre zurückblicken, dann finden Sie überdies nur vier Jahre, in denen der Index zwischen 20 und 30 Prozent verlor: 1907, 1930, 1971 und 2002. Alle anderen Jahre waren besser. Ein weiteres Horrorjahr kann ich mir aus diesem Grund schon nicht vorstellen. Das wäre sehr unwahrscheinlich.
In den meisten Jahren legte der S&P zwischen Null und zehn Prozent zu. Am zweithäufigsten kam das Börsenbarometer um zehn bis 20 Prozent voran. An dritter Stelle folgt ein Zuwachs um 20 bis 30 Prozent.
In den USA wird erwartet, dass im laufenden Jahr nur 550.000 neue Häuser verkauft werden. So wenige wie zuletzt 1946! Seinerzeit gab es aber nur 141 Millionen Amerikaner, weniger als die Hälfte der Bevölkerung von heute. Im Jahr 2005 kamen noch mehr als zwei Millionen neue Häuser hinzu.
Der Kurs von General Electric hebt ab. Innerhalb von nur einer Woche legte der Titel um mehr als 40 Prozent zu. Wahnsinn! Im Ein-Jahres-Chart (oben rechts) sehen Sie den Ausbruch indes kaum – so tief ist das GE-Papier 2008 gefallen.


tim schaefer (Author)

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