Eine Horror-Woche geht zu Ende


New York, 27. Februar 2009

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Es ist nicht zu fassen: Schon wieder sinkt die Wall Street. Der Dow Jones verliert 1,7 Prozent auf 7062 Zähler. 12-Jahres-Tief! Ein Ende des Abschwungs ist nicht in Sicht. Gut möglich, dass wir nächste Woche weit unter die 7.000er Marke rutschen. Es war eine schlimme Woche. Und die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Hier kurz die wichtigsten Meldungen von heute:
An der maroden Citigroup hat sich nun der Staat zu 36 Prozent beteiligt. Die Citi-Aktie ist mit 1,48 Dollar kaum noch etwas wert. Um 40 Prozent brach der Titel allein heute ein. Das traurige Ende des einst größten Finanzkonzerns der Welt. Ich glaube, dass sich die Citi-Aktie nie mehr richtig von diesem Niveau erholen wird. Die meisten Pennystocks kommen selten wieder auf die Beine. Papiere, die wie die Citigroup oder der Versicherer AIG über 90 Prozent binnen Jahresfrist verlieren, sind kraftlos. Das Vertrauen ist völlig im Eimer.
General Electric kürzt die Quartalsdividende von 31 auf 10 Cent je Aktie mit Wirkung zum dritten Quartal. Zuvor hatte Chef Jeff Immelt felsenfest behauptet, an der bisherigen Ausschüttung festhalten zu wollen. Mit dem Schnitt spart das Konglomerat 9 Milliarden Dollar jährlich ein. Der GE-Kurs rutscht auf 8,49 Dollar. Der Riese hat einen Schwächeanfall. Die Ratingagenturen dürften mit Abstufungen folgen. S&P hat GE schon auf die Überwachungsliste genommen.
Barack Obama bittet die Reichen zur Kasse. Im Visier hat der Präsident die oberen fünf Prozent der Bevölkerung. Diejenigen, die 250.000 Dollar und mehr verdienen, müssen ab 2011 höhere Steuern zahlen. Die Reichen dürfen zudem weniger von ihren Hypothekenzinsen absetzen. Auch bei den Spenden stutzt Obama die steuerlichen Vorteile.


tim schaefer (Author)

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