Ein interessanter Pennystock! Jedes dritte Haus unter Wasser!


New York, 1. September 2009

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Am Montag sank der Dow Jones um knapp 50 Punkte auf 9.496 Zähler. Eine kleine Verschnaufpause. Ich gehe davon aus, dass es weiter aufwärts geht. Selbst eine Korrektur würde mich nicht beunruhigen. Ich investiere langfristig. Mich jucken daher tägliche Auf und Abs nicht.
Meine Spezialität sind tief gefallene Small Caps. Firmen, die durchaus Probleme haben, die aber überleben werden. Gerade beobachte ich eine solche Aktie. Ein Pennystock. Ich sehe seit Monaten, dass das Management hier aggressiv Aktien zwischen 30 und 70 Cent einsammelt. Ich werde auch eine Position eingehen und dann abwarten. Die Sanierung dürfte glücken, das Unternehmen ist schuldenfrei und hat bereits massiv die Kosten gesenkt. Der Turnaround zeichnet sich auf Quartalsbasis ab. Doch die Aktie hat sich noch nicht so recht nach oben bewegt. Mit solchen Titeln können Sie eine gigantische Performance machen. Ich gebe zu: Das ist nicht ohne Risiken. Aber folgende Indizien sprechen klar für dieses Papier: Insider decken sich ein, Turnaround bereits auf Quartalsbasis gelungen, keine Schulden, bekannte Marke, der Chart hat über Monate hinweg einen soliden Boden ausgebildet.
Ich habe in den vergangenen Tagen hier über Immobilien geschrieben. Ich möchte noch ein paar Fakten zusammentragen: Erstaunlich ist meiner Meinung nach, dass ein Drittel aller Finanzierungen unter Wasser sind. Mit anderen Worten übersteigt die Hypothek den Wert des Hauses bei jedem dritten Amerikaner. In New York ist das Verhältnis indes viel besser. Weniger Menschen stehen hier vor der Insolvenz als im Landesdurchschnitt. New Yorker sind einfach konservativer. Im Schnitt liegt der Finanzierungsanteil bei 56 Prozent, das Eigenkapital bei 44 Prozent. Das hat der Hypothekenspezialist First American CoreLogic errechnet. Im Landesschnitt erreicht die Hypothek dagegen 78 Prozent des Immobilienwertes, 22 Prozent deckt das Eigenkapital ab. Ein Grund warum New York besser abschneidet, ist auch die solidere Jobsituation. Trotz der Entlassungswelle in der Finanzindustrie steht die Metropole weitaus stabiler da als andere Großstädte wie etwa Detroit.
Die angespannte Lage führt nun dazu, dass viele Haushalte beginnen, zu sparen. Lag die Sparquote im Jahr 2006 noch unterhalb von einem Prozent, stieg sie auf nun fünf Prozent – so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Sonntagausgabe der New York Times.
Kürzlich fegte ein übles Sommergewitter über Manhattan. Im Central Park hinterließ das Unwetter ein Bild der Verwüstung. Riesige Bäume fielen wie Streichhölzer um. Als ich vorige Woche durch den Park joggte, glaubte ich meinen Augen nicht. Teile des Parks sind regelrecht entwaldet. Lesen Sie selbst. Die Stadt ruft nun zu Spenden auf.


tim schaefer (Author)

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