Ein indischer Immigrant auf den Spuren Warren Buffetts


New York, 13. August 2008

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Mohnish Pabrai ist ein erfolgreicher junger Multimillionär indischer Abstammung. Der in den USA lebende Immigrant folgt mit seiner Investmentstrategie seinem Vorbild Warren Buffett. Er verwaltet mehr als 300 Millionen Dollar in seinem Pabrai Fund. Laut den Fondsdokumenten erwirtschaftete Pabrai seit der Auflegung im Jahr 1999 eine durchschnittliche Performance von 26,2 Prozent. Er sucht nach eigenen Aussagen nach Aktien, die die Börse „hasst”, „die weggeworfen werden und niedrig bewertet sind”. Er verfolgt einen Value-Ansatz. Durch die Auswahl grundsolider Unternehmen reduziert Pabrai die Risiken. Der Investor hat sich auf Gesellschaften mit einem Börsenwert von rund 500 Millionen Dollar spezialisiert. Er nimmt in der Regel nur eine Aktienposition pro Sektor in sein Portfolio, um die Volatilität und Korrelationen zu begrenzen. Er arbeitet allein. Ferner verzichtet er ähnlich wie Buffett auf den Service (etwa Research) der großen Wall-Street-Häuser.
1991 hatte er eine IT-Firma gegründet. All seine Ersparnisse von 30.000 Dollar setzte Pabrai seinerzeit ein. Überdies nahm er ein Darlehen über sein Kreditkartenkonto von 70.000 Dollar auf. Neun Jahre später verkaufte der Geschäftsmann sein Unternehmen für 20 Millionen Dollar.
In seinem Portfolio schlummern etwa Anteilsscheine des Luxemburger Stahlkonzerns Ternium. Die Gesellschaft wird mit einem Kurs-/Gewinn-Verhältnis von nur 5,5 bewertet. Ternium bildet mit einem Anteil von 31 Prozent in seinem Fonds einen Schwerpunkt. Vor einem Jahr ersteigerte der Investor (Foto: CNBC) für 650.000 Dollar ein Mittagessen mit Warren Buffett. Das Geld spendete Buffett für einen guten Zweck.


tim schaefer (Author)

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