Ein Aktien-Millionär aus Mannheim


New York, 27. Juli 2017

Matthias geht gerne an die Nordseeküste mit der Familie. Eine Lieblingsinsel ist Borkum. Über seinen Leserbrief sagt er: „Meine Zeilen unten waren etwas rudimentär und flapsig geschrieben, auch sorry für die Rechtschreibfehler. Anbei ein Foto von mir, aufgenommen vor dem Café Kult in der Schwetzinger Vorstadt, eines meiner Lieblingscafés in Mannheim. BG Matthias“ Ich finde seinen Text super. Ich entdeckte wohlgemerkt so gut wie keine Rechtschreibfehler.

Hallo Tim,

mit Interesse lese regelmässig bei dir. Mein Name ist Matthias, ich bin 47 Jahre alt, wohne und lebe mit meinem 8-jährigen Sohn und meiner Lebensgefährtin in Mannheim.

Meine Frau und ich arbeiten beide Vollzeit bei DAX30-Konzernen der Region. Ich begann während meines ersten Lehrjahres 1986 mit der Anlage in Aktien. Damals steckte ich immer einen Großteil meines Lehrlingsggehaltes in Aktien.

Im Oktober 1987 gab es dann den ersten Crash in meinem Depot. Allerdings gab es ja auch danach noch turbulente Börsenzeiten, den Neuen Markt und vor allem die 2007/2008 beginnende Finanzkrise. Bei letzterer habe ich massivst Aktien und Anleihen gekauft.

Bis heute mache ich meist buy & hold. 2013 habe ich dann alles liquidiert und ein pflegeleichtes ETF-Depot aufgebaut. Dieses habe ich Mitte 2017 liquidiert. Unter Abzug einer Rücklage von ca. 100.000 Euro und Berücksichtigung meiner sonstigen Lebens- und Wohnsituation, habe ich nun ein völlig frei und langfristig verfügbares Anlagekapital von ca. 1 Mio. Euro (etwas mehr) geschaffen.

Angefangen habe ich 1986 mit drei Siemens-Aktien. Ich habe es also selbst geschaffen, durch anlegen, sparen und einen stets bescheidenen Lebensstil. Bei den Summen ist kein Erbe oder Geschenk o.ä. dabei. Nein, ich war und bin immer sparsam gewesen, aber nicht geizig.

Im Studium habe ich gejobbt, 50% meines BaföGs in Aktien angelegt und von den Gewinnen nach Abschluß meines Studiums spielend meine BaföG-Schulden beglichen.

Ich habe immer Wert auf gutes und gesundes Essen gelegt und auf meine Gesundheit geachtet. Früher bin ich Rennrad gefahren. Seit ca. 15 Jahren jogge ich. Ohne Leistungssanspruch, aber immer langsam und lange und regelmässig – so wie beim Sparen und Anlegen, die gleichen Grundsätze.

Geld ist für mich etwas, das dem Menschen dienen soll. Daher denke ich darüber nach, meine Arbeitszeit um 50% zu reduzieren, um mehr Zeit mit meinem Sohn und für Sport usw. haben zu können. Warum ich das hier schreibe? Keine Ahnung. Mein Gefühl ist, daß dir oft Menschen schreiben, die eine ähnliche Lebenseinstellung haben. Sie lohnt sich.

Es grüßt dich,
Matthias

Über dieses Foto schreibt der Blogleser aus Mannheim: „Du wolltest ein Landschaftsfoto, sorry. Anbei von einem Vater/Sohn-Zeltlager im Elsaß vor einigen Wochen ein Foto von meinem Sohn und mir. Ich versuche, ihm etwas von meinen „Wertvorstellungen“ weiterzugeben und ihn darin zu unterstützen, sein Lebensglück zu finden…BR Matthias“

*********************
Ich finde seinen Text super motivierend. Matthias tickt so wie ich und die meisten Leser hier, denke ich. Ich fasse es mal so zusammen: Wir hassen Schulden. Geld ist wichtig. Es kommt nicht auf die Gucci-Tasche oder den Porsche an. Aber auf die Kohle. Die Kohle gibt uns nämlich Freiheit. Mit der Million im Depot ist Matthias frei. Wir können uns dank des Wohlstands den wichtigen Sachen im Leben zuwenden. Er möchte halbtags (statt Vollzeit) arbeiten, um mehr Zeit für seinen Sohn/Familie und Sport zu haben.

Unser Leben richtet sich nicht danach aus, ständig Zeug zu kaufen. Es wäre das Dümmste, was wir tun können. Geld für unnötigen Klimbim auszugeben ist nicht unser Ziel. Nein. Die Familie, Freiheit, Freizeit, Sport, Natur, Freunde, Gesellschaft sind uns wichtiger als der nächste dicke Audi/BMW/Porsche oder Schmuck.

Sie fasst gut zusammen, warum der Kauf von Clown-Sachen und Klimbim grauenhaft ist:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Ein Aktien-Millionär aus Mannheim

  1. Skywalker

    Guter Typ. hat es damals schon gerafft, daher alles richtig gemacht und verdient! Top!

    Nur was macht er momentan mit dem Geld? Wenn ich es richtig verstanden habe liegt es einfach rum?

  2. Didi

    TOP! Alles richtig gemacht! Und nun?

    Weinbau auf Mallorca mit eigener Finca…ist gerade die running Story da unten…

    🙂

  3. Hilda

    Hut ab! Alles sehr gut hingekriegt! In jungen Jahren sein Geld mit Aktien gemacht, dann in risikoärmeren ETFs umgeschichtet und jetzt alles liquidiert. Auch der bekannte Börsenmeister Gebert meint, dass in den nächsten 10 Jahren mit Aktien kein Blumentopf mehr zu gewinnen sein wird. Weiterhin alles Gute!

     

    Hilda

  4. Felix

    @ Hilda

    Interessante Aussage: Hat er eine Kristallkugel? Solche Aussagen sind M.E. Marketingsprüche, wie sie von sogenannten Gurus oft gemacht werden. Rogers sagt einen Megachrash für den Herbst voraus. Ich halte meine Aktien weiter.

  5. Skywalker

    @ Hilda: V.a. ist auch die Pauschalaussage, dass ETFs risikoärmer sind falsch. Es kommt immer darauf an welche Aktien, welche ETFs usw.

    Wenn man mit Aktien die nächsten 10 Jahre keinen Blumentopf gewinnen kann, womit dann? Mit Immobilien? LOL! mit Anleihen? Doppel-LOL! Mit Bitcoin? Tripple-LOL! Selbst wenn Aktien schlecht laufen würden eine Dekade, die anderen Assets würden noch schlechter laufen!

  6. Ralf

    DAX-Konzerne der Region, evtl. BASF oder SAP? Beides sehr interessante Firmen und auch interessante Aktien. Würde dort gerne arbeiten, ist aber ein jeweils gänzlich anders Fachgebiet und ein Quereinstieg daher nicht so einfach. Viel Erfolg beim weiteren Lebensweg!

  7. Manfred

    Hi,

    Matthias schreibt, dass er Mitte 2017 alles (bis auf die Rücklage von 100k)  liquidiert hat. Mich würde interessieren, wo nun die eine Million rumliegt. Auf dem Giro? Tagesgeld? Unter dem Kissen? Ist jetzt gar nicht so lustig gemeint, wie es sich vielleicht liest. 🙂

    Ich betrachte das alles eher aus dem Blickwinkel der Werterhaltung. Bisher scheint er ja alles richtig gemacht zu haben. Vor allem die Eier gehabt zu haben 2008/2009 nochmal so richtig all-in zu gehen. Nun erntet er die Früchte seines Mutes und hat alles liquidiert.

    Nun ist aber aus meiner Sicht nur der erste Teil seines Marathons zu Ende. Wenn er ans Ziel kommen möchte, kann er jetzt nicht mit einer dicken Zigarre im Mundwinkel und einer Bierflasche am Handgelenk den Zieleinlauf verschlafen. Sorry, mit ist kein besseres Bild auf die Schnelle eingefallen! Ihr wisst schon was ich meine: Die 1 Million ist da, jetzt muss man sie aber auch behalten.

    Und das Behalten erscheint mir heute immer mehr zum Problem zu werden. Und ich denke jetzt nicht an die Fälle, die nun alles verprassen und jeden Tag die Korken auf Ibiza knallen lassen. Was ich meine ist das Geld, das jetzt irgendwo auf einem oder mehreren Konten als „Luftbuchung“ liegt (aka Buchgeld). Ist ja bekanntlich nur eine Forderung an die Bank, gehört mir eigentlich noch nicht, sofern ich noch nicht zum Schalter gegangen bin und gesagt habe: War schön mit Euch, aber nun gebt mal her de Kohlen. Und selbst dann, wenn ich die Scheine in den Händen halte, habe ich ja eigentlich noch nichts. Was ich da in den Händen halte hat einen Wert erst, wenn ich es eintausche gegen etwas physisches. Davor basiert der Wert auf Vertrauen oder dem Glauben, das im Moment alles in Ordnung ist.

    Klar, im Moment scheint ja auch alles in Ordnung zu sein: Alle drucken Geld wie blöde. Immobilien sind so teuer wie nie, Aktienkurse haben Höchststände, die Industrie verdient sich dumm und dusselig, betrügt und muss (zumindest hier in Deutschland) nicht mal dafür haften, Produkte werden immer schlechter in ihrer Qualität, Prtionsgrößen werden kleiner bei gleichbleibenden Preis, und das Ganze auf Kosten unserer Gesundheit oder unseres Geldbeutels, und immer mehr Leuten reicht nur ein unterbezahlter Job fürs Leben oft gar nicht mehr aus, während parallel dazu Herr Bezios zum reichsten aller Erdbewohner auf den Thorn steigt und gar nicht mehr weiß wohin mit der ganzen Asche.

    Was ist aber, wenn es noch mal rappelt im Karton? Ich bin mir da nicht so sicher, ob beim nächsten Crash wieder ein Lächeln von Merkel und Co. reicht auf einer Pressekonferenz, mit der Zusicherung: Alles easy Jungs & Mädels, Eure Einlagen sind sicher! Welche Einlagen haben die gemeint? Hätte ich besser eine getragen, als ich mir vor Lachen fast ins Höschen ge… aber lassen wir das.

    Was ich sagen will ist, aus diesem Blickwinkel würde ich die Mille doch eher NICHT liquidieren, egal ob nun virtuell auf der Bank oder zu Hause im Keller in tollen bunten Scheinen. Ich würde diese Summe doch weiterhin eher diversifiziert auf verschiedene Anlagenklassen gestreut liegen lassen. Oder was meint ihr?

    Und ich persönlich lande da am Ende vom Tag wieder nur bei der üblichen Werten, wie Aktien, ETFs, Gold und Silber physisch, eine selbstgenutze, abbezahlte Immobilie, vielleicht schon mal eine Wohnung für mein Kind wenns reicht, etc.

    Oder sehe ich da zu schwarz?

    Viele Grüße
    Euer Manfredo

  8. StefanStefan

     

    Vorbildlich auf jeden Fall!

    Und beneidenswert eine Mio flüssig zu haben zum investieren.

    Wobei da die Opportunitätskosten schon gewaltig weh tun. Wenn man nur von entgangenen 3 Prozent ausgeht kostet das nicht-investiert sein locker 30.000 € pro Jahr.

    Ich glaube bei der Summer würde ich erst recht nur in Aristokraten investieren. Die Sicherheit der Dividendenzahlung ist oberste Priorität. Mehr braucht man bei so einer Summe doch gar nicht mehr im Prinzip…

    Was ich mich auch frage ist ob es so gut war 2013 alles zu liquidieren!? Ich nehme an, dass ein Großteil des Depots vor 2008 gekauft wurde und so eine langfristige Steuerfreiheit aufgegeben wurde…

     

    @ Felix

    jaja der Rogers;

    früher habe ich viel von dem gehalten, habe etliche Bücher von ihm gelesen. Mittlerweile glaube ich, dass er nur seine Produkte verkaufen will. So z. B. seinen eigenen Commodity-Index bei dem er saftige Gebühren kassiert. Ein Marktschreier, der auch keine Kristallkugel hat.

     

     

  9. Daniel

    Hi,

    da Matthias  bereits das geschafft hat, was bei mir vermutlich selbst in Jahrzehnten und meiner „End-Vorstellung meines Depots“ nicht oder nur schwerlich erreicht wird, steht es mir wohl nicht zu irgendwelche Ratschläge zu geben, denn es scheint mir alles richtig gemacht worden zu sein.

    Es gibt meinerseits nur einige Fragen:

    Warum bereits mit 47 ein so drastischer Ausstieg aus dem Aktienmarkt? Ich lese hier, dass im Grund genommen nun eine Asset-Allokation von 90%RK1 und ~10% in RK3, also Aktien vorliegt
    Wie sind die knapp 1.000.000€ denn nun angelegt? Es fällt mir schwer zu glauben dass dieses Geld nun weit über der gesetzlichen Einlagensicherung bei einem Finanzinstitut herumliegt. Auch die Aufteilung auf 10 Institute wirkt auf mich etwas unglaubwürdig da ich mir kaum vorstellen kann, dass Matthias annimmt, dass der Staat im Falle des Falles nicht doch dazu übergreift die Einlagensicherung von 100.000€ pro Person auf alle Kapitalanlagen auszuweiten, ähnlich Pauschbetrag und nicht wie jetzt auf jeweilige Institute
    Ist das Geld nun in AAA-Anleihen o.Ä. investiert?

    Es wäre für mich als ehemalige Groß-Aktien-Investor nur schwer zu akzeptieren Jahr für Jahr bedingt durch die Inflation einen Kaufkraftverlust von 20.000€-30.000€ hinzunehmen (entspräche mal eben meinem Jahres -Netto) und das über einen sehr langen Zeitraum den der Millionär noch hoffentlich vor sich hat (vielleicht 40 Jahre und mehr?)

    Gruss Daniel

  10. FelixBerlin

    @Daniel

    evtl. war die 1Mio eine psychologische Grenze von ihm, die er jetzt sichern wollte.

    Wenn man eine solche Summe erreicht hat, will man sicher ungerne durch einen Crash o.ä. wieder auf die Hälfte oder 2/3 wieder runter.

    Dann wieder 10 Jahre oder mehr warten bis die Kurse wieder ihr altes Nievau haben – dann ist er fast 60.

    So würde ich mir das erklären 🙂

     

  11. Kiev

    Hi Matthias,

    endlich schreibt mal jemand, der die FU vermutlich schon erreicht hat. Das hatte ich zumindest nicht gelesen. Hast Du auch Immobilien? Oder lebst Du in einer eigenen? Mich würde interessieren, ob jemand ohne Eigentum auf eine Millionen hin gespart (und investiert) hat. Da muss die FU ja von zentralem Interesse sein.

    Ich frage mich auch wie andere Leser, was aktuell mit dem Geld passiert. Wenn alles gut läuft stehst Du doch gerade erst in der Mitte des Lebens. Da kann die Inflation bis zum Ende noch einiges vernichten.

    Wie möchtest Du die Arbeitszeit reduzieren? Ist es bei Deinem Arbeitgeber möglich zumindest einen Teil blockweise wie Urlaub zu nehmen? Dies würde mir persönlich gefallen, aber ich bin finanziell noch nicht so weit das mit meinem Arbeitgeber zu besprechen.

    Ich bin auch Rennrad gefahren und jogge aktuell aus Zeitgründen. Mein Rennrad habe ich nicht verkauft. Es wartet auf weitere mehrtägige Einsätze und die stehen in naher Zukunft bereits an. Da ich mich auch gerne um meine Kinder kümmere und wenig Zeit für das Rennrad habe trainiere ich von Zeit zu Zeit auf der Freirolle. Das kann man wunderbar durchführen wenn die Kinder im Bett sind. Vielleicht ist das ja für Dich eine Option.

    Viele Grüße,

    Kiev

     

     

  12. Hilda

    @Felix
    Ich verfolge den Gebert-Indikator schon lange. Bei Rogers hast du recht, Am Höhepunkt der Rohstoffhausse sagte er eine Jahrhundertrally voraus.

    @Skywalker
    Da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt! Im Übrigen glaube ich aber schon, dass z. B. eine Goldminenaktie risikoreicher ist, als ein ETF aus einem gleichen Sektor.

    Ich weiß nicht, welche Assets besser laufen werden. Gebert empfiehlt in nächster Zeit sein Geld beisammen zuhalten, um bei einer evt. Kurshalbierung neu einzusteigen.

    Grüße Hilda

  13. Matthias

    Hallo zusammen,

    ich wollte mich nun doch nochmal selbst kurz zu Wort melden und Fragen beantworten. Was das Thema Immobilieneigentum betrifft, halte ich es mit Kommer: „…man braucht zwar ein Dach über dem Kopf, aber es muss einem nicht gehören“. Also ich wohne zur Miete in einer Genossenschaftswohnung, bin also Genosse einer Wohnungs eG. Ja, die psychologische Marke von 1 Mio. Euro war irgendwann erreichbar, dann wollte ich sie auch. Und zwar nicht was den reinen Depotwert angeht, dessen Gewinne ja mit Kapitalertragssteuer belastet sind, sondern netto, also nach Abzug aller Steuern. Den größten Zuwachs habe ich vermögenstechnisch gemacht, als ich in 2008 etwas 40% meines Geldes in deutsche BlueChips packte (zB Basf zu 19 und 22 gekauft). Ab 2009ff. habe ich für die restlichen 60% Hybridanleihen von Banken und Genußscheine gekauft (vgl. hierzu das Buch „Renditeperlen aus dem Scherbenhaufen“). Diese 60/40-Mischung hat dann in den darauffolgenden Jahren massiv an Wert gewonnen und ich wollte dann irgendwann einmal auch die Million auf dem Tagesgeldkonto sehen (also, bei einem Institut…ich weiß, Einlagensicherung hin oder her…aber Leute, wenn es richtig rumst, sind auch die 100k€/Institut nicht mehr sicher…). Mein letzter großer „Trade“ (außer reinen Verkäufen von z.B. ETFs): in Q3-2016 wollte ich (bissel kultig eben…) unbedingt mal eine Berkshire Hathaway Class A haben…eine. Diversifikation hin oder her, ich wollte eine haben. Also seinerzeit rd. 189.000 Euro in eine BRK.A investiert. Nach Trump’s Wahlsieg kletterte die dann auf fast 250k€…ich konnte nicht widerstehen und verkaufte. Seither – ich gebe es zu – lagert der gesamte Cash aus der Liquidierung von ETFs, Anleihen und Aktien bei insg. 3 Instituten: Comdirect, pbb direkt und ING-Diba. Ich brüte momentan darüber, wie ich es anlegen will. Vor allem seit nun auch noch die pbb direkt die Tagesgeldzinsen von 0,25%p.a. auf 0,05% p.a. gesenkt hat. Mal schauen. Ich lasse mir aber Zeit und genieße erstmal den Sommer. Beste Grüße und schönes Wochenende, Matthias

  14. Michael

    aber was im Falle eines crashes nicht unsicher wäre, wäre doch eine Immobilie? Daher würde ich evtl 2 kaufen und gucken, ob man nicht von den Mieteinnahmen leben kann…

    weil Geld kann ja tatsächlich einfach plötzlich weg sein, n Haus kann man dir nicht einfach wegnehmen.

    oder habe ich was übersehen?

  15. steve

    @ Michael,

    Google doch nach Zwangshypothek von 50% in Deutschland nach dem 2 Weltkrieg und zuvor grosse Währungsreform (schönes Wort für Pleite). Da ist der Hausbesitzer besser davon gekommen, aber auch nicht ungeschoren.

    Gruß Steve

  16. Mark85Mark85

    An Matthias: Glückwunsch zur 7-Stelligkeit! 😉

    An Manfred: Ich teile deine Ansichten, aber gegen Matthias‘ Weg spricht auch nichts, solange er sich damit wohlfühlt. Ich befinde mich seit 2009 in der ,,Behalten“-Phase, habe seitdem mein Hauptaugenmerk auf zusätzliche Diversifikation gelegt und setze dabei nur auf Sachwerte, die ich in 3 Hauptanlageklassen aufgeteilt habe: Unternehmen, Immobilien und Edelmetalle. Geldwerte kommen mir bis auf eine kleine Portition Tagesgeld als Notreserve nicht ins Haus.

    Ich bleibe optimistisch und positiv eingestellt, aber sich Gedanken über die eigene Zukunft zu machen und ein paar Sicherungsseile und Auffangnetze einzuziehen, kann, denke ich, nie schaden. 😉

  17. Felix

    Mir würde es nicht genug sein, die 1 Mio. auf dem Kontoauszug anzuschauen. Wenn sich das Geld nie materialisiert und auch nicht arbeitet, ist es mir einfach zu schade. Ich würde mir wenigstens eine schöne energieoptimierte Immobile zur Eigennutzung zulegen und so weder Miete noch Energieaufwendungen in Zukunft haben. Das spart locker 1000 € Lebenshaltungskosten im Monat und ist dann wie eine ordentliche Gehalterhöhung, die noch nicht mal versteuert wird.

  18. CH

    Hallo,

    ist ja alles ganz interessant. Ich bin aber der Meinung, dass 1 Mio. € nicht wirklich viel Geld ist heutzutage.

    Wenn du das anlegst und bekommst 3% evt. Dividenden oder so, dann sind das erst mal 30 000.-€ und davon gehen nochmals mehr als 25% Steuer ab.

    Das ist keine Summe von der man leben kann ohne Arbeit.

    Das kann ein Grundstock sein für weitere Investitionen und ich bin der Meinung, dass Immobilien neben Aktien und ETF unbedingt in Portfolio gehören.

    Meine Immobilien müssen mindestens 7% Rendite haben, damit ich diese Fremdfinanzierung kann und noch was übrig bleibt. Ich bin da auch nicht im Mainstream Wohnungen unterwegs sondern in Gewerbeimmobilien. Vorraussetzung immer 10 Jahre Mietvertrag mit weiteren Optionen, solvente Mieter und Objekt einigermaßen in Schuss.

    Habe alle fast zu 100% fremdfinanziert. Damit gibt es die Möglichkeit Sicherheiten zu Hebeln und damit in einen wirtschaftliche Größenordnung zu kommen.

    Immobilien müssen für mich wie Produktionsstrecken Geld produzieren und können auch wieder verkauft werden.

    Meine Erfahrung mit Immobilien: Habe viele nicht gekauft, die aus heutiger Sicht ein Schnäppchen gewesen wären. Auch hier zählt Wissen, Erfahrung, Kontakte und Arbeit.

    Funktioniert auch heute noch gut und sicher auch in der Zukunft. Ich kann davon gut leben.

    Chris

     

  19. Michael

    @steve:

    heilige Scheiße, ich bin schockiert! Zwar lernt man in der Schule alles über das 3. Reich, aber so wichtige Details werden einfach unter den Tisch fallen gelassen…

    Ich kannte diese Möglichkeit der Enteignung bisher nicht (in meiner Naivität) und fand die Idee später ein Haus zu besitzen als gesetzt. Jetzt… betrachte ich das mit anderen Augen
    danke!

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