Dow Jones in Feierlaune, Bankaktien haben das größte Potential


New York, 15. Juli 2009

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Am Mittwoch war die Börse in exzellenter Verfassung. Der Dow Jones stieg um drei Prozent auf 8.616 Zähler. Wahnsinn! Die Technologiebörse Nasdaq und S&P 500 legten ebenfalls jeweils um drei Prozent zu. Nun kann der Dow nochmals Richtung 9.000 Punkte laufen. Mal sehen, wohin die Reise geht. Auf lange Sicht wird der Index ohnehin wieder neue Rekordmarken markieren. Das dürfte allerdings noch etwas dauern – vielleicht ein, zwei oder drei Jahre.
Eines ist klar: Es ist noch nicht zu spät einzusteigen. In der Spitze lag der Dow bei 14.000. Wir sind also noch weit davon entfernt. Besonders die ausgebombten Bankaktien stehen auf meiner Kaufliste. Führende Bank-Aktien wie Citigroup, Bank of America oder JP Morgan Chase können sich auf Sicht eines Jahres verdoppeln. Ihre Kostenstrukturen sind schlank und rank nach der Krise. Zieht die Nachfrage wieder an und stabilisiert sich der Immobilienmarkt, gehen die Gewinne durch die Decke.
In meinem Bekanntenkreis bin ich immer wieder darüber erstaunt, wieviel Zeug die Amis auf Pump kaufen. Auf den Kreditkarten lastet eine gewaltige Schuldensumme. Warum Konsumenten bereit sind, für die Plastikkarten südhaftteure Schuldzinsen von 15 bis 20 Prozent zu zahlen, ist mir schleierhaft. Ohnehin fällt mir immer häufiger auf, mit welchem Desinteresse die Menschen ihre Ersparnisse verlumpen lassen. Viele kaufen ständig neue Dinge: Einen BMW, das iPhone, neuer PC, edle Designerklamotten, Schrank und Couch. Sie leben noch immer über ihren Bedürfnissen. Man muss ja nicht unbedingt beim Kaffee sparen, aber bei den großen Anschaffungen wäre es doch ratsam. Viele haben auch keinen Plan oder Ziel, wie viel Geld sie zurücklegen sollten. Sie leben von Monatsgehalt zu Monatsgehalt. Dabei steht das amerikanische Rentensystem auf wackeligen Beinen. Das deutsche ist allerdings noch maroder.
Trotzdem hat diese US-Gesellschaft auch Vorteile gegenüber den Europäern. Ich bin der Meinung, dass Amerikaner flexibler und mobiler sind als wir Deutschen. Sie ziehen gerne um. Sie haben kein Problem damit, den Job oder den Sektor zu wechseln. Zudem sind sie sehr aktiv im Internet. Sie scheuen Risiken nicht so stark wie wir Deutschen. Sie haben kein Problem damit, den Neuanfang zu wagen. Wer mit einer Geschäftsidee scheitert, gibt nicht auf, sondern sucht nach der nächsten.


tim schaefer (Author)

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