Dow Jones im Aufwind


New York, 22. Juli 2008

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Um ein Prozent klettert der Dow-Jones-Index heute auf 11.602 Punkte. Der Ölpreis fällt weiter auf 128 Dollar je Barrel zurück. Und vor allem die Finanzwerte erholen sich kräftig. Es scheint, als ob wir in der Tat den Boden der Krise gesehen haben. Nur weil das Öl auf dem Rückzug ist, haben Energiewerte nach wie vor langfristig exzellente Perspektiven. Nicht ohne Grund ist ExxonMobil das größte Unternehmen der Welt – sowohl gerechnet am Umsatz als auch Börsenwert.
Ich halte nun Finanzwerte für interessant. Die Rallye der Banken ist enorm. In wenigen Tagen kletterten die Kurse der großen Häuser wie Citigroup, Washington Mutual oder Wachovia um 20 oder 30 Prozent. Unglaublich! Ich schnappte mir jetzt ein paar Citigroup-Titel. Die Kurse kamen derart unter Druck, als ob wir künftig keine Banken mehr bräuchten.
Wenn die breite Masse nichts mehr von der Börse wissen möchte, weil die Kurse tief im Keller sind, dann dürfte das die beste Zeit zum Einstieg sein. Gut möglich, dass wir an diesem Punkt angekommen sind.
Yahoo-Gründer Jerry Yang zeigt sich erneut offen für Gespräche mit Microsoft. Der 39-Jährige Chef deutete heute an, für „wertsteigernde Transaktionen“ zugänglich zu sein. Ich glaube fest daran, dass Yahoo von Microsoft geschluckt wird. In der Internetsuche ist Microsoft ein kleiner Fisch. Nur mit Hilfe von Yahoo kann Microsoft-Großaktionär Bill Gates den Erzrivalen Google attackieren. Yahoo notiert mit 21,40 Dollar. Für mich ein Kauf.
Am Donnerstag legte ich Ihnen JetBlue ans Herz. Heute zog die blaue Billigairline um 20 Prozent auf 4,50 Dollar an. Als ich Ihnen das Papierchen empfahl, kostete es 3,86 Dollar. Wir sind schon 17 Prozent im Plus. JetBlue-Chef Dave Barger sieht auf die Branche eine Konsolidierungswelle zukommen. Nach einer brutalen Auslese sieht er nur wenige Fluglinien langfristig am Himmel. JetBlue ist hochspekulativ, aber aufgrund der hochkarätigen Großaktionäre Lufthansa und George Soros einen Blick wert.


tim schaefer (Author)

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Dow Jones im Aufwind


New York, 28. Mai 2008

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Das war ein schöner Tag heute. Die Sonne schien in New York und die Börse lief nach oben. Der Dow Jones kletterte um 45 Punkte auf 12.594 Zähler. Die Korrektur scheint allmählich vorüber zu sein. Im Oktober hatte das amerikanische Börsenbarometer noch in der Spitze über 14.000 Punkte taxiert. Ich glaube wir werden diese Marke dieses Jahr wieder sehen beziehungsweise überschreiten.
Für mich auf der Kaufliste stehen profitable und gesunde Firmen, die zu akzeptablen Bewertungen zu haben sind. Besonders interessant finde ich Markenhersteller. Ich mache indes um defizitäre Unternehmen einen weiten Bogen.
Der Chart zeigt Ihnen die Entwicklung des Dow Jones in den zurückliegenden zehn Jahren. Seit dem Jahr 2003 lief der Index wie am Schnürchen nach oben. Die Korrektur in den vergangenen Monaten erscheint wie ein kleiner Zacken in einem langfristigen Aufwärtstrend.
Ich halte amerikanische Aktien aus deutscher Sicht für hochinteressant. In meinen Augen ist der Dollar im Vergleich zum Euro unterbewertet. Insofern können Sie mit ihrem starken Euro im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf Schnäppchenjagd gehen. Seit Einführung des Euro vor zehn Jahren war die europäische Gemeinschaftswährung noch niemals zuvor soviel wert wie derzeit. Auch andere Währungen wie etwa der australische Dollar befinden sich im Aufwind. So war die australische Währung in den vergangenen 25 Jahren noch nie so stark wie derzeit gegenüber dem amerikanischen Greenback. Ich rechne über kurz oder lang mit einer Erholung des US-Dollars. Davon sollten dann natürlich auch ihre amerikanischen Aktien profitieren. Geduld ist Trumpf. Spätestens wenn die EZB die Zinsen senkt, sollte der Dollar sich erholen können.
Ich war heute auf einer großen Investmentkonferenz und entdeckte viele spannende Unternehmen. Hunderte US-Konzerne präsentierten sich im Grand-Hyatt-Hotel. Die meisten Manager kamen von mittelgroßen Firmen mit Börsenbewertungen zwischen 500 Millionen und zwei Milliarden Dollar. Aber auch Giganten wie Lockheed Martin oder Celgene sah ich mir heute an.


tim schaefer (Author)

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