Dow Jones erholt sich! Eine Top-Aktie aus dem DAX: FMC


New York, 4. März 2009

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Heute hat sich die Wall Street nach langer Durststrecke endlich wieder etwas erholen können. Am Dienstag schloss der Dow Jones 149 Punkte höher bei 6.875. Vielleicht ist das Ende der Kursverluste bald erreicht. Ich hoffe es zumindest. Die Ausverkaufswelle hat mich echt geschockt. Selbst Warren Buffett ist von dem Kursgemetzel überrascht worden, wie er jetzt zugibt.
Nach all den negativen Meldungen in den vergangenen Wochen möchte ich Ihnen diesmal eine exzellente Aktie aus dem Deutschen Aktienindex vorstellen. Es gibt im Grunde genommen nur eine Aktie, die nicht leidet: Es ist Fresenius Medical Care. Auf den Dialyse-Konzern hat der Abschwung keinerlei Auswirkungen. In den vergangenen 20 Jahren erlebte das Unternehmen schon zwei Rezessionen – ohne negative Effekte. Der Grund: Die Patienten müssen jeden zweiten Tagen zur Dialyse kommen – Krise hin oder her. Ich sah mir kürzlich eine Präsentation in New York an, die mich überzeugte. Der deutsch-amerikanische Dienstleister befindet sich auf einem beachtlichen Wachstumspfad. Im vergangenen Jahr hat der Weltmarktführer für die Dialyse mehr als 10,6 Milliarden Dollar umgesetzt nach 9,7 Milliarden Dollar in 2007. Das entspricht einem Anstieg um neun Prozent. Unterm Strich blieben 818 gegenüber 717 Millionen Dollar. Plus 14 Prozent!
Wie eine Epidemie breitet sich die chronische Nierenkrankheit aus. Im Jahr 1981 gab es weltweit erst 200.000 Patienten. Für das Jahr 2010 prophezeien Experten zwei Millionen Menschen mit dieser Krankheit. Bis zum Jahr 2025 soll sich die Zahl nochmals verdoppeln. Das entspricht jährlichen Expansionsraten von sechs Prozent. FMC-Chef Ben Lipps peilt 2010 einen Umsatz von über 11,5 Milliarden Dollar an. 65 Prozent der Einnahmen stammen aus den USA, 24 Prozent aus Europa. Asien-Pazifik und Lateinamerika stehen für sechs beziehungsweise fünf Prozent. Besonders in den Emerging Marktes brummt das Geschäft mit zweistelligem Raten. Größere Übernahmen stehen nicht auf der Agenda. Vielmehr will Lipps Kliniken in Regionen übernehmen, wo sein Marktanteil noch nicht 20 bis 30 Prozent erreicht hat. FMC betreibt weltweit 2.388 Dialyse-Kliniken, davon 1.686 in den USA.
Der Verschuldungsgrad sank per Ende Dezember auf 2,69. Die Kennziffer zeigt die Höhe der Schulden im Verhältnis zum Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen an. Sprich in 2,7 Jahren könnte FMC rein theoretisch alle Kredite aus den operativen Zuflüssen tilgen. Das ist solide. Der Börsenwert beträgt um die 13 Milliarden Dollar oder zehn Milliarden Euro. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis ist mit 16 nicht billig, aber vertretbar dank des extrem stabilen Geschäfts. Zum zwölften Mal in Folge erhöht der Gigant die Dividende auf 0,58 und 0,60 Euro je Aktie für die Stämme und Vorzüge. Für das laufende Jahr peilt Lipps einen Umsatzanstieg auf 11,1 Milliarden Dollar an. Netto will er zwischen 850 und 890 Millionen Dollar verdienen. Für mich ist das DAX-Papier ein Kauf. Da kann nichts anbrennen. Ich bevorzuge die Stammaktien. Der krisenfeste Titel notiert mit 32,35 Euro.


tim schaefer (Author)

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