Dow Jones auf Erholungskurs. Woran man überhitzte Märkte erkennt


New York, 9. November 2009

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Der Dow Jones mal wieder in Bestform. Auf Jahreshöchststand bei 10.226 Zählern. Nun hat sich das Barometer um rund 60 Prozent seit dem Tief im März erholt. Nach der Rallye sehen die Bewertungen wieder recht teuer aus. Das Kursgewinnverhältnis (KGV) im S&P 500 liegt bei ca. 19. Doch das täuscht. Denn die Firmen haben massive Kostenkürzungen hinter sich gebracht. So ist auch die Horror-Arbeitslosenquote von 10,2 Prozent zu erklären. Sobald jedoch die Firmen wieder Umsatzzuwächse melden, werden die Gewinne regelrecht explodieren. Wir stehen vor einem jahrelangen Boom. Insofern ist das KGV für das Krisenjahr 2009 nicht sonderlich aussagekräftig. Das erklärt, warum Value-Investoren derzeit kaufen, was sie kriegen können.
Woran merkt man, dass die Börse oder ein Sektor überhitzt ist? Wenn haufenweise Börsengänge über die Bühne gehen, sollten Sie vorsichtig werden. Erinnern Sie sich noch an die Jahre 1999 und 2000, als Internetbuden nahezu täglich an der Börse eingeführt worden sind. Reihenweise Börsengänge oder Kapitalerhöhungen sind Warnsignale. Warum? Altaktionäre sind nicht bereit, in schwachen Börsenphasen ihre Anteile durch die Ausgabe neuer Aktien zu verwässern, weil sich nur wenig Kapital einsammeln lässt. Notieren jedoch die Kurse auf Rekordhöhen, sammeln die Firmen liebend gerne frisches Geld ein. Da derzeit nur wenige IPOs stattfinden, ist die Börse günstig bewertet.


tim schaefer (Author)

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