Dow hat 11.000 im Visier. Gerücht: RadioShack + Best Buy


New York, 30. März 2010

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Die Börse ist nicht zu stoppen. Am Montag legte der Dow Jones abermals um 0,4 Prozent auf 10.895 Punkte zu. Bald, so scheint es, nimmt das Börsenbarometer die 11.000er Marke in Angriff. Aber nach diesem rasanten Anstieg binnen Jahresfrist um mehr als 60 Prozent sollte es Sie nicht überraschen, wenn wir jetzt für einige Monate seitwärts laufen sollten. Auch kann eine kleine Gegenbewegung nach unten durchaus gesund sein. Solche Korrekturen oder Verschnaufpausen sind wichtig und nötig. Sie ändern aber nichts am langfristigen Trend: Die Börse steigt auf lange Sicht immer. Daher halte ich von diesen ganzen Absicherungsstrategien und Optionsscheingeschichten nicht sehr viel. Denn wer sich stetig gegen den langfristigen Trend des Marktes stemmt, der wird notgedrungen verlieren.
Immer mehr Übernahmegerüchte machen die Runde. Das ist ein gutes Signal. Es zeigt, dass Unternehmen wieder zuversichtlicher nach vorne schauen und daher Akquisitionen in Erwägung ziehen. Zuletzt wurde die Eltronikkette RadioShack als nächstes heißes Übernahmeobjekt gehandelt. Der Kurs von RadioShack (zu deutsch „Radio-Bude“) ist seit Monaten am Klettern.
Best Buy (18 Milliarden Dollar Börsenwert) ist Marktführer in den USA und könnte den kleinen Radio-Schuppen (2,88 Milliarden Dollar) locker übernehmen. Dank zahlreicher Pleiten von Konkurrenten gewinnt Best Buy auch ohne Akquisitionen immer mehr Marktanteile. Es gibt sogar Gerüchte, dass Best-Buy-Chef Brian Dunn die Expansion nach Europa vorbereitet. Ob er wirklich die starken Metro-Töchter Media-Markt/Saturn attackieren will? Das wird wohl schwierig werden. Best Buy schreibt trotz der Krise Quartal für Quartal schwarze Zahlen. Seit der Pleite der Konkurrenten Circuit City (2009) und CompUSA (2007) expandiert die Kette sogar noch stärker – insbesondere in Großstädten. Vorstandschef Dunn mietet mit Vorliebe die Ladenflächen an, in denen bis vor kurzem der Erzrivale Circuit City ansässig war. So auch in Manhattan am Union Square. Der Marktanteil in den USA beträgt mittlerweile 22 Prozent.


tim schaefer (Author)

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