Dollarschwäche: Reisen Sie in die USA! Ins Land der Schnäppchen


New York, 1. Juni 2009

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Der Dollar steht gewaltig unter Druck. In den vergangenen Wochen stürzte die US-Währung auf ein mehrmonatiges Tief. Für einen Euro kriegen Sie mittlerweile 1,41 Dollar. Ich kann Ihnen nur raten, einen Urlaub in den USA in Erwägung zu ziehen. Mit dem starken Euro ist hier vieles sehr billig geworden. Ohnehin sind die üblichen Dollar-Preise für Hotels, Unterhaltungselektronik und Restaurants wegen der Krise günstig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Das Hilton Hotel in den San Francisco hab ich Online schon für 125 Dollar die Nacht gesehen. Das sind nur 88,65 Euro pro Tag, das ist in der Tat erschwinglich.
Was sind die Hauptgründe für die Schwäche des Dollars? Es ist wohl die Sorge vor einer explodierenden Inflation. Angesichts der Rekordverschuldung nehmen die kritischen Stimmen zu, die davor warnen, dass Washington in eine brisante Situation kommen kann, wenn sie die Schuldenaufnahme ungebremst fortsetzt.
Zudem spielt eine Rolle, dass die Zentralbank FED den Leitzins auf Null Prozent gesenkt hat, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Die Folge ist, dass Sie für Ihre Ersparnisse nur mickrige Zinsen erhalten. Daher wandert das Geld in höherverzinsliche Länder – etwa in den Euro-Raum. Als die Finanzkrise wütete, erlebte der Dollar eine kurze Renaissance als Schutzhafen. Doch die Flucht in den Dollar hielt nur ein paar Monate an. Jetzt wendete sich das Blatt blitzschnell.
Die Deutsche Bank sieht den Euro laut dem Wall Street Journal sogar im Sommer bis auf 1,50 Dollar klettern. Standard Bank prognostiziert einen Sprung auf 1,55 Dollar binnen Jahresfrist. JP Morgan Chase prophezeit per Dezember 1,45 Dollar. Wenn Sie mich fragen: Es gleicht einem Blick in die Glaskugel. Währungsschwankungen lassen sich praktisch kaum absehen beziehungsweise planen. Was ich sagen kann ist, dass derzeit der Trend auf Seiten des Euros verläuft. Sprich es sieht ganz danach aus, als ob der Euro stärker wird. Ob wir alte Höhepunkte aus dem Sommer 2008 erleben werden, als Sie für einen Euro fast 1,60 Dollar bekamen, ist durchaus denkbar. Aber genau weiß das natürlich niemand.


tim schaefer (Author)

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