Die New York Times sorgt sich um SAP


New York, 26. August 2008

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Überrascht hat mich, dass die New York Times so ausführlich am Montag über den Softwarehersteller aus Walldorf berichtete. In dem Bericht, der auf Seite eins des Wirtschaftsteils beginnt, fabuliert das Blatt über den Wechsel an der Führungsspitze. Henning Kagermann übergibt den Stab an Leo Apotheker im März. Kritisch beleuchtet der Artikel, die schwachen operativen Margen der Deutschen im Vergleich zum Erzrivalen Oracle. So erzielt Oracle eine Vorsteuermarge von 35 Prozent, während die Waldorfer nur auf 26,7 Prozent kommen. Mit Apotheker soll die Rendite im Vordergrund stehen. Bisher habe das Management unter Kagermann zu stark in die Entwicklung investiert – zu Lasten des Gewinns. Ich halte SAP für ein ausgezeichnetes Unternehmen. Für mich ist das DAX-Papier ein Kauf. Ein Titel, den Sie durchaus langfristig ins Depot legen können. Auf dem 10-Jahres-Chart sehen Sie die Internetblase im Jahr 2000 schön, als vor allem Software- und Internetwerte rund um den Globus explodierten. Indes ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis für 2008 mit 19 kein Pappenstil. Dafür baut SAP trotz aller Kritik den Überschuß phenomenal aus: Der Weltmarktführer baute den Profit zwischen 2003 und 2007 von 1,0 auf 1,9 Milliarden Euro aus. Aktuelle Notiz 37,99 Euro. Fazit: Kaufen!


tim schaefer (Author)

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