Die nächste Börsenkorrektur kommt. Ganz bestimmt. Die Kunst besteht darin, mit einer Krise richtig umzugehen. Behalte Ruhe. Spare einfach weiter


New York, 12. Dezember 2017

Irgendwann wird die Börse wieder beben. Das gehört dazu. Eigentlich kommt ein Bärenmarkt alle 3,5 Jahre vor. Nun laufen wir seit der Finanzkrise 2008/09 ununterbrochen nach oben. Eine Korrektur ist überfällig. Nur weiß niemand, wann sie beginnen wird.


Die Börse läuft und läuft auf immer neue Rekordstände. Es ist freilich wichtig zu wissen: Kein Preis steigt endlos ohne Rücksetzer. Auf einen Bullenmarkt folgt immer ein Bärenmarkt. Es kann auch passieren, dass die Börse die kommenden zehn Jahre so flach wie ein Pfannkuchen bleibt (eben seitwärts läuft). Niemand weiß, wann die Korrektur oder Stagnation beginnt.

Ich kann mit einer Korrektur leben. Ein Bärenmarkt ist zwar für die Emotionen nervig. Aber was soll es? Emotionen sind irrelevant. Ich bleibe jedenfalls voll investiert. Wenn die Kurse purzeln, kaufe ich weiter zu – so wie bisher. Mein Depot besteht zu 100 Prozent aus Aktien. Ich besitze keine Anleihen.

Meine Blogleser und Fans auf Facebook sowie YouTube sind indes überwiegend jünger. Die meisten haben keine heftige Rezession erlebt. So wie die 2007/08, als die Börse bebte. Massenweise gingen damals Aktiengesellschaften pleite. Die Arbeitslosigkeit schoß auf Rekordstände. Blue Chips wie General Motors gingen pleite. Andere Riesen wie AIG, Bank of America oder Citigroup mussten vom Staat vor dem Aus bewahrt werden.

In Deutschland ging seinerzeit der Einzelhändler Arcandor (Karstadt-Quelle) vor die Hunde. Die BayernLB brauchte Staatshilfen. Die Commerzbank wurde teilverstaatlicht. Die Hypo Real Estate ging den Bach hinunter.

Es war eine der schwersten Krisen in 70 Jahren. Ich frage mich: Wie kann so eine trübe Zeit ein unerfahrener Anleger durchstehen? Es ist hart. Beinhart.

Nichts kannst Du eigentlich tun. Als den Umgang mit einer Krise selbst zu erleben. Vielleicht hilft Meditation. Yoga. Lange Spaziergänge.

Aussitzen ist der Trick. Es ist wichtiger an der Börse langfristig investiert zu sein, als zu versuchen, die Börse zu timen.

Massenhaft geraten Menschen in Panik und verkaufen auf einem niedrigen Niveau. Im Idealfall behältst Du in der nächsten Krise Deinen Job und pumpst mehr denn je Geld in die Börse. Das ist dann der Turbo für Deine finanzielle Freiheit. Investiere stetig zehn, 20, 30 Jahre in Aktien/ETF-Pläne. Und Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit positiv abschneiden. Zumindest war es bislang so.

Wenn Du stur in Aktien/ETFs sparst, wirst Du mit der Zeit sehen: Dein Geld verdient Geld. Das Depot wird erwachsen. Am Anfang sind es Almosen. Aber mit der Zeit werden es richtig große Kartoffeln. Irgendwann wird Dein Depot mehr Geld verdienen als Du mit Deinem Job. Dann übernimmt Dein Depot Deine Arbeit. Passives Einkommen zu haben ist ein großartiges Gefühl.

Für viele Experten ist die Kursrallye unerklärlich. Sie warnen vor einer Überhitzung der Börse. Was wir bislang sehen, ist: Firma xy steigerte den Gewinn um fünf Prozent. Aber der Aktienkurs stieg um zehn Prozent. Und das setzte sich so fort. Jahr für Jahr. Der Kurs stieg schneller als der Gesamtgewinn. Im ersten Jahr ist das noch gerechtfertigt. Aber acht Jahre später ist der Kurs ganz schön euphorisch gepreist. Die Lösung ist eine Baisse: Nach einer Korrektur sind die Kurse wieder fair. In den vergangenen Wochen stieg der Dow Jones aufgrund der Steuerreform in den USA. Warum klettern die Kurse manchmal schneller als der Gewinn? Weil Unternehmen Aktien zurückkaufen und massiv investieren.

Ich hab eben in meine Kristallkugel geschaut. Ich kann Dir genau sagen, wann die nächste Korrektur beginnt. Sie beginnt innerhalb von einer Woche oder 1.000 Wochen. Dann wird sie kommen. Also bereite Dich darauf exakt vor. (Haha, ich weiß es leider nicht.)

Im übrigen führen viele Wege in die finanzielle Freiheit. Ich bin immer wieder fasziniert, wie Blogger das schaffen. Michelle Schroeder-Gardner ist 28 Jahre alt. Sie gab ihren Job 2013 auf. Sie verdient über 100.000 Dollar im Monat mit ihrem Blog „Making Sense ist Cents“.

Sie reist mit ihrem Gatten Wesley rund um den Globus. Sie haben ein Wohnmobil und bloggen emsig. Hier beschreibt sie, wie sie im November 110.000 Dollar verdiente.

Richard Meadows hatte keinerlei Ersparnisse. Das kotzte ihn an. Dann änderte er sein Leben. Er kochte zuhause. Nahm das Rad anstatt den PKW. Er sparte 100.000 Dollar in drei Jahren. Der 26-jährige reist nun um die Welt und bloggt auf „Deep Dish“ Ich finde das faszinierend.

Natürlich ist kein Leben immer ein Traum. Selbst wenn Du finanziell frei sein wirst, wirst Du schlechte Tage haben. Nicht alles wird glorreich. Aber Du kannst vieles besser steuern. Vor allen Dingen Deine Zeit. Du hast mehr Zeit für Deine Familie, Partner, Deine Fitness und Ernährung. Nicht zu vergessen das Reisen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die nächste Börsenkorrektur kommt. Ganz bestimmt. Die Kunst besteht darin, mit einer Krise richtig umzugehen. Behalte Ruhe. Spare einfach weiter

  1. Maresa

    Hi Tim, da hast Du wieder ein starkes Thema aufgemacht. Es gibt mittlerweile viele Blogs, die sich um das investieren in Aktien/ETF und die (vermeintlich nahe) Finanzielle Freiheit drehen. Etwas erinnert mich das stark ansteigende Publikumsinteresse an die Zeit der späten 90er; viele fühlten sich in D als Experten – hatte „man“ doch schon soviel „Gewinn“ mit den Aktien und Aktienfonds gemacht. Als Infineon an die Börse ging, gab es „Mord und Totschlag“ um an die begehrten Aktien zu kommen; wenige Tage später war die Aktie günstiger zu haben, als wie der Erstausgabekurs angesetzt war – eine erste Ernüchterung machte sich damals breit. Trotzdem machten die Kurse Höhenflüge – man konnte vermeintlich nichts mehr falsch machen, innerhalb kurzer Zeit konnte sich jeder reich rechnen. Ich war damals mit wenigen K€ investiert – und binnen kurzer Zeit hätte ich mir davon einen fetten Mercedes kaufen können – unglaublich! (hatte ich aber nicht, der wäre heute auch verrostet – und die Aktien legen noch immer goldene Eier).

    Und dann platzte die Tech-Blase. Aktien waren plötzlich nur noch wenige Prozente ihres letzten Kurses wert, zuviele Leute verloren zuviel Geld und stiegen aus – und wollen bis heute nichts mehr von Aktien hören. Der Aktienmarkt brauchte Jahre, um sich wieder einigermaßen (hast du schön mit Pfannkuchen beschrieben) zu erholen – und dann platzte in den US die Immobilienblase und die Banken verkrachten weltweit. Was vorher undenkbar war, wurde plötzlich finstere Realität.

    Und es tut verdammt weh, zuzusehen, wie der mühsam angesparte Euro plötzlich nur noch 25 Cent wert ist. Aktien können leicht um 75% fallen – brauchen aber 400% Steigerung, um wieder den „alten“ Wert zu haben. Und das kann Jahre dauern. Wenn das jemand abwarten will, um den bottom zu erwischen – da muß er/sie schon eine „coole Sau“ sein. Und trotzdem lohnt es sich, das einfach auszublenden – und weiterzusparen. Aber die Warnung ist angebracht: naive Rechenbeispiele …. 5 oder 6 oder 7 % Rendite p.a. und dann kann ich in x Jahren aus dem Job aussteigen, sind gefährlich und können verdammt frustieren. Langfristig ist das alles richtig mit der Durchschnittsrendite …. der Zeitpunkt lässt sich aber nicht planen.

    Gewinne oder Verluste entstehen erst, wenn sie realisiert werden; sonst ist das alles nur Buchgeld. Real ist die Dividende. Das ist ein großer Lernprozess, durch den viele auch noch gehen werden müssen. Ich wünsche nur, dass es -sollte es denn so kommen- nur nicht zu lange dauert. Aber meine FF ist in hoffentlich 5 Jahren Realität – egal, wie die Aktien stehen.

    Am wertvollsten – und das ist, warum ich Deinen Blog so schätze – ist die gelebte Sparsamkeit. Das bisserl Geld, das man wirklich zu einem guten und intensiven Leben braucht, kann oder will man auch noch so verdienen. Mit dem Geld richtig umzugehen, das ist der größte Schatz. Alles andere richtet sich dann – egal ob man ein Depot von 600.000 oder auch nur von 50.000 hat; manchen sind 3 Mio nicht genug um auszusteigen. Das ist alles individuell und nur mit dem eigenen Maßstab zu messen.

    Ich lebe sehr intensiv – und manches kostet auch Geld. Das gebe ich auch gerne und gut überlegt aus; immerhin verdiene ich vernünftig. Ich bin 56 Jahre alt … da brauche ich nicht mehr zuvieles aufschieben. Jedes Winter-Wochenende bin ich beim skifahren und genieße das Erlebnis in der großartigen Natur; das kann ich mit nichts aufwiegen. Mache ich es jetzt nicht … kann ich es in 10 Jahren bestimmt nicht mehr anfangen – aber halte ich durch, stehe ich noch mit 80 auf dem Berg; und es kostet nicht soviel Geld, wie immer behauptet wird. Es müssen ja nicht die neueste Ausrüstung und 5 Schnaps auf der Piste sein (pfui Teife …)

    Es gibt auch junge Leute, die fühlen sich mit gesparten 30.000 reich – steigen aus dem Hamsterrad aus und reisen mit 10kg Gepäck jahrelang durch die Welt. Deshalb …. locker bleiben.

    Viele Grüße nach NYC. Maresa

     

     

     

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Maresa

    Danke fürs Lesen und Kommentieren. Sehr nett! Prima, dass Du in 5 Jahren frei bist.

    Im normalen Leben haben wir wenig Interesse von anderen Menschen, so etwas zu feiern. Daher: Super! Gratulation!

    Die meisten stecken fest im Hamsterrad, das aus Arbeit und Konsum besteht. Sie denken lieber ans nächste Auto als an den frühen Ruhestand.

  3. Nullzinssparer-Michael

    Wow! Danke, dass du diese beeindruckenden Stories immer wieder mit uns teilst. Sehr inspiriernd für uns alle! Die nächste Korrektur wird viele hart treffen. Ich glaube aber, dass erst einmal die riesiege Bitcoin-Blase platzen wird, in der jetzt schon sehr viele junge Menschen große Teile ihres Geldes investiert haben. In der Hoffnung, stetig steigender Kurse und der damit verbundene Hype. Das wird für einige ein sehr böses Erwachen geben. Man kann es in den Facebook-Gruppen erleben. Schon bei kleinen Korrekturen, ob nun bei Aktien oder Bitcoin, flippen viele aus und werden panisch. Was wird das erst bei einer richtigen Korrektur?

    Viele Grüße

    Michael

     

  4. bitcoin-weltportfolio

    Aktien, Anleihen und die Krypto-Assets sind gehypt bis zum Anschlag, finanziert primär durch gedrucktes Geld der Notenbanken und Kleinanlegern, die mittlerweile wieder Kredite auf Haus und Hof aufnehmen um damit auf die Zinsdifferenz zu spekulieren.

    Das Spiel funktioniert, bis zur Zinswende und die hat begonnen. Heute wird die Fed wieder die Zinsen erhöhen…

    Die Frage ist, wo fließt das Geld hin, wenn Anleihen und Aktien wie Tim es toll beschreibt in eine Baisse übergehen könnten?

    Geduld und Buy and Hold vs. Cash is fesch? Jeder sollte da nach seinem Gefühl handeln, weil sonst heißt es: Gier frißt Hirn.

    Investieren in Erlebnisse, wie Tim schreibt…macht den Kopf frei 🙂

     

  5. Christian H.Christian H.

    Es gibt ja so Sprüche wie „Die großen Vermögen werden in der Krise gemacht“ oder „In der Krise werden Reiche noch viel reicher“.

    Der Trick besteht wohl darin, ausreichend Mittel zur Investition zur Verfügung zu haben wenn es „crasht“, gleichzeitig aber genug investiert zu sein, dass Dir der Zug nicht davon fährt.

    Wenn das Depot schon ausreichend alt ist und evtl. 300% im Plus steht, dann juckt es wahrscheinlich auch wenig, wenn die Kruse so richtig einbrechen. Wenn es aber erst ein paar Jährchen alt ist und mit voller, ja vollster Kraft aufgebaut wurde, dann könnte das ganz schön weh tun. Aber das kommt auf den Typus an, der sich wahrscheinlich in solchen Situationen erst herausstellt.

    Ein Zitat vom Altmeister fällt mir noch ein „Bargeld in der Tasche und gleichzeitig die Absicht zu haben, bei niedrigen Kursen in die Börse einzusteigen, ist dasselbe Vergnügen, wie hungrig zu sein und sich auf dem Weg ins Restaurant zu befinden.“ Kostalany

    Oder noch eins „Beim Tiefstand der Kurse haben die Hartgesottenen die Papiere und die Zittrigen das Geld, auf dem Höhepunkt des Booms, die Hartgesottenen das Geld und die Zittrigen die Papiere.“ Kostolany

    Schönen Tag allen miteinander
    Christian

  6. Mein Geldanlage Vergleich

    Hallo Tim,

    die nächste Krise wird ganz sicher kommen, die große Frage ist nur wann. Dann die Ruhe zu bewahren wird für die meisten eine große Herausforderung.

    Ich habe mal etwas Interessantes über einen „Börsenguru“ gelesen (ich glaube es war Kostolany). In der Krise 2008 wurde er gefragt wie hoch denn sein Verlust bisher ist. Die erstaunte Antwort von ihm lautete: „Warum, welchen Verlust ich hab doch nichts verkauft“. Die Antwort fand ich so gut, dass ich sie mir gemerkt habe und versuche in der nächsten Krise daran zu denken.

     

    Gruß Klaus-Dieter

  7. Claus

    @ Mein Geldanlage Vergleich

    Kosto ist leider am 14.09.1999 verstorben und konnte in der Krise 2008 nicht mehr befragt werden. Das Zitat ist dennoch von ihm.

    Wem diese Börsenweisheiten gefallen, findet hier noch weitere von ihm.

    Am besten groß ausdrucken und am Schreibtisch aufhängen…

    LG

  8. Jan-Christian

    Aus diesem Grund setze ich nicht nur auf Aktion. Ich denke nach wie vor, dass der Schlüssel zum Erfolg in der Diversifikation bzw. einer guten Asset Allokation liegt. In jeder größere Portfolio gehören eben auch Rohstoffe, Immobilien und Cash (irgendwann auch wieder Anleihen).

    VG

  9. Fabian S.

    Hallo Tim,

    es stimmt, dass den genauen Zeitpunkt für einen Crash keiner weiß. Aber man kann ja sagen, wann alle sinnlos in den markt gehen und Übertreibungen herrschen. Nämlich, wenn Leute an die Börse kommen, die sonst nie etw. damit zu tun haben.

     

    Warren Buffett sagt ja selbst, dass der markt noch nicht übertrieben hoch ist. Erst, wenn das der Fall ist würde ich meine „Normalo-Aktien“ verkaufen. Damit ich später dann im Falle eines Crashs meine „Buffett-Aktien“ endlich kaufen kann!

  10. Freelancer Sebastian

    Lieber Tim,

    seit 2011 lese ich nun mit viel Wonne in deinem Blog . Ich freue mich über jeden Artikel und die profunden Beiträge deiner Leser. Die Gemeinschaft hier ist in dem Zeitraum sehr groß geworden. 2011 interessierten sich wesentlicher weniger Menschen für Börse und Vermögensaufbau. Man kann gar nicht genug würdigen, wie wertvoll deine mantrahaften Leitsätze sind.

    Erst wenn die See (Börse) mal wieder rau wird und wir zwei Jahre in der Baisse stecken, wird die wahre Leuchtkraft deiner Worte an Bedeutung gewinnen. Viele Leser werden die miesen Börsenzeiten gar nicht kennen. Du wirst dann im Zusammenspiel mit der Community hier einen wichtigen Beitrag dafür leisten, dass sie auf Kurs bleiben.

    Bezüglich der Einstellung zu Geld, Konsum, Sparen, Vermögensaufbau und der Hintergründe (Familie/Erziehung, Freundeskreis, Gesellschaft), die im letzten Artikel besprochen wurden, wird m.E. der Faktor „genetische Ausstattung/Charaktermerkmale“ zu wenig Bedeutung beigemessen. Bessere Begriffe fallen mir nicht ein.

    Für mich war immer Freiheit das wichtigste. Ich möchte mein Leben selbst gestalten, das tun, was MIR Freude bereitet. Möchte nicht abhängig von anderen sein, mich keinen Anweisungen unterwerfen.

    Dazu kommt, dass das Streben nach materiellem Besitz und Statussymbolen mir nie etwas gegeben hat. Dieser Begriff hier trifft es ganz gut:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Postmaterialismus

    Ja, ich habe mich schon als Kind immer über andere Menschen und unsere kapitalistische Gesellschaft gewundert, dass dem ein so hoher Stellenwert beigemessen wurde/wird.

    Meine Eltern haben damit nur bedingt zu tun. Und das passende Umfeld habe ich mir nach meinen Maximen ausgesucht, es hat mich nicht andersherum geprägt.

    Natürlich passt man sich im Laufe der Jahre an. Aber in meinem Kern strahlte diese Einstellung immer weiter. Für mich ist es irgendwie logisch, dass mir die Lehrmeister der Börse und der Weg zur finanziellen Freiheit auf meinem Lebenspfad begegneten.

    Daher tun mir die Menschen im Hamsterrad eher Leid. Sie scheinen sich nicht daraus befreien zu können, weil ihnen der Charakter und eine andere Denkweise fehlt. Ob das über´s Lernen möglich ist? Ich bezweifle es eher. Wahrscheinlich  berührt man nur die Menschen, die dieses Wesen bereits in sich tragen.

    Nichtsdestotrotz: Dir gebührt mein Dank! Du kannst Stolz auf deine Arbeit sein.

  11. Vincent

    Es ist ja für jemanden, der bisher nur Bullenphasen erlebt hat, einfach zusagen, man solle im Crash Ruhe bewahren, nicht verkaufen, sondern sich Value-Werte zum Schnäppchenpreis sichern.

     

    Mit Blick auf ältere Beiträge, die man dem Archiv (Danke Tim!!) entnehmen kann, ist in wie ich finde beeindruckender Weise festzustellen, dass Tim genau diese Maxime auch in den Crashjahren um 2008 befolgt hat und sich und seiner propagierten Strategie auch konsequent treu geblieben ist. Absolut vorbildlich.

     

    Meinen Respekt und Dank an dich Tim!

     

    Gruß

     

    Vincent

  12. Gurki

    Ja wann kommt denn nun mal endlich wieder die Krise? Ich will meine Kohle endlich ausm Fenster schmeißen und günstig shoppen!!

  13. Daniel

    So sehr ich Kostolany und seine Bücher bzw. Sprüche liebe darf man nicht vergessen das Andre ein Börsenspekulant war und zudem ein extremes Feingefühl für den Markt hatte. Er war zudem größtenteils in einer Zeit aktiv in der es keine Börsentransaktionen im Nanosekundenbereich gab und bei denen man sich auf dem Börsenparkett in Ruhe umhören konnte um sich selbst ein Bild zu machen.

    Er sagt sicherlich viel Richtiges, ob dies aber als Maßstab für den gewöhnlichen Privatanleger dienen sollte ist fraglich. Durch eine Krise helfen nur zwei Dinge. Eine saubere Asset Allokation und die Nerven. Letztere hält man aber nur wenn eine konservative Asset-Allokation die das Gesamtportfolio abfedert einem vor Dummheiten bewahrt.

    In einer 50(Tagesgeld)/50(Aktien) Asset-Allokation bei der der Aktienmarkt signifikant nachgibt, müsste man sowieso wieder reinvetieren oder aus dem Tagesgeld umschichten um wieder zu seiner ursprünglichen Ausgangslage zu kommen. Es ist gar nicht notwendig sich Cash-Reserven zurückzuhalten. Entweder wird umgeschichtet oder man investiert durch Neu-Käufe aus z.B. Lohn/Gehalt.

    Ein Einbruch des Aktienmarktes um 70% würde mein Depot jetzt nicht massiv belasten. Es wäre zwar deutlich spürbar, würde mich aber nicht zu Dummheiten zwingen. Diese Fragen sollte sich jeder Anleger VOR der Krise mal stellen und das berühmte WAS WÄRE WENN durchgehen.

    Gruss Daniel

  14. Mr. M

    Hallo, ich habe mich schon lange nicht mehr gemeldet. Auch wenn ich ein ständiger Leser des Blogs und der Kommentare bin. Wie immer ein herzliches Dankeschön an Tim für seine Artikel!
    Zum Thema Krise bezogen auf einen Titel würde ich gerne Eure Meinung(en) hören. Ist die altehrwürdige GE aus Eurer Sicht heute schon ein Kaufkandidat oder macht ihr um die Aktie (noch) einen großen Bogen? In meinen Augen kann man als Buy&Hold Anleger langsam einsteigen und wenn’s noch weiter runtergeht nochmal kräftig nachkaufen. Wenn der Titel wieder anzieht geht die Dividende sicher auch sehr schnell wieder nach oben (nach der letzten Halbierung)

  15. Gainde

    Gutes Thema. Wenn alle von einem Crash reden, kommt er nicht – erst später 😉

    Als psychologische Stütze/Prävention in einem Bärenmarkt könnte folgendes dienen:

    1. Auf eine Dividendenstrategie zu setzen, wo die Kurse sekundär sind, solange sich der Cashflow stetig steigert (Income Investing)
    2. Sein Portfolio über verschiedene Assetklassen diversifizieren. Man verzichtet aber dabei auf Rendite, denn Aktien sind historisch die renditestärkste Klasse.
    3. Den Cashanteil auf mind. 20% erhöhen, damit man bei fallenden Kursen aktiv einkaufen geht und somit seinen Einstandskurs verringern kann. Dann ist man weniger stark im minus.

    Persönlich verfolge ich seit einigen Wochen den 3. Punkt. Mit ETF ist es schwierig in einem Bullenmarkt bei Unterbewertungen einzusteigen, weil man den ganzen Markt kauft und der entsprechend hoch ist. Das ist bei Stock Picking ein Vorteil. Bsp. dieses Jahr waren Versorger, Detailhändler, Nahrungsmittelhersteller relativ günstig bewertet. D.h. man kauft antizyklisch ein. Mit einem marktbreiten ETF kann man nur bei einem Crash/Bärenmarkt günstig einsteigen, was ich etwas schade finde.

    @ Tim
    Welche Strategie verfolgst du eigentlich mit Einzelaktien? Dividenden, Value, Growth…?

    Ist interessant, dass viele erfolgreiche Privatanleger, die vor dem ETF-Boom angelegt haben, oft die Dividendenstrategie verfolgen, in Kombination mit Buy & Hold. Bsp. unterbewertete Blue Chips aus defensiven Sektoren (Lebensmittel, Konsumgüter, Pharma, Versorger) kauften.
    Denke, dass sich bei einem längeren „Seitwärts-Markt“ viele auf Income Investing besinnen werden, weil planbarer als Kursgewinne. Besonders, weil wir eine einmalige Situation haben, wo die Notenbanken den Markt mit Geld fluten und die Zinsen sogar negativ sind. Wie z.B. hier in der Schweiz zurzeit.

  16. Freelancer Sebastian

    @ Daniel

    Das kann man sicher so machen. Es gibt aber auch Anleger mit einer anderen psychischen Konstitution. Zudem mit einem Anlagehorizont von 30 Jahre+. Da auf 50% Cash zu setzen, halte ich für sehr fragwürdig und kontraproduktiv beim Vermögensaufbau.

    Recht hast du natürlich, was die Volatilität angeht. Wer das nicht aushält, kann nicht zu 100% in Aktien gehen.

    Was viele auch vergessen: So ein „Crash“ – warum scheinen sich eigentlich so viele an die zweimaligen -50% des letzten Jahrzehnts gewöhnt zu haben? Würde mich nicht wundern, wenn wir die die nächsten 20 Jahre nicht mehr sehen, sondern uns mit Rückgängen um die 30% begnügen müssen – kommt nicht über Nacht.

    In dem Zeitraum (zwei bis drei Jahre) kann man massiv weiter investieren. Das wirkt als Turbo für die anschließende Hausse.

    Aber wie gesagt. Ich möchte mich da gar nicht streiten (wer hat recht?), sondern nur aufzeigen, wie unterschiedlich die Herangehensweise sein kann.

    Auf Timing verzichte ich. Auch das muß man erst lernen. Regelmäßiges Investieren halte ich für sehr entspannend, logisch und ertragreich.

    Für mich macht alles andere als 100% Aktien keinen Sinn. Für andere aber schon, das respektiere ich.

  17. Felix

    @ Mr. M

    Ich habe mir eine erste Charge GM zugelegt, so wie ich damals Siemens gekauft habe, als die mitten in der Schmiergeldaffäre steckten. Letzteres hat sich auf jedenfalls gelohnt.

    Zudem glaube ich, dass die Zukunft eher „elektrisch“ ist als sonstwas und gehört GE zu den großen Playern. Kann aber schon sein, dass das wie weiland bei Siemens viele Jahre dauert.

     

  18. Tugumak

    @ Mr. M

    GE hab ich mir auch als Buy&Hold-Position angeschaut.

    Dafür spricht die Verschlankung des Konglomerats mit Abstoßung von etlichen Geschäftsbereichen im Wert von ca. 20 Mrd. $, ein neues Management, das nicht vor schwierigen Entscheidungen zurückschreckt, die gute Position beim Maschinenbau mit der einzigen Konkurrenz Siemens im Bereich Software bei den Maschinen. Die beiden werden sich den Markt aufteilen. Der 3D-Druck ist bei GE auch ganz weit vorne. Da hab ich von anderen noch nicht so viel von gehört.

    Was mir nicht so gefällt sind die hohen Pensionsrückstellungen und das Festhalten am Bereich der großen Gasturbinen. Bei den Gasturbinen wird das glaub ich nichts mehr. Die Energie wird zunehmend regenerativ erzeugt und das Problem der Speicherung wird auch gelöst werden.

    Aber die Pensionsrückstellungen haben mich noch davon abgehalten, in GE zu investieren. Das Problem löst sich nicht so schnell…

  19. Skywalker

    GE? Never! Da gibt es ca. X-hundert Unternehmen, die ich eher kaufen würde.

    Man schaue sich einfach mal die Historie an, es reichen die letzten 10 Jahre. Wenn ein großes US-Unternehmen zwei mal in 10 Jahren die Dividende massiv kürzt heißt das nichts gutes. Ich kaufe eher wachsende Firmen, habe neulich wieder bei Starbucks nachgelegt z.B.

  20. Andrea

    Ich lese hier auch manchmal im Archiv und fnde es absolut bewundernswert, wie Tim das in der Zeit der Finanzkrise gemacht hat, als einsamer Rufer in der Wüste, mit kaum Kommentaren – die meisten hatten wahrscheinlich wirklich ihre Aktien auf dem Tiefpunkt verkauft oder wollten sich nicht mit der leidigen Börse befassen. Ich vertraue darauf, dass bei der nächsten Krise dank Tims Unterstützung einige bei der Stange bleiben werden, hoffentlich auch ich. Ich bin gespannt, wer hier wirklich zu den Hartgesottenen zählt. Tim, danke dir auf jeden Fall, dass du da so konsequent deinen Weg gehst und daran teilhaben lässt.

  21. Skywalker

    Ich glaube es kommt kein Crash. Für eine lange Zeit. Diesesmal ist alles anders.  Wir kommen jetzt in ein Zeitalter des langsamen, stetigen Wachstums der Märkte ohne Crashbewegungen, Grund ist die moderne Handelstechnik, ETFs und Algorithmen) Der Markt bewegt sich jetzt auf einem Niveau, dass er nicht mehr unterschreiten wird!

     

     

     

     

     

     

     

    (*Anmerkung: Mit diesen Aussagen möchte ich einen Crash herbeireden, um günstig kaufen zu können)

  22. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Das stimmt. Bitcoin ist schon ein Hype. Mal sehen, wie das enden wird. Wenn alle glauben, dass man nur verdienen kann und der Preis nur in eine Richtung gehen kann, dann ist das vermutlich eine Blase.

     

    @ Gruß Klaus-Dieter

    Ich glaube, der beste Trick ist einfach einen Sparplan zu haben. Stur jeden Monat einsparen. Fertig. Dann kann wenig schief gehen, solange der Sparplan fortbestehen bleibt.

     

    @ Jan-Christian

    Ok, neben meinem 100%-Aktien-Depot besitze ich noch zwei Wohnungen. Die Wohnungen korrelieren nicht unbedingt mit der Börse. Das sorgt bei mir für Ruhe während eines Sturms.

     

    @ Fabian S.

    Das stimmt. Wenn Briefträger, Putzfrau und Taxifahrer plötzlich Aktien (oder Bitcoin) kaufen, dann ist das ein Alarmsignal.

     

    @ Freelancer Sebastian

    Keine Ahnung, woher meine Sparsamkeit kommt. Ich habe jedenfalls Angst Geld auszugeben. Das ist tief in mir verankert. Vielleicht brauche ich mehr Therapiestunden, um damit besser umgehen zu können.

    Sparsamkeit hat Vorzüge: Ich hasse Schulden. Ich hasse Verschwendung. Ich hab kein Auto. Ich liebe gebrauchte Sachen (Möbel, Gegenstände, Küchenutensilien….).

    Trotz meiner Angst spende ich jedes Jahr. Ich lade Menschen ein: Kaffee, Mittagessen… Nix teures. Bodenständiges. Ich helfe gerne anderen.

     

    @ Vincent

    @ Andrea

    Danke fürs Lesen und Kommentieren. Gut beobachtet. Ja, ich kaufe bevorzugt Aktien, wenn sie fallen. Da hab ich viel Mut.

     

    @ Gainde

    Ich habe einige FAANG-Aktien: Netflix, Facebook, Google, Microsoft…

    Daneben liebe ich meine Value-Papiere: Berkshire, Verizon, Exxon, Citi, Bank of America, Nike, Chevron…

     

    @ alle

    Danke fürs Lesen, die Treue, das Kommentieren. Ich lese Eure Kommentare gerne.

  23. Mattoc

    Hat jemand von euch die aktuelle Ausgbe der Focus Money gelesen? Die Titelgeschichte gibt mir schon zu denken…

     

  24. Gainde

    @ Tim

    Lese aus deinen älteren Beiträgen heraus, dass du dir sozusagen einen persönlichen Indexfond aus dem S&P zusammengestellt hast. Was ich spannend finde, ist dass du anscheinend NIE eine Position verkaufst oder umschichtest. Respekt.

    Heisst du kaufst regelmässig, z.B. für jeweils USD 2000, eine gute Aktie und lässt sie einfach im Depot liegen?

    Finde es für Einzelaktien-Investment ein guter Ansatz, weil man sich nur über die geeignete Auswahl für den Kauf Überlegungen machen muss und nachher nie wieder – auch wenn der Aktienkurs auf 0 sinkt. Buy & Hold extrem. Sogar Buffett hat mehr Aktivität im Depot 😉

    Dafür gleichen langfristig erfolgreiche gelaufene Unternehmen die Gurken wieder aus. Dies macht natürlich nur Sinn, wenn man regelmässig neue Aktien dazukauft, um Verluste auszugleichen.

     

    Freue mich schon jetzt auf deine Durchhalteparolen, wenn es zu Korrekturen kommt!

  25. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Gainde

    Ja, so ist es. Manchmal kaufe ich für größere und kleinere Beträge Aktien. Meist Blue Chips. Eben die genannten. Zuletzt Facebook und Alphabet (Google).

    Ich lasse sie liegen wie einen alten Schinken. Ich lasse die Aktien reifen. Und verkaufe sie nicht mehr. Buy and Hold extrem.

    So vermeide ich unnötige Transaktionskosten und Steuern. So kommt der Zinseszins zum Tragen.

    Ich habe das schon häufiger im Blog beschrieben:

    http://timschaefermedia.com/meine-vier-aktien-bis-zur-rente/

    http://timschaefermedia.com/ich-behalte-meine-aktien-fuer-die-ewigkeit/

    Leute behalten ja auch ihre Immobilien ewig. Warum kann ich dann meine Berkshire, Exxon, Nike, Adidas, Citigroup nicht ewig behalten?

    Ich fing ganz klein an. Ich hab Mini-Aktien-Pakete gekauft und ewig gehalten. Ich bin reich geworden, indem ich wartete. Das ist das Geheimnis der Börse: Warten können!

    In CTS Eventim investierte ich einen kleinen Betrag. Heute ist es eine sechsstellige Summe (ein Beispiel von vielen):

    http://timschaefermedia.com/wie-ich-aus-2-500-flotte-117-000-euro-machte/

  26. Mr. M

    @Tugumak, Skywalker, Felix:
    Danke für Eure konträren Meinungen zu GE. Ich hoffe bei diesem BlueChip ja auf einen Turnaround (ala z.B. GM) in den nächsten ein bis zwei Jahren. Der Konzern wird sicher nicht sterben.

    @all:
    Die lieben FANG Aktien. Leider halte ich mich hier großzügig raus. Ich möchte die ersten 100k im Depot mit grundsoliden Werten befüllen die auch in der Krise Dividende zahlen. Somit hoffe ich durch den nächsten Crash zu kommen ohne verkaufen zu ‚müssen‘. Der Kopf macht da denke ich viel aus. Macht es euch nichts aus, dass bei den FANG-Aktien eigentlich nur eine Idee dahintersteckt (die schnell verboten werden kann – Uber/AirBnB… oder kopiert werden kann – Amazon/Alibaba, Nokia/Apple etc. ) und keine Produktions-intensive Industrien. So wachen in meinen Augen die großen Einzelhändler (wie z.B. Walmart/TGT) langsam auf und haben große Wachstumsraten im Bereich eCommerce.

  27. Jan-Christian

    @ Mr. M

    Gegenfrage: Macht es dir keine Angst, dass du nur in den alten Industrien am Ende ihres Lebenszyklus‘ investiert bist? Du unterstellst den größten Unternehmen der Welt nur „eine Idee“ zu haben. Uber, AirBNB, geschenkt…

    Aber Amazon, Apple, Google, Facebook sind nicht mehr wegzudenken. Der Wettbewerbsvorteil liegt nicht in der Suchmaschine, oder einem Social-Media-Portal. Der Vorteil liegt ganz wo anders.

    Außerdem sind die Unternehmen so groß, dass sie nahezu jeden Konkurrenten einfach so schlucken können. Warum wohl werden immer wieder kleine Apps etc. für Milliardenbeträge eingekauft?

    Apple z.B. hat mehr „Bargeld“, als alle deutschen Autobauer zusammen aktuell Wert sind!

     

    VG

    PS: Old Economy ist nicht immer schlecht, das Neue darf aber auf keinen Fall ignoriert werden.

    PPS: Das verbieten neuer Geschäftsmodelle ist übrigens typisch deutsch. Ein Amerikaner würde niemals auf die Idee kommen den Fortschritt zu verbieten. Wir demonstrieren lieber gegen Sturm, anstatt stabile Häuser zu bauen.

  28. Michael

    „Daneben liebe ich meine Value-Papiere: Berkshire, Verizon, Exxon, Citi, Bank of America, Nike, Chevron…“

    Citi oder BAC würde ich nicht als Value-Papiere bezeichnen. Citi verlor in der Finanzkrise über 95% an Wert. Wer vor 2008 gekauft hat, wird seinen Einstandspreis wohl nie wieder sehen. Finanzwerte eigenen sich zum Zocken, taugen aber nicht als längerfristige Investition.

     

  29. Gainde

    Bezüglich Value- und Growth-Aktien (Old & New Economy) sollte man, denke ich, langfristig nicht einseitig fahren. Ein guter Mix mit 25-30% Growth-Titeln, die man jedoch nicht am Ende des Trends kauft, halte ich für ein gesundes Mass im Depot. Wenn man die richtigen erwischt, wandeln sie sich langfristig zu Value-Titeln.

  30. Börsenneuling

    @Tugumak: Der 3D-Druck ist bei GE auch ganz weit vorne. Da hab ich von anderen noch nicht so viel von gehört.

    Ich schätze GE als durchaus interessantes Investment ein, auch aufgrund des großen Rückgangs im Kurs als auch der Halbierung der Dividende. Der Konzern ist groß und die Aussichten durch u.a. 3D Druck gut. Wie schätzt du das Potential des 3D-Drucks ein? Ist ja noch in den Kinderschuhen bei GE aber man will hier richtig investieren. Viel habe ich zur Konkurrenz auch noch nicht gelesen, aber HP soll meines Wissens auch in dem Segment tätig sein bzw. werden. Die Technologie dahinter finde ich sehr spannend kenne mich aber zu wenig noch aus.  Was hast du den schon zu 3D Druck bei anderen Konzernen gelesen ?

     

  31. Gainde

    Hatte früher Einzelaktien. Bin nun aber zu 100% auf ETF umgestiegen, weil die Auswahl und das monitoren von Einzeltiteln zeitintensiv ist (Research) und man ein erhöhtes Risiko hat, weil man als durchschnittlicher Privatanleger nicht sehr breit gestreut ist. Mit ETF sind auch die Transaktionskosten einiges günstiger und man hat bei einem Depot-/Bankwechsel weniger Gebühren.

  32. Mr. M

    @Jan-Christian:
    Nein – es macht mir keine Angst in alten Industrien investiert zu sein.

    Zwei Beispiele:
    Solange Amazon keine Frühstücksflocken und Yoghurt aus dem Nichts erschaffen kann und mir liefert, hat GIS sicher noch eine Daseinsberechtigung. Wobei ja gerade Frühstücksflocken stark aus der Mode sind.

    Wenn ich mir den Mischkonzern GE ansehe (Geschäftsfelder nach Wikipedia):
    GE Power; GE Renewable Energy; GE Oil & Gas; GE Aviation; GE Healthcare; GE Transportation; GE Energy Connections & Lighting; GE Capital
    Worauf sollen wir in Zukunft verzichten? Die meisten Felder befinden sich im Umbruch – werden aber auch in den nächsten Jahrzehnten nicht verschwinden.

    Bei Apple und Amazon sehe ich ja noch Substanz dahinter. Wobei ich Amazon als besser aufgestellt betrachte (AWS, Webshop, Alexa, Lieferketten, …) als Apple mit der hohen Abhängigkeit vom IPhone und dem dahinterstehenden Ökosystem. Fällt das IPhone fällt auch Apple – trotz der Barreserven. Aber bei Google und Facebook wird’s imho schon eng.

    Je mehr ich drüber nachdenke sollte ich noch weiter in Grundlagenindustrien investieren. Bergbau, Chemie und Infrastuktur sterben nie 🙂

     

     

  33. Gainde

    Spannend wird zu sehen sein, welchen Einfluss das Internet/E-Commerce auf bestehende Marktführer in den Bereichen Basis-Konsumgüter und Lebensmittel haben wird (bsp. P&G, Nestlé, Unilever). Durch die niedrigen Eintrittsbarrieren im E-Commerce und im Bereich Internetwerbung können nun viele kleine Player den Grossen Marktanteile abjagen. Früher war das nicht möglich, weil die Grossunternehmen Deals mit den Detailhändlern hatten (Garantierte Sichtbarkeit am POS, alleiniges Vertriebsrecht etc.) und auch massive Werbebudgets in den traditionellen Kanälen hatten.

    Digitaler Wandel wird zur Herausforderung für die FMCG-Riesen

    Geringes Wachstum und Umsatzverluste bei den Top-50 gehen nicht allein auf makroökonomische Faktoren zurück. Hinter den schlechten Zahlen verbirgt sich auch der Megatrend „Digitalisierung“, der so manchem Konsumgüterriesen große Sorgen bereitet. Durch den erleichterten Markteintritt greifen lokale Start-Ups die Platzhirsche an. Ein eingängiges Beispiel für den Wegfall von Barrieren ist das Marketing. So können heute auch Start-Ups durch virale Online-Kampagnen mit den großen Playern mithalten, ohne auf üppige Werbebudgets angewiesen zu sein. Ähnliches gilt für die digitale Umwälzung bei Vertriebskanälen und der Kundenkommunikation.“

    http://www.occstrategy.com/de-de/news-and-media/2016/07/fmcg-global-50

     

    Was meint ihr zu den Zukunftsaussichten in dieser Branche? Die meisten Pensionfonds und Dividendensammler haben solche Titel im Portfolio.

  34. Jan-Christian

    @Mr. M

    FB und Google haben Nutzerdaten. Alle! Daten über uns.

    Firmen müssen nicht mehr mit der Schrotflinte auf Fernsehzuschauer schießen sondern können ganz gezielt werben. Was meinst du, was es wert ist, wenn du plötzlich einen 10%-Gutschein von z.B. H&M bekommst, genau in dem Moment in welchem du den Laden betrittst. Die beiden revolutionieren gerade das Marketing.

    Und das wird nicht das Ende sein. Nimm das Thema autonomes Fahren. Google ist deutlich weiter als alle Auto-Hersteller (investieren auch ein Vielfaches von z.B. VW in diesem Bereich). Google hat nur kein Auto, aber das ist kein Problem. Wenn es läuft kann man ja einfach die Technologie an alle Hersteller verkaufen oder noch besser lizenzieren und voilà, eine neue Gelddruckmaschine wurde geschaffen.

    Bis Amazon Frühstücksflocken herstellt ist es glaube ich nur noch eine Frage der Zeit.

  35. Fit und Gesund

    so, also ob der Crash jetzt kommt oder nicht, ich hab die Sparrate für Dezember nun „verbraten“, die Wahl fiel auf Bank of Nova Scotia, die sollen mir nun schon gleich im Januar schöne Dividende zahlen, dann bin ich zufrieden 🙂

    wollte eigentlich Zurich Financials nachkaufen, aber die sind jetzt gerade zu sehr gestiegen,

    warum wohl Archer Daniels Midland gestern um fast 5% gefallen sind? ich finde da nix drüber, die fände ich auch interessant,

    @ Tim,

    hab mal ein wenig Deine Uralt-Beiträge von 2008 durchgelesen, alle Achtung, Du hast das echt durchgezogen ohne mit der Wimper zu zucken, mir gefällt ja diese Art zu Investieren, coffee-can portfoliomässig, die Geschichte find ich einfach toll,

    mal gespannt was wir so in ein paar Jahren darüber schreiben oder denken….

    vielen Dank jedenfalls für Deine ständigen „Ermunterungen“

  36. Claus

    @ fit und gesund

    Archer Daniels Midland… vermutlich Window-Dressing, Jahresverlierer werden ausgemistet…

    Schau Dir stattdessen mal Brown Forman (BF.B) an. Habe leider beim Rücksetzter nach dem Übernahmeangebot zu lange mit dem Kauf gezögert… Beim nächsten mal bin ich dabei. Vielleicht steigt ja auch Coke mal in diesen Markt ein…

    Crash? Wird vermutlich noch 1-2 Jahre dauern. Vielleicht kommt er auch gar nicht. Ein längerer Seitwärtsmarkt mit 10-20% Schwankungen würde ja auch reichen und wäre gar nicht so schlecht um zwischendurch immer wieder mal etwas Geld zu verdienen.

    2018 wird wohl wesentlich volatiler, als dieses eher ruhige Jahr. Es würde mich gar nicht wundern, wenn es gleich im Januar losginge. Das könnte nicht nur Börsen-Neulinge deutlich nervöser machen… Chancen für uns, etwas Cash schadet daher nicht!

  37. Ralf

    Cash ist jedenfalls für mich kein Fehler. Ein ausreichender Cashanteil, um im Falle eines Crashs auch ordentlich aufstocken zu können. Wobei dann im Crash die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt man idealerweise einsteigen sollte. Ist der Crash voll da? Kommt noch mehr? Das könnte im dümmsten Fall dazu führen, gar nicht zu investieren.

    Jedenfalls hat z.B. auch ein Warren Buffett immer eine gut gefüllte Kriegskasse für entsprechende Schwächephasen. Ich finde das gut und spare derzeit auch Cash an. Für kleinere Spekulationen im Falle eines Crashs finde ich auch Hebelpapiere reizvoll, auch wenn damit einige Risiken verbunden sind. So habe ich kürzlich Roche im Rahmen einer Korrektur gehebelt gekauft und damit 70 Prozent gemacht. Das taugt aber nur als Nervenkitzel nebenbei und ersetzt keine langfristige Anlage.

     

  38. Fit und Gesund

    @Claus,

    ich werde die ersten 3 Monate 2018 noch voll investieren, d.h vermutlich aufstocken, dies um die gewünschten Dividenden für 2018 zu erreichen, danach werde ich schauen und auf jeden Fall eher zurückhaltend agieren. Dies im Hinblick dass ich ja nun kein junges Hasi mehr bin, ein ordentlicher Crash würde mir kurz vor der Rente schon nicht schmecken, Rücksetzer ja, aber ein Mords-Crash lieber nicht, aber wir haben nicht die Glaskugel.

    Und so wie das Investieren eine sehr persönliche Angelegenheit ist, so ist es wohl auch mit dem Verhalten während des Crashs. Darum lieber nicht Alles in Aktien stecken, so ein Crash der sich über 2 Jahre hinzieht ist auch sehr zermürbend, da werden Viele irgendwann entnervt aufgeben.

    Chancen für die Jungen, ja, sie werden in der Zeit lernen, die Älteren unter uns…hm..auf jeden Fall besser man spielt das mal gedanklich durch und passt seine Aktienquote entsprechend an.

    Brown Forman schau ich mir gleich an.

    @Ralf,

    Nervenkitzel hab ich auf der Arbeit mehr als genug, Investieren mit Hebel taugt für mich persönlich nicht, aber schön wenn Du so einen „Erfolg“ hattest. Werd mir bloss nicht süchtig nach solchen Spekulationen 🙂  der Erfolg kann auch übermütig machen.

     

    @all,

    war gestern auf dem Weihnachtsmarkt, lecker Curry-Wurst und 1/2 Glas Glühwein ( 1 ganzes Glas und ich wäre besoffen gewesen) , war ziemlich was los, die Leute kaufen wie die Irren, dazwischen alle 3 Meter aufdringliche Bettler aus dem Ostblock, nicht sehr schön.

    Heute gab nur Gemüsesuppe, selbstgekocht, hatte noch 1 Süsskartoffel übrig und die kam auch mit rein, Rest nehme ich morgen mit auf die Arbeit.

    liebe Grüsse

     

     

     

     

  39. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    Glückwunsch zu BNS. Die Canada Banken habe ich beispielsweise mit diesem ETF. Zahlt monatlich. Wenn mal der Cashflow um einiges gesteigert ist, dann hole ich immer die auch noch als Einzelwerte.

    Zu ADM habe ich auch nichts gefunden. Manchmal treffen Verkäufer eben einfach nicht auf genügend Käufer.

    Vielleicht strömt Geld einfach von einem Sektor zum anderen. Mal rennt es in Tech, dann wieder raus in Old Economy usw.

    Heute hatte ich mal wieder einen Glücksfall mit TEVA. Die bekam ich ja über einen short Put eingebucht (Ausübung der Option). Wollte sie nun eigentlich behalten. Aber heute ein Sprung. Da habe ich sie bei 18 USD verkauft, da auch im Zuge des „Überlebenskampfes“ die Dividende ausgesetzt wird. Habe nun noch einen netten Gewinn gemacht mit der.

    Kommt gerade recht, da morgen am Verfallstag wohl nach jetzigem Stand wieder 4 oder 5 Werte eingebucht werden. Na mal sehen. Derzeit werde ich mal wieder etwas kürzer treten mit Optionen. Zumindest bis ich die Neuen dann auch wieder mit Gewinn verkauft habe.

    Ach ja, solange vom Crash geredet wird, kommt er wohl eher nicht.

    Ich denke, wir werden bald eine Implosion des Bitcoin und Konsorten sehen. Die Idee ist toll, vor allem die Blockchain-Technologie, aber die Bubble ist eine Bubble.

    It’s Official: Bitcoin Surpasses „Tulip Mania“, Is Now The Biggest Bubble In World History.

    Schönen Gruß

    MS

  40. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    mit Deinem Optionsgewinn freut mich für Dich, Teva haben sie ja arg gerupft, wir haben teilweise Medikamente von Teva.

    Mit Optionen fang ich nicht an, ich fühle mich mit den Aktien wohl und das muss reichen, Du kennst aber auch immer exotische Sachen, von diesem ETF hab ich noch nie was gehört, aber der Kanada-Experte bist ja Du 🙂

    Bitcoin, da guck ich lieber zu, aber wer da mal früh gekauft hat und Kasse macht, der hat schon was richtig gemacht, nur ich verzichte auf sowas gerne, ich hab auch damals kurz vor dem Neuen Markt aufgehört, es hat mich schon gekitzelt damals, aber heute bin ich froh drum, muss nicht überall dabei sein und nicht jede Erfahrung muss man selber machen,

    wer aber ein wenig Spielgeld übrig hat, der soll ruhig, auch mal was wagen, ist schon o.k, und auch mal Glück haben, ich gönne es Allen.

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    es ist immer nur alles solange exotisch, bis man es entdeckt hat.

    Ich mag z.B. bei den CAD-ETFs die von BMO (Bank of Montreal) ganz gern, iShares ja sowieso.

    Teva kennt bestimmt Jeder. Spätestens seit Ratiopharm dazu gehört.

    Na ja, nun ist sie weg. Kleiner Abschiedsschmerz ist immer dabei, auch wenn man Geld verdient hat. 😉

    Mit den Optionen ist das nicht so wild. Einfach nur ein Sahnehäubchen. Hauptsächlich will ich Funds und Aktien im Stall haben, die beständig Cash generieren. Zusätzlich sind die Optionen als Extra gedacht. I.d.R. läuft das auch gut. Lieber wäre mir, dass ich ständig sehr viel Kohle in Aktien stecken kann, was aber nicht geht.

    Deswegen mit Prämien eine Art „Dividende“ auf Aktien bekommen, ohne das Geld ausgeben zu müssen, sie (schon) zu haben.

    Wenn mir eine Aktie gefällt, so wie jetzt neulich die Owens & Minor, dann ärgere ich mich, weil ich kein Cash habe sie zu kaufen. Jetzt habe ich auf die deswegen einen Put mit Laufzeit bis Mitte Januar verkauft, und etwas über 40 USD netto bekommen. Wenn die bis dahin unter 17,50 USD fällt, dann bekomme ich sie. Dann muss ich mich drum kümmern, wo ich das Cash dafür generiere. 😉 Ich hätte sie auch für 19 USD gekauft, wenn ich die Kohle frei hätte.

    Sollte sie drüber bleiben, dann habe ich halt die „Dividende“ bekommen, und verkaufe den nächsten Put. Alle 3 Monate einen verkauft zu ca. 40-50 USD, das macht auf Strike 17,50 USD ungefähr 10% „Dividende“ auf eine Aktie, die man nicht gekauft hat. Sollte sie eingebucht werden, dann bekomme ich halt die normale Dividende.

    MS

  42. Freelancer Sebastian

    @ Ralf

    Wobei dann im Crash die Frage ist, zu welchem Zeitpunkt man idealerweise einsteigen sollte. Ist der Crash voll da? Kommt noch mehr? Das könnte im dümmsten Fall dazu führen, gar nicht zu investieren.

    Du beschreibst sehr schön, warum dieser Art Timingversuche in der Mehrzahl der Fälle bei der Mehrzahl der Anleger nicht funktioniert und für eine Minderrendite sorgt. Daher lasse ich es bleiben und investiere regelmäßig und kontinuierlich.

    @ Matthias

    Im Rückblick fragt man sich bei der Tulpenblase ja, wie dumm die Menschen denn sein können. Da drückt dir jemand eine Zwiebel in die Hand und du drückst (in heutigen Preisen) eine halbe Million ab. Unfassbar.

    Heute dürfen wir live miterleben wie das läuft. Gier frisst Hirn.

    Bitcoin 2011 = 1 Liter Milch

    Bitcoin 2017 = 1 Neuwagen

    Aber wer nicht dabei ist, denkt ja vielleicht mal kurz „hätte ich doch mal….“ – und möglicherweise geht es weiter mit der nächsten Verzehnfachung….

  43. Gainde

    Bitcoin und allgemein Kryptowährungen sind ein Nischenmarkt und werden wohl kaum einen Crash am Aktienmarkt auslösen. Da gibt es wohl noch mehr Geld, das auf Sportwetten gesetzt wird.

  44. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Freelancer Sebastian,

    ich habe es ja auch selbst erlebt an mir. In dem 2000er Internetwahnsinn der „.com Bubble“ war ich auch noch sehr unerfahren mit Börse (aus heutiger Sicht), und wurde einfach mitgerissen. Es ist, als ob man in einen Sog gerät.

    Das wird immer wieder passieren, weil immer wieder neuen „Großartigkeiten“ das Geld mit vollen Händen hinterher geschmissen wird.

    Neulich kam auf Phoenix TV eine Sendung („Revolution auf Schienen“, leider nicht in der Mediathek) über die „Eisenbahn Bubble“ in England damals. Die war mir bis dato auch nicht so bekannt.

    Hier ein Abriss: „Die britische Eisenbahn-Manie von 1845“.

    Man denkt immer bei so einer Sache, dass jetzt die Welt neu erfunden wird. Das war mit den Internetaktien so, dann mal Nanotech, 3D-Druck usw. usf. Es gibt einen rasanten Hype, danach merkt man, dass Wunder ausbleiben.

    Alle jetzigen High-Flyer wie Amazon, Google, Netflix usw. werden sich wieder normalisieren. Aber eher geräuschlos ihre hohe, spekulative Bewertung abbauen.

    Krachen wird es wohl nur bei den Cryptos. Die Technologie wird von der Industrie übernommen, aber die Coins werden sicherlich so zurück kommen, wie sie gestiegen sind.

    Schaun mer mal.

    MS

  45. steve

    Crash
    Wird kommen wissen tut’s keiner Sorros wettet schon seit 2016 drauf.
    Investieren im Crash nicht schwierig, wenn die Summe zum Investieren da ist.
    Einfach 4 oder 5 tranchen und dann irgendwann rein und nach einer gewissen Zeit die nächste tranche rein. Einfach Stück für Stück gar nicht den absoluten Tiefpunkt erwischen wollen.
    Das dass in 10000 Fällen einmal glückt ist doch klar. Aber wenn man das von vorneherein gar nicht versucht , dann fehlen vielleicht 20% aber das Risiko 80% zu verschenken ist nicht da.
    Dann kommt’s eh noch auf die Auswahl an so habe ich z.b in der Lehmann Krise bei der deutschen Bank zugegriffen. Hätte mich jetzt nicht soviel weiter gebracht wenn ich da 50% mehr hätte. Besser wäre mehr Airbus gewesen, weiss mans? Ja immer hinterher. Also nochmal ein Fünftel rein und wenns weiter fällt nicht ärgern, sondern weitermachen. Eher geht man auch zu früh rein ich hatte alle Tranchen investiert und es ging noch weiter runter.
    In den Moment nicht schön, aber auch wieder leicht nur noch warten angesagt wenn alles investiert ist.

  46. Fit und Gesund

    @Claus

    also H&M macht schon kein Spass, bääääh…..

    was ist nun der Grund? draussen zu warm, zu kalt, die Modefarbe nicht getroffen? der US-Dollar? was gibt es diesmal?

    es gibt nun 3 Möglichkeiten:

    nix tun und aussitzen und Dividende kassieren

    nachkaufen

    rausschmeissen und hier mal die Reissleine ziehen

    was ist Deine Strategie?

     

    liebe Grüsse  🙂

  47. Sparta

    @fitundgesund

    Aktienkurse schwanken, aber ihr dürft gerne nach den Gründen suchen, warum es mal rauf und mal runter geht. 😉

  48. Fit und Gesund

    Lieber Sparta,

    so ist es, aber hier sehe ich keine Schwankungen sondern immer nur neue Tiefstkurse 🙂

    und Window-Dressing wird auch überbewertet…. hi hi….

  49. Slazenger

    @Fit und Gesund

    mal unabhängig von H&M, wenn ich von einem Unternehmen oder deren Geschäftsmodell nicht mehr überzeugt bin, dann verkaufe ich, unabhängig davon wo der Kurs steht !!!

    Ich weiß nicht wie Claus darüber denkt, aber er hat ja dieses Jahr auch schon einiges gehandelt, ist also kein typischer buy & hold Anleger, was ja auch gut ist.

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    ja, hier geht schon seit 2015 ein sehr eindeutiger Abwärtstrend.

    Der heutige Absturz kommt ja auf die Meldung, dass sie 4% Umsatzeinbuße haben, und sie nun endlich Online mehr machen wollen, statt dauernd neue Läden eröffnen.

    Das ist doch genau das, was Du immer kritisiert hast. Also in Deinem Sinne wird jetzt umgeschwenkt. Aber der Markt reagiert natürlich negativ, weil der Umbau Geld kostet, und eine Weile dauern wird.

    An Deiner Stelle würde ich hier die Zähne zusammen beißen und halten. Die Aktie hat sicher noch keinen Boden gefunden, womöglich erst bei 14-15 Euro.

    Aber verkaufen sollte man eben mit Gewinn, nicht aus Frust. Eine Pleite steht hier ja wohl nicht im Raum. Also liegen lassen und sich anderen Werten zu wenden.

    MS

  51. Fit und Gesund

    @Andrea,

    das hab ich vermutet, die Deppen mit ihren Läden an bester Lage, in München z.B gibt es gleich Mehrere und sogar in Konstanz gibt es 2 davon? das Management hat Alles verschlafen, und ist zu alt für die junge Zielkundschaft, so, das ist meine Meinung…

    liebe Grüsse 🙂

  52. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    so ist es, selbst für mein Hasenhirn ist diese falsche Strategie ersichtlich hi hi…

    @Flo

    also ein Crash ist das sicher nicht, aber ein schier nicht enden wollender Abwärtstrend… das Video schau ich gleich an, hier ist schönes Wetter, ich muss an die frische Luft..

  53. Fit und Gesund

    @Matthias Schneider,

    also sowas meldet mein Handy nicht 🙂  und ich dachte immer Sex sells   🙂 vermutlich hat die neue frugalistische Welle zugeschlagen….

    aber mein guter erster Mieter hat mir ja gekündigt weil Alno Pleite ist, der Neue arbeitet in der Rüstungsindustrie, die geht hoffentlich nicht Pleite.

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Fit und Gesund,

    ich glaube, es war eine Push-Meldung der „Spiegel“-App.

    Sex sells… im Prinzip schon. Aber in der Zeit, wo manche Leute gar nicht wissen, dass es außer Porn-Content auch noch andere Inhalte im Internet gibt, da verkauft sich das halt schlecht, was es auch umsonst gibt.

    Auch sind ja die Onlineläden für Hardware („Toys“) da auch aus dem (virtuellen) Boden geschossen.

    Deswegen ist für mich auch kein Argument für eine Aktie, wenn man sagt; „Gegessen wird immer…“. Ja schon, aber das hat nicht zwingend was mit Gewinn eines Unternehmens zu tun.

    Rüstung ist so eine Sache. Richtig schlimm böse Rüstung 😉 die auch ächtenswert ist (Massenvernichtungswaffen etc.) würde ich nicht bewusst kaufen. Natürlich!

    Trotzdem habe ich mir aber vor kurzem eine kleine (Anfangs-)Position „Ruger“ (RGR) gekauft. Drauf gekommen bin ich, weil ich mir mal wieder ein Luftgewehr zulegen will, nachdem ich ja auch mit Bogenschießen begonnen habe. Einfach just for fun, muss nicht immer alles fundamental Sinn machen.

    So, muss mich schon wieder für die Abfahrt richten.

    MS

  55. Claus

    @ fit und gesund

    Hallo,

    H & M hat wohl das eigene Umsatzziel fürs letzte Quartal (endet wohl im Nov.) um ca. 4% verpasst, da die Verkäufe in den Läden nicht wie erwartet liefen.

    Daraus ergibt sich meiner Meinung ein weiteres Problem, das H & M zuletzt auch schon hatte: Hohe Lagerbestände, die raus müssen, wahrscheinlich zu extremen Dumpingpreisen. Die nächsten Quartalszahlen werden es zeigen. Zuvor könnte aufgrund des schwachen Umsatzes das Jahresziel verfehlt worden sein und die Aussichten werden evtl. für das neue Jahr gesenkt. Für den Kurs nicht gerade förderlich.

    Der heutige „Absturz“ ist zwar übertrieben, aber jetzt müssen wir aufpassen, denn die Anleger scheinen die Nerven zu verlieren. Wenn es noch nicht der „sell off“ war (was ich befürchte), wird der Kurs weiter bröckeln. Wie weit noch? Das kann wohl niemand sagen.

    Jetzt will H & M unrentable Läden schließen, nicht mehr so viele neue eröffnen, noch mehr in den Onlinehandel, der bisher ca. ein Drittel des Umsatzes ausmachen soll (ob das stimmt???).

    Sehe 3 Möglichkeiten:
    1) Sofort verkaufen, wenn man die „Problemaktie“ aus dem Depot haben möchte und für immer „vergessen“ (lach).

    2) wie 1), aber weiter beobachten, was passiert. Gelingt endlich die geschäftliche Wende und der Kurs zieht an, wieder einsteigen. Hierbei wird man wohl die ersten 10-20% Kursplus nach der Wende verpassen.

    3) Abwarten, nichts tun, evtl. nachkaufen und dabei bleiben.

    Werde mir am Wochenende mal mein Depot im Einzelnen ansehen. Da ich nur bei H & M im Minus bin, ist es für mein Depot relativ unbedeutend, aber unschön.

    Wenn ich eine passende Position im Depot finde, die etwa den gleichen Betrag im Plus liegt, wie H & M im Minus und diese Aktie stark überbewertet ist, würde ich evtl. beide Positionen steuerneutral verkaufen und den Cash-Anteil so etwas erhöhen (4. Möglichkeit…)

    Mal sehen, gebe Dir Bescheid, was ich gemacht habe.

    LG

  56. Sparta

    @Claus

    Geht das noch, dass man den Verlust mit dem Gewinn Steuer-neutral verrechnen kann?

    Ich glaube hab`s gefunden (nach 2008). Prinzipiell verkaufe ich ja so gut wie nie in meiner aktuellen Lebenssituation.

  57. Fit und Gesund

    @Claus,

    danke für Deine Einschätzung, also so Verluste auch noch steuerlich absetzen zu können, das haben wir nicht, dafür sind in der CH Kursgewinne steuerfrei.

    liebe Grüsse

    ach ja, in Schweden verbrennen sie die Klamotten, irgendwo gelesen, das Giftzeug wird ihre Umwelt verschmutzen 🙂
     

  58. Tim

    Lieber Tim, liebe Leute,

    lese hier schon länger mit und finde die Beiträge und Kommentare immer sehr spannend. Ich möchte jetzt mal in die Runde fragen, wie ihr den Entwurf für mein ETF Portfolio findet: https://drive.google.com/file/d/1dbGICCtLeXoqbsrol0GqOUOg3pD3fS1K/view

    Ich bin 39, habe eine Frau und ein kleines Kind. Für das Kind wollen wir auch noch einen Sparplan anlegen. 50 Euro pro Monat in Amundi ETF MSCI World UCITS ETF EUR.

    Bin gespannt auf Tipps und Kritik.

    Viele Grüße
    Tim

     

  59. Fit und Gesund

    @Tim,

    ansehnliche Sparsumme, aber mir wäre das persönlich ein wenig zu viel des Guten, sicher viele Überschneidungen dabei, Msci World und EM würden für den Anfang genügen, schau mal beim Finanzwesir, da findest Du tonnenweise Anregungen zu dem Thema.

    liebe Grüsse

  60. S.

    @H&M:

    also das mit dem Online Handel als große Konkurrenz ist doch mittlerweile schon in den Quartalsmitteilungen standardmäßig so mit drin oder habe nur ich das Gefühl? Sobald etwas nicht so gut läuft wie erwartet -> Online Handel ist schuld.

    Bei H&M sehe ich vielmehr das Problem, dass sie einfach „out“ sind. Als ich vor einigen Jahren noch in der Schule war ist fast jeder mit H&M Zeugs rumgelaufen, weil es „hip“ war… Wenn ich heute in der Stadt schaue mit was für Tüten die ganzen Leute rum laufen sehe ich so gut wie nurnoch Leute mit Primark Tüten. Das ist echt abnormal, jeden Tag laufen soviele Leute mit Tüten von denen in der Stadt rum, oft 3-4 große Tüten randvoll gestopft… (Finde ich persönlich ehrlich gesagt etwas widerlich, die Klamotten werden als Wegwerfartikel gekauft, Hauptsache billig, T-Shirts für 3 Euro usw…. die Leute scheinen drauf zu stehen, ich finds Krank). Gut, das ist natürlich auch das was Primark so erfolgreich macht, die meisten aus ihrer Zielgruppe haben nicht viel Geld (Jugendliche). Doch bei Primark können selbst sie sich die Tüten voll stopfen bis zum Gehtnichtmehr. Und das sogar jeden Monat einmal, da fühlen sich die ganzen Teenies dann auch mal „rich“ …

    Letztens habe ich tatsächlich sogar mal drüber nachgedacht die Primark-Mutter „Associated British Foods“ zu kaufen, habe mich dann aber doch dagegen entschieden, einfach weil ich das Geschäft persönlich etwas abstoßend finde.

    Ist natürlich nur mein persönlicher subjektiver Eindruck, vielleicht laufen auch nur hier in Stuttgart alle mit großen, braunen Tüten mit blauem Schriftzug rum. Die mit der weißen Tüte und rotem Schriftzug sieht man hier fast nirgends mehr.

    Fazit: Ich halte das Argument mit dem Online Handel als Konkurrenz für nicht wirklich treffend, sondern sehe eher die Kundschaft zu Primark abwandern… Bzw. die Kundschaft (Jugendliche von damals) haben heute mehr Geld zur Verfügung als damals und kaufen deswegen qualitativ hochwertigere Sachen. Und die heutigen Jugendlichen gehen zu Primark, da noch billiger und total hip.

    Wird H&M deswegen Pleite gehen? Vermutlich nicht. Was ich über die Aktie denken soll weiß ich ehrlich gesagt nicht so richtig, wenn ich sie im Depot hätte würde ich sie vermutlich behalten, falls nicht würde ich sie aber auch jetzt nicht unbedingt kaufen (weniger wegen der aktuellen Bewertung, als wegen meiner persönlichen Einstellung). Wollte nur mal meinen Eindruck den ich von der Branche habe hier preisgeben, da mir diese verrückten Primark-Shopping-Zombies echt extremst aufgefallen sind die letzten Monate.

     

    Gruß S.

  61. Mattoc

    Da stimme ich Fit und Gesund absolut zu. Das Depot ist auch nach der reinen Lehre kein passives Depot, das möglichst einfach, möglichst breit diversifiziert, siehe auch hier:

    https://m.youtube.com/watch?v=P5cP-yGdRkk

    Wenn also dein Ziel ist, ein passives Depot zur Altersvorsorge aufzusetzen, dann kann ich eine Kombination aus folgenden drei thesaurierenden ETFs empfehlen:

    iShares Core MSCI World UCITS ETF, A0RPWH, 10188 Mio, 0,20 %
    SPDR MSCI World Small Cap UCITS ETF, A1W56P 223 Mio, 0,45 %
    iShares Core MSCI Emerging Markets IMI UCITS ETF, A111X9 6097 Mio, 0,25 %

    Damit bist du maximal meinungsarm, was die Performance von Ländern und Sektoren angeht, es reguliert sich intern von alleine, du kannst bei drei ETFs gut rebalancen. Und in dem Fall, dass ein Verkauf erforderlich ist, musst du nur 3 und nicht 8 bis 10 ETFs verkaufen.

    Viel Erfolg.

  62. Fit und Gesund

    @S.

    Primark sagt mir gar nix, gibt es in Konstanz nicht, auch nie gehört, sorry… bin aber schon ein wenig älter 🙂 aber google mal, wieviele Primark Läden es in D gibt, oder eben in Stuttgart und dann schau mal wieviele H&M, sowas kann nicht gut gehen..

    Scheint aber genau das gleiche widerliche Zeugs zu sein, die Beiden schenken sich irgendwie nix…

    Ich denke mal ich mache gar nix, muss mich besinnen und das Vernünftige tun, eine Aktie die man kein zweites Mal mehr kaufen würde, sollte man auch nicht nachkaufen, also die Variante ist hinfällig. Zum Glück hab ich nur 11o von den Aktien, also kein grosser Betrag, das Minus beläuft sich auf 24.5%, lassen wir es also gut sein, es gehört zum Investieren dass man auch mal ordentlich danebenliegt.

    Lieben Dank auch für Deine Meinung  🙂

  63. Gurki

    Ich würde einfach nur folgende ETFs besparen:

    MSCI World
    Emerging Markets
    Eventuell EUROPE STOXX 600

    Das langt bin ich der Meinung bei ETFs. Wer mehr will, kann dann noch paar Einzelaktien dazu packen.

  64. Kia

    Zu H&M:

    ich bin dieses Jahr Neukunden bei H&M geworden woran die vielen Kommentare hier, wenn auch eher negativ, einen großen Anteil hatten. Die schlechte Qualität der Kleidung meiner Kinder hat mich geärgert obwohl ich ihnen Markenkleidung kaufte, teure Sachen die dennoch schnell kaputt gingen. Irgendwann wollte ich dann testen ob H&M wirklich so schlecht ist wie hier geschrieben und muss sagen das ich eigentlich zufrieden bin. Die Läden sind mir allerdings zu unstrukturiert, da finde ich mich nicht zurecht. Der Onlineshop dagegen ist super. Nur die Fehlerrate bei den Ausführungen der Bestellungen sehr hoch. Im Schnitt muss ich zwei von drei Paketen retouren  weil sie Sachen in der falschen Größe oder komplett falsche Artikel zusenden. Das ist noch alles verbesserungswürdig. Anstatt vier Läden in einer Straße sollten Sie diese lieber nach Themen strukturieren und dafür sorgen das die Kollektion dann auch verfügbar ist. z. B. einer für Teenies, einer für Erwachsene, einer für Kinderkleidung usw. Die Kollektionen von tausenden Artikeln könnten sie auch auf hunderte zusammenkürzen und anstatt Masse lieber mehr Design und bessere Produktionsbedingungen. Dann würde ich dafür auch gerne mehr zahlen. Aber das ist wahrscheinlich nicht ihr Konzept.

  65. K.

    @fit und gesund @MS

    Teva steckt in vielem. Ratiopharm und Konsorten sind auch von Teva vor ein paar Jahren, im Rahmen der Merck Insolvenz, geschluckt worden.

    Die Bitcoin-Blase zeichnet sich ja schon länger ab. So etwasschaue ich mir gerne nur vom Spielfeldrand an.

    Die Technologie (Blockchain) wird wohl vieles verändern,kann aber auch missbraucht werden. Habe ich erst neulich einen guten Artikel drüber gelesen.
    Aber man kann ja fast alles zum guten oder zum schlechten nutzen.

  66. Claus

    @ sparta

    „Geht das noch, dass man den Verlust mit dem Gewinn Steuer-neutral verrechnen kann?“

    Geht problemlos, aber achte darauf, dass Du vor der Gewinnrealisierung den entsprechenden Verlust realisiert hast.

    Ansonsten (wenn Du keinen Verlusttopf hast), wird Dein Gewinn sofort versteuert, Du erhälst dann nur den Betrag nach Steuern aufs Konto gutgeschrieben (bei deutschen Konten) und der Verlust wird anschließend dem Verlusttopf gutgeschrieben und erst wieder mit evtl. zukünftigen Gewinnen verrechnet.

     

  67. Jojo

    @Claus

    „Geht problemlos, aber achte darauf, dass Du vor der Gewinnrealisierung den entsprechenden Verlust realisiert hast.“

    Ich habe im Spätjahr in einem Depot einen höheren Gewinn realisiert (eher ungewollt wegen Stoploss) anschließend aber erst im Dezember eine Verliererposition an die ich nicht mehr glaube in einem anderen Depot verkauft und eine Verlustbescheinigung bei der anderen Bank beantragt. Da müsste doch ein Teil der Gewinne aus dem Herbst in der Steuererklärung mit den später erlittenen Verlusten verrechnet werden dürfen (Aktien nach 2008 gekauft).

    Geht das so wie ich mir das gedacht habe ?

  68. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Michael

    Dann sag mal dem Buffett, dass Banken nichts sind als Langfristanlage. Die Legende hat jede Menge Banken im Depot. Ich vertraue ihm. Buffett setzt auf Wells Fargo, Bank of America, U.S. Bancorp, Goldman Sachs, Bank of New York Mellon, Visa, M&T Bank, Synchrony Financial, Mastercard… Die Banken sind sein Schwerpunkt. Hier zu sehen:

    https://www.cnbc.com/berkshire-hathaway-portfolio/

    @ Fit und Gesund

    Danke fürs Lesen. Kommentieren. Die Treue. Die Aufmunterungen.

    Mir gefällt Deine Einstellung. Zuhause so lecker zu kochen und die Gemüsesuppe mit auf die Arbeit zu nehmen. Vorbildlich!

  69. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Claus @Jojo,

    sie wie Claus es beschreibt ist die einfachste Art es zu machen, also erst Verlust, der dann automatisch verrechnet wird mit darauf folgenden Gewinnrealisierung.

    Trotzdem wird es im Nachhinein ausgeglichen. Nach dem Jahresende wird vom Broker/Bank auch bereits abgeführte Steuer wieder zurück gut geschrieben, wenn es Verluste (nachher) zum Gegenrechnen gab bis Ende Dez.

    Man sieht halt nur nach den Trades erstmal die Abführung der Steuer, aber das wird wieder ausgeglichen. Flatex beschreibt das so:

    „Zum 31. Dezember 2017 werden wir eine sog. Steueroptimierungsbuchung über Ihre steuerlich gleich zu behandelnden Konten, unabhängig von der Vertragspartnerzugehörigkeit, durchführen. Dabei werden noch vorhandene Freibeträge bzw. noch anrechenbare Verluste mit der bereits gezahlten Kapitalertragsteuer verrechnet.“

    @Jojo,

    wenn Du die Verlustbescheinigung hast, dann sollte das kein Problem sein, einfach den Verlust in die Zeile 11 hier eintragen (würde ich sagen), und Bescheinigung beilegen.

    Der Verlust wird dann bei dem Depot nicht ins nächste Jahr übertragen, da Du die Bescheinigung beantragt hast. Also unbedingt eintragen, sonst ist es futsch.

    MS

  70. Rainer Zufall

    Tim

    Ich setze auch auf Msci World, Msci EM & Stoxx Europe 600 oder meinetwegen auch auf einen Small Cap Index. Dein Entwurf hat extreme Überschneidungen der Etfs.

    Einfachheit ist m.E. Trumpf, auch wenn’s gerade am Anfang schwierig ist das umzusetzen bzw. durchzuhalten.

    @ Passive Strategie

    Ich höre gerade das Buch „The simple Path to Wealth“, die ersten Kapitel sind ganz nett, dann wird’s für Nicht-Amerikaner aber phasenweise völlig uninteressant. Im letzten Drittel wird’s dann aber wieder interessanter. Trotzdem, die „Stock Series“ auf dercWebseitr finde ich besser.

    http://jlcollinsnh.com/stock-series/

     

     

  71. Claus

    @ JoJo

    Natürlich kannst Du Verluste (über alle Depots) eines Jahres immer in der Steuererklärung (mit Verlustbescheinigung(en) geltend machen. Dann must Du natürlich länger auf die Erstattung warten.

    MS hat es perfekt beschrieben!

  72. dumpfbacke

    Ich habe kürzlich sowohl Verlust als auch Gewinn realisiert. Ging ein paar Tage, aber dann hat mir der Broker die ursprünglich abgeführten Steuern wieder gutgeschrieben. Da kamen halt ein, zwei nachträgliche Verlust-/Erträgnis-Dingsbumsberechnungen.

    Wer sich den Verlust bescheinigen lässt, z.B. weil er mehrere Depots bei verschiedenen Brokern hat, der gibt die automatisierte Berechnung durch die Bank auf und muss sich ab dann selbst drum kümmern, weil die Bank die Verlustberechnungstöpfe wieder auf Null setzt. Das kann bei grösseren Verlusten recht umständlich werden, diese in den folgenden Jahren mit Gewinnen zu verrechnen. Also wenns irgendwie geht vermeiden.

    Habe zum Jahresende mal physisch in Sig-Sauer und H&K investiert, ich seh das als Alternative zu Gold. CZ ist auch noch ein Kandidat, wenn DAS AMT mitspielt. Irgendwie steh ich auf Doppelnamen, obwohl ich nie Walldorfschüler war und meinen Namen nicht tanzen kann. Renditeaussichten sind wohl eher mau (aber 1000% durchaus möglich), ich sehs eben als Absicherung für die kommenden Jahre. Bringt mir ja nix, wenn ich oder mir Nahestehende die Rente nicht erreichen. Nachdem ich schon mehrfach nächtlichen Besuch von albanisch-georgischen Fachkräften in diversen (auch familiär bewohnten) Objekten hatte, und es im Umkreis von ausgedehnten Spaziergängen um meinen Wohnort schon diverse spektakulär ultimativ endende Einzelfälle gab und auch schon die nähere Verwandtschaft betroffen war seh ich das leider als notwendig,wenn auch stark renditebremsend an. Mir sind letztens die Finger zum Zählen der bedauerlichen Einzelfälle ausgegangen, also wurde es Zeit vorzusorgen.

    Frohes Winter-Lichterfest Euch allen!

  73. Andrea

    Autsch, Dumpfbacke. Das hört sich ja deprimierend an. Wohnst du in NRW? Wir haben hier zumindest eine fette Tür mit Sicherheitsschloss am Eingang, versucht haben es auch schon welche, hier hereinzukommen.

  74. Freelancer Sebastian

    @ Matthias

    Herzlichen Dank für den Link zu den Artikeln 🙂 .

    Habe zwar schon ein Buch zum Thema gelesen, aber hier sind noch einmal reichlich „frische“ Fälle aufgelistet. Sehr lehrreich das ganze.

  75. Pametan

    Ich würde gerne nochmal einige Gedanken zum Hamsterrad vs. finanzielle Freiheit etc. einwerfen.

    Ist das denn wirklich so dichotom? Also, Arbeit = Hamsterrad & finanzielle Freiheit = das erstrebenswerte Ziel?

    Der Mensch braucht eine Beschäftigung. Im besten Fall hat diese einen (erkennbaren) Sinn und bringt Erfüllung, weil man zum Beispiel seinen Drang nach Gestaltung ausleben kann, mit Menschen arbeitet oder seine Fähigkeiten voll ausschöpft etc.

    Klar, wenn ich gerne kreativ bin, mit Kindern arbeite etc. und einen Job als Buchhalter im Großkonzern habe (wobei „kreative Buchhaltung“ ja durchaus in ist & so mancher Konzern gleicht einem Kindergarten:-)), dann ist der Frust vorprogrammiert. Unerfüllte Träume, brachliegen von Ressourcen, hinschleppen zu etwas, was ich eigentlich nicht machen will.

    Geht es nicht eher darum, etwas zu finden, was einem diese Erfüllung im Leben oder Job bietet? Sich ggf. dafür umschulen, neu abbiegen im Leben, weiterbilden etc. Da ist natürlich Geld mittel zum Zweck und erleichtert so manches.

    Quasi ein Streben nach innerer Freiheit, die ich auf ganz unterschiedliche Wege erlangen kann statt unbedingt finanzielle Freiheit. Die hier häufig beschriebene finanzielle Freiheit klingt für mich nach einer Glücksverschiebung in die ferne Zukunft. Vielleicht geht es Euch anders, aber ich sehe leider nich wenige Menschen und Bekannte trotz gesundem Leben, die plötzlich krank werden mit knapp über 50 oder gar viel zu früh versterben.

    Vielleicht finde ich auch diesen Gedanken etwas widersprüchlich so schnell so viel wie möglich zusammenraffen zu wollen, um „auszusteigen“, wenn man auf der anderen Seite sagt, dass einem Besitzt oder Konsum doch gar nicht so wichtig ist.

  76. Andrea

    Pametan, ich denke, es hat nichts damit zu tun, dass man dann, wenn man finanziell frei ist, in Saus und Braus lebt, ich meine, die Leute sind sparsam, weil ihr Ziel sie motiviert und/oder weil sie wirklich so genügsam sind, dass sie genügend Geld sparen/investieren können.

    Meiner Erfahrung nach ist die meiste abhängige Arbeit nicht so schön, dass das Leben nicht schöner wäre, wenn man frei entscheiden kann, was man tut, weil man das Arbeiten schlichtweg nicht nötig hat. Ich glaube, das Problem bei abhängiger Arbeit ist halt oft, dass da jemand über einem ist, der Anweisungen gibt. Geld zu haben ermöglicht es, selbst entscheiden zu können, ob man arbeiten möchte oder nicht.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die sinnvolle Arbeit mit Menschen ist schön, aber auch sehr anstrengend. Ich weiß nicht, ob ich diese Arbeit machen würde, wenn ich nicht müsste. Hinzu kommt, die Arbeit wird von Jahr zu Jahr anstrengender, da einem immer mehr aufgebürdet wird.

    Das Glück heißt ja eben nicht, viel zu konsumieren, sondern man findet Glück, wenn man eben nicht der neuesten Mode hinterherhechelt oder den Nachbarn mit gekauften Dingen beeindrucken will.

     

     

  77. ZEN Investor

     

    Hallo zusammen,

    Ich habe für mich persönlich am 7.November 2017 ein paar Prognosen erstellt.

    Die Mehrheit wird jetzt aufschrei(b)en, das wäre unseriös.

    Diese Prognosen haben eine Eintreffwahrscheinlichkeit von über 80%.

    Am 07.November 2017 standen die Indizes wie folgt:
    SMI   9’220
    SPI   10’586
    DAX   13’379
    S&P500   2’588
    Dow-Jones 23’518
    Ich leitete (unter diversen Annahmen die ich aus den Erfahrungen der letzten 200 Jahre ermittelt habe):

    für das Jahr 2018

    –> Aufgrund der ‚guten Stimmung‘ an den Börsen (Bestätigung, dass es nur nach obengeht),
    werden die westlichen Indizes 2018 weitere 15-30% steigen,
    sofern der Crash nicht vorher dazwischen kommt.
    –> Bis ende 2017 sind schon weitere 5% realistisch.
    –> Dh vom 7.November 2017 bis 31.Dezember 2018 ist eine Steigerung von 15-35% realistisch.

    Bei 5% Wachstum vom 7.November bis 31.Dezember 2017 wären die Kursziele wie folgt:
    Index  7.Nov. +5%  15.12.
    SMI   9’220  9’681  9’395 +1,9%
    SPI   10’586 11’115 10’748 +1,5%
    DAX   13’379 14’048 13’104 -2,1%
    S&P500 2’588  2’717  2’676 +3,4%
    DJ  23’518 24’694 24’652 +4,8%
    folgendes sind die Ziele für ende 2018:
    SMI   10’603 – 12’447
    SPI   12’173 – 14’291
    DAX   15’386 – 18’062
    S&P500    2’976 –  3’494
    Dow-Jones27’046 – 31’749
    Für die Jahre 2018 bis 2023 lässt sich weiters ableiten:

    –> Ein längerer Bärenmarkt wird kommen.
    –> Der Beginn (Höchststände) wird zwischen 2018 und 2022 sein.
    –> Der Tiefpunkt wird 2-3 Jahre später, also 2020-2025, sein.
    –> Der Tiefpunkt dürfte sich um ein Shiller-P/E von etwa 10 bewegen.
    –> Dh aus heutiger Sicht müssten die Indizies um 2/3 sinken.
    –> Möglicherweise sinken die Indizes auch etwas weniger,
    stagnieren dafür jahrelang.
    –> Damit ist eine langjährige Stagnation in den Jahren 2020-2025 denkbar,
    wo sich die Werte der westlichen Aktien-Indizes im Bereich der Jahre 2015-2018 bewegt.

    Bei der Prognose bis ende Jahr, wo ich pauschal eine Steigerung um 5% vermutete, lag ich etwas daneben.
    Der Dow Jones ist hingegen sehr gut getroffen.
    Der DAX verlor sogar noch Punkte in den letzten 6 Wochen.

    Die Schätzung für den Zeitraum vom 07.November 2017 bis 31.Dezember 2018 von 15 bis 35% Steigerung hingegen hat eine Eintreffwahrscheinlichkeit von 80%.

    Denn selbst, wenn die Indizes nur 1% pro Monat stiegen, würde mein Ziel erreicht.

    Der Crash oder ein Bärenmarkt sind zwar nicht ausgeschlossen.
    Ich erwarte dessen Beginn (=Höchststände für mehrere Jahre) auf einen Zeitpunkt zwischen 2018 und 2022.
    Aber das steht schon weiter oben.

    Viel Spass mit der Prognose.

  78. xpek

    Zurzeit reden viele üben der kommenden Rückgang an den Aktienmärkten. Sind die Märkte dann schon reif zu fallen? Wir wissen es nicht. Es könnte sein, dass der Rückgang erst viel später kommt. Und dann habe ich zu früh verkauft.

    Und sollten die Märkten fallen, hilft Rainer Maria Rilke weiter: ‚Reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht, ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch!

     

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