Die meisten Menschen verhalten sich wie Kleinkinder, wenn es ums Geld geht


New York, 9. Juli 2017

Die meisten Menschen sind Sklaven ihrer Konsumwünsche. Sie werden nie finanziell frei sein.


Ich kaufte drei Eigentumswohnungen. Mein erster Deal endete im Desaster. Es wurde zum Geldgrab. Es war eine Ein-Zimmer-Wohnung. Das Mini-Apartment lag zentral in einer mittelgroßen Stadt direkt am Hauptbahnhof. Der Zustand des Hauses war allerdings grottenschlecht. Ich wollte meine Einheit vermieten und Geld verdienen. Doch war es ein Wohn-Klo. Ich hatte nur Ärger mit der Vermietung. Ich stieß nach ein paar Jahren die Bude mit Verlust ab. Die anderen beiden Wohnungen, die ich anschließend kaufte, waren zum Glück Volltreffer.

Klar, fallen manchmal Sonderumlagen an. Etwas geht kaputt. Es muss immer etwas renoviert werden. Aber alles in allem waren es super Investments.

Daneben kaufe ich regelmässig Aktien, und zwar seit ich volljährig bin. Ich fahre also zweigleisig. Immobilien und Aktien. (Immobilien machen Arbeit. Das reine Aktiensparen geht natürlich auch.)

Heute bin ich finanziell frei. Mein Motto lautet so:

Im Endeffekt kann die finanzielle Freiheit jeder erreichen. Es ist gar keine Kunst. Eine gute Ausbildung ist hilfreich. Dann geht es darum, dass Du Dich im Job anstrengst. Sehr sogar. Mach einen guten Job. Engagiere Dich. Bringe Dich positiv ein. Du musst kein Spitzenverdiener sein, um 500.000 oder gar eine Million Euro zu sparen. Es geht mit einem „normalen“ Gehalt. Es kommt nur auf die Stetigkeit und Ausdauer an. Wichtig ist vor allem eine hohe Sparquote. Klar kannst Du schneller mit einem hohen Gehalt voran kommen. Aber ein hohes Gehalt ist keine Garantie. Es gibt genug Menschen, die verdienen viel, geben aber alles wieder aus. Denke an Boris Becker oder Spice Girl Mel B.

Die meisten Menschen verhalten sich wie Kleinkinder, wenn es ums Geld geht. Alles wird verschleudert. Wer jung ist und finanziell frei werden will, braucht eine enorme Geduld. Und Biss. Das Gute daran ist: Du wirst mehr Motivation bei der Arbeit haben. Denn Du hast ein Ziel vor Augen. Die Fortschritte werden Dich glücklich machen.

Deinem Umfeld magst Du seltsam vorkommen. Du mietest ein moderates Zuhause – anstatt eine große Hütte auf Pump zu kaufen. Du fährst kein neues finanziertes Auto. Du fährst stattdessen mit dem Moped, Rad, Bus, Bahn zur Arbeit. Oder mit einer alten Schrottschüssel.

Statt endlos zu konsumieren, legst Du lieber Dein Geld vernünftig an. In Aktien. Hier kannst Du eventuell vier oder sieben Prozent die kommende Dekade verdienen. Du weisst, in einem Jahr sinkt die Börse, in einem anderen steigt sie. Im Schnitt machst Du vielleicht fünf Prozent (oder mehr). Das ist besser als alles zu verpulvern.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Die meisten Menschen verhalten sich wie Kleinkinder, wenn es ums Geld geht

  1. Vincent

    Das immer wieder kehrende Mantra wieder etwas anders formuliert, man kann es jedoch sicher nicht oft genug sagen. Dennoch freue ich mich noch etwas mehr auf die Fallbeispiele, ich kenne keinen Blog, der so viele Fallbeispiele hat.

    Ich versuche mich weiter an der Umsetzung und kann jeden Monat mehr als 1000 EUR zurücklegen, weiß aber nicht, ob es noch zur finanziellen Freiheit reicht. Ein passives Einkommen von ein paar hundert Euro im Monat ist aber auch schon was.

    Leider habe ich zu spät mit den Aktien begonnen, da ich zunächst nur negative Beispiele im Bekanntenkreis hatte und es zu dieser Zeit nicht die guten Blogs gab. Hätte ich wie zuletzt in einem Fall beschrieben mit Anfang 20 begonnen, wären die Chancen auf finanzielle Freiheit weitaus realistischer.

  2. Felix

    Man sollte vielleicht dazu sagen, dass die letzte Dekade ein goldene war für Aktienanleger. Wer 2008/09 eingestiegen ist, kennt eigentlich nur steigende Kurse. Wenn es mal eine Korrektur gab, war sie binnen weniger Monate vorbei. Es kann natürlich auch einmal eine Dekade kommen, in der die Kurse seitwärts oder sogar rückwärts laufen.

    Wohl dem, der wie Tim in den letzten 10 Jahren an der Börse voll dabei war. Eine Fortsetzung des Hausse auf unendliche Zeit ist schwer vorstellbar – Dow bei 100.000?

  3. Fit und Gesund

    hallo Tim,

    nun, die wichtigste message in Deinem neuen blogpost ist für mich die:

    Hinfallen (Wohnungskauf der daneben ging), Aufstehen, Sich schütteln, Weiterlaufen! So ist das im Leben, geht mal hoch und mal bergab.

    Kann man sich die Haare raufen, auf Gott und die Welt schimpfen, Jammern ohne Ende, nutzt nix… klappt Plan A nicht, so sucht man Plan B, irgendwas geht doch immer.

    Mein Plan A ist nun geplatzt, aber ich hab doch die Wahl…Plan B, C, D oder E? Aufgeben werd ich nicht, aber mich neu positionieren, auch gut, stetig weitermachen ist die Devise, ich habe Immobilien, ich habe Aktien und ich setze auf Gold, das ist meine Strategie, die passt für mich und muss für sonst Niemand passen, jetzt ist Gold bisschen günstiger zu haben, na dann kauf ich jetzt eben Gold (@Mark85, ich muss noch bis zum 18.7. warten und hoffe die Preise halten sich auf dem Niveau).

    @Vincent,

    ich habe auch etliche Jahre vergeudet, ist wie es ist, ich sehe das wie Du, reicht es für die FF nicht, so wird es doch einen schönen Zustupf zur Rente geben, ich bin da zuversichtlich.

    @Felix,

    die Glaskugel hat Niemand, es kommt wie es kommt, eine sparsame Grundeinstellung hilft in allen Lebenslagen, unabhängig von der Börse.

    Wünsche Allen einen schönen Sonntag 🙂

  4. Skywalker

    Die deutschen gehen sehr gut mit Geld um. Meine These ist es dass die meisten eben doch eher vernünftig mit Geld umgehen. natürlich gibt es Menschen die verschwenderisch leben und auf Pump konsumieren aber die Mehrheit ist in Sachen Finanzen eher konservativ und sparsam

     

    Zitat : Die Deutschen legen einen beträchtlichen Teil ihres Geldes zurück. Das ist in vielerlei Hinsicht vernünftig

     

    http://m.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/vermoegen-der-deutschen-ist-groesser-als-gedacht-15097472.html?GEPC=s6

  5. Felix

    @ Skywalker

    Das Zitat geht weiter:

    Die Deutschen legen einen beträchtlichen Teil ihres Geldes zurück. Das ist in vielerlei Hinsicht vernünftig – weckt in der Politik aber wieder einmal Enteignungsreflexe. Das ist dreist!

    Das ist das Problem in einem tendenziell sozialistisch angehauchten Deutschland. Derjenige, der etwas hat und wenn er es sich vom Mund abgespart hat, läuft Gefahr, es weggesteuert zu bekommen, um es denen zu geben, die alles verprasst haben, die sich beruflich nie engagiert haben, die in den Tag hinleben. Sie säen nicht und sie ernten nicht und der Staat ernährt sie doch – mit wessen Geld?

     

  6. ChristianChristian

    @ Felix

    Glaubst Du, als im Jahr 1990 der Dax bei 2000 Punkten stand, sich jemand ernsthaft vorstellen konnte, dass er jemals bei 12000 Punkten steht?

  7. Skywalker

    @ Felix:

     

    Du hast recht, das Zitat geht weiter und ich sehe das Problem auch. Der Staat macht es den Leistungsfähigen sehr schwer, richtig was aufzubauen. Dafür werden halt die Schwachen gut gestützt, auch wenn sie sich über alles beklagen (Hatzy 4 inkl kostenloser Wohnung und kostenloser Krankenversicherung, trotzdem wird gejammert!). Ich zahle Steuern und Abgaben bis zu geht nicht mehr und das macht mich doch auch nachdenklich.

     

    Was ich aber ausdrücken wollte ist, dass ich Tims These, das die Merheit sich in finanziellen Dingen verhält wie Kleinkinder nicht korrekt finde.

    Ich denke die Mehrheit ist vernünftig und wirtschaftet solide. Vielleicht wird das Geld schlecht angelegt, das kann sein. Aber die Protz-Proleten sind doch gemessen an der Gesamtbevölkerung sehr selten. Sie fallen halt eher auf.

  8. Mattoc

    @Felix

    Was ist denn deine Alternative?

    Du möchtest den Menschen, die alles verprasst haben, die sich beruflich nicht engagiert haben, die in den Tag hineinleben aufgrund ihrer „Missetaten“ ihre Lebensgrundlage entziehen? Wie möchtest du die Leute, die du so charakterisierst und deren Verhalten du „bewertest“ von anderen Menschen, die vergleichsweise unverschuldet oder weil sie es nicht besser wussten, in diese Situation gekommen sind?

    Wie soll eine Alternative operativ umsetzbar sein? Willst du diese Menschen einzäunen?

    Ich bin fr0h über mein schönes Leben in Deutschland. Und es sollte im Interesse von uns allen sein, dass auch die Schwächeren, Dümmeren und auch die wenigen  Systemausnutzer so viel bekommen, dass wir in dieser Gemeinschaft gesittet weiterleben können. Sonst hast du irgendwann G20-Demos täglich und überall.

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Vincent

    Danke! Das freut mich.

     

    @ Felix

    Klar, irgendwann kommt die Baisse. Aber im langen Schnitt wächst die Börse. Das macht sie seit hunderten Jahren so. Im Jahr 2050 wird es 10 Milliarden Menschen auf der Erde geben. Die wollen alle essen, sich modisch kleiden, mit Elektronik versorgt werden, reisen, Krankheiten besiegen, bilden, arbeiten…

     

    @ Fit und Gesund

    Genau. Wir machen alle Fehler. Das ist sogar gut. Im Endeffekt. Wichtig ist in der Tat weiter zu machen. Sich Ziele zu stecken. Und nicht aufzugeben. Wer aufgibt, wird unzufrieden. Es gibt natürlich auch andere Ziele als die finanzielle Freiheit: Gesundheit, Wohltätigkeit, Familie gründen, Ausbildung… Ziele zu haben ist sehr wichtig für die Seele.

     

    @ Skywalker

    Ok. Da muss man differenzieren. Das stimmt.

    Ein Viertel der Deutschen spart nichts. Es gibt etliche Quellen, die zu diesem Viertel kommen. Ein weiteres Viertel hat maximal 10.000 Euro Geldvermögen. (Allerdings sind hier andere Vermögensklassen wie Immobilien ausgeklammert.) Das ist nicht gerade viel Geld:

    http://www.focus.de/finanzen/banken/vermoegen-jeder-vierte-hat-nichts-auf-der-hohen-kante_aid_632807.html

    Arbeitslosigkeit, Mini-Jobs, Billig-Jobs, Krankheit, Konsum- und Schuldenwahn: All das führt im Endeffekt in die Altersarmut:

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/altersarmut-nimmt-in-deutschland-drastisch-zu-a-1153561.html

  10. Kall

    Bonjour,

    @Mattoc: Ich kann dir nur zustimmen. Zumal die meisten Menschen, die von Sozialtransfers leben (müssen), häufig gesundheitlich beeinträchtigt sind. Am schwersten haben es die Alleinerziehenden-häufig Frauen.

    @Felix: ich finde ein lineares Steuersystem völlig in Ordnung. Die, die mehr verdienen, können auch mehr Belastung tragen. Ich bezahle übrigens den Spitzensteuersatz. Und würde mich sehr freuen, wenn meine Steuern vernünftiger für Infrastruktur, Schulen, KT, Theater, ÖPNV eingesetzt würden, statt für Rüstung.

    Dafür lebe ich in einer Demokratie, mit all ihren Schwächen. Junge Menschen können mit BAFÖG studieren und wenn die Politik etwas schlauer und konsequenter wäre, würde sie den Steuerflüchtlingen-da geht es um richtig Cash- einen Riegel vorschieben.

    @Tim: finde es sehr schön, dass du auch immer über deine Fehler schreibst. Machen die meisten Finanzjournalisten nicht. Ich könnte darüber inzwischen ein Buch schreiben. Aber manche meiner Fehler habe ich auch zu lieben gelernt.

    Man sollte immer mitbedenken, dass die allermeisten Menschen keine Ahnung von Aktien, Börsen; Krisen und Höhen haben. Woher auch?

    Die Banken verkaufen ihre Produkte. Das kann man ihnen nicht mal vorwerfen. In der Schule und Ausbildung werden selten, eher gar nicht, Finanzwissen vermittelt. Einkommensschwache „verplempern“ oft ihr geringes Einkommen, da sie nicht wissen, wie man sich gesund ernährt, Energie spart usw.

    Bin gerade am überlegen, weitere Shell und BP Aktien zu kaufen.

    Wie seht ihr das?

    Schönen Sonntag

  11. Felix

    @ Kall

    Ich glaube nicht, dass wir ein lineares Steuersystem haben, eher doch ein progressives. Es geht halt auch um das rechte Maß. Wenn mehr als die Hälfte des meistens nicht leicht verdienten Einkommens zwangsweise abzuführen ist und dann auch noch das, was man mit bereits versteuertem Geld angespart hat fürs Alter wiederum besteuert werden soll (Stichwort: Vermögenssteuer), dann erscheint mir dieses Maß überschritten.

    Wie weit man Solidarität für andere Menschen ausweiten kann, ist eine schwierige Frage. Mit immer höheren Transfers schafft man halt auch Anreize für Mitnahmeeffekte (man könnte es auch drastischer ausdrücken). Und wie locker Politiker mit Geld anderer Leute umgehen, ist auch offensichtlich, gerade in Wahlkampfzeiten.

    Mich würde interessieren, wie weit man Solidarität ausdehnen soll, auf alle 7 – 8 Milliarden Menschen auf diesem Planeten, auf die in Europa, auf die in Deutschland oder auf die eigene Gemeinde? Sollen die potenziell 100 Millionen Migranten, insbesondere aus Afrika, sofort voll umfänglich in das deutsche Sozial- und Wohlfahrtssystem aufgenommen  werden

  12. Couponschneider

    Es ist eigentlich gar nicht so abwegig, dass es in den nächsten zehn Jahren so weitergeht wie in den letzten acht. Übrigens hatten wir 2011 ein negatives Börsenjahr. Letztes Jahr war auch nicht dolle. Im ersten Quartal ging der DAX wegen China runter, im Sommer hatten wir auch fallende Kurse, was sich bis zur US-Wahl nicht erholte.

    Wir hatten ab 1980 auch 20 Jahre lang starke Gewinne an der Börse. 1987 und 1990 waren tief-rot, was aber später locker wieder aufgefangen wurde.

    Mein Tipp: Bloß nicht verrückt machen lassen von: „Jetzt hatten wir acht Jahre lang steigende Kurse.“ 1. Stimmt es nicht., 2. ist das noch kein langer Zeitraum und 3. ist dies ein willkürlich gewählter Zeitraum.

  13. Slazenger

    Es ist und bleibt eine Sache der aktuellen Bewertung von Aktien/Assets, was gibt der Markt her! BASF als Beispiel gab es lange Zeit für ein KGV von 9-10, heute 15-16!!!

    Der Nikkei war (ich glaube so  ca. 1990) bei 40 000 !!!!!Heute sind wir so ca. bei der Hälfte! 27 Jahre später!!!!!!

    Man sollte nicht blind immer nur Aktien kaufen(außer vielleicht man hat noch 30-40 Jahre Zeit), sondern den Markt genau beobachten, und ab und zu schadet auch eine Gewinnmitnahme nicht, vor allem wenn man wie ich am Ende des Investitionszyklus steht! Dann ist es halt so und das Geld liegt (zumindest zeitweise) auf einem kaum verzinsten TG Konto! So what!

    Man sollte definitiv nicht glauben dass, das was wir seit 2008 an den Börsen sehen die Normalität ist und so weiter geht! Keiner kann sich aktuell einen Dow von 50000 vorstellen, aber auch keiner 10000!!!! Was wir an den Börsen derzeit erleben ist die beste aller Welten!

  14. Gurki

    Ich habe letzte Woche gesündigt. Ich habe mir ein neues Objektiv für meine Kamera gekauft. Ich habe mir den Amazon FireTV Stick inkl. Netflix Abo gekauft. Und Spaß an beiden Dingen.

    Des Weiteren habe ich mir zwei Uhren gekauft. Die waren nicht nötig, fand sie aber schick. War zwar am überlegen sie wieder zurück zu senden, aber was soll ich dann mit dem Geld machen? Auch wieder weiter noch mehr investieren (was schon diesen Monat geschehen ist)? Nee, ich möchte mir den Spaß mal gönnen. Habe ich diesen Monat halt mal etwas mehr ausgegeben als nötig. Was solls, wahrscheinlich benötige ich jetzt ein Jahr länger zur finanziellen Freiheit 😉

  15. Kall

    @ Felix

    Das ist natürlich richtig. Ich meinte progressive Steuer. Natürlich ist besonders der Durchschnittsverdiener bei den derzeitigen Mieten in den großen Städten der Hauptbetroffene. Das verstehe ich.

    Wenn anderseits ein Warren Buffett letzten Donnerstag (der Aktionär, Newsletter) erklärt, dass er sich für den unverschämten Reichtum schämt, zeigt diese Äußerung das tatsächliche Problem. Die gigantische Umverteilung von Unten nach Oben seit 1990 gilt es in den Fokus zu nehmen. Er sprach auch von einem „Klassenkampf von Oben gegen Unten“.

    Die Flüchtlingsbewegungen sind Ausdruck davon. Die Frage ist nicht, können wir 100 Millionen Flüchtlinge mit vollen Sozialleistungen versorgen. Die Frage ist, wie können wir verhindern, dass Millionen Menschen flüchten müssen. Sei es aus politischen, ökologischen oder wirtschaftlichen Gründen. Die machen das ja nicht, weil sie einen Abenteuerurlaub suchen. Sondern aus vielfältiger Not. Hier wäre kritisches Bewusstsein angezeigt.

    @ Couponschneider (schöner Nick Name): Sehe ich ähnlich. Zumal wir nie wissen, wann und wo die nächste Krise kommt. Gefühlt „warte“ ich da zeit drei Jahren, habe aber trotzdem behutsam weiter investiert. Und halte Cash, um ggf. nachkaufen zu können. Markt Timing ist in der Regel vergeblich.

    Schönen Sonntag allen

  16. -M

    @Kall

    analysier beide Unternehmen und kauf das, von dem Du mehr überzeugt bist. Wieso beide kaufen?

     

    ich finde die Theorie über sekulare bullenmärkte/bärenmärkte sehr interessant. Im Endeffekt hatten wir von 1980-2000 (20Jahre) einen riesen Bullenmarkt und von 2000-2013 (13Jahre) einen volatilen seitwärtsgerichteten Markt, welcher immer wieder versuchte das Hoch bei 8000 zu knacken. Das geschah erst im Jahr 2013 was einen neuen Bullenmarkt eingeleitet hat.

    So gesehen würde es mich nicht wundern, wenn wir auch noch 10 Jahre steigende Kurse haben. Natürlich mit Korrekturen begleitet.

    Bin positiv gestimmt und finde auch einen Dax bei 30.000 nicht undenkbar (wie im oben erwähnt das man 1990 auch nicht dachte das der DAX von 2000 auf 12000 geht) es wird aber kommen mit der Zeit. Es geht immer weiter.

    -M

  17. Mark85Mark85

    An Vincent: Die Vergangenheit kann man nicht mehr beeinflussen, aber die Zukunft durch Handeln in der Gegenwart. Ohne dein aktuelles Alter und deinen aktuellen Vermögensstand zu kennen, klingt eine Sparrate in Höhe von 1000 Euro ausgezeichnet. Weiter so! 😉

  18. ZaVodou

    Ich war auch gestern an der Adria. Leider nur via Phoenix „Sehnuchtsorte an der Adria“. Dubrovnik war auch dabei:
    „Die zweiteilige Dokumentation beginnt in Dubrovnik. Stephan Merseburger stellt die kroatische Königin der Adria vor. Einst lebte die Stadt von Handel und Diplomatie, hat Krisen, Kriege und Katastrophen überstanden. Zuletzt die Bombenangriffe in den neunziger Jahren, die die Welt schockierten. Die Schäden sind repariert, heute ist Dubrovnik die eleganteste und teuerste Stadt Kroatiens. Doch viele Einheimische können sich die Stadt längst nicht mehr leisten – der Fluch von Erfolg und Schönheit.“

  19. Didi

    Solange die Notenbanken Geld drucken wird es auch steigende Kurse geben….very simple. Die Zinsen sind noch nicht auf 2-3% von dem her alles entspannt mMn…

     

    Happy investing!

  20. -M

    Didi und selbst 2-3% ist ja historisch gesehen wenig. WENN sie auf den Wert steigen.

  21. Wilhelm

    Hallo Tim,

    ich kann dir nur voll zustimmen. Es kommt einfach drauf an, scih früh genug Gedanken darum zu machen, zu planen, entsprechendes zu tun und dem Geld Aufmerksamkeit zu schenken.  Dann ist alles möglich. Ich kenne super viele Menschen, die nicht mal das mindeste schaffen, daher fand ich dein Überschrift so treffend. (-; Liebe Grüße!

  22. ZaVodou

    @Felix

    „Das ist das Problem in einem tendenziell sozialistisch angehauchten Deutschland. Derjenige, der etwas hat und wenn er es sich vom Mund abgespart hat, läuft Gefahr, es weggesteuert zu bekommen, um es denen zu geben, die alles verprasst haben…“

    Wenn unser Staat sozialistisch angehaucht wäre, würden die Spitzensteuersätze für die Reichen drastisch erhöht werden.
    Was ist aber geschehen? Und zwar – das muss noch mal betont werden – unter rot-grüner Regierung wurden die Spitzesteuersätze gesenkt! Schau, wo der Einganssteuersatz gegnüber früher beginnt und wie hoch jetzt der Spitzensteuersatz gegenüber früher ist.

    Der Mittelstand wurde so noch mehr geschröpft. Die CDU hätte das ja wieder korrigieren können. Hat sie aber auch nicht. Jetzt sind bald Wahlen und da besinnt man sich mal endlich, dass man da was machen könnte. Die Vorschläge sind bis her mau.

    Nicht gegen die Armen sollte sich also Dein Unmut richten, sondern gegen die Superreichen, die könnten auch locker von 10 Mio. statt von 100 Mio. leben. So wie diese beiden. Deshalb werden die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer und der Mittelstand kommt nicht hoch, weil die Steuerlast sie am härtesten trifft.

  23. Flo

    Ein paar Worte zum Steuersystem:

    Wir haben in Deutschland ein „linear“-progressives Einkommenssteuersystem. Progressiv, da ansteigend (je höher das Einkommen, desto höher die Steuerbelastung) und „linear“, da die Tarif nicht stufenweise, sondern graduell ansteigt. Die Anführungszeichen rühren daher, dass wir in Deutschland den sog. „Mittelstandsbauch“ haben – in diesem Einkommensfenster steigt die steuerliche Belastung überproportional an und nicht wie eine Gerade.

    Aktuell ist es so, dass 50% des gesamten Aufkommens durch die ESt von der reichsten Perzentile (also die wohlhabendsten zehn Prozent) aller Haushalte gewupppt werden. Nicht wenige Verfassungsrechtler sehen eine dauerhafte ESt-Belastung jenseits der 50% als verfassungsrechtlich problematisch an.

    Das Problem vieler Deutscher beim Sparen sind die jahrzehntelange Stagnation bzw. Senkung der Realeinkommen. Das hat einerseits wirtschaftliches Wachstum mit verursacht, macht aber denjenigen mit solchen schlecht bezahlten Jobs, die eine Gesellschaft aber braucht (Polizisten, Pfleger, Feuerwehr, etc.)  immer schwieriger, finanzielle Rücklagen zu bilden. Wenn dann auch noch finanzielle Unbildung mit ins Spiel kommt (Aktien = Spekulation), dann entsteht ein Teufelskreis.

    Einkommenssteuererhöhungen könnten am meisten Zufluss für die Staatskasse gerieren, aber die sind, wie ja bereits erwähnt problematisch. Konsumsteuern (MwSt) treffen vor allem Geringverdiener und Familien. Die Vermögenssteuer wurde vom BVerfG kassiert und ruht schon seit über zehn Jahren. Erbschaftssteuer ist psychologisch ein heißes Pflaster, da traut sich niemand wirklich ran, in einem Mittelstandsland wie Deutschland schon gar nicht, wo jede Erbschaft dann schnell das Ende einer Personengesellschaft bedeuten könnte. Da liegt es erst mal nahe, die Abgeltungssteuer abzuschaffen: sie betrifft nämlich vergleichsweise wenige Zahler in Zeiten des Niedrigzinses. Und die zahlreichen Börsenhasser meinen, es träfe genau die Richtigen („Spekulanten“, „Heuschrecken“).

     

  24. Obama

    Hallo Tim:

    danke für den motivierenden Artikel.

     

    Anbei noch ein Link zu einem optimistischen Ausblick auf das goldene Jahrzehnt:

    https://aktien-mag.de/blog/die-roaring-twenties-des-21-jahrhunderts-ausblick-auf-den-bullenmarkt/p-7311/

     

    Der schönste Satz aus diesem Artikel von Simon Betschinger:
    „Ich gehe davon aus, dass der Bullenmarkt kräftig und lang sein wird und dass es klug ist, bei dieser Party mit dabei zu sein.“

    Liebe Grüße @all und einen guten Start in die neue Woche !

  25. Ex-Studentin

    @Kall

    Weise Worte. Wir Menschen halten uns für hochentwickelt und intelligent und trotzdem gibt es so viel Leid auf der Welt. Profitgier und Machtgelüste spornen manche Menschen an. Einige werden von Existenzängsten getrieben. Ich wünsche mir oft eine Welt, in der alle friedlich miteinander leben, aus Neugierde Wissenschaften vorantreiben und die Umwelt besser behandeln. Gleichzeitig bin ich selbst ein Teil des Konsumrädchens und genieße die vielen Annehmlichkeiten. Ich bin froh über die aktuellen Trends: Minimalismus, Vegetarismus, Bioprodukte.. Ich hoffe, dass das für unser Nachfahren mal Standard ist, weil nahezu alles Erziehungssache ist.

  26. Renditejäger

    Niemand weiß was die Börse morgen macht, man weiß aber wo sie in 30 Jahren steeht! so einfach ist das.

    Um auch mal Jahre zu überbrücken die nicht so toll laufen im allgemeinen (wie letztes Jahr z.B.) einfach in Unternehmen investieren die jedes Jahr die Dividende anheben, davon gibts bekanntlich genug. Und siehe da, klappts auch schon mit dem passivem Einkommen ^^

  27. Claus

    @ Kall und alle anderen

    habe meine Shell-Position aufgestockt, dafür aber nach reiflicher Überlegung alle meine anderen Positionen (Total, Exxon, BHP, Woodside-Pet.) im Ol-/Rohstoff-/Energie-Sektor verkauft. Auch einige Positionen aus anderen Bereichen habe ich verkauft (steuerneutral) und mein Cash-Polster (normalerweise habe ich kaum Cash) deutlich erhöht.

    Sollte Shell die Dividende kürzen oder streichen, wovon ich nicht ausgehe, könnte der Kurs deutlich einbrechen. Dieses Risiko darf man nicht übersehen. Ähnliches gilt natürlich für die meisten Ölwerte. Shell ist jedoch sehr solide aufgestellt und hat die Dividende bisher nie gekürzt. Über 5% Div-Rendite nach Steuern sind äußerst attraktiv. Ich erhalte jetzt alle 3 Monate 1K Div. nach Steuern, nur von Shell…

    Überlege gerade, bei weiteren Kursrückgängen Cisco, IBM, Gen. Mills aufzustocken. Hormel finde ich interessant, vieleicht kaufe ich hiervon demnächst eine erste Position. Zuvor erwarte ich aber noch weiter bröckelnde Kurse und/oder ein kräftiges reinigendes Gewitter.

    Bis dahin habe ich mir noch reichlich Lesestoff besorgt. Gerade ausgelesen habe ich ein Buch, dass ich jedem sehr empfehlen kann, besonders denjenigen, die noch nie über Money-Mangement (Vermögenskontrolle, Risikokontrolle, Diversifikation) nachgedacht haben:

    „Mentale Börsenkompetenz“ von Franz-Josef Buskamp

    Gibt es manchmal auch gebraucht, ich habe dafür gerade mal 1,29 EUR bezahlt (re-buy).

    Viel Erfolg und gute Einstiegskurse!

  28. Fit und Gesund

    hallo Claus,

    danke für den Buchtip, schon bestellt für 1.18Euro bei medimops + Versandkosten, kann man immer gut gebrauchen sowas.

    Shell werde ich diesen Monat aufstocken, Cisco ist zeitlich leider noch nicht dran, aber bald und so schnell wird das nicht in die Höhe schnellen. BHP hab ich nur eine kleine Position die ich behalten werde. Mit cash macht man nix falsch, nur mein cash wird in Gold umgewandelt :), sobald ich mal einen freien Tag habe.

    liebe Grüsse

  29. Claus

    Hallo Fit und Gesund,

    Gut zugeschnappt, beim Buch. Unglaublich, wie günstig man hier teilweise kaufen kann. Und bisher waren die Bücher bei mir immer in sehr gutem Zustand.

    Ich glaube auch nicht, dass es zu schnellen überraschenden Kursanstiegen kommen wird. Falls doch, schadet es uns aber nichts und für die andere Richtung sind wir ja gut vorbereitet. Mehr kann man nicht tun. Wichtig ist, dass man überhaupt einen sinnvollen Plan hat.

    BHP finde ich auch interesant, hatte hiermit bisher aber keinen Erfolg. Eine der sehr wenigen Positionen mit Verlust. Ist halt sehr zyklisch. Ähnlich erging es mir mal mit K & S, die ich dann mit einem Mini-Gewinn verkauft habe. Offensichtlich habe ich zu diesen Werten keinen richtigen „Draht“. Vielleicht sollte ich das akzeptieren und diese Werte zukünftig meiden.

    Wünsche Dir „goldige“ Zeiten

  30. JosefJosef

    Es gibt immer Börsenprofis die einen Crash, oder solche die steigende Kurse voraussagen.
    Es gibt auch immer einzelne die mal Recht haben, aber kaum einer der 2 mal hintereinander Recht hat.
    Falls einer 3 mal hintereinander Recht hat wird er zur Legende.
    Wie ein Würfelspiel mit 100 000 Leute, da ist die wahrscheinlichkeit gross dass jemand 3 mal 6 hintereinander hat.
    Ich versuche vorbereitet zu sein und kaufe nur wenn was für mich persönlich günstig erscheint.
    Im moment sehe ich für mich nichts was ich gerne kaufen möchte.
    Falls mein Cash bestand zu hoch wird werde ich trotzdem was kaufen um den Cash abzubauen (z.B. Dividendenaristokraten) , das würde aber noch 2 Jahre dauern, dieses Jahr habe ich noch nichts gekauft 🙂
    Selbst einen Blog schreiben werde ich aber nicht, da ich nicht der gute Schreiberling bin.
    Ich wünsche euch allen Goldige Zeiten.

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Wilhelm

    Genau. Früh anfangen mit dem Sparen. Etwas nachdenken. Bodenständig sein. Und schon ist man der Masse um Längen voraus. Es ist ja gar nicht mal ein extremer Verzicht nötig. Selbst mit kleinen Schritten kann man auf Sicht von Dekaden enorm viel erreichen. Das wird gerne ausgeblendet.

     

     

    @ Obama

    Genau. An der Börse und im Leben lohnt es sich optimistisch zu sein.

    LG an alle Leser

  32. Andrea

    Claus, das Buch steht schon seit einer Weile bei mir im Nachtischschrank und wartet darauf, gelesen zu werden. Ich schätze, über den Sommer werde ich endlich dazu kommen!

    Ich wollte als nächstes General Electric kaufen, hoffe, sie bleiben noch eine Weile unten. Was meint ihr dazu?

  33. Ralf

    Hier ist ein interessanter Artikel zum Thema Altersarmut:

    http://www.focus.de/finanzen/experten/altersvorsoge-altersarmut-beginnt-schon-weit-vor-der-rente_id_7336756.html

    Noch interessanter finde ich aber die Kommentare zu dem Artikel, ich möchte exemplarisch einmal einen Kommentar eines Lesers davon zitieren:

    „Es ist unbegreiflich…… warum immer wieder Altersarmut und Niedrigrenten ins Gespräch kommen. Es liegt offenbar nicht am Geld sondern am Willen. Warum ist es möglich für Millionen von Flüchtlingen etc. ohne Probleme wohl auf Dauer Milliarden Euro bereitzustellen, wobei der Familiennachzug erst beginnt und auf der anderen Seite für Einheimische den sozialen Abstieg nicht stoppen zu können ?“

    Diese Frage finde ich sehr berechtigt. Wer hat die Antwort? Es geht ja nicht darum, Flüchtlingen was weg zu nehmen. Wer auf der Flucht ist, dem soll geholfen werden. Aber irgendwas ist da in gewaltige Schieflage geraten, wenn man sich die Rentenhöhen nach 40-45 Jahren Arbeit anschaut. Ich kann diesen Missmut jedenfalls nachvollziehen. Auch andere Kommentare sprechen für sich und geben ein gutes Stimmungsbild wieder.

    Hier ein weiterer Artikel der aufzeigt, wie es oft läuft. Schlechte Renten bzw. steigende Abhängigkeit von Sozialleistungen sind da vorprogrammiert. Das sind volkswirtschaftlich problematische Entwicklungen. Die Zeche zahlen im Prinzip alle Steuerzahler durch steigende Abgaben und mickrige Renten. Eigene Vorsorge? Ja. Aber ein kritische Blick auf die Sozialsysteme ist notwendiger denn je. Ich halte Zugriffe des Staates auf eigene Ersparnisse in Zukunft für realistisch. Die Abschaffung vom Bargeld läuft ja bereits. Beim Gold wurden nun die Grenze für anonyme Käufe bereits um 5.000 € gesenkt. Da kommt noch mehr. Und die Anleger und Sparer werden die Dummen sein. Nur so ein Bauchgefühl…

    http://www.focus.de/finanzen/videos/familienbild-schwarzarbeit-geburtenrate-warum-48-prozent-der-tuerken-in-deutschland-nicht-arbeiten_id_7338076.html

  34. Mark85Mark85

    An Andrea: Dass man sich nicht mehr wie in früheren Zeiten (den früheren Rentnern sei es gegönnt) komplett auf die gesetzliche Rente verlassen sollte? 😉

  35. Andrea

    Mark, du heißt dich nicht Ralf, ich frage, da hier noch erwähnt wird, dass ein Zugriff des Staates auf Erspartes erwartet wird …

  36. -M

    @Andrea

    habe mir GE nicht im Detail angeschaut und kenne auch deine restlichen Anlagen nicht.

    Vergleich GE doch mal mit Siemens, welches ich sehr gut aufgestellt finde. Das Portfolio passt, die Dividende ist stark, und das Unternehmen hat immer im Wandel der Zeit gezeigt das es mithalten kann in der Weltspitze. Also falls was aus D in frage kommt 🙂

    Zumindest kannst da schauen, welcher der Konzerne Sich mehr anmacht.

    -M

  37. Andrea

    Danke, M.

    Siemens ist ja schon sehr gut gelaufen in der letzten Zeit, ob sie wohl noch weitersteigen? General Electric ist im Bereich 3D-Drucker sehr gut aufgestellt, habe ich gelesen.

  38. -M

    Wenn GE nicht gut gelaufen ist, würde ich recherchieren woran es lag. Vielleicht gibt es einen Grund.

    Siemens ist gut gelaufen, da dort vieles richtig gemacht wird/wurde…kaufen muss man ja nicht unbedingt, wenn einem der Preis nicht zusagt. Aber ich würde auch eine Aktie nicht kaufen nur weil sie gefallen ist.

    Aus welchen Werten besteht denn dein Depot?

  39. Andrea

    Die Branche würde schon passen, meine ich:

    Depot: Air Liquide, Apple, Bank of Nova Scotia, BASF, Berkshire Hathaway B, BYD, Danaher, Deutsche Bank, Esprit, Exxon, General Mills, Gilead, Novartis, Novo Nordisk, Prudential, Royal Dutch Shell, Tencent

  40. Ralf

    @Andrea: Welche Schlüsse oder besser Maßnahmen ziehe ich?Ein paar Punkte habe ich schon:

    1. Ich persönlich stocke meinen Edelmetallanteil anonym auf. Es stellt kein Renditebringer dar, mehr eine Art Rückfallebene. Gold hat über die Jahrtausende immer einen gewissen Wert gehabt und es stellt eine elegante Möglichkeit dar, Vermögen vor staatlichem Zugriff zu schützen. Sofern man es vernünftig und sicher anonym aufbewahren kann. Verkaufen kann man auch im Ausland.

    2. Außerdem versuche ich meinen Wert pro Arbeitstunde zu verbessern. Dazu laufen derzeit zwei eigene Projekte (Nebenberuflich). Um mehr Euros pro eingesetzter Arbeitsstunde zu generieren. Mit dem Ziel, in Summe nicht wesentlich mehr zu arbeiten als jetzt. Eine größere Herausforderung.

    3. Ich habe mich aufgrund aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen und hoher Immobilienpreise nun gegen Wohneigentum entschieden. Das verschafft mehr Flexibilität in Krisenzeiten. Wohneigentum schafft Reize für staatlichen Zugriff durch zusätzliche Besteuerung. Im Pflegefalloder Hartz4-Fall ist man mit einer eigengenutzten Immobilie schnell der Dumme.

    4. Ich versuche bereits für meine Kinder derzeit einige Strategien zu entwickeln, um ihnen den Einstieg in die Arbeitswelt zu erleichtern. Das wird für die nächste Generation kein Spaziergang werden. Schulen bereiten nicht gut auf die Digitalisierung vor.

    5. Ich reiße mir beruflich nicht mehr den Hintern auf. Es lohnt sich meist nicht. Nur im Rahmen einer Selbstständigkeit.

    6. Ich habe zur geografischen Risiko-Verteilung auch ein legales Konto in der Schweiz. Ob es was bringt, keine Ahnung. Mir verschafft es mehr innere Ruhe und günstig ist es auch noch.

    Danaher ist übrigens auch eine interessante Aktie…

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Andrea,

    GE hat ja ein Problem mit den Rückstellungen für ihre Betriebsrenten. Da gähnt wohl derzeit ein 31 Mrd Loch in der Bilanz, und wird eher noch größer („And the longer its pension remains underfunded, the costlier it becomes.“);
    The $31 Billion Hole in GE’s Balance Sheet That Keeps Growing.

    Keine Ahnung, ob das schon reicht, oder es noch andere Gründe gibt (einfach nur ein Schnarchladen, wie eben bei so alten Buden schnell mal die Innovationsfreude abhanden kommt?), aber es gibt immer einen Grund, wenn ein Wert nicht läuft. Der Markt lügt nicht. Hier liegt einerseits der Reiz für den Spekulanten auf eine Erholung zu setzen, ist aber nur dem risikofreudigen Investor zu empfehlen. Die haben ja jetzt einen neuen Mann bekommen.

    Mal sehen ob der was wuppt, oder ob sie nur vom Regen in die Traufe kommen.

    GE ist zwar nicht Carillion, aber da wurde auch schon rechtzeitig vor dem Defizit gewarnt. Heute Gewinnwarnung, CEO weg, Dividende weg, Kurs massakriert mit -40%.

    MS

  42. Mattoc

    Hallo Ralf,

    deine Maßnahmen sind ein Mischding aus

    – „normalem (Anleger)verhalten“, z.B. Besitz von Edelmetallen, Kindern helfen, nebenberuflichen Aktivitäten

    – „Unkenntnis“, gerade bei Hartz 4 ist selbstgenutztes Wohneigentum in Abgrenzung zu vermietetem Wohneigentum in angemessenem Umfang geschützt

    und

    – „fehlender Motivation“ sich beruflich zu engagieren

    Somit erkenne ich hier keine außergewöhnlichen  Aktivitäten, die dein Leben unter Bezugnahme auf deine Staats- und Flüchtlingsparanoia verbessern werden.

    Und was ist denn ein Einheimischer im Zuge der Globalisierung? Ein Deutscher? Ein Steuerzahler? Jemand der arbeitet? Ein Europäer? Ein Mensch?

    Worauf willst du hinaus? Hast du einen monatlichen global ausgerichteten ETF-Sparplan? Oder bist du konsequent und nur in Deutschland investiert? Oder nimmst du die Vorteile der Globalisierung gerne mit und möchtest mit den Nachteilen nichts zu tun haben?

     

     

  43. Max

    @Andrea: Neben GE und Siemens könntest du dir vielleicht auch mal den Dividenden-Aristokraten Emerson ansehen.

  44. Andrea

    Danke euch erst einmal! Ich werde voraussichtlich im August wieder Aktien kaufen.

    Ralf, einen Vermögensanteil in Gold zu haben, ist sicherlich nicht schlecht.

  45. Sparta

    Tja das mit dem Gold…

    als Absicherung von 5-10 % im Depot finde ich es noch vertretbar.

    Ansonsten wenn es zu große Depotanteile einnimmt, würde ich mich dann nicht wundern/beschweren, wenn der gelbe Klumpen keinen Mehrwert/Rendite im Depot liefert.

    Aber dann kann man ja über die räuberische Politik motzen und man war ja nie selbst dafür zuständig, was man sich ins Depot gelegt hat…

    Sollte das Wirtschaftssystem wie wir es kennen, kollabieren wäre mir Ernährung, Hygiene, persönliche Fähigkeiten, sauberes Trinkwasser 1000 x wichtiger als die gelben Münzen / Steinklumpen zum ankucken, darin schwimmen oder zu polieren. 😉

    Aber jedem sein Bier…

  46. Renditejäger

    @ andrea

     

    astrein, tencent hab ich auch schon nen paar jahre! habe ich auch nicht vor zu verkaufen.. ein gigant

  47. chaostrader

    Sollte das Wirtschaftssystem wie wir es kennen, kollabieren wäre mir Ernährung, Hygiene, persönliche Fähigkeiten, sauberes Trinkwasser 1000 x wichtiger als die gelben Münzen / Steinklumpen zum ankucken, darin schwimmen oder zu polieren. ?

    Was es mit langfristigen Diversifikationseigenschaften auf sich hat versteht halt nicht jeder.

    Macht aber nix. Kannst dir dann nach dem Kollaps alles was du brauchst ( Ernährung, Hygiene, persönliche Fähigkeiten, sauberes Trinkwasser) von den weiterhin mächtig sprudelnden Dividenden leisten.

  48. Sparta

    @Chaos

    Solange Du die Zukunft kennst und weißt, was hierfür die optimale Diversifikation sein wird, ist ja alles in Butter für Dich!

    Hätte das mit dem Bier/bzw. geistigen Flexibilität nicht schreiben sollen. 😉

    Daran stoßen sich all diejenigen, die die allein selig machende Zukunft/Wahrheit schon jetzt in der Gegenwart kennen bzw. proklamieren.

  49. -M

    Ich sage schon immer, wenn man sich absichern will dann hilft Gold auch nicht. Weil wenn essen richtig knapp ist dann kostet halt auch das Ei oder die Kartoffel ne Unze Gold …

    …wenn man da Angst hat, dann sollte man vlt Ackerland erwerben und Gemüse anbauen…kann man dann ja gegen Gold tauschen, wenn alles im Eimer ist…

    Meine 2 Cents zu Gold

    -M

  50. chaostrader

    Solange Du die Zukunft kennst und weißt, was hierfür die optimale Diversifikation sein wird, ist ja alles in Butter für Dich!

    Ich weiss, dass ich nichts weiss. Deswegen diversifiziere ich. Also ja, schwimmt alles in Milchfett. (Nur das Gold nicht, denn momentan hab ich keins. Könnte sich aber noch ändern.)

    Die zukünftig optimal laufende Anlageklasse kennt natürlich keiner. Aber richtig gut diversifizierte Anleger sind noch nie pleite gegangen, die haben selbst Weltwirtschaftskrisen und darauf folgende Weltkriege mit gut gefüllten Taschen überstanden.

    …wenn man da Angst hat, dann sollte man vlt Ackerland erwerben und Gemüse anbauen…kann man dann ja gegen Gold tauschen, wenn alles im Eimer ist…

    Jo, kamma tun. Oder man tauscht ne Unze Gold oder einen Sack Karoffeln gegen ’ne Wumme und geht damit bei denen einkaufen, die noch Kartoffeln oder Gold im Keller haben…
    (Kreatives Rebalancing! The possibilities are endless!!)

    Ich sage schon immer, wenn man sich absichern will dann hilft Gold auch nicht. Weil wenn essen richtig knapp ist dann kostet halt auch das Ei oder die Kartoffel ne Unze Gold …

    Mensch, so hab ich das ja noch NIE gesehen! Danke für den Rat!

  51. Skywalker

    Solide Werte, Dividendentiel, teilweise Aristokraten, befinden sich jetzt deutlich im Minus. Zum Teil wegen des Dollar-Kurses, zum Teil wegen Unternehmensschwächen. Wer kauft aktuell nach? Beispiele Wären:

     

    AT&T

    Kellog

    General Mills

    Kraft Heinz

    Starbucks

    P&G

    Verizon

    Altria

    Target

    CVS

  52. Value

    @Skywalker, ich kaufe zur Zeit allerdings nicht weil etwas ausgesprochen billig ist oder weil die Kurse ggf nachgeben, sondern weil ich versuche jeden Monat was zu kaufen.

    Für diesen Monat habe ich mir General Mills vorgenommen, Kaufauftrag ist schon platziert. Was nächsten Monat auf meinem Einkaufszettel stehen wird ist noch offen, der eine oder andere Wert deiner Aufzählung steht auf meiner Watchlist.

     

  53. Max

    @Value: Glaubst du, der Trend bei General Mills ist schon gebrochen? In meinen Augen geht das noch auf längere Zeit bergab. Bei mir steht die Aktie auch auf der Einkaufsliste.

  54. K.

    Leben im Zug – Wohnung ICE (via ZDF)

    https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/leben-im-zug-100.html

    Ein kurzes aber für manche hier sicher interessantes Video.
    Keine Möbel usw…. U.a. Eine Folge von hohen Mietpreisen und ursprünlich war es als Übergang zwischen Job/Wohnortswechseln gedacht.

    Ein interessanter Ansatz, der aber auf Dauer nichts für mich wäre. Plus das Problem mit der Postzustellung oder ggf. nötigen Meldeadressen, das hier leider nicht thematisiert wird.

    Ohne Anschrift dürfte selbst ein Postfach oder postlagernd schwierig werden vermute ich. Aber man kann ja Freunde dafür einspannen.
    Besuch einladen wird auch etwas problematischer.

    Viele Grüße,

    K.

  55. Skywalker

    Heute habe ich General Mills aufgestockt. Ich glaube, dass das Unternehmen sich anpassen wird und in Zukunft wieder wachsen wird. Mal sehen…

  56. Mark85Mark85

    An alle Freunde der Wirtschaftsbücher: Ich habe endlich eine Seite gefunden, auf der man alle 50 Plätze (auf den üblichen Seiten werden nur 20 angezeigt) der monatlichen Spiegel-Bestsellerliste der Wirtschaftsbücher einsehen kann: https://libri-bib.esono.de/Suche/?topic=SWM07&sessionId=eqbgbYFLyDorTQrVQvJjoVVOsBFYbiMzMaaoIKmbzenyKTFEfe-29427&kndnr=kundenservice&page=1

    Mein nächstes Buch wird ,,Herrschaft der Dinge: Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute“ werden. 1100 Seiten sind mal eine Ansage. 😀

  57. Value

    @Max, ich sehe das wie Skywalker . . . . . . . . General Mills ist ja nicht ganz so neu am Markt, ich denke die wissen wie sie mit den aktuellen Problemen umzugehen haben. 30% unter ATH ist denke ich auch kein so schlechter Einstiegszeitpunkt, sollte es im Laufe des Jahres um weitere 20 oder mehr Prozent nach unten gehen und sich die Rahmenbedingungen nicht verändert haben so würde ich nochmal nachlegen.

    Man wird sicher auch in Zukunft keine Wunderdinge von General Mills erwarten können, ein stabiles Geschäftsmodell, starke Marken, vernünftige Dividende lassen mich die Zeit bis das Unternehmen wieder steigende Kurse aufweist sehr entspannt angehen.

    PS, ob der Abwärtstrend von General Mills schon gebrochen oder gestoppt ist kann ich nicht sagen (ganz ehrlich wenn ich es wüsste würde ich es natürlich auch nicht sagen:-)) spielt mir aber auch echt nicht dir große Rolle, wäre übrigens auch eine sehr große Ausnahme, denn regelmäßig nach meinen Käufen geht’s dann doch noch etwas abwärts, wäre auch zu schön immer den Tiefstpunkt zu treffen.

     

  58. JosefJosef

    @Skywalker
    Irgendwann wird jemand mit seiner Prognose Recht haben.
    Für mich ist klar, ich mache weiter und Versuche günstig zu kaufen.

    Wünsche allen erfolgreiches investieren.

  59. Ralf

    Darum ist ein gewisser Cashanteil kein Fehler um dann günstig aufstocken zu können. Mir hilft das Wissen psychisch, eine Reserve zu haben für schlechte Börsenzeiten. Trotzdem lasse ich natürlich ETF-Sparpläne stur weiterlaufen wie hier auch oft empfohlen wird. Denn das große Problem bei den Crashs ist es ja bekanntlich, den idealen Einstieg zu finden.

    Und wer Sorgen hat was das Börsengeschehen allgemein angeht, kann durch Risikomanagement wie z.B. dem Einsatz von Reverse-Bonuszertifikaten von unklaren Marktentwicklungen auch gut profitieren. Meine Erfahrungen sind bisher durchweg positiv damit. Auch wenn es ein theoretisches Emittentenrisiko gibt.

    Und Gold bis zu 10 Prozent Anteil finde ich ok.

  60. Skywalker

    Ein Cash Anteil ist echt wichtig. Gerade ist mir eine gute Eigentumswohnung als Kapitalanlage über den Weg gelaufen, hier braucht man mindestens 20% Eigenkapital. Das werde ich jetzt dem Depot entnehmen müssen, weil ich zu wild gekauft habe. Ich müsste jetzt Werte nach der Rasenmähermethode verkaufen. D.h. ein paar Aktien von Alphabet, ein paar J&J, ein paar P&G und auch ein paar AT&T.

    Das ist im Moment auch der einzig akzeptale Grund für mich (neben einem Notfall) Aktien zu verkaufen: Ein anderes Investement erscheint profitabler!

    MAl sehen ob der Kauf zustande kommt.

  61. Claus

    @ Ralf

    „Und wer Sorgen hat was das Börsengeschehen allgemein angeht, kann durch Risikomanagement wie z.B. dem Einsatz von Reverse-Bonuszertifikaten von unklaren Marktentwicklungen auch gut profitieren“

    Sehe ich nicht so. Wer sich Sorgen wegen seiner Aktienpositionen macht, ist überinvestiert (=GIER!) und hat seinen Depotaufbau nicht geplant. Da er offensichtlich zur Fraktion der „Zittrigen“ gehört, sollte er so viel verkaufen, bis er sich wohl fühlt. Vielleicht sollte er auch einmal darüber nachdenken, ob die Börse überhaupt der richtige Platz für ihn ist. Wer sich an der Börse Sorgen macht, ist viel zu emotional dabei. Höchstwahrscheinlich wird er mit der Masse bei hohen Kursen kaufen (er fühlt sich wohl…) und mit der Masse bei tiefen Kursen aussteigen (er hat Angst, ist panisch…).

    Reverse-Zertifikate oder Optionen zur Absicherung machen da wenig Sinn. Das kostet nur Geld und bringt weiteren Stress. Verluste sind vorprogrammiert…

    Und über das Risiko-Management (=Money-Management: Vermögenskontrolle, Risikokontrolle, Diversifikation) sollte jeder VOR dem Kauf von Aktien nachdenken und Entsprechendes festlegen. NACH dem Kauf, speziell, wenn bereits Verluste aufgelaufen sind, ist es zu spät.

    Bei vielen besteht das „Risiko-Management“ übrigens nur aus dem (mehrfachen) Nachkaufen bereits sehr tief gefallener Positionen… bis das Geld ausgeht…

    Muss aber, wie immer, jeder für sich alleine entscheiden.

    LG + viel Erfolg

  62. Renditejäger

    Ich machs wie tim, immer annähernd voll investiert.. dauert noch über 30 jahre bis zur regulären rente.. wobei ich  spätestens  mit 60 gehen werde !

  63. Stefan C.

    @ Claus

    Kurze Frage:
    Wie werden Deine Dividendenzahlungen aus Irland (Medtronic) steuerlich behandelt? Wird Quellensteuer bei Dir einbehalten oder verrechnet?

    Für eine Info besten Dank im Voraus!

    Viele Grüße
    Stefan

  64. Skywalker

    Das ist das gute an Immobilien. Wenn man ein wenig Verständnis für den Markt hat und sich vor Ort auskennt läuft das Ding einfach die nächsten Jahre und Jahrzehnte, zumindest in der Regel. Die Börse ist nicht jedermanns Sache, und gerade wenn man finanziell nicht so gut da steht  kann ich verstehen, dass man Angst vor Verlusten hat. Das ist nichts Verwerfliches und nur all zu menschlich.

    Wir Menschen handeln oft emotional, so sind wir, das in den Griff zu bekommen ist das Schwierigste. Das muss man jahrelang lernen!

  65. Fit und Gesund

    @Claus,

    bin schon gespannt auf das Buch, müsste bald kommen, ich schlafe ruhig mit meinen Anlagen, von strukturierten Produkten halte ich gar nix, die Bank gewinnt immer, wollte man mir auch schon andrehen, aber daraus wird nix, der Banker will mit dem Verkauf dieser Produkte nur seinen Bonus erhöhen 🙂 längst durchschaut das Spiel.

    Meine Risiko-Management Regeln muss ich noch verfeinern, gelernt habe ich bis jetzt dass ich nicht gleich grosse Summen auf’s Mal in einen Wert investiere, und nachgekauft bei Verlusten wird frühestens ein halbes Jahr nach Erstkauf und nur wenn ich weiter überzeugt bin davon, bei Novo Nordisk hat das gut geklappt, nachkaufen muss sich wegen der hohen Orderkosten auch rentieren, wenn eine Aktie nur 8-10% im Minus ist kann man das auch mal aussitzen,

    Geduld ist halt gefragt und nicht dauernd ins Depot schauen, Cash-Reserve lässt mich auch ruhiger schlafen, und ich lege nicht Alles in Aktien an,

    mal schauen was das Buch dann hergibt 🙂 im August hab ich Ferien, da hab ich dann gut Zeit mich mal damit ausführlich zu beschäftigen.

    Meine nächste Rate wandert auf jeden Fall in Royal Dutch Shell und Reckitt Benckiser wäre auch nett, die sollten noch ein wenig fallen.

    schönes Wochenende und liebe Grüsse

  66. Fit und Gesund

    @Skywalker,

    eine vermietete Immobilie ist was Feines, aber Aktien machen weniger Arbeit, so hab ich aus der Zeitung erfahren dass Alno Insolvenz angemeldet hat und nun muss ich nach erst knapp über einem Jahr vermutlich bald einen neuen Mieter suchen da es nur seine Zweitwohnung ist. Auch im Bereich Vermietung werde ich noch Einiges lernen müssen. Drücke Dir die Daumen dass das mit der Wohnung klappt. 🙂

  67. Ralf

    Immobilien finde ich ebenfalls sehr interessant. Allerdings sind diese bei uns in der Region mittlerweile einfach preislich meist unattraktiv. Günstig nur auf dem Land mit sehr schlechter Infrastruktur oder in regional bekannten Problemvierteln. Es wird mittlerweile auch technisch viel Schrott angeboten. Beispiel: Diese vielen Fassadendämmungen mit diesem Styropor-Zeugs werden sich in 20 Jahren teuer rächen. Die Entsorgung wird sehr kostspielig werden für die Eigentümer. Denkt heute noch keiner daran.

    Hintergrund zu den Immobilienpreisen: Wenn ich mal die recht einfache Maklerformel als ganz grobe Richtschnur zugrunde lege (Kaufpreis mit Nebenkosten geteilt durch die erzielbare Jahresmieteinnahmen) komme ich bei uns auf Faktoren teilweise von über 26 für eher unattraktiven Lagen kleiner Städte. Bei oft sehr alten und nicht renovierten Immobilien. Mir ist das zu teuer.

    Früher waren Faktoren von 12-15 ok in solchen Lagen. Außerdem haben Mieter immer mehr Rechte, das kann zu großen Problemen führen wie ich von einigen Verwandten und Bekannten weiß. Aber wenn es passt, ist das ok. Wobei sich vermutlich Mehrfamilienhäuser besser rechnen als z.B. eine kleine Eigentumswohnung.

  68. Claus

    @ Stefan C.

    Bei den Div.-Zahlungen von Medtronic komme ich mir seit der Verlegung des Firmensitzes nach Irland wie „ausgeraubt“ vor…

    Vom Brutto-Betrag wird abgezogen:

    20% QST in USD (Irland)
    + 25% QST + 5,5% Soli hierauf in EUR (D)

    Ergebnis: Fast die Hälfte der Div. ist weg!

    Letzte Zahlung:
    301,- USD (=281,47 EUR) brutto, erhalten habe ich 150,93 EUR.

    Auf den Abrechnungen steht auch nichts davon, dass in D etwas erstattungsfähig/anrechenbar ist. Ob man sich in IRL etwas erstatten lassen kann, darüber habe ich mich noch nicht schlau gemacht.

    @ fit und gesund

    Du machst das schon gut. Shell habe ich auf 15% aufgestockt, dabei bleibt es auch, Reduzierung bei höheren Kursen nicht ganz ausgeschlossen.

    Ich versuche alles so einfach wie nur möglich zu halten. Die einfachsten Dinge sind oft die Besten.

    Momentan beschäftige ich mich mit Optionen, speziell der Verkauf von Optionen erscheint mir nicht uninteressant zu sein, da die Chancen für den Verkäufer wohl deutlich überwiegen. Hier muss ich mich aber noch viel mehr einarbeiten. Mal sehen, ob sich hiermit dann weiteres Einkommen erzielen läßt.

    LG und ein schönes Wochenende

     

  69. Ralf

    @Claus: Mit Optionen lässt sich Geld verdienen. Ich habe das auch schon mehrfach erfolgreich getestet. Beschäftige dich vor eigenen Optionsgeschäften aber unbedingt genauer mit der Materie. Dazu gibt es diverse Bücher und z.B. auf Youtube gute Videos.

    Für kurzfristige Geschäfte bevorzuge ich aber (trotz eines theoretischen Emittentenrisikos) mittlerweile Zertifikate. Mit großem Erfolg. Es muss jeder sein Weg finden.

    Bzgl. der Dividenden habe ich ähnliche Erfahrungen mit schweizer Papieren gemacht. Es ist nicht schön anzusehen, was hier abgezogen wird an irgendwelchen Steuern.

  70. Claus

    @ Ralf

    Dividenden Schweiz:

    Hier ist es sehr einfach, die 20% in der CH zuviel bezahlten Steuern erstatten zu lassen. Ich mache das alle 3 Jahre, da die CH es für max. 3 Jahre rückwirkend erlaubt. Spart etwas Aufwand, aber das zuviel einbehaltene Geld fehlt natürlich solange zur Wiederanlage. Damit kann ich aber gut leben.

    Optionen:
    Finde ich interessant. Bevor ich hier selbst aktiv werde (falls überhaupt), muss ich mich aber erst mal gründlich einarbeiten, um die Materie genau zu verstehen. Habe mir bisher einen ersten Überblick verschafft. Jens Rabe bringt das Thema sehr gut rüber, sowohl in seinem Buch, als auch in seinen Videos. Werde aber auch noch andere Quellen bemühen.

  71. Stefan C.

    @ Claus

    Danke für die Info!

    Das habe ich schon vermutet.

    Bin am Qualitätsunternehmen EATON interessiert, werde aufgrund der Steuerproblematik aber Abstand nehmen.

    Auf weiterhin gute Investments!

    Beste Grüße

    Stefan

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *