Die meisten Jungbörsianer verlieren Geld


New York, 9. Dezember 2016
Warren Buffett: Kaufe

Warren Buffett: Kaufe großartige Unternehmen und lasse sie 10, 20, 30, 40 Jahre liegen.

Die Mehrheit der Anleger schneidet miserabel an der Börse ab. Obwohl der Dow-Jones-Index im langen Schnitt um knapp zehn Prozent zulegt, verdienen Anleger nur Krümel. Das zeigen Studien (PDF). Ganz schlimm erwischt es unerfahrene Trader, die glauben, schnell reich werden zu können. Erfahrungsgemäß fallen 80 Prozent der Trader auf die Nase. Es ist ein Trauerspiel.

Selbst Vollblutprofis (Hedgefonds, Investmentfonds, Vermögensverwalter…) schaffen es in den meisten Fällen nicht, den Index zu übertreffen.

Um es kurz zu machen: Die Börse ist brutal. Die Chance ist hoch, dass Sie schlechter als der Index abschneiden oder sogar Geld verlieren. Und das, obwohl die Börse im langen Schnitt extrem steigt. Das vorige Jahrhundert startete der Dow-Jones-Index bei 66 Punkten. Heute steht er bei knapp 20.000. Das zeigt Ihnen: Es ist eigentlich der perfekte Ort, um Geld zu scheffeln. Die Börse ist wie eine Goldgrube, in die jeder hinein darf. Warum aber schneiden Anleger so schlecht ab? Es liegt an Selbstüberschätzung. An Angst, Euphorie, Gebühren, Aktivitätswahn, Unkenntnis.

Ein typischer Fehler ist: Anleger kaufen, wenn die Kurse steigen. Sie kaufen, was heiß begehrt ist. Sie verkaufen, wenn die Kurse fallen. Die Menschen verhalten sich wie die Herde. Sie können mit der Volatilität nicht umgehen. Ihre Gefühle drehen durch.

Ich bekomme als Emails, da falle ich fast vom Stuhl. Irgendwelche obskuren Pennystocks kaufen die Leute. Sie hoffen auf ein Wunder. Sie werden aber enttäuscht: Sie richten ein Blutbad an. Sie vernichten ihre Ersparnisse.  (Ich machte auch bescheuerte Fehler. Mit dem Alter reifte ich – zum Glück.)

Warren Buffett rät gebetsmühlenartig: Du kannst nicht aus Aktien rein- und raustanzen. Das geht schief. Wir lassen uns aber gerne vom Lärm in den Medien beeinflussen. Wir lassen uns von der Volatilität beeinflussen. Wir schauen auf die Kurse zu oft und entscheiden irrational. Buy and Hold ist eine überlegene Strategie. Der Zinseszins wirkt erst mit der Zeit.

Warren Buffett warnt vor dem Hin und Her mit Aktien. Er rät zur Geduld:

„Aktien auf Basis der aktuellen Nachrichten zu kaufen ist einfach nur verrückt. Du bist in einem wunderschönen Unternehmen. Du hast Leute, die das Unternehmen für Dich managen. Du weißt, Du wirst gut in fünf oder zehn Jahren abschneiden. Zu glauben, ein Nachrichtenevent soll dazu führen rein- und rauszutanzen, was ein wunderschönes Spiel sei, ist ein schrecklicher Fehler.“

Nicht nur Privatanleger machen solche Fehler, auch die Profis. Die Profis sind mehrheitlich Nieten. Sie versagen kläglich. Es ist kein Wunder: Es gibt mehr Fonds, als es Aktien gibt. Die Banken schaffen ständig neue Fonds, um sie an die Masse zu verkloppen. Ob sich die einzelnen Fonds tatsächlich lohnen, scheint der Branche egal zu sein. Hauptsache in der Summe rollt der Rubel – für die Anbieter. Schauen Sie sich nur die ruckartigen Fondsschließungen an, die die Institute als verkünden. Schwamm drüber, denken sich die Banker. Machen wir einfach neue Fonds auf.

Es gibt nur ganz wenige Menschen, die in der Lage sind, dauerhaft die Börse zu übertreffen. Mir fallen nur ein paar Namen ein: Warren Buffett, George Soros, Peter Lynch, John Templeton, David Swensen, Jim Simons… Es sind wenige. Das ist kein Zufall.

Deshalb sind Sie mit Indexfonds bzw. ETFs gut unterwegs. Der Vorteil: Das passive Investieren ist kostengünstig. Es bringt Ihnen die Marktrendite. Damit schneiden Sie besser als 80 Prozent Marktteilnehmer ab.

Eine andere Möglichkeit ist es: Qualitätsaktien zu kaufen und liegen zu lassen. Warten Sie 20, 30, 40 Jahre ab.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Die meisten Jungbörsianer verlieren Geld

  1. Rainer ZufallRainer Zufall

    Hallo Tim.

    Danke für einen weiteren guten Artikel. Mir gefällt sehr, dass Du zunehmend auf die Vorzüge von Etfs hinweist und nicht ausschließlich auf Einzelaktien. Ich denke, das Einzelaktien prima sind. Für die Mehrheit der Anleger sind Etfs aber besser geeignet.

     

  2. Guy Incognito

    Hi Tim,

    ich zähle mich auch zu den sog. Jungbörsianern, jedenfalls bin ich erst seit Ende Januar unterwegs. Ich muss gestehen, dass ich zuerst getradet habe, wobei mir das Market Timing wirklich sehr gut gelungen ist. Je Aktie habe ich eine Rendite von ca. 5-25 Prozent gemacht, und nachdem diese Aktien gefallen sind habe ich diese gleich wieder gekauft.

    Auf jeden Fall fand bei mir ein Umdenken statt und nun setze ich auf langfristige Investments, um Dividendenzahlungen wieder zu reinvestieren. Ich denke, dass das ein richtiger Weg ist, vor allem in Zeiten wo die Zentralbanken Geld drucken wie verrückt.

     

     

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Rainer Zufall

    Danke. Ja, stimmt. Für die Mehrheit sind ETFs ideal.

    Aber auch hier können die Menschen emotional werden…

     

    @ Guy Incognito

    Gratulation! Du hast entweder Glück gehabt oder eine Begabung. Ich muss fairerweise dazu sagen, dass ganz wenige Trader in der Lage sind systematisch Geld zu verdienen. Ich denke, es sind nicht mal 10% dazu fähig. Aber sie gibt es. Nur ist das sehr riskant. Und erst hinterher sind wir schlauer.

    Deine Buy-and-Hold-Strategie mit Dividendenaktien wird sich jedenfalls fürstlich auszahlen. Du musst nur alles aussitzen können. Warte mal 20, 30, 40 Jahre ab….

  4. pommes

    Hi Tim,

    toller Beitrag, ich bin auch der Meinnung, das einfaches Buy and Hold entspannter und lukrativer ist als das Traden, zumindest für die Mehrzahl der Anleger. Für mich persönlich habe ich festgestellt das eine Mischung aus ETF und Einzelaktien am besten funktioniert. Die Statistiken und Theorie sprechen ganz klar für marktbreite ETF’s. Darüber fährt man mit Sicherheit über einen langen Zeitraum die beste Rendite ein.

    Was mich zur teilweisen Abkehr von ETF bewegt hat, ist eher die Umsetzung dieser: Steuergesetzte, Swapper, Teilthesaurierung, dann wird an dem Produkt ETF rumgebastelt vom Hersteller z.B. Ishare. Das ist das was nervt. Ich halte nur physische ETF’s, so denn möglich aus Deutschland. Leider kommt man aber manchmal an ausländischen nicht vorbei, man schaut und analysiert welcher ETF sich denn in der Vergangenheit „benommen“ hat und betet das dies auch so bleibt. Tja und dann Pustekuchen, leider doch zwischenausgeschüttet oder teilthesauriert, das sind bei mir die Momente wo ich mir einfach sage: Argh ;-).  Wenn man schon Diversifikation nutzen möchte, dann sollte man auch ETF’s von verschiedenen Anbieter wählen. Schlussendlich sind ETF’s ein Finanzprodukt über welche eine Firma das Sagen hat. Die Firma kann entscheiden ob sie von synthetisch auf physisch Replizierung wechselt, den ETF in ein anderes Land verlegt oder ihn schließt. Das sind am Anfang kleine Probleme, bloss wenn man dann irgendwann in ETF’s mit hohen Beträgen investiert ist, kommen diese Fragen hoch. Man hat keine Garantie das ein ETF solange da ist, wie man ihn benötigt und da man Langfristanleger ist, würde ich es schon super finden wenn z.B. mein ishare Select Dividend 100 auch noch in 30 Jahren existiert und er nicht nach 15 Jahr aufgelöst wurde, mir auf den dann evtl. entstanden Gewinn Steuern abgezogen werden und ich nach den dann gültigen (und sicherlich nicht besseren) Anlageregeln unserer Bundesregierung wieder anzulegen. Das kann ja sein das die Grundlage/Index des ETF’s Produktes in den 30 Jahren super Gewinne gemacht hätte, aber wenn mein Investitionsfahrzeug, der ETF, in der Hälfte der Zeit „wegbrennt“, kann ich mir dafür auch nichts kaufen.

    Mit Einzelaktien hat man andere Sorgen / Probleme. Ich kann mittlerweile beide Parteien, Einzelaktien- sowie ETF Beführworter, sehr gut in Ihrer Pro Argumenten verstehen. Deshalb investiere ich in beides und mittlerweile mehr in Einzelaktien.

  5. Max

    Hallo Tim,
    wiedermal ein gelungener Artikel in dem ich mich wiederfinde. Ich habe auch versucht über kurzfristige ‚Ideen‘ Geld an der Börse zu machen. Das hat mehr schlecht als recht funktioniert. Zu dieser Zeit habe ich die Dividende immer belächelt. Jetzt wird seit längerer Zeit umgeschichtet hin zu Blue Chips mit guter Dividende. Das dies über lange Zeit funktionieren kann habe ich bereits an meinem Depot in dem nur Aktien vor der Einführung der Abgeltungssteuer liegen (Die werden nur im äußersten Notfall mal verkauft) quasi ungeplant festgestellt. Hier ist mir zwar RWE abgeschmiert, aber eine Daimler macht das bei weitem weg.

  6. Max Wesker

    @tim

    Ich habe den Index bedient und habe viel Kursgewinne nach ca. 6 Monate mitnehmen können! Aktien ETF sind stärker denn je!

    Gold dient nur als Währung für Arnachie und Apokalypse und Kryptowährung dient besser als Radikale Absicherung vor dem Enteignern!

    Kryptowährung schürfen (Cryptocurrency Mining) ist schwieriger als Aktien ETF, als ich es erprobt habe.

    Mario Draghi flutet die Währungssystem massenhaft mit Fiat Währung und kann mit Dividenden des Aktien ETF gegen Minuszinsen ausgeglichen werden!

    Mein größter Wunsch ist die Wertpapierbörse (Aktien und Aktien ETF), dass Kryptowährungen akzeptiert!

    Ich werde die Aktien ETF für 10 Jahre halten, dann wird es erst recht geil!

  7. Lad

    Die Aktien für das Jahr 2017: HeidelbergCement, Volkswagen ST und VZ, Aurubis, Leoni, Salzgitter, BP PLC, Royal Dutch Shell A und B, Ahold Delhaize, Archer Daniels Midland (ADM), The Allstate Corp. (ALL), US Gypsum (USG), Panasonic.
    Ich besitze davon nur RDS. Ich kaufe nämlich keine Aktie für ein Jahr. Ich will 21 verschiedene Aktien für immer halten, damit ich als Rentner ab 2019 viel besseres Einkommen aus Dividenden habe, als die Rente vom Staat.
    http://nr1a.com/aktien

  8. Rainer ZufallRainer Zufall

    @ Pommes,  ich weiß was Du meinst, mich stört auch, das Etf zum Teil zu komplex sind. Das ist schon ein echter Nachteil. Ich nehme deshalb idr auch etfs mit Domizil Deutschland und hoffe, dass diese einfach bleiben…

  9. Mr. B

    „Es gibt nur ganz wenige Menschen, die in der Lage sind, dauerhaft die Börse zu übertreffen. Mir fallen nur ein paar Namen ein: Warren Buffett, George Soros, Peter Lynch, John Templeton, David Swensen, Jim Simons… Es sind wenige. Das ist kein Zufall.“

    @Tim, wie schaut’s bei dir aus? Kennst du deine Perfomance?

    Meine Depotperfomance ist leider schlechter als der Markt. Denke ich zumindest, so genau rechne ich nicht nach. Dieses Jahr werde ich aber wohl mal besser performen als …  Wird bestimmt eine Serie …  ; )

  10. Björn

    Welches Buch würdet ihr eigentlich absoluten Aktienneuanfängern empfehlen? Die keinerlei Vorkenntnisse haben.

  11. pommes

    @Rainer, dann drücke ich dir die Daumen das deine ETF’s halten ;). Im Endeffekt wende ich in meinem Depot die gute alte Regel Klumpenrisiken sollte man vermeiden an, das gilt auch für ETF’s. Zumal ich wegen Mitarbeiteraktien dort eh schon einen ziemlichen Klumpen habe.

     

    @Björn:eines meiner ersten Bücher war „a random walk down wallstreet“, fands für Leute die langfristig anlegen wollen gut geeignet. Ist aber ein auch ein Buch was Indexfonds/ETF’s bevorzugt/bewirbt

  12. Markus

    @Pommes

    Also was für schlimme Änderungen von iShares bei den etf`s meinst Du denn im speziellen?

    Sie haben aufgrund vieler Kundennachfragen einige etf`s steuereinfach umgestellt und dass der Globalselect mit nem knapp 1.100 Mio € Volumen geschlossen wird… extremst unwahrscheinlich.

     

  13. Guy Incognito

    @Tim

    Danke, danke. Ich denke, dass ich einen guten Riecher für wahre Sonderangebote habe, was sich in meinem Konsumverhalten auch wiederspiegelt.

  14. pommes

    @Markus

    Ich merke bloss, dass sich ein ETF als Produkt bewegt.

    Beispiele aus 2016:

    DE0002635307, ich weiß nicht wieviele Korrekturbuchungen ich für diesen ETF dieses Jahr bekommen habe, es waren etliche, Kollegen berichteten ähnliches.

    Es werden willkürlich Dividendenauszahlungstermine geändert, sieht so aus als wenn der Anbieter alles auf das Quartalsende legt.

    Die Ausschüttungen wurden dieses Jahr teilweise nicht/sehr spät angekündigt (vermutlich wegen den Umstellungen).

    Veränderung der Clearingsstelle (gut sollte nicht so schlimm sein).

    Änderung der ISIN, siehe  IE00B652H904 (in dem Fall zurecht es ist ein irischer wurde mit DE Kennung ausgegeben).

    Im Endeffekt nichts „schlimmes“, es zeigt aber halt auf das man keinen Einfluss darauf hat was der Anbieter mit einem ETF macht, man sollte halt nicht erwarten, das ein ETF in 15 Jahren noch genauso aussieht wie jetzt, so denn er dann noch auf der im Rennen ist.

    Was ich aufzeigen möchte ist, dass ein ETF verändert werden kann, je nach Gusto des Anbieters . Je nach Veranlagung des Kundens weckt so etwas Vertrauen oder halt das Gegenteil ;). Ich mache mir recht viele Gedanken über die Auswahl und wenn ich halt keine Garantie habe, dass das Produkt für was ich mich entschieden habe morgen evtl. relevante Produkteigenschaften nicht mehr besitzt, dann bin ich davon potentiell nicht begeistert. Man sollte sich halt diesem Thema bewußt sein und es wird mich auch nicht davon abhalten weiter ETF’s zu kaufen, aber im Sinne der Diversifikation gehe ich halt auch in andere Anlageformen (Aktien direkt).

    Ich finde gerade leider den Link nicht, meine auf dem Blog vom der-Privatanleger hatte er mal einen Beitrag geschrieben, wo er auf einmal durch Veränderungen an dem ETF einen steuerhässlichen im Depot hatte und er war „not amused“.

    Viele Grüße

    Pommes

  15. Mattoc

    PIBE, ich finde dein Lebensmodell wirklich interessant. Wo buchst du deine langen Pauschalreisen? Ich habe irgendwo anders gelesen, dass du knapp 2 Monte All Inclusive mit Flug für 800 Euro gebucht hast.

    Wenn man das das ganze Jahr durchzieht, ist es ja günstiger als in Deutschland zu leben.

     

    Mattoc

  16. PIBE350

    An Mattoc: Meistens über Holidaycheck.de, ab und zu klassisch über ein Reisebüro. Bei diesem Preis handelt es sich um die Nebensaison.

    Die Sommer verbringe ich in Deutschland, aber wenn man ein ganzes Jahr durchziehen möchte, macht vielleicht die Anmietung einer kleinen Wohnung vor Ort mehr Sinn.

    Ich sage es mal so: In der Nebensaison sind viele Hotelbetreiber froh, wenn sie gerade so ihre laufenden Kosten decken können und nicht schließen müssen. Die Kohle verdienen sie mit den Gästen im Sommer, insbesondere während der Schulferienzeit. Angebot und Nachfrage halt.

    Auch bei der Auswahl der Reiseziele gehe ich gern antizyklisch vor: Die Meute meidet aktuell eher islamische Länder und treibt dafür die Preise in anderen Ländern nach oben? In Ordnung, her mit den Reiseschnäppchen für Marokko, Tunesien, Ägypten und die Türkei! 😉

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ pommes

    Ja, das stimmt schon. ETFs sind intransparent. Das ist ein Nachteil. Es gibt noch mehr Probleme: Bei einigen ist es so, dass sie mit Shortsellern Geld verdienen, weil sie ihnen gegen Gebühr ihre Aktien ausleihen. Man kann dann nur hoffen, dass die Fondsanteilseigner die Gebühr erhalten und nicht der Fondskonzern. Es gibt also einige Interessenskonflikte. Es stellt sich ferner die Frage, wie verhält sich der ETF auf Hauptversammlungen? Er kann ja über eine gewaltige Stimmenmacht verfügen…

    Trotz all dieser kritischen Punkte gibt es viele Vorteile, die überwiegen.

     

    @ Max

    Danke! Ein paar faule Äpfel wirst Du immer im Depot haben. Das ist völlig normal. Damit muss man sich abfinden. Ich mache trotzdem extremes Buy-and-Hold. Manchmal springen die Schrottaktien vom Totenbett auf.

    Schau Dir mal Consol Energy an. Der Kohlekonzern baute sich erfolgreich zum Erdgaskonzern um. Der Kurs hat sich vervierfacht:

    http://www.wsj.com/articles/coal-miner-wins-over-wall-street-by-turning-to-gas-fracking-1481115602

     

    @ Max Wesker

    Ich rate Dir: Halte Deine ETFs langfristig. Das zahlt sich aus. In Deinem Alter brauchst Du noch nicht aussteigen.

     

    @ Mr. B

    Meine Aktienperformance kenne ich nicht. (Ich habe viel Mist zwischenzeitlich gebaut.)

     

    @ Guy Incognito

    Die meisten kaufen an der Börse teuer ein. Sie haben Angst, etwas zu verpassen. Daher springen sie den Highflighern hinterher.

    Da hast Du wohl eine besondere Gabe, die nur wenige haben.

  18. Marcel

    Hallo Tim,

    ich lese jetzt schon seit einem Monat deinen Blog. Erstmal vielen Dank für die Artikel.

    Auf welchen Etf´s würdest du setzen?

    MSCI World

    oder

    S&P 500

     

    Herzlichen Gruß

    Marcel

  19. StefanGE

    Ich halte und kaufe nur noch Einzelaktien. Ich hatte eine ganze Zeit lang in ETFs investiert, aber erstens war mir das zu langweilig und zweitens wie oben bereits angemerkt zu undurchsichtig.

    Grundsätzlich halte ich nur etwas von Indexfonds, Spartenfonds auf gewisse Sektoren halte ich für grundsätzlich verkehrt. Es gibt mittlerweile ETFs auf jeden Bereich der Wirtschaft und das ist nicht im Sinne des Erfinders.

    Wenn also ETF, dann nicht auf Tech-, Rohstoff-, Gesundheitswerte etc., sondern auf den Dow, Dax usw..

    Verwaltete Fonds lehne ich komplett ab. Sicher, manche sind wirklich nicht schlecht, aber die Kosten sind jenseits von Gut und Böse und lohnen sich dadurch meistens nicht.

    Dazu kommt der Punkt, dass selbst die bekanntesten Strategen Fehler machen und sich am Ende als Luftnummer entpuppen können.

    Siehe z.B. mal die Performance von Dirk „ichweißallesbesser“ Müller: http://www.finanzen.net/fonds/Dirk_Mueller_Premium_Aktien_R

    Ich bin kein „Finanzguru“, der durch die Talkshows tingelt, aber -12,4% in den letzten 2 Jahren? Seriously?

    Ich habe auch einige Werte im Minus, z.B. Novo Nordisk, oder CVS, aber im Gesamtportfolio negativ bei der Entwicklung der Börsen in den letzen Jahren ist ein Zeichen von komplettem Unvermögen.

    Dafür dann noch Ausgabeaufschlag und Gebühren für Verwaltung? Da kann man sein Geld ja gleich in den Kamin werfen…

  20. Lad

    Björn : „Welches Buch würdet ihr eigentlich absoluten Aktienneuanfängern empfehlen, die keinerlei Vorkenntnisse haben?“

    Interessante und brauchbare Bücher über Aktien und Value Investing sind nur diese 6:
    Die Graham Methode – Benjamin Grahams Value Investing Schritt für Schritt, Janet Lowe, 2000

    Buffettology – Intelligent investieren an der Börse mit Warren Buffett, Mary Buffett & David Clark, 2002

    Der kleine Börsen Berater, Jason Kelly, 2002

    Die besten Anlage-Strategien der Welt, Volker Gelfarth, 2004

    The five Rules for successful Stock Investing – Morningstar’s Guide to building Wealth and winning in the Market, Pat Dorsey, 2004, englisch

    Aktien und Börse – das einzige Buch, das du brauchst, Ladis Konecny, 2016

  21. Stefan Ledabyl

    Guten Morgen,

    in diesem Zusammenhang könnte man auch einmal die durchschnittliche Haltedauer von Aktien erwähnen.

    Wurden Aktien im Jahr 1980 noch im Schnitt 10 Jahre gehalten, so sind es im Jahr 2015 nur noch 6-8 Monate gewesen. Natürlich ist das auch dem wachsenden Computerhandel geschuldet. 1980 muss es noch wesentlich umständlicher gewesen sein, Aktien zu kaufen. heute sind es ja für jeden von uns in der Regel nur 3-5 Mausklicks.

    Aber unsereins sollte wirklich die Finger vom Tageshandel lassen, wenn Handelssignale auftreten, haben die automatisierten Hedge Fonds und institutionellen Händler Ihren Gewinn schon längst eingefahren, bevor wir unsere 3-5 Mausklicks ausgeführt haben.

    Schönes Wochenende allen

  22. Christoph

    Guten Morgen,

    viele machen wirklich den Fehler mit dem teuer zu kaufen und bei fallenden Kursen panisch zu werden.

    Ich habe zb under armour neulich gekauft. Der kurs ist gesunken und ich glaube fest an das Unternehmen (die Zahlen sind toll nur nicht ganz so mega wie die analysten erwartet hatten) und der ceo meiner meinung auch.

    Ich muss Dir Tim leider bei den profis widersprechen. Ich denke es gibt speziell in den USa recht viele die wirklich gut sind. Oft sind es eher hier unbekanntere.

    Der vorteil der profis ist auch die informationsbeschaffung. Die http://www.najarianfamilyoffice.com/our-team/ zB schauen sehr nach den Optionen die auf die jeweiligen Aktien laufen.

    Wenn Sie zb sehen dass es da extreme bewegungen gibt zb anstatt 1.000 Optionen bei Aktiey XY auf anstieg auf 15,25 zu USD 0,2-0,4 es nun 30.000 Optionen auf 15,25 zu USD 0,7-0,9 sind dann kaufen die oft.. genau Optionen auch auf einen anstieg.

    Manchmal kaufen sie aber natürlich auch direkt die aktie und manchmal liegen auch die daneben, aber wenn sie mit optionen abgesichert sind ist das nicht ganz so ärgerlich.

     

    Neulich zb sagte Jon noch in der Halftime report sendung dass er im sportartikelbereich lululemon jetzt kauft. er war im größten Einkaufszentrum in den USA an den Feiertagen und es gab eine riesen Schlange nur um reinzukommen!

    Und die Sorgen bezüglich der MArge von Lulu teil er nicht denn es sind Yoga Hosen da ist die Marge sehr sehr groß. Er kaufte die noch in der Show und

    de Kurs von Lulu ging über 18% hoch.

    Klar man kann jetzt von Glück sprechen. Aber das glaub ich nicht. Denn einige Trader/Anleger, die Najarians, Jim Lebenthal, Sarat Sethi, Josh Brown machen das aufgrund Informationen und nicht ins blaue hinein. Genau so sollten trader oder auch investoren kaufen und verkaufen.

    Wegen ETFS vs Einzelaktien.

    Ich sehe da auch vor und nachteile in deutschland. Kommt bei einzelaktien ein split muss man zu 99% Kapsteuer zahlen weil der doofe WM Datenservice einfach nicht kapiert was ein Split ist. Das passiert einem bei einem ETF nicht.

    Andererseits wenn man mal eine DekadenAktie wie Amazon, Walmart usw noch am Anfang erwischt und diese sehr lange hält hat man auch den entsprechenden Gewinn am Ende.

    Das ist bei einem ETF nicht so. Da erhöht sich eventuell der ETF kurs leicht aber da diese Aktie ja nur soundsoviel % ausmachen darf muss entweder von dieser verkauft werden oder die anderen gekauft werden.

     

  23. Dominik

    @Björn

     

    von Prof. Dr Martin Weber gibt es ein kostenloses eBook/PDF „Genial einfach investieren“. Da sind alle Basics perfekt erklärt. wenn man das gelesen hat, dann würde ich als nächstes

     

    „So liest Warren Buffet Unternehmenszahlen“ empfehlen. Das ist dann ehr was für die, die Einzelaktien haben wollen. Ich fand beide Bücher sehr hilfreich und beide haben meine Einstellungen / meine Anlageentscheidungen geprägt bzw. verändert

    viele Grüße

    Dominik

     

     

  24. Mattoc

    Leute, ich war gerade in der Kölner Innenstadt. Die Menschen kaufen und konsumieren, als wenn es morgen nichts mehr geben würde. Ein Wahnsinn!

     

    Mattoc

  25. Vermögensanleger

    Hi zusammen, ich glaube, dass man das antizyklische Investieren erlernen muss. Man muss Fehler machen, um daraus seine Schlüsse zu ziehen. Das Ausprobieren mittels Musterdepot ist eine gute Möglichkeit, um ein Gefühl für die Kursentwicklungen zu bekommen. Aber nur durch Echtgeldverlust merkt man sich, was man falsch gemacht hat. Ein guter Investor hält diese Verluste in Grenzen und stellt sie dann ganz ab.

     

    Schöne Grüße

    Marco

  26. PIBE350

    An Marcel: Ich bin zwar nicht Tim, aber ich würde aus Diversifikationsgründen einen MSCI Welt nehmen. Man kann noch Schwellenländer beimischen, wenn man etwas mehr Risiko eingehen möchte, oder gleich zu einem MSCI ACWI greifen. Alles Weitere ist Spielerei. 😉

    An Mattoc: Dieser Wahnsinn ist gut für die Wirtschaft. 😀

  27. Fit und Gesund

    @Tim,

    vom Traden halte ich nicht so viel, alleine schon die Unkosten…und der Zeitaufwand,

    ich mag ETF’s für die Stabilität im Depot, möchte aber auch Einzelaktien (Qualitätsaktien).

    @PIBE350,

    sollen sie kaufen, ich lasse das bleiben, nur das was ich wirklich brauche wird gekauft, im Moment hat mich sowieso eine ganz fiese Erkältung niedergestreckt, da hilft nur genügend Vitamin C aus frischem Obst, und ganz viel Ruhe und Schlaf, schöner Ferienbeginn, aber es ist wie es ist 🙂

    Morgen werd ich mir wohl das Buch  „Wieviel ist genug“ downloaden, mal sehen.

     

  28. Delura

    Guten Abend Mitstreiter,

     

    ich habe vor 25 Jahren an der Börse angefangen zu „zocken“ – ohne jede Ahnung, ich habe auf merkwürdige Turnarounds gesetzt mir fällt da z.B. coop ein, ehemaliger Einzelhandel Gewerkschaftsbetrieb – war nachher beinahe Totalverlust, oder Metallgesellschaft (ehemaliger DAX Konzern).

    Habe mich dann für sicher 10-12 Jahre von der Börse abgewandt und 2004 angefangen Anleihen zu kaufen, Staatsanleihen überwiegend bis Anfang 2012. Durch einen Depotauszug (kein Quatsch) habe ich dann festgestellt das die überwiegende Anzahl um 40-50% gestiegen waren und weitere Anleihen so teuer geworden waren das man einfach keine mehr kaufen konnte.

    Tja und seit der Zeit stelle ich Schritt für Schritt (monatlich) auf Buy&Hold um und das Ganze ist ein richtiges Hobby geworden und macht mir einfach nur Spaß.

    ETF sind mir persönlich zu langweilig, ich muss mich irgendwie mit „meinen“ Firmen identifizieren.

    Glück Auf!

     

     

  29. PIBE350

    An Fit und gesund: Gute Besserung, ich schicke dir etwas heilende Wärme rüber: https://youtu.be/6V3VuzZAaUE

    An Delura: Danke für den ehrlichen Bericht. Auch ich habe in der Vergangenheit den einen und anderen finanziellen Fehler begangen, auch wenn sie nicht an der Börse waren:

    – Abschluss eines Riester-Vertrages und spätere Kündigung (Lehrgeld bezahlt)

    – Erfahrung mit einem Gerichtsvollzieher gesammelt (sehr heilsam!)

    – Dämlichen Konsum von Statussymbolen und irgendwelchen Abos und Verträgen begangen (Markenkleidung, Technik, Premiere/Sky, Diskothekenbesäufnisse, Handy-Verträge usw.)

    – Verluste durch Sportwetten gemacht (insgesamt zirka 1000 Euro, Gier frisst nicht nur an der Börse Hirn)

    – 2 Auto geschrottet (sie waren zwar nicht viel wert, aber trotzdem)

    Niemand ist perfekt. Bin froh, dass diese leichtsinnigen Kinder- und Jugendzeiten vorbei sind. Da kamen insgesamt locker 10.000 Euro zusammen. 😉

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Marcel

    Ich finde den S&P-500-Index empfehlenswert. Es ist der beste Index für Langfristanleger – bis dato zumindest.

     

    @ Fit und Gesund

    Das ist eine gute Einstellung. Das Traden bringt unterm Strich nichts. Nur Spesen. Und gleichzeitig ein Risiko.

    Wie Du sagst, sind ETFs bzw. Qualitätsaktien besser. Oder beides. Für lange Zeiträume. Im Idealfall länger als 10 Jahre.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *