Die Masse möchte ständig angeben: Mein Haus, Auto, Mode, Urlaub, Boot. Spar lieber als diesen Blödsinn mitzumachen


New York, 22. Januar 2018

Leb Dein Leben anders als die Meute.

Herzlichen Dank für die vielen Glückwünsche zum zehnjährigen Blog-Jubiläum. Eure Kommentare zur Frage, was ihr mit dem 1 Million-Euro-Lottogewinn machen würdet, sind spitze. Ihr habt super Vorschläge. Es gibt übrigens nicht die perfekte Antwort. Jeder geht mit dem warmen Geldregen anders um.

Was mir aufgefallen ist: Niemand würde das Geld verpulvern für unnötige Luxusprodukte. Das sind alles nachdenkliche Entscheidungen. Super! Was für eine nette Community.

Danke für die zahlreichen Kommentare. Die Dekade bloggen war ein Lernprozess. Ich möchte Euch motivieren, etwas zu ändern. Jeden Tag besser zu werden. Ich lerne gleichzeitig von Euch. Klar, nicht jeder gewinnt jeden Tag 1 Million Euro im Lotto oder erbt solche Summen. Daher zählen die Babyschritte. Die kleinen Verbesserungen jeden Tag.

Wir sollten uns fokussieren aufs Lernen. Ausbildung. Arbeit. Sparen. Investieren. Familien. Besser werden.

Für die Masse sieht es so aus:

Jeden Tag arbeiten. In einem Job, den sie hassen. Abends auf dem Sofa zu enden mit einem Sixpack Bier. Morgens wieder raus mit Bauschmerzen zur Arbeit. Das machen bis zum 67. Geburtstag, um dann in Rente zu können. Nein, das war nie mein Ziel.

Die Masse macht das. Sie ist unzufrieden mit sich und der Welt. Sie kaufen dann teures Spielzeug (Wohnen, SUV, Mode, Urlaube, Cocktails), um sich glücklich zu fühlen.

Witzig sind in diesem Zusammenhang die Werbespots von eTrade. Die Werbung heißt grob übersetzt: „Ärgere Dich nicht, hol Dir einfach eTrade“ – „Don’t get mad, get eTrade“. Der Discountbroker stellt die Börse dar, als ob man dort über Nacht steinreich werden könnte. Um dann mit den Nachbarn mithalten zu können. Um die Freunde beeindrucken zu können mit wilden Partys auf Jachten etc. So ein Blödsinn. Werde lieber langsam, sicher reich. Als schnell (oder gar nicht) mit 100 Fehlversuchen.

So wirbt eTrade. Es ist ständig der Vergleich zwischen dem armen Mann und dem superreichen Mann:

In diesem Werbespot wird das Fliegen in der ersten Klasse versus das Fliegen in der Holzklasse verglichen:

Hier ist Dein Arbeitskollege auf einer Mega-Party und Du deprimiert bei der Arbeit zu sehen:

Es ist so bescheuert. Diese ganzen Vergleiche sind so unnötig wie ein Kropf. So denkt aber die Herde. Deshalb kauft sie ständig neue Sachen. Fette Autos, protzige Eigenheime, Clown-Klamotten (Edel). Es geht ständig darum, mitzuhalten. Vorne zu sein. Die ständigen Vergleiche machen einen eh nur unglücklich, weil es immer Menschen gibt, die mehr haben.

Nehme folgendes zu Herzen: Ums Lernen und hart Arbeiten führt im Endeffekt kein Weg vorbei. Verzichte aufs Rauchen. Verzichte aufs Saufen. Zähne flossen und putzen. Sonnenschutzfaktor. Mach ausreichend Sport. Lerne zu kochen: Gesundes, Frisches. Die Herde mag Fast-Food, Salz, Zuckriges, Fettiges, Frittiertes, sie meidet Grünzeug.

Fokussiere Dich auf Deine Ausbildung/Studium. Lerne soziales Zusammensein, Networking. Mache Karriere. Lerne den Umgang mit Geld (die Herde kann das nicht). Nehme niemals Schulden für Konsum auf. Sei einfach ein bisschen schlauer als die Herde und Du wirst enorme Fortschritte machen.

Lerne, lerne, lerne. Versuche einen Job zu finden, der Deine Fähigkeiten verbessert. Im Idealfall macht Dir Dein Job Freude. Es spielt nicht das höchste Gehalt die Schlüsselrolle. Sondern das Lernen und der Spass am Arbeiten. Vergesse nicht zu leben. Reise. Aber schmeiß Dein Geld nicht für Angeberei raus.

Leg Dein Geld nie überwiegend in konservative Sparanlagen an, wie die Deutschen es machen. Die Deutschen haben eine Monster-Angst vor dem Aktienmarkt. Daher geben sie ihr sauer Erspartes in Sparbücher, Festgeld, Bausparprodukte und Versicherungen (Lebens-, private Rentenversicherung). Hier gibt es Zinsen von 0,01 bis 0,5 Prozent. Nach Abzug der Inflation bleibt nichts übrig. Besser ist ein ETF. Langfristig jeden Monat investieren. Oder Aktien kaufen mit dem Buy-and-Hold-Ansatz. Für die meisten Menschen sind ETFs ideal. Aber achte strikt auf die Kosten dieser passiven Fondsprodukte. Da gibt es einige üble Kostenfresser, die niemand braucht.

Unterscheide zwischen Deinen Bedürfnissen und Deinen Wünschen. Die Wünsche würde ich mir nie sofort erfüllen. Sondern erst einige Tage darüber nachdenken und dann entscheiden. Die meisten Wünsche halten Dich von größeren Zielen ab.

Aber das Wichtigste ist, dass mehr Geld reinkommt, als rausgeht. Das musst Du unbedingt sicherstellen, sonst sitzt Du eines Tages auf dem Trockenen. Hab ausreichend Geld in einem Notfallfonds (Tagesgeld, Sparbuch, Girokonto). Klar darfst Du mal was Lustiges oder Teures kaufen, wenn Du Spaß daran hast. Lass Dir Zeit beim Investieren.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Masse möchte ständig angeben: Mein Haus, Auto, Mode, Urlaub, Boot. Spar lieber als diesen Blödsinn mitzumachen

  1. Ann

    Sehr inspirierend lieber Tim,

    großartig was du schreibst. Je mehr du darüber schreibst, desto leichter ist es dir diesem Weg zu folgen. Es macht Spaß und du hast Recht. Man kann mit vielen kleinen Schritten vieles erreichen, viel lernen. Es motiviert. Zu lernen, sich weiter bilden, im Job Gas geben, sich abheben durch Kompetenz, Fleiß und Wissen. Dabei auf dem Teppich bleiben. Ich verbringe mittlerweile meine Wochenende mit den Kids in der Natur, wir machen Picknick und erforschen immer neue, tolle Ecken. Mit dem Fahrrad oder Querfeld ein. Sie sind glücklich und schlafen abends zufrieden mit rosa Bäckchen ein. Man lebt zufriedener. Ich bin glücklicher. Es gibt tolle Bücher über´s liebe Geld. Je mehr man sich damit beschäftigt, desto sicherer wird man. Ich finde das neue Finanzdiva Magazin klasse. Anstatt zu shoppen wird in Aktien investiert. Madame Moneypenny nimmt  Frauen mit an die Hand. Du bist da. Alle öffnen einem die Augen und es macht Freude sich mitreißen zu lassen… Danke hierfür. Ich bin dabei.

    Wünsche dir für die nächsten 10 Jahre Erfolg, Glück und weiterhin so tolle Ideen.

    Liebe Grüße nach New York

  2. Ruby

    Ich habe selbst viele Jahre geraucht und konnte aber zum Glück vor ein paar Jahren damit aufhören. Selbstverständlich ist Rauchen irrational – aber als Süchtiger sieht man das eben nicht.

    Das hier ist der beste Anti-Raucher-Spot den ich bisher gesehen habe

    https://www.youtube.com/watch?v=yoKC8Zgrlak

    🙂

  3. Gerhard

    Hallo Tim und ein hallo an alle die hier schreiben.

    Es gibt kaum einen Beitrag den ich hier nicht lese und es ist jedenfalls sehr motivierend was Tim immer wieder schreibt.Ich bin dadurch zu dem gekommen jeden Monat Geld in Aktien zu investieren.Vorwiegend in die altbekannten Dividendentitel wie KraftHeinz, Procter,Coca Cola.Pepsi und auch weniger bekannte wie zb Southern,Tjx,Flower Foods..Eine Frage hätte ich allerdings an Tim und den anderen.Tim sagt immer stur und stetig in Aktien investieren und aufstocken.Wie behandelt ihr allerdings genau diese Positionen deren Auschüttungsquote schon mittlerweile über 100 prozent liegt..wie Coca Cola KraftHeinz,Royal Dutch usw.Kaufst du auch bei diesen Werten stur und stetig zu oder bleiben diese Positionen nur noch im Depot?

  4. Andreas

    Ja interessante Frage Gerhard. Ich bin bei Aktien, mit einer zu hohen Ausschüttungsquote vorsichtig. So würde ich mir zur Zeit Coca Cola nicht kaufen, natürlich aus anderen Gründen auch nicht, aber die Ausschüttungsquote ist ein Grund. Überprüfe mein Depot immer wieder mal auf diesen Aspekt, hab zwei Werte drin, da ist die Ausschüttungsquote sehr hoch, aber es spricht da nichts die Werte im Depot zu halten für die Dividenden. Nur neu einsteigen würde ich da auch nicht…

  5. Baron Münchhausen

    In der Tat … seit gut einem Jahr komplett rauchfrei.

    Hier ein Auszug aus meinen Haushaltsbüchern bei Ausgaben für Tabak (blödsinnigerweise sogar unter dem Begriff „Genussmittel“ abgelegt):

    2017: 0 (!) EUR
    2016: 1.735 EUR
    2015: 1.650,75 EUR
    2014: 1.567,89 EUR
    2013: 1.472,85 EUR
    … bis 1998

    19 Jahre geraucht. Im Schnitt 1.000 EUR pro Jahr. In der Summe fast 20.000 EUR verraucht. Ich war so jung/dumm/c00l. Gebracht hat es nichts. Gar nichts. Jährlich 1 TEUR in einen ETF … oh man, das wäre was. Jetzt hole ich es nach. Irgendwie. Macht nicht denselben Fehler.

    Lest „Endlich Nichtraucher“ von Allen Carr und „Nichtraucher in 120 Minuten“ von Jan Becker. Inspiriert eucht. Leiht es euch aus der Bibliothek. Lasst es euch von eurer Frau/Mann schenken. Lasst es liegen. Lest es wenn ihr soweit seid. Ihr werdet den Zeitpunkt erkennen. Die Bücher werden nach euch schreien. Euer Verstand wird es euch schon sagen … eigentlich, wünscht sich jeder Raucher ein Nichtraucher zu sein. Ihr schafft es. Zigarette? Nein Danke, ich „rauche nicht“!

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Ruby

    Gratulation zum Rauch-Ausstieg.

    @ Gerhard

    Ich habe „Buy and Hold“. Ich halte durch. In guten wie in schlechten Zeiten. Meist behalte sich den Bestand stabil.

    @ Baron Münchhausen

    Gratulation zum Ausstieg. Prima für Deine Gesundheit und Geldbeutel.

  7. steve

    @ Ruby @ Baron Münchhausen,

    Gratulationen zum Rauchsausstieg, tolle Leistung. Mark Twain hat zwar mal behauptet das rauchen aufzuhören leicht sei, er selbst hat das schon viele hundert mal geschafft.

    Für euch mehr Geld in der Tasche und vermutlich ein längeres und gesünderes Leben wers nicht glaubt soll COPD googeln oder sich ein paar you tubes davon gönnen. Da kommen auf jeden Harald Schmidt mindestens 100 die nicht soviel Glück hatten. Die sind auch nicht so telegen. Wobei auch Harald Schmidt einen Schaden hatte als Person des öffentlichen Lebens mit Vorbildfunktion, der Zeit seines Lebens der Bevölkerung Gesetzte verordnet hat, sich selbst nicht daran zu halten ist nur doof.

  8. Daniel

    Gestern bin ich kurz vorm Anschalten von Netflix doch mal im deutschen Fernsehen hängengeblieben. Ich glaube es war Hart aber fair auf WDR. Da ging es um die Altersvorsorge und unter anderem Riester Rente und bzw. Gesetzliche. Es zog sich wie ein roter Faden durch die Sendung, Aktien und Ähnliche Derivate wurden zumindest zwischen den Zeilen als kein geeignetes Instrument gesehen.

    Die Leistung sollte aus dem Nichts entstehen, man jammerte über die Niedrigzinsphase und dass das alles nicht reicht und überhaupt. Die Zuschauerkommentare waren dahingehend auch bezeichnend. Es gibt nach wie vor, und auch erschreckend viele junge, Menschen, die sich gänzlich auf die gesetzliche Rente verlassen und sich beklagen dass diese nicht reicht. Risiko will man keinesfalls eingehen. ETF habe ich glaube ich überhaupt nicht vernommen.

    Irgendwie scheint auch niemand zu verstehen, dass Rendite von Risiko kommt. Und Volatilität von Aktien widerrum nicht zwangsläufig hohes Risiko bedeutet.

    Gezeigt wurde auf die Skandinavier die ja große Staatsfonds zu niedrigen Preisen anbieten. Ich glaube Norwegen hat ja schon den größten Fonds weltweit. Für mich offenbart sich aber hier bereits das Problem. Fangen Staaten an wie gigantische Investoren im Aktienmarkt aufzukaufen wie es derzeit die EZB im Bereich der Anleihen macht, dann wird es zu einer Marktverzerrung bei Aktien kommen und vor allem werden diese Anteile stets gehalten und es findet weniger Handel statt. Zeitgleich stelle ich mir vor wie es wäre wenn Deutschland das mit seinen gigantischen Summen machen würde. Innerhalb kürzester Zeit würde Deutschland bei allen Bluechips weltweit ca. 3-5% Anteile halten. Würden dass alle Industrienationen machen wäre fast nichts mehr im „Streubesitz“.

    Vielleicht liege ich mit meinen Gedanken auch falsch aber für mich deutet sich wieder einmal ab, dass Wohlstand eben nciht für alle da sein kann. Es wird wenige geben die so etwas anfangen, in diesem Fall Schweden und Norwegen, für alle ist aber eben kein Platz.

  9. Regine

    @Daniel: ich habe mal gelernt, dass Staat und Kommunen eigentlich „antizyklisch“ zur Wirtschaft handeln sollen, wobei es beim Staat eine Kann-Bestimmung ist (Grundgesetz, wirtschaftliche Bestimmungen sind da sehr neutral formuliert), während die Kommunen es teilweise in der Gemeindeordnung deutlicher drin stehen haben. Wie man das auslegt, ist Ansichtssache, aber eigentlich sind da ein paar Anker drin, um auf staatlicher Ebene nicht zu einseitig zu werden, eher ausgleichend. Nächsthöhere Ebene sind dann die europäischen Verträge, die verbindlichere Vorgaben haben. Wohlstand für alle ist ein komplexes Thema, ich glaube auch nicht, dass dies geht (zuviele unterschiedliche Einflüsse)  – wird aber interessant, wenn man die Nordländer ansieht. Bin gespannt, wie sich das in Norwegen u. Schweden weiterentwickelt.

  10. Claus

    @ Gerhatd

    Bei der Ausschüttungsquote achte ich auf die laufende Geshäftsentwicklung sowie die Eigenkapital-/Fremdkapitalquote.

    Steigt die Ausschüttungsquote über 80, 90 oder sogar 100% und der Eigenkapitalanteil liegt unter 30%, kann es bald kritisch werden. In der gerade noch niedrigen Zinsphase werden (vor allem bei den US-Unternehmen) die Dividenden gerne weiter erhöht und eigene Aktien zurückgekauft, Kredite sind ja nicht so teuer…

    Hierdurch sinkt die Eigenkapitalquote weiter. Was momentan so „clever“ erscheint, kann auch zum Bumerang werden, sobald die Zinsen merklich ansteigen. Gerät das Kerngeschäft dann noch ins Stocken, ist die Katastrophe vorprogrammiert.

    Daher habe ich letztes Jahr die Gewinne bei meinen Ph. Morris Aktien mitgenommen und verkauft. Hier hatte ich wohl Glück, kurz danach ging es deutlich abwärts.

    Kritisch sehe ich auch Coca-Cola, würde aber hier nicht verkaufen.

    Colgate würde ich aus diesen Gründen gar nicht erst ins Depot legen.

    Shell sehe ich momentan positiv. Die Bilanz ist immer noch stark, der Cash-Flow hoch. Die geschäftl. Entwicklung stimmt, neue Geschäftsfelder werden erschlossen, das Management ist vetrauenswürdig und macht einen guten Job, der deutlich gestiegene Ölpreis sorgt wieder für Milliardengewinne. Dieses Jahr erscheint die Dividende deutlich sicherer als in den beiden letzten, die Ausschüttungsquote wird etwas sinken. Entwarnung kann man aber wohl noch nicht geben, warten wir ab, was die Schieferölproduzenten bei diesen höheren Ölpreisen machen… Die US-Steuerreform belastet Shell auch erstmal mit ca. 2,5 Mrd. USD, da ältere Verluste wohl nicht mehr abgesetzt werden können.

  11. Sven

    Wenn man eine bestimmte Aktienposition hält und nicht bereit wäre, unter den heutigen Bedingungen in diese Aktie zu investieren, dann gehört diese Position verkauft.

    Was soll es bringen, eine Aktie zu halten, die man heute nicht mehr kaufen würde? Es bedeutet doch, dass man das Investment selbst nicht mehr für aussichtsreich hält, will aber trotzdem nicht verkaufen.

    Ich glaube, da sitzen einige in einer Pychofalle und machen sich selbst etwas vor.

    Entweder glaube ich an eine rosige Zukunft, dann kaufe ich sogar noch hinzu. Oder ich glaube das nicht (mehr), dann gehört sie verkauft.

  12. Andreas

    Das sehe ich anders Sven, vor allem wenn man eben im Idealfall buy and hold betreibt. Es gibt eben Aktien, die man zum jetzigen Kurs nicht kaufen würde, da sie beispielsweise zu hoch bewertet sind etc. Aber wenn man die Aktie schon im Depot hat, vielleicht mit ordentlichem Plus und auf seinen eigenen Einstiegskurs schon bei einer Dividendenrendite von 5,6,7 oder 8 Prozent ist, warum sollte man dann verkaufen? Es kommt immer auf die persönliche Strategie an, aber wer auf Dividenden und passives Einkommen setzt, braucht da eben nicht verkaufen. Das unterscheidet sich aber fundamental davon, ob man eine neue Position eröffnen würde…

  13. Freelancer Sebastian

    @ Sven

    Eine Antwort kann ich mir fast sparen, @Andreas hat das schön beantwortet.

    Nur weil die Masse am Markt meine Spitzenunternehmen MOMENTAN zu sehr, sehr hohen Kursen (mir zu teuer zum Aufstocken) bewertet, verkaufe ich doch nicht. Ich spare Gebühren und Steuern und muss nicht darauf hoffen, meine Beteiligung ggf. (kann schief gehen) billiger zurückzubekommen oder woanders besser abzuschneiden.

    Eine Aktie ist für mich eine lohnende Beteiligung am Geschäftsmodell. Die möchte ich behalten, auch wenn ein Kauf nicht anstünde.

  14. Lukas

    Hallo Tim,

    ich lese jetzt seit ein paar Wochen mit. Warum. Studium ist abgeschlossen und das erste Gehalt landet auf meinem Konto.Und da kam bei mir gleich die Frage auf, wie viel Geld soll man eigentlich sparen. Dazu gab es dann eigentlich gleich die Erkennis du hättest auch schon während des Studiums damit anfangen können. Zumindest damit Finanzielles Wissen aufzubauen. Und über umwegen (finanzrocker) bin ich bei dir auf dem Blog gelandet. Doch trauern hilft nix und mit 25 Jahren sollte das Leben auch noch nicht zu Ende sein. 😉

    Studiert habe ich Soziale Arbeit. Damit verdiene ich etwa 1900€ Netto. Nicht gerade viel aber da ich zusammen mit meiner Frau eher studentische Verhältnisse gewöhnt bin reichen uns im Monat 1200€ für alles. Miete, Kinobesuch etc.. Interessant das ganze mit dem Hintergrund das ich ein Wirtschaftsgymnasium besucht habe und mich damals ebenfalls für VWL und BWL beworben hatte und eine Zusage bekommen habe. Schon damals war mir bewusst die Frage was soll ich studieren ist auch eine Frage wie will ich später einmal leben. Bereue ich meine Entscheidung? Mmh ja und nein.

    Nein. Weil ich das mache wofür mein Herz brennt. Ja weil ich mittlerweile noch andere Ziele habe die mit Geld einfacher zu erreichen wären.

    Interessant an dir finde ich wie, fast schon mantraartig sparen predigst. Finde ich super. Sparen, Minimalismus, Natur erleben ich bin ganz bei dir! Doch es gibt auch ein zuweit. Und zwar für mich dann wenn mein finanzieller Erfolg dazu führt das es anderen Menschen/der Natur schlecht geht.

    Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit der Thematik stößt man doch recht schnell auf das Thema „Finanzielle Unabhängigkeit“. Das scheint für viele ein  großes Ziel zu sein. (zugeben ich finde es auch gut). Doch die Frage die davor für mich steht ist: Warum will ich dieses Ziel erreichen?

    Meine erste Antwort: Dann kann ich meinen persönlichen Zielen näher kommen. Doch meine persönlichen Ziele sind egoistisch. Dann habe ich mich gefragt, was würde ich machen wenn ich reich wäre. (Natürlich würde ich dann immer noch meine Ziele umsetzen. Aber für diese Brauche ich max. 100.000) Und dann vielen mir so Sachen ein wie. Ich würde meine Eier direkt vom Bauern neben an kaufen. (Dessen Eier kosten aber leider 1,5€ mehr als die im Laden dafür kennt er jedes Huhn mit Namen). Ich würde beim Frisur (sofern es für mich gutwar) einfach mal 20€ Trinkgeld geben. Ich würde mein nächsten Computer beim Elektroladen um die Ecke kaufen mit dem Wissen , dass er bei Amazon mindestens 200-300€ billiger zu bekommen wäre. Es dann aber bei einem Menschen landet der eh schon genug hat und dessen Arbeitsbedingungen nicht gerade super sind.  Tja was nun also machen? 40 Jahre eisern sparen nur dafür? Mmh eher nicht.  Zudem will ich mal Kinder haben mit meiner Frau. Und man sagt ja ein Kind kostet so um die 200.000€.

    Deshalb bin ich von diesem Ziel, finanziell unabhängig zu werden wieder abgewichen. Okay auch weil ich es mit meinem Gehalt eher unrealistisch finde. Das tolle ist aber, ich habe jetzt einen Grund warum ich sparen will. Und das ist viel Wert. Vielleicht arbeite ich 40 Jahre. Aber ich werde nicht eißern sparen und jeden Cent zweimal umdrehen nur damit ich dann zur Rente vielleicht Finanziel unabhängig bin. Ich will sparen um das was ich machen würde wenn ich reich bin schon jetzt umzusetzen. In kleinen Dosen aber immer mit einem Lächeln im Gesicht.

    Ich bin ein kleiner Romantiker. Das war ich schon immer. Aber dank dir und deinen Blog habe ich mir selbst viele gute Fragen gestellt. Und vor allem habe ich bemerkt, mein Interesse an Finanziellem Wissen/Politik etc. muss nicht für immer mit der Entscheidung nicht VWL oder BWL studiert zu haben begraben werden. Sondern im kleinen kann man sich auch damit beschäftigen.

    Jetzt bin ich erstmal damit beschäftigt Bafög zurückzubezahlen, 5000€ für Schlechte Zeiten zurückzulegen und dann mal schauen ob ich dann ab nächstem Jahr in das Aktiengeschäft mit einsteige. 🙂

    Ich danke dir für diesen Blog. Auch wenn ich nicht mit allein Inhalten mit kann. Doch wenn nur ein kleiner Bruchteil von Menschen dein oberstes Gebot (sparen) sich zu herzen nehmen würden sähe die Welt anders aus.

     

  15. Ich

    Danke für den Artikel auf The Motley Fool Claus. Der Mann hat es schon ziemlich richtig gemacht.

    Den Ball flach halten, seinen Reichtum nicht jeden auf die Nase binden, und das wohl wichtigste, seinen eigenen Weg und seine eigene Strategie zu finden, und das muß Grahame Pincock beides gefunden haben.

  16. Jens

    Hallo Lukas,

    ich finde deinen Kommentar super. Auch deine Einstellung klingt sehr vernünftig und durchdacht. Bafög zurückzahlen, Geld für schlechte Zeiten zurücklegen etc.

    Über einen Satz bin ich aber dann gestolpert:

    „[…] und dann mal schauen ob ich dann ab nächstem Jahr in das Aktiengeschäft mit einsteige.“

    Es gibt Sparpläne auf ETFs für 25€ / Monat. Je früher du anfängst, mit überschaubaren Beträgen dich am Kapitalmarkt zu beteiligen, desto eher lernst du dich dabei auch wohl zu fühlen. Und diese Lernkurve ist unbezahlbar. Nur so kannst du wirklich verstehen was für ein Risiko-Typ du bist und mit wieviel Prozent deines Geldes du am Aktienmarkt langfristig unterwegs sein möchtest. Jeder hier bei den Kommentaren hat irgendwann mal am Anfang dieser Lernkurve gestanden.

    Ich habe mich geärgert, dass ich nicht viel früher mit kleinem Geld angefangen habe, um wenigstens schon erste Erfahrungen mit dem Aktienmarkt sammeln zu können. Jetzt bin ich seit ein paar Jahren dabei und empfinde es mittlerweile als das Beste was ich jemals für mich in Punkto Geldanlage tun konnte.

    Wie hat es hier mal so schön jemand geschrieben: Die richtige Zeit, um am Aktienmarkt einzusteigen ist IMMER jetzt 🙂

    Viele Grüße

    Jens

  17. Andrea

    Claus, danke für den Artikel. Mir scheint, sehr alt zu werden (90), siehe auch Warren Buffett, ist eine gute Möglichkeit, um den Zinseszinseffekt so richtig ins Rollen zu bringen. Und dabei am besten im Alter das Geld nicht zu benötigen und liegenzulassen. Hmmh.

  18. Fit und Gesund

    @Claus,

    ja, danke für den Artikel, gibt ja immer mal wieder so Fälle wo Keiner vermutet wieviel Geld da Einer hat, diese Menschen leben bescheiden und häufen ein Vermögen an, nach ihrem Tod vermachen sie dann Alles an wohltätige Vereine,

    hm….

    also ich möchte nicht unbedingt 90 Jahre alt werden, klapprig, halb dement oder ganz dement…keine Kinder…. meine Freundinnen wären dann nur wenig jünger….mit 90 dürfte Geld einfach nicht mehr den gleichen Stellenwert haben wie mit 40-50,

    also ich möchte mein Geld eher ausgeben, so dass nicht mehr viel übrig ist was zu vererben wäre, das Geld auszugeben sollte ja keine Kunst sein, aber es so hinbekommen dass am Ende Alles gut aufgeht, das ist schon schwieriger, warte noch auf Teil 3 von Oliver (Frugalisten) bezüglich Entnahmestrategie.

    @all,

    schon lustig heute, JNJ und Procter and Gamble haben ordentlich Federn gelassen, an PG hätte ich evtl. noch Interesse, dazu müssten sie aber noch mehr fallen.

    Was kauft Ihr so im Moment?

  19. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Lukas

    Danke für Deinen nachdenklichen Kommentar. Super! Es ist schon viel geholfen nachzudenken. Und dann müssen die kleinen Taten folgen. Du bist auf einem super Weg. Jens hat Dir einen guten Rat gegeben.

    Viele denken, das eiserne Sparen ist albern. Sie denken, das ist völlig bescheuert, ständig über den „Coffee To Go“ oder das Restaurant nachzudenken. In der Summe sind diese Ausgaben aber enorme Kostenblöcke. Zumal das Geld ja mit dem Zinseszins wächst.

    @ Jens

    Danke.

  20. steve

    @ claus

    der Artikel macht doppelt nachdenklich er zeigt natürlich gut wie der Zinseszins arbeitet.

    Wenn er nach seinem Tod alles für soziale Zwecke spendet kapier ich das nicht, hätte er doch zu seinem Lebzeiten machen können ( sollen). Da hätte er auch Zinsen bekommen die nicht in zahlen beziffert werden können, aber manche die profitiert hätten haben aus den unterschiedlichsten Gründen jetzt nichts mehr davon. Da ist sparen irgendwie reiner Selbstzweck, ich ertappe mich selbst beim blick ins Depot eigentlich nur Zahlenkolonnen und natürlich sehen grüne besser aus als rote. Eigentlich nicht zu vergleichen mit der Spardose die ich als kleiner pimpf hatte. Echte Münzen manche sogar glitzernd vielleicht nicht hygienisch aber echtes greifbares Geld. Verstehe die Leute nicht die beim einkaufen nur Plastik verwenden und darauf verzichten echtes Geld dabei zu haben und in die Hand zu nehmen.

    Umgedreht habe ich mir bis heute keinen Kopf gemacht was mein Patenkind in Brasilien an Rendite kostet und wäre auch daneben.

     

  21. Ex-Studentin

    @Lukas
    Hast du Steuerklasse 3? Im ersten Moment klingen 1.900€ netto nach einem guten Einstiegsgehalt. Ich hatte als Ingenieurin auch unter 2.000 netto, allerdings bei Steuerklasse 1. Wenn man sparsam lebt, ist das selbst zu zweit ausreichend. Mein Freund und ich wollen mit Kindern mal beide Teilzeit arbeiten. Lebensqualität ist wichtiger als Geld. Ich habe nun 4 Jahre lang 50h pro Woche gearbeitet und will das definitiv nicht auf Dauer machen. Ist ganz nett, um ein wenig Geld zu sparen und Berufserfahrung zu sammeln, aber glücklich macht das viele Arbeiten nicht. Lieber weniger und dafür länger arbeiten. Das Investieren in Aktien läuft dir nicht weg. Der Notgroschen ist am wichtigsten, da man sich dadurch bereits viel freier fühlt.

  22. Rainer Zufall

    Lukas

    Ich schliesse mich da Jens an. Wenn Du Dich ohnehin schon theoretisch mit dem Thema beschäftigst, ist ein wenig Praxis sicherlich hilfreich.

    warum also nicht sofort ein Depot eröffnen? Für Deine Zwecke bei Comdirect. Oder bei IngDiba, dort sind aber Etf Sparpläne etwas teurer. Im nächsten Schritt einen Sparplan auf den Msci World starten. Zb von ishares oder Comstage.

    25 Euro hast Du sicher übrig!

    VG

  23. Sven

    @ Andreas

    „Das sehe ich anders Sven, vor allem wenn man eben im Idealfall buy and hold betreibt“

    Es ging darum, dass man die Aktie für hoch bewertet hält, dementsprechend kaum noch Raum für Steigerungen sieht und trotzdem halten will. Keine Ahnung warum „buy and hold“ da der Idealfall sein soll. Ein Idealfall ist es, wenn man die Aktie am Tiefpunkt kauft und zum Höhepunkt verkauft.

    „Aber wenn man die Aktie schon im Depot hat, vielleicht mit ordentlichem Plus und auf seinen eigenen Einstiegskurs schon bei einer Dividendenrendite von 5,6,7 oder 8 Prozent ist, warum sollte man dann verkaufen?“

    Weil die persönliche Dividenrendite die dümmste Art ist, sich selbst etwas in die eigene Tasche zu lügen. Die persönliche Dividenrendite sagt über die Entwicklung des Gesamtvermögens schlichtweg nichts aus. Und auf das Gesamtvermögen kommt es nun einmal an.

    Man kann natürlich auch etwas anderes wollen als das Gesamtvermögen zu steigern. Das ist dann aber kein Investieren.

    Ich habe zu meiner Geburt ein Sparbuch geschenkt bekommen. Meine persönliche Zinsrendite darauf ist unendlich. Toll, nicht wahr?! Es nützt mir nur nichts.

    „Es kommt immer auf die persönliche Strategie an, aber wer auf Dividenden und passives Einkommen setzt, braucht da eben nicht verkaufen.“

    Dividenden kommen von Gewinnen (hoffentlich), und es ging darum, dass bei den Gewinnen eben keine Steigerungsmöglichkeiten mehr gesehen werden.

    @ Freelancer Sebastian

    „Eine Aktie ist für mich eine lohnende Beteiligung am Geschäftsmodell. Die möchte ich behalten, auch wenn ein Kauf nicht anstünde.“

    Gegen eine „lohnende“ Beteiligung ist ja auch nichts einzuwenden. Wenn die Aktie zu teuer ist, lohnt es sich aber eben nicht.

  24. Daniel

    Im Zuge meiner Auseinandersetzung mit der Thematik stößt man doch recht schnell auf das Thema „Finanzielle Unabhängigkeit“. Das scheint für viele ein großes Ziel zu sein. (zugeben ich finde es auch gut). Doch die Frage die davor für mich steht ist: Warum will ich dieses Ziel erreichen?

    Für mich ist das Ziel dahingehend recht einfach. Ich bin ein unglaublich vorsichtiger Mensch was Geld und Vermögen / Wohlstand angeht und die Angst vor einem Jobverlust oder finanzieller Armut kommt eigentlich schon direkt hinter Krankheiten bei mir oder meinem engeren Freundes/Bekanntenkreis.

    Jeder Euro/Dollar der mir mein finanzielles Polster füllt und, zumindest rechnerisch, sofern man es auf ausschüttendes Depot umbaut, Geld bringt, bereitet mir mehr ruhigen Schlaf. Denn ich wüsste dass ein Depot welches mir Einnahmen auf Hartz4 Niveau pro Monat generiern würde, mich in die Lage versetzen würde auch längerfristig ohne Job das Wasser vom Hals zu halten. Ich könnte meine laufenden Unkosten damit bezahlen und müsste nicht dem Staat zur Last werden, was für mich ein absolutes NoGo wäre.

    Derzeit ist es bei mir so, jedes Jahr arbeiten beschafft mir im Schnitt soviel Geld, dass ich damit 3 Jahre leben könnte. Jedes Jahr das ich weiter arbeite verkürzt mir die Zeit zur Rente und erhöht gleichzeitig auch meine Rentenansprüche und bAV, die Lücke zwischen Job und Rente verkleinert sich. Eine Win-Win Situation.

    Sollte die Börse halbwegs überschaubar weiterlaufen rechne ich in ca. 10 Jahren mit dem Break-Even Point. Vorausgesetzt ich halte meinen Job *aufholzklopf* und nichts Unerwartetes tritt ein. Da wäre ich 43. Es wäre aber auch egal ob es bis zum 50ten dauert. Es geht mir primär um Absicherung.

    Und ich möchte nicht wie meine Eltern oder Bekannten begeistert sein ein Jahr früher oder später in Rente zu gehen. Ich möchte eigentlich Dekaden vorher zumindest virtuell den Deckel zumachen können und mich selbst motiviert zur Arbeit treiben dass ich das nicht mehr mache um zu ÜBERLEBEN sondern um mit dem Geld zu LEBEN. Auch ein Teilausstieg wäre denkbar.

    Da ich bereits heute mehr als 20% meiner Zeit von Zuhause arbeiten könnte weiss ich wie es sich anfühlt sich nicht täglich durch Bus und Bahn zu schleppen. Selbst bei gleicher Arbeitszeit spart man viel Pendlerzeit und gewinnt Lebensqualität. Die freiwerdende Zeit bin ich joggen oder im Fitness Studio. An sowas könnte ich mich auch dauerhaft gewöhnen.

    Entgegen der hier subjektiv vorherrschend Meinung möchte ich auch kein Ewigkeits Depot. Spätestens ab 65 beginnt bei mir die Aufzehrung. Ich mache mir nichts vor, älter als 90 werde ich wohl bestimmt nicht. Es macht für mich keinen Sinn mit einem riesen Geldsack im Rücken der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein. Selbst wenn ich Kinder hätte sollten sie nicht lernen dass man in einem fetten Geldpolster aufwächst, sondern schon ein gutes Startkapital von 50k wäre mehr, als die meisten hierzulande hätten. Bei Unternehmern die Kapital zum Firmenerhalt in die nächste Generation schieben mag das anders aussehen.

  25. Sparta

    @Lukas

    Ja, die Sinn bzw. Warum-Frage stellt sich öfters mal im Leben.

    So übel ist soziales inzwischen auch nicht mehr… (ja, hier gibt es zweifellos große/gravierende Unterschiede je nach Einrichtung & Berufswahl). Wenn man z. B. Pflegemanagement studiert hat, kann man die Heimleitung übernehmen und doch einen Aufstieg schaffen.

    700 € für den Anfang wären sicherlich keine schlechte Sparquote… aber wenn für Dich die „Warum“-Frage & die intrinistische Motivation nicht geklärt ist, machen externe Ratschläge nur untergeordnet Sinn.

    Auch der Zweifel, ob es wirklich schaffbar ist, mit einem „normalo“ Gehalt kann kontrovers diskutiert werden. Nicht jeder sieht die Rente oder das 90. Lebensjahr als das goldene Zeitalter im Leben an… (letztes Jahr sind in meinem Bekanntenkreis zweit Unternehmer mit 63 gestorben). Das diese ein Leben lang fast ausschließlich nur für ihre Firma gebrannt haben, macht auch nachdenklich. Andererseits war die Firma wohl der Lebenssinn. Darüber zu urteilen ist nicht mein Part.

    Mit einem „normalo“ Gehalt braucht es mehr Zähigkeit & Geduld und hier ist die Frage nach dem „warum“ durchaus berechtigt. Nicht vergessen darf man aber, dass das Gehalt nicht für alle Ewigkeiten in Stein gemeiselt ist, und man mit Wille und Leistung mehr verdienen kann und wahrscheinlich auch wird.

    Nichtsdestotrotz bei der ungewissen Zukunft / Rente / finanziellen Herausforderungen ist es immer besser, sich keine Sorgen machen zu müssen und finanziell intelligent vorzusorgen.

    PS: Manchen haben so Bücher wie: In 7 Jahren die erste Million, der reichste Mann von Babylon oder aber rich dad / poor dad angestachelt.

  26. KM

    Hallo zusammen,

    vielleicht kann mir da wer weiterhelfen oder ich steh nur auf dem Schlauch.

    zum 15.1. hätte ich bei drei ETFs Dividendengutschriften erwartet:
    DE000A0D8Q49
    DE0002635299
    DE000A0F5UH1
    Nachdem nichts gekommen ist habe ich nachgefragt bei onvista wo ich mit dem Depot bin. Die sagten mir die ETFs würden ab 1.1.18 Thesaurierend sein!
    Bzw. wegen dem Rumpfgeschäftsjahr oder wegen dem neuen Steuergesetz.
    Naja alles recht verwirrend für mich. Die haben irgendwie selbst keinen Plan.

    Ich mache euch mal ein Beispiel auf:

    https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251973/ishares-stoxx-global-select-dividend-100-ucits-etf-de-fund

    Hier die Ausschüttung vom 15.10.17 für DE000A0F5UH1

    Zinsanteil (Ausschüttung) EUR 5,45
    ausl. Dividendenanteil (Ausschüttung) EUR 26,10
    anrechenbare Quellensteuer EUR 1,66
    davon anrechenbare Quellensteuer Fondseingangsseite EUR 1,66
    Aktienverlusttopf EUR 0,00 0,00
    allgemeiner Verlusttopf EUR 0,00 0,00
    Freistellungsauftrag (eingereicht: EUR 401,00) EUR 0,00 0,00
    Quellensteuertopf EUR 9,18 2,95
    zu versteuern EUR 0,00

    und nun 15.1.18:

    Zinsanteil (Thesaurierung) EUR 49,13
    inl. Dividendenanteil (Thesaurierung) EUR 0,06
    ausl. Dividendenanteil (Thesaurierung) EUR 43,76
    anrechenbare Quellensteuer Fondseingangsseite EUR 3,15
    Aktienverlusttopf EUR 0,00 0,00
    allgemeiner Verlusttopf EUR 0,00 0,00
    Freistellungsauftrag (eingereicht: EUR 401,00) EUR 0,00 0,00
    Quellensteuertopf EUR 0,00 0,00
    Steuerliquidität EUR 24,52
    zu versteuern EUR 92,95
    einbehaltene Kapitalertragsteuer EUR 23,24
    einbehaltener Solidaritätszuschlag EUR 1,28

  27. Claus

    @ Fit und Gesund

    ich möchte auch nicht „zu alt“ werden, das stelle ich mir extrem schwierig vor. Besonders, wenn man irgendwann auf fremde Hilfe angewiesen ist. Für mich eine Horrorvorstellung. Hier sollte jeder frei entscheiden können, wenn er nicht mehr mag oder nicht mehr kann, „die Bühne“ zu verlassen. Der Zugang zu den „besten Hilfsmitteln“ sollte in diesem Fall kein Problem darstellen. Aber das ist ein anderes Thema.

    Mir macht das Investieren einfach Spass, das Geld kommt dann von ganz alleine und steht nicht im Vordergrund. Da ich bescheiden lebe, ist der Depotstand an fast jedem Jahresende deutlich höher.

    Viel zu lesen, sich Gedanken zu machen und das Erdachte erfolgreich in die Tat umzusetzen, scheint auch fit zu halten, wie viele „alte Investoren-Legenden“ ja auch zeigen.

    Meine Sorge ist, wie Du auch schon geschrieben hast, dass das vorhandene Geld nicht bis zum Ende reichen könnte. Ob nach meinem Ende etwas übrig bleibt, ist mir egal, da ich auch keine Erben habe. Wahrscheinlich bleibt aber jede Menge übrig, das ich dann für wohltätige Zwecke (am liebsten Tier- und Naturschutz) spende. Es ist mir lieber, es bleibt am Ende viel übrig, als dass ich vor dem Ende „auf dem Trockenen“ sitze.

    Letzten Donnerstag habe ich für mein Tradingdepot eine größere Position MO bei 105,- USD gekauft. Heute steht sie bereits bei 109,56 USD.

    Am Jahresende hatte ich Schlumberger ganz oben auf meiner Kaufliste für das Tradingdepot. Gekauft habe ich sie dann aber nicht, weil ich im Langfristdepot meine grosse Shell-Position habe. So sind mir 15% entgangen… Macht aber nichts, ich bleibe lieber vorsichtig. Es reicht mir, zu wissen, dass meine Gedanken hierzu richtig waren.

    Momentan beobachte ich Dentsply-Sirona, Hormel, Nextera Energy, Nestle, P&G, BAT. Auch Roche ist interessant.

    LG + einen schönen Tag

     

  28. Freelancer Sebastian

    @ Sven

    Wann ist eine Aktie denn „zu teuer“?

    Und wer garantiert dir und mir, dass wir für das Geld eine lohnendere Alternative finden, die sich besser entwickelt?

    Du scheinst diese Strategie (hin und her) zu verfolgen. Hast du mal detailliert ausgerechnet, ob sich das für dich lohnt? Dir werden ja auch einmal Fehler beim „Austausch“ unterlaufen sein.

  29. Slazenger

    @Claus

    du bist ja ähnlich wie ich ein großer Freund der Shell Aktie. Die Prognosen was den Ölpreis betrifft sind ja diesbezüglich auch positiv ( Richtung 100$ )!

    Hast du dir einmal Gedanken gemacht bei welchen Kursen du hier (Teil)Gewinne mitnehmen würdest!

    Mein EK war bei 19,6€! Und ich überlege falls die Div.Rendite bei Shell auf unter 4% fällt, Anteile zu veräußern.

    Wie gehst du vor bei Shell?

  30. KM

    @Julian

    Danke für den Link und die Aufklärung. So etwas habe ich schon vermutet.
    Nun habe ich Gewissheit.

    Vermutlich bekomme ich auch keine Auszahlung das mein Freibetrag erschöpft ist für 2017.

    Richtig witzig ist gerade der DE000ETFL235. Der hat am 15.1.18, 1,40 eur ausgespuckt und jetzt am 22.1. bekomme ich eine Zahlung über 29,87 eur mit dem Betreff „AbgSt. Optimierung“. Diese bezieht sich auf die Dividendenzahlung von Juli 2017. Wir werden sehen was uns 2018 bringt:-)

  31. Sven

    @ Freelancer Sebastian

    „@ Sven

    Wann ist eine Aktie denn „zu teuer“?“

    Woher soll ich das wissen? Ihr seid doch die Stockpicker, die andauernd von Über- oder Unterbewertung schwadronieren. Und jetzt wisst Ihr plötzlich nicht, wie man das feststellt?

    „Und wer garantiert dir und mir, dass wir für das Geld eine lohnendere Alternative finden, die sich besser entwickelt?“

    Keiner! Wenn Du aber schon nach Garantien fragst, bist Du bei Aktien falsch! Du benötigst eine Lebensversicherung.

     

  32. Claus

    @ Slazenger

    Bei Shell wird es langsam spannend, ob der Kurs über die 30€ geht und falls ja, ob dies dauerhaft sein wird.

    Ich gebe zwar nicht viel auf Charts, aber andere dafür umso mehr. Wenn ich mir den Langfristchart anschaue (habe Daten seit 1987), fällt sofort auf, dass Shell seit 11/1987 bis 10/2000 von 5,37 € auf 37,35 € (ATH) gestiegen ist. Danach lief die Aktie in einem breiten Kanal seitwärts mit Tiefs um 17 € (03/03, 03/09, 01/16) und Hochs um 30€ (07/07, 09/14 und gerade kurz davor).

    Meiner Meinung nach sind die Zukunftsaussichten momentan recht positiv und ich würde mich nur äußerst ungerne von Anteilen trennen. Der Kurs hat m.E. enormes Nachholpotential, wie bei fast allen ÖL-/Gas- und Rohstoffwerten.

    Ein Ölpreis Richtung 100$ wäre super, kann ich mir aber nur längerfristig vorstellen. Aber wir wissen ja: Unverhofft kommt oft… Sollte es hierzu kommen, wird die Aktie das ATH wohl „knacken“. Ein vorheriger Teilverkauf wäre dann umso ärgerlicher: Zu frühes Verkaufen ist ja einer der größten Börsenfehler…

    Hier erinnere ich mich an meine Home-Depot-Position. Ich hatte 850 Stück davon. Als die Aktien endlich nach vielen Nachkäufen und jahrelanger Wartezeit gute 100% im Plus waren, habe ich 740 verkauft und hiervon zahlreiche neue Aktien gekauft (was auch gut war). Aber: Die restlichen 110 habe ich behalten und sie liegen heute 610% im Plus…

    Daher tendiere ich dazu, wenn nichts Aussergewöhnliches passiert, meine Shell-Aktien zu behalten, egal wohin „die Kurs-Reise“ geht. Geht sie wieder unter 20, verdoppele ich meinen Bestand nochmal, sofern sich ansonsten nichts geändert hat.

  33. Lukas

    @Jens, ExStudentin etc.

    Danke für eure Antworten sehr interessant. Und wenn ich mir heute diesen Artikel im Spiegel durchlese sehe ich mein Gehalt auch schon wieder ein bisschen in einem anderen Licht.

    Das Problem ist aber sicherlich, mit wem man sich vergleicht. Ich vergleiche mich nicht mit meinen Klienten. Dann da bin ich reich. Ich vergleiche mich eben mit Freunden und die verdienen jetzt alle so um die 3000 Netto. 1900 von mir sind im übrigen Steuerklasse 4. Ab nächsten Jahr dann Steuerklasse 5 weil meine Frau besser verdient. Dann dürften wir gemeinsam bei einem Lohn von 5000 liegen und das ist dann doch einiges. Vor allem weil wir nicht vorhaben unseren Lebensstil zu verändern. Okay aus der Studentenwohnung mit 25qm zu zweit sind wir raus. War in Freiburg mit 400€ warm aber auch nicht gerade günstig. Jetzt zahlen wir für 80qm 700warm. Und leider musste für den Job ein Auto angeschafft werden.

    Wie Tim aber ja auch immer schön feststellt. Ein hohes Einkommen bedeutet noch nichts.

    Was eure Tipps bzgl. ETF angeht. Ich stimme zu vielleicht sollte ich jetzt einfach schonmal einsteigen um das ganze zu verfolgen und meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Ich dachte halt ich steige dann mit dem Weihnachtsgeld ein und lege dann aber direkt auch mal 2000€ oder mehr an. Bei 25€ dürften die Ordergebühren doch ordentlich reinschlagen. Den Gedanken es aber als Lernzeit zu sehen finde ich ein guter.

    Danke für eure Gedanken.

    @Sparta:

    Natürlich wird mein Gehalt noch ein bisschen steigen. Aber sicherlich nicht in einem großen vierstelligen Bereich. Zumindest nicht wenn ich nicht was ganz anderes mache. Aber ich gab schon während des Studiums Seminare/Workshops und wenn ich mich in meinem Job eingearbeitet habe und ein bisschen Luft verspüre würde ich damit auch gerne wieder anfangen. Und ja ich will einfach das Geld was mir zur verfügung steht optimal nutzen.Auch weil es mir an sich Spaß macht mich mit Fiinanzen auseinander zu setzen.

  34. Slazenger

    @Claus

    Danke dir für deine Antwort, muss ich mir mal in Ruhe durch den Kopf gehen lassen. Aktuell wäre die Schwelle wo ich über einen teilweisen Anteilsverkauf  bei Shell nachdenke so bei 35-36 €, da hab ich also noch genug Zeit!!!

    Deine Aussagen zu Home Depot zeigen wiedermal eindrucksvoll, was mit Ruhe und Geduld an der Börse möglich ist und zeigen deutlich wie wenig Sinn es macht eine Aktie zu verkaufen von der man überzeugt ist nur weil sie zeitweise mal überbewertet sein könnte. Damit widerspreche ich mir ein Stück weit selbst was Shell betrifft, aber manchmal ergeben sich an der Börse Gelegenheiten und man benötigt Kapital, und da nimmt man dann eben gerne Gewinne auch mal mit.

     

  35. Ich

    @Sven

    wer wird denn hier gleich in die Luft gehen?

    solange jeder seine Strategie findet, ist doch alles gut. Man muß das Rad ja nicht neu erfinden, und es ist immer gut zu wissen, wie andere Menschen handeln.

    Ich glaube du solltest dich nicht an einzelnen Worten aufhalten, und ich denke Freelancer hat das Wort Garantie auch nicht so gemeint, wie du es verwendet hast.

    Wichtig ist nicht als erster die Ziellinie zu erreichen, das wichtigste ist, dass man überhaupt die Ziellinie erreicht. So seh ich das zumindest.

  36. Jan

    Hallo zusammen,

    findet ihr eigentlich die Check24 Werbespots genauso schlimm wie ich?

    https://www.youtube.com/watch?v=o8Bm31V_3xI

    Das Motto „zwei unvergleichliche Familien“ hebt die von Tim angeprangerten (Fehl-)Entwicklungen meines Erachtens doch recht gut hervor.

    Übrigens finde ich es in diesem Zusammenhang wirklich beängstigend , dass heutzutage der Bestandskunde mehr und mehr benachteiligt wird und absolut keinen Stellenwert mehr besitzt. Egal ob Strom, Autoversicherung oder Mobilfunkverträge, immer wird der treue Kunde an die zweite Stelle gesetzt.

    Ich rufe mittlerweile die Anbieter regelmäßig vor dem Vetragsende an, um auf diese Weise halbwegs passable Konditionen aushandeln zu können. Allerdings vermeide ich Anbieterwechsel oftmals, so dass ich im Vergleich zu wechselnden Neukunden vermutlich noch immer benachteiligt werde.

    Mich würde wirklich interessieren wie die treuen Blog-Leser mit dieser Entwicklung umgehen.

    Viele Grüße,

    Jan

  37. Jens

    @Lukas:

    Einmalanlage vs. Sparplan: Ich glaube die wissenschaft sagt, dass bei Einmalanlage die Rendite besser ist. Eine Quelle habe ich dafür aber nicht. Ich finde Sparpläne super, weil man mit kleinen Beträgen anfangen kann und automatisieren kann. Einmal eingerichtet brauchst du theoretisch nur einmal im Jahr in dein Depot gucken, weil deine Vermögensbildung von alleine stattfindet. Sehr charming wie ich finde.

    was die Gebühren angeht, so kommt es auf den Broker an. Aus eigener Erfahrung:

     

    Sparplan bei Comdirect: Comdirect rechnet Kosten prozentual ab und zwar unabhängig von deiner Sparplansumme. Der Prozentsatz ist immer gleich

    Einmalkauf bei Comdirect: Mind. ca. 10€ pro Kauf, bei größeren Summen dann prozentual (aber im Ergebnis > 10€).

    Sparplan bei DKB: Fester Euro Betrag pro Ausführung unabhängig von Sparplansumme

     

    vg

    jens

     

     

  38. Micha

    @Sven,

    mache Dir doch mal über den Unterschied zwischen einem Trader und einem Investor bewusst!

     

    „Gegen eine „lohnende“ Beteiligung ist ja auch nichts einzuwenden. Wenn die Aktie zu teuer ist, lohnt es sich aber eben nicht.“

    Würdest Du immer Dein selbstbewohntes Haus verkaufen, nur weil gerade jemand einen zu hohen Preis dafür anbieten würde? Wenn man mit dem Haus sehr zufrieden ist, dann würde man doch dort vermutlich eher wohnen bleiben, auch wenn es im Augenblick teuer erscheint, weil zuvor ein Bieter den Marktpreis nach oben bewegt hat.

    Eine Beteiligung an einem Unternehmen ist ähnlich: Solange mir die Firma generell gut gefällt (Geschäftsmodell, Kennzahlen) und es sich für mich regelmässig auszahlt (Dividende), dann könnte ich verkaufen, sobald das Angebot verlockend hoch ist, muss es aber doch nicht. Verkaufe ich mein Haus oder Unternehmen, dann habe ich nichts mehr zum Wohnen bzw. das regelmässige Einkommen fällt weg. Es muss in beiden Fällen dringend eine Ersatzlösung her. Dies bedeutet Aufwand und langfristig wieder ein anderes Risiko. Das kann man eingehen oder aber auch nicht.

  39. Titus

    @ALL.              Mein Kommentar abschicken-Button funktioniert nicht. Was also tun?

  40. Titus

    @All – jetzt klappt’s wieder.                                                                                              @Tim – auch von mir großen Glückwunsch zum Zehnten – weiterhin besten Erfolg Dir und Deiner Web-Side!                                                                               @Tim und @All – wie informiert Ihr Euch über das Zeitgeschehen? Die Tageszeitung, Magazine oder geht Ihr gleich Online – quasi als Lektüren-Ersatz?                                                                                                                          @Claus – bei welcher Notierung könnte man JOHNSON & JOHNSON mit einer ersten Teilposition erwerben, denn diesen Titel hätt‘  ich gern als  eine Art Basisinvest?                                                                                                             MERCI Für Eure – gerne auch kurzen – Feedbacks.                                                Titus

  41. Ex-Studentin

    @Lukas

    Es gibt nach wie vor aktuell kostenlose ETF-Sparpläne, falls du mit kleinen Summen anfangen willst. Bei onvista geht es mit 50€ los. https://www.onvista-bank.de/produkte-handel/alle-produkte/sparplaene/etf-sparplaene.html

    Die 3.000€ in deinem Freundeskreis überraschen mich ein wenig. Das kenne ich hier im Stuttgart Raum nur von den großen Firmen (Daimler, Porsche, Bosch etc) bzw alle mit IG-Metall-Tarif. Manchmal ich da auch neidisch, wenn ich mich mit anderen vergleiche, aber letztlich ist jeder seines Glückes Schmied. Ich habe letztens eine interessante Definition von Neid gelesen: „Neid ist, wenn man etwas haben möchte, was ein anderer hat, ohne die Nachteile in Kauf zu nehmen.“ Es gibt selten den perfekten Job. Kollegen mit Ellbogen-Taktik, mieser Chef, viele Reisetätigkeiten.. Es gehört viel Glück dazu, alles auf einmal zu haben und dann noch sehr gut bezahlt zu werden. Manche erzählen auch die negativen Dinge nicht unbedingt. Und im Zweifelsfall: Man kann jederzeit selbst den AG / den Job wechseln. Man sollte nicht alles einfach so hinnehmen, aber ich versuch dankbar zu sein, für das, was ich habe.

  42. Sven

    @ Micha

    „mache Dir doch mal über den Unterschied zwischen einem Trader und einem Investor bewusst!“

    Die wollen beide billig einkaufen und teuer verkaufen, andernfalls ist man weder Trader noch Investor sondern ein Kamel. Da ich nicht weiß, was teuer und billig ist, muss ich „buy and hold“ betreiben. Wenn man jedoch weiß, was teuer und billig ist, wie es die Stockpicker stets vorgeben, wäre es ja geradezu hanebüchen, diese Fähigkeit nicht auszunutzen, sondern ganz bewusst eine nunmehr schlecht rentable Aktie weiter zu halten.

    „Würdest Du immer Dein selbstbewohntes Haus verkaufen, nur weil gerade jemand einen zu hohen Preis dafür anbieten würde?“

    Mein Haus ist kein Investment, sondern eine Lifestyleentscheidung, wo andere Kriterien eine Rolle spielen, insbesondere emotionale Kriterien. Von derartigen Kriterien (ich hänge sooo sehr an der Aktie von diesem herrlichen Unternehmen) sollte man sich am Aktienmarkt tunlichst frei machen. Das wäre ein großer Fehler.

    Ein Aktieninvestment hat nur einen Zweck: Vermehrung des Vermögens und zwar soviel, dass es in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko steht. Alles andere könnte ich nicht nachvollziehen. Was soll an einer unrentablen Aktie so schön und liebenswert sein? Oder möchtest Du sie Dir einrahmen und an die Wand hängen?

  43. Regine

    @ Titus:

    # Tageszeitung an dem Ort wo ich wohne (täglich)
    # Tageszeitung an dem Ort wo ich arbeite (täglich)
    # wenn ich Lust und Nerv habe, eine Wochenzeitung zum Gesamtüberblick (wechselt aber)
    # Magazine nur bei bestimmten Titelthemen, die mich interessieren (kann auch was völlig Konträres sein oder ein ganz anderes Thema just for fun…) -und dann möglichst in der Bücherei 😉
    # Online bei aktuellen Sachen wenn ich schnell einen Überblick brauche/will oder ein paar Kommentare/Berichte aus verschiedenen Blickwinkeln im Vergleich haben möchte, ansonsten bin ich altmodischer „Papier-Leser“
    # wenn gar nichts anderes geht und kein Netz verfügbar ist, aber TV, auch mal Videotext…
    # Wirtschaftsmagazine keine, aber ich denke, da haben die anderen sicher die besseren Tipps. 🙂

  44. K.

    @KM

    bzgl. DE000ETFL235 (gabs bei ein zwei anderen ETFs anderer Anbieter aber auch):

    Die Buchung vom 15./16.1.2018 ist die steuerliche Behandlung der Thesaurierung von Ende Dezember 2017.
    Ich zitiere mal von meiner Steuermitteilung der comdirect:
    „Die von der Kapitalanlagegesellschaft bereitgestellten Mittel dienen dazu, die Abzugsverpflichtung der Bank fu?r Kapitalertragsteuer,
    Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer zu erfu?llen. Dafu?r nicht benötigte Beträge (z.B. aufgrund des Vorliegens einer
    Nichtveranlagungsbescheinigung oder eines Freistellungsauftrages) werden Ihnen gutgeschrieben.“

    Sprich die Bank hat eine Art Barbetrag vom Fonds erhalten um die Steuer für die Thesaurierung abzuführen. Was an Steuer nicht benötigt wurde („Restgeld“ sozusagen) wurde einem gutgeschrieben, das sieht auf den ersten (falschen) Blick aus wie eine Ausschüttung.

    Am 22.1.18 habe ich aber keine Buchung bzw. „Ausschüttung“. Vielleicht hat hier Dein Broker noch etwas nachgerechnet von der vorherigen Buchung/Versteuerung (ist ja alles noch Steuerjahr 2017 in dem Fall) und somit eine Korrektur gebucht.

  45. K.

    @KM

    Das Rumpfgeschäftsjahr ist normalerweise eine „einmalige“ Angelegenheit genauso wie die Thesaurierungen Ende Dez.

    Die Fonds habe u.U. „bilanztechnisch“ eigene Geschäftsjahre (z.B. März bis Februar) die nicht zwingend gleich dem Kalenderjahr (Januar bis Dezember) sein müssen. Auf Grund der Änderung der Besteuerung wurde einmalig ein sog. Rumpfgeschäftsjahr eingelegt, das mit dem Kalenderjahr deckungsgleich ist bzw. mit diesem deckungsgleich „endet“.

    Das dient dazu, die Steuerberechnungen, auch auf Grund der „fiktiven“ Veräußerungen zum 31.12.17 zu erleichtern. Eben Auf Grund der Änderung der Steuergesetzgebung.

    Alles nur damit sich später zur Versteuerung und zur Vorabpauschale leichter rechnen lässt. Aus diesem Grund auch die ggf. durchgeführten Thesaurierungen, auch wenn sie primär ausschüttend sind (und nach meiner Info – ohne Gewähr – auch bleiben).

    Du siehst die haben sehr wohl einen Plan bzw. eine Logik dahinter. Nämlich die Steuerberechnungen zu vereinfachen.

  46. Fit und Gesund

    hallo  Claus,

    danke für Deinen Kommentar, also ein Trading – Depot hab ich nicht *lach*

    Nestlé, Novartis und Roche sind bei den Einzelaktien bereits meine grössten Positionen, Roche kommt nicht vom Fleck, bin glaub seit 2 Jahren immer im Minus damit, momentan um die 9%, aufstocken mag ich dennoch nicht,

    Amgen würde mir noch gefallen, oder BB Biotech…..

    NextEra käme auch in Frage, aber ich werde noch Swiss Re oder Zurich Financials aufstocken,

    dann hätte ich noch gerne einen Reit (ich weiss Du magst die nicht), nämlich STAG, Unilever möchte ich aufstocken und mein Vanguard Asian Pacific ex Japan braucht auch noch einen kleinen Zustupf, auch Shell könnte noch ein klein wenig aufgestockt werden, vielleicht sinkt die Aktie nochmal.

    ich habe auch eine Liste parat was ich kaufen würde bei einem Crash, dann muss ich nicht so viel überlegen.

    liebe Grüsse

     

  47. Micha

    @Sven,

    „Die wollen beide billig einkaufen und teuer verkaufen, andernfalls ist man weder Trader noch Investor sondern ein Kamel.“

    Was auch immer andere wollen, ich jedenfalls möchte möglichst hohe und regelmässige Einnahmen aus einem Investment und denke überhaupt nicht daran zu verkaufen, solange sich an der grundsätzlichen Situation des Unternehmens nichts ändert (und ich weiss, dass nicht nur ich so denke).

    Wer weiss denn vorher immer genau, wann eine Aktie rückblickend betrachtet teuer oder günstig gewesen sein wird?

    Ich habe am 31.10.2017 eine erste Position QCOM zu 50.57USD gekauft. Am 3.11.2017 kam die Ankündigung von AVGO, QCOM übernehmen zu wollen für bis zu 70USD. Seitdem dümpelt die Aktie zwischen 65 und 70USD herum und ich habe nicht verkauft und werde es auch nicht tun, solange AVGO mich nicht dazu zwingt. Lieber würde ich zu um die 50USD mehr QCOM Aktien kaufen und in den nächsten Jahrzehnten von den Unternehmensgewinnen profitieren. Der realisierte Kursgewinn bei Verkauf wäre ein netter, steuerbehafteter Einmaleffekt und kurzfristig auch rentabel, ich möchte aber langfristig ein regelmässiges Einkommen haben und dabei auch nicht ständig auf den Kurs achten müssen. Das ist für mich die rentablere Variante. Zwischendurch zwischen verschiedenen Aktien hin- und herzuspringen wäre doch auch nur eine Art Glücksspiel, es sei denn man wählt dies als Vollzeitbeschäftigung (Trader). Aber ich habe schon eine andere Vollzeitbeschäftigung, mehr muss wirklich nicht sein… 😉

    Sollte mein langfristiger Plan irgendwann mal aufgehen (auch mit den anderen Aktien), dann werde ich gerne für lange Zeit das „Kamel“ gewesen sein.   😉

  48. Andrea

    Jan, ich empfinde es auch so. Wir sind überall die treuesten Kunden und wechseln Strom, Telefonanbieter etc. überhaupt nicht. Ich fühle mich wenig geschätzt von den Kunden, man hat den Eindruck, die haben da eine große Datei, in der unter unserem Namen steht ‚doof und dumm‘. Es ist mir einfach zu lästig, ständig zu wechseln. Letztens kündigte uns die Telekom den Vertrag (wegen der Umstellung von ISDN auf IP-basiertes Telefon) und wir haben einen Minirabatt herausgeschlagen, den man fast als Schmerzensgeld für die unverschämten Schreiben der Telekom sehen konnte. Dabei zahlt man dort noch die höchsten Preise. Nee, mir gefällt das überhaupt nicht. Es müsste umgekehrt sein, man müsste die Rabatte kriegen, wenn man lange irgendwo bleibt. Aber die Firmen denken, sie haben einen im Sack. Vielleicht wechseln wir beim nächsten Mal. Ich ärgere mich zu sehr über die Telekom.

  49. Micha

    @Andrea,

    Stromwechsel kannst Du bspw. hierüber mehr oder weniger automatisieren:

    https://www.switchup.de

    Anmeldung, Tarifauswahl, erste Bonusauszahlung waren ok. Wie nach einem Jahr der Wechsel zum neuen Anbieter wird, werde ich dann erleben. Ich bin aber optimistisch.

  50. Daniel

    Ich rufe mittlerweile die Anbieter regelmäßig vor dem Vetragsende an, um auf diese Weise halbwegs passable Konditionen aushandeln zu können. Allerdings vermeide ich Anbieterwechsel oftmals, so dass ich im Vergleich zu wechselnden Neukunden vermutlich noch immer benachteiligt werde.

    Mich würde wirklich interessieren wie die treuen Blog-Leser mit dieser Entwicklung umgehen.

    Da ich selbst bei einer regionalen Versicherung arbeite habe ich jetzt nicht unbedingt den Zugzwang da ich Sonderkonditionen bekomme. Allerdings hilft hier auch alle 2-3 Jahre mal nachzufragen ob es einen neuen, günstigeren Tarif gibt. Viele andere kürzbare Abos habe ich nicht, Netflix und Amazon lassen nicht mit sich handeln 😉

    Strom und Gas tue ich mir nur alle 2 Jahre an, Internetverträge fasse ich nicht an, habe ich zu DSL Zeiten schon nicht (nerver touch a running system), da ich auch hier beruflich darauf angewiesen bin, seitdem bei uns im Dorf Glasfaser mit Fiber To The Home liegt sind die Datenraten um Faktor 10 gestiegen ohne das irgendjemand etwas mehr dafür zahlt.

    @All – wie informiert Ihr Euch über das Zeitgeschehen? Die Tageszeitung, Magazine oder geht Ihr gleich Online – quasi als Lektüren-Ersatz?

    Westfälische Nachrichten für Dinge die mich unmittelbar im Regionalen betreffen, z.B. Bauarbeiten, Zugplanveränderungen, regionale Ereignisse

    Faz gelegentlich für Finanzthemen, manchmal sehr schlecht recherchiert, dafür manchmal sehr tiefgreifend und interessant, z.B. zuletzt zur Steuerreform. Politisch gesehen halte ich die Faz für relativ ausgewogen

    Welt.de lese ich auch gelegentlich, ich würde sie schon in den leicht konservativen Bereich einsortieren, zumindest deutlich weiter rechts positioniert als z.B. der linke Spiegel

    Tichys Einblick lese ich sehr geren, für mich eine gut gemachte, übersichtliche Nachrichtenseite zum politischen Gesehen, teils konservativ, aber eher aus FDP Sicht geschrieben

    Achgut.com lese ich auch häufig, sehr kritisch mit den Ereignissen die hier in Deutschland stattfinden, ich will nicht sagen rechts ausgerichtet, aber mit der gehörigen Portion Skepsis die die meisten Bürger in sich tragen wenn sie den Unsinn hören denen die Politiker einen verzapfen wollen.

    Tagesschau, heute Journal etc. sind für mich Tabu, das ist für mich linksausgerichtete Staatspropaganda. Überhaupt schaue ich keine Nachrichten im Fernsehen sondern lediglich Bundestagsdebatten die Live auf Phoenix übertragen werden.

    Was auch immer andere wollen, ich jedenfalls möchte möglichst hohe und regelmässige Einnahmen aus einem Investment und denke überhaupt nicht daran zu verkaufen, solange sich an der grundsätzlichen Situation des Unternehmens nichts ändert (und ich weiss, dass nicht nur ich so denke).

    Das hört sich für mich aber nicht nach einem Aktieninvestor an sondern eigentlich jemanden der sich mal mit Unternehmensanleihen beschäftigen sollte. Denn hier hast Du deine regelmäßigen Einnahmen, sogar während einer massiven Korrektur.

  51. Pametan

    Hallo Claus,

    hast Du Deine H&M Position eigentlich noch? Der Abwärtstrend kommt ja gar nicht mehr zum stoppen. So scheint es zumindest.

    Viele Grüße

    P.

  52. Claus

    @ Titus

    J&J ist ein Basisinvestment, eigentlich schon ein „kleiner Fonds“. Wirklich billig ist diese Aktie fast nie. Hier kann man eigentlich immer nach Kursrücksetzern einsteigen/aufstocken, wenn man langfristig dabei bleiben will.

    Da ich keine Glaskugel habe, kann ich Dir leider keinen perfekten Einstiegskurs nennen… (lach). Ich habe Ende 2012 bei ca. 55€ gekauft und es bis heute nicht bereut.

    @ Fit und gesund

    Hallo,

    das mit meinem kleinen „Trading-Depot“ (5%) ist ja nur ein Testballon von mir. Wirkliches „Traden“ betreibe ich nicht. Hier versuche ich nur die für mich „glasklaren“ Gelegenheiten, die sich immer wieder mal an der Börse ergeben, auszunutzen.

    Die Haltedauer spielt hierbei keine Rolle. Ich möchte einfach mal sehen, ob die Performance tatsächlich schlechter ist, als in meinem Langfristdepot (Trading kostet ja nur Geld und bringt nichts, so die allgemeine Meinung). Wichtig war mir hier eine klare Trennung zum Langfristdepot sowie geringe Gebühren. Die Gebühren sind wirklich extrem günstig. Ganze 2 USD je Kauf oder Verkauf, unabhängig der Kaufsumme.

    Seit Oktober 2017 läuft gerade erst mein 2. „Trade“. Der 1. (GIS) brachte 15% in 48 Tagen. Der 2. (MO) liegt seit letztem Donnerstag bereits 5% im Plus. Mal sehen. Ich kaufe hier nur, wenn sich etwas Sinnvolles ergibt, ansonsten passiert nichts.

    Eine Kaufliste für Gelegenheiten parat zu haben, ist sehr sinnvoll. So vermeidest Du Emotionen, wenn die Gelegenheiten da sind. Du kannst dann ganz gelassen Deine Kauforder aufgeben, während andere gestresst sind und panisch verkaufen. Das werden meistens die erfolgreichsten Investments.

    Du darfst in der Situation dann nur nicht wankelmütig werden, zu viel nachdenken und zögern. Das passiert sehr schnell und fast immer war es eine gute Kaufgelegenheit und im Nachhinein ärgert man sich über die verpaßte Chance. Das kennt wohl fast jeder.

    Wünsche Dir und allen anderen einen schönen Tag

  53. Claus

    @ Pametan

    H & M habe ich noch, doch seit der verunglückten Werbeaktion zuletzt haben sie sich die letzten Sympathien bei mir verscherzt und stehen eigentlich auf der Verkaufsliste.

    Doch Emotionen helfen nicht, um die richtigen Entscheidungen zu treffen. Es könnte gerade der schlechteste Moment sein, um zu verkaufen. Da es meine einzige Minusposition ist und mein Depot hierdurch nicht besonders „leidet“, könnte ich einfach weiter abwarten.

    Was gibt es noch Positives zu H & M?
    Die Bilanz ist noch immer stark. Sie haben keine Schulden und erzielen gute Gewinne. Stefan Persson, der Aufsichtsratvorsitzende und Sohn des Gründers hat kürzlich im Dezember 20 Mio H&M-Aktien gekauft. Positiv ist eigentlich auch, dass alles Negative im Kurs enthalten sein sollte. Die Dividende ist auch ordentlich, aber m.E. gefährdet, wenn die geschäftliche Entwicklung sich nicht verbessert.

    Der Kurs scheint um 16€ „festzuhängen“. Die Stimmung ist extrem negativ. Doch jedem Verkäufer steht auch immer ein Käufer gegenüber, ansonsten gäbe es keinen Handel.

    Von den nächsten Zahlen erwarte ich nichts Positives, aufgrund der zu hohen Lagerbestände, des milden Winters und der negativen Presse. Positiv ist für H & M der fallende Dollar.

    Die nächsten Zahlen könnten eine Entscheidung bringen. Gibt es unerwartet Negatives zu berichten, könnte der Kurs nochmals deutlich absacken. Gibt es Licht am Ende des Tunnels, kann es auch recht schnell aufwärts gehen.

    Werde mir wohl ein gedachtes Kurslimit setzen, bei dem ich verkaufe, wenn es unterschritten wird. Vielleicht so um die 15€ herum.

    Liebe Grüße

  54. Markus

    @Ex-Studentin:

    Könntest du vielleicht bitte mal kurz vorrechnen/vorstellen, wie ihr beide von den 2000 Euro netto lebt?

    Peilst du eine bestimmte Depot- bzw. Vermögenshöhe an, um in Teilzeit zu wechseln (oder machst du das von anderen Faktoren abhängig)? Falls ja, an welche Höhe denkst du dabei?

    LG

    Markus

     

  55. Sven

    @ Micha

    „Was auch immer andere wollen, ich jedenfalls möchte möglichst hohe und regelmässige Einnahmen aus einem Investment und denke überhaupt nicht daran zu verkaufen, solange sich an der grundsätzlichen Situation des Unternehmens nichts ändert“

    Es ging aber gerade darum, dass sich an der Situation des Unternehmens etwas ändert, nämlich hin zu schlechteren Zukunftsprognosen.

    „(und ich weiss, dass nicht nur ich so denke).“

    Ich weiß! Das bedeutet was?

    „Wer weiss denn vorher immer genau, wann eine Aktie rückblickend betrachtet teuer oder günstig gewesen sein wird?“

    Keine Ahnung! Aber als Stockpicker sollte man das können, andernfalls ist es ein reines Glücksspiel. Also weder Trader, Investor, Kamel, sondern Glücksspieler (eigentlich auch Kamel).

  56. Freelancer Sebastian

    @ Sven

    Abgesehen vom merklich absinkenden Niveau der Gesprächsführung, wird man aus deinen Aussagen nicht schlau.

    Du hast doch mit der Erklärung „Wenn man eine bestimmte Aktienposition hält und nicht bereit wäre, unter den heutigen Bedingungen in diese Aktie zu investieren, dann gehört diese Position verkauft. Was soll es bringen, eine Aktie zu halten, die man heute nicht mehr kaufen würde?“ begonnen.

    Die Erklärung für dieses merkwürdige Verhalten unsererseits ist der aktuelle PREIS an der Börse. Wir kaufen eben nicht zu jedem Preis. Deshalb muss ein Verkauf aber nicht die logische Schlußfolgerung sein. Das ist alles.

    Bei dir klingt das frei nach Jesse Livermore „wenn ich nicht long gehe (kaufe), muss ich short gehen (verkaufen)“. Das sehe ich eben gut begründet anders.

    Man kann natürlich auch etwas anderes wollen als das Gesamtvermögen zu steigern. Das ist dann aber kein Investieren.

    Ein Aktieninvestment hat nur einen Zweck: Vermehrung des Vermögens

    Auch diese Aussagen halte ich für Unsinn. Es gibt nicht wenige, die den Cashflow entscheidend finden. Sicherlich ist die Wertsteigerung der Aktie ein schöner (Neben-)Aspekt. Auf dem Papier wird man reicher.

    Mich interessieren aber eher Umsatz- und Gewinnentwicklung meiner Unternehmensbeteiligungen. Der Profit ergibt sich dann schon.

    Man kann auch der Meinung sein, dass sich jemand, der nur den aktuellen BÖRSENPREIS (auch von seinen ETF) für sein Vermögen hält, in die Tasche lügt.

    Ansonsten wird hier ein hilfsbereiter, freundlicher Umgangston gepflegt, den du leider vermissen läßt. Zynismus mag cool erscheinen („die Stockpicker“), bringt uns beim Lernen aber nicht weiter.

  57. Titus

    @Regine und @Daniel.                                                                                                BESTEN Dank für Eure ausführlichen Stellungnahmen!                                     @Claus  .                                                                                                                               Ja, so ist das nunmal: Jetzt hat man zwar etliche Investment-Wünsche aber nicht die „passenden” Notierungen zu.                                                                   Mit Deinem Erwerb an Anteilsscheinen vom 300 Milliarden Koloß J&J hast Du’s richtig gemacht und:  E i n f a c h  die Guten Papiere dauer-halten!                   Nochmals BESTEN Dank auch an Dich von     Titus

  58. Micha

    @Freelancer Sebastian

    Danke für Deinen Beitrag. Du hast mir damit meine Antwort erspart.  🙂

     

    @Daniel

    „Das hört sich für mich aber nicht nach einem Aktieninvestor an sondern eigentlich jemanden der sich mal mit Unternehmensanleihen beschäftigen sollte.“

    Für mich hört sich das nach einem Aktieninvestor mit ausgeprägtem Interesse an einem Einkommen aus Dividenden an.

    „Denn hier hast Du deine regelmäßigen Einnahmen, sogar während einer massiven Korrektur.“

    Passt schon, das schaffen Aktien ja auch.

  59. Ex-Studentin

    @Markus

    Wir führen kein Euro-genaues Haushaltsbuch, aber so sind unsere Ausgaben grob aufgeschlüsselt:

    900 Wohnung (inkl. Strom / Internet, GEZ)
    350€ Essen, Supermarkt
    50€ Kleidung
    50€ Versicherungen
    100€ Bahn + Fahrrad
    350€ Urlaub, Elektrik, Möbel, Unternehmungen, Medikamente etc.

    In Summe müssten wir etwa bei 1.800€ +/-pro Monat liegen. Mein Freund lebt etwas sparsamer als ich. Ich kaufe eher mal Kleidung und zahle mehr für Zugtickets zu meinen Eltern. Wir haben beide kein Auto und fahren mit dem Rad zur Arbeit. Wir unternehmen zwar ab und zu was mit Freunden (Essen gehen, Kino), aber das sind nun auch keine Unsummen. Mal sehen, ob wir den Lebensstil so auf Dauer aufrecht halten können. Mein Freund hat seine Stunden bereits reduziert und ich würde gerne auf 35h runtergehen. An sich ist das unabhängig von meinem Depot/Vermögen. Ich will einfach mehr Freizeit, weil ich die letzten 4 Jahre für meine Firma gelebt habe und mir das gesundheitlich zu schaffen macht. Ich bin gerade mal 25 und dem Burnout nahe. Dass ich die letzten Jahre gut gespart habe, stärkt mir den Rücken. Mein AG stellt sich bei den 35h aktuell quer, aber durch mein Erspartes könnte ich theoretisch kündigen und mir entspannt einen neuen Job suchen.

  60. Björn

    @ex-studentin: Da habt ihr aber eure monatlichen Ausgaben super im Griff. Wir liegen da mit 2 Kindern um einiges drüber, aber das ist ja auch normal. Ich finde es nur immer wichtig, dass man trotzdem einen Betrag im Monat fürs Sparen in Aktien zurücklegt.

    Ich bin zur Zeit am überlegen, ob ich noch einen zweiten REIT neben Realty Income mit LTC Properties ins Depot lege. Hat jemand von euch diesen REIT?

  61. Daniel

    Für mich hört sich das nach einem Aktieninvestor mit ausgeprägtem Interesse an einem Einkommen aus Dividenden an.

    Dividenden sind aber kein Einkommen sondern eine Umbuchung

    Passt schon, das schaffen Aktien ja auch.

    Du meinst z.B. die sicheren Energieversorger hier in Deutschland die stets als absolute Dividenden-Stabilitätsanker gesehen wurden? 😉

    Und wie viele sind das rückblickend betrachtet die das durch eine Krise schaffen? Dotcom oder Immo-Krise? Eine Handvoll. Man kann sich darauf verlassen, aber eine Dividende ist dennoch nichts was man als regelmäßiges Einkommen bezeichnen sollte. Bei einer Anleihe ist stets klar dass die Summe XY am Tag X auf dem Konto landet. Und diese Einzahlung des Coupons wird auch nicht umgebucht sondern ist eine Zinszahlung. Hier gibt es nur den Ausfall des Schuldners als Risiko, sofern man aber nicht im Ramsch Bereich unterwegs ist und selbst da bist du als Anleihe-Gläubiger vor den Aktionären dran.

    Wir befinden uns seit 2008 in der absoluten Börsen-Schönwetterphase aus billigstem Geld das es jedem Unternehmen absolut einfach macht Dividenden aus dem Ärmel zu schütteln. Vermutlich ist es sogar billiger die Dividenden über einen Kredit den sie für fast umsonst bekommen zu finanzieren. Das wird aber nicht ewig anhalten.

     

  62. Ex-Studentin

    @Björn

    Mit Kindern wird es definitiv teurer. Dann kostet plötzlich die Wohnung schon 1500€ und bei Kinderturnen, Arzt- und Elternbesuchen merkt man, wie praktisch ein Auto ist. Ich hoffe, dass zumindest die KITA & Kindergartenplätze günstiger werden, bis wir mal Kinder haben. 300-600€ je nach Alter des Kindes sind viel Geld. Wir haben keine Großeltern in der Nähe, die auf die Kinder aufpassen können. Das macht mir alles ein wenig Angst, aber das motiviert mich auch, nun in jungen Jahren zu sparen.

  63. Sven

    @Freelancer Sebastian

    Tja, ich nehme an, Du wirst jetzt weiterhin einen Nebenkriegsschauplatz nach dem anderen aufmachen, Nebelkerzen zünden und ein angeblich mangelndes Gesprächsniveau sowie Zynismus beklagen. Ferner wirfst Du mir mangelnde Hilfsbereitschaft und einen unfreundlichen Umgangston vor, und schon hat man mit der Dampfwalze von der eigentlichen Sache abgelenkt.

     

    „Bei dir klingt das frei nach Jesse Livermore „wenn ich nicht long gehe (kaufe), muss ich short gehen (verkaufen)“. „

    Das ist reiner Blödsinn, der nichts mit meiner ursprünglichen Aussage zu tun hat. Aktien verkaufen und auf fallende Kurse setzen sind natürlich zwei völlig unterschiedliche Dinge. Nur weil ich glaube, dass sich eine Aktie in Zukunft nicht gut entwickelt, muss sie ja nicht im Kurs sinken. Ich meine, das sollte jeder gut nachvollziehen können.

    „Auch diese Aussagen halte ich für Unsinn. Es gibt nicht wenige, die den Cashflow entscheidend finden.“

    Auch das ist mir bekannt. Aber was spielt es für eine Rolle, wenn „nicht wenige“ es tun? Interessant wäre es, einmal zu hören, was das bringen soll?

    Du darfst mir gern Dein Geld geben, und ich gebe Dir davon jeden Monat einen Teil zurück. Dann hast Du Deinen heiss ersehnten, alles entscheidenden Cashflow. Das willst Du natürlich nicht, sondern natürlich kommt es Dir auf die Steigerung Deines Gesamtvermögens an.

    „Man kann auch der Meinung sein, dass sich jemand, der nur den aktuellen BÖRSENPREIS (auch von seinen ETF) für sein Vermögen hält, in die Tasche lügt.“

    Selbstverständlich kann man das. Man kann sich auch ein Loch in die Kniescheibe bohren, heiße Milch hineinkippen und behaupten, dass das sinnvoll ist.

    Natürlich sind meine Geldanlagen mein Vermögen. Was denn sonst? Und meine Geldanlagen schwanken nun einmal im Wert. Wenn die Kurse heute um 1% sinken, habe ich 1% Verlust gemacht. Das ist ein realer, echter Verlust. Da steht nichts in irgendwelchen Büchern. Der Umstand, dass ich am nächsten Tag wieder Gewinn machen kann, ändert auch nichts daran, dass es so etwas wie Buchverluste oder -gewinne nicht gibt, sondern nur Verluste und Gewinne. Das Ausblenden dieser offenkundigen Realität hilft Dir nicht weiter, sondern führt in der Folge nur zu Fehlannahmen, kruden Rechnungen und Selbstbetrug.

    Und ja, der aktuelle Börsenkurs ist der aktuelle Wert meiner Anlagen. Was denn sonst? Zu diesem Preis kann ich jederzeit verkaufen.

    Es bringt Dir nichts, mit dem Fuß aufzustampfen und den aktuellen Börsenpreis nicht fair zu finden.

    Und ja, ich nenne Dich (und Euch) Stockpicker. Was ist daran zynisch? Welche Bezeichnung ist Dir lieber?

    Ich kann Euch ja auch „Anleger, die vorgeben, den fairen Wert einer Aktie ermitteln zu können, dann aber fragen, wie man das macht“ nennen. Das war mir bisher aber zu sperrig.

    Eurer hilfsberiter Umgangston, mit dem Ihr Euch netterweise immer wieder gegenseitig in Euren Fehlannahmen bestätigt, hat zu einer erschreckenden Filterblase geführt.

     

     

     

  64. Freelancer Sebastian

    @ Sven

    Nach deiner Logik ist (oder war?) jeder Bitcoinbesitzer im letzten Jahr ein genialer Investor, hat er doch sein „Vermögen“ auf dem Papier verzigfacht.

    Die Dividendendebatte möchtest du wiederbeleben? Nein, danke. Jeder wie er mag.

    Es gibt auch einen Grund, warum ich dir mein Geld nicht anvertraue, obwohl du mir Auszahlungen versprichst. Ich kann nicht ergründen, ob du mit meinem Geld finanziell klug umgehst, um die Auszahlungen zu finanzieren. Ich bezweifle es.

    Richtig. Entscheidend ist nicht die Dividende, sondern das Geschäftsmodell des Unternehmens. Wie ich oben schon schrieb, interessiert mich der Börsenpreis und das Vermögen auf dem Papier, das für dich so wichtig ist, nur sekundär.

    Wenn meine Unternehmen ihre Umsätze und Gewinne langfristig steigern, dann bin ich zufrieden. Ich werde davon profitieren. Durch Dividenden, Wert- und Preiswachstum, was auch immer. Wie verstehst du denn deinen ETF?

    Die Logik von Dividendeneinnahmen können dir andere hier wesentlich besser erläutern. Mir geht einfach nicht in den Kopf, warum du so einen miesepetrigen Ton anschlagen musst. Nerven dich die „Stockpicker“ so sehr?

  65. Sparta

    @Sven

    Wenn jemand ne ordentliche Sparquote hat und dass im Aktienmarkt long investiert ist es doch jedem sein persönliches Ding ob er sich eher mit etf`s oder mit Aktien wohlfühlt.

    Eine friedliche Koexistenz sollte doch möglich sein, ohne dass die jeweilige Seite der anderen Unfähigkeit oder Reizwörter um die Ohren knallt.

    Insbesondere dann, wenn der jeweilige Investor doch finanziell besser vorsorgt als grob geschätzt ein großer Teil der Bevölkerung.

    Die „Trigger-Worte & Pauschal-Thesen“ sind manchmal sehr individuell… Stock-Picker ist für mich eigentlich kein Trigger, sondern einfach nur ne Tatsache (ohne emotionale Wertung!). Die damalige Diskussion der individuellen Wahrnehmung, dass etf-Investoren überwiegend unbedarft sind, fand ich dagegen mehr emotional überladen.

    Die Filterblase gibt es genauso bei uns Indexlern, wenn nur noch „Kommer/Bernstein etc.“ als das einzig wahre angesehen wird und alles andere schrecklich falsch sein muss. Tim, Oli, Claus und einige mehr haben auch, bzw. ausschließlich nur mit einzelnen Aktien ein mittleres Vermögen aufbauen können.

    Ein „Durchschnittsmensch“ würde diesen schrecklichen Fehler vermutlich auch gerne gemacht haben. 😉

    Sicherlich gibt es auch Investoren, die sowohl mit Aktien wie auch „komischerweise“ mit etf`s schlechte Ergebnisse einfahren!

    Die Besserwisserei bringt auch nix, da niemand die Verantwortung (Gewinn/Verlust) für ein anderes (wahrscheinlich häufig unbekanntes) Leben übernehmen kann und wird.

  66. Sterbai

    @Ex-Studentin. JA, mit Kindern wird es nicht einfacher, aber schöner. Und es ist machbar wenn beide Elternteile mitziehen. Wir haben 3 Jungs (8,5,2), meine Frau hat jetzt nen neuen Job bei Aldi (19,5 Std/Woche), ich arbeite 37,5Std/Woche und wir haben niemand der auf die Jungs aufpassen kann. Ich muss sagen nach dem ersten Monat, das Klappt bestens. Schöner Nebeneffekt, ich mach mehr mut den Jungs, da ich 2mal pro Woche ab 14 Uhr daheim bin.

    Bei uns in der Pfalz gibt es glücklicherweise keine KiTa-Beiträge, über den Rhein in Mannhein sieht es auch anders aus.

    unsere Sparquote liegt bei ca. 45%, und wir haben nicht das Gefühl dass uns was fehlt. Und das mit einem Teilzeitjob bei Aldi, und ne Vollzeitstelle als Meister.

     

  67. Sven

    @ Freelancer Sebastian

    „Nach deiner Logik ist (oder war?) jeder Bitcoinbesitzer im letzten Jahr ein genialer Investor, hat er doch sein „Vermögen“ auf dem Papier verzigfacht.“

    Du willst es offenbar nicht verstehen?!

    Ja, Bitcoinbesitzer haben ihr Vermögen verzigfacht! Nicht „auf dem Papier“, sondern real und echt! Und das sind ungefähr so geniale Investoren wie Lottospieler.

    Und ja, danach haben einige wieder einen Teil verloren, ebenso real und echt.

    Keine Ahnung wo ich behauptet haben soll, dass das genial ist. Es ist halt nur so!

    „Wie ich oben schon schrieb, interessiert mich der Börsenpreis und das Vermögen auf dem Papier, das für dich so wichtig ist, nur sekundär.“

    Das kannst Du halten wie ein Dachdecker. Wenn Dich Preise nur sekundär interessieren bist Du aber weder ein Investor noch ein Trader. Keine Ahnung was Du da betreibst. Wahrscheinlich eine Shoppingtour an der Börse.

    @ Sparta

    „Eine friedliche Koexistenz sollte doch möglich sein, ohne dass die jeweilige Seite der anderen Unfähigkeit oder Reizwörter um die Ohren knallt.“

    Es werden da Dinge verdreht, Worte in den Mund gelegt und absichtlich missverstanden. Argumente: Fehlanzeige!

    „Ich sehe es aber so!“ heißt es dann.

    Da hier scheinbar auch Kinder mitlesen, muss das mal geklärt werden. Man muss das andauernde „Spare eifrig und kaufe irgendwelche Aktien oder ETFs“ doch irgendwann einmal hinterfragen. Da gehört schon etwas mehr dazu.

     

  68. Andreas

    @Sven

    „Du darfst mir gern Dein Geld geben, und ich gebe Dir davon jeden Monat einen Teil zurück. Dann hast Du Deinen heiss ersehnten, alles entscheidenden Cashflow. Das willst Du natürlich nicht, sondern natürlich kommt es Dir auf die Steigerung Deines Gesamtvermögens an.“

    Also wenn mir ein Unternehmen jährlich eine Dividendenrendite von 5/6 Prozent auszahlt, der Aktienkurs aber übers ja dann gleich bleibt, steigere ich ja mein Vermögen. Und selbst bei zuletzt langweiligen Aktien wie Pfizer oder Novartis ist das ja der Fall, Dividende, der damit verbundene Kursverlust ist schnell ausgeglichen. Nur wenn ich mich mit einer solchen Rendite nicht zufrieden gebe, dann müsste ich verkaufen.

  69. Bernd

    @Sterbai

    Respekt. 45% Sparquote bei drei Kindern ist eine Hausnummer. Wir haben drei Mädchen (6, 3, 1) und müssen ordentlich Kita-Gebühren bezahlen, dazu kommen zwei Autos und ein noch nicht abbezahltes Haus. Wenn man die Tilgung mitrechnet, kommen wir auf etwa 30% Sparquote. Finanziell sind wir zufrieden. Das einzige, was uns wirklich fehlt, ist Zeit für uns selber. Deshalb will ich ich, so bald es machbar ist, meine Stunden reduzieren (zur Zeit 41 Stunden die Woche).

  70. Chrushin75

    @ Ex-Studentin,

     

    Du musst gut auf Dich aufpassen.

    Wenn ich das lese, 25 Jahre, keine Kinder, 35h bis 50h/Woche, nahe burn-out, dann stimmt was nicht oder Du machst was falsch.

    Ich bin 43, habe Kinder, bin selbständig und habe ein Unternehmen mit 14 Mitarbeitern, arbeite 60h/Woche für den Job und habe trotzdem noch Zeit für die Familie und ab und zu, wenn auch selten, für mich selber. Und ja, das Leben ist nicht immer einfach und meine „Wehwechen“ nehmen mit zunehmendem Alter auch zu, und auch ich bin ab und zu sehr gestresst, aber burn-out? Ein mittlerweile gerne und oft verwendeter Begriff den man wirklich nicht immer einfach mal so erwähnen sollte.

    Dir und Deinem Freund alles Gute & viel Kraft für die Zukunft.

     

  71. Sven

    @ Andreas

    „…Dividende, der damit verbundene Kursverlust ist schnell ausgeglichen…“

    So naiv kann eigentlich nur jemand daher reden, der keinerlei Erfahrung hat und bislang nur die Schönwetterbörse mitgemacht hat. Und das ist eben Teil meiner Kritik.

    Da wird so getan, als sei es ein Naturgesetz, dass der Aktienkurs nach Dividendenausschüttung steigt.

    „Also wenn mir ein Unternehmen jährlich eine Dividendenrendite von 5/6 Prozent auszahlt, der Aktienkurs aber übers ja dann gleich bleibt, steigere ich ja mein Vermögen.“

    Ja, und wenn ein Unternehmen keine Dividenden zahlt, der Aktienkurs steigt aber um 5/6 Prozent, steigere ich auch mein  Vermögen. Was also möchtest Du mir sagen? Dass Dividenden eine tolle Sache sind? Dividenden sind kein besonderes Geld, sondern es ist wirklich ganz normales Geld.

     

  72. Andreas

    @Sven

    Grundsätzlich gefällt mir der Ton langsam nicht mehr von Dir, sorry. Ich habe nie etwas von Naturgesetz geschrieben und es hat nichts mit Naivität zu tun. Und es hat auch nichts mit „Schön Wetter Börse“ zu tun. In der Krise stürzen fast alle Aktien ab. Es ging nur darum aufzuzeigen, dass man eben auch mit Dividendenaktien, die gerade im Kurs nicht stark steigen, diesen zumindest halten, sein Vermögen steigert.

    Und ja, ob eine Aktie um 5 Prozent steigt oder man eine Dividende von 5 Prozent kommt ist in der Summe egal. Aber akzeptiere doch einfach, dass sich manche Anleger mit Dividendenaktien einfach wohl fühlen können. Die Frage ist also, was du mir sagen möchtest? Die Ausgangsbehauptung oder Diskussion war, dass du geschrieben hast, dass man Aktien verkaufen sollte, wenn man ihnen kein Wachstum mehr zutraut. Meine und die Aussage anderer war, dass es für uns völlig ok ist, solange vom Unternehmen die Zahlen stimmen und die Dividende fließt, denn auch dann wächst eben das Geld. Wir haben nie von besonderem Geld gesprochen. Es gibt eben Anleger, die halten nichts von Kauf und Verkauf, weil man den Markt eben schlecht timen kann, Gebühren zahlt, nie weiß, wenn man eine Aktie verkauft, weil man denkt, die wächst nicht mehr, ob sie nicht doch ein Jahr später deutlich steigt. Genauso weiß man eben nie, bei einem Neukauf, ob sich da der Aktienkurs so steigert wie gewünscht. Insofern hat das eher etwas mit Naivität zu tun, wenn man denkt, dass man schlauer ist als der Markt oder schlauer als Anleger, die einfach an ihren Aktien festhalten…

  73. Ich

    Tja, ich nehme an, Du wirst jetzt weiterhin einen Nebenkriegsschauplatz nach dem anderen aufmachen, Nebelkerzen zünden und ein angeblich mangelndes Gesprächsniveau sowie Zynismus beklagen. Ferner wirfst Du mir mangelnde Hilfsbereitschaft und einen unfreundlichen Umgangston vor, und schon hat man mit der Dampfwalze von der eigentlichen Sache abgelenkt.

     

    Also ich finde, Freelancer hat in keinster Weise vom eigentlichen Thema abgelenkt. Ich denke eher umgekehrt, dass man einen Diskussionsbeitrag nicht mit Tja beginnen sollte. Man sollte da nämlich viel mehr an die Kinder denken. Die kleinen Racker könnten solche interjektionen gewohnheitsmäßig annehmen.  Und wir wissen ja alle, dass Tja eine eher trotzige, negative Zusammenfassung eines Gesprächbeitrags ist. Und wer will schon patzige Kinder haben.

  74. Sterbai

    @Bernd

    Wenn wir unsere Nettoeinahmen (Gehälter, Kindergeld, Mieteinnahmen) abzüglich aller Ausgaben (hier sind auch die Immobilienkredite drin) abziehe kommen wir auf die 45%.

    Wir haben allerdings unsere Kosten reduziert indem wir zum Beispiel statt 2 Autos nur noch eines haben. Wir fahren beide mit dem Rad zur Arbeit. Was uns geholfen hat war auch die Ausgaben in einer Tabelle zu packen (da sind Posten gewesen, die hatten wir nicht im Blick)

    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=d88db3-1516986087.jpg

  75. Bernd

    @Sterbai

    Super Liste, so eine Aufstellung haben wir bisher noch nicht. Werde ich ändern. Leider sind wir beide Fernpendler und auf zwei Autos angewiesen. Wir sind übrigens auch Kunden der Sparda-Bank und der Ing-Diba. Das aber nur am Rand. Danke für die Liste.

  76. June

    Hallo Sterbai,

    deine Aufstellung sieht sehr gut aus. Ihr habt auch bereits Mieteinnahmen, eine tolle Entscheidung. Zudem führt ihr einen ausgewogenen Lebenstil. Daduch kann man viel mehr erreichen als Paare in vergleichbarer Situation mit 3 Kindern. Was euch auch noch zugute kommt, sind die guten Löhne in der Kurpfalz und die noch gemäßigten Kosten.

    Wir haben auf unserem Weg von Norden nach Süden, auch mal einige Zeit in der Kurpfalz gewohnt und hatten einen gutes Auskommen. Nachdem wir dann einige Jahre später bei Stuttgart unsere Zelte aufgebaut haben, kam zu schwäbischen Kulturschock die Ernüchterung, dass das sehr viel höhere Gehalt die Stuttgarter Preise nicht ausgleichen konnte.

    Inzwischen fühlen wir uns aber auch hier wohl.

    @Ex-Studentin,

    man kann sich das, wenn man noch keine Kinder hat nicht richtig vorstellen, aber meist wächst man tatsächlich über sich hinaus. Ich habe gerade eine Kollegin mit 3 Kindern sie arbeitet Vollzeit und das geht gaz toll, weil ihr Mann auch von zuhause arbeiten kann.

    Pass auf dich auf. Und suche ganz dringend deinen Energiefresser.

    Take care,

    June

     

  77. Micha

    @Daniel

    „Dividenden sind aber kein Einkommen sondern eine Umbuchung“

    Wenn ich schreibe, dass ich gerne ein Einkommen aus Dividenden hätte, dann meint das eher, dass ich gerne von den Dividenden leben möchte. Das die schwanken oder ausfallen können, ist mir bekannt.

    „Umbuchung“?

    Du meinst hoffentlich nicht diese leidige „linke Tasche – rechte Tasche“-Diskussion. Die Dividende, sofern aus dem Gewinn bezahlt, ist eine Gewinnbeteiligung und hat erstmal nichts direkt mit dem Preis des Unternehmens an den Börsen zu tun, höchstens mit seinem Wert. Aber auf immer dieselbe Diskussion habe ich keine Lust. Jeder kann sich ja aussuchen, wie er investiert oder spekuliert. Mir ist es lieber, mich an möglichst soliden Unternehmen zu beteiligen, die mir regelmässig einen Anteil des Gewinns abgeben, als zu hoffen, dass ich eine Aktie in zig Jahren zu einem guten Kurs verkauft bekomme. Sollte das nämlich nicht funktionieren, dann hätte ich von der Aktie gar nichts gehabt. Gute Dividendenaktien können zusätzlich natürlich auch eine gute Kursentwicklung haben. Unternehmen, die langfristig nur auf Kredit auszahlen, sollte man natürlich nicht anfassen.

    Mit Anleihen kenne ich mich gar nicht aus, da lasse ich die Finger von, ebenso vom Bereich „Kryptokrempelspekulation“.

    Deutsche Einzelaktien habe ich schon seit ca. 15 Jahren keine mehr und nach den von Dir angedeuteten Erfahrungen bleibe ich da auch sehr skeptisch. Natürlich ist die Zeit seit 2008 eine besondere, hohe Verschuldung durch günstige Kredite eine Gefahr. Ich bin mir der Rückschlagsgefahr aber schon bewusst: Ich habe erste Fonds und Aktien in den 1990ern erstanden und kenne damit auch die Börsenzeiten vor 2008. Kann man alles gut überleben, wenn man nicht nur Fehler macht…   😉

  78. Kiev

    @Sterbai
    Ein Haushaltsbuch gibt uns auch einen sehr guten Überblick über unsere Finanzen. Aus Faulheit hebe ich regelmäßig Bargeld ab und zahle damit. Es handelt sich bei meinen Barausgaben nur um Lebensmittel, die ich zweimal Mal pro Woche kaufe. Die brauche ich nicht genau aufstellen. Wir geben mit zwei Kindern auch um 2800€ pro Monat inkl. Zins für die eigene Einheit aus. Bei Deiner Liste ist mir direkt die Miete für die Garage ins Auge gesprungen. Dir aber auch, dafür ist sie ja da. Ich fahre auch mit dem Rad einkaufen. Das gefällt mir im übrigen auch viel besser als mit dem KFZ, da man schönere Wege fahren kann. Das Auto steht bei uns auf der Abschussliste. Nur wegen der Kinder haben wir es noch. Da wir bei Carsharing aktuell noch einen größeren Kindersitz für jede Fahrt einbauen müssten. Das ist mir zu lästig.
    @Bernd

    Vielleicht findest Du mit dem Haushaltsbuch noch ein paar versteckte unnötige Ausgaben. Das zweite KFZ wäre natürlich ein wesentlicher Punkt. Wäre ein Elektrofahrrad vielleicht eine Alternative zum Pendeln? Auf ÖPNV könnte man ja bei extremen Regen zurück greifen. Wenn ich 15-20km entfernt arbeiten würde, wäre es eine Überlegung. So kann man auch 20km bei starkem Regen in sehr guter Regenkleidung fahren ohne völlig verschwitzt im Büro anzukommen. Und das Sportprogramm ist auch schon erfüllt.

  79. Ex-Studentin

    @Crushin

    60h können angenehm sein, wenn einem die Arbeit Spaß macht. Zum großen Teil bin ich selbst Schuld an meiner Situation. Ich sehe keinen Sinn in meinem jetzigen Job und denke jeden Tag ans Kündigen, was sehr mürbe macht. Den AG verlassen will ich aus persönlichen Gründen vermeiden. Deswegen versuche ich intern zu wechseln, was in meiner Firma leider sehr träge läuft. Es gibt bei uns gerade mehr Baustellen als meine Probleme.

    @June

    Danke fürs Mutmachen. Ich denke mir, wenn man überhaupt das Glück hat, gesunde Kinder zu bekommen, dann bekommt man den Rest auch noch hin.

    @Sterbai

    Bei welchem Internetanbieter seid ihr und ist der gut? Will wechseln, weil wir über 40 Euro zahlen.

     

  80. Sterbai

    @kiev

    Wir fahren beide mit dem Rad zur Arbeit, haben beide keine 10minuten mit dem Rad. Das eine Auto wollen wir nicht abgeben. Wenn die Kinder irgendwann aus dem Haus sind, vielleicht. Vielleicht wird dann das Carsharing bei uns möglich sein. Haben einen gebrauchten Fiat Doblo der uns mehr abnimmt als der Kosten bringt.

    Ja, durch die einfache Liste haben wir schon viel rauswerfen können. Viel besser geht es bei den fixen Kosten nicht mehr bei uns. Vor 2Jahren waren viel mehr Posten drinnen.

    -Garage(war eher ein Lagerplatz), sind gerade am ausmisten und ist gekündigt.

    -Hausratversicherung haben wir schon gekündigt.

    Wir zahlen alles mit der Karte und ersparen ums dadurch einen Haushaltsbuch. Die Ausgaben habe ich in eine Excel-Tabelle exportiert und nach allen Positionen gefiltert. Hat super geklappt.
    http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=671ce0-1517042068.jpg

    Daher haben wir im Schnitt 700€/Monat in Discounter ausgegeben. Hier sind aber auch Mal Aktionsware wie Kleidung dabei. Mehr Arbeit wollen wir uns nicht machen. Durch die Kartenzahlungen haben wir einen viel besseren Überblick, können aber auch damit umgehen.

    @Ex Studentin

    Sind aktuell bei Kabel Deutschland, vorher 1u1. Nach 2Jahren werden die Verträge teurer, aber wir kündigen immer vorher, und Kabel Deutschland (Vodafone) verlängert die Konditionen immer.

    Probleme hatten wir bisher keine mit den Internetanschluss. Haben die 20er-Leitung.

    Strom und Gas werden bei uns auch spätestens alle 2 Jahren gekündigt, und auch hier bekommen wir oft die guten Konditionen weiter und brauchen nicht wechseln.

     

  81. Bashor26

    @Sterbai

    Danke für die Excel Aufstellung. Das werde ich mir abschauen. Toll.

    10min mit dem Rad hört sich nach Friesenheim an 😉 Mir sind deine geringen Hausgelder bei den Mieteinheiten aufgefallen. Sind das kleinere Wohnungen? In welchen Stadtvierteln hast du die Wohnungen? Wie sind deine Erfahrungen als Vermieter? Mich juckt es in den Fingern auch einzusteigen.

    Gruß von einem Ludwigshafener Jung 🙂

     

     

  82. Sterbai

    @Bashor26

    ja, das sind kleinere Wohnungen für die ich Hausgeld zahlen muss. Einmal 37m² und 50m², die anderen 2 vermieten Einheiten sind in einem 3-Fam.-Haus, hier wohne ich selbst drinn. Mir macht das vermieten und suchen der Immobilien spass. Aber es macht def. mehr Arbeit als ne BASF-Aktie….

    Um das Hausgeld niedrig zu halten schaue ich immer nach Wohnungen ohne Aufzug, Spielplätze, Fernwärme usw., die treiben immer daus hausgeld in die Höhe.

    Bin auch gerade an einer Wohnung, wäre die 5. Mieteinahme. Mein Ziel sind 10 vermietete Wohnungen, den Rest müssen die Wertpapiere bringen 🙂

    Wenn dir der Mehraufwand zu Aktien nichts ausmacht würde ich es allein zwecks Diversikation machen.

    Der Fremdkapitalhebel ist auch eine feine Sache.

    Meine Wohnungen sind in Friesenheim und Hemshof, evtl. kommt diesen Monat noch Mundenheim dazu.

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