Die Grundlage für erfolgreiches Investieren


New York, 5. Februar 2012

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Ich habe fünf Grundregeln zusammengestellt, die meiner Meinung nach wichtig sind, um langfristig erfolgreich an der Börse zu sein. In dem Video unten erkläre ich diese fünf Tipps in fünf Minuten. Entschuldigen Sie bitte, dieses Mal ist das Video auf Englisch, weil ich so mehr Zuschauer auf Youtube erreiche.
Grundsätzlich sind diejenigen Aktien am besten, die am langweiligsten sind. Die Masse der Anleger findet dagegen immer alles Neue „sexy“. Dabei sind solche Senkrechtstarter ziemlich teuer an der Börse. Zudem ist die Zukunft ungewiss, daher sind solche Titel gefährlich. Die Trends bei neuen Technologien ändern sich blitzschnell. Aus diesem Grund halte ich Facebook als Wertpapier für alles andere als ein solides Investment.
Schauen Sie mal in das Portfolio von Warren Buffett. Der Staranleger setzt fast ausschließlich auf Unternehmen, die über 100 Jahre alt sind. American Express, Wells Fargo, Procter & Gamble und Coca-Cola wurden 1850, 1852, 1837 beziehungsweise 1886 gegründet. Und gerade weil diese Giganten so alt sind, sind sie so stabil. Das Geschäft ist erprobt, eine starke Marke und Kundschaft ist herangereift. Wer über so viele Jahrzehnte hinweg derart stabil abschneidet, für den ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich dies in den kommenden Jahrzehnten fortsetzen wird.
Gewiss gibt es immer wieder Ausnahmen. So scheiterte der traditionsreiche Foto-Dienstleister Kodak vor wenigen Wochen. Die Wurzeln reichen ins Jahr 1889 zurück. Lange Zeit war Kodak Weltmarktführer.
Was lernen wir daraus? Es ist wichtig, dass Sie ein breites Portfolio aufbauen. Und sich nicht auf zu wenige Aktien fokussieren. Streuen Sie Branchen und Länder. Dass Firmen scheitern, gehört einfach zum Handwerk. Das müssen Sie sich immer wieder klarmachen.
Selbst die größten Stars müssen hin und wieder Totalverluste verschmerzen. Warren Buffett erlitt eine Pleite mit einem Schuhhersteller. Hunderte von Millionen Dollar setzte er in den Sand. George Soros deckte sich kurz vor dem Konkurs von Lehman Brothers mit Aktien der New Yorker Investmentbank ein. Es handelte sich um einen Total-Verlust. Autsch!
Bei den Altmeistern ist immer wieder eines zu beobachten: Um Start-ups wie Twitter oder Facebook machen sie einen Bogen. Buffetts neuestes Großinvestment IBM hat eine lange Geschichte, was gerne übersehen wird. IBM wurde 1911 gegründet, ist also 100 Jahre alt. Seit 1913 zahlt der Technologie-Riese ohne Unterbrechung eine Dividende. Über zwei Weltkriege hinweg! Das ist eine Wahnsinns-Performance. Solche Aktien bilden eine herrliche Basis für Ihr Depot. Es muss nicht immer etwas Neues sein.
PS: Viele Leute im Netz wollen Ihnen etwas durch die Hintertür verkaufen. Sie glauben gar nicht, wie viel Content hier geschaffen wird mit dem Ziel, Ihnen etwas aufzuschwatzen. Jeder verfolgt so seine Interessen. Klar. Ich möchte Ihnen jedenfalls nix verkaufen. Ich schreibe hier einfach, was ich denke und für richtig halte.
Hier nun meine fünf Tipps für eine erfolgreiche Anlagestrategie (auf Englisch):


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die Grundlage für erfolgreiches Investieren

  1. willihope

    das mit den schulden ist zwar ein guter tip aber nur in europa. amerikaner kaufen schon immer auf kredit und darauf ist auch deren wirtschaft aufgebaut, ohne konsum würde es ziemlich krachen bei euch drüben! trotz der schulden haben sie doch ein schönes imperium in kurzer zeit aufgebaut! 🙂

    bei den dividendenwerten würde ich empfehlen: kaufen sie solche werte nur wenn der kurs mindestens 15% unter höchstkurs liegt! damit hat man die kleine „sicherheitsspanne“ die graham verlangt und man blutet bei bearischen börsen viel weniger weil die giganten nicht so stark schwanken. vorteil man muss sich nicht mit dem jahresabschluß auseinandersetzen und bilanzen zu lesen versuchen.
    zu höchstkursen zu kaufen ist auch bei den giganten selten befriedigend.

    auf gutes gelingen! 🙂

  2. tim schaefertim schaefer

    @ willihope

    Der Abschlag von mindestens 15% vom Höchstkurs ist ein interessanter Ansatz. Das gefällt mir. Danke für den Hinweis.

    Mit Blick auf die hohen Schulden der Privathaushalte in den USA gab es ja jetzt ein gewaltiges Beben. Es wird Jahre, vielleicht Jahrzehnte dauern, bis die hohe Kreditlast der Verbraucher wieder auf einem vertretbaren Niveau angekommen ist. Zu einem Teil müssen auch die Banken Kredite abschreiben, um das Wirtschaftssystem von diesem Ballast zu befreien. Nicht ohne Grund werden Großbanken mit nur 50 Prozent vom Buchwert taxiert. Es befinden sich eben zu viele faule Kredite in den Büchern, die kein Mensch mehr zurückzahlen kann….

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