Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln


New York, 21. November 2012

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Ist es Ihnen schon aufgefallen, dass „einfach gestrickte“ Anleger hin und wieder gewaltige Depots haben? Sie kennen ja den Spruch: „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln.“ Wie wahr. Das trifft auf die Börse zu.
Sie müssen kein Professor, kein Mathegenie sein. Sie brauchen keinen hohen Intelligenzquotienten, sondern nur einen gesunden Menschenverstand. Je einfacher Ihre Strategie ist, desto ertragreicher kann sie sein.
Der „schlichte Bürger“ hat dem intelligenten Überflieger gegenüber einige Trümpfe im Ärmel. So taucht der Normalanleger nicht in die Tiefe ein, sucht nicht nach der vermeintlichen Perle, entwickelt nicht die Wunderformel oder eine Tradingstrategie. Der Normalsparer kauft, was er kennt. Hierzu gilt das Sprichwort: „Was der Bauer nicht kennt, frisst er nicht.“
Also kauft der Bauer die großen Titel aus dem DAX, ATX oder Swiss Market Index. Stellen Sie sich das bildhaft so vor: Der Bauer sitzt mit der Familie morgens am Küchentisch, blickt er auf die DAX-Liste in der Zeitung und entscheidet sich für einen Titanen aus der Top-30-Liste.
Wenn diese Milliardenwerte schwerpunktmässig im Depot landen, etwa ein BMW- oder BASF-Aktienpaket, ist das von Vorteil. Dank der Gelassenheit dieser Anleger bleiben solche Aktien anschließend lange liegen. Es sprudeln die Dividenden, es klettert der Kurs.
So macht man das. Besser geht es kaum. Das ist ja das Brot- und Buttergeschäft von Warren Buffett (das Foto oben machte ich auf seiner HV in Omaha, seine Kleiderwahl öde). Das Genie aus Nebraska macht im Grunde nichts anderes. An der Börse kauft Buffett keinesfalls die kleinen Titel, nicht die Small Caps, nicht die MidCaps, sondern die Blue Chips.
Er könnte die Minis durchaus kaufen. Nein, er fokussiert sich seit Jahrzehnten auf die Weltmarktführer.
Wenn Buffett kleine Familienbetriebe übernimmt, achtet er darauf, dass diese im Ort oder in der Region wenigstens Marktführer sind. Es handelt sich beispielsweise um Zeitungshäuser, die ein Monopol auf die lokalen Todesanzeigen, die Vereinstreffen und andere Themen vor Ort haben. Buffett kauft Süßwarenhersteller mit einem starken Markennamen, führende Möbelhäuser in einer Stadt etc.
Ein weiterer Vorteil ist folgendes Motto: „Wenn ich mich nicht auskenne, kaufe ich das nicht“, sagt der Milliardär. Er kauft nur, was er versteht, was er selbst benutzt. Eben Coca-Cola, Sees Candies (Süsswaren), Eiscreme, Gillette-Rasierer, Privatjets, Möbel.
Selten greift er nach einem Unternehmen, das keine Sonderstellung hat. Denn ein Unternehmen ohne schützenden Burggraben kann schnell in Not geraten, wenn die Konkurrenten zum Angriff übergehen.
Alle Firmen müssen einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil haben. Wenn er den nicht sieht, greift der Superreiche nicht zu. Lesen Sie mal diesen herrlichen Artikel aus der BusinessWeek über Buffetts Strategie (erschienen 1999).
Kleine börsennotierte Unternehmen, die hunderte, ja tausende Konkurrenten haben, lohnen sich nicht wirklich auf lange Sicht.
Das musste Buffett in seinen Anfangsjahren lernen. So kaufte er einen kleinen Schuhhersteller, der nichts besonderes zu bieten hatte, außer simple Schuhe. Es handelte sich um einen der schlechtesten Deals überhaupt, Buffett löste das Unternehmen auf. Das einstige Textilunternehmen mit dem Namen Berkshire Hathaway litt unter massiver Konkurrenz von hunderten Baumwollfirmen. Der Preiskampf zerstörte das Geschäft. Buffetts Einsatz war schnell weg. Der Einstieg unterhalb des Buchwerts hatte sich nicht ausgezahlt.
Er lernte daraus: Lieber für Qualität mehr bezahlen.
Wer die Giganten kauft, der hat einen Vorteil: Es gibt einen Grund, warum die Titanen so groß sind, wie sie sind. Sie haben eine bessere Qualität, starke Marken, clevere Manager, stabile Bilanzen. Denken Sie an Titel wie IBM, Coca-Cola, Kraft Foods, Wal-Mart, Wells Fargo, P&G, ConocoPhillips etc.
Wer sich auf die Giganten konzentriert, hat in der Regel schöne Dividenden, stabile Geschäftsverläufe, internationale Umsätze, geringere Risiken, planbare Umsätze und Ausschüttungen.
Diese reifen Multis brauchen die Cashzuflüsse aus dem operativen Geschäft in der Regel nicht im Gegensatz zu den kleinen Buden und den Wachstumsschmieden. Aus diesem Grund sprudeln die Dividenden bei den Giganten üppiger. Schöne Dividenden, langsam kletternde Kurse – das ist alles, was Sie brauchen.
Der schnelle 100-Prozenter entpuppt sich leider allzu oft als Rohrkrepierer.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln

  1. Chris

    Buffett soll ein fotographisches Gedächtnis haben, außerdem scheint er ein sehr ehrgeiziger Mensch zu sein.

    Ob das so „dumm“ ist 😉

    Viele Grüße, Chris

  2. warner

    Dumm ist, das er sich um sein irdischen Reichtü+mer kümmert, aber nicht um seine himmlischen !!!

  3. Reinhard

    Hallo Tim,
    ich sehe es genauso: Man lege sich eine Handvoll Bluechips gut diversifiziert nach Branchen und Ländern ins Depot. Welche man kauft, richtet sich eher nach dem Bauchgefühl als nach tiefgehender Recherchetätigkeit. Ich glaube nämlich nicht, dass ich als Privatanleger wirklich beurteilen kann, wie sich die Wettbewerbssituation, Innovationsfähigkeit, Managementleistung usw. usw. von sagen wir Siemens in den nächsten 10 Jahren entwickeln wird.
    Es sei den, es flüstert mir derjenige ins Ohr, der im vorhrigen Beitrag wohl gemeint ist :-). Aber das ist natürlich Schmarrn.
    Etwa die Hälfte dieser Bluechips wird vor sich hintümpeln (bei mir dt. Telekom und lange Zeit SAP, CocaCola) oder sogar abstürzen (bei mir NOKIA, citigroup und derzeit e-on) und der andere Teil wird sich (ohne dass ich es vorab geahnt hätte)prächtig entwickeln (bei mir BASF, McDonalds, Danaher, NovoNordisk. BAT und z.Zt. SAP). Der sich prima entwickelnde Teil wird den anderen Teil mehr als wett machen. Zusammen mit der Dividende ergab sich über die letzten 15 Jahre eine p.a. Rendite von 12 %, was will man mehr und was sind die Alternativen?
    Naja, Gold, wie man im nach hinein jetzt weiß, aber eben auch nur im nach hinein.

  4. Turing

    Bei welchem Preis bist du denn bei Nokia eingestiegen? Also mich begeistert Nokia, da das Nokia Lumia 920 von seiner Qualität überzeugt. Es hat sogar einen funktionierenden Kartendienst. Ich bin im Sommer bei Nokia eingestiegen, als ich las, dass Nokia über 10000 Patente hat und damit wichtiger Geschäftspartner von Apple ist (was die Klagefreudigkeit Apples extrem abmildert). Schon die Vorgänger Lumia 800/900 waren schon sehr gute Telefone. Ich las und hörte nur gutes. Die, die es haben, sind mit der Qualität höchstzufrieden. Die Kaufzurückhaltung konnte man aber mit dem in den Startlöchern stehenden Windows 8 und Lumia 820/920 begründen.

    Ich habe zwei Ordern aufgegeben. Nun habe ich 1200 Nokia-Aktien gekauft zu 2,13 €. Die jetzige Entwicklung freut mich.

  5. Reinhard

    Q Turing
    Mein Preis lag beim 10-fachen. Ich habe sie gekauft als NOKIA noch eine Handy-Supermacht war, Weltmarktführer halt.
    Ich habe mir auch schon überlegt, ob ich nachkaufen soll. Das ist mir aber zu unsicher. Mag sein, dass das Lumia gut ist, aber die Musik spielt woanders, nicht mehr in Finnland. Würde mich sehr wundern, wenn NOKIA an alte Zeit anknüpfen könnte. Dass der Kurs von 2 EUR auf 3 EUR steigt, mag sein. So gesehen sind das natürlich auch 50 %.
    Wie gesagt, ich habe NOKIA aufgegeben und halte meine Position einfach weiter, weil sie ohnehin inzwischen sehr klein ist.
    Bei den Tech-Unternehmen, siehe Tim bzw. Warren Buffett, halte ich mich inzwischen sehr zurück. Da sind mir zuviele einstige große Player unter die Räder gekommen: HP, Dell, Yahoo, NOKIA.

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Chris

    Buffett ist nicht dumm.

    Es gibt „Normalanleger“, die exzellent abschneiden. Sie sind deshalb so erfolgreich, weil sie mit ganz einfachen Methoden an das Thema Börse herangehen. Sie kaufen nur große Konzerne, kaufen nur, was sie kennen und verfolgen einen langfristigen Anlagestil. Mit Minis beschäftigen die sich nicht, weil sie von ihnen nie etwas gehört haben und sich auch gar nicht damit beschäftigen möchten.

  7. tim schaefertim schaefer

    @ Reinhard

    Ich kann diese Erfahrungen mit den Blue Chips nachempfinden. Ja, so ist das. Es gibt gute, es gibt schlechte Blue Chips. Unter den Minis gibt es mehr schlechte, denen fehlt oft die Kontinuität völlig.

    VG

  8. Torsten

    Also ich würde jetzt Buffett nicht unbedingt als den Durchschnittsdenker umschreiben. Gerade heute hat das Handelsblatt ein neues Buch vorgestellt, das die Kriterien beschreibt, nach denen er Unternehmen auswählt. Und das ist schon ein recht komplexes Werkzeugset aus verschiedensten, was er sich da zurechtgebastelt hat. Und das kann vermutlich Otto-Normalbürger nicht. Und einfach so mal die Dickschiffe kaufen und dann hinlegen, naja. Hoffentlich nicht in die Telekom, Dell oder HP investiert….

  9. Martin

    Der Dax hat sich schlechter als der Mdax entwickelt. Im DowJones sind jetzt auch nicht unbedingt die Marathonläufer drin. Kann das geschriebene also nicht nachempfinden.

    Mit kleineren Firmen unter 15 Milliarden Marktkapitalisierung bin ich viel besser gefahren in den letzten 10 Jahren.

    An HP kann man nochvollziehen wozu das blinde Bluechipkaufen führt. Wenn man den Goodwill einfach selbst abgeschrieben hätte, wäre einem mal aufgefallen, dass die nicht gut mit dem Geld der Anleger umgegangen sind.

    Für unbedarfte Anleger ist dann eher ein ETF zu empfehlen, da Verlierer dann automatisch entfernt werden. Das bringt über 50 Jahre eine bessere Rendite als Kostolany.

  10. tim schaefertim schaefer

    @ Torsten
    Die Telekom usw. waren jetzt Negativ-Beispiele. Es gibt auch positive Beispiele im DAX. Es macht immer Sinn zu streuen.

    Eines unserer größten Probleme beim Investieren ist: Wir kennen nicht die Zukunft. Daher ist es wichtig Risiken zu reduzieren. Wer auf die Marktführer setzt, reduziert in der Regel das Risiko. Das ist der Gedanke hinter meinem Rat auf die Dickschiffe zu setzen.

    Viele „Normalanleger“ haben das Problem, ein zu hohes Vertrauen in die eigenen Entscheidungskraft zu haben. Das ist gefährlich. Die kaufen dann Wachstumsbuden und zahlen zu viel Geld dafür, vergessen, dass sie nicht in die Zukunft blicken können.

  11. tim schaefertim schaefer

    @ Martin

    Ich glaube, einfach Blue Chips zu kaufen, kann sich eher auszahlen, als bei den Mini-Aktien auf Jagd zu gehen. Kleine Unternehmen ohne Alleinstellungsmerkmal haben zu viele Konkurrenten, da sind die Margen dürftig, das Überleben muss ständig gesichert werden.

    Die Blue Chips haben ein stabileres Grundgeschäft, internationale Umsätze, solide Cash Flows (die ausgeschüttet werden können).

    Ein weiteres Problem bei den MicroCaps und MidCaps: Was uns Anleger anzieht, sind teure Trends, Momentumplays, Modethemen. Wir neigen dazu, zu kaufen, was gerade gefragt ist: Das ist ein teurer Fehler.

    Blue Chips sind in der Regel günstiger. Sie haben schöne Dividenden, die kontinuierlich fließen. Dafür bieten die Titanen weniger Phantasie (Wachstumsraten sind geringer, feindliche Übernahme ist eher unwahrscheinlich).

  12. Michael C. Kissig

    @Martin

    Bzgl. des DAX und des MDAX haste Recht, Studien belegen, dass sich Aktien im MDAX besser entwickeln als im DAX. Liegt (auch) daran, dass sie stark wachsen bis sie auf DAX-Format angeschwollen sind und dass Dickschiffe naturgemäß weniger Wachstum hinlegen können, als kleinere Unternehmen.

    Aber den DAX darf man keinesfalls mit dem DOW JONES vergleichen, denn der DAX wird generell als Kursindex dargestellt, also um die Dividendenzahlungen bereinigt, während der DOW als Performaceindex den „wirklichen“ Stand zeigt. Während also der DAX sich vom Jahr 2000 bei 8.000 auf jetzt 7.300 verändert hat (und zwar alle Dividendenzahlungen herausgerechnet) und somit im Minus liegt, notiert der DOW rund 2.000 Punkte höher als im Jahr 2000. Und hierzu muss man jetzt noch alle Dividendenzahlungen der letzten 12 Jahre hinzu addieren. Der Dow hat also kein „verschenktes Jahrzehnt“ hinter sich, sondern hat den Anlegern erhebliche Rendite eingebracht. DAX-Investoren liegen trotz Dividendenzahlungen (und die musste man ja auch noch versteuern) immer noch ganz erheblich hinten. Der Telekom (und anderen) sei Dank.

    Richtig ist, dass man mit kleineren Werten höhere Kursgewinne einfahren kann. Das sagt auch Warren Buffett. Aber das Risiko ist ebenso viel größer, dass man entweder falsch liegt oder richtig daneben und das Unternehmen Pleite geht. Denn kleine Unternehmen können unternehmerische Schicksalsschläge und/oder längere wirtschaftliche Durststrecken nicht einfach kompensieren und werden schnell(er) aus der Bahn geworfen. Daher sollte man nicht ausschließlich auf Neben- und Spezialwerte setzen, sondern sie dem Depot nur beimischen, um etwas mehr Würze reinzubringen. Grundlage sollten solide und ertragreiche Dinos sein. Die sind zwar irgendwann ausgestorben, aber sie haben die Erde immerhin 130 Millionen Jahre lang beherrscht. Lang genug für meinen Anlagehorizont…

  13. Martin

    @Michael:
    Es ist umgekehrt der Dax ist üblicherweise als Performanceindex und der Dow als Kursindex dargestellt. Mit Abgeltungssteuer kann man natürlich den Performanceindex mit ETFs schwerlich schlagen. Amerikanische ETFs haben nur noch Kosten von 0,0x% und die deutschen ETfs werden dann hoffentlich nachziehen.

    Mir ist nicht bekannt, dass Nebenwerte eher Pleite gehen als Dickschiffe. Ist bei mir noch nie vorgekommen. Wenn es keine Economies of Scale gibt und das Dickschiff wesentlich teuerer und weniger fokussiert, warum investieren? Waren Karstadt, Babcok etc. nicht auch mal im Dax? Es gibt zahlreiche „kleine“ Weltmarktführer/lokale Marktführer. In Deutschland fallen mir spontan Fuchs Petrolub, Fielmann, Hornbach, Rational etc. ein. Ich habe davon keinen Depot, da die mir auch zu teuer sind momentan. Wenn eine Firma z.B. keine Schulden hat, starke Marktposition, sehe ich persönlich nicht wie die Pleite gehen sollte. Natürlich gibt es bei den kleineren Werten auch mehr Müll. Bei Economies of Scale muss man aber den Martkführer oder Nummer 2 kaufen.

  14. Anna

    @ Martin,
    die von Dir aufgeführten Aktien werden kaum billiger werden.
    Mein Beispiel: Ich habe vor einigen Jahren Fuchs Petrolub für ca. 55 Euro gekauft (mit flauem Gefühl im Magen wegen zu teuer). Dann kam ein Split, für eine drei, dann gab es für 10 Aktien eine Aktie geschenkt wegen eines Firmenjubiläums. Inzwischen wurde wieder durch drei geteilt.
    Inzwischen liegt der Kurs wieder über 50. Zurückgerechnet hat mich eine heutige Aktie etwa 6 Euro gekostet.

    Ob Dir der Preis zu hoch ist und was Du kaufen willst, musst Du selbst entscheiden. Ich kenne aber keine andere im deutschsprachigen Raum, die so gelaufen ist. Für diesbezügliche andere Informationen bin ich offen.

    VG
    Anna

  15. tim schaefertim schaefer

    @ Martin
    Ich stimme Dir zu. Die genannten Firmen klingen meiner Meinung nach erstklassig.

    Kleine Unternehmen, MidCaps und MicroCaps, haben durchaus ihre Berechtigung als Beimischung in jedem Depot (so wie es Michael schildert). Es kommt eben auf den Mix an.

    Vielleicht hätte ich besser differenzieren müssen. Und unterscheiden müssen zwischen reifen Unternehmen wie Fielmann, Fuchs Petrolub, Hornbach, Rational (die alle übrigens in Familienhand sind) und den Halbstarken (Wachstumsbuden, Biotechforscher, Schatzsucher etc.).

    Nach einer Studie habe ich mich nicht umgeschaut. Dass die reifen Unternehmen im DAX und MDAX insgesamt stabiler sind, als die jungen Kleinfirmen liegt auf der Hand. Wer insgesamt besser abschneidet auf Dauer, da gibt es unterschiedliche Auswertungen zu. Je nach Zeitraum und Index.

  16. Martin

    @Tim: Ich kenne jetzt die Studien nicht auswendig. Aber kleinere Firmen schneiden besser ab, da sie einfach mehr Raum für organisches, profitables Wachstum haben. Solche „kleinen“ Firmen können durchaus Weltmarktführer sein.

    Ja, das stimmt. Ich habe ein Faible für Familienunternehmen. Nach Studien sollen die auch besser sein, da sie langfristiger planen und in Generationen denken. Da hänge ich mich manchmal lieber rein als bei angestellten Managern ohne „skin in the game“.

  17. Markus

    Prinzipiell finde ich J. Siegel mit „überlegen investieren“ sehr gut. Die Ur-Aktien bzw. Dickschiffe aus den Bereichen nichtzyklischer Konsum ( Nahrungsmittel, Genussmittel + Pharma ) waren langfristig mit 12 – 15 % Rendite die rentabelsten Anlagen, weil… die meisten Investoren kein großes Steigerungs bzw. Wachstumspotential in Ihnen gesehen haben bzw. sehen und diese deshalb oft nicht überteuert sind. Wobei man bei guten Marken auch ein leicht überdurschnittl. KGV akzeptieren kann.
    Small Caps entweder als etf (Kommer) oder mit entsprechender Recherche als Familienfirmen rentieren auch oft besser. Aufgrund der makroökonomischen
    Verwerfungen (Exponentielles Zinswachstum bei Vermögen & Schulden) in einer limitierten Welt, fühl ich mich mit den Dickschiffen persönlich besser.

  18. tim schaefertim schaefer

    @ Markus

    Ein guter Ansatz!

    Noch was: Wenn ich mir Firmen anschaue, achte ich auf die Vorstandsvergütung. Wenn die Manager fett abkassieren, kommt ein solches Ding für mich nicht in Frage.

    Ein Dorn im Auge ist mir noch die ständige Verwässerung des Grundkapitals durch die Ausgabe neuer Aktien, Aktienoptionen, Wandelschuldverschreibungen etc. Wer das macht, der kommt für mich nicht in die engere Wahl.

    Dieses Problem kommt bei den Großkonzernen und bei den Minis vor.

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