Die Börse kommt in Schwung und keinen kümmert es


New York, 21. September 2010

Keiner merkt es so recht. Obwohl viele Menschen sich noch mit der schlimmsten Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg beschäftigen, erholt sich die Börse weiterhin still und heimlich. Der Dow Jones ist bei aktuell 10.753 gar nicht mehr so weit vom einstigen Rekordstand bei rund 14.000 Zählern entfernt. Ich halte das gegenwärtige Niveau noch immer für spottbillig. Die Masse interessiert sich nicht die Bohne für die Börse, was ein gutes Zeichen ist. Derzeit laufen Börsengänge kaum. Im Schnitt notieren die Kurse der Neuankömmlinge gerade mal fünf Prozent höher nach dem ersten Tag. So mickrig war die Performance noch nie zuvor. Im Börsenwahn des Jahres 1999 gab es ein IPO, da explodierte der Kurs des Novizen VA Software um 700 Prozent am Tag der Notierungsaufnahme.
Damals rannten die Leute wie besessen zu allen möglichen Banken, um ja überall ein Depot zu haben, um beim nächsten heißen IPO dabei zu sein. Es hat sich ja in der Tat gelohnt. Wer für 5.000 Dollar Aktien von VA Software zeichnete und den Zuschlag erhielt, hatte einen Tag später 40.000 Dollar. Das war wie ein Volltreffer in Las Vegas. Doch leider platzten die Blütenträume. Keine Sorge. Ständig bilden sich neue Blasen. Nach dem Internetwahn folgte der Kreditwahn, dann der Immobilienwahn. Ich frage mich schon, was jetzt folgt. Wenn Sie eine Idee oder Vorschlag haben, bitte hier melden.


tim schaefer (Author)

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