Deutsche Steuer wird um eine Gebühr teurer


New York, 12. Mai 2016
Die Steuererklärung ist ein Graus in Deutschland. Der normale Bürger blickt nicht mehr durch. So viele Formulare. Um das Kleingedruckte zu verstehen, muss man Steuerberater sein.

Die Steuererklärung ist ein Graus in Deutschland. Der normale Bürger blickt nicht mehr durch. So viele Formulare. Um das Kleingedruckte zu verstehen, muss man Steuerberater sein.

Die Bundesregierung hat sich etwas Schäbiges einfallen lassen, wie sie Bürger durch die Hintertüre schröpfen kann. Wer künftig seine Steuererklärung zu spät abgibt, muss 25 Euro pro Monat Strafe bezahlen. Angeblich soll damit alles einfacher werden.

Die deutschen Steuergesetze sind eine Katastrophe. Es blickt bei all den grünen Bögen kaum noch ein Bürger durch.

Welche Pauschalen müssen wo eingetragen werden? Wie funktioniert das genau mit den haushaltsnahen Dienstleistungen? Wieviel kann ich als Fahrtkosten zur Arbeit absetzen? In welches Formular kommt die gesetzliche Rente? Wo die Betriebspension? Wo muss ich die Dividenden eintragen? Wie kommen die Kursgewinne hin? Wie verrechne ich die Kursverluste? Muss ich überhaupt die Dividenden eintragen, es ist ja schon eine pauschale Steuer (Abgeltungsteuer) abgezogen worden? Was ist mit einbehaltenen Quellensteuern – bekomme ich die zurück? Von wem?

Wer mit den vielen Formularen und dem Bürokratendeutsch nicht durchblickt, nimmt sich einen Steuerberater. Der Fachmann kostet aber locker 1.000 Euro. Ich finde, das ist sehr viel Geld.

Wir Deutsche wollen immer alles ganz genau machen. Deshalb haben unsere Politiker einen Steuerdschungel geschaffen. Tausende Ausnahmen gibt es. Jeder Gewerbetreibende hat seine Ausnahmen.

Das deutsche Steuerrecht besteht aus 200 Gesetzen und 100.000 Verordnungen. Es werden immer mehr. Es nimmt byzantinische Ausmaße an. Eine Studie belegt, dass es pro Jahr 15 Milliarden Euro kostet, die Steuern zu erheben. Zwei Drittel davon zahlen Bürger beziehungsweise Unternehmen.

Besser machen es die Finnen. Dort muss kein Arbeitnehmer eine Steuererklärung abgeben. Finnland erledigt das automatisch. Ein Haufen Ärger und Zeit ersparen sich so die Nordlichter. Und jede Menge Geld.

Die Schweden erhalten eine SMS vom Finanzamt. Das Amt hat die Steuererklärung für seine Bürger schon automatisch vorbereitet. Wer zustimmt, schickt eine SMS zurück mit „ja“. Und die Steuern sind erledigt. In einer Minute. Wer also keine komplizierten Dinge hat, kann einfach den vorgeschlagenen Standardbogen der Börde verwenden. Und mit einem Klick ist alles erledigt.

Vergleichbar gehen Norwegen, Dänemark, Estland, Chile und Spanien vor. Diese Länder helfen ihren Bürgern, indem sie die Formulare automatisch ausfüllen. Das ist herrlich, finde ich.

Steuerberater und Softwarehersteller machen sich in Berlin dafür stark, dass das Steuersystem schön kompliziert bleibt. So haben sie mehr zu tun.

In den USA ist die Steuer übrigens ziemlich komplex. Ich nehme einen Steuerberater, der kostet mich jedes Jahr rund 500 Dollar. Gegen eine automatische Erklärung mit Standardabzügen hätte ich nichts einzuwenden. Im Gegenteil. Es wäre eine große Erleichterung. So könnte  ich jede Menge Zeit und Geld sparen.

Je komplexer das Steuerrecht ist, desto mehr Schlupflöcher gibt es. Ich wäre dafür, fast alle Sonderregelungen und Ausnahmen abzuschaffen. Man kann es nicht jedem Recht machen. Je klarer und einfacher die Steuer ist, desto gerechter ist sie. Ich würde sie für den typischen Bürger automatisieren, so wie es die fortschrittlichen Steuerländer machen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Deutsche Steuer wird um eine Gebühr teurer

  1. Stefan Müller

    Bis vor 7 Jahren habe ich meine Steuererklärung immer selber gemacht, dann kam Eigentum, ein vermietetes Haus und die Abschaffung der Spekulationsfrist.

    Seitdem zahle ich ca. 500€ / Jahr für den Steuerberater und liefere einen kleinen Ordner voll Unterlagen ab. Eine Katastrophe, wenn ich selbst machen würde, könnten mir wichtige Aspekte und damit Rückzahlungen entgehen. Schlimmer noch, bei Fehleinträgen zu Lasten des FA würde ich unbeabsichtigt straffällig werden können. Zum k….

     

    Lese gerade unter Abgeordnetenwatch viele Beiträge zur Abgeltungssteuer. Alle linken Fraktionen fordern vehement eine stärkere Besteuerung der Kapitalerträge unabhängig von der Inflation und Haltedauer.

    Beiträge und Fragen zur Spekulationsfrist stammen dort oft von mir und sind alle schon sehr alt und archiviert.

    Der Deutsche (95% von denen) interessiert sich nicht für Aktienanlage und die Politiker noch weniger.  Es wird geriestert und umverteilt, aber keiner denkt an steuerbegünstigte freie Anlageformen. Bsp. IRA, Roth oder wie heißen die US-Anlagevehikel?

  2. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Tim,

    konträr dazu finde ich die Steuererklärung ziemlich einfach. Gut, ich habe nicht viel zu tun. Ich habe nur die Lynx-Erträge einzutragen.

    Alle Pauschalen (Werbungskosten etc.) werden automatisch berücksichtigt. Muss man gar nicht eintragen, nur wenn man über die Pauschale kommt, macht das Sinn.

    Auch deutsche Arbeitnehmer haben keine Pflicht zu einer Steuererklärung, wenn sie keine Zusatzeinnahmen (Mieten, Auslandserträge…) zu versteuern haben. Wenn ein ganz normaler Arbeitnehmer einfach nur ein Depot bei einem deutschen Broker und Tagesgeld bei einer deutschen Bank hat, wo die Einnahmen unter Berücksichtigung des Freibetrages automatisch der Ertragssteuer unterliegen und abgerechnet werden, ist keine Steuererklärung nötig. Null Arbeit.

    Nur wenn man sich eine Rückzahlung durch Günstigerprüfung oder entsprechende Kosten ausrechnet (hohe Fahrtkosten, Handwerker-Rechnungen etc.), dann macht man die aus Eigennutz. Wenn es einen zu sehr graust wegen ein paar Euro, dann kann man es ja lassen.

    Wer Steuer zurück bekommen will, bzw. etwas an Erträgen zusätzlich zu versteuern hat, der hat halt etwas Arbeit. Das geht mit dem Elster-Formular sehr einfach. Das kann man vor Übertragung auch auf Plausibilität prüfen, das ist auch schon mal gut.

    Man sollte nicht immer in der Fremde alles besser vermuten.

    Wie sollte es denn anders gehen, wenn man unversteuerte Einkünfte erzielt, und die nachversteuert werden müssen? Natürlich muss dann was gemacht werden.

    Nur Mut! Du schaffst das! 😉

    MS

     

  3. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Einen kleinen Ordner mit Unterlagen hast Du jedes Jahr: Das ist der deutsche Steuer-Wahnsinn in Reinkultur. Was da Geld unnötig verschwendet wird, ist unglaublich. Jetzt gibt es eine schöne neue Gebühr in Höhe von 25 Euro im Monat.

    Die deutsche Steuer ist zu kompliziert. Kein Mensch blickt durch. Fast jeden Tag kommen neue Paragraphen, Verordnungen und Urteile hinzu. Selbst die Profis haben es schwer. Die Durchfallquote für angehende Steuerberater liegt bei 50%, das sagt mehr als 1000 Worte:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Steuerberaterpr%C3%BCfung

     

    @ Matthias
    Prima, dass Dir die Steuererklärung leicht fällt. Du kennst Dich in diesen Dingen sehr gut aus. Das habe ich schon anhand Deiner kenntnisreichen Kommentare hier gemerkt. Aber überlege mal, was ist mit einem Rentner, der sich nicht so gut auskennt:

    Der hat eine normale gesetzliche Rente. Eine kleine Betriebspension. Ein kleines Aktiendepot. Und eine Ein-Zimmer-Wohnung, die vermietet ist.

    Und so einfach ist es nicht mit einer Befreiung von der Steuerabgabe, wenn ich das richtig deute. Gewiss gibt es Möglichkeiten, eine Befreiung zu bekommen, was lobenswert ist:

    http://www.steuerberater-lippner.de/hilfreiche-informationen/wie-kann-ich-mich-von-der-steuererklaerung-befreien-lassen/

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    ich hätte mehr Bedenken, dass ein Rentner einen neu gekauften Smart-TV anschließen und nutzen kann, als dass er die paar Zeilen Steuererklärung nicht ausfüllen kann.

    Rente muss neuerdings versteuert werden, ja (Einkommen 2015 ab 8.472 €).

    Die vermietete Wohnung muss natürlich versteuert werden. Aber das weiß man doch. Aktiendepot spielt nur dadurch eine Rolle, weil der Rentner mit seinem niedrigeren Steuersatz als 25% unter die Günstigerprüfung fallen dürfte, und etwas wieder bekommt.

    Wenn der Rentner doch dazu nicht selbst in der Lage ist, dann muss er eben das machen lassen für Geld, so wie er auch Reparaturen in der vermieteten Wohnung ausführen lässt, oder einen Makler mit seiner Immobilie beauftragt usw.

    Dazu gibt es auch den Lohnsteuerhilfeverein, der zu günstigen Beiträgen unterstützt.

    MS

    P.S. Ein „normaler“ Arbeitnehmer benötigt keine Befreiung von einer Steuerbescheinigung, sondern muss einfach keine machen, wenn er keine zusätzlichen Einnahmen zu seinem unselbständigen Arbeitseinkommen erzielt hat, die noch der Versteuerung unterliegen.

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    Ich finde, das deutsche Steuerrecht gehört radikal vereinfacht. Es geht hier schließlich um die Interessen des Bürgers.

    Was ist, wenn die Hausverwaltung der vermieteten Wohnung die Kostenabrechnung nicht vor Mai abliefert? Dann sind 25 Euro pro Monat Strafgebühr fällig?

  6. Andrea

    Der normale deutsche Arbeitnehmer bekommt ja in der Regel eine Steuererstattung, insofern lohnt sich der Aufwand auch. Mein Mann und ich bekommen meist ca. 3000,- EUR wieder, da wir z.B. zwei Arbeitszimmer absetzen können. Ich finde das auch fair, da wir die Arbeitszimmer ja nicht btäuchten, wenn sie nicht beruflich notwendig wären. Sie sind mit ein Grund, warum wir eine größere Wohnung haben.

    Es gibt auch ziemlich gute Programme für die Steuererklärung, die einem helfen.

     

     

  7. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim,

    einfach ist natürlich immer besser.

    Das Problem mit der verspäteten Kostenabrechnung hatte meine Partnerin jahrelang. Das wird aber mit der Frist jetzt auch anders werden. Ging dieses Jahr schon besser. Das geht doch alles Hand in Hand. Die Verwaltungen wissen, dass die Rechnung jetzt vorliegen muss, und dann geht das auch schneller. Wirst Du schon sehen, sonst bekommen die Druck und werden von den Eigentümergemeinschaften gemahnt/gewechselt.

    Ansonsten muss man halt eine begründete Fristverlängerung zur Abgabe beantragen.

    MS

  8. Fabian S.

    Hallo Tim,

    die 25€ sollen aber nur anfallen, wenn man Nachzalungen leisten muss und keine Verlängerung der Frist beantragt. Ansonsten bedaure ich zutiefst, dass ich zu spät geboren bin und damit nicht die Nichtversteuerung von Aktien bzw. dann die einjährige Haltedauer von Aktien verpasst habe 🙁

  9. enrico

    Bezüglich Steuern ist das hier auch interessant:

    http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/besteuerung-neue-regeln-fuer-fondsanleger-14086812.html

    Neue Steuerregeln für Fondanleger. Mal schauen, was umgesetzt wird.

     

    Mal eine andere Sache: Spielen steuerliche Aspekte bei euren Kaufentscheidungen eine Rolle?

    Selber habe ich jetzt angefangen, neue Aktien erst nach der Dividendenauszahlung zu kaufen, um so die Abgabe der Kapitalertragssteuer und des Solibeitrages zu vermeiden, da ich ohnehin über den Freistellungsbetrag komme. Die Steuern werden dann erst im kommenden Jahr fällig.

    Weiterhin halte ich mich an den Tipp eines Münchner Anlageberaters, keine Investments in Bereiche zu tätigen, wo durch den Staat Steuersparvorteile eimgeräumt werden. Bei einem Regierungswechsel werden diese dann oftmals gestrichen. Bei der Riesterrentekönnte ich mir sowas gut vorstellen.

    Schade das es von unseren gewählten Meinungsvertretern keine Aussagen zu steuerfreien Selbst-ist-Mann-Portfolios wie dem  401k aus den Staaten der Fall ist.

     

  10. Braxton

    Hey zusammen,

    ich konnte mich bislang als „stiller“ Leser durch diesen Blog weiterbilden und habe einiges lernen können – vielen Dank an Tim und die schreibende Community für diesen tollen Blog!

     

    Ich würde mich gerne revanchieren und Folgendes zu der Thematik beitragen:

    Es gibt bislang schon einen Verspätungszuschlag – und der ist ggf. wesentlich höher als die kritisierten 25 € (max. 10 % der festgesetzten Steuer, höchstens 25.000,- €). Nicht vergessen sollte man auch, dass durch die Gesetzesänderung die Abgabefristen voraussichtlich jeweils um zwei Monate verlängert wird. Ich glaube das wurde bislang noch nicht erwähnt 😉

    Wie Matthias schon erwähnte, muss ein Arbeitnehmer in der Regel keine Steuererklärung einreichen. Wenn er es dann doch tut, handelt es sich um eine Antragsveranlagung.Warum keine Pflicht? Mit Einbehalt der Lohnsteuer ist dessen Steuerschuld nämlich abgegolten. Ausnahme gibt es bei einigen Besonderheiten z. B. dem Bezug von steuerpflichtigen Lohnersatzleistungen in gewisser Höhe.

    Zum Thema Rentner und Besteuerung:

    Die Krux an dem Ganzen ist, dass bei den Renten keine monatliche Steuer im Voraus einbehalten wird (nur ab einer gewisser Höhe der Jahressteuer pro Quartal) und erst hinterher das böse Erwachen kommt, wenn die Nachzahlung ins Haus steht… Ob die Lösung der Einbehalt anteiliger Steuer von der Rente wäre? Ich höre schon das Geschrei der Betroffenen! 😉

     

    Zum Thema Steuergerechtigkeit:

    Ich muss dir widersprechen, Tim. Das individualistische Steuersystem hat seine Tücken, Schwächen und Lücken. Aber dessen Vielseitigkeit ist auch dessen große Stärke. Alleine welche Möglichkeiten bestehen bestimmte spezielle private oder berufliche Aufwendungen geltend zu machen, die für den Einzelnen eine große Belastung sein können – vor allem, wenn man selbst betroffen ist. Oftmals ist es da gar nicht möglich, diese verallgemeinernd in einen Gesetzesparagrafen zu packen. Und damit meine ich noch nicht mal die Richtlinien, Durchführungsverordnungen, Hinweise, BMF-Schreiben und Urteile des Bundesfinanzhofs, die die Gesetzeslage zum Teil „korrigieren“…

    Um nicht zu weit auszuufern, belasse ich es erstmal dabei 😉

    Gruß, Braxton

     

     

  11. vonaufdenboden

    Für das Thema Steuern gilt der selbe Grundsatz wie beim Investieren: man muss sich detailiert damit auseinandersetzen und sich halbwegs gut auskennen.

    Sonst wird das nix!

    vonaufdenboden

  12. Vali

    Ja, ich finde die Steuer auch kompliziert. Aber da ich selbständig bin und nie Arbeitnehmer war, kenne ich es gar nicht anders.

    Ich habe während des Studiums bereits meinen Steuerberater gefunden und bin ihm sehr dankbar. Ich hätte die Nerven nicht bei diesem Chaos und die ständigen Aktualisierungen. Dabei zahle ich jedes Jahr immense Summen nach – und dann kommen Schlauberger und meinen „Freu dich doch, das heißt, du verdienst mehr“ – und wie ich frohlocke, wenn ich die Steuer wieder abdrücke…:-/

    An meinen Steuerberater zahle ich längst mehr als 1000 Euro.

    Was ich gelernt habe, ist die Steuer mit in meine Investitionen einzubeziehen. D.h. ich muss wie ein Unternehmen denken – während ich verdiene, bereits auch an das Ausgeben bzw. Investieren denken, um nicht unnötig zu viel Steuer zu bezahlen.

    Das fand ich jahrelang absolut nervig – ich wollte mich auf meinen Job konzentrieren, musste aber wie ein Buchhalter dauernd Rechnungen einheften, Kosten bilanzieren und mich stetig steuerlich weiterbilden. Ich habe auch gelernt, dass Kredite der Steuer gut tun 😉 Und ich musste lernen langfristig zu denken, denn das, was ich heute tue, wirkt sich mit Verstärkung erst Jahre später aus.

    Wirkt auch bei Aktien so. Heute kam die Apple-Dividende – das sieht schon besser aus;-)

    Von daher ändert sich für mich nichts – ich muss so oder so mit meinem Steuerberater alles auseinanderfrieseln, pro Quartal alles gegenrechnen, Umsatz+Einkommensteuer  bezahlen und immer nach neuen Möglichkeiten suchen, steuerfreundlich zu investieren. Das sind Aktien leider nicht, aber darauf verzichten, wäre dumm.

    Allerdings, ist die 25% Abgeltungsteuer nicht zu vernachlässigen, wenn die eigene Steuer höher ist. Aber sie schönreden, möchte ich hier auch nicht 😉

    Cashflow mit „nur“ 25% Abgeltungssteuer monatlich zu generieren – das war die Investition wert!!!

  13. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @enrico,

    wer rational und mit spitzem Bleistift rechnet, der wird das so machen, erst mit dem Dividendenabschlag zu kaufen. Aber dafür gibt es auch keine Garantie.

    Man muss dann ein Kauflimit mit dem Schlusskurs minus Dividende für den Ex-Tag einstellen. Muss aber nicht zwingend klappen.

    Bei Werten mit einer einmaligen jährlichen Dividende kann man das sicher so machen. Ich selbst kaufe ja keine solchen Werte mehr. Im Gegenteil, ich werde bei guten/besseren Kursen mal Einzelwerte wie K+S, Metro Vz, Deutsche Post, Wüstenrot+Württembergische… verkaufen (im Schnitt im Plus) und in einen Euro-Dividenden-ETF (wie z.B. den hier) mit Quartalsdividende geben. Da bekomme ich meine 4,5 % und fertig.

    Ich habe keine Lust mehr, dem Auf und Ab der Aktie zuzuschauen, und jedes Jahr zu hoffen, dass sie was ausschütten. Natürlich kann der ETF auch nur ausschütten, was die Fondswerte ausschütten, aber da ist mir einfach mehr Kontinuität und verlässlicherer Dividendenfluss.

    Deswegen ist für mich eh optimal, die Monatszahler zu nehmen. Und spielt der Dividendenabschlag keine Rolle. Da schaut man einfach allgemein auf den Kurs.

    @Braxton,

    stimmt! Bisher hatten wir auch Ende Mai als Abgabefrist. Das hat nur kaum jemanden interessiert, weil die meisten Leuten eher was wieder bekommen statt Steuerschuld haben. Wer nachzahlen muss, der sollte schon immer genau gewesen sein. Jede Fristversäumnis ist mit Nachteilen verbunden, sonst hätte eine Frist auch keinen Sinn. Wenn ich den TÜV ablaufen lasse, dann weiß ich auch, dass das Folgen.

    Früher habe ich bei der Steuer immer was wieder bekommen, und habe es so schnell wie möglich gemacht. Jetzt muss ich immer nachzahlen, da mache ich es sobald die Abschlüsse des Lynxdepots vorliegen.

    Die Besteuerung der Renten sollte wirklich anders funktionieren. Ich habe leider niemanden mit praktischer Erfahrung. Hier könnte ja mal jemand schreiben, bei dem das zutrifft.

    Es wäre sicher gut, wenn bei Auszahlung der Rente schon ein gewisser individueller Betrag abgeführt würde. Dann käme das nicht als Nachzahlung auf einen Schlag.

    Das betrifft mich ja auch absehbar mal. Aktuell habe ich Altersteilzeit angefangen. Das birgt auch Tücken. Ich bekomme eine Aufstockung bei 50 % Arbeitszeit (blockweise 28 Monate weiter arbeiten, 28 Monate Freistellung) von 50 % Gehalt auf 85 % Gehalt (sonst würde es ja niemand machen). Versteuert werden aber nur die regulären 50 % Gehalt. Es kommt also beim Steuerbescheid zu einer Nachversteuerung (Progressionsvorbehalt). Es wurde aber in unserer Betriebsvereinbarung gesichert, dass diese Steuerschuld vom Arbeitgeber übernommen wird. Aber man muss erst den Steuerbescheid abwarten und dann vom Arbeitgeber begleichen lassen.

    Alles nicht einfach, wie das ganze Leben, aber machbar. 😉

    MS

     

  14. Fabian S.

    Also ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Steuerberater nichts bringt, sondern nur Kosten produziert. Denn ich nehme mir die Zeit und kontrolliere alle Punkte. Bei 2 Steuerklärungen von insgesamt 2 an den Steuerberater übergebenen Steuererklärungen habe ich Fehler festgestellt und viel Geld auch noch bezahlen müssen. Dann mache ich sie doch lieber selbst mit Hilfe eines guten Steuerprogramms und schaue, dass ich keine Fehler mache. Und wenn ich Fehler begehen sollte-was kaum vorkommt- sind es meine eigenen mit denen ich besser leben kann als andauernd die Abzocker zu unterstützen, die ich eh kontrollieren muss und die Fehler begehen und dafür noch Geld nehmen!

  15. Tim de Biehl

    Hallo Tim,

    ich stimme zu, einfacher ist besser. Und das waere allein schon auch durch eine gut programmierte Software oder verstaendlichere Formulare möglich.

    Ich finde aber auch, dass sich jeder mit der Thematik auseinandersetzen muss. Der Rentner, den Du ansprichst, der eine Rente hat, vlt. eine zusaetzliche Vorsorge, Aktien, vlt sogar in mehreren Depots, eine Wohnung. Diesen Rentner wuerde ich gerne in die Pflicht nehmen wollen. Wenn er meint sich in diesen Dingen engagieren zu koennen und zu muessen, der muss das dann auch mit all den Konsequenzen eben machen.

    Und wenn er das nicht kann, frage ich mich, ob ein entsprechendes Engagement nicht ein bisschen vermessen ist. Eigentum verplichtet eben auch. Und wenn er keine Lust auf diese Verplichtung hat, dann muss er eben Hilfe holen.

    Was mich wirklich ein bisschen ärgert ist eine zunehmende Selbstüberschätzung. Lieschen Müller meint zunehmend mit den ganz grossen mithalten zu können.

    Warum muss ein chinesischer Reisbauer am Terminmarkt aktiv sein? Warum muss der Kämmerer einer Kleinstadt leerverkaufen? Warum muss gerade jetzt ein viel zu teures Haus gekauft werden und der Kauf auf komplizierten Kreditvertraegen basieren? Vlt sogar in einer Fremdwaehrung?

    Ich faende es auch super Verkaufsoptionen zu verkaufen. Aber ich kanns kognitiv halt nicht. klar gibts sicher super derivate, aber ich verstehe diese nicht. Dann lass ichs halt. Schuster bleib bei deinen Leisten.

    Und wenn ich mich aber doch engagieren, dann gehoert diw Steuer halt dazu. Ich kaufe mir auch nicht einen Oldtimer und beschwere mich ueber die aufwaendige Restaurierung.

    Sorry, es aergert mich.

    beste gruesse, TdeB.

  16. Christoph

    Also ich sehe das für den Arbeitnehmer anders.

    Ich kaufe jedes Jahr http://www.amazon.de/tax-2016-f%C3%BCr-Steuerjahr-2015/dp/3866215657

    Dort kann man sich Punkt für Punkt durchleiten lassen. Von Kindern, über Immobilien usw

    Und was man nicht braucht klickt man weg. Das tolle ist, man bekommt gleich angezeigt, was man zurück bekommt.Hat bei mir bisher immer gestimmt, Abweichung maximal 1 Euro.

    Für den normalen Steuerzahler reicht das komplett. Wer natürlich irgendwie kompliziert Steuern sparen will braucht einen Berater.

    Ansonsten macht der aber auch nichts anderes als das Programm.

     

    Wegen den Betriebskosten. Da man die ja bis zu einem Jahr nachträglich bekommen kann, ist es erlaubt für 2015 die Kosten von 2014 einzutragen. 2016 dann die Kosten für 2015 usw usw

    Wenn man mit dem Programm ein Jahr gemacht hat kann man die Grunddaten fürs neue Jahr übernehmen. Ist dann ne einfache und schnelle Sache. Und der Vorteil ist man vergisst nichts wenn man die Punkt für Punkt Methode wählt.

     

     

    @Vali: Gestern Abend habe ich an Dich gedacht ;o)

    Eines der Themen in Closing Bell war erneuerbare Energien.

    In den USA stelleneinige Städte auf erneuerbare Energien um. San Francisco zB will bis 2030 komplett daraus die Energie beziehen.

    Dort gibt es ein Solarfeld das so groß wie 11 Football Felder (ähnlich groß wie Fußball pLätze) ist.

    Da das immer mehr machen geht natürlich auf Dauer der Ölbedarf runter.

    http://video.cnbc.com/gallery/?video=3000517270

     

     

     

     

  17. Leon

    @all

    Gibt es denn ein gutes Programm für die ausländischen Kapitaleinkünfte, Quellensteuern & ausl. thesaurierenden Fonds?

  18. Vali

    @Christoph, Hach, du wirst auch noch auf den Geschmack kommen 😉

    Ich habe auch an dich gedacht;-) Warst du der, der sich nicht vorstellen konnte, was Apple demnächst machen könnte? Hier was neues : Konzern steigt mit einer Milliarde bei chinesischem Uber-Rivalen ein

    @Matthias, danke für den iShares EURO STOXX Select Dividend 30 UCITS ETF (DE) . Den leiste ich mir vielleicht auch demnächst, da ich nicht jede Dividendenaktie aus Europa kaufen will 🙂 4,58% Dividende. Quartalszahlung? Gefällt mir. Da ist vieles dabei, was ich so nie kaufen würde 😉

  19. Christoph

    @Leon: Ich habe bei meinem die Daten der ausländischen Eträge eingegeben und es wurde mit einbezogen. die waren aber extrem niedrig, also die vom Fond

     

    Die von meinen US Aktien wurden ja sowieso direkt von meiner Bank abgezogen. Ich gebe aber immer die Daten der Kapitalertäge aufrund der Jahresbescheinigung ein.

    @Vali: hihi ;p)

    So in etwa. Ich bin der, der sagt Apple hat keinen Visionär derzeit. So wie Musk zB. Oder auch bezos.

    Das mit Apple habe ich auch gelesen, aber ist das innovativ? Irgendwie finde ich das nicht. Cook sagte ja neulich es wird was kommen was jeder braucht es nur noch nicht weiss.

    Also das wird es hoffentlich nicht gewesen sein.
    Wegen Öl: Ich glaube ja auch auf dauer wird es weniger Bedarf geben. Aber ich abe 100 Shell Aktien und per Spaplan kaufe ich monatlich ein bißchen Exxon und Chevron, aber im kleinen Rahmen. Also nicht der Rede wert.

    Bei den erneuerbaren habe ich noch nichts gefunden was sicher ist. Ich hatte solarcity. Bin aber heilfroh das ich früh genug raus bin und kaum Verlust hatte. Jetzt ist die Aktie extrem am Boden…

     

     

     

  20. JJ

    Hallo zusammen,

    Zu den iShares Select Dividend ETFs schaut mal hier: http://www.wertpapier-forum.de/topic/43009-stoxx-seldiv-indizes/page__st__40

    Ich habe mittlerweile auf die Standard Indizes gewechselt..

  21. Jan

    Die Gebühr finde ich ehrlich gesagt nicht schlimm. Die Zeiten wurden verlängert bis Juli und es gilt nur in Fällen, in denen keine Verlängerung beantragt wurde.

    Wer Steuern nachzahlen muss aber seine Steuererklärung nicht macht, der hält das Geld vor der Allgemeinheit zurück. Ich denke es ist nicht zu viel verlangt, innerhalb von 7 Monten eine Erklärung zu machen.

    Trotzdem sollte das System verienfacht werden. Wer nur Arbeitseinkommen und Kapitalerträge hat, für den ist es noch einfach. Spätestens aber wenn dann Wohnungen, Gewerbe usw. noch dazukommen kann es verdammt kompliziert werden. Der Steuerberater ist Pflicht und langt ordentlich zu. Gerade das macht es Gründern nicht einfacher.

     

    VG

     

  22. JJ

    @Matthias Schbeider:

    Im Forum ging es um den Vergleich von „STOXX Europe Select Dividend“ Index mit dem „STOXX Europe“ Index. Der erste selektiert ja quasi die besten Dividendenwerte aus dem zweiten, schneidet allerdings im Schnitt in der Gesamtperformance schlechter ab.

    Um in welchen Index auch immer investieren zu können musst du natürlich einen ETF kaufen, klar 😉

    Ich habe mittlerweile den iShares STOXX Europe 600, der besteht aus mehr Aktien als der Select Dividend, hat eine niedrigere TER, eine Dividende über 3% und langfristig die bessere Gesamtperformance.

     

  23. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @JJ,

    den kann man natürlich auch nehmen, hat lauter lecker Sachen drin. Aber ich, und das gilt nur für mich persönlich, lege weniger Wert auf Kursentwicklung als auf Cashflow. 4,5 % Div ist nicht viel mehr, aber hier ein Prozent, da ein Prozent, das macht in der Masse dann doch den Cashflow. Aber für Langfristhorizont-Anleger ist der von Dir besser.

    MS

  24. Vali

    @JJ, den  iShares STOXX Europe 600 finde ich auch gut 🙂

    Wer kennt sich aus, wo konnte man nochmal mit 500 € kostenlos bei einem ETF einsteigen? Ing Diba?

    Ich glaube, ich brauche neue Projekte 😉

  25. Tim de Biehl

    Hallo Tim,

    ich stimme zu, einfacher ist besser. Und das wäre allein schon auch durch eine gut programmierte Software oder verständlichere Formulare möglich. Ich finde aber auch, dass sich jeder mit der Thematik auseinandersetzen muss.

    Der Rentner, den Du ansprichst, der eine Rente hat, vlt. eine zusätzliche Vorsorge, Aktien, vlt. sogar in mehreren Depots, eine Wohnung. Diesen Rentner würde ich gerne in die Pflicht nehmen wollen. Wenn er meint sich in diesen Dingen engagieren zu können und zu müssen, der muss das dann eben auch mit all den Konsequenzen machen.

    Und wenn er das nicht kann, frage ich mich, ob ein entsprechendes Engagement nicht ein bisschen vermessen ist. Eigentum verpflichtet eben auch. Und wenn er keine Lust auf diese Verpflichtung hat, dann muss er eben Hilfe holen. Auch wenns kostet.

    Was mich wirklich ein bisschen ärgert ist eine zunehmende Selbstüberschätzung. Lieschen Müller meint zunehmend mit den ganz großen mithalten zu können.

    Warum muss ein chinesischer Reisbauer am Terminmarkt aktiv sein? Warum muss der Kämmerer einer Kleinstadt leerverkaufen? Warum muss gerade jetzt ein viel zu teures Haus gekauft werden und der Kauf auf komplizierten Kreditverträgen basieren (weils ansonsten nicht möglich ist)? Vlt.
    sogar in einer Fremdwährung, weil ach so toll?

    Ich fände es auch super Verkaufsoptionen zu verkaufen. Aber ich kanns kognitiv halt nicht. Klar gibts sicher super Derivate, aber ich verstehe diese nicht. Sicher gibt’s in Norwegen bestimmt tolle Unternehmen, aber mir ist der steuerliche Aspekt zu komplex. Dann lass ichs halt. Schuster bleib bei deinen Leisten.

    Und wenn ich mich aber doch engagieren, dann gehört die Steuer halt dazu. Ich kaufe mir auch nicht einen Oldtimer und beschwere mich über die aufwändige Restaurierung.

    Sorry, es aergert mich.

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim de Biehl,

    volle Zustimmung. Man kann sich nicht immer nur die nette Seite ansehen.

    Nur kurz zu den Optionen… Muss in paar Minuten auf die Autobahn und bin erst abends wieder online.

    Habe mir vorhin ein PDF geladen. Ich werde zwar Optionen nicht weiter großartig ausbauen, aber man das ja versuchen zu verstehen. Deshalb lese ich da schon noch dazu.

    Sollte es Dich interessieren (oder andere), hier kann man es haben.

    MS

  27. JJ

    @Vali:

    Ja, bei der ING-DIBA

    @MS:

    Klar, wenn es nur um die Ausschüttung geht (weil du z.B. jetzt schon von den Dividenden lebst) fährst du mit dem Dividenden ETF besser, ich bin aber wohl noch ein paar Jahre mit Ansparen beschäftigt, da gefällt mir die bessere Gesamtperformance besser. Ansonsten gäbe es auch einige REITs und BDCs  (Business Developing Companies) mit sehr hohen Ausschüttungen. Prospect Capital über 12% z.B.

  28. Vali

    @Tim de Biehl

    „Der Rentner, den Du ansprichst, der eine Rente hat, vlt. eine zusätzliche Vorsorge, Aktien, vlt. sogar in mehreren Depots, eine Wohnung. Diesen Rentner würde ich gerne in die Pflicht nehmen wollen. Wenn er meint sich in diesen Dingen engagieren zu können und zu müssen, der muss das dann eben auch mit all den Konsequenzen machen.“

    Entschuldige, aber das ist ein absolut sozialistisches Denken. Wo soll dann die Motivation herkommen, dass überhaupt einer irgendwo investiert, wenn es sich nicht mehr richtig lohnt, als für den, der nicht investiert.

    Ich möchte genauso eine Rentnerin sein, mit Wohnungen und Depots und wenn der Beamte meint, er muss  mit meiner Steuer seinen ruhigen Pensionen-abend finanzieren, dann suche ich mir auch steuerfreundlichere Länder, wo man als Eigentümer mit Kapital willkommen ist. Ich habe keine Lust, 3x mehr zu arbeiten und 3x mehr zu investieren, um 3x höhere Steuer zu zahlen. Irgendwo hört es aber auf!

    Mich ärgert sowas auch 😉

    Oder habe ich dich falsch verstanden?

    @JJ, danke 🙂
     

  29. Tim de Biehl

    Hallo Vali,

    ja denke, dass Du mich völlig falsch verstanden hast 🙂 Ich finde es absolut gut, wenn jemand motiviert an die Sache rangeht und die Möglichkeiten vernünftig ausschöpft.

    Aber wie MS schreibt: „Man kann sich nicht immer nur die nette Seite ansehen.“

    Eine Investitition macht halt Arbeit, das gehört halt dazu, dass weisst Du als Selbststänige sicher besser als ich. 🙂 Und mein Gefühl ist, dass daran oft nicht gedacht wird. Das sollten meine Beispiele veranschaulichen.

    Apopos Arbeit: Diese ruft.

    Viele Grüße,

    Simon

     

  30. Vali

    @Tim de Biehl, oder Simon ;-), na dann fröhliches Schaffen 🙂

    @Alex, danke, habe gerade die Infos angefordert 🙂 Bin gespannt!

  31. Jan

    @Alex,

    das ist richtig, ich kenne die Bestimmungen. Ich bin beim Überfliegen der AGB (Die übrigens echt verständlich und gut formatiert sind) darüber gestolpert. Mir persönlich wäre das nicht beeinflussbare Risiko „sehr gering“ für mein Vermögen zu hoch.

    Ich bin ehrlich, ich kann die Tragweite dieser Leihe nicht ganz überblicken. Das Wort „möglichst“ ist mir, wenn es um mein Geld geht allerdings auch zu wenig.

    „Aufgrund dieser Sicherheitsleistung wird Beleggersgiro in allen Fällen in der Lage sein, ihre Verpflichtungen gegenüber Kunden möglichst zu erfüllen.“ – AGB

  32. Alex

    @Jan

    ich habe da über 20 sehr kleine Positionen. Wenn eine davon verschwindet (wenn überhaupt), ist natürlich unangenehm, aber nicht tragisch.

  33. Christoph

    Also ich will es einfach haben.

    Optionen, Short, Long, Futures usw usw.. neee neee.

    Ehrlich gesagt dafür bin ich einfach nicht schlaug genug. Denn wenn es elbst bei Profis nach hinten losgehet, istmir das viel zu riskant.

     

    ich kaufe weiter fröhlich monatlich meine US Dividenden Aktien. Monat für Monat und freue mich immer über die Käufe. Und wenn dann an mehreren Tagen Dividenden kommen freue ich  mich auch. Und das ist extrem Risiko arm.

    Muss aber jeder selbst wissen.

     

    Ich selbst denke eine Steuererklärung sollte jeder, der eine machen muss, auch bis 31.05 machen können. Bei den meisten ist es doch so: ja mach ich morgen. Oder Übermorgen..

    Da finde ich diese Strafe eigentlich ganz gut, denn so wird das nicht immer nach hinten geschoben.

    Und wie oben erwähnt. mit einem Program ist das auch extrem einfach. Ne Sache von 30 Minuten bei Otto Normalo.

     

    Und wenn jemand wirklich mehrere Immobilien und andere aufwendige Dinge hat, ist ein Steuerberater sicher sowieso besser, da dieser weiß was man noch alles absetzen kann aufgrund der und der Bestimmung.

     

     

    @Tim Schäfer: Was zahlt man in den USA eigentlich an Kapitalertragssteuer? Also ohne das Rentnerprogramm, ganz normal wenn man verkauft bzw Dividenden bekommt

  34. Couponschneider

    @Tim de Biehl

    Was ist schlimm daran, dass wir Terminmärkte und Leerverkäufe haben? Der Staat selber verlangt, dass die Steuern zu einen bestimmten Zeitpunkt fließen. Schon mal was von der Vorsteuer gehört?

    Keine Lust aufs Investieren ist keine gültige Ausrede. Das hört sich an wie „Kein Bock auf Lesen.“, „Kein Bock aufs Rechnen.“, „Kein Bock auf die Schule.“ – Ich finde, das Investieren sollte eine selbstverständliche Kulturtechnik sein, wie Lesen, Rechnen und Schreiben. So viel braucht es dazu nicht. Dem Bürger wird viel an anderer Stelle abverlangt, z. B. bei der Steuererklärung. Die Steuern aber sind menschengemacht und von Staat zu Staat anders, das Investieren aber ist eine Kulturtechnik, die überall gleich funktioniert.

    Selbstverständlich müssen Steuern auf Mieteinnahmen und Dividenden gezahlt werden. Die Sch…-Linken fordern mehr Steuern. Was die einfach non-chalant übersehen: Die erbrachten Investitionen minderten nicht die Einkommenssteuer, aber die wollen bei den Dividenden herzhaft hinlangen. Ich hätte kein Problem, statt der Abgeltungssteuer die Einkommenssteuer auf die Dividenden zu zahlen, aber nur, wenn ich im Gegenzug die 20000 € geltend machen kann, die ich im Steuerjahr investiert habe. Institutionelle Anleger können ihre Investitionen absetzen und ihren Gewinn vor Steuern verkleinern und zahlen hinterher auch weniger Steuern. Warum darf ich das nicht?

    Das verrückte ist: Aus sich des Finanzamtes und der Politik gelte ich als ein verantwortungsloser Vollhonk, der nicht fürs Alter vorsorgt. Faktisch sorge ich fürs Alter vor, nur gehe ich den den Weg, den die Dummbatzen (Riester & Rürup) vorgesehen haben. Mein Weg funktioniert. Das sehe ich nach sieben Jahren Aktiensparen. Die Dividenden decken mittlerweile die Miete ab.

  35. Tim de Biehl

    Hallo CS,

    glückwunsch zu dem erfolgreichen Ergebnis Deiner Investitionen!

    Ich habe nicht gesagt, dass ich Terminmärkte, Leerverkäufe, Derivate, usw. schlecht finde.

    Ich finde es nur ärgerlich, wenn sich jemand darauf einlässt, ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein und sich dann vielleicht noch über negative Auswirkungen beschwert.

    Jemand der nicht in der Lage ist einen Future zu verstehen, warum sollte der am Terminmarkt aktiv sein? Kannst Du mir das mal bitte erklären? Ähnliches gilt fürs Leerverkaufen, oder möchtest Du mir da wiedersprechen?

    Oder eben wie gesagt: Wenn jemand die komplette Bandbreite der Investitionsmöglichkeiten ausschöpft, darf er sich nicht wundern, dass die Steuerklärung etwas komplizierter ausfällt.

    Mein Eindruck ist einfach, dass sich viele (bitte bezieht das doch nicht auf Euch, ihr seid hier im Forum, für Euch gilt das wohl nicht) ins Abenteuer stürzen und sich dann beschweren, wenns nach hinten losgeht oder Arbeit macht.

    beste Grüße.

    P.S. Ja, Vorsteuer kenne ich.

     

     

  36. Christoph

    Das mit der Vorsteuer verstehe ich nicht. Was hat ein Privatanleger damit zu tun?

    Gilt ja nur für Unternehmen. Die arbeiten mit Vorsteuer und Umsatzsteuer.

    @Tim: Ich versteh dich. Wenn selbst Randolph und Mortimer da daneben liegen.. *GGGG*

  37. Alex

    @Christoph

    Wenn Du bei einem ausländischen Broker ein Account hast, und  er keine Kapitalsteuer automatisch abführt, dann verlangt manchmal das Finanzamt, dass Du diese Vorsteuer an das Finanzamt  überweist. Die Bemessungsgrundlage dazu ist Deine Steuererklärung aus dem Vorjahr und die Höhe der Kapitalerträge in dem Vorjahr.

     

  38. Jan

    @Alex

    Du meinst die Steuervorauszahlung auf die Abgeltungssteuer.

    Mit „Vorsteuer“ ist im Allgemeinen die Verrechnung der Umsatzsteuer bei Unternehmen bzw. Unternehmern gemeint.

  39. Felix

    Ein pauschales Steuersystem hat sicher den Charm der Einfachheit. Umgekehrt berücksichtigt das dt. System halt individuelle Besonderheiten wie Kinder, pflegebedürftige Eltern, Hausbau, Behinderung usw. Insgesamt denke ich, dass die Steuererklärung auszufüllen für Arbeitnehmer keine Raketenwissenschaft darstellt. Jedes halbwegs ordentliche Steuerprogramm kann das. Ob die Höhe der Steuersätze noch angemessen sind, insbesondere für die die sich anstrengen und deshalb ordentlich verdienen, Karriere machen bezweifle ich sehr. Deutschland leistet sich eine der höchsten Abgabequoten weltweit. Die Bürger arbeiten bis in den Juni hinein nur für den Staat, bevor sie einen eigenen Euro verdienen. Dafür haben wir dann eine gigantische staatliche und soziale Maschinerie, die mit jedem Transfer-Euro nicht Zufriedenheit erzeugt, sondern weitere Begehrlichkeiten.

    Was Aktien und Steuern anbelangt, so verkaufe ich, wenn Abspaltungen bei Firmen vorgenommen werden wie jetzt bei Dahaner. Ich habe das bei ITT erlebt, die haben sich gedrittelt. Mir wurden die Aktien mit den anderen Namen eingebucht, die ich bereits erworben und bezahlt hatte. Steuerlich wurden sie behandelt als wären das Reingewinne gewesen. Es war sehr aufwändig, diese Steuer zurückzuholen, weil der Finanzbeamte natürlich auch keine Ahnung von Aktien hat.

  40. Vali

    @couponschneider, genau das finde ich an Aktien nachteilig. Man kann die Summe nicht bei der Steuer irgendwie geltend machen.

    Das ist bei Miet-Immobilien anders. Und weil ich immer nach „besseren“ Investitionsmöglichkeiten suche, habe ich hier diesen Photovoltaik-Rechner gefunden.

    Laute meiner Eingabe, hätte ich eine jährliche Rendite von 6,94%!!!

    Bei einer Investitionssumme von knapp 4700€ auf dem eigenen Dach. Das ist super!

    Gesamte Einnahmen über 20 Jahre sind bei 16900 €.

    Hier Erfahrungsberichte. Hat hier jemand so was?

  41. Christoph

    @Vali: Du verwirrst mich. Ich dachte du magst es einfach und langweilig Dividenden zu bekommen?!

    Ich kenne mich mit dem Solarkram zu wenig aus. Aber ich wäre vorsichtig bei sowas. Oft gibt es Zuschüsse und wenn die gestrichen werden steht man da.

    Aber fürs eigene Heim, für sich selbst macht es sinn. Aber um damit Geld zu verdienen? Habe ich meine Zweifel.

     

  42. Vali

    @Christoph, Diversifikation ist das Stichwort, bzw. Asset allocation 😉

    Und da wir über die Absetzbarkeit von Investitionssummen sprechen, ist die Photovoltaikanlage recht passend. Die kann man abschreiben.

    Und umweltfreundlicher 🙂

  43. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Matthias

    @ Fabian S.

    @ Braxton

    Ok, dann muss jemand einen Antrag auf Verlängerung stellen, wenn er/sie die Unterlagen nicht beisammen hat zum Abgabetermin. Das ist ein neuer bürokratischer Aufwand. Mehr Post hin und her.

    Das deutsche Steuersystem ist ziemlich intransparent geworden. Ich finde, der „normale Bürger“ blickt mit den 1.000 Ausnahmen kaum noch durch. Es gibt so viele Sonderfälle, Vergünstigen, Absetzungsmöglichkeiten. Aber wer kennt die alle? Nur wer sich gut auskennt, der kann das Beste herausholen. Ich finde, durch seine Komplexität ist das System unfair geworden.

     

    @ Tim de Biehl

    Ich finde halt, das Steuersystem ist für den Normalbürger zu komplex geworden. Es gibt so viele Formulare. Das dauert ewig, um den Papierkram auszufüllen. Also der Renter müsste dann folgende Bögen ausfüllen:

    Mantelbogen Einkommensteuererklärung: 4 Seiten

    Anlage KAP bzw. SO: 2 Seiten

    Anlage R: 2 Seiten

    Anlage N: 4 Seiten

    Anlage V: 2 Seiten (und zusätzlich Kosten-Einnahmen-Aufstellungen, Erläuterungen gesondert)

    Anlage Vorsorgeaufwand: 2 Seiten

    In Summe: 16 Seiten. Das ist doch nicht mehr normal. Das ist ein typisch deutsches Bürokratiemonster. Schrecklich so was. Dann denke an die Ehefrau, die muss auch noch einiges ausfüllen.

     

    @ Christoph

    Zu Deiner Frage:

    „Was zahlt man in den USA eigentlich an Kapitalertragssteuer? Also ohne das Rentnerprogramm, ganz normal wenn man verkauft bzw Dividenden bekommt“

    Dividenden werden in den USA gering besteuert. Die US-Regierung ist der Ansicht, dass Gewinne bereits vom Unternehmen besteuert wurden. Insofern wird beim Aktionär die Dividende nur minimal besteuert. Washington weiß, dass viele Renter auf Dividenden angewiesen sind. Diese Personen möchte sie schonen. Es hängt vom Einkommen ab. Aber grob zwischen 0-20% Steuerrate. Aber es wird auch zwischen den Dividenden unterschieden.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Dividend_tax

     

    Bei Kursgewinnen wird unterschieden, ob Du die Aktie kurz- oder langfristig gehalten hast. Wer sie über 1 Jahr hielt, muss nur zwischen 0-15% Steuern auf den Kursgewinn bezahlen.

    http://finance.zacks.com/much-taxes-pay-stock-market-earnings-3991.html

    Aber das amerikanische Steuerrecht ist auch leider sehr komplex.

  44. valuetradeblog

    @enrico

    „Mal eine andere Sache: Spielen steuerliche Aspekte bei euren Kaufentscheidungen eine Rolle?

    Selber habe ich jetzt angefangen, neue Aktien erst nach der Dividendenauszahlung zu kaufen, um so die Abgabe der Kapitalertragssteuer und des Solibeitrages zu vermeiden, da ich ohnehin über den Freistellungsbetrag komme. Die Steuern werden dann erst im kommenden Jahr fällig.“

     

    Ich versuche Aktien von Ländern mit hoher Quellensteuer wie z.B. Frankreich zu vermeiden. Des weiteren finde ich dein Vorgehen nach dem Ex-Dividenden-Tag zu kaufen vernünftig, dies macht aber bei Quartalszahlern weniger Unterschied.

  45. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim de Biehl,

    habe gerade gesehen, dass der von mir verlinkte Download des PDF nur eine Leseprobe ist. Ich habe das komplette PDF über Lynx bekommen. Bei Interesse kann man sich über Tim bei mir melden und es bekommen.

    @Tim,

    trotzdem noch mal wegen dem „Steuermonster“. Der gesamte Bürokratieaufwand, den man insgesamt so hat, ist sicher sehr groß. Allein wenn ich mitkriege, Bafög für den studierenden Sohn zu bekommen etc.

    Aber die Steuererklärung für einen normalen Bürger im nicht selbständigen Beschäftigungsverhältnis, oder bei Rentnern, das halte ich für eine leichte Übung.

    Im Mantelbogen sind nur die persönlichen Daten wie Adresse, Bankverbindung etc. einzutragen. Evtl. Spenden und außergewöhnliche Belastungen. Paar Zahlen und fertig. Wenn man seine Daten parat hält; Dauer evtl. 10 min.

    Wieso sollte ein Rentner Anlage N für Arbeitnehmer brauchen? Höchstens wenn er zusätzlich über 450 Euro arbeitet? Höchstens 20 min.

    Anlage KAP nur für unversteuerte (nicht der automatischen KESt unterlegenen) Kapitalerträge. Ein paar Zahlen eintragen, ca. 15 min.

    In Fällen von Vermietung noch Anlage V, Adresse und Einnahmen der Immo. Paar Zahlen, 10 min.

    Für die einfachen Ansprüche (wer keine Zusatzeinnahmen etc anzugeben hat) gibt es die vereinfachte Steuererklärung. Ist zwar noch nicht der berüchtigte Bierdeckel, aber fast. 1 Blatt Papier.

    MS

  46. smitheyesmitheye

    @Matthias Du hast (so wie ich über CapTrader) ein Konto bei IB (bzw. bei Lynx). Bei der Durchsicht des aktuellen Kontoauszugs bin ich bei den Dividenden auf eine sogenannte „Ausgleichszahlung anstelle einer Dividende“ gestoßen. Eine solche Ausgleichszahlung erhält man, wenn der Broker (IB) Positionen aus deinem Depot an Short-Verkäufer verleiht, aber als Long trotzdem anspruch auf die Dividende hat. Solche Leihen können bei einem Margin-Konto vorkommen (Infos dazu findest du hier oder hier). Anscheinend werden solche Ausgleichszahlungen in den USA steuerrechtlich anders behandelt.

    Dazu habe ich ein paar Fragen an dich. Vielleicht kannst du mir ja weiterhelfen.

    Besitzt du ein Cash od. Margin-Konto?

    Wenn Margin, warst du ebenfalls mit solchen Ausgleichszahlungen konfrontiert und musstest du diese steuerlich anders behandeln als „ordentliche Dividenden“ (bin zwar aus Österreich, aber diesbezüglich sollte es keine großen Unterschiede geben)?

    Wie ist generell deine Erfahrung mit den Kontoauszügen von IB? Werden diese anstandslos vom Finanzamt akzeptiert?

     

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    ich hatte die ersten Jahre aus Selbstschutz ein Cash-Konto. Ich wollte nicht in Versuchung kommen. Ich habe dann aber endlich doch umgewandelt in Margin. Das ist kein Zustand, wenn man immer auf das Settlement warten muss.

    Diese „Payments in lieu“ habe ich auch, aber bewusst. Ich habe extra diesem Verleihprogramm zugestimmt. Darüber bekomme ich paar Dollar Zinsen für die Leihe. Im April haben die fast meine Sollzinsen für den Dollarkredit gedeckt. Aber das ist im mikroskopischen Bereich. 8,xx Dollar gezahlt und 6,xx Dollar bekommen, oder so…

    Mit der Steuer habe ich da noch nicht sehr viel Erfahrung. Ich habe letztes Jahr das erste Mal diese Ausgleichszahlung bekommen. Ich habe bei der Steuer beides zusammen (mit ordentlicher Div) als eine Summe angegeben. Bei Lynx ist die Behandlung gleich; 15 % Quellensteuer.

    Bisher wurde allgemein die Steuer ganz gut gehandhabt. Habe über den Daumen korrekt nachgezahlt. Ich drucke mir die entsprechenden Seiten des Jahresabschlusses aus, den Dividendenreport, und markiere die Erträge und lege es bei.

    MS

  48. Couponschneider

    @Felix

    „Ein pauschales Steuersystem hat sicher den Charm der Einfachheit. Umgekehrt berücksichtigt das dt. System halt individuelle Besonderheiten wie Kinder, pflegebedürftige Eltern, Hausbau, Behinderung usw.“

    Ein pauschales System würde auch Kinder und pflegebedürftige Eltern berücksichtigen. Und gerade das macht das deutsche Steuersystem ja gerade nicht. Wenn ich einen Netto-Brutto-Rechner anwerfe und egal, wie viele Kinder ich angebe: Das Netto bleibt praktisch unverändert. Und das geht mir auf den Senkel mit dem deutschen Steuersystem. Angeblich wäre es so gerecht, aber es ist es nicht.

    Das Steuersystem kennt doch bereits ein Existenzminimum. Nur weil ein Kind nicht arbeitet und keine Steuern zahlt, darf doch dessen Existenzminimum nicht verfallen. Eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind gehört meines Erachtens erst ab dem doppelten Grundfreibetrag besteuert. Ein Familienvater, der eine Frau (ohne Einkommen) und zwei Kinder versorgt, erst aber dem vierfachen Grundbeitrag. Das wäre einfach, nachvollziehbar und transparent.

    Pflegebedürftigkeit kann nach festgestellt werden. Da sollte der Grundfreibetrag und das Einkommen (staatliche Rente) des pflegebedürftigen Elternteils in die pflegende Familie übertragen werden. Angenommen die Mutter des obigen Vaters wäre pflegebedürftig. Dann soll die Mutter auch noch über seine Steuererklärung laufen; gemeinsame Veranlagung. Fünf Grundfreibeträge und zwei Einkommen (sein Einkommen plus die Rente der Mutter).

    Bei so etwas Essentiellem zeigt das deutsche Steuersystem enorme Schwächen. Stattdessen konzentriert es sich auf irrwitzigste Förderungen. Ich sage nur Filmfonds.

     

  49. smitheyesmitheye

    @Matthias

    Vielen Dank für deine Antwort.

    Ja, das Problem des verspäteten Settlements (ca. 3 Tage) war auch für mich der Grund ein Margin-Konto zu eröffnen.

    Dzt. nehme ich an diesem Programm nicht teil. Ich werde mal bei CapTrader nachfragen. Bin nicht damit einverstanden, dass meine Positionen automatisch verliehen werden.

    Bezüglich Steuer werde ich erst nächstes Jahr meine Erfahrungen sammeln können. Hört sich aber schon mal gut an, dass ich mit keinen gröberen Problemen rechnen muss.

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @smitheye,

    wenn einfach ungefragt und womöglich ohne Erträge die Werte verliehen würden, dann fände ich das schon fies. Lynx hatte angefragt, ob ich das machen will. Im Endeffekt gehen die Zinserträge der Leihe zu 50/50 an Lynx und mich. Umsonst machen die es nicht, aber geben mir auch mein Teil. Deswegen habe ich zugestimmt. Ich kann das jederzeit widerrufen.

    Wegen der Steuer musst halt schauen. Wie heißt immer der Warnhinweis über die Performance der Vergangenheit und Zukunft? Umgedeutet; „die Erfahrung mit der Steuer des Einen in der Vergangenheit berechtigt nicht zu Ansprüchen und Erwartungen des Anderen für die Zukunft“, oder so… 😉

    Viel Glück

    @Tim,

    ja, die Anleitung macht wenig Mut, aber ist doch gut, dass es eine gibt.
    Ich habe die Erfahrung, dass die Steuerbehörde mit uns kleinen Fischen gnädig umgeht.

    MS

  51. Christoph

    @Coupon: Die Frage ist dann aber auch wer soll das bezahlen?

     

    Also das mit dem komplizierten ausfüllen der Steuererklärung kann ich nicht nachvollziehen. Tim ich gebe dir Recht wenn man dafür die Vorlagen auf Papier nutzt. Nutzt man aber zB Tax 2016 für € 12,00 dann ist das kinderleicht.

    Man geht alles durch was man will.

    Da kann eigentlich nichts vergessen werden.

     

    @Value: Ja von französisches Aktien lasse ich auch die Finger.

    Aber das mit dem Kauf nach der Dividende macht doch keinen Sinn. Es ist doch besser du hast 75% von etwas als 100% von nichts.

     

  52. Frank

    @ Matthias,

    Anlage KAP füllt auch jeder aus, dessen persönlicher Steuersatz unter 25% liegt, wie bei mir.

    Gruß an alle Teilzeitarbeiter!

  53. T de Biehl

    @ Christoph: Seh ich auch so. Franz. Unternehmensbeteiligungen finde ich aus den genannten Gründen auch nicht so toll.

    Wenn dann mache ich das über ETF. Habe den bereits genannten iShares STOXX Europe 600.

    Die Performance der leztenMonate ist mau, aber ich bin da noch in der Ansparphase, von daher nicht so das Problem für mich, wird jeden Monat etwas günstiger nachgekauft. Und für mich wichtig:

    Domizil Deutschland (dann wird die Steuererklärung nicht so kompliziert)
    relativ hohes Fondsvolumen (5,5 Mrd.)

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Frank,

    ja, das hatte ich auch im Kopf und wollte es noch anmerken. Dann aber vergessen. Gerade bei Rentnern mit geringer Steuer ja ein „MUSS“, um sich die KESt teilweise zurück zu holen, wenn Freibetrag überschritten wurde.

    Schönes Wochenende

    MS

  55. Tobias F.

    Zu Tims aktuellem Facebook Post: Apple wird gerade gut ausverkauft. Allerdings hat das mMn hier wirklich substanzielle Gründe. Ich glaube Apple ist das neue Sony, mit aller Konsequenz. Der Hype ist nicht mehr das, was er einmal war.

     

    Es gibt 3 Szenarien:

    Es kommt ein neues Hype-Produkt von Apple und das Unternehmen geht wieder durch die Decke
    Apple wurstelt so weiter, wächst weniger oder erleidet marginale Umsatzrückgänge. Die Aktie pendelt sich irgendwo zwischen 60 und 100 Euro
    Das Unternehmen macht Fehler, verschläft Marktentwicklungen und wird träge, die Aktie fällt dauerhaft auf ein deutlich niedrigeres Niveau

    Ich halte 2 oder 3 für wahrscheinlicher als 1 muss ich leider sagen und frage mich, ob es nicht einfach bessere Titel gibt bezüglich den langfristigen aussichten.

  56. T de Biehl

    Ich halte 2 oder 3 auch für Wahrscheinlicher. Gestern gabs aber eine m.E. ganz interessante Nachricht. Apple hat sich auf dem chinesischen Markt beim Ueber-Konkorrenten eingekauft.

    Mich würde es nicht überraschen, wenn sich Apple ähnlich wie Microsoft entwickeln würde. Microsoft, früher Growth,  ist jetzt ja eine relativ langweilige (Value) Aktie. Schlecht fänd ichs nicht. Man wird sehen.

  57. Freelancer Sebastian

    Deja vu.

    Die gleichen Vermutungen zu Apple habe wir schon vor drei Jahren gehört….

  58. Vali

    @Tobias F., entweder glaubst du an ein Unternehmen oder nicht. Die Zukunft kann dir keiner voraussagen.

    Ich kann mich erinnern (in meiner eher kurzen Börsengeschichte;), dass schon Altria Group, At&T, McDonalds, Coca Cola, oder sogar J&J und P&G u.a. der kommende Down vorausgesagt wurde, zwecks wenig Wachstum und zu starke  Konkurrenz. Wie oft habe ich das über Realty Income und HCP gelesen, oder Amazon oder gar Google… Ich habe immer an diese Unternehmen geglaubt, weil es weltweit bekannte, beliebte und überall anzutreffende, zu kaufende Produkte global von ihnen gibt.

    Wenn du nervös mit Apple bist, verkauf. Ich war nervös bei Chevron. Habe kein positives Gefühl mehr bei Öl. Andere sehen es anders. Schließlich musst du mit deinem Depot glücklich sein.

    Hier wirst du mit Sicherheit keine garantierten Zukunftsaussagen lesen können 🙂

  59. Vali

    PS: Übrigens dauernd auf die Kurse zu schielen bringt dir nichts als Langzeit-Investor.

    Ich habe heute nur meine neuen Dividenden eingesammelt und akribisch aufgeschrieben: Realty Income, Hormel Foods, Omega Health und P&G. So ein schöner Samstag! Jetzt kann ich zufrieden arbeiten 🙂

    Die Kurse habe ich gar nicht angeschaut. Depots sind im Plus, was will Frau mehr;-)

    @Freelancer Sebastian , sehe ich auch so 🙂

     

  60. Christoph

    @Vali: Normal würde ich antworten: handtaschen und Schuhe. Aber bei dir ist das wohl anders ;o)

     

    Vielleicht ist Apples Einstieg bei Didi doch gar nicht so verkehrt.

    Ich selbst dachte Didoi ist identisch mit Uber. Aber falsch gedacht.

    Didi bietet noch andere Dinge wie Bus fahren an. Und was ich wirklich super finde und total praktisch. Die bieten an, wenn du mit deinem Auto wohin gefahren bist, was getrunken hast, dich mit deinem Auto heim zu fahren.

    Das ist doch wirklich praktisch.

     

    Kam gestern bei CNBC (mal wieder^^)

     

    Und wenn Apple wirklich ein eigenes Auto bauen will ist der Einstieg bei Didi auch nicht verkehrt. So könnte man dort die Fahrzeugflotte mit dem Applecar bestücken..

     

     

     

  61. Delura

    @christoph

    Optionen, Short, Long, Futures usw usw.. neee neee.

    Ehrlich gesagt dafür bin ich einfach nicht schlaug genug. Denn wenn es elbst bei Profis nach hinten losgehet, istmir das viel zu riskant.

    ich kaufe weiter fröhlich monatlich meine US Dividenden Aktien. Monat für Monat und freue mich immer über die Käufe. Und wenn dann an mehreren Tagen Dividenden kommen freue ich  mich auch. Und das ist extrem Risiko arm.

     

    Ist bei mir genauso – 100% Zustimmung (Gestern meine erste kleine Position Coca-Cola zugekauft) – nächsten Monat kommt höchstwahrscheinlich der fünfte Teilkauf von AT&T.

    Glück Auf!

  62. Christoph

    @Delura: Glückwunsch! Beides tolle Unternehmen. Habe ich auch im Depot. Ich kaufe allerdings noch per Sparplan ;o)

  63. Elf on the Shelf

    @Christoph:

    Aber das mit dem Kauf nach der Dividende macht doch keinen Sinn. Es ist doch besser du hast 75% von etwas als 100% von nichts.

    Ich glaube, du sitzt da einem Denkfehler auf. Der Kurs der Aktie verringert sich ja am Tag der Dividendenzahlung um den Betrag der Dividende. Wenn die Aktie von Unternehmen A einen Kurs von € 100 hat, eine Dividende von z.B. 3 Euro bezahlt, liegt der Kurs am Tag der Zahlung bei ca. 97 Euro (sieh dir mal einen Kurzfristchart von Adidas oder BASF der letzten Tage an, die haben gerade Anfang Mai die Dividende ausbezahlt).

    Du kannst jetzt natürlich die Aktie vor der Dividendenzahlung zu € 100 kaufen, 2,25 Euro Dividende (netto) kassieren – du wirst trotzdem einen Buchverlust haben, weil deine Aktie mit nur noch 97 Euro im Depot ist.

    Wenn du die Aktie erst nach dem Ex-Dividenden-Tag kaufst, kannst du sie zum Ex-Div Kurs kaufen und musst dafür keine Steuer bezahlen.

  64. T de Biehl

    @ Elf:

    Uiuiui… 🙂 Diese Diskussion hatten wir schon mal, gell Vali 😉

  65. Delura

    Au ja die Diskussion war schon mal da 🙂 Da prallen zwei gigantische Sonnensysteme aufeinander….

  66. Klaus

    @K.

    Den Artikel habe ich auch eben gelesen. Wirklich unfassbar wie uninformiert die meisten Leute sind. Es sollen immer nur noch mehr Steuern gezahlt werden, damit nur immer mehr sinnlose Dummheiten finanziert werden können. Dass einige nicht so dumm sein wollen und ihr Geld -nicht- in Lebensversicherungen (dank politischer Unfähigkeit zum Nullzins) und Riester (hohe Gebühren) stecken und verlieren wollen und vielleicht genügend kleine Nerds dabei sind, die ihr „Vermögen“ hart erarbeitet und alles bereits versteuert haben, ist vollkommen egal. Leistung und Risiko lohnt sich hier nicht mehr. Glückwunsch an Tim, dass du rechtzeitig abgehauen bist.

    Was meint ihr ?

  67. Bienenstich

    Der Artikel ist ja mal wieder typisch. Es wird unterschieden zwischen Milliardären mit Kapitaleinkünften und Arbeitnehmern, die Lohnsteuer zahlen. Dass Arbeitnehmer sich genauso am Produktivkapital beteiligen können und von einer geringeren Abgeltungssteuer profitieren, darauf kommt offensichtlich keiner.

    Grundsätzlich wäre gegen eine Versteuerung von Kapitaleinkünften nach dem persönlichen Steuersatz auch nichts zu sagen, wenn gleichzeitig entweder der Freibetrag deutlich angehoben würde oder steuerfreie Anlagevehikel für die Altersvorsorge wie in den USA geschaffen würden. Da beides nicht geschehen wird, wird das Aktiensparen aber wohl nur noch schwerer gemacht.

  68. Vali

    Also, Jungs, soll ich wieder den Nestle-Chart auspacken? 😉

    @K., wir zahlen alle zu viel, die anderen zu wenig;-)

    Was Gabriel macht, ist Wahlkampf pur. Die Grünen auch – furchtbar.

    Da regen sich die Hartz-4-Empfänger auf, die Alleinerziehenden leiden, die Ledigen fühlen sich benachteilig, die Familien zahlen immer, die Rentner sind arm dran. Arbeitslose, Angestellte, Selbständige, Unternehmer – alle kämpfen und finden irgendwas ungerecht.

    Die Milliardäre tauchen unter, oder wenn die zahlen müssen, entlassen sie paar Tausend Angestellte.

    40% der deutschen Bevölkerung arbeiten/leben vom Staat und seinen Organen.

    60% zahlen dafür.

    Neulich hörte ich eine Grüne sagen „Selbständige sollen auch in die Rentenkasse zahlen müssen“. Das mache ich schon längst freiwillig! Aber, ich kenne Selbständige, die sich das nicht leisten können!!! Denn die müssen die volle Summe tragen und nicht nur den Arbeitnehmeranteil. Genauso auch die KH-Versicherung – die volle Summe, da sie ihr eigener Arbeitgeber und -nehmer sind! Das ist zu viel für Menschen, die nicht sicher sein können, ob nächsten Monat der Kunde wieder kommt und somit hoffentlich Geld.

    Und was ist mit den Politikern? Wann zahlen die in die Kassen? Die haben keine Ahnung…

    Wir zahlen alle, außer die Milliardäre und Politiker… die Politiker schieben es vor der Wahl auf die Boni-verliebten Manager. Im nachhinein kriegen sie nach ihrer Amtszeit die guten Jobs von ihnen… und Bezüge von den Steuerzahlern.

    Und wir zahlen weiter.

    @Klaus, Tim hat wirklich Glück, er hat es richtig gemacht! Die USA ist aber kein Garant: Mittelschicht in den USA schrumpft

     

  69. Christoph

    @Vali: Stimme dir in fast allem Zu.

    Aber als Selbstständiger gibt es möglichkeiten!

    Man kann zB eine GmbH Gründen und ist dann zwar Gesellschafter aber als Geschäftsführer angestellter. ;o) Somit kann man ganz normal in die KV einzahlen

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