Deutsche Auswanderer verdienen in den USA massig Geld


New York, 20. Mai 2016
Eine deutsche Bilderbuchkarriere auf dem Broadway: Ute Lemper mit ihrer neuen Show „The 9 Secrets“. Photo by Steffen Thalemann.

Wenn Deutsche in die USA auswandern, verdienen sie deutlich mehr als in der Heimat. Einigen gelingt sogar eine Bilderbuchkarriere. Ute Lemper performt heute in New York und rund um den Globus (Photo by Steffen Thalemann). Ihre Entscheidung in die USA auszuwandern, hat sie sicherlich nicht bereut.

Wer fleißig ist, kann in den USA mehr erreichen als in Deutschland. Ich kann meine Leser nur ermutigen, auszuwandern, wenn Sie etwas erreichen wollen. In Nordamerika kommt es nicht so sehr auf Zeugnisse und Hochschulabschlüsse an, sondern auf die Praxis. Wer anpackt, wird von Arbeitgebern fürstlich entlohnt.

Neid ist übrigens überm Atlantik kein großes Thema. Das ist jedenfalls mein Eindruck. Übers Gehalt und Geld sprechen die Amis relativ offen.

In den USA leben 583.000 Deutsche. Laut einer Studie wohnen die meisten in New York, Los Angeles oder San Francisco. Ihr Gehalt ist üppiger als in ihrer Heimat. Die Deutschen verdienen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten im Schnitt 86.195 Dollar je Haushalt. In der deutschen Heimat beträgt das vergleichbare Haushaltseinkommen dagegen nur 42.324 Euro.

Um ein Arbeitsvisum für die USA zu bekommen, kann indes viel Wasser den Rhein hinunterlaufen. Es ist mühselig und kann sehr teuer sein. Am besten ist es, wenn ihr künftiger US-Arbeitgeber sich um den Papierkram mit den Behörden kümmert. Oder Sie gewinnen in der Greencard-Lotterie. 55.000 glückliche Gewinner erhalten jedes Jahr eine „grüne Karte“. Allerdings bewerben sich 15 Millionen Menschen, insofern brauchen Sie schon etwas Glück.

Markus Koch suchte das Glück auf seine Art. Er landete zunächst ohne Arbeitserlaubnis im Big Apple und suchte ein halbes Jahr lang einen Job. Er arbeitete schließlich für den Fondsmanager Heiko Thieme in New York. Koch begann anschließend für den Nachrichtenkanal n-tv von der Wall Street zu berichten – eine Börsenreporterkarriere war geboren.

Noch beeindruckender finde ich den Werdegang von Ute Lemper. Die Sängerin kam 1998 nach New York, um für ihre Engagements vor Ort zu sein. Eine Weltkarriere begann. Heute reist sie für ihre Auftritte rund um den Globus. Ich erlebte sie kürzlich auf der Bühne im „Symphony Space“, wo sie das Album „The 9 Secrets“ in mehreren Sprachen sang.

Ute Lemper, der Broadway ist ihr Zuhause:

Ute Lemper auf der Bühne.

Ute Lemper auf der Bühne.


Lemper ist geschäftstüchtig. Sie hat sich für ihre Show mit dem Erfolgsautor Paulo Coelho zusammengetan und singt dessen Literatur. Sie müssen wissen: Coelho ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. Zu seinen bekanntesten Romanen zählt „Der Alchimist“. Das Werk wurde in 80 Sprachen übersetzt. Seine Bücher verkauften sich über 210 Millionen Mal.

Coelho ist ein Meister der sozialen Medien. Auf Facebook hat er 28 Millionen, auf Twitter elf Millionen Fans. Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling lässt der 68-jährige damit im Staub zurück.

Schauen Sie, wie weise seine Twitter-Beiträge sind:

Lemper und Coelho: Wenn zwei begnadete Künstler sich zusammen tun, entsteht Perfektion. In den USA ist alles möglich.

Was ich an Frau Lemper so bewundernswert finde, ist ihre Bodenständigkeit. Ich traf sie und ihren Gatten mal nach einem Konzert, sie plauderte, als ob wir Bekannte wären. Kurzum: Sie ist sehr freundlich und aufgeschlossen. Sie hat keine Starallüren. Trotz ihres Erfolgs geht sie in ganz einfache Restaurants. Ihr Lieblingslokal heißt „Artie’s Delicatessen“. Dort gibt es Hausmannskost auf Kunststofftellern. Krautsalat und Gewürzgurken gibt es gratis dazu. Sie ist immer die geblieben, die Deutschland verließ.

Wer ein gutes Buch übers Auswandern in die USA lesen möchte: Der amerikanische Traum: Mit GreenCard oder Visum in die USA. Wenn Sie nicht gut auf den Theaterbrettern oder vor der TV-Kamera sind, haben Sie trotzdem zahlreiche Möglichkeiten. So sind beispielsweise Programmierer gefragt. Amazon, Google, Facebook, Snapchat suchen händeringend Web-Fachleute. Die Gehälter steigen kräftig. Selbst Einstiegsgehälter sind in der IT-Branche außergewöhnlich gut. Sollten Sie den Zuschlag als Berufsanfänger bekommen, werden natürlich keine Wunder von Ihnen erwartet. Gleichwohl müssen Sie Einsatz und Begeisterung für den Job zeigen!

Werden Programmierer.

Werden Programmierer. Sie können das in einem Crash-Kurs lernen, der kostet 12.200 Dollar. Danach verdienen die Absolventen im Schnitt 79.000 Dollar im Jahr. Das ist ein Investment, das sich wirklich zu lohnen scheint.

Sie können das Programmieren schnell lernen. Bildungseinrichtungen wie „Dev Bootcamp“ bieten für Anfänger Lehrgänge an, die zehn Wochen dauern. 88 Prozent der Absolventen erhalten angeblich ein Jobangebot mit einem Startgehalt von durchschnittlich 79.000 Dollar. Das ist alles kein Hexenwerk. Wer sich anstrengt, kann in den USA sehr viel erreichen. Mehr als in Deutschland.

Sie können außerdem Ihre goldene Zeit im Ruhestand genießen. Das Sparen für den Ruhestand ist nämlich überm großen Teich einfacher. Seit Ende der 1970er bzw. Anfang der 80er Jahre können Amerikaner mit Aktiendepots für die Rente sparen. Das Sparprogramm heisst 401k.  Der Staat gewährt das Sparen direkt aus dem Bruttogehalt (sprich es ist mit einem Steuerbonus versehen). Der Chef gibt oftmals einen fetten Bonus obendrauf. Viele Renter, die einen recht guten Job haben, sind Millionäre geworden.

Ich kennen eine Krankenschwester, die 60 Jahre alt ist. Sie hat schon jetzt eine Million Dollar im „Aktiendepot für die Rente“. Sie möchte noch ein paar Jahre arbeiten, bis sie in Rente geht.

Überlegen Sie mal, ob Kalifornien nicht Spass machen würde. Vielleicht Snapchat?


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Deutsche Auswanderer verdienen in den USA massig Geld

  1. Felix

    Sind nicht beispielsweise in den genannten Zentren die Mieten so exorbitant hoch, dass das Gehalt doch wieder stark dezimiert wird? Ich habe einen Bericht gesehen, wonach ein Zimmer in NY 3000 $ kosten würde. In Frisco würde man erst gar kein Bleibe mehr finden, weil die Internetgiganten dort bereits ein derartige Nachfrage erzeugt haben, dass es keine Wohnungen mehr gäbe.
    In D machen Sozialdemokraten dann so etwas wie die Mietpreisbremse, eine echt deutsche Erfindung nehme ich an.

  2. Tobias F.

    Ich würde gerne auswandern,  allerdings ist es als Arzt besonders schwierig.  Man muss alle amerikanischen Examen machen und danach wird man irgendwo aufs Land geschickt wo kein Amerikanischer Arzt hin möchte. Nebraska oder maine…

     

    Außerdem würde ich meine Freunde und Familie zu sehr vermissen.

     

    Wir bleiben erst mal hier in Deutschland und machen häufig USA Urlaube.  🙂  und mit 55 kann man in Rente gehen und dann jedes Jahr für ein paar Monate in die USA fliegen.  🙂 wir lieben es dort!

  3. Oliver

    Danke für das Video, das zeigt einen Teil der typischen amerikanischen Mentalität. Ich arbeite auch für eine amerikanische Firma, nur in Deutschland. Die Mentalität ist z.T. ähnlich, aber man muß erst einmal lernen, selber damit zurecht zu kommen. Das braucht seine Zeit, weil wir Deutschen ganz anders gepolt sind. Der Zugang zu den amerikanischen Leuten ist meistens sehr einfach, was wir nicht gewohnt sind. Das heißt, wenn man sicher im Umgang mit Menschen ist, bekommt man sehr schnell Bekanntschaften. Andersherum ist alles schnelllebiger und es ist schwierig, unter den Leuten richtige Freunde zu finden. Alles hat seine zwei Seiten.

    Trotzdem: So einfach in eine amerikanische Firma mit einem guten Job reinzukommen ist es dann auch nicht. Zumindest hatte ich bei dem dritten Unternehmen das Gefühl, die in Europa ihre Geschäfts aufbauen wollten. Ich habe mit jedem einzelnen (8 Personen) des Vorstandes Telefoninterviews geführt und sie haben im Gegensatz zu deutschen Personalern wirklich viele gute praktische Fragen gestellt. Jedes Telefoninterview ca. 1 Stunde. Danach wollten sie nochmal 2 – 3 längere Interviews machen und sich entscheiden. Das war mir am Ende dann doch zu viel Aufwand, da ich bereits einen guten Job hatte. Es war ein Tech-Startup-Unternehmen, was recht spezialisiert bestimmten Kundengruppen gute Hardware angeboten hat. Die anderen beiden Male, wo ich in die USA hätte gehen können, waren ähnlich aufwendig. Ich habe mir das alles angehört und auch Signale bekommen, das sie es machen würden. Ich habe mich dann dagegen entschieden, weil ich nicht die Kontakte zu meinen ganzen Freunden verlieren wollte und meine Freundin sich gerade beruflich gut etabliert hatte. Gereizt hätte es mich trotzdem. Ich glaube, dass gerade das private für viele der Faktor ist, es nicht zu tun.

    Google z.B. ist sicher ein sehr schöner Arbeitgeber. Das Thema hier: Es ist die Firma, wo sich weltweit die meisten Menschen bewerben. Klar sucht Google gute Leute, aber da zählt der Abschluß einer Eliteuni genauso wie hier bei dem typischen deutschen Unternehmen. Da darf man sich nichts vormachen. Bei mir im Unternehmen kursierte doch tatsächlich vor zwei Jahren eine Mail, das sie stolz darauf sind, dass über 80% der Mitarbeiter Akademiker sind und 50% Doktoren. Ich würde mir bei manchen Positionen wirklich wünschen, da säßen bessere Praktiker als die vorhandene Doktornase. Trotzdem ist eines eine Tatsache, die Tim gut beschreibt: Selbst für den Einstieg in den interessanten Unternehmen ist das Gehalt wesentlich besser. Dazu, wenn man Glück hat, bekommt man die berühmten Aktienoptionen. Das hat viele Angestellte der ersten und auch späteren Stunden sehr reich gemacht. Eine Option, die es in Deutschland bei Siemens & Co. nicht gibt. Da gibts die Mitarbeiteraktien, wo sich der Staat ganz gerne einen großen Anteil – wie inzwischen an fast allem – abholt. Wer abenteuerlustig ist, kann das ausprobieren. Mit meinem Wissen heute würde ich es mit 20 wahrscheinlich mal antesten. Damals hatte ich den Mut nicht. Ich bereue es aber auch nicht.

  4. vonaufdenboden

    Auch ich bin in einem US Unternehmen tätig. In der Schweiz. Ich stimme zu, die US Amerikaner haben einen offenen Charakter und es ist relative einfach mit ihnen ins Gespräche zu kommen oder Kontakte zu knüpfen. Aber man muss wissen, dass vieles künstlich und oberflächlich ist. Damit muss man umgehen können

    Verglichen mit einem deutschen Unternehmen kann man in einem US Unternehmen schneller Verantwortung übernehmen. Der Arbeitsalltag ist kapitalistischer und auf „margin and growth“ausgerichtet. Man arbeitet bis in die untersten Mitarbeiterschichten daran, schneller und besser zu werden. Der Mitarbeiter wird ordentlich in die Mangel genommen und man muss liefern, ständig. Hierarchien sind flach. Viele europäische Kollegen haben Probleme mit dieser Mentalität und gehen unter. Die Starken fressen den Schwachen. So ist das im Kapitalismus. Deshalb werden US Unternehmen immer vorne dabei sein.

    Bei einem deutschen Unternehme (war ich auch viele Jahre) geht das alles ein wenig sozialer und humanistischer zu. Alles ist mit Prozessen penibel genau geregelt und Entscheidungen müssen erst gar nicht getroffen werden. Es ist schwer sich in eine Position hochzuarbeiten, wo man auch eigene Ideen einbringen kann. Aber auch deutsche Unternehmen sind sehr erfolgreich.

     

    ???

    Gruss,

    vonaufdenboden

  5. Hannes

    Leider habe ich dieses Jahr wieder nicht bei der Green Card Lottery gewonnen. Dieser Artikel macht es mir da nicht einfacher… 🙂

  6. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    Das stimmt. Alles hat zwei Seiten. Die Mieten in San Francisco, LA und New York sind sehr teuer. Ich lebte etliche Jahre in Manhattan in WGs. Die WGs kannst Du für 1.000 oder 1.300 $ finden. Das leben in der WG ist gar nicht so schlecht: Ist super für Freunde und networken. In Deutschland gehen aber auch die Mieten in Metropolen wie München, Frankfurt, Hamburg oder Stuttgart durch die Decke.

  7. Patently Absurd

    Hallo Tim,

    ich hätte folgende Frage an dich. Gibt es in deinem Bekanntenkreis in NY viele, die sich derzeit mit Edelmetallen als Wertanlage beschäftigen?

    Bei dem astronomischen Schuldenberg, den die US-Regierung unter Obama inzwischen angehäuft hat, sollte wohl jedem Amerikaner klar sein, dass selbst die jährliche Bedienung des Schuldendienstes nicht mehr lange möglich sein wird – allenfalls bei Zinsen nahe Null und finanzieller Repression, die aber auch nicht gut für die ohnehin schon kranke Wirtschaft sind.

    Wenn aber der Aktienmarkt in den USA schon sehr hoch bewertet ist (z.B. gemäß Buffett-Indikator und anderer Indikatoren), dann sind doch Rohstoffe/Edelmetalle neben Cash die erste Wahl der Depotabsicherung.

     

  8. smitheyesmitheye

    Hallo Tim,

    Sie können das Programmieren schnell lernen. Bildungseinrichtungen wie „Dev Bootcamp“ bieten für Anfänger Lehrgänge an, die zehn Wochen dauern.

    Das halte ich für eine äußerst gewagte Aussage. Ich bin quasi mein ganzes Leben in der IT-Branche tätig und traue mir zu behaupten, dass ich Programmieren kann. Aber so schnell geht das nicht. Da gehört schon noch mehr dazu. Wenn das wirklich so schnell gehen würde, warum sollte man dann noch in die Schule gehen oder ein Studium absolvieren? Ich würde niemanden einstellen, der nur ein „Bootcamp“ absolviert hat.

    smitheye

  9. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Patently Absurd

    Edelmetalle sind kein Buffett-Thema. Er meidet sie.

    Aber ich beschäftige mich sehr gerne damit. Ich habe auf dem Tiefpunkt mit dem Gründer von GoldCorp, Rob McEwen, in New York gesprochen. Das Timing war fast perfekt. Er meinte damals, dies muss der Tiefpunkt sein. Damals waren die Kurse absurd niedrig. Das machte keinen Sinn mehr:

    http://wirtschaftsblatt.at/home/boerse/international/4888933/GoldMagnat-McEwen_Wir-sind-schon-nahe-am-Tiefpunkt

     

    Vor einiger Zeit schrieb ich für Barrick Gold, eine der führenden Goldminen:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Hot-Stock-der-Wall-Street-Barrick-Gold-4725359

     

    Dann über Kinross Gold:

    http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Euro-am-Sonntag-Hot-Stock-der-Wall-Street-Kinross-Gold-4872408

     

    Die Aktien bewegen sich nach oben. Manche sind schon sehr gut gelaufen. Vielleicht dämpft sich das ab. Wie es weiter geht, keine Ahnung. Es hängt von vielerlei ab: Emotionen, Angst, Krieg, Währungstrubulenzen, Instabilität, Wahlen, China, Nordkorea… Gold ist eine Krisenwährung. Man kann sein Depot damit schon anteilig bestücken. Muss man aber nicht.

     

    @ smitheye

    Ok. Voraussetzung ist, dass sich jemand schon fürs Programmieren begeistert. Ohne enorme Motivation + enormes Interesse geht es nicht. Aus den Artikeln geht hervor, dass die Teilnehmer einiges lernen in dem Crash-Kurs. Sind sie bei Firmen wie Google, Apple, Microsoft – folgt dann erst mal ebenfalls eine Schulung.

    Ich denke, die besten Voraussetzungen haben Menschen, die ein wenig autistische Züge haben.

    http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/krankheitenstoerungen/tid-12929/autismus-krankheit-mit-vielen-gesichtern_aid_356925.html

    Ich habe an der Uni Mannheim Pascal-Programmierung gelernt (schon lange her). Mir hat das Spass gemacht. Den Schein habe ich bestanden.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pascal_%28Programmiersprache%29

  10. Patently Absurd

    Hallo Tim,

    ja der Buffett. Wenn ich mich recht erinnere, hatte er aber auch mal 100 Mio Unzen Silber im Depot. Ganz abgeneigt scheint er zumindest gegenüber dem Glanz des Silbers nicht zu sein. Trotz aller andersartigen Beteuerungen.

    Soros hat bei Goldminen gerade aufgestockt: http://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/edelmetalle-starinvestor-soros-wettet-auf-steigende-goldpreise_H1029775685_276592/

    Dirk Müller und Max Otte empfehlen einen Anteil von Edelmetallen (physikalische Form) in einem Anteil bis 10 % im Depot. Interessanterweise hatte Otte auch Aktien von Barrick Gold über lange Zeit in seinem Vermögensbildungsfonds, hat diese dann aber Ende 2015, also kurz vor dem steilen Anstieg des Goldpreises, verkauft. Beim Timing hat Otte in letzter Zeit wirklich Pech.

    Ich sehe Edelmetalle als Absicherung gegen die Gefahr einer Hyperinflation, also eher als eine Art Cash-Ersatz.

  11. Patently Absurd

    P.S. Graham hatte sich in seinem Buch „The Intelligent Investor“ für ein ausgeglichenes Verhältnis von Anleihen und Aktien eingesetzt. Seine Empfehlung war, immer mindestens 25 % Anleihen bzw. mindestens 25 % Aktien zu halten und gegebenenfalls umzuschichten.

    Da der Anleihenmarkt durch das Ankaufverhalten der Zentralbanken für Privatinvestoren mehr oder weniger uninteressant geworden ist, muss man, so denke ich, über Alternativen zu Anleihen oder Geld auf dem Konto nachdenken.

    Negative Sparzinsen bei gleichzeitiger Gefahr eine Hyperinflation aufgrund schneller routierender Druckerpressen hatten wir insgesamt noch nicht sehr häufig in der Geschichte.

  12. Fit und gesund

    Als junge Frau habe ich es für 4Jahre nach England geschafft, mein deutsches Examen war nicht anerkannt und ich musste die Prüfung nochmal in London ablegen, ich wollte dann nach Australien, auch dort war wieder nix anerkannt, auch die englische Prüfung nicht, ich möchte diese Zeit niemals missen, ich kann es nur empfehlen sich auch mal den Wind der weiten Welt ein wenig um die Nase wehen zu lassen, man lernt für’s Leben.

    Geschafft habe ich es aber in die Schweiz, hier bin ich glücklich, sehr guter Lebensstandard und sicheres Land, auch wenn ich mir vorstellen könnte im Alter woanders zu leben, so sicher wie hier dürfte es dann nicht werden. Hat aber eben seinen Preis.

    Man muss sich im Gastland anpassen an die Gepflogenheiten, sonst wird man unglücklich und nicht überall wird die deutsche Mentalität geschätzt, manchmal auch zu Recht. Ich habe im Ausland jedenfalls sehr viel mehr erreicht, in finanzieller Hinsicht, als es mir in D möglich gewesen wäre.

    Und seit gestern bin ich nun Vermieterin der Wohnung meiner Mutter, wieder eine Erfahrung mehr, ich hoffe dass nun bald ruhigere Zeiten anbrechen.

    Wünsche Allen ein schönes WE.

     

     

  13. Lad

    Man darf niemals vergessen, dass 50% des Text im Internet Lügen sind. Ich glaube nicht, dass Menschen in USA daran besser sind als in Deutschland. Ganz im Gegenteil. Nach der Schweiz und Luxemburg (oder auch Britannien) am besten sind daran die Menschen in Deutschland. In Detroit verdient man vielleicht ganz wenig, oder gar nichts. Durchschnittslohn in den in USA und in Deutschland kann nur der glauben, der diese Statistik gefälscht hat. Und in Angeblich muss man in New York 20.000 USD an Krankenhaus zahlen, wenn ein Kind geboren wird, obwohl man versichert ist. In Deutschland wird die Geburt von AOK bezahlt und dann bekommt man monatlich 190 Euro pro Kind vom Staat als Kindergeld. Das US System aus zwei Parteien ist sehr schlecht. Die bekannten Personen von US Republikanern lügen noch 10x mehr als die bekannten Personen von der deutschen SPD lügen. Das Programm und Nachrichtengestaltung in US TV ist sehr schlecht, ständig mit Werbung unterbrochen. Wenn man beim Goldman Sachs mehr als 40 Stunden-Woche, vielleicht sogar 80-100 Stunden-Woche arbeiten muss, ist es kriminell. Man verdient zu viel und stirbt mit 30 Jahren auf Infarkt. Die Löhne bei Banken sollten stark gesenkt werden und per Gesetz nicht mehr als 40 Stunden in der Woche Arbeit in den USA erlauben.
    Man darf nicht die Superstars und Menschen von Goldman Sachs in den USA mit denen in Deutschland vergleichen, aber die armen Menschen vergleichen.

  14. Patently Absurd

    „Man darf nicht die Superstars und Menschen von Goldman Sachs in den USA mit denen in Deutschland vergleichen, aber die armen Menschen vergleichen.“

    Lad, das ist doch Quatsch. Du musst natürlich immer Menschen mit deiner Qualifikation und Fähigkeit vergleichen.

    Wenn du in Deutschland Langzeitarbeitsloser ohne nenneswerte Ausbildung bist, dann wirst du auch in den USA wahrscheinlich keinen Job finden. Also musst du dich fragen, ob das soziale Sicherungssytem in den USA ähnlich gut wie in Deutschland ist. Nur dann macht Auswandern für dich überhaupt Sinn.

    Wenn du Augenarzt in Deutschland bist, wirst du auch einen Job als Augenarzt in den USA bekommen. Dann wird für dich die Frage relevant sein, ob die Bezahlung als Augenarzt in den USA genausogut ist und wie hoch der Steuersatz.

    Wer Äpfel mit Äpfeln vergleicht, darf auch Birnen mit Birnen vergleichen.

  15. Vali

    Sehr interessanter Artikel Tim! Tolle Frau!

    Ich kann nur behaupten, dass man in Deutschland viel besser verdient, als in Osteuropa, aber das wissen alle ?

    Ich hatte mal einen Auftrags-Angebot aus New York mit Hauptsitz in Texas. Die Bedingungen waren viel härter – also weniger Zeit, weniger Geld und keine Gewinnbeteiligung. Ich habe versucht zu verhandeln, aber letztendlich habe ich abgesagt. Ich hatte gar kein gutes Gefühl bei der Sache, da ich ahnte, dass sie mich deshalb herausgesucht haben, weil ich für sehr gute und qualitative Unternehmen in Deutschland arbeite, die ihre Produkte erfolgreich auch in den USA verkaufen. Das USA-Unternehmen wollte diese Qualität für viel weniger Geld und schlechteren Konditionen.

    IT-Bereich kann natürlich ganz anders sein, bzw. die besten Firmen wie Alphabet, Apple und Microsoft, oder Facebook – ein Traum für Arbeitnehmer – ganz sicher.

    Aber ich arbeite lieber für die Deutschen, die global verkaufen. Deutsche Qualität ist nach wie vor sehr wertvoll und ich behaupte, dass sie noch lange so bleiben, weil sie ihre Sache sehr gewissenhaft, sehr ernst nehmen.

    Nächste Woche muss ich geschäftlich in die USA und freue mich sehr. Aber auswandern aus Europa, wäre in diesem Leben für mich wahrscheinlich nicht mehr die beste Variante sein ?

    PS: hier nochmal richtig 😉

  16. daniel

    Ich hab in Kalifornien 10Monate gelebt für zwei Auslandssemester. Leute mit nem  akademischen Abschluss wie in IT, HR usw. Verdienen viel mehr und zahlen auch viel weniger steuern. Wenn man da auf sein Geld aufpasst kann man locker 30k im Jahr zurücklegen als einzelperson und dann mit allen kosten schon bedacht wie Haus abbezahlen usw. Ich kann das sagen, weil ich bei zwei Ami-Familien da gelebt hab .

    solche Zahlen sind in Deutschland unvorstellbar aufgrund zu hoher steuern und geringer Gehälter.

    Bei einem solchen Vergleich muss man immer auf akademischer Sicht vergleichen . Supermarltangestellten, Künstler,janitor usw verdienen natürlich weniger und haben dann Probleme im Leben aber naja ich hab für mich gesehen das die USA mehr Chancen bietet als Deutschland falls man was ordentliches gelernt hat. Wenn man dazu noch in Deutschland studiert hat , ist der Vorteil das man schuldenfrei anfängt zu arbeiten dort . Dann macht das alles noch mehr sinn…

  17. Christoph

    Ja, beides hat gute und schlechte Seiten.

    Die Absicherung ist hier in Deutschland natürlich viel besser. Aber wenn jemand was erreichen will dann ab in die USA.

    Ich würde dies gerne tun, allerdings geht das nicht. Denn meinen Job, kann auch ein Amerikaner machen.

    Wenn man also einen Job hat, der auch in den SA begehrt ist, dann würde ich sagen: machen. Mir gefällt die Einstellung zum Leben in den USA besser.

    @Lad: Naja wenn ich mir deutsches Tv anschaue,nehmen wir mal Serien und das mit US Serien vergleiche ich das wie schwarzweiss TV und HD TV ;o)3

    ja Krank sein ist teuer in den USA: Hat aber auch für und wider. Bei uns rennt doch jeder 2 mit einer Erkältung zum doc. Krankschreibung, Kosten für Arzt usw.

    In den USA macht man das nicht. Da geht man nur zum doc wenn man richtig krank ist.

     

     

     

     

     

     

     

  18. Christoph

    Übrigens: bei Game of Thrones spielt ein deutscher mit:

    http://www.t-online.de/unterhaltung/tv/id_74811882/-game-of-thrones-star-wlaschiha-investierte-fuer-got-nur-15-minuten.html

     

    Der war bei Markus Lanz. Lustig was er erzählte. Gebürtig in der DDR. Mit 17 dann die Wende. Er ging ein Jahr in den USA in die 12. Klasse. Dadurch wurde sein englisch super.

    Er war erst am Theater, dann in Serien wie Küstenwache usw. Aber es war schwer über die Runden zu kommen. Er musste irgenwas tun sagte er sich. Entweder was ganz anderes oder irgenwas bei der Schauspielerei erweitern. Er suchte sich in London eine Agentur. Dadurch bekam er ein paar Rollen im TV in denen er einen Russen spielte. Denn es gibt dort wenig russisch sprechende Schauspieler. Und in der DDR lernte man das in der Schule.

    Eines Tages bekam er wieder Post von der Agentur. Da gibt es eine US SErie, die in Irland, Kroatien und ISland gedreht wird.

    Da die 1. Staffel in Deutschland noch nicht lief, kannte er sie nicht. Er lass was geplant war und dachte sich: Die spinnen doch komplett.

    Das lustige ist. Da man keinen US Dialekt haben will, wird extra in Irland gedreht. Nun hat Tom aber einen DIalket. Aber seine Rolle war mit Dialekt geplant. Da er jemanden spielt der von einer anderen Insel kommt.

    Passte also.

     

    Nun er kannte die Serie also nicht und eine Freundin war gerade bei ihm und beide wollten gerade raus und das Wetter genießen.

    Also sagte er mach das Handy an und spielte einfach schnell 15 Minuten lang etwas.

    Mehr nicht. Dann wurde es verschickt. Und am Ende bekam er die Rolle. Mittlerweile wurde seine Rolle schon mehrfach vor dem ursprünglich viel früheren Tod bewahrt (der Original Auto schriebt nicht schnell genug, so dass die Serie schon viel weiter ist).

    Er sagt: Hätte ich gewusst wie groß die Serie wird hätte ich wahrscheinlich tagelang gefilmt, geändert neu gefilmt usw und am Ende wäre es sicher in die Hose gegangen.

    Aber er ging natürlich an die Sache ran und gewann.
    Kurios wie das Leben so spielt.

     

     

  19. chn

    Hallo Tim,

     

    Sie können das Programmieren schnell lernen. Bildungseinrichtungen wie „Dev Bootcamp“ bieten für Anfänger Lehrgänge an, die zehn Wochen dauern. 88 Prozent der Absolventen erhalten angeblich ein Jobangebot mit einem Startgehalt von durchschnittlich 79.000 Dollar. Das ist alles kein Hexenwerk. Wer sich anstrengt, kann in den USA sehr viel erreichen. Mehr als in Deutschland.

     

    Ich halte ja viel von Deinem Blog und Deiner Einstellung zum Sparen/Investieren, aber hier bist du auf dem Holzweg. Das Programmieren kann man als Anfänger nicht in 10 Wochen in einem Kurs lernen, sondern höchstens die grundlegenden Konzepte. Ich bin in dem Bereich tätig (bin selbst Dipl.-Informatiker), und die meisten haben schon in ihrer Jugend oder Kindheit angefangen. Um ein guter Entwickler zu werden, braucht es neben einer gehörigen Portion Enthusiasmus auch Jahre an praktischer Erfahrung. Ich würde niemandem, der nur einen 10-wöchigen Kurs besucht hat, zutrauen, so Dinge wie Regelkreise in einem Verbrennungsmotor, eine Radaransteuerung, einen Compiler, bildgebende Verfahren (z.B. von Röntgengeräten) oder auch „nur“ ein Aktienprogramm 🙂 zu entwickeln.

     

    Gruß

    chn

  20. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ chn

    Ok, danke für Deinen Beitrag. Vielleicht habe ich das zu unkritisch geschildert. Es ist natürlich im Interesse dieser Schulen, das Erlernen des Programmierens möglichst „leicht“ zu schildern.

    Bestimmt wird niemand ein Experte nach einem solchen Crash-Kurs. Es sind nur Grundkenntnisse, die vermittelt werden können. Vorerfahrung und Begabung sind zuträglich. Und: Es stellt sich die Frage, was aus den 12% in der Statistik wird. Diese Leute schaffen es vermutlich nicht, in der Branche Fuss zu fassen. Wie gesagt, ich vermute, dass autistische Züge eine herrliche Voraussetzung sind. Ich denke an Mark Zuckerberg, Bill Gates…

    Ich wollte einfach den Artikel verlinken, weil ich das schon beeindruckend finde. Wenn jemand auf diesem Gebiet eine Begabung hat, bestehen enorme Chancen. Mit einem recht kleinen Investment kann die jeder, der möchte, das ausschöpfen. Dazu braucht man, glaube ich, „nur“ ein J-1-Visum:
    https://j1visa.state.gov/

    Ich lebte in einer WG mit einer Philosophie-Studentin in NYC. Sie fand nicht den Job, den sie sich erhofft hatte. Jetzt ist sie bei Apple – in der Programmierung.

  21. chn

    @Tim

    Es stimmt, dass es für diese Art von Tätigkeit hilfreich ist, der richtige Typ Mensch zu sein. Ich habe festgestellt, dass viele von ihnen tatsächlich eher introvertiert sind – ich schließe mich selbst da mit ein. Das hängt wohl damit zusammen, dass man sich über längere Zeit mit einem bestimmten Problem tief beschäftigt.

    Aber es liegt auch so ein sehr großer Wert darin, wenn man begreift, wie Computer (und Technik allgemein) fundamental funktionieren und weiß, wie man sie dazu bringt, nützliches zu tun (also: programmiert). Und zwar nicht nur, wenn man das hauptberuflich tut. Pete a.k.a. Mr. Money Moustache hat dazu neulich einen interessanten Artikel geschrieben:

    http://www.mrmoneymustache.com/2016/05/16/the-cheap-ticket-into-the-elite-class/

    Was er da beschreibt, kommt mir aus meinem eigenen Leben sehr bekannt vor.

     

    Gruß

    chn

     

  22. Tino

    @Christopher

    „Ich würde dies gerne tun, allerdings geht das nicht. Denn meinen Job, kann auch ein Amerikaner machen.“

    Glaubst Du es gibt einen Job auf dieser Welt den ein anderer nicht machen kann? Der Begriff Job sagt eigentlich schon alles, er ist austauschbar. Der Beruf oder die Berufung kommt fast nicht mehr im Sprachgebrauch vor. Das ist für mich etwas was man sich selbst geschaffen hat, etwas was es nicht von der Stange im Crash-Kurs oder einer Berufsschule gibt (nur der erste Schritt). Dazu bedarf es einer inneren Überzeugung, so wie Tim sicher auch mal in die USA ausgewandert ist, mit einem Ziel, einem starken Wille, ganz individuell.

    Es kommt darauf an, welchen Preis Du bereit bist zu zahlen. Genauso sehe ich das übrigens mit der übertriebenen Ehrfurcht vor akademischen Abschlüssen. Ich habe auch einen. Vergesst das, ich habe mal mit einer Personalchefin, noch in jüngeren Jahren, noch während meines Studiums gesprochen. Ich war gerade eingestellt worden für Projektarbeit nebenbei. Ich hatte nicht die allerbesten Noten und bin trotzdem einem anderem Bewerber vorgezogen worden, der ein 1a-Zeugnis hatte. Warum? Sie meinte folgendes zu mir „Er hat wirklich ein ausgezeichnetes Zeugnis gehabt..aber als ich ihm einige Fragen gestellt habe, konnte er keine richtig beantworten, er war einfach nicht kommunikativ und das ist uns aber wichtig, unsere Mitarbeiter zu kennen.“ Es sind oftmals die soft skills, der Selbstverkauf und natürlich dann im nächsten Schritt die Überzeugung mit konkreten Leistungen.

    Später dann, als ich schon einige Woche im Unternehmen war und einige Projekte bewältigt hatte, frage mich die gleiche Personalchefin wieder „Nehmen Sie Drogen?“ Ich war ganz erstaunt, was Sie damit meinte und antwortete lächelnd „Nein, natürlich nicht, ich trinke ab und zu mal einen Kaffee“. Der Grund für diese ernst gemeinte Frage waren meine Leistungen. Ich hatte mich in kürzester Zeit in viele verschiedene Themen eingearbeitet, was man nicht für möglich hielt und viele Ergebnisse in kurzer Zeit geliefert. Ich hatte aber so einen riesigen Spaß dieses Wissen mir anzueignen und war deshalb fast täglich 10h wie im Fluss in voller Konzentration bei meiner Arbeit. Diese Zeit war fantastisch, sie hat mir gezeigt zu was Menschen im Stande sein können, wenn sie sich voll auf Dinge konzentrieren.

    Da interessiert es die Bohne was vor Jahren in der Schule war, Du musst hier und jetzt beweisen was in Dir steckt. Das Gleiche habe ich Jahre später erneut erlebt und es waren wieder nicht Zensuren, Zertifikate oder weiß der Kuckuck, es ist der starke, ungebrochene Wille der Beste in dem zu sein, was man gern tut. Als ich dann die Arbeitsstelle verließ, sagte ein Kollege beim Abschied zu mir „Du hast hat die Latte ja hier ein ganzes Stück höher gehängt. Ich weiß nicht ob ich da mithalten kann“ Ich selbst hatte darüber gar nicht nachgedacht, ich hatte einfach immer das getan was ich für richtig hielt und ich hab ihm Mut gemacht und gesagt das er die Dinge wieder anders und besser machen wird. Das kann ich jedem ans Herz legen, der irgendwelche Zweifel hegt seinem brennenden Verlangen nachzugeben.

  23. Tino

    Die amerikanische Mentalität wurde mir bei zwei Projektaufenthalten in den USA um 9/11 herum auch bewusst. Ich war erstaunt wie locker und positiv man in mittelständigen Unternehmen miteinander umging, bis zur Geschäftsleitung hoch. Der Kontrast zu Deutschland war für mich damals besonders stark. Als ich nach Wochen zurückkam, dachte ich die Deutschen sind alle depressiv. Ich schaute in die Gesichter und konnte gar nicht fassen wie traurig das im Vergleich wirkte, ich hatte damals schon fast Angst von dieser Stimmung wieder assimliert zu werden .. was ja zwangsläufig passieren musste 🙂

    Die Oberflächlichkeit dieser Beziehungen wurde mir ebenso bewusst. Es ist aber dadurch leichter, überhaupt positiv zu denken, mit mehr Energie ans Werk zu gehen, wenn man lächelnde Gesichter um sich herum hat. Da sind sicher auch Menschen mit realen Problemen dabei gewesen, aber die Grundhaltung macht es eben dann einfacher diese zu lösen.

  24. Christoph

    @Tino: Asimiliert.. hihi . Ja wir Deutsche sind eigentlich die Borg *gg*

    Kann ich mir aber gut vorstellen was du schreibst. Leider..

    Wegen dem Job: Nun da geht es ja um Arbeitserlaubnis. Ich bin Kaufmann im G und A handel.

    Um ein Arbeitsvisum zu bekommen muss der US Arbeitgeber sagen: Den brauche ich denn der kann das und jenes was die jetzigen US Bewerber nicht können.

    Das einzige was da in Frage kommen würde wäre eine US Firma in der man Deutsch können muss.

    Aber natürlich hast du Recht, das fast jeder austauschbar ist.

     

     

  25. DivSky

    Das mit dem austauschbar ist schon richtig. Man merkt es ja im eigenen Umfeld, wenn man jetzt keinen sozialen Arbeitgeber hinter sich hat.

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