Der Weg in die finanzielle Freiheit


New York, 14. November 2016
Ein auffälliger Porsche: Machen

Ein auffälliger Porsche: Manche Menschen brauchen solche Autos für ihr Ego. Ich hatte auch mal in meinem Leben Bedarf an großen Autos. Ich habe diesen Drang nach Statussymbolen zum Glück abgelegt. Mein Ziel sind wirkliche Herausforderungen zu meisten: Gesundheit, Fitness, finanzielle Unabhängigkeit. Wenn jemand mit einem schnellen Porsche oder Mercedes glücklich ist, verurteile ich das nicht. Es ist allerdings nicht mein Ding. Mein Ding ist die finanzielle Freiheit. Ich habe keine Lust als Rentner am Hungertuch zu nagen.

Ich sortiere heute meine Kleidung aus. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Eine neue Anstrengung. Ich arbeite mich durch zu einem bedeutungsvollerem Leben. Das Rennen nach Konsumgütern ist idiotisch.

Ja, ich war mal ein Auto- und Immobilien-Clown. Ich dachte, das Leben wird besser, wenn ich ein dickes Auto fahre und in einer schönen Wohnung lebe. Ich dachte, es kommt auf die neueste Einbauküche und die tollsten Designermöbel im Leben an. Ich fand zum Glück heraus, als ich nach New York gezogen bin und in Wohngemeinschaften lebte: Es war eine Gedankenblase. Es war ein Holzweg. Nur Herausforderungen machen einen glücklich. Die Akkumulation von Zeug ist keine Herausforderung. Es bringt keine Zufriedenheit.

Eine wahre Herausforderung ist ein gesunder Lebensstil. In einer Welt von Zucker, Fast Food und endlosen Kalorien ist eine gesunde Ernährung ein Ziel. Ausreichend Bewegung zu haben ist ebenfalls erstrebenswert. Die finanzielle Freiheit zu erreichen ist eine andere Herausforderung.

Wann sind Sie finanziell frei? Wenn Sie genug Einnahmen aus ihrem eigenen Vermögen kassieren, sind Sie frei. Es geht nicht darum, möglichst das meiste Geld in Ihrem Freundeskreis zu haben. Sondern einfach frei zu sein. Gut schlafen zu können. Die Motivation, das Leben einfacher zu machen, ist etwas herrliches. Es geht nicht darum, geizig zu werden, sondern mehr das Leben und seine Freiheit zu genießen.

Wer über die Börse spart, kann vom Zinseszins mit den Dekaden profitieren. Es ist ein unglaublicher Schneeball, der nach zwei, drei Dekaden einsetzt. Die Börse ist eine Vermögensmaschine. Es regnet langfristig Geld. Sie müssen nur den Löffel hinhalten. Im langen Schnitt legte die US-Börse um etwa zehn Prozent zu. Es kann im laufenden Jahrzehnt weniger werden. Aber langfristig war die Börse bislang der beste Ort für Rendite. Der Vermögensaufbau geht auch über Immobilien, wenn Sie es richtig angehen.

In dem folgenden Elf-Minuten-Video erkläre ich Ihnen, wie Sie mit dem Sparen und Investieren voran kommen. Ich folge hierbei meinem Vorbild Peter Adeney alias „Mr. Money Mustache„. Im Alter von 30 Jaren ging der Blogger mit seiner Familie in den Ruhestand. Im Kern geht es darum, auf unnötigen Konsum zu verzichten wie teure Autos, übergoße Häuser…

Anstatt mit dem Auto fährt Adeney lieber mit dem Rad. „Es ist eine Verschwendung ein teures Auto zu fahren“, sagt er. Anstatt ins Restaurant zu gehen, kocht er zuhause. Er geht in kein Fitnesstudio, sondern trainiert zuhause. „Es ist einfach, wenn Du das Sparen magst.“ Gleichzeitigt gibt er zu: „Es ist etwas altmodisch. Die Kinder rennen im Park herum.“ Hier nun mein Video über seine Methode. Ja, er hat als IT-Fachmann gut verdient. Trotzdem ist seine Methode im Grunde genommen für jeden Bürger anwendbar:

Der Wohlstand nimmt langfristig auf dem Globus zu. Sie müssen nur verstehen, wie Sie diesen Trend zu Ihrem Vorteil nutzen können.

Wie geht es? Prioritäten setzen. Es stellt sich jeden Tag die Frage: Konsum oder finanziell frei sein? Klar sollten Sie eine Linie ziehen zwischen Geiz und Sparsamkeit. Der Vorteil von Sparsamkeit ist, dass Sie weniger Zeug kaufen und damit weniger Probleme mit „Zeug“ haben. Sie tun nebenbei nicht nur etwas für Ihren Geldbeutel, sondern auch etwas für den Umweltschutz.

Ich finde es rational, zu sparen. Sie müssen sich entscheiden, was Sie machen wollen mit Ihrem Leben. Wer übrigens nichts spart, wird kaum seinen Ruhestand genießen können.

Denken Sie nur über Weihnachten nach und den Geschenkewahn in manchen Familien. Die meisten Kinder haben zu viele Spielsachen. Mein Rat: Anstatt noch mehr Zeug hinzuzufügen, geben Sie etwas Geld zu Weihnachten auf das Sparkonto des Kindes. Wer etwas schenken will, sollte sich überlegen, etwas zu basteln. Ich finde jedenfalls selbstgemachte Geschenke etwas Großartiges. Den Plastikkram aus China kann jeder kaufen.

Anhand von Kindern sehen Sie, dass ständig neues Spielzeug sie nicht glücklicher werden.

Menschen können sehr viel erreichen, wenn sie etwas lernen wollen, wenn sie sich Ziele setzen und das Beste aus allem machen wollen (zumindest versuchen). Fehler passieren jedem.

Wer sich Ziele setzt, dem geht es besser. Nur wer über seine Gewohnheiten kritisch nachdenkt, kann sein Leben positiv verändern. Viele Menschen sind allerdings lethargisch, sie machen immer das gleiche. Sie haben keine Ziele. Sie kritisieren andere. Sie sind pessimistisch. Sie machen sich ständig Sorgen, was wohl die Nachbarn und Arbeitskollegen von ihnen denken mögen. Daher fahren sie im Clown-Auto ins Büro. Es ist mehr Schein als Sein.

Wie jemand spart, konsumiert, lebt, muss jeder selbst entscheiden. Ob mit Clown-Auto oder Riester-Vertrag, ob mit ETF oder Aktien, wir haben die Wahl. Jeder ist seines Glückes Schmied.

Nichts fliegt einem wie ein Lotterielos im Leben zu. Man muss sich den Erfolg selbst erarbeiten. Es bedeutet, sich zu informieren, anzustrengen und anders zu leben als die Masse.

Das ist ein guter Wegweiser auf dem Weg in die finanzielle Freiheit:

Reich werden und bleiben: Ihr Wegweiser zur finanziellen Freiheit

Und noch was: Schauen Sie sich mein Video oben im Text an. Sie können bestimmt einiges lernen.


tim schaefer (Author)

drucken


Gedanken zu „Der Weg in die finanzielle Freiheit

  1. Dominic | Der Portfoliomanager.de

    Zu dem Thema finde ich die beiden Bücher von Stanley sehr empfehlenswert. (Millionair’s mind und Millionaire next door).

    Darin wird sehr deutlich, wer und wie man es zu Wohlstand schafft. Die amerikanische Situation der letzten Jahrzehnte ist zwar nur eingeschränkt auf unsere heutige Realität in Europa übertragbar, aber im Großen und Ganzen bläst er ins gleiche Horn wie du:

    Deutlich unter seinen Mitteln leben
    Den größten Teil ins eigene Geschäft investieren
    Eine sparsamere Ehefrau heiraten (wichtiger Punkt! 😉
    etc.

    Insbesondere seine Auswertungen zu den durchschnittlichen Preisen, die die wohlhabenden Probanden für bestimmte Konsumgüter ausgeben, machen deutlich, wie down to earth die meisten der Wohlhabenden leben.

    Hast du beide Bücher gelesen, Tim?

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Dominic

    Ja, ich habe die Sonderausgabe von „Millionaire next door“ im Regal.

    Ich finde, es geht im Leben darum, sich Aufgaben zu stellen. Ziele zu haben. Und seine Gewohnheiten zum Positiven zu ändern.

    Ich finde schon, dass sich die Konsumgesellschaft ähnelt. Der Drang nach Elektronik, nach großem Wohnraum, ständig wechselnder Kleidung, Urlaub… Die Folge sind keine Ersparnisse und Schulden. Es geht um Statussymbole.

  3. PIBE350

    Gutes Video, sehr anschaulich erklärt. Man kann weiterhin ein Hamster im Hamsterrad bleiben und sich zusätzlich in Zinsknechtschaft begeben, oder zu einem Entfesselungskünstler werden, der immer mehr seiner angelegten Ketten aufsprengt. 😉

  4. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Danke!

    Genauso ist es. Man kann sein Leben aktiv in die Hand nehmen. Oder sich einfach „gehen“ lassen in einer Überflussgesellschaft.

  5. PIBE350

    An Tim: Das Schöne ist, wie du oben schon geschrieben hast, dass man jeden Tag eine neue Wahl treffen, sich neu entscheiden kann. Ich war früher auch so ein Clown, aber man kann sich umentscheiden. Mein größter Feind war der innere Schweinehund und was andere über einen denken könnten. Gut, die Anzahl der ,,Freunde“ wurde dadurch (systemunkonformes Verhalten) weniger, aber damit kann ich leben. 🙂

  6. dirk

    Kann es irgendwie nicht verstehen. Alle reden vom Allzeithoch.

    Bei mir sind CL, DIS, GE, KO, MCD, MO, PG, AMZN alle im Minus.

     

  7. Dominik - Finanziell Frei mit 30

    Natürlich ist ein hohes Einkommen erforderlich, wenn Du die Finanzielle Freiheit bereits mit 30 Jahren erreichen willst. Häufig kommen dann die Ausreden von Menschen, die weniger verdienen und dann sagen, dass das Ziel für sie generell nicht erreichbar sei und es nur etwas für Reiche Menschen sei.

    Ich habe ein Interview von einem Millionär gesehen, wo er gefragt worden ist, wie Menschen Reichtum aufbauen können. Ich weiß jetzt nicht mehr wer das war, aber vielleicht weiß einer von euch das ja.

    Er sagte, dass immer mindestens 25% des Einkommens gespart und investiert werden sollten.

    Der Reporter hatte das nicht richtig verstanden und wollte die Aussage des Millionärs angreifen. So fragte er ganz provokativ wie der Millionär von Sparsamkeit sprechen und gleichzeitig einen teuren Porsche fahren könne. Das sei doch nicht vereinbar. Daraufhin sagte der Millionär, dass er jeden Monat über 50% seines Einkommens spart und in einem Monat mal nichts gespart hat und sich dafür einen Porsche gegönnt hat. Zudem meinte er, dass man niemals mehr als 2-3 Monatsgehälter für ein Auto ausgeben sollte.

    Die Menschen sehen immer nur das Ergebnis und nicht den langen Weg dorthin. So hatte der Millionär wegen dieser Regel sehr lange Zet überhaupt kein eigenes Auto und das Geld lieber gespart und investiert. Wer das verstanden hat und nicht über seinen Verhältnissen lebt, wird langfristig finanziell frei werden.

     

    Schöne Grüße

    Dominik

  8. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Womöglich haben wir Menschen alle mal Bedarf ein Clown-Produkt zu haben, das über unsere Verhältnisse reicht, wenn wir uns „klein“ fühlen.

    Gerade wenn Du Dich systemunkonform verhälst, wirst Du sehr interssant für andere.

     

    @ Dominik

    So ist es. Es kommt auf die Verhältnisse an. Das hat PIBE350 auch schon geschrieben. Sparen ist die Voraussetzung, um Vermögen aufzubauen. Selbst mit kleinen Beiträgen kann auf lange Sicht sehr viel erreicht werden. Ich bin ein Optimist. Und sehe aber viele Pessimisten.

  9. PIBE350

    An Dirk: Wahrscheinlich, weil der S&P 500 auf seinem Allzeithoch steht.

    An Tim: Ja, ich wusste es früher, wie du auch, einfach nicht besser. Um sich befreien zu können, muss man erst mal bemerken, wie das System gegen einen tickt. Man muss zunächst einen Blick hinter die Fassade der schönen Konsumglitzerwelt werfen, die einem das Gehirn vernebelt hat. 😉

    An Dominik: Schöne Geschichte, die viel Wahres enthält.

  10. Marielle

    Hallo Tim,

    schöner Artikel – ich habe mich total wieder gefunden darin.

    Wie oft höre ich die Aussagen: Du musst dir auch mal was gönnen! Sei doch nicht so sparsam! etc. Immer wieder versuche ich dann zu erklären, dass das Sparen für mich völlig normal und keine Einschränkung ist. Und eine Sparquote von 50% (obwohl ich kein horrendes Gehalt habe) zu erreichen und zu investieren ist einfach ein super Gefühl 😉

    Konkrete und vor allem auch individuell gut überlegte und passende Ziele sind dabei wahnsinnig wichtig. Ich kann dir also in allen Punkten nur Recht geben und weiter brav sparen und investieren 😉

    Liebe Grüße

    Marielle

  11. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Ja, hinter der Konsumglitzer-Fassade sieht es ziemlich düster aus. Vermutlich befindet sich hinter so mancher Fassade Unzufriedenheit, Minderwertigkeitskomplexe, Geldmangel und eine gewisse Farblosigkeit.

     

    @ Max

    Danke! Danke! Die Börse hat jedenfalls bis dato auf Trump positiv reagiert. Das stimmt.

     

    @ Marielle

    Danke. Klaro. Es geht um Selbstdisziplin. Wer Selbstdisziplin hat, fühlt sich besser (also ohne).

    Hier ist ein gutes Video zum Thema Motivation/Zielsetzung/Träume:

    https://www.youtube.com/watch?v=I22Lf0xF0UE
    LG

  12. Björn

    Wir schaffen es mit 2 kleinen Kindern immerhin 20 % unseres Einkommens zu sparen und in Aktien zu investieren. Mehr geht leider nicht. Vielleicht werden wir die finanzielle Freiheit nicht erreichen, aber immerhin können wir schon jetzt für die Rente später was ansparen.

     

    By the way: Was haltet ihr von den Aristokraten Cinncinati Financial und Con. Edison? Langfristig gesehen ein gutes Investment?

  13. MattySpaghetti

    Wie haben hier in der letzten Zeit ebenfalls Klamotten aussortiert. Meine Frau hat ein Buch namens Magic Cleaning gelesen und ist total auf dem Simplify-Trip. Find ich gut! Haben 8 Kleidersäcke rausgeholt. Das hätte ich nicht gedacht. Ihre Einstellung beeinflusst mich doch sehr positiv. Einigen Technikkram, von dem ich mich nie trennen konnte, habe ich auch versilbert, was total befreit. Bücher kommen als nächstes dran.

    Das Tolle am Investieren ist das was im Kopf passiert. Klar, das Depot wächst, aber die Einstellung wächst halt auch mit. Man konzentriert sich mehr auf das Wesentliche (was ja bei jedem anders aussieht), trennt sich vom Schrott des Lebens und freut sich über jeden investierten Euro.

    Grüße in die Runde! Matthias

  14. Jonas

    Wie immer: wichtiger Artikel.

    Ich beobachte den Konsumwahn leider auch in meinem Umfeld. Druchaus vernünftige Menschen, aber wenn es ums Geld geht haben viele eine beschränkte Perspektive. Es wird nicht drüber geredet, weil man das halt nicht macht. Die Oma hat mal 1.000€ bei einem geschlossenen Fonds verloren, also ist Börse Tabu. Dafür wir unnötiger Ramsch gekauft. Dann mit Mitte 30 direkt ein dickes Haus. Für mich absolut unverständlich.

    Ich habe gestern einen Artikel bei der Zeit gelesen (http://www.zeit.de/2016/40/hauskredit-baudarlehen-vergabe-familien-immobilien-finanzierung-banken) der einen Aspekt dieses Wahnsinn super beschreibt. Es wird da echt behauptet, dass eine Finanzierung mit 10% Eigenkapital, 4-köpfige Familie, nur der Mann verdient (wenn auch gut) eine akzeptable Sache ist. Viele Banken haben Ihn abgelehnt. Er hat dann seine Schwiegereltern (!) dazu überredet eine Grundschuld (!!) auf deren Haus aufzunehmen, um den Immobilienkredit zu bekommen – Wahnsinn.

  15. Oliver

    Der beliebte Marketingsspruch „du hast es dir verdient“ sagt doch alles, um die Leute zu animieren, dass sie in etwas investieren, was sie gar nicht brauchen. Unsere ganze Welt ist voll von Dingen, die vielleicht für den Augenblich spassig sind, aber dann herumliegen und verstauben. Die meisten Menschen merken das nicht und wenn sie einen stressigen Tag, Zoff zu Hause oder einfach nur genervt sind, dann haben sie es sich verdient. Der Kaufvorgang schüttet Glücksgefühle aus und während des Kaufens ist man überzeugt, das richtige zu tun.

    Vor kurzem habe ich eine Debatte gelesen, ob ein Auto überlebenswichtifg für das eigene Leben wäre und ob es ein gehobenes oder irgendein Auto sein muß. Was mir bei den Damen besonders aufgefallen ist, dass sie erwarten, das ihr Partner unbedingt eines haben muß. Da wird zentnerweise entrümpelt, kann man ohne Auto keine Kurzausflüge machen, die verwandschaft wohnt in Posemuckel,  es soll nett aussehen, damit man was hermacht, möglichst Kombi (um die 6 Kinder zu transportieren) oder SUV (wer fährt mit seiner Karre in Europa eigentlich querfeldein?) und ein Mann ohne Auto ist entweder alkoholabhängig, pleite oder unmännlich (!). Kinder müssen zur Schule gefahren werden, zum Klavierunterricht oder zum xy-Verein, manchmal auch zu Freunden. Alles irgendwie ein Wahnsinn. Das sind doch im Grunde nichts als Zwänge, die man sich auflegt. Gut, wenn ich mitten in der Pampa wohne, dann brauche ich zwingend ein Auto. Aber in der Stadt? Das gleiche für die schicke Einrichtung im Hause (niveauvolles wohnen), das Zweit- und Drittauto, Einfamilienhaus mit Garten, ständiges Repräsentieren etc.

    Mit diesem Leben wird man in gewissen Kreisen durchaus anerkannt. Man redet sich ein, dass dies ganz normal wäre (macht ja jeder in meiner Umgebung) und unbedingt zum Leben dazu gehört. Es wird als selbstverständlich angesehen und hat etwas mit „Erwachsenenleben“ zu tun. Wenn man aber wirklich hinter die Kulissen schaut, ist alles auf Kante genäht. Die fette Leasingrate, die viel zu große Monatsrate für das Haus, die unvorgesehenen Kosten, die einen Kredit nötig machten, weil man gerade nicht flüssig war etc.etc. Ich glaube, dass viele sich deswegen sehr viele Gedanken um Geld machen, weil einfach nichts schief gehen darf.

    Wenn ich Berichte lese, wo Leute mit Mitte 50 arbeitslos werden, davor einen qualifizierten Job mit gutem Auskommen hatten, nichts mehr finden und nach 12 Monaten in H4 landen, dann ist das genau dieser Lebensstil, der keine Spielräume für schlechte Zeiten lässt. Was man auch nicht unterschätzen darf: wenn ich von 100 auf 0 komme, dann bleiben mir die ganzen Raten erhalten und ich bekomme sie auch nicht weg. Hausraten sind solange da, bis die Hütte abbezahlt ist. Leasingraten bleiben auch und wenn ich für 80 EURO im Fitnessclub bin, dann komme ich da im nächsten Monat auch nicht raus. Das heißt, diese Raten führen in schlechten Zeiten im dümmsten Fall zu einer Überschuldung, an der ich gar nichts ändern kann, bis das man wieder etwas gefunden hat, wo man gut verdient. Alleine für diese ständige Gefahr wundere ich mich, wie man so mit seinen Finanzen umgehen kann.

    Das was Tim in seinem Artikel propagiert ist finanziell das sinnvollste, was man tun kann. In schlechten Zeiten hat man niedrigere Ausgaben, die man mit einem Übergangsjob besser abfedern kann. Rücklagen schaden natürlich nicht und wenn sie passiv Geld zusteuern, dann mildern sie eine Durststrecke sogar gut ab, bis es wieder besser läuft. Großkonsumenten haben automatisch ein Problem durch weiterlaufende Kosten. Man ist halt nicht so repräsentativ und einige Leute ziehen von dir Schlüsse, die nicht ganz richtig sind, weil Du eben einen einfacheren Lebensstil hast. Mir macht das schon lange nichts mehr aus.

    @dirk:

    Mit deinen aufgezählten Werten: Siehe es positiv, da sind einige Werte dabei, die man nachkaufen kann. Die Kursentwicklungen sind wg. Trump z.T. sehr emotional. Suche dir Werte raus, die nachgegeben haben und gut bewertet sind, dann fährst Du langfristig gut. Ich würde mir auch mal ein paar Bauwerte anschauen, wenn Meister Trump so viel in Infrastruktur investieren möchte.

  16. Christoph

    Guten Morgen. Das Video muss ich mir heute Abend anschauen.

    Ja wichtig ist, dass man zuallererst glücklich im JETZT ist. Allerdings sollte man auch an später denken. Es bringt ja nichts 30 Jahre grummelig zu sein und dann im Alter Geld wie Heu zu haben.

    Tim, wie du schreibst ist es wichtig früh zu sparen. Ich wetter jeder kann dies. Der eine mit nur 25/ Monat der andere mit deutlich mehr. Aber Das ist wie im Job. Die wenigsten verdienen mit 20 das was sie mit 40 verdienen.

    Allerdings muss ich dir mit dem Haus widersprechen. Also ich wäre sicher nicht unglücklicher wenn ich ein Haus am Meer hätte. Voraussetzung ich stürze mich nicht in Schulden.

     

    @Björn: ICh finde consolidated edison sieht gut aus. EPS zu Dividende ist gut, Erhöhungen ebenfalls.

    Ich habe bei Energie Southern Company. Allerdings frage ich mich immer: Was ist wenn in 20 Jahren fast jeder Solar auf dem Dach hat?

    Tesla bietet auch schon Solar auf den Autos an! Klar da kommt noch nicht viel rum, aber in 20 Jahren lädt dann vielleicht die Sonne das Auto immer direkt auf.

  17. Michi

    zum Thema Konsumwahn

    meine 2 besten Freunde verdienen wirklich ein Schweinegeld, arbeiten aber täglich 10-11 Stunden und der eine zum Teil sogar samstags noch.

    Die haben zwar ihre Häuser fast schon abbezahlt, können also in ein paar Jahren dazu noch fast kostenlos wohnen, aber der Rest wird voll in Konsum gesteckt. Die Wohnungseinrichtung wird immer luxuriöser (Die Bäder gleichen fast schon Wellness-Oasen mit Sauna und Whirlpool), Auto immer größer und schneller, Klamotten nur noch Thommy Hilfiger aufwärts, Essen ganz oft in schicken Restaurants u.s.w. Die könnten die finanzielle Freiheit in 5-10 Jahren haben, wenn sie einen sparsameren Lebensstil hätten. Aber die wollen das nicht. Man will sich sofort mit Konsum dafür belohnen, dass man kaum mehr Freizeit hat, kaum mehr seinen Hobbies nachgehen kann, für seine Kinder relativ wenig Zeit hat und nur noch am Arbeiten und Geld verdienen ist.

    Die können und wollen geschäftlich nicht mehr kürzer treten, das würden die als persönliche Niederlage, als Rückschritt empfinden und strampeln lieber immer noch mehr und noch schneller im Hamsterrad.Die arbeiten dann lieber bis 65 obwohl sie eigentlich schon mit 50 finanziell frei sein könnten. Aber so muss halt jeder selber wissen, wie er glücklich wird.

     

     

  18. Stefan Ledabyl

    Danke Tim und Oliver für eure Beiträge. ich besitze im übrigen kein Auto, wohne in München Schwabing und komme mit Fahrrad, U-Bahn ode Tram überall hin. Mit der S-Bahn zum Flughafen, wenns mal weiter weg geht.

    Über SUV`s hab ich mir auch schon meine Gedanken gemacht. Wieviele Leute fahren mit Ihrem SUV tatsächlich durchs Gelände? Gut in Süditalien kann man schon mal einen Jeep fahren, bei den Strassenverhältnissen und Schlaglöchern, aber in Deutschland? Da sind die Strassenverhältnisse so gut, und selbst Waldwege sind meist so gut „ausgefahren“, dass man da getrost auch mit einem Strassenwagen fahren kann. Naja, dass muss ja wirklich auch jeder selbst wissen, aber ein bissal amüsant finde ich es schon, wenn eine zierliche Frau hinter dem Steuer eines SUV verschwindet, und nicht in die Parklücke hereinkommt von denen es München ja nicht gerade immer viele gibt. 🙂

    Ich habe meine Commerzbank Aktien übrigens nicht verkauft, heute gehts zwar wieder runter, aber ich bleibe meinem Motto treu, Halten. Wenn die Zinsen steigen, könnte die Commerzbank ja vllt mal wieder auf 10+ Euro gehen, und noch wichtiger die Dividende wieder stabil halten.

    Schönen Dienstag allen

  19. Christoph

    @Stefan: ja das ist wirklich lustig. Ebenso die Jeep Fahrer. Klar als Förster/ Jäger macht das Sinn. Aber es gibt auch verchromte und blinkende Jeeps die wohl nie nen Wald sehen werden.

    Ich selbst habe einen kleinen SUV. Ich hatte davor einen Kombi. Und wenn man mal etwas geräumigeres hatte will man schlecht drauf verzichten. Allein beim Einkaufen, Hund etc macht das Sinn.

    Sind deine Commerzbank Aktien derzeit im Minus? Falls nein, meinst du nicht es gäbe woanders bessere Chancen auf Rendite?

     

  20. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Björn; „By the way: Was haltet ihr von den Aristokraten Cinncinati Financial und Con. Edison? Langfristig gesehen ein gutes Investment?“

    Bei den Versorgern würde ich einen Utilities-ETF nehmen.

    CINF ist nicht schlecht, so wie es ausschaut, aber sehe Dir doch mal Travelers (TRV) an. Von den Einschätzungen bei Gurufocus nochmal besser.

    MS

  21. Stefan C.

    @ Matthias Schneider

    Dream Global REIT wird seit heute auch in Frankfurt gehandelt:

    „The listing of Dream Global on the Frankfurt Stock Exchange and the credit rating from Moody’s are important steps in bridging the valuation gap between our trading price and the valuation of our German peers,“ said Jane Gavan, CEO of Dream Global REIT. „We believe that both initiatives are significant milestones for the REIT and should make it easier for European investors to gain exposure to Dream Global, improve the Trust’s cost of capital and enhance its financial flexibility.“

    Grüße
    SC

  22. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan C.,

    sehr schön! 😉 Ist irgendwie auch logisch, wenn sie schon deutsche Immos halten.

    Weiß nur nicht, wie das bei deutschen Brokern mit der Steuer läuft. Hoffentlich nicht zu unattraktiv. Ich hole ihn weiterhin in Kanada für CAD.

    MS

  23. Christoph

    mal eine Aktienfrage:

    Ich will mir heute/ morgen Under armour kaufen. Was denkt ihr über UA? Der Kurs ging ja runter, weil die Analysten und Investoren mit dem Wachstum welches immer noch gut war nicht zufrieden waren. Ich habe auf CNBC ein Interview mit dem CEO gesehen. Sehr guten Eindruck hat er bei mir hinterlassen. Dazu gefällt mir was UA vor hat.

     

    Des Weiteren: Was haltet ihr von NVIDA? AN sich ja schon immer tolle Produkte usw. Dazu höre ich immer und immer wieder das diese Aktie fast ein Muss für die zukünftige Technologien ist.

     

    Nvidia zahlt zwar Dividende und hat diese gerade angehoben, aber ich sehe beide Aktien als Wachstumsaktien an.

     

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    beide halte ich für gute Firmen, aber beide viel zu teuer. Meine Meinung… die Einschätzungen bei Gurufocus sagen das zumindest drastisch.

    NVIDIA Corp (NAS:NVDA)
    $83.64
    Peter Lynch Fair Value
    $12.35 (As of Today)

    Under Armour Inc (NYSE:UA)
    $31.17
    Peter Lynch Fair Value
    $11.16 (As of Today)

    Man muss aber selbst entscheiden. Wenn man kauft, dann darf man sich eben auch nicht wundern, wenn sie fällt. Ich würde keine von beiden derzeit nehmen. Nvidia ist toll, also nicht wegen dem, nur wegen Preis. UA weiß ich nicht wirklich, zwar ein 5-Star bei Gurufocus usw., aber gerade ist doch American Apperal wieder pleite. Die Klamottendinger, ich weiß nicht. Bin auch von „Esprit“ geschädigt.

    Viel Glück

    MS

  25. Christoph

    @Matthias: Du meinst Sports Authority oder? Ja die sind pleite aber das macht wohl nur ca 26 Mio Gewinn aus.

    Mit Kohls hat man seit kurzem eine Partnerschaft. Dazu investiert man eifrig.

    KGV von UA ist mit 76 natürlich hoch. Allerdings sind die 27 bei Nvidia noch halbwegs in Ordnung. Wobei wenn man an Amazon denkt mit einem deutlich höheren KGV..

    Ich habe noch einen recht hohen Verlusttopf den ich irgendwann mal tilgen will. Normalerweise kaufe ich zu 95% ja auch nur Dividenden Aktien die ich möglichst für immer halten will.

    Daher suche ich gute Wachstumsaktien.

     

  26. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    bei mir zeigt es bei NVDA ein P/E(ttm) 43.56 an.

    NKE ist tatsächlich „günstiger“ als UA, aber wäre mir trotzdem auch zu teuer, obwohl es der Primus ist. Aber wenn ich mir was einbilde, dann lass ich mich auch nicht abhalten. 😉

    MS

     

  27. Jan

    Schöner Beitrag, Tim.

    Ich sehe das wie immer ein bisschen gemischt. Gerade in Akademikerkreisen, bei Akademikerpärchen sind Haushaltsnettoeinkommen von 5k+ keine Seltenheit. Na klar könnten solche Menschen in wenigen Jahren komplett frei sein. Aber für viele ist das gar nicht das Ziel. Da werden dann 20% gespart und der Rest verlebt. Finde ich soweit nicht schlimm. Natürlich braucht kein Mensch einen SUV, aber wer ihn gerne hätte, warum nicht? Wir bräuchten auch keine Wohnung, ein Zelt würde es auch tun. Irgendwo muss man sich auch etwas gönnen.

    Fatal finde ich es aber, wenn Menschen komplett den Überblick verlieren, nur im Schein leben oder bewusst die YOLO-Einstellung rauskehren.

    VG

    Jan

  28. DivSky

    @Stefan und MS,

    super vielen Dank. Da freue ich mich sehr. Denn die Aktie will ich unbedingt im Portfolio haben. Dann wird heute mal wieder was eingekauft 🙂

  29. Andreas

    @Christoph: Kann mich da nur anschließen, Under Amour wäre nicht mein Favorit, da ist Nike aktuell interessanter. Bin an sich ein Freund von adidas, aber auch das ist mir aktuell zu teuer.  Und Nvidia ist so wahnsinnig gut gelaufen zuletzt, das steht mir momentan aber deutlich zu weit oben…

  30. Christoph

    Danke @ all:

    http://www.cnbc.com/2016/10/26/ceo-kevin-plank-says-under-armour-still-has-eyes-on-being-no-1-despite-stock-slide.html

     

    Aufgrund der Wachstumsentwicklung kann man Nike und UA zwar vergleichen aber klar ist Nike die Nr. 1.

    Andererseits könnte UA auch das Nike der 80er sein als Adidas mit riesigem Abstand Nr 1 war. Ich glaube aber eher UA wird weiter stark wachsen und näher an Adidas und Nike kommen.

    Ja Nvidia ist wirklich auch teuer. Vor allem ist die Frage wie läuft der tech Sektor unter Trump weiter?

     

  31. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    ich weiß nicht wie es in Amerika ist, aber ich denke, wenn Du hier auf der Strasse dieses Bild zeigst, dann wissen alle (oder 99%) was Nike ist. Aber bei dem anderen Symbol werden die meisten Leute sagen; „äh, hmm, das habe ich schon mal gesehen, komme aber nicht drauf.“

    Das macht den Unterschied. gerade bei Produkten, wo die Marke die Eitelkeit und das Prestige bedient, da wird nur zweitrangig wegen Qualität gekauft. Hergestellt wird wohl alles in Vietnam o.ä.

    Ist ja bei Cola auch so. Coca Cola ist so tief im kollektiven Unterbewusstsein verankert, fast niemand trinkt die „Plörre“ wirklich überzeugt wegen dem Geschmack. Die meisten einfach, weil sie nicht mit Billig-Cola „erwischt“ werden wollen.

    MS

  32. Christoph

    @Matthias: Ja Markenstärke ist extrem wichtig.

    Nike hat es ja eigentlich nur Dank Jordan damals geschafft. Da hat Adidas echt geschlafen. Wenn man bedenkt das Adidas viel älter und größer war.

    Under Armour geht ja auch in den Fußball. Zwar noch in kleinen Schritten /St. Pauli) aber immerhin. In den USA ist UA sehr bekannt. Tom Brady, Stephen Curry usw sind Klienten.

    Tim dürfte da sicher auch noch mehr wissen wie es in den USA mit Adidas, Nike und UA bei den Menschen ausschaut.

    Also mir schmeckt Coca Cola übrigens deutlich besser als ne billige. Aber Pepsi oder Dr.Pepper haben auch was.

    Als ich Kind war, gab es noch dir orginal cherry coke (wurde aufgrund von Krebsverdacht dann vom Markt genommen). Dazu Kinder Country.. mmmmh

    Wobei das echt abartig süß ist hehe^^

    Ich war ja schon n paar mal in Thailand. Da gibt es überall Coca Cola. Selbst im Noden bei den Berg Dörfern die keinen Strom haben gibt es Coke. Für mich ist daher Coca Cola die wertvollste Marke der Welt. Klar Apple usw sind Geldtechnisch wertvoller. Aber vom Namen und Logo her ist Coca Cola die Nr 1 in meinen Augen.

     

  33. Dennis

    Das stimmt, ich hatte auch meine Clown Zeit, damals als ich das erste Mal Arbeit gefunden habe nach der Ausbildung und dem Zivildienst, musste ich mir auch erst ein naja mehr oder weniger teures Auto kaufen, ungefähr 20.000 Euro, wenigstens habe ich es Bar bezahlt, aber nach einiger Zeit trennte ich mich auch wieder von diesem Fahrzeug, da ich merkte es machte mich auch nicht glücklich und auch weitere Anschaffungen, teurere Klamotten etc. Ich denke die meisten wissen einfach auch nicht was Sie mit ihrem Geld machen sollen, außer ausgeben. Ich bin auch gerade dabei meine Wohnung von dem letzten Mist aussortieren und bei Ebay zu verkaufen :-).

    Liebe Grüße

    Dennis

  34. StefanStefan

    Ich wusste gar nicht, dass diese Chucks-Dinger (Converse) zu Nike gehören…ist ja interessant.

    @ anderer Stefan

    super Artikel auf deiner Seite über Nike! Sieht ja langfristig nach zweistelligen Renditen aus. Mir allerdings noch zu teuer.

    Weisst du zufällig zu welchem Kurs Buffett/Berkshire Nike gekauft hatte?

     

    Das mit den SUVs kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich reizt dieses hohe Sitzen und das bullige Auto gar nicht. Und es stimmt: oft sitzen kleine zierliche Frauen drin 😉 vielleicht fühlen die sich sicherer mit so nem Panzer;

     

  35. Mattoc

    Falls jemand eine Frage zu iShares ETFs hat:

    Ich habe gerade bei Blackrock angerufen, eine nette Dame hat abgehoben und meine Fragen beantwortet. Sie schien etwas aufgeregt zu sein, aber es hat alles gut geklappt. Im Vergleich zu irgendwelchen Banken, war die Erreichbarkeit, die Kompetenz und das Engagement vergleichsweise gut. Also klare Call-Empfehlung. 🙂

  36. Stefan Meisel

    @ Stefan

    Merci. Ja, irgendwo hatte ich auch mal gelesen, dass Berkshire an Nike beteiligt war. Habe gerade gesehen, dass Nike eine von 8 Positionen war, die Berkshire in Q4/2010 aufgelöst hat: http://blogs.wsj.com/deals/2011/02/14/warren-buffett-buys-wells-fargo-and-sells-bofa-nike/

    Buffett (besser gesagt Berkshire) ist aktiver als ich immer dachte (siehe mein vorheriger Post). In Q3/2016 hat er 3 Positionen aufgebaut, 8 vergrößert, 5 verkleinert und 2 geschlossen. Also in Summe 18 Änderungen in einem Quartal. Würde ich das machen, würde man mich als Trader verunglimpfen 😉 Aber mein verwaltetes Vermögen ist auch noch nicht ganz so hoch wie Berkshires.

     

  37. chaostrader

    Nike, UA… also ich hab mal ordentlich Kohle mit Lululemon gemacht. Die hab ich gekauft weil sie wegen irgendwelchen Problemchen abgestürzt waren, eine wirklich heiße Fitnesstussi auf Youtube deren Zeug getragen hat und die Klamotten einfach nur geil aussahen. Hatte vermutlich was mit der Hupfdohle zu tun, dass ich die gekauft habe. Egal, hat sich trotzdem gelohnt.

  38. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jonas

    Sorry. So eine Einstellung ist in meinen Augen die von einem verwöhnten Bengel. Mit einer Finanzierung bis zum Limit! Die aggressive Schuldenmacherei ist brisant. Das kann sich rächen.

     

    @ Michi

    Ich glaube, in dem Fall geht es nur um Angeberei. Muss jeder selbst wissen, ob er sich zum Sklaven machen möchte. Für Statussymbole möchte ich nicht bis zum Umfallen arbeiten.

     

    @ Stefan Ledabyl

    Super! Mit dem ÖPNV machst Du nicht nur etwas für den eigenen Geldbeutel, sondern auch für den Umweltschutz. Mit dem Rad machst Du etwas für Deinen Geldbeutel, den Umweltschutz und Deine Gesundheit. Besser gehts kaum.

     

    @ Jan

    Das muss jeder selbst wissen.

    Lebemenschen beschweren sich zuweilen zu wenig Geld zu haben. Da denke ich mir als: „Wie blöd kann man sein? Du sitzt in dem übergroßen Haus. Hast zwei Neuwagen. Immer neue Möbel und Elektronik. Kein Wochenende vergeht ohne Shoppingtour. Gehst ständig in den Urlaub. Sitzt in Restaurants, an Bars, beim Friseur…“ Logisch dass Du permanent pleite bist.

     

    @ Stefan Meisel

    Buffett und sein Team kaufen und verkaufen Aktien. Ja, das stimmt. Aber die Aktivität ist sehr limitiert, wenn Du das ins Verhältnis zum gesamten Anlageuniversum setzt. Er muss auch stetig neu investieren, weil ihm Cash ohne Ende zufließt.

  39. dirk

    „Das mit den SUVs kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Mich reizt dieses hohe Sitzen und das bullige Auto gar nicht. Und es stimmt: oft sitzen kleine zierliche Frauen drin ? vielleicht fühlen die sich sicherer mit so nem Panzer;“

     

    Oder kleine Männer. Die kleinsten fahren die größten Autos.

     

  40. Obama

    hallo @all !

     

    eine Frage zu Apple ? Glaubt ihr, dass Trump Apple wirklich Schaden kann? Es wird immer wieder geschrieben dass der neue Präsident für Apple sehr negativ ist.

     

    Alles Liebe!

     

     

  41. Andreas

    Wer sagt das denn? Und wie wird es begründet? Mögliche Steuerentlastungen sind doch wenn positiv für Apple.

    Aus meiner Sicht kann sich Apple nur selbst schaden, wenn sie wie jetzt bei den neuen MacBooks zu sehr die Interessen der Nutzer außer Acht lassen oder zu wenig aus ihrem riesigen Geldberg machen. Apple ist ein großartiges Unternehmen, mit tollen Produkten, einer extrem starken Marke und enorm viel Knowhow. Es ist völlig egal, ob Trump oder jemand anderes Präsident ist, Apple wird ein fester Bestandteil unserer Zukunft sein…

  42. Stefan Meisel

    @ Obama

    Es gibt Spekulationen (nichts anderes ist es), dass der Markt seit der Wahl mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit einpreist,

    1.) dass Importzölle erhoben werden,

    2.) dass es Ausländern erschwert wird, ein US-Visum zu bekommen,

    3.) dass man mit Steuererleichterungen dafür sorgt, dass einige Konzerne ihre im Ausland angefallenen Gewinne ins Inland zurückholen und dort versteuern.

    zu 1.) Trump ist Unternehmer! Man braucht schon viel Fantasie, um an Importzölle zu glauben.

    zu 2.) Wer gut genug ist, um Apple voran zu bringen, wird auch in Zukunft ein Visum erhalten, denke ich.

    zu 3.) Das wäre kein MUSS, sondern ein KANN und somit nicht nachteilig für Apple.

    Grundsätzlich halte ich wenig davon, seine Investitionsentscheidungen vom Staatsoberhaupt abhängig zu machen. Allerdings muss ich gestehen, meine 1000-Dollar-pro-Pille-Biotechs im August abgestoßen zu haben aus Angst vor aufgezwungenen Preissenkungen.

    Tim kann zu den Punkten 1-3 sicher mehr sagen.

  43. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan Meisel,

    auf die normale Handelsaktivität bei BRK habe ich ja schon etliche Male verwiesen, und habe angeblich striktes Buy-and-Hold bestritten, nur weil er KO, AXP und WFC (noch) nicht verkauft hat.

    Für mich wäre es auch unlogisch, Positionen nicht zu handeln. So wie er auch Derivate (Puts, Index-Optionen verkauft um Prämien zu erlösen und CDS, Credit Default Swaps = Kreditausfall-Kontrakte) einsetzt, obwohl er Derivate der Anderen als böse, als „Massenvernichtungswaffen“ bezeichnet hat.

    Was mich jetzt schon etwas stört, wie er seine Meinung zu Airlines so radikal innerhalb kurzer Zeit ändert, nach dem Motto; „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“

    2013 hat er Investments in Airlines noch als „Death Trap“ für Anleger bezeichnet:

    „Warren Buffett, Who Called Airline Stocks A 100-Year ‚Death Trap,‘ Invests In Big 4“.

    Das zeigt mal wieder, dass man seiner eigenen Meinung folgen soll. Damit hat es auch was Gutes, vom „Guru“ so an der Nase herum geführt zu werden. 😉

    Schönen Tag

    MS

     

  44. Christoph

    Guten Morgen.

     

    hier das gestrige Interview vom Ford CEO. Er spricht über das Thema in den USA zu produzieren.

    http://www.cnbc.com/2016/11/15/ford-ceo-we-are-keeping-our-international-plans-despite-republican-policy-proposals.html

     

    Im kurzen sagt er dass Ford nichts ändern wird. Weiterhin wird man sowohl in den USA als auch in Mexoci usw die Fabriken verbessern.

    Trump kann gar nicht vorschreiben nur noch in den USA zu bauen. Wie soll das funktionieren? Nehmen wir an er beschließt es heute. Dann würde es ja schon sicher 4 Jahre dauern bis Grundstücke, Baugenehmigung und Bau der Fabriken fertig sind. Und schups hat man vielleicht einen neuen Präsidenten. Dazu gibt es ein weiteres Problem: Die Produkte würden allein schon wegen der Fracht viel teurer werden. Dazu würden dann auch die Gegenseiten Zölle etc erheben.

     

    Also das wird sicher nicht kommen. Viel wichtiger ist dass die Steuer auf wieder in die US gebrachtes Geld runtergesetzt wird. Denn mit dem Geld kann dann die Infrastruktur verbessert und ausgebaut werden. Dadurch gibt es Jobs, es werden Maschinen usw verkauft und man wird produktiver.

    Laut dem GE CEO erhöht das das BIP von 2% auf 3-3,5 %

    http://www.cnbc.com/2016/11/15/ge-ceo-immelt-believe-in-trade-deals-but-dont-need-them.html

  45. Christoph

    @Matthias: Das mit Apple usw zahl zu wenig Steuern: Trump selbst sagte doch zu Clinton auf die Anschuldigung dass er kaum Steuern zahlt aufgrund seiner Verluste in den 90ern: Das beweist doch nur das ich schlau bin.

    Und dann wirft er Apple usw vor dass die nur die Steuergesetze nutzen? Da sist wirklich scheinheilig.

    DIe Regierungen(Auch die EU) muss halt die Gesetze ändern und nicht den Unternehmen vorwerfen dass die diese nutzen.

  46. Ex-Studentin

    Ich muss gestehen, dass wir als Kinder sehr viel Spielzeug hatten. Zum Geburtstag oder zu Weihnachten gab es immer große Kartons mit allerlei Inhalt. Ich verbinde damit sehr positive Gedanken. Schlimm finde ich im Nachhinein, dass vieles schnell kaputt ging oder nach ein paar Jahren auf dem Spermüll landete. Ein paar Sachen sind waren für meine Entwicklung sehr wichtig (Puzzles, Kreidetafel, Xylophon, Puppen, Videokassetten, Autorennbahn/Eisenbahn, Modellburgen aus Papier, Stifte/Fenstermalfarbe..), weil ich als Kind nicht wusste, wohin mit meiner Fantasie und immer unter Strom war. Irgendwann wird man dann eine Leserratte und schreibt Blog, um den Gedanken freien Lauf zu lassen..

    Manche Tätigkeiten sind also mit Konsum verbunden. Aber dieser kann viele Formen haben. Es muss nicht alles vergoldet sein – vor vielen Jahrzehnten/Jahrhunderten ging es ja auch ohne all den Kram.

  47. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    ich sehe Trumps Ansinnen zwar auch als populistisch an, aber prinzipiell kann Politik alles, wenn sie es tatsächlich will, und sich als Quasi-Diktatur durchsetzt.

    Es gab ja in USA 4 Jahrzehnte des Goldverbotes. Wenn es das nicht nachweislich gegeben hätte, würde man auch sagen, das kann es nicht geben.

    Es muss nur (wieder mal) zu einem richtig handfesten Haushalts-Notstand (Government Shutdown) kommen, und man kann/muss zu drastischen Maßnahmen bis hin zur Enteignung greifen.

    Übrigens, las gerade nette Bemerkung von Bernie Sanders: „If you think it’s too expensive to take care of veterans, don’t send them to war.“

    Apropos Airlines… da fliegt Alaska Airlines erstmals mit Sprit aus Holz!

    Alaska Airlines makes history with first commercial flight using jet fuel made from trees.

    MS

  48. Christoph

    @Ex Studentin: Wenn die Geschenke sinnvoll sind finde ich das ok. Aber zb den Todesstern für 600 Euro von Lego finde ich quatsch.

    Ich hatte früher He Man (Matsers of the Universe) Habe mir aber auch viel selbst gekauft. Dazu viele Matchbox Autos. Mit denen habe ich mit meinen Freunden im Sandkasten gespielt. Da haben wir uns Häuser gebaut, mit Zufahrten usw.

    Sowas finde ich gut für die Entwicklung. Auch heute noch. Nicht nur X-Box etc. Denn Phantasie entwickeln ist extrem wichtig.

     

    uiuiui was lese ich denn da gerade? *GG* http://de.engadget.com/2016/11/15/he-man-kommt-zuruck/

  49. Christoph

    @Mathhias:ich weiss nicht ob ich das gut finden soll: Denn ich fürchte das könnte zu mehr Abholzung führen.

    In der ADAC gibt es einen kleinen Artikel Pro/ Kontra ab 2030 keine Diesel und Benziner mehr zu erlauben. Pro sagt dass man der Autoindustrie Druck machen muss um die neuen Antriebe zu pushen.

    Ich sehe das auch so.

    Es kann doch nicht sein dass unsere Autos noch mit dem gleichen Treibstoff wie vor 100 Jahren fahren. Elektro/ Brennstoffzelle(wasser) muss kommen.

    Man sieht ja an Solar Impulse dass es auch bei Flugzeugen geht:

    https://www.youtube.com/user/SolarImpulseChannel

    Wenn jetzt die großen Konzerne und Regierungen da endlich mal richtig forschen kann man auch zeitnah Passagierflugzeuge ohne Kerosin etc nutzen

     

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Christoph,

    es würde natürlich zu (noch mehr) großen Flächen von Monokulturen von schnell nachwachsenden Holzsorten (Eukalyptus u.ä.) führen.

    Mich interessiert mehr die echte Weiterentwicklung, dass es zu echten Sprüngen kommt.

    E-Auto: Die deutsche Autoindustrie will ein eigenes Super-Charger Ladenetz installieren.

    Passend: 400 PS, 350 Kilometer Reichweite, in vier Sekunden von 0 auf 100 – Jaguar hat mit dem I-Pace einen Tesla-Fighter vorgelegt.

    Bin gespannt, ob wir tatsächlich so langsam das Ende des Ölzeitalters, zumindest für den Verkehr, erleben. In der Chemie wird Öl weiterhin gebraucht werden.

    MS

  51. Christoph

    @Matthias: Da stimme ich Dir mal wieder zu.

    Wenn die bekloppte Menschheit mit den Kriegen aufhören würde, was könnten wir erreichen!

    Allein 2015 weltweite Ausgaben von: 1.760!! Milliarden USD!

    Von 1999-2015 Insgesamt: 25.745 Milliarden USD!

    Wenn man dieses Geld in Medizin und Technik Industrie stecken würde.. Oder auch einfach in Brunnen für Afrika etc.

     

    Immerhin sind die weltweiten Forschungsgeld ähnlich hoch:

    https://www.unesco.de/wissenschaft/2015/wissenschaftsbericht-2015.html

     
    Den Artikel mit den deutschen Autos hab ich auch gelesen. Allerdings glaube ich da noch nicht so dran. Wenn man bedenkt das VW erst jetzt umschwenkt auf Elektroautos.. Und wo kommen die Batterien her? Da ist Tesla trotz der Schulden schlauer. Die bauen ne eigene Batterien Fabrik.

    Und Tesla kann schon heute 600 km fahren. BMW und CO hofft das in 2-4 Jahren zu können.

    Auch der Jaguar mit 350 km. Viel zu wenig.

    das hier finde ich zB ne Frechheit von Renault:

    https://www.renault.de/modellpalette/ze-elektrofahrzeuge.html

    Man beachte den Zwang der Batteriemiete!

     

     

     

  52. Markus

    @Christoph

    Ich kann das nicht gut heißen, dass Du den Todesstern als Quatsch abtust! 😉

    Die Scheinheiligkeit Trump`s, Clinton`s etc. ist nichts neues.

    Auch bei den Brexit-Redeführern hat man die Ehrlichkeit und das Verantwortungsbewusstsein gleich danach gut gesehen.

    Bei den Griechen hatten wir dasselbe Muster mit den Labertaschen.

    Wenn wundert es inzwischen, dass die größte Gruppe bei diesen hochstilisierten Entscheidungen unserer Zukunft… Nichtwähler sind???

    Die Sehnsucht nach den starken Männern ist groß…

    Die Sehnsucht nach Ehrlichkeit, besserer Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein ist noch größer!

    @Matthias

    Die durchschnittliche Halteperiode der Positionen bei Berkshire liegt laut meiner Quelle bei 17 Jahren.

  53. Christoph

    @Markus: Ich mag Star Wars wobei ich vom letzten extrem enttäuscht war.

    Aber ich würde meinen Kids beim jetzigen Gehalt sicher nicht das Ding kaufen:

    https://www.drehscheibe24.at/shop/LEGO-Star-Wars-Todesstern

     

    Ja die Glaubwürdigkeit der Politiker ist schlimm. Vielleicht sollte man Wahlversprechen als verpflichtend mal ins Gesetz schreiben. Aber genau die machen ja die Gesetze.

     

  54. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    ich will ja gar kein Trading propagieren. Es ist völlig unstrittig, dass Berkshire die meisten Positionen verändert. Warum verkauft er denn jetzt Wal Mart? Weil er eben zu der Ansicht gekommen ist, dass es besser ist zu verkaufen. Wenn man zu einer begründeten Überzeugung kommt, dann muss man verkaufen, und nicht mit kindischer Sturheit an was festhalten.

    17 Jahre… wie das eben mit dem Durchschnitt immer so ist. Das ist nie aussagekräftig. Wie schon mal gesagt, wenn ich mit einem Millionär am Tisch sitze, dann haben wir beide durchschnittlich eine halbe Million Vermögen. 😉

    Ich hatte gestern für den Stefan in den SEC-Filings gewühlt wegen Nike. Ich hatte die Kauf-Verkauf Historie (mehrmals Kauf und Teilverkäufe) soweit zusammen, aber doch nicht eingestellt, weil mir die Stückzahlen nicht einleuchteten. Wollte keinen Scheiß schreiben. Das hängt wohl mit den Splits und den Angaben in den Dokumenten zusammen. War zu faul das alles umzurechnen. Seit 2000 (ich glaube da tauchen die ersten Nike-Aktien auf) bis zum letzten Verkauf im Q4/2010 gab es wohl 3 Splits.

    Na ja, Buffett ist nach wie vor ein Vorbild für mich, aber ich folge ihm nicht unkritisch. Man muss seinen eigenen Weg finden.

    MS

     

  55. Markus

    @Matthias

    „17 Jahre… wie das eben mit dem Durchschnitt immer so ist. Das ist nie aussagekräftig.Wie schon mal gesagt, wenn ich mit einem Millionär am Tisch sitze, dann haben wir beide durchschnittlich eine halbe Million Vermögen. ?“

    Dachte Du hast mehr wie Null! 😉

    Ansonsten ist es immer abhängig von den Parametern, die man anwendet um einen Vergleichswert zu bekommen. Manche erweisen sich als besser zutreffend, andere als weniger.

    Manchmal wird schlampig gearbeitet und manchmal bewusst um es als Marketing-Maßnahme zu verkaufen…

    Unstrittig ist es allerdings in der Finanzmarktforschung, dass häufiges Handeln stark korreliert mit Underperformance.

  56. David

    Seit vielen Jahren beschäftige ich mich nun mit dem Thema Investment/Aktien und investiere. Anfangs war ich sehr begeistert von der fundamentalen Aktienanalyse und habe auch privat sehr viel Zeit darin investiert. Insbesondere Small und MidCaps habe ich aufgrund der geringeren Komplexität (Im Vergleich etablierten Großkonzernen bewertet. Nach wie vor bin ich mir sicher, dass es möglich ist, eine Mehrrendite im Vergleich zu den großen Indizes zu erwirtschaften. Es gibt mit Sicherheit einige Anleger, die das schaffen. Aber eben auch viele, die es nicht schaffen:)

    Um finanzielle Unabhängigkeit, zählt insbesondere bei längeren Zeiträumen jedes % Rendite. Der Unterschied bei z.B. 30 Jahren Laufzeit mit 10 000€ Anlage:

    7%(Entwicklung MSCI World):                                       76.000€

    10%(Entwicklung erfolgreicher Privatanleger):          174.000€

    15%(Entwicklung sehr erfolgreicher Privatanleger): 662.000€

    Die Unterschiede sind enorm. Deshalb die Frage an euch. Wie war eure Wertentwicklung in den letzten 5 bzw 10, 20 Jahren? Welche Rendite strebt ihr an?:)

    Gruß David

     

  57. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    mehr als Null ist es schon. 😉 Aber halt immer viel zu wenig. Gestern kamen z.B. knapp 200 CAD. Der 15. ist immer ein starker Pay Day im Monat. Solange man sich aber noch über solche Peanuts freut, da ist das nicht viel besser als Null. Aber ich will nicht undankbar sein, nein nein…

    Unstrittig ist es allerdings in der Finanzmarktforschung, dass häufiges Handeln stark korreliert mit Underperformance.

    Das halte ich persönlich für einen Glaubenssatz. Das kann man sicher so in „Studien“ belegen, weil man es belegen will. Genauso kann man die andere Seite belegen, wenn man es nur will.

    Für mich ist es klar, dass man den Markt natürlich timen kann. Für mich gilt nur, dass man ihn nicht optimal timen kann.

    Wenn ich eine Aktie billiger kaufe als ich verkaufe, und dann erst wieder kaufe, wenn ich sie so viel billiger wieder bekomme, dass alle Steuern und Gebühren rausgerechnet ein Gewinn übrig bleibt zu dem Stand, als wenn ich sie einfach gehalten hätte, dann war das Timing erfolgreich. Ganz einfach. Man muss nur konsequent sein, und eine Aktie nicht teurer neu kaufen, als man sie verkauft hat. Es gibt genug andere.

    Aber muss halt jeder für sich entscheiden.

    MS

     

  58. StefanStefan

    @ Matthias

    das ist aber nett von dir, dass du für mich recherchierst 😉

    Ich denke er verkauft Walmart weil er glaubt mit dem Verkaufserlös rentierlichere Unternehmen kaufen zu können. Walmart wird -wie auch eine P&G- wohl langsamer wachsen als früher. Und Warrens Anspruch ist ja immer noch den Markt zu schlagen. Da kann er keine Underperformer brauchen.

     

    Finde es mal wieder typisch, dass die Medien schreiben, Buffett hätte plötzlich seine Meinung geändert und in die „Todesfalle“ Airlines investiert!

    Das waren garantiert Todd und Ted. Und auch die regere Handelsaktivität geht auf die beiden zurück. Von Todd Combs ist bekannt, dass er recht viel kauft und verkauft, während Ted Weschler eher langfristig hält. DaVita war wohl ein Weschler Pick.

    http://fortune.com/2014/10/14/buffett-proteges-ted-weschler-todd-combs/

     

    Wenn wir als Privatanleger verkaufen ist es ja leider so, dass man die 26,x % Verlust (Steuer) erst einmal wieder aufholen muss. Das hält mich auch davon ab meinen Microsoft Gewinn (136%) zu realisieren obwohl die bei 60$ ziemlich ausgereizt erscheinen…

    Kann mich schon mit Tims Prinzip niemals zu verkaufen identifizieren.

  59. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @David; „Deshalb die Frage an euch. Wie war eure Wertentwicklung in den letzten 5 bzw 10, 20 Jahren? Welche Rendite strebt ihr an?:)“

    Das kann ich für mich nicht wirklich sagen. Ich tue einfach was ich kann und bin heute besser als vor Jahren.

    Mein Ziel kann ich aber deutlich beschreiben. Ich will als Rentner mit dem Dividendeneinkommen die Lücke zwischen Nettorente später und Nettoeinkommen heute geschlossen haben.

    Also, wenn ich heute 2.500 EUR netto bekomme, und als Rentner mal 1.500 EUR netto bekommen sollte (derzeit werden mir 1.850 EUR Brutto prognostiziert, und habe noch etwas Zeit), dann gilt es, 1.000 EUR pro Monat netto zu erzielen.

    Eigentlich würden streng genommen schon 250 reichen. Denn die 30% (750 EUR) Sparrate per Dauerauftrag ins Depot ist dann ja nicht mehr nötig.

    2.500 Netto minus 750 Sparen, dann ist man ja jetzt auch mit 1.750 ausgekommen. Also müsste das dann in der Rente mit 1.750 netto auch gehen.

    Das ist aber schon längst erfüllt, deswegen steht das Ziel 2.500. Und davon dann kein Sparen mehr. Man will ja noch etwas „verschwenderischer“ leben dann. 😉

    Das zu erreichen ist mein Vorhaben, und ist im Prinzip abgehakt. Alles was es on top gibt ist nice to have.

    Alles Gute und guten Erfolg!

    MS

  60. Markus

    @Matthias

    Jeder von uns hat so seine eigenen rationalen und irrationalen Glaubenssätze… Ich persönlich probiere so gut es geht meine eigenen zu hinterfragen…

    Natürlich versagt dabei jeder Mensch mehr oder weniger!

    Für mich persönlich ist der Glaubenssatz:

    Dass häufiges An- und Verkaufen stark in Verbindung mit schlechterer Performance steht, eindeutig logisch und mathematisch ausreichend stark begründet!

    Die größere Wahrscheinlichkeit (nicht die Gewissheit!) glaube ich (in meiner großen Unwissenheit) auf meiner Seite zu haben.

    Die Mehrzahl der Studien könnte theoretisch falsch (oder optimiert) sein, aber im Normalfall haben Banken, Broker, Finanzblättle alle mehr daran Interesse durch häufiges Wechseln/Unsicherheit etc. Ihrer Kunden/Konsumenten Geld zu verdienen.

    Dass wir im Nachhinein denken, Markettiming wäre systematisch ausbeutbar liegt mitunter daran, dass wir 2 sehr schwere Krisen und die Outperformer/Erholung danach miterlebt haben.

    Ich denke es ist Selbsttäuschung! Außer es ist Erfahrung und wir greifen im nächsten Crash überproportional zu. Allerdings müsste man dann genau da wieder flüssig sein… dass flüssig sein kostet aber bei einem insgesamt langfristig häufiger positivem Markt immer Geld…

    @David

    Wenn Du Value-small und Mid-Cap`s aufgrund des sehr erfolgreichen Privatanlegers mit einem Large Cap-Growth Index vergleichst, ist es ein Apfel – Birnen Vergleich.

    Die meisten Broker erstellen keine Erträgnisaufstellung mit Berechnung des internen Zinsfußes. Die meisten Privatanleger rechnen Ihre persönliche Rendite falsch bzw. unterschiedlich aus. Arithmetisch, Wertgewichtet, Zeitgewichtet, kummulierte Performance, mit/ohne Steuern, mit/ohne Gebühren, mit/ ohne Cash-In&Outflow`s, Risikoadjustiert, klammern Cash oder verkaufte Positionen aus… manche berechnen sie auch gar nicht.

    Eine Rendite im Bereich von 5 – 10 Jahren ist zudem periodenspezifisch. Es gibt Zeiten da rentiert Growth 5 Jahre besser, small caps über/unterdurchschnittlich, Amerika, Europa, Asien…

    Zudem lügen sehr viele Menschen beim Thema Geld, Rendite etc.

    Ansonsten ist es natürlich interessant, dieser Vergleich…

    Nur ich denke wir kriegen keine verlässlichen Daten.

  61. Stefan C.

    @ Matthias Schneider:

    „Für mich ist es klar, dass man den Markt natürlich timen kann. Für mich gilt nur, dass man ihn nicht optimal timen kann.“

    Da Du offensichtlich Peter Lynch sehr schätzt, hier eine Anmerkung von ihm zum Thema:

    „People spend all this time trying to figure out When should I invest?“
    And it’s such a waste of time. It’s so futile. I did a great study. it’s an amazing exercise. In the 30 years, 1965 to 1995, if you had invested a thousand dollars, you had incredible good luck, you invested at the low of the year, you picked the low day of the year, you put your thousand dollars in, your return would have been 11.7[%] compounded. Now some poor unlucky soul, the Jackie Gleason of the world, put in [at] the high of the year. He or she picked the high of the year, put their thousand dollars in at the peak every single time, miserable record, 30 years in a row, picked the high of the year. Their return was 10.6[%]. That’s the only difference between the high of the year and the low of the year. Some other person put in the first day of the year, their return was 11.0[%}. I mean the odds of that are very little, but people spend an unbelievable amount of mental energy trying to pick what the market’s going to do, what time of the year to buy it. It’s just not worth it.“

  62. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus,

    das ist sicher alles richtig was Du schreibst. Ich will auch keinen falschen Eindruck vermitteln. Unter Traden verstehe ich z.B. wirklich aktives Hin und Her im Tagesrhythmus. Das ist und war nie mein Ding.

    Ich bin Lanfristanleger, will aber durch gezieltes Timen mit einem kleinen (früher war es mehr) Teil etwas zusätzlich machen. Aber das ist nur Nebensache.

    Wenn ich denke, dass eine Aktie für die nächste Zeit ausgereizt ist (wie Stefan oben bei MSFT meint), dann kann ich entweder einen Call auf die verkaufen (wenn ich 100 Stück habe davon), weil ich einen weiteren Anstieg für unwahrscheinlich halte, und somit die Prämie behalten kann, oder ich verkaufe die Aktie mal vorsorglich. Wenn ich sie verkauft habe, dann kann ich einen Put darauf verkaufen, mit einem Strike weit unter meinem Verkaufskurs der Aktie.

    Wenn sie dann doch so weit fällt, dann bekomme ich sie halt wieder günstiger zurück. Ich halte solches Vorgehen einfach für sinnvoll und zielführend. Die Profis machen es auch so.

    Trotzdem halte ich meine Langfrist-Werte auch wenn sie fallen. Meine REITs haben jetzt wieder viel abgegeben. Aber mit denen handele ich nicht. Ich verkaufe die nicht „oben“ und will sie „unten“ wieder kaufen, auch wenn sich das rechnerisch nachweisbar lohnen würde. Die will ich einfach als Milchkühe immer haben, und „unten“ wird zugekauft sobald es das Cash zulässt.

    @Stefan C.

    ich kenne solche Aussagen natürlich. Damals gab es noch gar keine Möglichkeiten des Handels wie heute. Kein PC im Haushalt, keine Charts, keine Tools, nix. 😉

    Ganz früher hat man auch „gewusst“, das Geschwindigkeiten schneller als ein Pferdefuhrwerk für den Menschen gefährlich sind.

    Außerdem, redet er nicht nur von den Extremen des Put In? Nicht, dass man es im High wieder raus holt und im nächsten Low wieder rein geht? Das macht den Unterschied. Er beschreibt aber nur, dass es auf lange Sicht relativ egal ist wann man einsteigt. Ja, das kann man sicher sagen bei >30 Jahren.

    Ich schätze die „Old School“, aber lebe heute mit eigenem Kopf!
    Manches war/ist zeitlos gültig, denke ich zumindest. Manches muss man neu überdenken. Am Ende muss man für sich seinen Mix finden.

    MS

  63. StefanStefan

    @ Matthias

    was ist denn mit den US Reits eigentlich los gewesen? Habe Omega Healthcare Investors (OHI) fürs Depot meiner Mutter gekauft. Die sind ganz schön ins Minus gerutscht. Die Dividende ist wohl nicht gefährdet, wurde sogar erhöht. Liegt es an den anstehenden Zinserhöhungen?

  64. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Stefan,

    ehrlich gesagt, dem bin ich gar nicht nachgegangen. Das sind für mich Marktempfindlichkeiten, die sicher mit den Zinsen zu tun haben. Aber für mich kommt da eigentlich nur Zukaufen in Frage. Deswegen beschäftigt mich das nicht weiter.

    Wenn es wirklich hausgemachte Probleme in einem REIT gibt (Mieterausfall usw.), dann ist das halt so. Erfährt man eh zu spät.

    Die US-Healthcare-REITs leiden womöglich besonders, weil man einen Eingriff Trumps in das Gesundheitswesen befürchtet? Keine Ahnung. Reguliert sich alles wieder.

    MS

  65. Christoph

    @Matthias: Genau so wie du sagst macht traden Sinn. Ich nenne da immer die Najiarian Brothers. Jon und Pete. Die machen es auch so. So macht man die Börse sicher.

    VOr allem kann man da auch richtig Gewinne absahnen. Neulich war auch ein Fall da erzählte Jon das er mehrere 10.000 USD verloren hat. Klar tut das weh sagte er, aber er ist froh  dass er nur die Optionen hatte und nicht die Aktien selbst.

     

    Bei nem anderen Fall hatte er Optionen von irgendwas um 0,5 USD und diese schossen auf über 4 USD hoch. Nur die Optionsgebühren! Da machte er richtig Gewinn.

     

    Im Prinzip ist es ne Art Fallschirm fürs traden

  66. Skywalker

    Ich habe jetzt ausreichend einzeltitel und etfs, welche ich einfach weiter besparen werde jeden monat.

     

    was haltet ihr davon:

     

    3M CO.             DL-,01

    ALPHABET INC.CL.A DL-,001

    AT + T INC.          DL 1

    BERKSH. H.B NEW DL-,00333

    COCA-COLA CO.      DL-,25

    FACEBOOK INC.A DL-,000006

    FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.

    JOHNSON + JOHNSON    DL 1

    MICROSOFT    DL-,00000625

    NIKE INC. B

    NOVO-NORDISK B ADR/1DK 10

    PEPSICO INC.     DL-,0166

    PROCTER GAMBLE

    SAP SE O.N.

    STARBUCKS CORP.

    UNILEVER CVA      EO -,16

    DAX U.ETF I

    Euro ST.50 U.E.I

    MDAX UCI.ETF I

  67. Slazenger

    @Skywalker

    also ich finde dein Depot absolut klasse, man könnte den ein oder anderen Reit hinzufügen, ist aber natürlich Geschmackssache!

  68. Andreas

    @Skywalker: Sind doch alles tolle Werte, etwas viel Konsumwerte vielleicht aus meiner Sicht, aber die laufen ja stabil und unaufgeregt;)

    Mal ne Frage in die Runde: Wie seht ihr denn E.On in den nächsten Jahren?

  69. StefanStefan

    @ Andreas

    Eon würde ich nicht mit der Kneifzange anfassen. Das Geschäftsmodell ist langfristig kaputt. Wie sollen die ihre Gewinne steigern?  Gibt tausend bessere Unternehmen.

  70. Christoph

    @Skywalker: Tolles Portfolio. Du könntest noch überlegen ob Du Cisco, Intel und oder Qualcomm aufnimmst Aber an sich hast du schon viel abgedeckt und tolle Unternehmen

  71. Andreas

    @Stefan: Ja, das denke ich mir eigentlich auch. Ist leider noch so eine Altlast mit -60% im Depot. Und ich weiß nicht, ob ich das Ding einfach verkaufen soll oder zumindest auf etwas Erholung setzen soll und dann verkaufen…

  72. SelberDenker

    Ok, es ist schön, dass Du kein Auto- und Immobilienclown mehr bist.

    Aber, wenn ich Dein Video so anschaue, bist Du offenbar noch immer ein Apple-Clown und kaufts die überteuerten Geräte von diesem Markenhersteller.

    Oder hast Du einen geschenkten oder günstig erworbenen gebrauchten Mac? In dem Fall würde ich meine diesbezügiche Kritik zurücknehmen.

    Andernfalls ist Dein eigenes Verhalten unglaubwürdig.

    Denn alles was Du mit einem Mac machen kannst , geht mit einem viel günstigeren No-Name-PC mindesten genauso gut.

    Ich weiss, es ist schwer bis nahezu unmöglich einen echten Apple-Fan zu bekehren, aber versuchen kann man es ja.

  73. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ SelberDenker

    Ok, Du hast Recht. Ich bin ein Apple-Clown. Ich muss mir überlegen, ob es fortan Sinn macht mit dem Apfel-Computer. Danke für den Vorschlag und die Kritik.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

bitte lösen Sie diese einfache Aufgabe (Spamschutz) *