Der Sinn des Lebens: Die vielen kleinen Dinge


New York, 17. Januar 2014

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Sportwagen. Privater Fitnesstrainer. Villa mit Personal. Feiner Zwirn. Traumurlaub. Danach streben wirklich die Hollywood-Stars? Nein. Keineswegs. Leonardo DiCaprio fährt einen Toyota Prius. „Ich habe keine großspurigen Ausgaben“, sagt der Schauspieler. „Ich fliege nicht in Privatjets. Ich habe nur ein Auto (…) Ich gebe nicht viel Geld aus.“
Tobey Maguire, der Spider Man, liebt seine abgetragenen Jeans und T-Shirts. „Du hast sicherlich von diesen Lottogewinnern schon gehört, die all ihr Geld zum Fenster rausgeworfen haben? Ich möchte nie in diese Situation kommen, viel Geld auszugeben, so dass ich einen Film nach dem anderen machen muss.“
Ein anderer Sparfuchs ist Talkmaster Jay Leno. Der kassiert zwei Gehälter. Das eine Gehalt nutzt er, um seine Rechnungen zu bezahlen. Das Salär des anderen Jobs spart er komplett. Leno: „Vielleicht hängt es damit zusammen, dass meine Eltern während der Großen Depression aufwuchsen.“
In übergroßen Wohnungen zu residieren, ständig neue Autos zu fahren und schicken Zwirn zu tragen – nur um die Fans, Arbeitskollegen oder Nachbarn zu beeindrucken, das ist eben nicht jedermanns Sache.
Angela Merkel hatte kürzlich im Winterurlaub einen Skiunfall. Dabei kam heraus: Die Regierungschefin liebt ihre Langlaufski der Marke „Germina“. Ihre DDR-Ski sind vermutlich 20 Jahre alt (oder älter). Merkel trägt eine einfache Fleecejacke. Sie ist trotz ihrer Macht und trotz der Paparazzi bodenständig geblieben. Ich habe großen Respekt vor diesem Lebensstil.
Es ist doch einfach in den Laden zu gehen und sich mit allerlei Luxus einzudecken. Es ist bequem, die Kreditkarte zum Glühen zu bringen. Wer das Geld zum Fenster hinauswirft, kann kurzfristig eine angenehme Zeit haben.
Natürlich kann es Spass machen, in einem übergroßen Haus zu wohnen. Natürlich kann ein toller Neuwagen angenehm sein. Natürlich können tägliche Restaurantbesuche einem Arbeit am Herd abnehmen.
Es ist eine Herausforderung, finde ich, diesem ganzen Konsum zu widerstehen. Es ist nicht einfach zu unterscheiden zwischen den nötigen und den unnötigen Dingen im Leben. Denn man muss sich Gedanken darüber machen.
Freilich ist Geld nicht alles. Es ist im Leben irrelevant, wie viel Geld in Ihrem Depot schlummert. Ob es nun 10.000 oder 100.000 Euro mehr sind oder weniger, ist kein Lebenszweck.
Hauptsache Sie haben genug gespart, um im Alter sorgenfrei über die Runden zu kommen. Es geht darum, sich ein zufriedenes Leben zu ermöglichen. Das ist im Endeffekt alles, was wir brauchen.
Finanzautor Morgan Housel hat einen guten Artikel über den Sinn des Lebens geschrieben. Housel skizziert, was Senioren jungen Menschen empfehlen. Den Rat der 80- und 90-jährigen Amerikaner hat er in zehn Tipps zusammengefasst. Als Grundlage nahm er das neu erschienene Buch „Die kleinen Dinge machen das Leben schön: Was wir von den Alten lernen können„.
Im Grunde geht es darum, bescheiden zu bleiben. Anständig. Freundlich. Fair. Frei von Sorgen.
Bauen Sie einen Notgroschen auf. Sparen Sie mit einem langen Atem. Genießen Sie trotz der Sparsamkeit das Leben.
Ihr Job sollte Ihnen Spass machen. Toll ist, wenn Sie Freiräume im Job haben. Hat Ihre Arbeit einen tiefen Sinn, umso besser.
Ob der Kollege ein paar Euro mehr verdient oder weniger, ist egal.
Wichtig ist, dass Sie Ihre Urlaube genießen können – die aber nicht sauteuer sein müssen. Ein weiterer Rat: Genug Zeit für Ihre Hobbys, Familie und Freunde zu haben. Bei allem ist eine entspannte Lockerheit hilfreich, sagen die Senioren im Rückblick.
Zukunftsängste sind ein großes Problem in unserer sich schnell wandelnden Gesellschaft.
Lebemenschen glauben, sich Selbstbewusstsein mit teuren Häusern oder Autos kaufen zu können. Dabei machen insbesondere die kleinen Dinge das Leben viel schöner.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Sinn des Lebens: Die vielen kleinen Dinge

  1. Ulrich

    Ach Tim …

    Meinst du den selben Leonardo DiCaprio, der gerade seine 18-Millionen-Villa in Malibu verkauft, um sich künftig mehr in seinem Penthouse in New York aufzuhalten?

    http://de.luxuryestate.com/blog/2013/10/leonardo-di-caprio-verkauft-seine-luxusvilla-in-malibu/

    Meinst du den selben Tobey Maguire, der sich für 7,5 Millionen Dollar eine Luxusvilla gekauft hat, mit Fitnesstudio, Schwimmbad, Kino und heißer Quelle?

    http://www.schwaebische.de/home_artikel,-Tobey-Maguire-kauft-Villa-fuer-75-Millionen-Euro-_arid,489867.html

    Deine Geschichten von den sparsamen Promis sind sowas von unglaubwürdig und lächerlich. Die von dir genannten Promis lassen es so richtig krachen. Vielleicht haben sie auch irgendeine Nische, bei der sie sparsam sind („abgetragene Jeans“). Aber deine ständig wiederholte These von den sparsamen Promis ist einfach daneben. Auch wenn du es unglaublich gerne anders hättest.

  2. Tino

    diese unverblümte Denkweise im Alter von 80 oder 90 ist mir plausibel. Diese Menschen wissen genau dass der Großteil Ihres Lebens hinter Ihnen liegt. Sie müssen nichts mehr beweisen. Sie haben sicher unzählige Fehler auf Ihrem Weg gemacht und sind dadurch zu dieser Erkenntnis gekommen. Jüngere werden genau diese Fehler wieder machen, immer und immer wieder, weil sie nicht einfachen den Alten glauben, sondern es selbst ausprobieren werden, es sich selbst beweisen wollen.

    Das Leben birgt viele Phasen die voller Herausforderungen stecken und individuell gemeistert werden müssen und ich glaube das jeder das auch so gut tut wie er kann. Es schwingt m. E. etwas Wehmut bei jedem im Rückblick mit, ähnlich wie es auch bei Fehlinvestitionen oder verpassten Chancen mit Aktien ist, hätte hätte Fahrradkette..der Weg ist das Ziel, ist deshalb für mich immer ein Kompromiß, aber ein guter, wenn man Ziele hat, seiner Berufung nachgeht und Spaß am Leben hat. Geld ist nun mal in einer kapitalistischen Gesellschaft ein wichtiges Fundament. Das kann man drehen und wenden wie man will.

    Ich habe einen kleinen Teil meines Lebens in einem sozialistischen System verbracht. Menschen aus den alten Bundesländern sind auch heute noch fasziniert von der anderen „Kultur“ die in der DDR herrschte, die neben all den negativen Seiten, den Menschen eine gewisse Unbeschwertheit vorgegaukelt hat, losgelöst von zwingend monetären Motivationsfaktoren. Der Mensch passt sich m. E. schnell neuen Gegebenheiten an und versucht das Beste aus jeder Situation zu machen.

  3. Markus

    Auch wenn ich jetzt wieder was auf die Mütze bekomme:… 😉

    Die Amerikanisierung bzw. die Verdrängung der sozialen Martwirtschaft in den letzten Dekaden hat auch sehr gravierende Nachteile.
    Wer den angelsächsischen Kapitalismus als goldene Kuh feiert, sollte sich Black Rock, KKR u.v.a. mal genauer ansehen…
    Der Hunger nach Rendite, der nur gestillt werden kann, wenn Immobilien nur als Miet oder Wiederverkaufsobjekt gehandelt werden. Geld reinstecken oder etwas modernisieren ist dabei oft Fehlanzeige, außer man geht den Weg einer Luxussanierung mit anschließender Verdoppelung der Miete.
    – Traditionsmarken wie WMF werden ausgeschlachtet…

    Ist es ein freier Markt, wenn Black Rock den amerikanischen Staat berät oder evtl. sogar mächtigen Druck ausüben kann?
    Hat das noch was mit gesundem Liberalismus zu tun?
    Die staatlichen Pensionsfonds haben die Zeche bei der missglückten Luxussanierung in Manhattan gezahlt…

  4. Tino

    Das sind aus meiner Sicht Schattenseiten eines jeden Systems. Es bilden sich Nischen heraus, die ein Ungleichgewicht herstellen können und letztlich über einen gewissen Zeitraum (10,20,100 Jahre oder mehr?) dann erst Mal akzeptiert werden müssen bis evtl. politische Strömungen eine Veränderung bewirken können.

  5. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Markus

    Hast Du auch die Sendung gesehen…

    Die Gier liegt aber ja wohl mindestens auch auf der Seite der Alteigentümer der Familien- Traditionsmarkenfirmen wie WMF. Warum verkauft man denn an Private Equity Unternehmen? Weil Sie einen fetten Preis einnehmen wollen und sich zur Ruhe setzen (nach mir die Sintflut)? Notleidend war doch WMF vermutlich nicht, denke ich einfach mal so.

    MS

  6. StefanStefan

    Also ich glaube die Stories der ach so sparsamen Promis auch nicht. Ein gewisses Interesse an Umweltfragen glaube ich diCaprio noch. Aber, dass er immer nur im Prius rumfährt…

    Jay Leno ist bekannt für seine gigantische Autosammlung. Er hat dafür Hallen und Flugzeughangars angemietet. Der Unterhalt und Neuanschaffungen kosten ihn astronomische Summen. Passt also auch nicht mit der ach so sparsamen Lebensweise.

    Da ist viel PR dabei. Solche Äußerungen haben immer einen Zweck. Und wenn es nur ist sympathisch rüberzukommen und nicht abgehoben.

    Wem ich seinen Lebensstil abnehme ist: Christian Ströbele von den Grünen. Der fährt tatsächlich mit dem Fahrrad durch Berlin obwohl er Anspruch auf die Fahrbereitschaft des Bundestages hätte…Respekt!

  7. Felix

    Warum sollte man auf den Rat von Senioren hören. Nur, weil sie das Leben bereits hinter sich haben?
    Ich glaube, dass ein Zwanzigjähriger ganz andere Ansichten und interessen hat (haben muss) als jemand, der auf dem Sterbebett liegt.
    Das, was man als Wichtig erachtet, ändert sich im Laufe des Lebens. Bei mir ist das jedenfalls so. In jungen Jahren waren mir Mädels weit wichtiger als Aktiendepots. Hätte ich damals auf einen Tattergreis gehört, hätte ich viel versäumt. Insofern denke ich, auch wenn es etwas arrogant klingen mach: Der Rat aus dem Altersheim sollte man als Jugendlicher bestenfalls wohlwollen ignorieren und so läuft es ja auch. Jede Generation, jeder Einzelne muss seinen Weg finden.

  8. tim schaefertim schaefer

    @ Ulrich

    Danke für die Links und den kritischen Hinweis.

    Wenn ein Star hunderte von Millionen Dollar Privatvermögen hat, muss er es ja irgendwie anlegen. Auf dem Girokonto wäre das Geld auf Dauer nicht gut aufgehoben. Und ein guter Aktienanleger ist nicht jeder.

    Ich sehe das als Hobby und als Investment. Eine Villa, eine Kunst- oder Oldtimersammlung. Ich glaube, dass diese Assets im Wert zulegen. Wenn ein Promi in einem Objekt lebt, klettert der Wert in der Regel. Das ist kein reiner Konsum. Dass die Promis nicht in Bruchbuden hausen, ist wohl jedem klar.

    Barbra Streisand soll auch ziemlich sparsam sein – trotzdem wohnt sie in einer Riesen-Villa. Angeblich müssen ihre Gäste die Teebeutel zwei Mal verwenden.

  9. Ulrich

    Ach komm. Erst erzählst du was von tollen Autos und Villen, auf die die Promis angeblich in ihrer unglaublich sparsamen Art verzichten. Und wenn man dir das Gegenteil beweist, dann sind es plötzlich „Hobbies“ und „Investments“.

    Barbra Streisand? Die Frau, die so sparsam ist, dass sie für die Vorbereitung eines Auftritts 1 Mio. ausgegeben haben soll?

    http://madonna.oe24.at/thema/Barbara-Streisand-1-Million-Dollar-fuer-Oscar-Vorbereitungen/96039265

    Die Frau, die ihr Klo gerne mal mit Rosenblättern auslegen lässt? Ist das auch ein Investment? Dünger-Produktion?

    http://www.promipool.de/artikel/barbra-streisand-die-saengerin-laesst-im-hotel-rollrasen-fuer-ihren-hund-auslegen-92287/

    Wenn du Sparsamkeit und asketische Lebensweise für richtig hältst, darfst du diese gerne praktizieren und auch predigen. Aber eine Ansammlung komplett unpassender „Vorbilder“ macht die Sache einfach nur albern.

  10. Mario

    @Felix

    Wenn man jung ist weiß man, dass man alt wird, wenn man alt ist, weiß man erst wie schnell es geht. Sagte zu mir einmal eine Frau mit über 80 Jahre.
    Ich bin vielleicht älter, jedoch fühle ich mich noch nicht auf dem „Sterbebett“. Ein bisschen Bescheidenheit mit dem Jungsein ist angebracht. Nur als Hinweis.

    Schönes WE!

  11. Keek

    Hallo Tim, ich lese Deine Seite gerne, kommentiere auch ab und an. Ich halte Vieles für richtig. Manches ist sicher auch Ansichtssache. Nur hier jetzt muss ich leider auch mal ins Horn „der anderen blasen“: Da malst du dir die Sache etwas zu sehr rosa. Die meisten der Reichen, aber insbesondere der Hollywood-Stars, sind verschwenderische und nimmersatte Ochsen, die ihre Kohle verprassen: für Luxus-Taschen, für Designer-Kleider, für Klamotten, für Botox, für Operationen, für Villen, Luxus-Karren, und Yachten; oder es aber schlicht und ergreifend versaufen, verkoksen, vervögeln oder verzocken. Und das hat NICHTS mit investieren zu tun.

    Im Übrigen gilt das auch für die meisten Reichen der Börse. Buffet, Gates oder Bloomberg mag man da ausnehmen. Aber die meisten von den Brüdern an der Wall Street kann man ebenfalls in der Pfeife rauchen. Zum Beispiel wundere ich mich auch warum ein absoluter Zocker, Spekulant und Panik-Schürer wie Soros hier stets beweihräuchert wird.

    Also, zu Deinen Artikeln: Dividenden-Aristokraten: gerne. Sparen fürs Alter: gerne, ist wichtig. Asketische Lebensweise: jeder wie er mag, da gibts kein richtig oder falsch.
    Aber die Mär der sparsamen Hollywood- und Börsenstars?? Sorry: No way!

  12. Felix

    Vielleicht liegt es daran, dass ich in Bayern lebe, wo der Satz gilt: „Leben und leben lassen!“
    Es gibt nun mal Menschen, die so viel Kohle verdienen, dass sie eine Lagerhalle brauchen, um es zu lagern. Ob ich das richtig finde, dass die so viel kriegen, ist unerheblich; sie kriegen es eben. Dann sollen sie doch ihre Kohle auf den Kopf hauen, Yachten kaufen, Schönheitschirurgen beschäftigen, Psychiater sowieso. So kommt das Geld wenigstens wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück.
    Das geht mit insgesamt sonst wo vorbei; ich brauche auch keine Promivorbilder, um mein Geld zusammenzuhalten. Wenn ich mir den inzwischen aufgedunsenen Boris Becker anschaue, der sich in drittklassigen Shows zum Clown machen lässt, dann habe ich eher Mitleid als, dass ich da irgendeine Vorbildfunktion erkennen könnte. Er konnte besser als jeder andere auf der Welt den Ball übers Netz schlagen. Dafür gibt's in unserer Gesellschaft offensichtlich sehr viel Geld. Der Menschheit insgesamt bringt es eher nichts.

    Möglicherweise habe ich da eine besondere Sichtweise. Ich hatte noch nie in meinem Leben irgendwelchen Vorbilder hinterher gelebt. Ich lebe mein Leben und nicht das eines Promis, warum sollte ich, das sind auch nur Menschen.
    Die schon fast irreal wirkende Bescheidenheit von Angela Merkel erkenne ich auch an. Aber Vorbild – ich weiß nicht, möchte ich so sein – nein!

  13. tim schaefertim schaefer

    @ Ulrich

    Ja, stimmt. Bei Barbra Streisand (und anderen) stecken viele Wiedersprüche dahinter. Ein eigenes Ton-Studio im Haus zu haben, macht Sinn. Das ist ihr Job, das macht die Arbeit einfacher. Viele Sänger haben das in ihrem Haus, das ist ein Trend seit den 70er Jahren.

    Kann das bei Frau Streisand Neurose geben? Keine Ahnung. Vielleicht.

    Sie rät, die Geschirrspülmaschine nicht laufen zu lassen, wenn sie nicht voll ist. Und sie rät, die Wäsche auf der Leine (und nicht im Trockner) zu trocknen.

    Frau Streisand gibt weniger aus, als sie einnimmt (sonst wäre sie nicht so vermögend). Und sie ist geschäftstüchtig.

    Das Phänomen der Widersprüche findest Du überall. Jeder Mensch hat meiner Meinung nach Widersprüche in seinem Leben.

    Schau Dir Richard Branson an. Ja, ein Lebemensch. Andererseits hat er seine Insel Necker Island für ganze 180.000 Pfund gekauft. Das ist ein Schnäppchen. Das sieht nach Value aus. Die Insel vermietet er inklusive Personal für 62.000 Dollar am Tag. Branson ist ein verdammt guter Geschäftsmann. Er nutzt all diese Luxussachen für sein eigenes Marketing. Es ist im Grunde eine Show, um noch mehr Geld zu verdienen.

  14. Ulrich

    Jetzt sind es auf einmal „Widersprüche“. Und Reiche, die weniger ausgeben als sie einnehmen. Ach was. Davon war in deinem obigen Artikel nie die Rede. Da ging es um sparsame Reiche („Ich habe keine großspurigen Ausgaben“). Ist halt leider bei den von dir genannten Personen einfach falsch. Vielleicht solltest du den Artikel einfach korrigieren. Deine ständige Suche nach angeblichen prominenten Spar-„Vorbildern“ hat auch nur begrenzten Nutzen. Ist doch egal, wie „Promis“ leben.

  15. tim schaefertim schaefer

    Die genannten Promis sind clevere Konsumenten, Anleger und Geschäftsleute. So ist Leonardo DiCaprio selbst an der Autofirma beteiligt, von der er das Auto kaufte.

    Natürlich kommen bei den Stars Narzissmus, Neurosen und so weiter vor.

    Übrigens habe ich wieder eine interessante Statistik gefunden: Der größte Zuwachs an Millionären gab es im US-Bundesstaat North Dakota. Dort gibt es keinen einzigen Edelschmuckladen Tiffany, keinen BMW-Händler und kein Luxuskaufhaus Saks Fifth Avenue, schreibt das„Wall Street Journal“ heute.

    Der Chef der Handelskammer in der Landeshauptstadt bestätigt, dass die Reichen generell sehr sparsam seien. Er sagt: „Ja, ich habe vereinzelt ein paar Bentley gesehen. Aber es ist so in North Dakota, hier kann jemand sehr vermögend sein und Du merkst es ihm niemals an.“

  16. Martin

    „Es ist eine Herausforderung, finde ich, diesem ganzen Konsum zu widerstehen.“
    Man sollte doch dann eher in den Zustand kommen, dass man gar nicht konsumieren möchte. Sonst macht sparen doch keinen Spaß.

    Wenn man etwas unbedingt haben möchte, warum nicht kaufen? Man lebt nur einmal. Viele Dinge wie Bildung lassen sich aber eben nicht kaufen.

  17. Fritz

    @Ulrich:

    Ist ja gut jetzt!
    Sicherlich kann Tim nicht jede Seite und jeden Charakterzug eines Prominenten beleuchten! Jeder Mensch hat gute aber auch schlechte Seiten. Ich spare auch und bin dafür an anderer Stelle wieder verschwenderisch!

    @Tim:

    Weiter so! Ich lasse mich gern von deinen Beispielen inspirieren. Auch wenn diese Prominenten keine Heiligen sind…!

  18. tim schaefertim schaefer

    @ Martin
    Konsum ja, mit Augenmaß. Das gleiche gilt für das Sparen. Das Vermögen braucht nicht extrem hoch sein. Es sollte aber für ein „normales“ Leben (wenn auch bescheiden) im Alter ausreichen. Dabei sollte jeder an die unsichere gesetzliche Rente und die höhere Lebenserwartung denken.

    @ Fritz
    Danke!

  19. Mario

    @Tim

    Ich bin ebenfalls dankbar für diesen Blog und lese ihn gern. Die Schlüsse aus all dem Geschriebenen muss jedoch jeder selber ziehen.
    Mir ist es jedenfalls egal wie andere Menschen (Promis) sich die freie Zeit vertreiben (Haus, Boot, Auto, etc). Spannend ist es etwas darüber zu lesen. Es wie mit einer Zeitung. Dort bekommt man die Information vorgesetzt und liest sie einfach.

  20. dieter

    Goerge Clooney, uvm reiche Leute haben zb den tesla Roadster gekauft,dies war auch gut so,da tesla erst teure Elektroautos produzieren konnte,auch das Modell S ist noch teuer,aber dadurch wird ein günstiger neuer tesla vorbereitet.
    Dicaprio usw sind doch gute Vorbilder,mit dem Prius zb. Das einige davon dann eine tolle Villa,oder tolle andere Autos fahren,ist doch egal.
    Aber vielleicht findet Tim noch andere Beispiele, wie zb den Parkplatzwächter.
    gruss dieter

  21. tim schaefertim schaefer

    @ Mario
    @ Dieter

    Danke. Danke.

    Ich finde diese Reichen-Storys immer spannend. Ich lese diese gerne.

    Ich fand etwas Trauriges über Hedgefondsmanager Robert W. Wilson. Er hat ein enormes Vermögen angehäuft. Wohnte in einem bekannten Luxushaus am Central Park. Er war recht sparsam. Taxi- und Restaurantrechnungen teilte er strikt mit anderen. Er fuhr auch mit der U-Bahn.

    Kurz vor Weihnachten sprang der 87-jährige in den Tod. Von seiner Wohnung im 16. Stock. Er war krank. Den Löwenanteil seines Reichtums hatte er schon vor langem gespendet. Alle Achtung! Respekt!

    Grausam allerdings, dass man so sterben muss.

    Ich fand seinen Investmentstil bemerkenswert. Einmal fiel er mit einem Short so richtig auf die Nase. Seine geshortete Kasino-Aktie explodierte förmlich von 15 auf 190 Dollar, als er im Urlaub war.

    http://www.bloomberg.com/news/2013-12-24/robert-w-wilson-hedge-fund-founder-leaps-to-his-death-at-87.html

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