Der Millionär von nebenan


New York, 17. Juli 2015
Der Nachbar, der seine Wäsche auf dem Balkon nebenan trocknet, kann ein Millionär sein. Reichtum sieht man nämlich nicht. Viele Millionäre leben bescheiden.

Der Nachbar, der seine Wäsche auf dem Balkon trocknet, kann ein Millionär sein. Reichtum sieht man nicht.

Wie leben Amerikas Millionäre? Das Buch The Millionaire Next Door verrät es. Normalo-Reiche fahren eben nicht im Rolls-Royce zum Einkaufen. Sie traden nicht. Sie leben bescheiden. Sie fahren alte Autos. Sie tragen gewöhnliche Kleidung. Sie leben in normalen Eigenheimen. Sie meiden Schulden. Sie schlürfen nicht täglich Austern und trinken edlen Champagner.

Weil sie sparsam sind, sind sie in der Lage ein großes Vermögen zu besitzen. Das ist jedenfalls das Studienergebnis des Buchautors, Professors Thomas J. Stanley, der im Frühjahr bei einem Autounfall ums Leben kam.

Die Quintessenz ist: Niemand wird reich, indem er/sie „Dinge“ kauft. Niemand wird reich, indem er/sie mit Statussymbolen angibt. Das Leben ist angenehmer, wenn Sie weniger Dinge/Statussymbole um sich herum haben. Je weniger „Dinge“ Sie besitzen, desto weniger Sorgen müssen Sie sich machen. Zu diesem Fazit kam Stanley in seinem Bestseller.

Wozu brauchen Sie ein riesiges Haus, wenn auch ein kleines, moderates Heim seinen Zweck erfüllt? Jedes Extra-Zimmer kostet mehr: Möbel, Heizung, Nebenkosten, Finanzierung…

Traurig finde ich, wie Menschen über Mitmenschen urteilen. Ist es wirklich wichtig, ob wir ein Nobelauto fahren, einen feinen Anzug tragen oder in einer Villa wohnen? Es sagt doch nichts über den Charakter einer Person aus. Irgendwie brauchen Sie heute als Konsument einen starken Charakter, wenn Sie sich dem Konsumrausch entziehen und öfter mal „Nein!“ zum endlosen Konsum sagen.


Ich wage heute in meinem Blog einen Versuch, indem ich die Frage beantworte:

„Was denken Millionäre über die Börse?“

Schauen wir, was die Reichen vermutlich denken:

„An der Wall Street werden Wertpapiere im Wert von Billionen getradet. Jahr für Jahr. Die Papiere wechseln blitzschnell die Hände. Der eine gewinnt, der andere verliert. Unterm Strich bleibt nichts hängen. Nach Abzug der Gebühren und Steuern zumindest. Der größte Profiteur von dem Hin und Her sind die Banken und Börsenbetreiber.“

Ich vermute, die meisten Millionäre lehnen das Zocken deshalb ab. Sie spielen kein Lotto, weil sie es als unvernünftig betrachten.

Über die Börse denken die Reichen vermutlich so:

Es handelt sich um ein riesiges Kasino. Wir wissen, dass es ratsam ist, lange im Markt zu sein – anstatt zu traden.

Die Reichen haben einen schönen Spruch:

„Time in the market is more effective than timing the market.“

Anders ausgedrückt heißt das: Lange genug im Mark zu sein ist effektiver, als zu versuchen, den Markt zu timen.

Wir Kleinanleger sind einfach schlecht im Timing. Wir scheitern. Wir schaffen es nicht, nach Abzug der Gebühren besser als der Index abzuschneiden. Trotzdem traden viele Kleinanleger.

Übrigens scheitern nicht nur die Kleinsparer, sondern auch fast 90 Prozent der Fondsmanager.

Die Reichen besitzen Dividendenaktien und Indexfonds. Sie haben Geduld. Sie besitzen oftmals eine Firma (Bau-, Reinigungsfirma, Autohandel…) deren Geschäft langfristig ausgelegt ist.

Warum sind wir Privatanleger so schlecht? Wir schichten zu viel um. Wir suchen das schnelle Glück. Wir haben keine Geduld. Wir kaufen Fonds, die gerade verdammt gut laufen. Wir neigen dazu, Aktien teuer zu kaufen und niedrig zu verkaufen. Es ist wie verflixt. An dem Dilemma sind unsere Emotionen schuld. Wir jagen heißen Trends hinterher. Den Aktien-Stars. Den Fonds-Star-Managern. Wir möchten nicht auf Chancen warten. Ständig haben wir Angst, etwas zu verpassen.

Wie machen es die Reichen? Sie kaufen einen kostengünstigen Indexfonds und halten ihn ewig. Die Betuchten mögen Dividendenaristokraten. Warren Buffett kauft die Aristokraten am liebsten in sein Depot (Wal-Mart, Johnson & Johnson etc.). Leute wie Buffett oder Carlos Slim wollen ihr Vermögen sicher steigern. Sie meiden enorme Risiken.

Im Grunde können Sie mit einem billigen Indexfonds die Mehrheit der Wall-Street-Profis übertreffen. Es ist reine Mathematik: Alle Teilnehmer zusammen ergeben den Markt. Sie schneiden in der Summe wie der Markt ab. Aber nach Abzug der Kosten (Marketing, Vertrieb, Verwaltung, Gewinnspanne der Fondskonzerne) können Sie im Schnitt nicht besser sein.

Mein Rat: Seien Sie so wie die gewöhnlichen US-Millionäre: gelassen. Ein Indexfonds ist eine herrliche Sache. Als Grundstock passt so ein Instrument in jedes Depot. Haben Sie mehr Geduld. Achten Sie auf Qualität. Auf Steuern. Auf Gebühren. Sparen Sie. Investieren Sie.

Natürlich können Sie Aktienfonds besitzen – nur sollten Sie aufpassen, wie viel sie kosten und was sie gegenüber dem Index bringen. Vermeiden Sie auf alle Fälle beim Fondskauf unnötige Ausgabeaufschläge von bis zu fünf Prozent.

Kommen wir zurück zum Lebenswandel: Warren Buffett führt trotz seines Milliardenvermögens ein bescheidenes Leben. Ähnlich bodenständig ist Facebook-Gründer Mark Zuckerberg. Gemessen an seinem gigantischen Vermögen, ist er bescheiden geblieben. Sein Anwesen hat nicht den Anschein einer Luxusvilla. Er hat keine 30 Schlafzimmer. Keine goldenen Wasserhähne. Keine Chauffeure. Zuckerberg trägt einfachste Kleidung, geht in Schnellrestaurants essen. Seine Hochzeit feierte er im Garten seines Hauses in Palo Alto. Er hasst es, verschwenderisch zu leben. Gut, er kaufte die Häuser rings um sein Eigenheim. Das machte er aber nicht, weil er den Platz brauchte, sondern um seine Privatsphäre zu schützen. Und vermutlich aus Sicherheitsgründen.

Aldi-Gründer Karl Albrecht war extrem bescheiden. Selbst seine eigene Beerdigung hatte er sparsam geplant. Eine Grabrede wollte er keine haben.

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad fuhr einen uralten Volvo und flog mit Billigairlines bzw. in der Holzklasse.

Carlos Slim, einer der reichsten Menschen der Welt, wohnt in einem gewöhnlichen Haus. Der Mexikaner kocht mit der Familie zuhause am Herd.

Zara-Gründer Amancio Ortega geht täglich in der Firmen-Kantine speisen. Der Spanier wohnt in einem unscheinbaren Appartement.

Ob Millionär oder Milliardär von nebenan, sie verzichten zuweilen auf Statussymbole. Jedenfalls ist das im US-Bestseller über „den Millionär von nebenan“ nachzulesen. Reiche gehen in Billigkaufhäusern shoppen. Sie sind begeistert, wenn Sie irgendwo einen Rabatt abstauben können. Wie eine Umfrage zeigt, lieben die Reichen (mit fünf Millionen Dollar Vermögen) Discounter wie Costco, Target oder Home Depot.

Sie meiden Schulden. Hypotheken zahlen sie flink zurück. Ein Haus ist für sie einfach ein Haus. Mehr nicht. Es ist kein Angeberstück. Sie machen sich nicht viel daraus. Sie leben ein gewöhnliches Leben. Sie geben weniger aus, als sie einnehmen.

Wer zu sehr mit Villen, Yachten oder Privatjets angibt, hat meiner Meinung nach ein Defizit. Es kann sich um einen Minderwertigkeitskomplex oder eine Geltungssucht handeln. Donald Trump gehört nach meinem Dafürhalten in diese Kategorie. Der Immobilientycoon sagte kürzlich im Wahlkampf: „Ich bin wirklich reich.“


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der Millionär von nebenan

  1. Jan

    Hallo Tim,

     

    ein schöner Artikel. Ergänzen möchte ich auch noch, dass immer wieder Geld für wohltätige Zwecke gespendet wird. Es sind eben einige wenige Prozent die mit zwei Ferraris vor der Riesen-Villa leben. Die meisten sind Menschen wie du und ich, die begriffen haben, dass der Weg über ein gutes Gehalt und ein sparsames, aber nicht geiziges Leben funktioniert. Mein Chef pflegt immer zu sagen: „Haben kommt von behalten“.

    Trotzdem würde ich den Lebensstil niemals verurteilen Wer sich eine riesige Villa und viele Autos kauft bringt das Geld auch wieder unter die Leute. Die Menschen die die Autos und Häuser bauen ernähren davon wieder ihre Familien usw. Wenn man es sich leisten kann halte ich das nicht für schlimm.

    Bei Buffet und deinen anderen Beispielen sind es aber Verhaltensmuster die sie eben zu den reichsten Menschen gemacht haben. Hier jetzt auszusteigen, am MOrgen aufzuwachen und für 150 Mio eine Villa zu kaufen ist einfach gegen die Natur dieser Menschen. Dadurch sind sie aber auch das, was sie jetzt sind.

     

    VG Jan

  2. Fabian S.

    Hallo Tim,

     

    ein wahnsinninig toller Artikel….wirklich alle wichtigen Personen noch einmal kurz angesprochen..super…

     

    Solche Artikel bestätigen meinen Lebensstil..wunderbar…

     

    Mache bitte weiter so!

  3. ZaVodou

    Geld/Reichtum bedeutet Macht, Stärke aber auch Sicherheit, was die Weibchen anzieht.

    Das ist wohl der wahre Grund warum einige ihren Reichtum  gerne zur Schau stellen.

  4. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Tim;

    „Was denken Millionäre über die Börse?“

    Ich denke, die Börse interessiert wirklich Reiche nur am Rande. Die lassen ihr Vermögen, welches sie i.d.R. nicht an der Wall Street sondern mit ihren erfolgreichen Firmen gemacht haben (7.“We didn’t get rich investing in stocks.” (10 things billionaires won’t tell you) von ihrem „Family Office“ verwalten (welches dann natürlich in Immobilien, Private Equity und Börse investiert ist), und machen sich einen schönen Tag auf der Yacht in der Karibik, oder was auch sonst, was noch nicht langweilig geworden ist.

    Wem Reiche ihr Geld anvertrauen.

    Börse ist für die Hoffnung des „kleinen Mannes“, der nicht ganze Firmen kaufen kann, und zu blöd ist eine erfolgreiche zu gründen.

    Ich bin froh um die Möglichkeit, weil ich auch einfach kein echtes Talent zu etwas habe, und somit keine Geschäftsidee. Deswegen bleibt mir wenigstens die Hoffnung auf paar Leistungslose Dividenden.

    Sonnigen Tag noch!

    MS

     

     

     

  5. Ric

    Hallo Tim,

    ein bekanntes Beispiel ist die Familie Reimann, die mit 11 Mrd. EUR rang vier der reichsten Deutschen belegen.

    Sie hält sich sehr bedeckt, ist in der Öffentlichkeit wenig bekannt und die Familienmitglieder geben keine Interviews.

    Was bekannt ist, ist jedoch das sie nicht Protzen oder ihren Reichtum zur Schau stellen. Sie leben wie gut situierte Zahnärzte und sind größtenteils promovierte Chemiker.

    Ich denke die wirklich Reichen und vor allem die die es auch bleiben leben eher für ihre Verhältnisse bescheiden. Und ganz ehrlich, wenn jemand eine Milliarde auf dem Konto hat, dann darf er auch gerne Aston Marin fahren oder?

     

    Viele Grüße

    Ric

  6. ValueriaValueria

    Tim, danke!

    Hier gibt es die deutsche Teilübersetzung Reichevonnebenan

    Was noch ein Argument für das sparsame Auftreten der Reichen ist, ist der eigene Schutz. Man bekommt ganz andere „Freunde“, sobald welche mitbekommen, dass man mehr Geld hat, als die meisten es einem zutrauen würden.

    Ich denke auch, dass man mit Sparsamkeit am ehesten zum Ziel kommt. Kluge Sparsamkeit! Geiz ist Egoismus gegenüber seinen Lieben. Sparsamkeit ist das eigene Geld auch für seine Lieben und ihre Zukunft zu sparen. Ein enormer Unterschied!

    Ich habe am Samstag mit einem Millionär gesprochen. Hatte ihn in München eingeladen. Er hat ein eigenes Unternehmen mit Angestellten. Sein einziges Kind arbeitet bereits für ihn, auch der Ehepartner. Die Schwiegereltern, ebenso reich mit vielen Immobilien schicken sich gegenseitig Aufträge und Geschäftschancen. Die sind unter sich. Alles für die Familie und Angehörige. Sind unglaublich stark vernetzt und lassen nur Leute zu, die ebenso denken, handeln oder auf irgendeiner Art und Weise „gut“ fürs Geschäft wären.

    Wenn man sie so auf der Straße sieht, würde man diese Millionäre nicht „erkennen“. Aber in der Garage stehen mehrere Autos,  auch von der Familie gefahren. Porsche ist auch dabei. Meist wird der ganz „normale“  Audi gefahren 😉

    Ich freue mich jetzt schon auf die Zeit, wenn ich meine Kinder endlich bei mir einstellen darf 😉

  7. Markus

    Kommt auch etwas auf den eigenen Blickwinkel an…

    Bei niedrigen einstelligen Millionen ist man schon gut wohlhabend…

    Richtig reich würde ich das allerdings nicht bezeichnen.

    So riesige Sprünge sind bei 1, 2 Mille nicht drin…

    sogar der Verlust ist noch möglich…

     

  8. Patrick

    Ich finde hier wird zu wenig zwischen „reich“ und „superreich“ differenziert. Es macht doch einen erheblichen Unterschied, ob ich 1 Mio. besitze, was in der Tat für viele innerhalb eines Berufslebens ohne große Erbschaft erreichbar ist, oder ob man 1 oder mehrere Milliarden wie Slim oder Buffett besitzt.

    Wenn ich meine (lastenfreien) Immobilien hinzurechne, dann bin ich ebenfalls Millionär. Trotzdem bin ich im Vergleich zu meinem Freundes- und Bekanntenkreis eher „arm“. Da ist vom Freiberufler (ITler mit 1.000 bis 2.000 Euro Tagessatz), über der Goldman Sachs Bankerin mit ca. 1,5 Mio. Jahreseinkommen bis hin zum Kleinunternehmen in diesem Kreis der „Millionäre“ alles dabei. Ok, ich kenne niemanden, der mit 2.000-3.000 Netto im Monat zum Millionär wurde, schon gar nicht mit Frau und Kind.

    Von denen kümmert sich übrigens kaum einer selber ums Anlegen + kaum einer von denen geht ins (große) Risiko. Ist ja auch unnötig. Eigentlich besitzen alle mehrere Immobilien und kaum Aktien. Der Freiberufler hat sich Farmland in Neuseeland gekauft, die Goldman Sachs Lady investierte nur (!) in Anleihen und Immobilien. Manch männlicher Millionär finanziert der Ehefrau eine Boutique oder die Coaching-Praxis. So gut wie alle, investieren sehr viel in die Bildung und Angebote für ihre Kinder.

    Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass einer von denen – mit oftmals sehr knapper Zeit – seine Freizeit damit verbringt sich ETFs rauszusuchen oder Aktien zu analysieren. Aber gut, Tim, Du kennst sicherlich andere Millionäre.

    Nur mal so ein paar Beispiele aus dem realen Leben in einer deutschen Großstadt.

  9. Gerd

    @Tim

    Du bist besessen von diesem Thema. Sei mir bitte nicht böse, aber das macht schon einen fast krankhaften Eindruck. Was scheren Dich die ganzen Millionäre und Superreichen? Ist es das, wonach Du in Deinem Leben strebst?

    Ich möchte nicht sein, wie Warren Buffett und auch nicht das Leben von Carlos Slim leben. Ich bin glücklich mit meinem Leben, meiner Frau, meinen Kindern, dankbar für meine/unsere Gesundheit. Ich werde nie Milliardär werden. Das will ich auch nicht. Mir fehlt es an nichts in meinem Leben. Ich möchte mehr Tage glücklich sein als unglücklich. Bisher hat das ganz gut geklappt und da bin ich unbeschreiblich dankbar für. Solange ich auf Erden sein darf.

    Bist Du glücklich?

  10. Susi

    Um mal etwas Gendermix hier rein zu bringen.

    Kennst Du eigentlich Chinas „Warren Buffet“? Yang Liu.

    Schon 2012 war Liu vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin Fortune unter die weltweit 50 mächtigsten Business-Frauen gewählt worden.

     

  11. Börsenfuzzi

    Etwas unter 1% der Weltbevölkerung, also die Gruppe der paar hundert superreichen Milliardärsfamilien, kontrolliert den größten Teil der globalen Unternehmen und Banken.

    Ganz ernsthaft – diese Leute „machen“ die Börse und bestimmen über einen Großteil der Bewegungen.

  12. ValueriaValueria

    @Gerd, herzlichen Glückwunsch zu deinem Glück! Tim Schäfer ist Finanzjournalist, das ist sein Beruf! Jeder Beruf könnte deiner Meinung nach krankhaft sein, wenn man ihn gern ausübt oder wie? Und du liest hier, weil dich irgendetwas interessiert oder nicht?

    Mich motiviert es hier zu lesen, ich sitze in meinem Pausen (da selbständig und oft allein) mit Kaffee hier und lasse mich unterhalten und motivieren…

    Ganz ehrlich, ich bin dankbar, dass hier so viele schreiben und es bunt gemischt ist, und ich lerne sehr viel…

    Krankheit ist was ganz anderes. Für mich ist das hier eher ein Hobby mit Motivationsfaktor, wie Fussball, Fitness, Briefmarken sammeln für andere. Ist das alles krank?

    Und gerade, weil man glücklich mit seiner Familie ist, möchte man ihr auch den finanziellen Schutz bieten und eine Zukunft frei von finanziellen Sorgen erschaffen. Trotzdem werden wir morgen im Schwimmbad herumtollen… und Tim wird herumreisen…  also ich sehe das hier ganz easy!

  13. Gerd

    @Valueria

    Auch Dir Glückwunsch zu Deinem Glück & dass Du Dich hier so wohl fühlst.

    Nach etwas zu streben, was ein anderer hat oder ist, bedeutet dass ich nicht mit mir oder dem, was ich „habe“ zufrieden bin. In Massen kann das gesund & förderlich sein und ganz normaler, menschlicher Wachstumsdrang. In übertriebenem Masse kann das unglücklich und krank machen.

    Auf diesem Blog fällt mir auf (=Feststellung), dass in sehr hohem Masse darüber geschrieben wird, so zu sein, wie ein Millionär oder Milliardär. Ich lass jetzt mal dahin gestellt, dass selbst das eine sehr heterogene Gruppe ist.

    Je nachdem, wie man als Mensch gestrickt ist, werden Vergleiche nach „oben“ (leistungssteigernd) oder „unten“ (selbstwerterhaltend/-steigernd) angestellt. Wenn diese zu meinen Fähigkeiten passen, dann kann das sogar förderlich sein. Wenn ich mich fussballerisch mit einen Fussballprofi vergleiche, dann kann der Schuss auch nach hinten losgehen. Wenn ich mich mit meiner 2-jährigen Tocher vergleiche, dann bin ich der King.

    P.S.: Das was Du schreibst, kannst Du auch haben ohne Millionärin oder Milliardärin zu sein.

  14. Hugo

    Wie wäre es denn in einem weiteren Artikel mal darüber zu schreiben, wie „glückliche und erfüllte Menschen“ denken und handeln?

    Ich reise durch die ärmsten Ecken Südamerikas und Afrikas & entdecke Lebensfreude. Ich gucke mir die reichen Leute in Deutschland, England oder den USA an und sehe Trauer & Schwere.

    Vielleicht wären Erste ja noch glücklicher mit einem Indexfonds:-)

     

  15. ValueraValuera

    @Hugo, ich kenne diese Meinung, finde es aber durchaus gefährlich Armut=Lebensfreude zu stellen. Ich komme aus einem armen Land und obwohl meine Erinnerungen als Kind dort zu den schönsten gehören, weiß ich sehr wohl, dass die Erwachsenen sich durchaus sehr viele Sorgen machten, wie sie uns Kinder durch die nächste Dürre, Krise, oder Winter durchbringen.

    Oft hat man als armer Mensch nichts anderes außer seiner Lebensfreude. Noch dazu kennen arme Menschen auch nichts außer ihr eigenes Elend und waren noch nie außer Landes. Ich kann aber nicht behaupten, dass eine Stahl-Kuh, die noch nie die Wiese gesehen hat, glücklich ist, obwohl sie viel „muhht“. Oft nehmen gerade diese armen Menschen gewisse Drogen oder trinken Alkohol – sehr verbreitet im Osten, um die Lebensfreude zu erhalten.

    @Gerd, ganz realistisch denke ich nicht, dass irgendeiner hier von uns ernsthaft Milliardär werden möchte. Die meisten träumen von der finanziellen Freiheit, die ca. bei 1 Million zu berechnen ist, sogar weniger. Und da lernt man gern von den Besten und die, die es geschafft haben. Da gehört Warren nun mal dazu 🙂
    Ansonsten, gebe ich dir recht 🙂

    Viele Sommergrüße aus meinem schönen kleinen Garten, der zwar keine Million gekostet hat, aber durchaus nicht umsonst war;-)

     

     

  16. Felix

    In einer Bruchbude hausen, eine Rostlaube fahren (wenn überhaupt, da das ja Geld kostet) und ein Millionendepot (die Milliadäre lasse ich jetzt mal weg) sein eigen nennen, wird hier so als ideales Lebensmodell gepriesen. Sicherlich ist Sparsamkeit, besonders beim Vermögensaufbau, wichtig. Wwenn man dann allerdings einen soliden Grundstock hat, dann sollte man das auch genießen können.

    Ich persönlich mache das jedenfalls so. Ich fahre keine Protzautos, aber schon solche, die mir gefallen. Ein Haus habe ich auch, das ich in Schuss halte, und möglichst schön einrichte. Außerdem fahre ich 2x im Jahr in Urlaub: Eine Woche Skifahren in Österreich, drei Wochen ans Meer. Dazwischen ein paar Kurztrips. Ja, Essen gehen wir auch zwischendurch. Außerdem achte ich darauf, dass mein Vermögen wächst; ich lebe nicht von der Substanz, hätte aber sicher Einsparmöglichkeiten.

    Soll ich wirklich ein extrem sparsames, ja karges Leben führen, um am Ende der Reichste auf dem Friedhof zu sein? Geld ist für mich Mittel zum Zweck des guten Lebens und nicht ein ein Zweck an sich oder gar der Sinn des Lebens. Aber das haben wir hier gefühlt schon 100x diskutiert.

  17. Markus

    Wenn man sich 20, 30 Jahre alles oder Großteile verkneift… dann ist das schon auch ein netter Teil des Lebens, wo man noch fitter, gesünder und besser Aussehend war…

    Die Gewohnheiten ändern sich dann trotz Vermögen auch nicht mehr grundlegend…

     

  18. Klaus-Dieter

    Hallo Tim,

    dieser Artikel zeigt mal wieder mit welch einfachen Methoden es möglich Ist ein Vermögen aufzubauen. Einfach versuchen nicht mehr Geld auszugeben als eingenommen wird und nicht über seine Verhältnisse leben ( den Konsum Versuchungen wiederstehen)????

    Was aber mindestens genauso wichtig ist,  ist die Einsicht das auf jeden Fall Geld angelegt werden muss. Da bin ich auch der gleichen Meinung wie Tim, dass Indexfonds eine hervorragende Möglichkeit dazu sind.

    Sehr schöner Artikel

    Gruß

    Klaus-Dieter

     

     

  19. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Jan

    Ja, es soll jeder sein Leben so leben, wie er/sie es möchte. Mein Leben ist ziemlich minimalistisch. Dafür bin ich aber auch in der Metropole.

     

    @ Fabian S.

    Danke für den Zuspruch.

     

    @ Matthias

    Das stimmt. Viele Superreiche haben ein Family Office, das die Geldanlage in die Hand nimmt. Es gibt auch Superreiche, die sich selbst um ihre Kohle kümmern. Bei den „Klein“-Millionären stammt das Vermögen oftmals aus einem Familienbetrieb.

     

    @ Ric

    Danke für den Hinweis mit Familie Reimann. Ich finde das sympathisch, wenn Menschen bodenständig bleiben.

     

    @ Valueria

    Danke für Deinen Beistand. Und den guten Link mit der Buchübersetzung.

  20. AlexanderAlexander

    Ich sehe es wie Felix. Warum sich totsparen. Ich spare und leiste mir was.

     

    Zu den Reichen, wie man Reichtum auch immer definiert, eine kleine Anekdote.

    Während meines Studiums habe ich in einer Bank nebenbei gejobbt. In dieser Zeit habe ich gelernt, dass man nie nach dem Äußeren gehen darf. Wir hatten Kunden, denen hätte man auf der Straße eine Mark geschenkt, so haben die ausgeschaut. Waren aber tatsächlich Millionäre. Ein anders mal kam ein junger Mann rein. Porsche im Halteverbot vor der Tür, Anzug sah sehr teuer aus und verlangte etwas hochmütig von mir, er wolle den Leiter sprechen. In der Mittagspause (es war eine kleinere Zweigstelle) erzählte mir der Chef, dass der immer so ist und eigentlich darum bettelte 200 D-Mark trotz überzogenen Girokontos zu bekommen. Er musste seinen Porsche tanken^^.

    Das war mir eine Lehre, ich beurteile nie jemanden nach seinem Äußeren.

    Viele haben das noch nicht begriffen. Ich laufe auch ganz „normal“ rum. Jeans T-Shirt, meistens Turnschuhe. In unserem örtlichen Autohaus werden verschiedene Automarken vertrieben, unter anderem auch Jaguar. Also schaute ich mir einen Jaguar näher an. Der Verkäufer (im Anzug) war etwas distinguiert und beantwortet meine Fragen nur widerwillig.

    Ich könnte mir so ein Auto in bar kaufen, ein schlechter Verkäufer, der anscheinend noch nichts gelernt hat.

    Ähnlich erging es mir beim Hauskauf, viele nahmen mich nicht ernst. Teilweise bekam ich nicht mal ein Angebot zugesandt, obwohl ich genau sagte, was ich will.

    Inzwischen scheint es normal zu sein, auch kleinere Anschaffungen zu finanzieren. Ich leistete mir vor einiger Zeit ein neues technisches Gerät und der Verkäufer fragte mich, wie ich es denn finanzieren wolle? (War da ein abfälliger Unterton in der Stimme?) Jedenfalls sagte ich, ich hätte das Geld bar dabei und benötige keine Finanzierung. Da war er erst mal irritiert. Am Ende handelte ich noch 10% Barzahlungsrabat aus. Zwar in Form eine Gutscheines, aber was solls. Immerhin.

    Als reich würde ich mich nicht bezeichnen, ich komme über die Runden, man sieht den Leuten einfach nicht an, ob reich oder „arm“.

     

  21. ValueriaValueria

    So, der Kaffee duftet;-)

    Totsparen macht kein Spaß. Aber, dass Sparen den unterschiedlichen Leuten unterschiedlich viel Spaß macht, ist nicht zu vernachlässigen. Ich mag Sparen, bzw. sagte meine Mama mal, „Du hast deshalb so viel Geld, weil es dir kein Spaß macht, es auszugeben!“

    Ich mag nicht shoppen –  finde ich lästig, fahre kein Auto, Kleidung trage ich von meiner Tochter, Schmuck interessiert mich nicht, Restaurants mag ich nur im Urlaub, weil die Küche fehlt und zweimal Urlaub im Jahr ist mir zu viel. Ski fahren kann und will ich nicht. Die Fliegerei, Hotels aussuchen, Kofferleben, die ganze Zeit- und Geldverschwendung um zu Gucken wie andere Urlaub machen… danach bereue ich die Zeit, die ich nicht mit meinen Aufträgen verbracht habe.

    Gut, vielleicht bin ich eine Workoholikerin. Ich kenne wenig Leute, die gern auch am Weekend freiwillig arbeiten. Aber ich liebe einfach meinen Job! Hätte das ohne Bezahlung auch gemacht. Aber ich werde nun mal auch dafür bezahlt, und irgendwann war viel Geld da und daraus kam ich auf die Idee, es zu investieren, was mir überraschenderweise fast genauso viel Spaß macht, wie mein Job selbst. Und so kam der Ehrgeiz dort auch bestimmte Ziele zu erreichen.

    Zugegeben, ich bin eine Frau. Mein Mann mag sparsame Frauen. Ich dagegen, werde wahrscheinlich jetzt gesteinigt, finde großzügige Männer sehr sexy. Keine Poser, Verschwender und Hochstapler, sondern die, die haben und gern teilen. Sich gutmütig darum kümmern, ob es Frau gut geht, sich gern mit ihr im teuren Auto, Restaurant, Hotel zeigen. Habe alles sehr genossen;-) Ist und war aber für mich kein Auswahlkriterium. Mein Mann küsste mich in seiner Rostlaube – da war ich hin und weg. Aber ich bewundere auch Reiche, die ihr Geld nach dem Tod spenden.

    Zu wissen, dass nach meinem Tod die Menschen, die ich liebe mein Vermögen genießen werden, macht mich ehrlich gesagt unglaublich stolz, wirkt auf mich beruhigend…

  22. Valentin

    @Valueria

    Ja, solange meine Frau gut verdient, kann ich auch sehr sparsam sein. Gute Strategie von Dir!

  23. Joe

    Auch ich stimme eingen der obigen Kommentar zu, dass der Blogbetreiber unter Minderwertigkeitskomplexen leidet und besessen davon zu sein scheint, dem Leben der anderen (Millionäre, Milliardäre) nachzueifern. Bemitleidenswert.

     

  24. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Joe u.a.

    der Behauptung kann ich nicht zustimmen. Man kann die Sparanstrengungen und Methoden ablehnen, oder als zu heftig ansehen, aber es geht @Tim darum, klar zu machen, dass man mit normalem Einkommen sich etwas einfallen lassen muss, wenn man später nicht von Staatsalmosen abhängig sein will. Auch wenn man es in der Jugend nicht hören will, man muss (heute mehr als früher) das in die eigene Hand nehmen. Entweder man erhöht sein Einkommen mt (Zusatz-) Bildung und entsprechend gut bezahlten Jobs, dann muss man weniger sparen, weil mehr Luft bleibt, oder man muss eiserner was zurück legen.

    Ich verstehe @Tim so, dass er Junge anspornt, beizeiten etwas zu investieren, auch wenn es manchmal weh tut. Ich ärgere mich heute, dass ich als junger Mensch keine Möglichkeit hatte, ein paar Euros/Mark zu investieren. Damals gab es Sparbriefe, Bundesobligationen usw. Da hat man immer nur so gespart. Börse war ein anderer Planet. Heute hat man ganz andere Möglichkeiten. Das A&O ist, bereits als junger Mensch einen Grundstock zu schaffen. Und wenn man mit wenig Geld vor der Wahl steht, topchic in Designerjeans zu „investieren“, oder doch nur Kaufhausware und dafür einen 100er auf die Seite legen, dann lieber zweites. Je schneller man einen Grundstock schafft, desto schneller enspannt sich die Situation auch wieder.

    Es sollte nur nicht wirklich das gesamte Leben darunter leiden. Es reicht, wenn man überdurchschnittlichen Konsum vermeidet. Also nicht gleich die letzten Lumpen aus der Kleidersammlung holen. Mit einer Assi-Erscheinung kann man sich auch viel versauen im Leben. Im Supermarkt sind die Günstigprodukte meist auch nicht schlechter als die Marken, oft ja aus gleicher Produktion. Usw…

    Gutes Gelingen

    MS

  25. Felix

    Ich denke auch, Vermögen ist das, was übrig bleibt. Demnach gibt es zwei Möglichkeiten, Vermögen zu bilden: Die Ausgaben reduzieren oder die Einnahmen zu erhöhen. Der Kluge tut beides.

    Wobei hier immer nur Ersteres thematisiert wird. Ich und meine Kinder auch sind gut damit gefahren, massiv in die Fähigkeit zu investieren, höhere Einnahmen zu erzielen.

    Wie macht man das? Durch Bildung, exzellente Ausbildung, permanente Fortbildung, Persönlichkeitsentwicklung, Fremdsprachen, IT-Know-how usw. Mit wachsender Erfahrung steigt dann das Einkommen immer weiter, das erleichtert die Vermögensbildung ganz erheblich. Die Ausgaben wachsen nämlich nicht entsprechend mit, weil irgendwann die Grundbedürfnisse gedeckt sind und dann bleibt echt was über.

    Im Prinzip geht es mir auch wie von manchen oben beschrieben: Mir macht Geld ausgeben keinen Spaß, Geld investieren aber schon. Noch schöner ist es, wenn man zum ersten Mal so richtig spürt wie der Zinseszinseffekt wirkt. Sparen ist dann irgendwann sinnlos, weil die Tagesschwankungen eines Millionendepots höher sind als die monatlichen Sparraten. Wenn der Depotwert wie in den letzten Wochen dann binnen Tagen um 35.000 € in den Keller rauscht, sind die 3000 € mtl. Sparrate ziemlich irrelevant. Nicht aber, wenn man überhaupt erst mit dem Investieren beginnt.

  26. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ alle

    Da ist einer hier im Blog, der nervt richtig. Ständig wechselt er seinen Namen und verbreitet mitunter Hass. Er benutzt folgende Namen: Joe, Valentin, Hugo, Gerd, Börsenfuzzi, Susi, Patrick, Pierre, Rüdiger Schmidt, Georgios, Stefan, Ed von Schleck, Heinz, Seppl, Luigi, Ouzo, Syphilis… Die Liste ist fast endlos. Mit etwas Recherche-Arbeit könnte ich dahinter kommen, wer das ist. Die Person nutzt ab und an die Uni Frankfurt zum Einwählen ins Netz.

     

    Die Frage ist: Soll ich den fortan sofort löschen? Oder dient er zur allgemeinen Belustigung? Eine zeitlang dachte ich: „Das ist seltsam. Und heftig.“ Und manchmal musste ich darüber lachen.

     

    @ Felix

    Danke für den Kommentar. Es gibt diesen schönen Spruch in den USA: „Mache, was Du tun musst. So kannst Du machen, was Du tun möchtest.“

    Im Original heißt es: “Do what you gotta do. So you can do what you wanna do.” Das Zitat stammt von Schauspieler Denzel Washington.

  27. ValueriaValueria

    Tim, jetzt kennen wir den richtig Kranken. Finde ich unmöglich, dass er uns so verschaukelt.  Was hat er vom Ganzen? Du kennst unsere Mails, stimmt’s?

    also auf Fake-Leute habe ich keine Lust. Ich wäre für Löschen! was sagen die anderen,  die Echten?

  28. Rainer Ernst

    „Nervende Kommentare“ bitte stehen lassen. Ich find’s lustig. Wir sind hier nicht bei der PDS. Provokationen sollten wir abkönnen.

  29. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    Also ich finde, unernste bis komödiantische Kommentare wären kein Problem, wenn sich die Leute mit ihrer Identität dazu bekennen würden. Mich selbst nervt es nicht. Ich weiß zwar nicht, wie weit man mit der Anmeldung hier vor fakes geschützt ist, aber das wäre ja schon mal was, wenn sich alle einfach registrieren würden. Darum verstehe ich auch den einen Stefan nicht, warum er sich immer aufregt. Kann sich seinen Stefan ja einfach schützen mit Registrierung.

    MS

  30. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Valueria

    @ Rainer Ernst

    @ Matthias

    Vielleicht müssen wir ihn wie ein schluchzendes, weinendes Kleinkind behandeln. Einfach ignorieren! Dann hört er hoffentlich bald von alleine auf.

    Nur wenn es ganz heftig wird, lösche ich den Kommentar.  Manchmal waren sogar Kommentare drunter, die gar nicht so doof waren. Das ist alles sehr seltsam.

  31. AlexanderAlexander

    Solche Typen kommen und gehen. Das ist bei allen Foren und Blogs so. Richtig lange Ausdauer haben die nicht. Ich sag mal so „Don´t feed the troll“. Sollten die Kommentare zu abfällig werden, den einzelnen Kommentar kommentarlos löschen. Nimmt es überhand, denjenigen sperren. Einfach Moderation mit Augenmaß. Sich ärgern bringt dagegen nichts.

  32. Marko

    Hi Tim, super Artikel. Besonders dieses Zitat ist klasse: „Je weniger „Dinge“ Sie besitzen, desto weniger Sorgen müssen Sie sich machen.“ So siehts aus. Ein bisschen Minimalismus schadet sicher nicht, denn was nützt schon die Kohle, wenn man innerlich im Chaos versinkt?

  33. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    > Der sparsame Onkel Warren kauft sich ne griechische Insel für 15 Mio.

    Ja klar, dadurch, dass er sich keine für 50 Mio kauft, hat er 35 Mio gespart.

    Wie bei den Geißens. Je mehr Du kaufst, desto mehr kannst Du sparen. 😉

    Na ja, Späßle am Rande.

    MS

  34. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Marko

    Das stimmt. Weniger Zeug bringt Erleichterung. Minimalismus ist ein riesiger Trend in den USA geworden. Mitunter durch die Finanzkrise. Den Menschen fehlt das Geld.

    Die Leute ziehen in Micro-Wohnungen, sie haben nur noch das Nötigste im Haushalt.

    http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-07-16/micro-apartments-are-coming-to-the-midwest

    Wie das geht? Zum einen bin ich beim Kauf vorsichtig. Ich denke nach: „Brauche ich das wirklich?“ Zum anderen miste ich aus. Es fällt mir indes schwer, mich von Dingen im Haushalt zu trennen. Eine Bekannte riet mir: „Miste all das aus, was Du in den vergangenen 2 bis 3 Jahren nicht gebraucht hast.“

    Wobei ich möchte nicht übertreiben. Es kommt wohl auf ein gesundes Mittelmaß an.

     

    @ Matthias

    Nun Onkel Buffett hat einen Partner im Boot. Einen bekannten Immobilienmanager. Ziel ist es die menschenleere Insel zu bebauen. Buffett und Alessandro Proto wollen die Wirtschaft ankurbeln, den Menschen vor Ort helfen und vermutlich auch selbst einen guten Schnitt machen. Das ist Buffetts Geschäftspartner beim Insel-Kauf:

    http://en.protothema.gr/warren-buffet-buys-greek-island/

    http://www.nydailynews.com/entertainment/tv-movies/mysterious-50-shades-character-christian-grey-based-italian-real-estate-agent-article-1.1608166

  35. Stefan

    Halleluja, selbst beim Kauf einer Insel ist Onkel Warren noch ein barmherziger Samariter und denkt nur an das Wohl anderer Menschen.

    I wonna live on a planet where everyone is like Warren B.

  36. Simon

    Hallo Tim!

    Ich bin seit einigen Monaten passiver Blogleser und wollte dir und allen anderen, die dieses Forum mit ihren Ideen, kritischen Anregungen und Hinterfragungen immer wieder beleben, einfach mal „Danke“ sagen. Zwar wiederholen sich einige Beiträge im Inhaltlichen, aber Wiederholung ist einfach eine der besten Methoden um Wissen zu behalten. Ich lese die Beiträge auch gerne morgens beim Frühstück und lass mich inspirieren.

    Ein Resultat eures zeitintensiven Schreibens ist, dass ich zwecks (Währungs-)Diversifizierung ein Konto bei Lynxbroker eröffnen will. Das „warum“ und „was“ stand schon länger fest, aber beim „wie“ und „wo“ war ich noch unsicher. Ich würde Matthias hierzu gerne als „Werbenden“ ein wenig zurückgeben, was er in Form von Erklärungen vorgeschossen hat.

    @Matthias: sorry etwas off-topic, aber ich weiß nicht wie ich dich sonst kontaktieren könnte: ich würde mich freuen, wenn ich dir eine kleine Freude machen könnten und wir irgendwie Daten austauschen könnten. Falls i.O., könnte Tim ja meine e-mail an dich weiterleiten. Ist nur ein Vorschlag.

    Euch allen einen schönen Restsonntag!

    Simon

  37. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Simon,

    das ist ja wirklich nett von Dir! 😉 Es freut mich, wenn ich etwas helfen konnte. Ich bin ja kein Profi, auch nur einfacher kleiner Anleger. Vielleicht ist das besser, denn Profis verkomplizieren oft alles nur.

    Ich würde Dir aber nur empfehlen, nochmal in Ruhe Lynx und CapTrader in den Konditionen für Dein Profil zu vergleichen. CapTrader ist insgesamt schon nochmal günstiger. Kann sein, dass die sich das Geld dann woanders holen, wo man nicht beim ersten Blick drauf stößt, mir ist aber nix bekannt.

    Ansonsten kannst Du gern meine Mailadresse von @Tim haben. Ich würde Dir diesen Freundschaftswerbecoupon dann ausgefüllt mailen. Den ausdrucken und dem Eröffnungsantrag beilegen. Ich glaube, einer geht noch. Man kann wohl nur 3 Neukunden werben.

    Bei der Eröffnung muss man evtl. etwas flunkern, und die finanziellen Verhältnisse großzügig angeben, da sonst womöglich manche Risikoklassen nicht freigeschaltet werden dürfen. Ich würde von Haus aus Marginkonto eröffnen und Forex freischalten lassen. Ich selbst brauche keinen Futures-Handel etc. Mache auch kein CFD. Forex ist wichtig. Man kann aber später auch jederzeit online die Berechtigungen nachjustieren.

    Danke für das Vertrauen und gutes Gelingen!

    MS

  38. StefanStefan

    @ Matthias Schneider

    warum ich mich aufrege? Wei ich hier als „Stefan“ schon jahrelang schreibe. Auch schon öfter mit Tim selbst E-Mail Kontakt hatte. Und dann kommt einer daher, benutzt den Namen „Stefan“ und schreibt einen Haufen diskriminierenden Mist. Ihr könnt dann ja nicht unterscheiden ob ich es bin, der irgendwelche geistigen Aussetzer hat, oder eben dieser Troll.

    Hier sind ja einige Stamm-Leute wie Markus, Felix, Alexander, Couponschneider, Matthias Schneider…deren Kommentare alle immer sehr fundiert sind. Und zu diesem „Stamm-Zirkel“ zähle ich mich halt auch. Deshalb nervt mich das…

    Aber ich denke mal du, Tim, siehst das an der E-Mail Adresse wer da wirklich was schreibt, oder?

     

  39. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Stefan

    Ja, das stimmt. Ich sehe anhand der angegebenen Email, wer hier kommentiert. Ich nutze das nur, um Missbrauch zu vermeiden. Ich nerve niemanden mit Spam oder Werbung.

  40. Simon

    Hi Matthias,

    vielen Dank für die schnelle Antwort!

    Bzgl. der Kosten ist Lynxbroker sicherlich hochpreisiger, allerdings sind beide im Vergleich mit Direktbanken immer noch deutlich günstiger und ob die US-Order jetzt Minimum 5 oder 2 USD kostet spielt ab 2.000 USD/0,1 oder 0,25% und einem geplanten Anlagehorizont von +10 Jahren eine eher untergeordnete Rolle (vorgesehener Schwerpunkt mit ca. 50% Portfolioanteil) – denke ich zumindestens.

    Wichtig ist mir, dass ich

    (i) an den größten internationalen Börsen in deren Währung an deren Heimatbörse einkaufen kann (niedrige Kosten)

    (ii) die Devisengebühren beim Umtausch vorher übersichtlich sind

    (iii) die Plattform übersichtlich und intuitiv ist und

    (iii) der Betreiber „á la“ Einlagensicherungsfonds abgesichert ist. Bei Lynxbroker scheint das über die UK-Einlagensicherung bei Banken zu funktionieren, bei Captrade über eine amerikanische Gesellschaft. Ansich bleibt einem als Nicht-UK bzw. Nicht-US-Bürger vermutlich nichts anderes übrig, als hier blindes Vertrauen zu schenken.

    Mich würde noch zwei Dinge interessieren:

    1. Im Preis-/Leistungsverzeichnis von Lynxbroker steht, dass

    „Bitte beachten Sie noch das Folgende:
    Über die deutsche Wertpapierlagerstelle „Clearstream Banking AG“ kann eine Bescheinigung der in Deutschland einbehaltenen Kapitalertragsteuer
    bei Dividendenzahlung oder Fondsausschüttung beantragt werden. Ein solcher Nachweis verursacht Kosten in Höhe von EUR 30 je Beleg und
    Wertpapier. Die Gebühr wird direkt vom Kundendepot abgezogen.“

    Heißt das 30 Euro pro Kalenderjahr für eine läppische Übersicht gezahlter Steuern? Hast oder hattest du das auch? Bei Captrader finde ich hierzu nichts außer, dass dort ebenfalls die Abgeltungssteuer nicht direkt abgeführt wird, sondern erst am Jahresende und man ergo ans Finanzamt nachzahlen muss (sobald der Freibetrag erreicht wurde).

    2. Sind Lynxbroker oder Captrader für den Einsteiger verständlich (Order platzieren, Transparenz der Kosten vor Kauf im Trading etc.) oder ist das eher etwas für den professionellen Anleger?

    3. Wieso handelst du ETF über Flatex und nicht auch über Lynxbroker? Ist das kostenseitig soviel günstiger oder werden bei Lynx nicht alle ETF angeboten?

    Tausend Dank schon einmal vorab 🙂

    Grüße,
    Simon

  41. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Simon,

    wegen der Steuer… im Prinzip wäre es schon einfacher, wenn man wie bei deutschen Brokern einfach alles gleich automatisch abgezogen bekäme. Dann bräuchte man gar keine Anlage KAP abgeben. Lynx handelt das zwar als Vorteil, weil man den Betrag erstmal noch weiter arbeiten lassen kann, aber na ja.

    Also ich habe noch keinen extra Auszug kostenpflichtig angefordert. Ich drucke mir die relevanten Teile des Jahresberichtes (Depotauszuges, es gibt noch einen Auszug über Dividenden) aus, und übertrage die Zahlen von realisierten Aktiengewinnen und bekommenen Dividenden in die KAP ein. Ebenfalls die einbehaltene Quellensteuer. Dafür gibt es die entsprechenden Zeilen in der KAP (noch nicht angerechnete anrechnungsfähige Quellensteuer oder so). Dann lege ich die Ausdrucke bei und harre gespannt der Rechenkunst der Beamten des Finanzamtes.

    Die Verständlichkeit finde ich als gut. Man braucht sich auch nicht zu scheuen den deutschen Support anzurufen. Die machen das prima, und ich musste auch nie lange warten. Deutsche Festnetznummer in Berlin, glaube ich.

    Ich würde erstmal nach Kontoeröffnung eine Weile rumprobieren. Nicht gleich in die Vollen gehen. Beim Platzieren der Order, am besten man kennt das Tickersymbol (zb. MSFT für Microsoft etc.), trägt man die Symbole einfach in eine Zeile der TWS Software ein, und dann kommt eine Auswahl, was man nehmen will (nach Enter).

    Man kann die möglichen Werte erstmal hier suchen: Produktsuche

    Wenn man z.B. Nestle sucht, dann erhält man:

    Name Art Kürzel Börse Aktien Art ClsPrc Währung
    Nestle SA Aktie NESNE EBS Stammaktie CHF
    Nestle SA Aktie NESM FWB2 American Depositary Receipt (ADR) EUR
    Nestle SA Aktie NESR IBIS Stammaktie EUR
    Nestle SA Aktie NSRGYN MEXI American Depositary Receipt (ADR) MXN
    Nestle SA Aktie NESNN MEXI Stammaktie MXN
    Nestle SA Aktie NSRGY PINK American Depositary Receipt (ADR) USD
    Nestle SA Aktie NESN VIRTX Stammaktie CHF

    Ich würde wohl nicht in mex. Peso, EUR oder CHF ordern, sondern wahrscheinlich die ADRs in USD (als Pink Sheets streng limitiert) in Amerika, da bei denen wohl nicht die schweizerische Quellensteuer anfällt. Das Kürzel wäre demnach: NSRGY Wenn man die ADRs in EUR in Frankfurt (für min 5,80 EUR) will, dann NESM, oder die Stammaktie auf Xetra mit NESR.

    Wenn man die Order ausführen will, dann kommt erst noch ein Warnhinweis, dass man keine Realtimekurse (kostenpflichtig!) abonniert hat, und die Kosten samt den Gebühren (i.d.R. 5$). Ich schaue mir zeitgleich dann den Kurs bei Google Finance an (um das Limit richtig zu setzen). Nach Bestätigen ist die Order platziert, und je nach Liquidität schneller oder langsamer ausgeführt.

    – ungefähr so geht es bei mir: Order platzieren

    Man muss sich schon erstmal etwas vertraut machen, geht aber schnell.

    Manche iShares ETFs habe ich bei Flatex, weil ich Flatex ja prinzipiell behalten will, und ich habe auch so deutsche EUR-Aktien wie Daimler, Post, Telekom… weiterhin dort. Kann ja auch nichts schaden, wenn man sich nicht allein auf einen Anbieter verlässt. Der Hauptgrund für Lynx war ja ursprünglich, dass Flatex für Auslandsdividenden Gebühren will. Aber diese in DE handelbaren iShares und deutsche Aktien gehen dort ohne.

    Bei Lynx kaufe ich dann alles an ETFs o.ä., was ein deutscher Anbieter gar nicht (oder nur teuer) anbietet. Wenn ich mir z.B. einen kanadischen ETF (wie den XTR neulich) einbilde, dann gibt es den nur in CAD in Kanada. Und wahrscheinlich wird man den bei Flatex gar nicht bekommen, weil ohne deutsche Vertriebszulassung.

    Es gibt einige Sachen, die kann man bei Lynx nicht so gut kaufen (EUR Werte), und Flatex ist bei den Auslandswerten (auch Euro-Auslandswerte wegen Dividendenkosten) ein No-Go.

    So habe ich das Beste aus den zwei Welten. Meinen Freibetrag nutze ich bei Flatex automatisch aus, und bei Lynx hole ich mir die weite Welt ins Depot. 😉

    Finde es ganz prima so.

    Gutes Gelingen

    MS

     

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