Der langsame Tod vieler Einzelhändler


New York, 14. März 2013

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Das Internet verändert in vielen Bereichen unseren Alltag. Auf Shoppingtouren können Sie den Einfluss des World Wide Webs erkennen. So schließen massenweise Reisebüros und Buchläden. Elektronikmärkte haben zu kämpfen. Selbst der deutsche Gigant Metro (Media-Saturn, Kaufhof…) leidet. Das Kaufhausimperium Karstadt ging pleite.
In den USA kämpfen ebenso massenweise Unternehmen ums Überleben. Die Elektronikkette Best Buy ist abgestürzt. Die Kaufhaus J.C. Penney ringt um Kunden…
Massiv hat sich das Geschäft ins Web verlagert. Die Ecommerce-Könige Amazon und Ebay nehmen den traditionsreichen Krämern die Butter vom Brot.
Das Magazin „The Atlantic“ hat den Jobverlust amerikanischer Einzelhändler seit 2001 in einer beeindruckenden Grafik (hier im Blog oben) aufgezeigt. Musik, Kameras und Computer kaufen wir Verbraucher scheinbar lieber Online.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Der langsame Tod vieler Einzelhändler

  1. Finanzielle Freiheit mit Dividenden Blog

    Ich weiß nicht Tim wie es drüben in USA ist, aber ich sehne mich nach kleinen individuellen Läden, die so schön eingerichtet sind, dass man gerne jeden Tag diese kleine Läden besuchen möchte und vom Inhaber persönlich begrüßt wird.

    Mit den grossen Shopping Malls und den standardisierten Shops der großen Franchise Ketten kann ich nicht viel anfangen.

  2. StefanStefan

    Da meinst du wohl diese typischen kleinen Tante Emma Läden. Die gibt es doch jetzt schon kaum noch. Wenn dann irgendwo auf dem Land in der Pampa. Gegen die großen wie REWE, Aldi, Lidl, Netto, Globus, Metro usw. haben die langfristig keine Chance.

    Mir geht es erhlich gesagt auch so, dass ich lieber nur in einen Laden gehe wo ich auch alles bekomme was ich möchte. Und da bietet ein großer Einkaufsmarkt nun deutlich mehr Auswahl. Hätte keine Lust nach nem Einkauf bei Tante Emma noch in einen weiteren Markt fahren zu müssen.

    @ Tim:

    Wie ist das in New York? Ihr habt denke ich noch diese kleinen Läden in jedem Block, oder? Wo kaufst denn du ein?

  3. Matthäus Piksa

    @Tim

    Man müsste meinen, dass die Logistikkonzerne von dieser Entwicklung profitieren.

    Und in der Tat: UPS und Fedex notieren unweit ihrer Allzeithöchststände.

    Nur die Deutsche Post notiert unterhalb ihres Erstausgabepreises aus dem Jahr 2000.

    Hier ein Link, der die Charts der konkurrierenden Wettbewerber miteinander vergleicht. Ergebnis: Fedex ist deutlicher Outperformer, die Deutsche Post krebst hinter her.

    Fedex macht also irgendwas besser als die Konkurrenz.

  4. Frank

    Hallo,
    jeder weiß doch welche Spannen die Einzelhändler haben. Klar werden die nicht reich wegen ihrer Kosten, ich bin aber nicht gewillt die Miethaie der Innenstädte zu subventionieren.
    Frank

  5. Martin

    Läden, die keinen Mehrwert bieten, können sich nicht gegen das Internet behaupten. Einzelhändler wie Fielmann können sich jedoch noch gut halten.

    Allerdings ist der Wettbewerb nicht fair, wenn man die Steuerquote von Amazon mit einem Tante Emma-Laden vergleicht. Zudem wird im Versandhandel nicht nach Einzelhandeltarif bezahlt, sondern weniger. Da ist der Gesetzgeber gefragt.

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Markos

    Ich gehe in der Regel in kleine Supermärkte shoppen. In Manhattan gibt es so gut wie keine großen Supermarktketten. Wal-Mart ist unerwünscht. Die nennen hier die Tante Emma-Länden Bodega. Die sind in Familienhand und richtig kultig. Allerdings kostet Brot, Butter, Käse ein paar Cent mehr. Dafür spare ich mir das Auto.

    Hier gehe ich übrigens gerne einkaufen:
    http://www.zeytuna.com/

  7. Sams

    @Finanziele Freiheit.

    Nur leider haben die Leute meist irgendwann Sonntags Sehnsucht, wenn sie noch ne Flasche Schnaps brauchen oder schnell ein Päckchen Salz und Salzstangen.
    Dann läutet man schnell, die Tante Emma wohnt ja meistens im oder über dem Laden^^.
    Sehe hier im Niederbayrischen Raum sehr deutlich das sterben ziemlich aller kleinen Läden. In den meisten stehen mittelalte bis alte Betreiber und was ich sehe und höre kaum ein Sohn oder Tochter steht bereit den kleinen Edekaner oder so zu übernehmen. Das gleiche mit den Wirtshäusern usw. Das verlagert sich auch immer mehr in die Vereinshäuser usw. Ja, ja ich seh immer mehr mobile Läsungen Bäckerreilaster, Getränkelieferer etc. oder gleich die Post oder Ups.
    Genossenschaftliche Läden, Biobauerncafes etc seh ich jetzt mal kommen.
    Da ich aus einer alten Krämerfamilie komme schmerzt mich das etwas. Bin noch im „Kolonialladen“ meiner Großeltern gewesen. Schade das alles aber wer braucht heute noch Knöpfe, Reisverschlüsse, Gumiebänder etc. Geh mal bewusst in einem Supermarkt an den TK-truhen vorbei. Dann sieht man was die leute noch kochen.
    Das wird noch ein böses Erwachen geben nur 50% wohnt Stadtnah der Rest wird sich was überlegen müssen.
    Ich wette mal auf die Post.
    Was die spannen im Einzelhandel so sind, da wär ich mir gar nicht so sicher. Mischkalkulation in verbindung mit den großen Einkaufmengen der größeren Einzelhändlern. Wie gesagt ich glaube das große Teile der Produkte über kurz oder lang aus der Kalkulation rausfallen.
    Wie es in Ostdeutschland oder im Norden so auf dem Land aussieht mag ich mir nicht vorstellen, da wir ja eigentlich in meiner Gegend noch wirtschaftlich gut dastehen.
    mfg

  8. Finanzielle Freiheit mit Dividenden

    @Sams:
    Die Menschen haben es verlernt gesund zu kochen – auch wenn es die zahlreichen Koch Shows im TV gibt. Wir werden uns in 10-20 Jahren gewaltig ändern müssen und regionale Produkte und das „selber“ kochen wieder erlernen müssen. Back to Basic !

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