Das sind die Aktien für die nächsten 40 Jahre


New York, 1. Januar 2013

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Willkommen im Jahr 2013. Happy 2013! Kommen Sie gut hinein. Ich feierte das Neue Jahr an der Wall Street auf einer Dachterasse.
Es stehen herrliche Jahrzehnte vor uns. Lassen Sie die Sorgen hinter sich. Blicken Sie am besten optimistisch nach vorne. Die Börse ist ein Platz für Optimisten, der Dow-Jones-Index steigt seit mehr als 100 Jahren. Es handelt sich um eine beispiellose Gewinnmaschine. Schauen Sie sich mal den Langfristchart des Dow Jones oder S&P-500-Indexes an. Ein derart phantastischer Anstieg trotz Jahrhundertkrise sagt mehr als Tausend Worte.
Wie können Sie von diesem Monsterlauf profitieren? Kaufen Sie einen Indexfonds und behalten Sie diesen im Idealfall langfristig im Depot. Oder kaufen Sie exzellente Aktien von Unternehmen mit einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil. Sie möchten Aktien, die nicht abstürzen, die auf lange Sicht gut abschneiden, die mindestens die Inflation ausgleichen. Sie möchten Dividenden kassieren. Sie möchten solide Weltkonzerne, die durch eine Konjunkturkrise stabil zu steuern sind, ohne gleich in Turbulenzen zu geraten.
Ich denke an Aktien wie Berkshire Hathaway, IBM, SAP, BASF, Colgate Palmolive, Wells Fargo, Heinz, Campbell Soup, John Deere, Exxon, Chevron, ConocoPhillips, Visa, Walt Disney, Münchener Rück, Allianz, Pepsi, Siemens, General Electric, Kraft Foods, Unilver, Procter & Gamble, Pepsi, Coca-Cola …
Die Produkte dieser Firmen sind stark, sie sind gefragt. Das Management ist vertrauenswürdig, verlässlich. Sie möchten eine Führungsspitze, die ethisch einwandfrei handelt, die Vorbild für Mitarbeiter und Kunden ist. Sie möchten hohe Margen, starke Bilanzen. Die Eigenkapitalrendite soll mit 15 Prozent und mehr überzeugen.
Solche Aktien können Sie nach meinem Dafürhalten für 30 bis 40 Jahre liegenlassen. Schauen Sie auf die Langfristcharts dieser Firmen, die Geschichte lügt nicht.
Vergessen Sie all die heißen Derivate, vergessen Sie die Zockerei. Mit „Buy and Hold“ fahren Sie meiner Meinung nach deutlich besser. Sie brauchen nicht ins Trading einzusteigen.
Auf dem Foto (Twentieth Century Fox Film Corporation) sehen Sie eine Szene aus dem Film „Wall Street: Money Never Sleeps“ mit Michael Douglas alias Gordon Gekko in der Hauptrolle.
Der Film ist ein Beispiel dafür, dass sich die skrupellosen Aktivitäten an der Wall Street nicht auszahlen. Den Kultfilm drehte Regisseur Oliver Stone zum Teil im Handelsraum von Knight Capital in New Jersey. Ich erlebte Michael Douglas nach den Dreharbeiten in einem Luxushotel am Central Park in einer kleinen Gesprächsrunde, da war er von seiner Krebserkrankung gezeichnet. Douglas gab sich seinerzeit zuversichtlich mit Blick auf seine bevorstehende Krebsbehandlung.
Was nach dem Film in diesen Handelsräumen passierte, erscheint im Rückblick wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung zu sein: Vor drei Jahren, während der Dreharbeiten, schwamm der US-Broker Knight Capital auf der Erfolgswelle. Der 1.500-Mitarbeiter-Konzern betrieb einen der größten Handelssäle weltweit. Nach einem Fehler in der Tradingsoftware geriet der Finanzdienstleister im Sommer 2012 in eine Schieflage. Kunden und Konkurrenten mussten den taumelnden Riesen vor der Pleite mit einer Kapitalspritze retten.
Fazit: Zocken ist riskant. Gier zahlt sich nicht aus. Die oben erwähnten Aktien sind keine direkte Kaufempfehlung, sondern sollten Sie zum Nachdenken anregen.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das sind die Aktien für die nächsten 40 Jahre

  1. Matthäus Piksa

    Ich finde die Neujahrsansprache der Kanzlerin gut. Sie spricht von einem schwierigen Jahr etc., schenkt den Leuten also reinen Wein ein.

    Die Leute maulen aber, allen voran die Kabarettisten und Comedians, sprich die Narren unserer heutigen Zeit.

    Hätte Angela Merkel jedoch blühende Landschaften, enormen Wohlstand, das Paradies auf Erden versprochen, dann hätten die gleichen Leute gemault, die jetzt maulen, weil sie es eben nicht tut, sondern die Wahrheit ausspricht.

    Ich wünschen allen ein erfolgreiches Jahr 2013.

  2. Turing

    Ich habe die Neujahrsansprache nicht gesehen. Was mir immer in den letzten Jahren fehlte und was ich auch sonst in Politik und Medien vermisse: Das Individium als Problemlöser kommt nicht mehr vor, genausowenig wie Optismus. Es ist zwar schön, den Menschen reinen Wein einzuschenken, aber das ist doch keine seriöse Bestandsaufnahme. Ich würde eine Neujahrsansprache wie folgt wünschen, der Anfang:

    „Das Jahr 2012 war geprägt von der Schuldenkrise. Griechenland, Italien, Frankreich und viele andere Länder Europas sind nach wie vor hochverschuldet. Auch Deutschland hat sehr große Probleme und schon seit einigen Jahren ist Schuldenabbau common sense fast aller Parteien, aber der Erfolg bleibt aus. Die Ursache dafür ist, dass der Staat zu große Versprechungen macht. Die Sozialleistungen sind unbezahlbar, unsere Ansprüche beim Umwelt- und Klimaschutz sind zu hoch. Jeder versucht für sich das Optimum herauszuholen und verzögert damit wichtige Zukunftsprojekte. In Stuttgart darf der Bahnhof nicht tiefergelegt werden, aber eine neue ICE-Strecke an Kleinkleckersdorf vorbei muss aus Lärmschutzgründen tiefergelegt werden, weil sich die Anwohner nicht mit einem monetären Ausgleich und Lärmschutzwänden zufrieden gaben.

    Wir haben aber nicht nur Probleme mit den Finanzen. Der Wohlfahrtsstaat ist nicht nur sehr teuer, sondern behandelt seine Bürger mehr und mehr wie Kleinkinder. Wenn ein Kleinkind stürzt, weint es automatisch, selbst wenn es nicht einen einzigen Kratzer davontrug. Dieses Verhalten wird systematisch aberzogen. Ein 10-jähriges Kind, das stürzt und sich auch nichts tut, würde verlacht werden, wenn es heult, von den Anverwandten und auch von gleichaltrigen Kindern.

    Die deutschen Bürger führen sich in unserem Sozialstaat nach wie vor wie Kleinkinder auf. Vom Staat wird für jedes Problem des Lebens eine monetäre oder administrative Bringschuld eingefordert. Fürs Kinderkriegen, für die Kindererziehung, für den beruflichen Aufstieg. Frauen packt man in noch mehr Watte als Männer. Frauen können jeden beruflichen Misserfolg auf Frauendiskriminierung schieben und sie haben leider Erfolg.[…]“

  3. Matthäus Piksa

    @Turing

    Wir wissen alle, dass es immer noch perfekter geht. Ich muss jedoch gestehen, dass ich lediglich Auszüge der Rede gesehen habe.

    Ich bin übrigens Steinbrücks Meinung: Die Besoldung des wichtigsten Amtes Deutschlands ist gemessen an der enormen Verantwortung zu gering.

  4. Reinhard

    Ich persönlich finde den Artikel wie meist sehr interessant. Leider nehmen die Kommentare keinerlei Bezug darauf. Statt dessen werden die eigenen Weltbilder mitgeteilt. Das ist eigentlich schade, da Tims Aussagen durchaus lohnen wurden, um darüber zu diskutieren.

  5. Peter

    Eine Ergänzung aus eigener Erfahrung zum Thema „buy and hold“ bei Indexfonds: in diesem Fall ist es meiner Meinung nach besonders wichtig, in schlechten Börsenphasen nachzukaufen. Ich habe das nicht gemacht und bereue es sehr. (Vermutlich gilt für die von Tim angesprochenen soliden Weltkonzerne dasselbe).

  6. tim schaefertim schaefer

    @ Matthäus

    Ich finde Frau Merkel nicht so schlecht. Ich glaube, sie handelt ethisch, ist ehrlich, ist unglaublich engagiert, sie sprüht vor Energie. Wenn ich mir die Alternativen anschaue, gibt es da nicht so viele, denen ich den Job zutrauen würde. Wenngleich Schwarz-Geld Schwächen hat, ich erinnere an die Schwarzgeld-Skandale und Interessenkonflikte mit spendablen Konzernen.

    @ Turing
    Ich bin für so wenig Staat wie möglich. Aber wir brauchen den Staat für die Armen.

    @ Reinhard
    no Problem. Die Meinungs- und Themenvielfalt finde ich hier klasse. Ich nehme an, in diesem Blog stimmt die Mehrheit überein, dass die langrfristige Wertpapieranlage in Qualitätstitel Vorteile hat.

    @ Peter
    Nachkaufen in der Schwächephase macht natürlich Sinn (gilt für Index und Aktien). Oder eben Neuengagements.

  7. Markus

    @Tim

    also wenn wir soviel Ehrlichkeit mal von Frau Merkel hören würden, dann wird es mir unheimlich. 😉
    Jep, die Besoldung ist nicht hoch.
    Allerdings ist der Zeitpunkt der Debatte sehr merkwürdig gewählt. 😉
    Gewählt werden auch meistens die Parteien, die am meisten versprechen.
    Die Bezahlung der Versprechen verschieben wir mal lieber auf später.
    Selbst in wirtschaftlich starken Jahren wird keine Tilgung gemacht, sondern eine geringere Neuverschuldung gefeiert.??? Der einfachste Lösungswunsch wäre vermutlich eine Inflation. Dazu fehlen allerdings starke Einkommenszuwächse der Mittelschicht als zweite Bedingung zum überbordenden Gelddruck.
    Allerdings schwirrt auch noch das japanische Gespenst einer Deflation rum. Die Zukunft vorherzusagen ist etwas für Wahrsager! Auch Buffets Engagement für eine gerechtere Steuerpolitik finde ich sehr positiv. Wobei er das bestehende System steuerlich sehr gut nutzt.

    Eine gesunde Mischung der Asset Allokation passend zur persönlichen Lebenssituation ist daher eine wichtige Vorsorge für ungewisse Zeiten. Das Timing für Investments kann durch Informationen, Unternehmensanalysen, wichtigen Kennzahlen und ein bisschen Cash besser optimiert werden.

    Sehr positiv überrascht hat mich zumindest schon mal Nordkorea.

  8. Matthäus Piksa

    @Tim

    Keine Frage! Die ostdeutsche Pastorentochter Angela Merkel hat's drauf! Ich erlebte sie Anfang 2011 live im rheinland-pfälzischen Wahlkampf. Sie unterstützte die junge und aufstrebende Julia Klöckner, die jedoch gegen den borstigen Kurt Beck unterlag, der wie wir wissen, mittlerweile wegen der Megapleite am Nürburgring zurückgetreten ist (offiziell aus gesundheitlichen Gründen). Übrigens soll Beck Mitte Januar von der unter der Nervenkrankheit Multiple Sklerose leidenden Malu Dreyer beerbt werden.

  9. Martin

    „Das Management ist vertrauenswürdig, verlässlich.“
    Das kann eben auch ein Problem sein. Denn wenn das Management sehr gut ist, kann das nächste der Logik nach wahrscheinlich nur schlechter sein.

    Buffet hat Coca-Cola z.B. nach einem Wechsel des Managements gekauft und nicht als schon lange ein gutes Management am Drücker war.

    Man hat eben auch ein Risiko beim Kaufen guter Bluechips am zyklischen Hoch mit dem besten Management. Coca-Cola war z.B. bei mir eine der schlechtesten Aktien in 2012, aber dadurch bin ich für 2013 optimistischer als bei den Kursraketen 2012 von mir (Gagfah, Continental,…).

  10. tim schaefertim schaefer

    @ Markus

    ich stimme Dir bei vielem zu. Klar, die Politiker versprechen gerne viel. Sie erzählen uns, die Rente sei so wunderbar, sie senken die Rentenbeiträge, geben immer mehr Geld aus, schaffen ständig neue Besteuerungsausnahmen für ihre Förderer (Hotels, Autobauer – Abwrackprämie usw.).

    An einem Punkt stimmen wir nicht überein: Ich glaube nicht, dass wir die Börse, den Aktienmarkt timen können. Den idealen Zeitpunkt zu finden ist unmöglich. Jeden Tag, jede Woche, jeden Monat spielen mehr Stimmungen eine Rolle, als wir uns ausmalen können. Nur langfristig können wir gewisse Trends erahnen.

    @ Matthäus
    Ich kann mir kaum vorstellen, dass Merkel bei der Deutschen Bank nach einem Spezialrabatt für ihre Hypothek fragen würde oder einen Gratisurlaub auf Kosten der Deutschen Bank verbringt. Sie hat meiner Meinung nach mehr ethische Distanz. Bei Christian Wulff, Gerhard Schröder, Walter Riester, Peer Steinbrück, EX-BND-Chef Ernst Uhrlau, Helmut Kohl, Caio Koch-Weser und all den anderen vermisse ich das. Es ist eine Grauzone, in die sich diese Menschen mit den Dollar-Zeichen in den Augen begeben. Es bestehen unglaubliche Interessenkonflikte. Das ist jedenfalls meine Meinung. Manchmal ist es bis zur Korruption nicht weit.

    Die Frage ist: Wie würden wir uns selbst in diesen Situationen verhalten? Wenn eine führende Bank mit dem fetten Gehalt/Honorar winkt?

    @ Martin
    Das stimmt. Als Aktionär kann man nur hoffen, dass kein gieriger Idiot oder gerissener Schlawiner das Ruder übernimmt. Einen Schutz gibt es nicht.

  11. Markus

    @Tim

    Timing in Form von Trading ist für mich persönlich nichts.

    Allerdings eine Bewertung von Einzelaktien wie sie viele Fundis machen, um einen fairen Wert (+/- Toleranz bei falschen Einschätzungen und einer Sicherheitsmarge) ist nichts anderes als langfristiges Timing. Buchwert, KGV, Shiller KGV usw. sind vor größeren Einstiegssummen sicher nicht verkehrt zu prüfen. Oder aber man splittet große Beträge quartalsweise oder halbjährlich. Dieses „Timing“ hatte ich gemeint. Auch im Zusammenhang, dass ein paar Beiträge vorher jemand über einen schlechten Einstiegszeitpunkt seiner Anlagesumme sich beklagt hatte.
    Allerdings über Enron sind auch viele Value Anleger gestolpert.
    Buffetts Ausspruch mit gierig und ängstlich ist für mich auch auf Timing zurückzuführen.

    Jemand, der auf 5 oder 10 Jahreshöchstständen bei Indexen einstiegt, muss zwangsweise einen deutlich längeren Anlagehorizont haben, als jemand der das ganze bei einem Crash schafft. Ist aber emotional nicht jedermanns Ding.;-)

    Oder aber man spart monatlich immer weiter…

  12. Hubsen

    Als aktuell 95%-iger Buy & Holder – vornehmlich aus Zeitgründen (Die Beobachtung von Markt- bzw. Aktien- und dazupassenden Investitionsvehikel kostet sehr viel Zeit) lebt es sich viel entspannter und man hat Zeit für all die anderen wichtigeren Dinge (Job, Familie etc.).

    Buy & Holder bin ich aber auch aus prinzipiellen Gründen geworden, weil ich dem Staat nicht 25% Gewinnanteil in guten Zeiten schenke aber in schlechten Zeiten dann die Hauptlast vom nicht vortragsfähigen Verlust (= ein Österreichspezifikum) ganz alleine tragen soll.

    Schließlich will man ja für sein zur Verfügung gestelltes Risikokapital auch die Früchte selber ernten (sonst könnte man ja gleich bis 100T. einlagengesichert bei irgendeiner kleinen Online-Selfservice-Bank völlig risikolos – aber nur solange das staatliche Finanzsystem hält – Sparbuchzinsen lukrieren – noch dazu erhöhte durch Längerbindung, immerhin knapp über 3% für 5J.).

    Deshalb halte ich auch nur mehr vor der Umstellung gekaufte, steuerfreie Aktien-, Hebelzertifikate- und Fonds- Altbestände, da spätestens seit 2012 in Österreich, unabhängig von der Behaltedauer, vom Investitionsvehikel und vom Spekulationslevel ausnahmslos 25% KEST auf Dividenden und Kursgewinne abzuliefern sind -> nennt sich umgangssprachlich auch „Vermögenszuwachs“-steuer – kann aber mangels Verlustvorträgen auch bei Realverlusten anfallen, weil Verluste nur im selben Jahr Gewinnen gegengerechnet werden dürfen. Zumeist gehen aber die großen Börsenabstürze sehr schnell binnen Monaten über die Bühne und die von der staatlichen KEST-belasteten Kursaufholungen ziehen sich dann über Jahre hinweg = Sägezahnmuster).

    Rein steuerlich betrachtet wurde also in Österreich das hochspekulative und auch gehebelte Trading von der, i.d.R. wesentlich höheren, Einkommensteuer auf die niedrigere 25% Kapitalertragssteuer (KEST) gesenkt und die nach 1-jähriger Behaltefrist bestehende Steuerfreiheit für konservative Langfrist-Anleger (Hold & Buy) wurde gestrichen und der 25% KEST unterworfen.

    (Gehebelte) Spekulation wurde also lukrativer und gleichzeitig wurde das Buy & Hold von Aktienkäufen im gleichen Ausmaß belastet. Was für eine eigenartige Finanzpolitik…

    Übrigens ist das Buy & Hold der hier immer wieder erwähnten dividendenstarken Blue Chips in Form von Aktien nur eine, wenn auch sehr gebräuchliche und eher mittelmäßig gewinnbringende aber dafür auch relativ schwankungsärmere und somit durchaus auch empfehlenswerte Variante (wenn man nicht ehemals auf Kodak, Nokia oder die Dt.Telekom gesetzt hat :-)).

    Ein spesengünstiger ETF-Index – oder Basketfonds mit Dividendenanrechnung streut da schon breiter und eliminiert sogar selbstständig die gefallenen Stars von gestern und ersetzt diese durch erfolgsversprechende Newcomer.

    Die Ethik von Coca Cola, Pepsi, Kraft Foods, Nestle, Procter & Gamble und auch der sonstigen Multis und die Nützlichkeit derer Produkte für die Gesundheit und den Wohlstandsgewinn für die Menschheit auch insbesonders unter „Fair Trade“- Aspekten darf man aber als ethischer Investor oftmals nicht wirklich tiefer hinterfragen…
    Einerseits Kostendruck auf die Erzeugerseite und oftmals nur künstlich erzeugter Bedarf werbetechnisch- und margentechnisch optimiert und verkauft an immer breitere (zumeist noch ungebildetere bzw. beeinflussbarere Schichten) in möglichst allen Länder bringen den steigenden Profit (Gewinnmargen) und dort die Illusion von scheinbaren Wohlstandsgewinnen (samt den zugehörigen Wohlstandskrankheiten der Zuckerlimo-Transfettindustrie).

    Ob die Indizes tatsächlich nur nach oben gehen ist immer eine Frage des Einstiegszeitpunkts und des durch die Lebenszeit/-planung begrenzten Zeithorizonts.
    Wer zur Jahrtausendwende erst eingestiegen ist wird jetzt 12 Jahre später nicht sehr begeistert sein und gerade mal die alten Verluste zinsenlos aufgeholt haben, während sehr viel ältere Anleger die schon Jahrzehnte früher eingestiegen sind auch Rücksetzer gelassen aussitzen können (aber nicht unbedingt müssten).

    Liebe Grüße nach New York & viel Erfolg im neuen Jahr !!

    wünscht Ihnen und der Leserschaft
    Hubsen

  13. tim schaefertim schaefer

    @ Markus

    „Buchwert, KGV, Shiller KGV“ – das sind sehr clevere Methoden. Wer diese Bewertungskennzahlen richtig einsetzt und die nötige Zeit mitbringt, kann sich auf goldene Zeiten freuen.

    @ Hubsen

    Der Vorteil von „Buy and Hold“ ist ja, dass man sich die Steuern (vorerst) spart.

    Nokia, Kodak und Dt. Telekom sind Negativbeispiele. Ja klar, das kann einem passieren, daher sollte jeder ausreichend die Risiken streuen.

    Buffett hat nicht auf Nokia, Telekom und Kodak gesetzt. Aus 2 Gründen:
    1. Es handelt sich um Tech-Werte, die Zeiten wandeln sich schnell. Davon versteht Buffett zu wenig.
    2. Sind die Forschungs- und Entwicklungskosten enorm bei diesen Firmen. So etwas meidet das Genie. Denn nicht jeder Forschungs-Dollar zahlt sich aus. LG

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