Das Gute am einfachen Leben


New York, 11. Februar 2017

Ok, Du sparst für die Frührente. Aber Du brauchst einen Plan, was Du dann machst. Visualisiere den Plan. Wo magst Du die Freizeit genießen? Mit wem? Träumst Du von einem alten Holzhaus am See oder der kleinen Wohnung in Strandnähe? Mein Traum ist und war New York. Der Traum hat sich erfüllt. Als Zweitsitz kann ich mir eine alte Holzhütte am See mit der Familie vorstellen. Eine wirklich alte Hütte, sie muss nicht schön sein. Ich überstürze nichts. Und lassen meine Pläne/Träume erst einige Jahre marinieren, bevor ich mich entscheide.

Ich finde übrigens dieses amerikanische Akademiker-Ehepaar interessant, dass schon 1932 ausstieg und glücklich wurde: Helen and Scott Nearing waren erfolgreich in der Großstadt. Er war ein Ökonomie-Professor in New York. Beide merkten aber, dass der Konsum die Menschen nicht glücklich, sondern unglücklich machte. Sie äußerten sich kritisch über den Kapitalismus. Sie waren dem Kommunismus zugeneigt. Deshalb entschieden sie sich, in eine Holzhütte zu ziehen. Sie lebten wie eine Bauernfamilie. Es ist gewiss zuweilen hart auf dem Hof zu leben, es hat sie zufrieden gemacht. Sie schrieben über 50 Bücher. Sie lebten so:

Der Aussteiger-Professor wurde 100 Jahre alt – das Landleben ist gesund. Er nahm sich nach seinem 100. Geburtstag das Leben, indem er fastete, sagte seine Gattin. Helen Nearing wurde 91 Jahre alt. Sie starb in einem selbst verursachten Autofall. Sie sagte: „Materialismus produziert keine Zufriedenheit“. Ich gebe ihr Recht. Sie ernährte sich ihr Leben lang vegetarisch. Sie nahm weder Tabletten ein, noch nutzte sie eine Kreditkarte. Sie baute alles selbst in ihrem Bio-Garten an. Sie lebte im Grunde wie die Amische als Selbstversorger. Ihr Landhaus ist nach ihrem Tod per Testament in eine Stiftung namens „Good Life“ eingebracht worden.

Ich finde den Lebensstil extrem. Er hat aber positive Punkte, die zumindest zum Nachdenken anregen. Wenn ich mir allein die Zivilisationskrankheiten anschaue, sind sie doch vermeidbar (Diabetes, Bluthochdruck etc.). Holz hacken, Feuer machen, Gemüse anbauen…. ich finde das reizvoll. Das Stadtleben bietet das eher nicht an.

Es gibt noch ein Leben neben dem Bürojob. Ich kann mir gut vorstellen, ein Jahr lang auf ein uriges Segelschiff zu gehen. Oder in der Holzhütte mit Familie zu leben. Beim Frühruhestand geht es eben nicht in erster Linie ums Geld, sondern was Du mit der freien Zeit machst: Die Abenteuer, Reisen, Bauernhof, Lesen, Bilden, Sport, Erlebnisse, Familie, Segeln, Radtour… was immer Du machen magst. Gleichzeitig sind wir Sparer flexibel, wenn es um einen Nebenjob oder Zuverdienst geht. Ich bin zum Beispiel als freier Journalist tätig. Ich nehme nur Aufträge an, die mir Spaß bereiten.

Wir Sparer brauchen uns nicht mehr über unseren Chef oder nervige Kollegen ärgern. Wenn wir frei sind, sind wir emotional von diesem Stress befreit. Das ist das Schöne. Geld sorgt für weniger Angst. Du kannst besser schlafen.

Ja, ich bin ein Fan des Kapitalismus. Aber ich wehre mich gegen den übertriebenen Konsum. Ich war immer ein Sparer. Mit 15 Jahren hatte ich inoffiziell meinen ersten Job. Mit 16 Jahren dann offiziell. Ich trug Zeitungen aus. Später arbeitete ich bei McDonalds nach der Schule und schrieb für eine Lokalzeitung. Ich sparte und investierte in jungen Jahren. Das macht sich jetzt bezahlt (Zinseszins).

Ich weiß, ich schrieb es schon oft. Aber ich kann es nicht oft genug sagen. Meine Einstellung passte: Ich lebte im Studentenwohnheim. Lange Zeit war ich in WGs. Als ich nach New York kam, mietete ich stets ein Zimmer in einer WG. Ich hatte nur einen Koffer mit meiner Kleidung und einen Laptop. Fertig. Ich lebte minimalistisch. Oft waren meine Miet-Zimmer unmöbliert. In einem Matratzenladen kaufte ich einmal ein Ausstellungsstück. Ich fragte meinen WG-Mitbewohner, ob er mir helfen könne, die Matratze nachhause zu schleppen. Er murrte erst. Das Ding war sauschwer und schlecht zu tragen. Aber am Ende hatten wir Spass. Die Leute schauten uns erstaunt an. Keiner würde in New York eine Matratze eine Meile weit tragen. Es war wie ein Besuch im Fitnessstudio. Wir waren durchgeschwitzt, als wir die Matratze endlich ins Hochhaus geschafft hatten. Ich legte das Ding einfach auf den Boden – ganz ohne Lattenrost:

Ich legte in mein kleines Zimmer einfach die Matratze auf den Boden. Zuvor schlief ich lange Zeit auf einer Luftmatratze. Ich war happy. Ich hatte nur ganz wenige Dinge. Hier lebte ich über ein Jahr.

Die Aussicht von meinem Zimmer in Battery Park City war großartig. Es war ein typischer Manhattan-Blick. Die Hochhäuser ringsherum waren jedenfalls imposant:

Ich kaufte zwei gebrauchte Ikea-Schränkchen im Hochhaus von den Nachbarn. Das wars. Ich hatte nur wenige Dinge. Und ich war glücklich. Ich gebe zu, dass ich etwas nervös bin, wenn es darum geht, Geld auszugeben, vor allem wenn es um größere Beträge geht. Mittlerweile legt sich diese Angst.

Das waren die gebrauchten Ikea-Schränke vom Nachbarn in dem Hochhaus:

Zwei gebrauchte Ikea-Schränke. Ich hatte mehr Stauraum, als ich Zeug hatte.

Ein gebrauchter Ikea-Schrank von den Nachbarn.

Mein kleiner Holzschreibtisch in Battery Park City (an der Südspitze Manhattans). Vorm Fenster.

Das Bad in der WG.

Gemeinschaftsküche. Wenig Platz. Aber funktional.

Meine Wäsche warf ich hinter die Tür. Sorry für die Unordnung. Das Buch auf dem Schrank war dieses hier: So denken Millionäre: Die Beziehung zwischen Ihrem Kopf und Ihrem Kontostand

Bis auf eine verschwenderische Phase in meinem Leben blieb ich immer bodenständig. Ich verstehe Menschen nicht, die das Geld mit vollen Händen ausgeben. Eine der größten Geldvernichtungsmaschinen sind Neuwagen. Am schlimmsten sind SUVs. Wer braucht die wirklich im Stadtverkehr? Es ist nur ein Statussymbol. Sehr teuer. So etwas verschiebt den Ruhestand um Jahre nach hinten. Was nutzt es, mehr PS als der Nachbar zu haben? So jemand setzt wohl die falschen Prioritäten im Leben. Ähnlich ist das beim Edel-Wein, Edel-Essen oder Edel-Kleidung.

Angenommen, Du liegst auf dem Sterbebett, denkst Du dann: „Zum Glück hatte ich mehr PS, einen besseren Wein und teurere Kleidung als der Nachbar.“ Wohl kaum.

Diese Mentalität, luxuriöser zu sein als andere, hatte ich nie. Zum Glück. Am schnellsten wirst Du frei, wenn Du wenig Geld brauchst.

Die meisten Menschen sind wie Lemminge. Sie haben sich nicht unter Kontrolle. Sie lassen sich von der Industrie abscheren wie Schafe. Oft ist das Verhalten schon bei den Eltern zu beobachten. Sie geben es dann an die Kinder weiter. Deshalb wird die Mittelschicht immer ärmer.

Der Trick, kein Geld auszugeben, ist: Gehe erst gar nicht in den Laden. Oder halte Dich von Amazon.com fern.

Wir Sparer passen auf. Wir haben Prinzipien. Wir sehen es pragmatisch. Wer unbedingt einen SUV braucht, kauft einen, der schon gut an Wert verloren hat. Vielleicht einen Gebrauchten, der drei oder fünf Jahre alt ist. Die gibt es in einem guten Zustand mit wenig Kilometern. Aber Sprit braucht so ein Ding wie verrückt. Versicherung, Steuer, Inspektion usw. sind auch teuer. Insofern käme so ein Auto für mich eher nicht in Frage. Ich verzichte seit zehn Jahren ganz auf ein Auto.

Schaut Euch Ex-„Baywatch“-Star David Hasselhoff an. Er jammert, dass ihm das Geld knapp wird. Kein Wunder. Er braucht 5.000 Dollar für Entertainment, Geschenke und Urlaube im Monat. 1617 Dollar für Klamotten. 445 Dollar für Körperpflege. Über 4.000 Dollar für Medikamente und Behandlungen. Irre. Warum kann der nicht sparen? Er lebt in Saus und Braus und ist nicht glücklicher. Mit weniger Konsum wäre er vermutlich glücklicher. Konsum ist Streß. Es ist eine Last. Es führt, übertreibst Du es, in die Unzufriedenheit.

For New Years Eve I am going as the Tin Man. Happy New Year #2017

Ein von David Hasselhoff (@davidhasselhoff) gepostetes Foto am

Hollywood-Star Hasselhoff zeigt: Das, was wir nach außen hin sehen, entspricht selten dem, was im Inneren vor sich geht. Ich kenne einige Menschen, die spielen nach außen hin die glückliche, zufriedene, erfolgreiche Person, aber die Wahrheit sieht ganz anders aus. Der ganze Starruhm, der Reichtum und der Schnickschnack sind eine Scheinwelt: Ferrari, Porsche, Yacht, schöne Villa, Kleidung… Das ist alles nur Fassade. Schaust Du hinter die Fassade bei so manchem Star, siehst Du die Wahrheit: Schulden, Drogen, Alkohol, Angst, Unsicherheit, Scheidung, Spielsucht… Das kommt häufig vor.

Fazit: Sei einfach so, wie Du bist. Sei ehrlich. Verstell Dich nicht. Verzichte auf die Angeberei und den Plunder.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Das Gute am einfachen Leben

  1. Christoph

    Also ich weiß ja nicht. Das war ja kurz vor dem 2. Weltkrieg. Das mit heute zu vergleichen ist schon extrem schwer. Klar es geht ums Prinzip. Gegen eine einfach Behausung spricht ja nichts. Aber ein wenig Komfort würde ich wenigstens wollen.

    Natürlich hält aktiv sein jung und munter. Aber eigentlich schlaucht so ein Leben auch ganz schön.

    Ich finde ebenfalls ein guter  Wein und ein gutes Essen kann ruhig was kosten. Ich gebe lieber einmal 30 Euro für ein tolles Essen aus als 3 mal ne öde Pizza.

    Wobei auch sowas einfaches mal sein darf. Jeder sollte einfach im Rahmen seiner Möglichkeiten konsumieren. Ist einer ein Millionär kann er sich ruhig entsprechend verhalten. Gerne auch einen Porsche kaufen, es muss ja nicht gleich ein Flugzeug sein. Wobei auch das Sinn machen kann wenn er viel Unterwegs ist und flexibel sein will/ muss.

    Für uns Otto-Normalos ist das mit Hasselhoff nicht verständlich. Aber er hat viele Jahre viel verdient. Dass er sich da einen gewissen Lebensstil angewöhnt hat verstehe ich. Natürlich sollte er aber nur soviel ausgeben wie er kann.

    Das mit dem Ziel nach Erreichen der FU ist richtig. Ich selbst habe mehrere. Eines davon ein schönes Wohnmobil kaufen und dann Nord und Südamerika erkunden. Da gibt es viel tolles zu sehen. Vielleicht ist bis dahin auch Asien vor allem Iran  usw wieder besser bereisbar.

     

  2. Jan

    Es ist, wie mit allem. Schöne Dinge, auch ein guter Wein, machen nur dann Spaß, wenn es nicht zur Gewohnheit geworden ist. Hasselhoff und Andere sind aber in einem Rausch nach immer mehr und immer öfter gefangen. Es ist wie eine Sucht und in einer solchen wird man nie glücklich.

    Ich erinnere mich noch heute an den Chili-Schoko-Brownie mit flüssigem Kern, den ich nach einer 10 Tage-Tour mit Zelt und Rucksack am ersten Tag zurück in der Zivilisation in Schottland zu mir nahm. Das Ding war sauteuer aber ich werde ihn nie vergessen. Und das ist nun ?8 Jahre? her.

    Nebenbei mache ich solche Touren seit meinem 16. Lebensjahr. Ich kann es nur jedem anraten, denn die ungeschminkte und ruhige Natur zeigt einem sehr schnell wer man ist und was man braucht. Und wer einmal auf den Fjorden von Norwegen alleine nachts, wenn die Sonne nie ganz untergeht, gesessen ist und die Erde und das Meer beobachtet, der kommt „runter“. Das passiert ganz automatisch.

  3. Frank

    Hallo Tim,

    ich bin treuer Fan deines Blogs aber Hochhäuser finde ich einfach nur furchtbar. Für mich der Inbegriff der Batteriehaltung von Menschen. Aber jeder Jeck ist anders.

    Ich werde diesen Sommer in Alaska ein paar Lachsen nachstellen und freue mich schon auf die herrliche unverbaute Landschaft und eine Natur die seinesgleichen sucht.

    Nice weekend

    Frank

  4. Mr Pino Cavallo

    Hallo Tim,

    da hast du absolut Recht. Bei diesen Leuten ist das doch in Wahrheit so, dass sie nicht mehr Besitzer sind, sondern dass sie selbst von ihrem Besitz besessen werden. Luxusgüter machen nur Spaß, wenn sie eine Ausnahme sind, insb. dann, wenn man sie zu einem Sonderpreis erwirbt.

    Aber wie heißt es so schön: das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Vom Investieren hat der deutsche Michel allerdings dann wieder Null Ahnung. Ich habe gestern eine Doku vom SWR mit dem Titel „Die Zinsfalle“ gesehen. Diese Reportage ist eine regelrechte Offenbarung der deutschen Angst vor Aktien. Hier kann man sehr gut lernen, was man als Sparer NICHT machen sollte.

    Die Aktie wird hier nicht als Sachwert bezeichnet, sondern subtil als Spekulationspapier dargestellt. U.a. wird dort ein älterer Herr vorgestellt, der sich allen Ernstes die Mühe macht nach osteuropäischen Banken Ausschau zu halten, die ihm 1% Zinsen anbieten. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ein Investment in einem tollen Unternehmen wie Fresenius oder BMW hält man für spekulativ, das Geld aber einer bulgarischen Bank anzuvertrauen, geht in Ordnung. Unglaublich fand ich auch die beiden Stuttgarter Jungs, die sich Vermögenberater schimpfen und dabei meinen, dass es besonders klug wäre in Waldstücke und -haltet euch fest- Whiskey zu investieren. Ganz so als gäbe es für Waldstücke und Whiskey eine aktive Börse, auf der man jederzeit seit Investment versilbern könnte. Der Alarmismus, der hier in der Reportage vorgebracht wird, ist wirklich zum Mäusemelken. Da kriegt man den Eindruck, als befänden wir uns kurz vor dem Weltuntergang und dass man auf Nachkriegswirtschaft umstellen sollte 🙂

    Also ich finde diese Angst vor Aktien schon richtig paranoid. Wen die Doku interessiert, hier der Link:

    http://www.swr.de/betrifft/betrifft-zinsfalle/-/id=98466/did=16932108/nid=98466/139b700/

  5. Larissa

    Ich würde mit meiner Familie gerne günstig wohnen. Das Baurecht in Deutschland lässt das aber einfach nicht zu. Sonst würden wir uns ein billiges Grundstück kaufen und zwei Tinyhouses oder schöne Schäferwagen drauf stellen.

    Generell ist das Thema Wohnen derzeit in D gerade für Familien sehr problematisch. Wir suchen eine neue Wohnung weil die alte Mietwohnung sehr kalt ist und viel Heizung verdonnert. Es findet sich im Umkreis von 20 km einfach nichts bezahlbares und weiter weg wollen wir nicht wegen diverser Verpflichtungen. So soll den Kindern ein weiterer Wechsel der Schule möglichst erspart bleiben (vertrautes Umfeld und Schule). Hier beneide ich dann doch Kinderlose, die diese Zwänge nicht in vergleichbarer Form haben. 4-Zimmerwohnungen sind bei uns regional sehr rar gesät oder liegen überwiegend in bekannten Problemvierteln mit vielen „Fachkräften“. Da wir Mädchen haben, bin ich hier etwas wählerischer. Der ein oder andre wird es hoffentlich nachvollziehen können….

  6. Götz

    Hallo Tim,

    ich sehe es ähnlich bezüglich der SUVs. Niemand, der in der Großstadt wohnt, braucht einen Spritschlucker mit dem er keinen Parkplatz findet. Wohnt man allerdings auf dem Land, ist man auf ein Auto angewiesen. Es spart Zeit und vereinfacht das Leben. Diese Faktoren können schlecht in Zahlen ausgedrückt werden, sollten aber als Abzugsposition in der Gesamtkostenrechnung nicht fehlen.

    Und was den Wertverlust von Neuwagen betrifft: Der ist isoliert betrachtet in den ersten drei Jahren tatsächlich relativ groß. Aber auch hier muss man bei einer ehrlichen Rechnung die eingesparten Kosten für Reparaturen und Verschleißteile eines Gebrauchtwagens abziehen. Diese fallen bei Neuwagen nicht an oder werden aus Garantie und Kulanzgründen vom Hersteller übernommen. Außerdem darf man nicht vergessen, dass Neuwagen gegenüber Gebrauchtwagen eine längere Nutzungsdauer haben. Bei einer angenommenen Lebenszeit eines Autos von 10 Jahren, kann man einen Neuwagen mehrere Jahre länger nutzen als einen Gebrauchten. Auch das muss bei der Ermittlung des realen anfänglichen Wertverlustes berücksichtigt werden.

    Viele Grüße

    Götz

  7. chaostrader

    Hasselhoffs Hauptproblem sind nicht die paar tausend, die er selbst verjubelt, sondern die Weiber, die ihn ausnehmen. Ex-Frau und Töchter verbrauchen schon zusammen 40.000 im Monat, und seine aktuelle hält auch die Hand auf. Angeblich braucht er 70.000 im Monat, aber seine Firmen werfen 1,3 Mio. im Jahr ab. Also eigentlich noch alles im grünen, oder zumindest gelben Bereich, er ist noch lange nicht da wo Cage und Depp sind.

    Ich gebe lieber einmal 30 Euro für ein tolles Essen aus als 3 mal ne öde Pizza.

    Spricht ja auch nix gegen 30€ für ein Essen mit Getränken, solange man das nicht allzu oft macht, und solange die Sparrate stimmt.

    Ist einer ein Millionär kann er sich ruhig entsprechend verhalten. Gerne auch einen Porsche kaufen

    Wenn man eine Million hat und damit voll investiert ist, dann steht es einem zu, im Jahr 40.000 (Brutto!) zu verballern. K.A. wie da ein Porsche drin sein soll, aber ok, muss jeder selbst wissen.

  8. Ex-Studentin

    Ich finde so viele Hochhäuser faszinierend. Wobei es in den unteren Etagen sicherlich recht dunkel ist. In einer WG zu wohnen ist in NY vermutlich für viele eine unfreiwillige Entscheidung, wenn man für 18m2 bereits 1000 Dollar aufwärts zahlt. Aber wenn das Gehalt stimmt (über 100k), kann man dadurch viel sparen.

  9. chaostrader

    Wohnt man allerdings auf dem Land, ist man auf ein Auto angewiesen.

    Richtig. Aber nicht auf ein SUV.

    Und was den Wertverlust von Neuwagen betrifft: Der ist isoliert betrachtet in den ersten drei Jahren tatsächlich relativ groß. Aber auch hier muss man bei einer ehrlichen Rechnung die eingesparten Kosten für Reparaturen und Verschleißteile eines Gebrauchtwagens abziehen

    Für den Wertverlust kann man aber eine ganze Menge Verschleiß reparieren…

    Diese fallen bei Neuwagen nicht an oder werden aus Garantie und Kulanzgründen vom Hersteller übernommen.

    Klar, wenn man immer schön nach Vorschrift zweimal im Jahr zur Wartung zum Händler rennt…

    Außerdem darf man nicht vergessen, dass Neuwagen gegenüber Gebrauchtwagen eine längere Nutzungsdauer haben. Bei einer angenommenen Lebenszeit eines Autos von 10 Jahren,

    Was machst du mit deinen Autos?!? Die meisten Karren könnten 15-20 Jahre genutzt werden.

    > kann man einen Neuwagen mehrere Jahre länger nutzen als einen Gebrauchten. Auch das muss bei der Ermittlung des realen anfänglichen Wertverlustes berücksichtigt werden.

    Milchmädchenrechnung.

    Aber ist ok, rechne dir deinen neues SUV halt billig, wenn es dich beruhigt.

  10. Jan

    @Pino Cavallo,

    die Reportage habe ich ebenso gesehen und nur den Kopf schütteln können. Am besten war der mit dem Zinshopping bei ausländischen Banken und diese beiden selbsternannten Vermögensberater, richtig. Irrsinn ohne Verstand. Aber die „German Angst“ ist nicht umsonst international bekannt.

  11. Götz

    @chaosrader: Erst (nach)denken und dann schreiben.

    Richtig. Aber nicht auf ein SUV.

    Wo genau hast du was von SUV gelesen?

    Für den Wertverlust kann man aber eine ganze Menge Verschleiß reparieren…

    Nochmal für dich: Der reale Wertverlust eines Neuwagens ergibt sich über die gesamte Nutzungsdauer.

     

    Was machst du mit deinen Autos?!? Die meisten Karren könnten 15-20 Jahre genutzt werden. 

    Was genau hast du am Wort „angenommene“ Nutzungsdauer nicht verstanden? Dass Autos weitaus länger halten, weiß jeder Grundschüler.

    Milchmädchenrechnung. 

    Bei solch geballtem Wissen, gebe mich geschlagen…

    Aber ist ok, rechne dir deinen neues SUV halt billig, wenn es dich beruhigt.

    Geht’s dir gut sonst? Ich besitze weder einen SUV, noch würde ich mir jemals einen kaufen.

  12. Average Joe

    @tim & Larissa

    Wohnen in Deutschland ist schon sehr teuer. Alternatives günstigeres Wohnen wird leider illegalisiert. Fängt mit Zwangsanschluss an die Kanalisation und ARD Gebührenbeitrag an und mit der Zweitwohnsitzabgabe und Meldepflicht & striktes Festhalten am Bebauungsplan gehts weiter.

    Ich fände so etwas urig: http://www.homedsgn.com/2011/06/16/containers-of-hope-a-40000-home-by-benjamin-garcia-saxe/

    sehr einfache Wohnungen im 50er Jahre Mehrfamilienhaus kosten bei uns ca 450 kalt + ca 200 ! Euro Nebenkosten – für 45-60 qm. Trotzdem kann ich dann nur umständlich mit 2x umsteigen in 70min auf die Arbeit kommen, während ich mit dem Auto und ggf. im Stau nur ca 35 min brauche. Ich denke das krasse sparen, wie es von Tim hingestellt wird, ist auch nicht immer umsetzbar. Auf der Arbeit erwartet man einfach, dass man sich standesgemäß gibt im Anzug, entsprechendes Auftreten und Auto werden da vorausgesetzt.

  13. Christoph

    @larissa: Also Du erschreckst mich. Als ob normale Facharbeiter gleich Vergewaltiger oder Kinderschänder wären. Hilfe!! Kurioserweise kommen die meisten Sexualverbrecher aus dem direkten Umfeld/ Verwandschaft…

    Also wenn Ihr in eurer Umgebung nichts findet dann bleibt euch wohl nix anderes übrig als woanders hinzuziehen. Die chance das die bwzahlbare Traumwohnung bei Euch frei wird ist wohl sehr gering. Ansonsten müsst ihr einfach die Heizkosten akzeptieren.

     

    @Chaos: Ich meinte jetzt nicht einen der genau 1.000.000,– hat sondern mehrere. Wenn der sich dann für 150.000 einen Porsche kauft(was er ja nicht jedes Jahr macht) dann ist das total ok in meinen Augen.

     

    Ich persönlich finde Hochhäuser in Deutschland furchtbar. die sind einfach Plattenbau mäßig. In den USA usw allerdings sind es Wolkenkratzer. DIe finde ich imposant.

    Bezüglich des Neuwagens. Ich habe bisher immer nur gebrauchte gehabt. Aber Neuwagenbesitzer verurteile ich natürlich nicht, denn von denen bekomme ich ja den Gebrauchten.

    Und manche trauen sich auch einfach nicht zu einen Gebrauchten zu kaufen weil oft was dran ist.

    Des Weiteren muss man je nach Auto manchmal echt Arbeit und Wege in Kauf nehmen. Für meinen jetzigen fuhr ich bis tiefe Bayern runter. Am Ende hab ich ihn in Wuppertal gekauft. Manche können oder wollen sich diese Zeit auch nicht nehmen.

     

  14. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Frank

    Ja, die Hochhäuser haben Vor- und Nachteile. In gewisser Weise sind es in Tat aufeinander gestellte Käfige. Daher haben viele New Yorker zusätzlich die Strandhütte oder das Holzhaus am See. Fürs lange Wochenende, den Sommer. Nur ist ein doppelter Wohnsitz sauteuer und verkompliziert das Leben.

    Alaska wird bestimmt ein Erlebnis fürs Leben. Viel Spass dort. Ich war leider noch nicht dort. Muss unbedingt hin. Bitte berichte uns…

     

    @ Mr Pino Cavallo

    Danke für den Link zur Doku über die deutsche Zinsspar-Neurose. Der Deutsche hat zu viele Zinsprodukte. Es fehlt das Produktivkapital. Es ist auch ein Versagen der Politik, weil es keine Anreize schafft für den langfristigen Aktienbesitz.

     

    @ Obama

    Herr Trump scheint das Land manchmal wie eine TV-Show zu führen. Aus Aktionärssicht hat er Vorteile: Weniger Regulierung, weniger Steuern. Mehr Investitionen in Infrastruktur. Allerdings gibt es etliche Nachteile…Angst vor Abschottungspolitik.

     

    @ Götz

    Wenn Du einen Gebrauchtwagen kaufst (3 bis 5 Jahre alt) mit wenig Kilometern, hast Du wenig Verschleiß und bekommst einen dicken Rabatt. Ich finde, das macht aus Kosten-Nutzen-Sicht am meisten Sinn.

     

    @ Ex-Studentin

    Viele New Yorker müssen in der Tat in WGs leben, weil das Geld nicht reicht. Ein Lehrer, Verkäufer, Putzmann… kann sich kaum in Manhattan eine Wohnung leisten.

     

    @ Average Joe

    Das Container-Leben in der Natur sieht prächtig aus. Danke für den Link mit dem schönen Foto.

    Ist das Auto, das Du fährst, für Deinen Chef von Bedeutung? Solange Du nicht im Außendienst bist, ist es doch egal, was für ein Auto Du fährst. Es hat doch mit Deiner Arbeitsleistung nichts zu tun. Ein Auto ist nur eine Fassade, die nichts/wenig über Dich als Mensch aussagt.

    Ich spare lieber für meine finanzielle Freiheit, als mit einem Clown-Auto zur Arbeit zu fahren. Ich gehe lieber früher in die Freiheit.

  15. Erhardt

    @Christoph

    Larissa meint nicht, dass Facharbeiter Vergewaltiger oder Kinderschänder sind.

    Larissa meint, dass Flüchtlinge und Ausländer von der Bundesregierung als Facharbeiter bezeichnet werden und unter dieser Prämisse ins Land gelassen/geholt werden. Laut Larissa sind diese Menschen aber keine Facharbeiter sondern Menschen, die u.a. in besonderem Maße gegenüber Frauen, insbesondere deutschen Frauen, sexuell übergriffig werden.

    Larissas These ist eine sehr bekannte These, die ausländerfeindliche Menschen, wie Larissa, gerne aufstellen, um die Verantwortung für die Nachteile ihres eigenen Daseins (zum Beispiel Wohnungsnot aber auch Arbeitsplatznot, schlechte Sozialleistungen etc.) nicht bei sich zu suchen, sondern auf eine Minderheit zu schieben, die noch schlechter dran ist als sie selbst.

    Ein solches Verhalten gab es schon immer und wird es wohl immer geben. Es ist zwar traurig aber leider wahr. Wilhelm Heitmeyer hat dazu gesellschaftliche Untersuchungen durchgeführt, die das Verhalten erklären.

  16. Dorothea

    Was ich mache wenn ich meine Fu erreicht habe:

    Eine Kochausbildung am french culinarie institut  of america, nur für mich!

    Ein halbes Jahr am Meer und ein halbes Jahr in den Bergen leben,

    den Traumpfad von München nach Venedig gehen

    einen Hund haben

    im Warmen überwintern wie PIBE

    viele Reisen unternehmen

    Ich könnte mir aber auch vorstellen mit @jan den Appalachiantrail anzugehen, dann mit @christoph Nord- und Südamerika zu bereisen und anschließend mit @frank in Alaska Lachse zu fangen. Vielleicht könnten wir am Yukon noch ein bisschen Gold schürfen… ??

  17. Jan

    @ Average Joa

    Jein, da bin ich teilweise anderer Meinung. Ich bin ganz froh, dass es Bebauungspläne, Meldepflicht und Kanalisationsanschluss gibt. Wir hatten mal eine Art der Sinti und Roma-Siedlung (wild) in der Nähe, sie ließen sich in einer verlassenen alten Kleingartenanlage „nieder“ und lebten dort selbstgewählt unter erbärmlichsten Verhältnissen. Das Problem war, dass du als normaler Spaziergänger dort schnell mal dran vorbei kamst. Und zumindest die gefühlte Sicherheit sank drastisch. Ebenso roch es widerlich und überall lag Müll herum. Es war in kürzester Zeit aufgrund fehlender sanitärer Einrichtungen und Müllabfuhr zu einer Vermüllung gekommen.

    Ich weiß, das wollt ihr nicht. Ihr möchtet es anders machen. Die Frage ist aber, wie grenzt man das sozial- und umweltverträglich voneinander ab?

    Auch das mit der Arbeit und dortige Erwartungshaltung sehe ich nicht so. Ich bin Führungskraft bei einer der größten deutschen Finanzkonzerne im Innendienst. Ich habe trotzdem, außer meine Frau einen Dacia, kein eigenes Auto und fahre die allermeisten Termine mit der Bahn an. Da meine Frau das Auto nicht immer braucht und ich die Kosten gut erstattet bekomme, fahre ich hin und wieder bei schlechter Erreichbarkeit (insbesondere Seminarhotels) mit dem Auto. Noch nie wurde darüber abfällig geurteilt. Im Gegenteil, eigentlich bin ich es selbst der mal Abends beim Bier an der Theke einen Lacher über die Blechschüssel raus lässt.
    Ich trage Anzüge von Felix W. Sie haben ein angemessenes Preis-/Leistungsverhältnis, gute Stoffe und halten lange. Dagegen hält kaum ein Boss-Anzug mit. Spätestens im Preis-/Leistungsverhältnis müssen diese aufgeben. Und ich weiß nicht wie es bei dir ist, aber ich habe noch nie erlebt, dass ich zwei gut sitzende Anzüge beide aus Schurwolle preislich voneinander unterscheiden konnte. Auch habe ich nie erlebt, dass mir Kollegen erzählt hätten sie wäre auf ihren teuren Anzug angesprochen worden (und ich glaube das will auch kein Mann 😉 ).

    Man darf sich nicht so sehr einen Kopf drum machen, wie einen die anderen sehen. So lange die Zahlen stimmen, bleibe ich Führungskraft. Und meine Mitarbeiter arbeiten schwer und fleißig also ich glaube nicht, dass mit einem teureren Auto mein Zielvereinbarungsgespräch oder Leistungsbeurteilung mit meinem Vorgesetzten einfacher wäre.

     

  18. Jan

    @Dorothea

    „Vielleicht könnten wir am Yukon noch ein bisschen Gold schürfen… ??“

    Bingo! Zwei meiner Träume erwischt. Alaska und/oder Kanada stehen auf meiner Liste der bisher unerfüllten Lebensträume, ebenso wie einmal (natürlich völlig unwirtschaftlich) ein paar Tage von Morgens bis Abends Goldflitter waschen und von Bohnen mit Speck auf dem Benzinkocher leben. Verbinden kann man beide Träume sicher auch. Mal sehen!

    Das habe ich mir fest für meine 40er vorgenommen, wenn unser Kind schon etwas älter ist und man mal für mehrere Tage guten Gewissens dank Oma und Opa alleine mit der Frau weg kann.

  19. Joscek

    Die Reportage …hammergeil…. Ich werde zukuenftig…,arbeiten dafuer Steuern zahlen…., dann mit 86 in die Rente gehen…., weil Rente mit 60 ist out und nicht sozial usw…. …, und am Ende werde ich das was ich habe nochmal oekologisch und sozial sinnvoll in augewaehlte produkte anlegen…., dass ich mich als Mensch wertvoll fuehle…..und ueberhaupt…man solle ja nicht leben um zu leben sondern leben um zu arbeiten

    Und das ganze zu stolzen 0.komma irgendwaszinsen plus die jaehrliche Inflation geil…..

    Hm also hab Aktien … Und vergesse nicht zu leben…. Aber soviel Dreck innerhalb einer knappen Stunde …..,seit langen nicht mehr gehoert……

    Dann zu 100% hier im Blog lesen und lernen ….und vorallem selbststaendig denken….;)

     

    Schoenes w allen…

     

  20. Bankenmärchen

    Glück ist, wenn man seine Zufriedenheit nicht an Dinge oder Situationen bindet. Glücklich und erfüllt  bin ich nur, wenn ich meine Träume verwirklichen kann!

  21. PIBE350

    Ein wahres Feuerwerk an Text und Fotos. Gefallen hat mir die Matratzenaktion, aber vor allem, dass du dein Glück in New York gefunden hast. Ich war noch nie in NY, aber es besteht ja nicht nur aus Hochhäusern. Seine Freizeit kann man ja am Wasser und im Grünen verbringen.

    Zu Hasselhoffs Privatleben kann ich mich nicht groß äußern, nur dass ich mit viel weniger schon sehr zufrieden bin. Auf der anderen Seite sind mir die Amischen auch eine Spur zu krass. Ich denke, dass ich mich am ehesten mit deinem Konsum- und Lebensstil identifizieren kann. Nur die Schmutzwäsche landet bei mir ordnungsgemäß in einem Wäschekorb. 😉

    Mit der Fassade hast du sicherlich recht. Perfekte Menschen gibt es nur in der künstlich vorgegaukelten Werbeindustrie. Ich selbst bin auch nicht perfekt, aber das muss ich auch nicht sein. Ständiges materielles Vergleichen und Mithaltenmüssen widerstrebt mir. An schönen Autos kann ich mich erfreuen, aber ich möchte selbst keines haben, weil kein dauerhafter Verwendungszweck besteht. Wenn es wirklich mal im rechten Fuß juckt, miete ich mir eines für einen oder mehrere Tage. Mein letztes Auto sah so aus: https://pl.vc/d43nd

    In diesem Fall nicht besonders schön und schnell, aber es tat seinen Dienst. Am besten war noch der Benzinpreis mit weit unter 1 Euro pro Liter. 🙂

    An Larissa: Deine Pläne und Ziele klingen verlockend. Ich wünsche dir, dass sie in Erfüllung gehen werden.

  22. Bernd

    @ Erhardt: Wenn es ein LIKE-Button geben würde, ich würde 10x drauf klicken. (ich weiß, geht nur 1x)

  23. Larissa

    @Erhardt: Der Begriff Fachkräfte war nicht explizit nur auf Flüchtlinge bezogen. Aktuelle, repräsentative Infratest-Umfragen zeigen, das sich Frauen zusehends bedroht fühlen. In Untersuchungen fällt aber leider durchaus auf, dass bestimmte Gruppen wie Zuwanderer aus Nordafrika bei bestimmten Straftaten – zum Beispiel Diebstahl oder Sexualdelikten – überproportional auffällig sind.

    Klar sind nicht alle so! Das ist mir auch so bewusst. Aber ein Gefühl der Unsicherheit hat für mich und viele in meinen Freundeskreis definitiv zugenommen. Deswegen fühlen wir uns nicht als Rassisten. Die Probleme einer guten beruflichen Integration und Herausforderungen für das Sozialsystem beim Thema Flüchtlinge sind auch nicht ganz von der Hand zu weisen. Wir haben ja offenbar nicht mal genug Geld, um Rentnern nach 45 Berufsjahren eine auskömmliche Rente zu bezahlen. Trotz boomender Wirtschaft. Daher unterhalten wir uns ja hier über das Thema finanzielle Freiheit und Altersvorsorge! Der Herr Trump hätte vermutlich auch nicht gewonnen, wenn die Politik etwas mehr auf Sorgen der normalen Leute gehört hätte…

    Auch im Bekanntenkreis höre ich ähnliches. Selbstverständlich achte ich zugunsten meiner Töchter auch bei der Wohnungswahl daher auf solche Faktoren.

    Das Thema Wohnen an sich hat sich in Deutschland massiv verteuert durch gesetzliche Änderungen (Energieeinsparverordnungen etc). Wer heute in D bauen möchte, sollte sich das dreimal überlegen! ‚Tiny Houses‚ gibt es in den USA schon längst. Mir würde dies wunderbar gefallen! Dank unserer Baugesetze und Vorschriften aber sehr sehr schwierig. Was könnte man da Geld sparen und in Aktien investieren! Wunderbar…. Und näher an der Natur…

    Zumindest bin ich auch etwas im Immobilienmarkt investiert über Vonovia-Aktien ;o)

  24. Michael

    Also ob ein Auto ja/nein, teure Wohnung ja/nein usw. schlecht ist, kann man so pauschal gar nicht beantworten.

    Der eine wohnt eben in New York, wo alles um ein vielfaches teurer ist als wo anders. Dafür hat er eben kein Auto. Der andere wohnt am Land, wo er die Hälfte an Miete zahlt und Restaurants etc. auch viel billiger sind, dafür hat er ein Auto.

    So kann man das gar nicht festmachen. Es kommt darauf an wie viele Ausgaben man INSGESAMT hat. Ob man nun für die Wohnung 1,5k im Monat bezahlt oder ob man viel weniger dafür braucht und dafür ein Auto + andere Gimmicks hat, spielt dabei keine Rolle. Generell ist in der Großstadt alles viel teurer. Ich verstehe nur die Leute nicht, die in der Großstadt ein Auto haben 🙂

    Ich persönlich komme aus der nähe von Wien. Aus einer Kleinstadt (9.000 Einwohner). Habe in meiner Studienzeit bei meinen Eltern gewohnt und habe mir auch relativ bald ein Auto gegönnt. Das Auto war gebraucht und hat 7k gekostet (Seat Cordoba). Gerade im eher ländlichen Bereich war das schon sehr notwendig. Vor allem wenn man etwas unternehmen möchte. Klar kann man überall hin auch mit dem Zug oder Bus fahren. Das Auto hat mir allerdings gute Dienste erwiesen. Weg zum Studiumplatz-Nachhause, Urlaube, Freundin abholen. usw. usf.

    Nachdem ich mein Studium abgeschlossen habe, ist mein Auto leider kurz darauf eingegangen.

    Da meine Freundin und ich beide in Wien einen Job angenommen haben, haben wir uns dort eine Wohnung genommen. Ich würde zwar nur ca. 40 Minuten von meinem Elternhaus bis zum Arbeitsplatz benötigen, ein Leben alleine bzw. mit meiner Freundin waren mir die Ausgaben aber doch wert. Außerdem wollte ich nicht jeden Tag 1,5h pendeln. Unsere Wohnung liegt für beide sehr nahe am Arbeitsplatz. Meine Freundin geht zu Fuß 3 Minuten, ich fahre mit dem Bus, der vor meiner Haustüre stehen bleibt, 10 Minuten.

    Die 600 Euro Kaltmiete teilen wir uns. Wir haben eine sehr schöne Altbauwohnung mit 70 qm. Leider ohne Garten und Balkon. Was mich in der Stadt doch eher belastet bzw. mir geht das Grüne wirklich ab. Die Parks in der Großstadt sind einfach nicht das selbe wie das eigene Fleckchen Grün.

    Ich/wir lösen das so, dass wir – gerade im Sommer – fast jedes Wochenende zu meinen Eltern fahren. Diese haben einen 1400 qm Garten mit Pool und wohnen am Rande der Kleinstadt. Ich genieße die Tage/Abende im Liegestuhl mit einer guten Finanzzeitschrift (letztes Jahr habe ich z.B. das Buch “ Der ientelligent Investor“ von Banjamin Graham an mehreren Wochenenden genossen. Mich stört hier auch niemand. Meistens – wenn ich nicht gerade Freunde einlade – liege ich ganz alleine im Liegestuhl und lasse mir die Sonne auf den Bauch scheinen. Daneben ein kühles Bier oder einen selbst gemixten Mojito. Das ist für mich der pure Genuss. Ich kann mir kaum etwas schöneres vorstellen als ebendiese Situation. Ich freue mich auch schon auf den nächste Sommer und auf ebendiesen Genuss. Vor allem ist dieses Idyll nur 40 Min von meiner Stadtwohnung entfernt, also jederzeit erreichbar. Ich komme auch supertoll mit meinen Eltern aus und besuche diese immerwieder gerne.

    Dort kann ich grillen, die Sonne und das Pool genießen. Ich genieße auch das Kleinstadtleben und treffe mich mit alten Schulfreunden, die immer auch noch gerne dort auf Besuch sind. Manche lade ich dann einfach ein um bei uns im Haus zu wohnen um einen gemeinsamen Abend zu verbringen.

    Nun… ich bräuchte eigentlich gar nicht mehr für ein glückliches Leben. Aber ich hab nun mal eine (super) Freundin, und die stellt gewisse Ansprüche. Sie möchte Reisen, ist in gewisser Weise auch ein Konsummensch (ok dafür hat sie kein Auto) und möchte auch ab und zu beschenkt werden bzw. möchte ausgeführt werden.

    Ich bin zwar kein Konsumfreund aber … na klar … spiele ich das Spielchen, zumindest ein wenig, mit. Ich schenke ihr auch ab und zu um horrende 50 € einen Blumenstrauß obwohl dieser nach ca. 2  Wochen den Geist aufgibt. 50 € in totes Gemüse verbraten – aber die Freundin freut sich… schön… auch wenn mir manchmal das Herz blutet.

    Ich gehe mit ihr schön Essen und ziehe ein wenig mit mit dem Konsumleben – auch wenn es mir nicht die Freude gibt, wie meiner Freundin.

    Eines muss ich ihr allerdings sehr hoch anrechnen (neben ihrer Liebe). Ich war früher kein Urlaubsmensch und bin nur sehr ungern weggeflogen und andere Länder bereist. Ok, man kann natürlich sagen, dass dies wieder Geld kostet. Aber gerade dies, hat mein  Leben bereichert. Mittlerweile fliege ich gerne 3-4-5x im Jahr ins Ausland und genieße eine phenomenale Zeit eben dort, gemeinsam mit ihr.

    Nach unserem Umzug in die Großstadt ist auch mein altes Auto eingegangen – eine Reparatur war einfach zu teuer und hat sich nicht mehr ausgezahlt –> ein paar Polen haben sich gefunden und haben mir immerhin noch 500€ dafür gegeben. Für ein 15 Jahre altes Auto mit Motorschaden EK-Preis 8 Jahre davor 7k ganz ok. Dann hatte ich ca 3-4 Jahre kein Auto. Letztes Jahr habe ich  mir aber doch wieder eine gegönnt. Vorführwagen, mit 100 km drauf – Seat Leon. Relativ günstig. Und ich bereue die Anschaffung in keiner Weise. Wir können überall hinfahren, machen Ausfüge und sind einfach unabhängig. Ich nutze das Auto relativ wenig. Oft steht es Wochenlang herum, ohne einen Kilometer zu fahren. Wir machen aber auch Ausflüge, mit mehrerern 100 km Fahrstrecke (z.B. waren wir letztes Jahr in Italien. Roadtrip, 3 Wochen lang). Das Auto war eine tolle Investition und ich würde genau dieses Auto jederzeit wieder kaufen.

    Was ich damit sagen möchte… meine conclusio:

    Zwar ist mein Leben mit Frau um einiges teurer geworden, allerdings auch um ein vielfaches interessanter, abwechslungsreicher, liebevoller, kommunikativer, phantasievoller und vor allem lebenswerter geworden.

    Es ist nicht die Frage wie viel man ausgibt, sondern wie intensiv man lebt. Ich bin sehr glücklich in „meinem“ Garten. Ich bin aber um ein vielfaches glücklicher, wenn meine 2. Hälfte neben mir liegt. Wenn ich mit ebendieser verreise und Geld in sie „investiere“. Sei es durch Blumen, Restaurantbesuche, Schmuck o.ä. … Sie steht nun mal auf Schmuck.

    Man sollte nicht jeden Kreuzer zusammenhalten, sondern auch – gerade wenn man schon einiges gespart hat – etwas ausgeben. Vor allem wenn es um seinen/ihre Partner/Partnerin geht.

    Nicht die Sparquote ist wichtig, sondern das Leben. Wer sein Leben lang nur spart und dann mit 40 an Krebs stirbt hat auch nix davon. Sparen soll locker von der Hand gehen. Mir tut es das, auch wenn ich ohne Freundin (mit der ich übrigens schon 8 Jahre ein gemeinsames Leben führe) vieeel mehr sparen könnte. Allerdings muss man durch gewisse Lebensumstände, auch gewisse Sparabstriche machen.

    Ich habe, Geld hin oder her, so oder so schon gewonnen. Manche finden ihre große Liebe ein Leben lang nicht. Ich kenne diese schon sein 10 Jahren. Mehr brauche ich für mein Leben eigentlich gar nicht. Ich habe dazu noch tolle Eltern, die mir ein Studium ermöglicht haben, und bei denen ich immer herzlich willkommen bin. Ich kann trotz aller Ausgaben mindestens 50 % meiner Einnahmen sparen. Ich habe durch Aktien ein tolles Hobby. Ich bin zwar trotzdem ab und zu unzufrieden. Diese Unzufriedenheit resultiert aber Großteils aus meinem 40h Job und der Tatsache, dass regelmäßig Leute aus meinem Verwandten-, Bekanntenkreis sterben. Klar, das ist bei jedem so. Allerdings kann – zumindest ich – damit gar nicht umgehen. Mir geht jeder Tod sehr nahe. Auch wenn entfernte Bekannte ins Gras beißen.

    Aber ich schweife ab….

    LG Michael

     

  25. Larissa

    @Michael: Es kommt wohl wesentlich mit auch auf die eigene Sicht auf die Dinge an. Wer z.B. fest an ein Leben nach dem Tode glaubt und sein Leben entsprechend fokussiert, für den kann der irdischer Wohlstand auch niedrigere Prioriäten haben. Im Prinzip ist eh alles nur geliehen auf dieser Welt…. Vergisst man eben nur gerne.

  26. Average Joe

    „Ist das Auto, das Du fährst, für Deinen Chef von Bedeutung? Solange Du nicht im Außendienst bist, ist es doch egal, was für ein Auto Du fährst. Es hat doch mit Deiner Arbeitsleistung nichts zu tun. Ein Auto ist nur eine Fassade, die nichts/wenig über Dich als Mensch aussagt.“

    Sollte wohl so sein. Aber es gibt eben auch oberflächliche Menschen, die nur nach Kleidung, sozialem Status, Auto, Statussymbolen (neues Iphone) und ähnlichem beurteilen. Mein Chef sammelt teure Uhren und steht auf kultige Autos (Cabrios/Oldtimer). Sehr wichtig ist ein teures Schreibgerät und immer braun gebrannt zu sein.

    „Ich weiß, das wollt ihr nicht. Ihr möchtet es anders machen. Die Frage ist aber, wie grenzt man das sozial- und umweltverträglich voneinander ab?“

    Nein, sowas will ich auch nicht. Ich möchte nur sowas wie die Freigabe, dass ich auch in einem Tiny-House leben kann, einfach nur weil klassisches wohnen recht teuer ist.

    „…Energieeinsparverordnungen…“ tja, das Zeug, was da an die Wände gepappt wird ist leider Sondermüll. Das wird in einigen Jahrzehnten extrem teuer entsorgt werden müssen.

    „Glück ist, wenn man seine Zufriedenheit nicht an Dinge oder Situationen bindet. Glücklich und erfüllt bin ich nur, wenn ich meine Träume verwirklichen kann!“

    So ist es. Freie Zeit zu haben und Gesundheit sind wichtiger als ein dickes Konto. Und den Mut „L. mich (in Ruhe)“ zu sagen.

    Ich finde Menschen, die ihren eigenen Weg gehen interessant. Ob es der Stillhalter ist von pistenkuh.de oder auch http://jonsonglobetrotter.de/ oder eben Warren B. aus dem Video letztens… sehr inspirierend. Schönes Wochenende!

  27. Joscek

    Hm….. Also…ich hoffe ich werd ned gebannt muahaha….aber…

    Erstens super nett hier zu lesen…

    Zweitens … Ohne die sogenannten auslaender

    ( kleinschreibung=gewollt)

    waere deutschland nach dem krieg im dreck einfach liegengeblieben….

    Was nicht heisst dass mir deutschland nicht gefaellt….aber…man muss sich eben dran gewoehnen…..es gibt immer verschiedene menschen :

    gut und boese…und das hat nix mit sogenanntem auslaender zu tun

    hat einer in den 90 ger jahren ne tanke ueberfallen ..und per zufall wars eben ein russe…dann hiess es damals der boese spaetaussiedler der die tanke ueberfiel….durch die medien…obwohl lustiger weise es ein mensch, eine person war, der die tankstelle ueberfiel..

    .nebenbei ….ein aussiedler ist ein deutscher…. Nach 20 jahren heisst  es jetzt…ein mann ueberfiel tanke …sehr gut medien lernen auch dazu…

     

    Dann die letzten jahre….ein tuerke macht was ganz dummes in seiner familie dann heisst das …. Ein ehrenmord wurde begangen…..macht die gleiche dumme sache ein deutscher…heisst es eine familientragoedie…. Fuer mich ist mord mord und da macht man kein unterschied…. Medien stellen es aber anders da…..

     

    Jetzt kommen wieder andere boese wie nennt man die doch gleich….aehm boese wesen ..nicht aus europa stammend…. Laut medien sind das teufel die nur rauben saufen vergewaltigen wollen… Zur erinnerung…..wenn ein hier geborener was schlimmes macht heissts familientragoedie oder eben aehnlich..

     

    Was ich damit sagen will….meinung werde ich nicht aendern koennen da dumm geboren somit manchmal dumm gestorben….aber vielleicht bischen zum nachdenken…..

     

    Ein mensch ist ein mensch unabhaengig seines geschlechts aussehens sexualitaet interessen aussehen usw….

     

    im duden unter mensch aufgefuehrt….

    .es gibt eben gute und schlechte menschen …. Es gibt keine supereuropaer….und die boesen anderen….

     

    Geschichten damals gabs doch genug aus denen man lernen sollte…was hass verursacht

     

    In zehn jahren werden es vielleicht die mexikaner sein die nach europa wollen….

     
    Naja… Man muss eben zukuenftig sich bischen anders verhalten ….net jammern heulen …..sondern es ist eben wie es ist..
    Ausserdem es gibt elekroschocker pfefferspray und kampfsport….und ja die zeiten sind endgueltig vorbei wo alles gut war….

     

    Usa hat gangs….und das gleiche ist hier im kommen…nur hass schieben bringt einen eben ned weiter….hass bringt hass nichts anderes….

     

    Zur erinnerung…..war da ned vor jahren eben in deutschland sozusagen eine gruppierung eine frau und paar maenner…die raubend und mordend durch deutschland zog…..man sagte zu dennen damals nicht ….kanacken oder nafris…

    Sondern personen…..und jetzt nachdem diese frau im knast hockt hat sie alles umsonst…..

     

    Darum manche werden es nie kapieren aber ein mensch ist und bleibt ein mensch….

    Das boese und gute gehoert leider dazu…

     

    Hat nix mit aktien zu tun….aber manche vergessen sowas eben….

     

    Danke tim wenn das ned geloescht wird;)

  28. Jan

    @Joscek,

     

    berichtige mich bitte, aber eine Dame hat hier etwas von „Facharbeiter“ und ähnlichen Schwachsinn geschrieben. Eine. Ich würde das nicht so ernst nehmen und insbesondere nicht drauf eingehen. Ich habe sowieso eine Vermutung wer sich dahinter verbirgt, da ist Hopfen und Malz verloren.

    Trotzdem muss ich dir in einem Punkt widersprechen. Die Ausländer kamen nach dem 2. Weltkrieg mit den Italienern erst in den 60ern, da war das deutsche Wirtschaftswunder schon voll im Gang. Deutschland haben Trümmerfrauen und der durch einen irren Diktator dezimierte Restbevölkerung aufgebaut.

    Letztlich ist mir das aber auch alles egal. Ich erwähne es nur der Richtigkeit halber.

  29. Joscek

    Danke 😉 der verbesserung sollte aber auf keinen fall negativ rueber kommen…

    Stimmt vielen frauen damals…….respekt….die hatten damals eier….haetten die auch so gejammert…das waere schlimm

     

    Ansonsten uns allen geht es hier so hammer geil….man schaetzt es eben nur nicht weil man eben alles hat……

     

    Leider will man eben immer mehr…

     

    Schoenen abend…

  30. Fit und Gesund

    @Jan,

    ich glaube ich habe die gleiche Vermutung, würde mit T anfangen…

    ich habe im Heim meiner Mama einige „Facharbeiter und Facharbeiterinnen“ kennengelernt, sie haben mich getröstet und gedrückt, sie sind meiner Mama behilflich gewesen indem sie ihr Essen eingegeben haben und sie gewaschen haben, Farbige, Muslima mit! Kopftuch, Asiate der Altenpfleger lernt, Sri Lanka, da war Alles vertreten,  ich hatte immer Respekt vor ihnen.

    Und jetzt geh ich schaffen in einem Land wo ich selber Ausländer bin!

  31. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ PIBE350

    Mittlerweile habe ich einen Wäschesack. Da kommt alles rein.

  32. Mattoc

    @Tim

    Ich habe drei Aldi-Körbe:

    1. Weiße Wäsche

    2. Schwarze Wäsche

    3. Buntwäsche/Hemden

    🙂

  33. Mr Pino Cavallo

    Hallo Tim,

    ich hätte mal eine Frage an dich zu deiner finanziellen Unabhängigkeit.

    Wie hast du dir das Kapital für dein Depot zusammenverdient? Ich habe mal gelesen, dass du als Controller angefangen hast. Bist du dann später ins höhere Management gewechselt mit allem drum und dran (70+ Wochenstunden, Leben aus dem Koffer etc.) oder hattest du eine ausgeglichene Life-Work-Balance und dafür diszipliniert gespart?

    Sicherlich hast du diese Frage schon mehrfach beantwortet. Allerdings „kenne“ ich dich erst seit wenigen Wochen und es würde mich freuen, mehr über deine Strategie zur finanziellen Freiheit zu erfahren.

    Beste Grüße,

    Pino

  34. Jan

    @ Fit und Gesund,

    meine Frau ist in Schlesien geboren und damals nachdem der eiserne Vorhang brüchig wurde nach Deutschland mit ihren Eltern als Kleinkind geflohen. Meine Schwiegereltern mussten alles da lassen, was ihnen lieb und teuer war, alles was sie sich erarbeitet haben (auch die in Deutschland nicht anerkannten Berufsausbildungen) und Menschen die sie liebten. Sie konnten sich nicht mal bei ihren Liebsten verabschieden, weil man nie wusste wer bei als inoffizieller Mitarbeiter bei der Geheimpolizei arbeitete, und mussten heimlich für die Fahrt Benzin sammeln und horten.

    Die Menschen die Hetze verbreiten haben doch keine Ahnung, was für eine Entscheidung diese Menschen, aus welchen Gründen auch immer sie fliehen, treffen müssen und in welche Unsicherheit sie sich begeben. Natürlich ist nicht alles richtig, was wir 2015/2016 der europäischen Union in einem deutschen Alleingang zugemutet haben. Und es gibt auch andere Dinge, die sicher nicht ok sind. Aber das rechtfertigt nur Kritik jedoch nie Rassismus.

    Nebenbei, meine Frau ist studiert, spricht ein perfektes Deutsch (und hat dank anerkanntem Aussiedlerstatus nach dem Bundesvertriebenengesetz die deutsche Staatsbürgerschaft). Sie hat einen guten Job im Sozialbereich und zahlt Abgaben, Sozialversicherungen und Steuern. Etwas, das man von den Hetzern sich oft nur wünschen könnte.

  35. Markus Mueller

    Hallo Tim,

    ich verfolge deinen Blog regelmäßig auf Facebook und bin wirklich begeistert, immer weiter so.

    Was hältst du von folgendem Thema „ich spare Überstunden“?! Klingt erstmal doof, ist jedoch ein großer Schritt, Richtung vorzeitigen Ruhestand, wenn man es richtig anstellt. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man in einem Unternehmen arbeitet, welches es einem ermöglicht mehrere 100 Überstunden anzusammeln, oder Überstunden auszubezahlen. Nicht vergessen, die Unternehmen müssen hierfür auch Rückstellungen bilden.

    Geh mit folgender Grundeinstellung an das Thema ran „eine Arbeitsstunde bekommst du nicht mehr günstiger wie heute!“, warum? Ganz einfach, wenn du das Glück hast in einem Unternehmen zu arbeiten, welches an einen Tarif gebunden ist, steigt der Wert deiner ersparten Überstunden jährlich um Brutto sagen wir mal um ca. 2 – 3 %. Auf den ersten Blick nicht viel, so schaut es nach 10 – 20 Jahren schon ganz anders aus. Auch ohne Tarifanbindung und einer vielleicht unterwarteten Gehaltserhöhung um 10 / 20 % steigt natürlich gleichsam auch der Wert deiner Stunden.

    Wenn du jung bist, belastungsfähig, dein Job dir Spaß macht, dann habe keine Scheu davor auch mal 45 – 50 Stunden die Woche im Büro zu verbringen. Lass dich von den negativen Hatern nicht beeinflussen. Natürlich wird es Neider geben, die dich als Workaholic bezeichnen, dir unterstellen du hättest kein Leben. Erzähle ihnen nichts von deinen Plänen, denn verstehen werden sie dich sowieso nicht. Es liegt aber nicht in ihrer Natur, sie bekommen oftmals schon als kleine Kinder diese negative Haltung gegenüber der Arbeit von ihren Eltern implementiert. Arbeit = schlecht und so ziehen sie es durch ihr ganzes Leben bis zur Rente.

    Wieder zurück zum eigentlichen Thema. Was du letztendlich mit deinen Überstunden machst, bleibt natürlich dir überlassen. Viele jammern, dass bei Auszahlung die steuerliche Belastung ja so hoch sei. Das ist bei dieser Einmalauszahlung durchaus korrekt, da ihr aufgrund eures höheren Bruttogehalts  mit dieser Gehaltsabrechnung in eine höhere Lohnsteuerstufe rutscht. Viele vergessen dabei jedoch, dass die Lohnsteuer beim Jahresausgleich auf das Gesamtjahresbrutto berechnet wird und hier sich in der Regel rückwirkend positiv auswirkt.

    Wenn du die Möglichkeit hast, die Stunden langfristig auf einem Langzeit- / Freizeitkonto liegen zu lassen, dann würde ich dir das als erstes empfehlen. So wie allgemein empfohlen wird, 3 – 5 Nettogehälter als Notreserve vorzuhalten, kannst du zusätzlich mit Überstunden für mehrere Monatsgehälter eine weitere Notreserve bilden.

    Vielleicht möchtest du dir mit den Überstunden auch mal eine längere Auszeit nehmen, mit Frau und Kind/ern verbringen, eine Weltreise machen, was auch immer, es bleibt dir überlassen.  Entscheide für dich, welchen Mehrwert du dadurch für dein Leben erreichen möchtest.

  36. Average Joe

    @Markus Mueller

    das sind die bekannten Lebensarbeitszeitkonten. Gibts zB bei HP und Continental.
    Aufpassen, bei Babcock Borsig waren die Konten hinne, als das Unternehmen pleite war. Auch beim Jobwechsel heikel, also auf neutrale Abwickler und Migrationsmöglichkeit achten. Ansonsten aber gutes System. Genau wie 401k wird in D. aber leider nichts in der Breite umgesetzt.

    …über den Artikel musste ich schmunzeln, ich würde noch zusätzlich den Finanzminister verklagen, weil der nicht genug Steuern einbehalten hat:

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/sie-vermisst-einfaches-leben-millionengewinnerin-will-lottogesellschaft-verklagen-14874299.html

  37. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Mattoc

    Ich habe keinen Platz für 3 Wäschekörbe. Ich lebe auf einer Mini-Fläche. Ich sortiere meine Wäsche im Waschraum (habe keine Waschmaschine).

     

    @ Mr Pino Cavallo

    Ich habe mit 15 Jahren angefangen zu arbeiten (Nebenjobs). Mit grob 20 Jahren fing ich mit dem Aktiensparen an. Ich kaufte Wohnungen. So kam der Schneeball ins Rollen. Ich legte nie wert auf Krempel und übertriebenen Konsum.

    Ich verdiente normal. Als Betriebswirt hatte ich einen langweiligen Bürojob. Ich arbeitete jeden Tag an Excel-Tabellen. Ich sortierte und analysierte Kosten in der Stadtverwaltung… Neben dem Vollzeitjob behielt ich einen Nebenjob (genehmigt vom Arbeitgeber).

     

    @ Markus Mueller

    Klar mehr zu arbeiten, macht Sinn: Entweder per Überstunden oder Nebenjob. So legst Du den Grundstein für den Zinseszins. Je früher Du anfängst, desto besser. Dann kannst Du die Frührente schneller schaffen.

  38. Fit und gesund

    @Jan,

    da bin ich absolut Deiner Meinung,

    vielen Dank für den „Einblick“ in Eure Lebenssituation, so etwas prägt. Meine Oma hatte ihr jüngstes Kind auf der Flucht an einer Krankheit verloren, aber ich weiss nicht so viel drüber.

    Alles Gute für Euch!

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