Darum sind Dividendenpapiere von Vorteil: 9 Gründe


New York, 7. August 2011

In den USA sinken die Kurse. Die Wall Street steht unter Schock. Nicht nur die Ratingagentur Standard & Poors hat mit ihrer Abstufung der USA für Furore gesorgt. Überall brennt es. Es gibt so viele offene Fragen wie nie zuvor. Kein Mensch weiß so recht, wie es weiter geht in Washington. Barack Obama steht unter gewaltigem Druck. Was macht er mit den Kriegen? Sie sind unbezahlbar geworden. Und immer mehr Soldaten sterben in Afghanistan und im Irak. Wo will die Regierung die Einsparungen vornehmen, die mit den Republikanern abgestimmt worden sind? Detaillierte Informationen gibt es keine.
Je schlechter die Stimmung an den Weltbörsen ist, desto besser ist sie für Schnäppchenjäger. Ich rate vor allem auf die Dividenzahler zu achten. Und den einen oder anderen Wert ins Depot zu legen. Bevor Sie zuschlagen: Warten Sie ab und beobachten Sie die Lage. Ein schneller Einkauf ist nicht nötig. Zu vermeiden ist folgendes Szenario, was immer wieder passiert: Sie kaufen eine Aktie für 30 Dollar. Anschließend fällt die Aktie auf 20 Dollar. Sie verlieren die Nerven, was durchaus verständlich ist, schließlich haben Sie ein Drittel Ihres Einsatzes zu diesem Zeitpunkt verloren. Aber dann geschieht, was Sie ärgern wird: Die Aktie klettert wie verrückt. Sie klettert auf Ihr Ursprungsniveau von 30 Dollar zurück. Und mehr noch: Sie geht schnurstracks auf 40 Dollar. So eine „Verlust“-Strategie sollten Sie unbedingt vermeiden.
Sie brauchen an der Börse Nerven wie Drahtseile. Das gilt auch für Dividenden-Stars. Ohne Disziplin lässt sich die erfolgreiche Buy-and-Hold-Strategie des Warren Buffett nicht durchsetzen. Viele predigen, Stop-Loss-Aufträge zu setzen, was ich für blödsinnig halte. Erstaunt war ich zu sehen, wie unkritisch Wikipedia das Instrument des Stop-Loss-Limits schildert, an diesem Eintrag fehlt meiner Meinung nach eine kritische Ergänzung, vermutlich hat das ein Banker geschrieben. Wenn Sie hochsolide Aktien auswählen, bleiben Sie schlicht an Bord. Die Banken und die Börse wollen natürlich aktive Kunden, so füllt sich deren Kasse. Je mehr Sie Traden, desto besser für diese Organisationen und ihre Berater. Achten Sie darauf, wenn Ihnen jemand rät, mit Stop-Loss-Orders zu arbeiten, welche Interessen diese Person verfolgt, dann wird Ihnen vieles klar. Warren Buffett ist mit seiner Anlagephilosophie des Buy and Hold reichster Investor geworden, der Altmeister verzichtet auf solchen Firlefanz.
Machen wir uns doch nichts vor. Manchmal ist es wie verflixt: Eine Aktie, die Sie zu 30 Dollar erwerben, muss einfach auf 20 Dollar zurückfallen, bevor sie später auf 40 Dollar marschiert. Wer Qualität einkauft, der braucht sich nicht zu sorgen. Die Kurse schwanken nun einmal. Finden Sie sich damit ab. Akzeptieren Sie das.
Gründe für die Kursschwankungen gibt es massenweise. Rund um den Globus häufen sich die Probleme. Die Börse bebt. Einer der Hauptgründe: Das Finanzsystem wackelt mal wieder. Die Konjunkturerholung in den USA flacht ab. Sicherlich haben die wochenlangen Diskussionen in Washington über all die Sparpakete die Menschen verunsichert. Es zeigt sich, dass in beiden Parteien eine unglaubliche Feindschaft herangereift ist. Kompromisse sind kaum mehr möglich. Jeder versucht, dem anderen die Schuld in die Schuhe zu schieben. Schlimm fand ich die amerikanischen Politiker, die gedroht hatten, die ausstehenden Verpflichtungen des Staates wie beispielsweise die Renten einfach nicht mehr zu bezahlen. Solche Drohungen können eine Panik auslösen. So etwas brauchen wir gewiss nicht. Mit der Angst der Bürger sollte niemand spielen. Dass das die Mächtigen nicht wissen, ist erschreckend. Wichtig ist es die Menschen zu beruhigen und zur Besonnenheit aufzurufen. Nur so lässt sich eine Krise meistern.
Die Konsumenten halten in einer solchen Phase ihr Geld zusammen, was kein Wunder ist. Auch ist die Arbeitslosigkeit zu hoch. Hier gibt es natürlich jede Menge Fragen, wie das Jobwachstum wieder anspringen kann.
In diesen turbulenten Zeiten ist es wichtig eine solide Strategie an der Börse zu verfolgen. Zuallererst sollten Sie Ruhe bewahren! Panik ist ein schlechter Ratgeber. Die Dividendenstrategie halte ich grundsätzlich für eine der besten Strategien. Eigentlich gilt das für gute wie für schlechte Zeiten. Aber in Krisenphasen fällt auf, dass Dividendenzahler sich stabiler entwickeln. Wachstumswerte fallen dagegen häufig wie eine heiße Kartoffel. Warum geraten die Kurse bei den Zahlmeistern nicht so stark unter Druck? Mit der großen Anhängerschaft hängt das zusammen, die sich in solchen Papieren tummelt. Kürzlich schrieb ich einen Artikel über einen Finanzdienstleister, der eine ausgesprochen hohe Summe auskehrt. Der Kurs hat sich in dem Börsencrash kaum nach unten bewegt. Ich besitze die Aktie nicht. Ich möchte Ihnen nur anhand eines Beispiels zeigen, wie stabil solche Aktien reagieren können.
Dividendenpapiere haben diese neun Vorteile:

Erstens: Sie liefern einen schönen Cashbetrag jedes Jahr. In den USA sprudeln quartalsweise die Dividenden, in Deutschland gibt es sie einmal jährlich zur Hauptversammlung.

Zweitens: Die Aktionärsstruktur ist stabil.

Drittens: Diese Firmen genießen mehr Aufmerksamkeit.

Viertens: Es handelt sich um gesunde Unternehmen. Denn nur solche, die Geld überflüssig haben, können regelmässig Ausschüttungen vornehmen.

Fünftens: Der Vorstand plant in der Regel, mittelfristig immer mehr auszuschütten. Wer also lange genug in solchen Werten engagiert ist, kann sich über wachsende Rückflüsse freuen. Es handelt sich um ein schönes passives Einkommen.

Sechstens: Wer auf solche Papiere setzt, geht weniger Risiken ein, weil das Kerngeschäft profitabel und erprobt ist.

Siebtens: Der stetige Geldzufluss ist für den Aktionär eine schöne Sache. Ein Verkauf von Aktien ist nicht nötig, um an Geld zu kommen. Es bringt mehr Rendite als jedes Sparbuch oder Tagesgeld.

Achtens: Dividenden machen bis zu 40 Prozent der Gesamtrendite aus. Wenn Ihnen dieser Grundbaustein fehlt, dann erzielen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit eine geringere Rendite.

Neuntens: Wachstumswerte, die keine Dividenden zahlen, können eines Tages einen gesättigten Markt antreffen. Dann fallen solche Kurse wie Kartenhäuser in sich zusammen. Wenn die Phantasie entweicht, ist die hohe Bewertung nicht mehr gerechtfertigt. Dividendenzahler sind hingegen große, solide Konzerne, denen es nicht in erster Linie um Wachstum geht, sondern eher um hohe Geldzuflüsse.

Wer mehr Informationen zur Dividendenstrategie sucht, findet sie hier und hier. Gute deutsche Quellen sind diese drei Websites: Eins, zwei, drei. Empfehlenswert ist ebenfalls die Plattform meines Züricher Freundes Werner Rehmet: www.MyDividends.de.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Darum sind Dividendenpapiere von Vorteil: 9 Gründe

  1. Max

    Hallo –

    auch ich halte einige Dividendenpapiere in meinem Depot, tendiere aber momentan eher dazu, starke unternehmen zu kaufen, die keine Ausschüttungen vornehmen.

    Dazu, ihr vierter Punkt suggeriert, dass ausschließlich stabile Unternehmen Dividenden ausschütten. Ich denke, dass man dieses Aussage etwas differenzierter betrachten muss. Was ist denn zum Beispiel mit der Deutschen Telekom? Diese verfügte nicht nur einmal über eine Ausschüttungsquote von über 100%, behält also keine Gewinne im Unternehmen (= retained earnings) und muss sogar Substanz abbauen bzw. Schulden aufnehmen um ihre Ausschüttungen zu finanzieren. Kann das gesund sein?

    Zweites Beispiel: RWE. Ich selbst bin in RWE investiert und wünsche mir eigentlich eine Kürzung bzw. Aussetzung der Dividende (natürlich ist der höchstwahrscheinliche Preisverfall in Folge einer solchen Ankündigung nicht wünschenswert), denn das Unternehmen baut nun im großen Stil Substanz ab (Siehe Pressemitteilungen von gestern) um neue Investionen zu schultern und die 60% Ausschüttungsquote aufrecht zu erhalten. Als Argument für die Aufrechterhaltung der Ausschüttungen wird auf zahlreiche Investoren verwiesen, die auf die Zahlungsflüsse angewiesen sind.

    Begeben sich Unternehmen also nicht auch in eine gewisse Abhängigkeit?

    Sorry, wer Geld braucht, sollte in meinen Augen Aktien verkaufen, hiermit lässt sich auch eine viel höhere Flexibilität erreichen (die deutschen Hauptversammlungen und damit die Dividendenausschüttungen sind größtenteils in einem engen Zeitraum, wer vor Weihnachten Geld braucht, dem ist mit Dividenden nicht geholfen)

    Als Kriterium für die Dividendenauschüttung würde ich also nehmen, dass die Unternehmensleitung keinerlei Möglichkeiten mehr sieht, den Gewinn rentabel anzulegen (oder im entsprechenden Maße Schulden zu tilgen oder Sicherheiten aufzubauen kurz: die Bilanzrelationen zu verbessern) dies sollte im einzelnen Fall überprüft werden.

    Drittes Beispiel: GAGFAH, gigantische Dividendenzahlungen (über 10% Dividendenrendite) scheinen dieses Unternehmen fast auszusaugen, allerdings muss der Konzern ohne Dividendenausschüttungen um die eigene Finanzierungsbasis fürchten (Denn die Aktie würde ohne Ausschüttungen wesentlich weniger attraktiv sein).

    Sicher, mir kann vorgeworfen werden hier nur einzelne Beispiele herausgepickt zu haben, allerdings bin ich sicher, dass es noch einige mehr von der Sorte gibt.

    Schließlich und letztlich:

    Wie steht es denn um die „Doppelbesteuerung“ wenn ich richtig informiert bin, wurden die Steuern, die in Form von Dividen zu mir fließen bereits versteuert, bevor sie der Abgeltungssteuer unterzogen werden. Da ich mich mehr als Unternehmensbesitzer denn als „Aktionär“ sehe, ist es in meinem Interesse, dass kein Geld „verschenkt“ wird, indem man es ausschüttet. Hätte es nicht einen steuerlichen Vorteil, die Gelder in den Unternehmen zu lassen und dann auf die fundamental gerechtfertige Aufwertung der Papiere zu hoffen?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Max

  2. tim schaefertim schaefer

    Hallo Max, ich stimme Ihnen zu. Ihr Kommentar bereichert diesen Blog. Natürlich sollten Anleger darauf achten, dass die Dividende vom Unternehmen erwirtschaftet wird und nicht aus der Substanz stammt. Einen ersten Eindruck liefert uns der Überschuss beziehungsweise die Ausschüttungsquote. Wer sich die Kapitalflussrechnung anschaut, der kann mehr Details erfahren. Um meinen Bloglesern die Cashflow-Methode zu veranschaulichen, wähle ich hier als Beispiel Microsoft: So flossen dem Softwareriese laut Cashflow-Statement im vergangenen Geschäftsjahr 27 Milliarden Dollar zu. Investiert hat Microsoft davon 14,6 Milliarden Dollar. Weitere 5,1 Milliarden Dollar gab Steve Balmer per Dividende an die Aktionäre. 9,1 Milliarden investierte er in Aktienrückkäufe. Das zeigt, dass Balmer eine hochsolide Dividendenpolitik verfolgt. Für dieses Beispiel gilt: Ich besitze die Microsoft-Aktie nicht.
    Mit Blick auf Ihr Beispiel Deutsche Telekom folgende Einschränkung: Der operative Cash Flow lag mit 14,7 Milliarden Euro weitaus höher als die Dividendensumme von drei Milliarden Euro. Auch der Free Cash Flow (freier Kapitalfluss, sprich operative Cash Flow nach Investitionen) rangierte in Höhe von 6,5 Milliarden Euro weit über der Ausschüttungssumme. Insofern ist Ihre Kritik nur mit Blick auf den Überschuss zulässig, nicht jedoch auf die zugrunde liegenden Barmittelflüsse. Nun kann man zurecht die Frage stellen, was zählt: Der offizielle Gewinn oder das sprudelnde Bargeld.

  3. HubsenHubsen

    Ja, Ja – die gute alte Buy & Hold Strategie von Dividendenpapieren. Bleibt bloß zu hoffen, dass man auf die Richtigen zur richtigen Zeit gegriffen hat ..und vor allem, dass der Markt das auch so sieht…

    Mein RWE Dividenden-Papier hat mir mangels Stopp/Loss (aus KEST-Gründen) bereits -42% „erwirtschaftet“ (zugegeben noch ohne Dividendenzuflüsse) -> aber die Zukunftsaussichten sind leider auch nicht wie oben beschrieben, dass ich Angst haben müsste den rasanten Aufwärtssprung nach diesem „normalen Rücksetzern“ zu verpassen.

    Man kann sich ja ungefähr ausrechnen um wieviel Prozent die Aktie wieder steigen muss – bloß um pari auszusteigen.
    Nicht vergessen aber, die Verzinsung für diese Jahre der Kursaufholung mitzuberücksichtigen! und auch das fehlende Geld für gewinnbringende Investitionen mit weit besserem Chance/Risiko-Verhältnis. -> also vermutlich sehr viel mehr als bloß 100% (außer nächstes Jahr ist der alte Kaufkurs wieder da).

    Nicht umsonst hat auch ein Warren Buffet in erster Linie den Schutz des Vermögens proklamiert:
    „Regel eins lautet: Nie Geld verlieren. Regel zwei lautet: Vergesse nie die Regel Nummer eins. (Warren Buffet)“
    Um dies zu befolgen warten die „Buy & Holder“ halt solange bis die Kurse wieder oben sind – wenn je… (im schlechtesten Falle hat ein Index dafür ja „nur“ 40 Jahre gebraucht um sein letztes Hoch zu erreichen).
    -> Tja viel Zeit & Ruhe und Geduld muss man haben, will man nicht mit Stopp/Loss und geringen Verlusten aussteigen.
    Ist doch schöner den ganzen Weg nach unten und wieder nach oben über Jahrzehnte mitzuverfolgen – oder? 😉

    Nokia, Deutsche Telekom, Kodak, RWE to be continued … hoffentlich haben sie nicht diese einstmal – nahe ihren Höchstständen – für die Richtigen gehalten, denn dann brauchen Sie vermutlich Kostolanys 30 Jahre Schlafpulver um mal nachzusehen ob schon annähernd pari… und müssen notfalls noch ein zweites „nachschlucken“, wenn sie 30 Jahre Zinsentgang mitberücksichtigen 🙂
    comdirect Chart
    Würfeln sie im Chart oben mehrmals einen zufälliges Einstiegsjahr bei der immer wieder empfohlenen „Coca Cola“ Aktie und errechnen sie mal den durchschnittlichen %tuellen-Gewinn seither. …die gerade Linie im Chart ist eine jährliche 3% Verzinsung zum Vergleich.

  4. Tim SchaeferTim Schaefer

    Hubsen, natürlich ist das ärgerlich, wenn eine Aktie wie RWE brutal abstürzt. Die Kunst besteht als Value-Jäger darin, eine solche schlimme Schwächephase auszusitzen: Sie haben das richtig in Ihrem Statement hier auf den Punkt gebracht. Die größten Vermögen werden in schweren Krisen geschaffen. Fragen Sie mal bei den Familien Porsche und Piech nach, ob die eine Porsche-Aktie verkauft haben? Natürlich nicht. Sie bleiben dabei. Obwohl der Autobauer fast unterging, sind sie an Bord geblieben. Oder fragen Sie mal Warren Buffett, ob er überlegt hatte, als seine Amex-Aktie im Zuge der Finanzkrise brutal einstürzte, diese abzustoßen. Natürlich nicht! Ich möchte hier nicht als ein Besserwisser erscheinen. Ich habe diese Verlustbegrenzungsfehler schon reihenweise begangenen. Ich habe Geld verloren, viel Geld sogar. Mir war das eine Lehre.
    Ich gehe sogar noch weiter: Ich bin so stur und lasse eine Aktie auf die Nulllinie fallen. Wenn es sein muss, ist mir das dann auch egal. Ich gebe kein Stück mehr her, wenn ich mich für einen Konzern entschieden habe. Dass Sie bei RWE diesen „Fehler“ begingen, konnte man nicht im Vorfeld wissen. Es war immer ein solider Dividendenzahler. Ich glaube, RWE hat das Potential wieder auf die Erfolgsspur zurückzukommen. Das kann freilich dauern. Wenn Sie der Meinung sind mit einer aktiven Handelsstrategie und Stop-Loss-Orders besser abzuschneiden, sollten Sie das natürlich tun. Buy and Hold ist eine verdammt schwierige Strategie, die in der Tat sehr schmerzhaft sein kann. Unterm Strich bin ich davon überzeugt, es ist der beste Renditebringer.

  5. Hubsen

    Hallo Tim,

    RWE wird vermutlich auch noch ein Dividendenzahler bleiben (leider aber nicht der tollen Gewinnsituation/steigerung geschuldet, sondern mehr politisch motiviert -> analog zu den Telekoms bei uns in Ö und auch in DE, aber allen 3 gemeinsam ist der extrem hohe Kurseinbruch von den Höchsständen weg, wo die Ö Telekom mit >50% noch „gut“ dasteht ca. 90% bei der deutschen TK und ca. 2/3 bei der RWE.
    Sich in eine Aktie zu verlieben gehört zu den Kardinalfehlern einer Anlagestrategie. Was hilft es wenn alle anderen (dem Markt) ihre „hübsche Braut“ nicht gefällt und diese aufs abschüssige Abstellgleis stellt.
    Wenn einem das reicht dass die Braur wenigstens Geld hat/zahlt? Die Dividendenrendite wird sogar extrem hoch, attraktiv bei fallenden Kursen – vorübergehend zumindest. 🙂

    Wer z.B. bei Minus 8% Stopps gesetzt hätte und mehrmals ausgestoppt wurde kann gar nicht 2/3 des Vermögens verloren haben außer er tradet wie ein Verrückter im fallenden Gesamtmarktumfeld…

    Leider fehlt mir auch oft die Konsequenz, die schnelle Reaktion -> und die neue Ö- KEST-Regelung für Aktien- und Fondsaltbestände fördert leider dieses „Buy&Hold forever“ auch noch.

    Da muss man natürlich auch mal rückfragen – wie den der %-tuelle persönliche Track-Record der Buy&Hold Stratgie seit dem Geldverlust mit der Stoppstrategie genau aussieht? …und in welchen Jahren die Hauptinvestments getätigt wurden?

    Für einen 20-25 Jährigen nicht Börse-Interessierten wäre eine „Buy&Hold-Strategie in Dividendenpapiere“ NACH Börsencrashphasen z.B. Anfang 2009 sehr zu empfehlen, wenn er mit 50-60 eine anständige Zusatzversorgung anstrebt. Da braucht er aber trotzdem die letzten 15 Jahre wem, der ihm bei neuen Höchstständen in noch „sicherere“ Anlageformen ab/umschichtet.

    Beste Grüße nach N.Y.C.!

    Hubsen

    PS. und wie heißt es immer bei den Märchen: .. und wenn sie nicht gestorben sind, dann warten sie noch heute 🙂 …oder auch: die Zeit heilt alle Wunden 🙂

  6. HubsenHubsen

    Hallo Tim,
    …beide Tasachen helfen einem Investor, der wie ich, vor 1 Jahr = zum falschen Zeitpunkt, in die RWE investiert hat, leider auch nicht mehr weiter. Das RWE nicht bankrott geht ist eh klar.
    Bitte Warten auf Pari-Ausstieg mit der fiktiven Wartenummer „3.670.108“ ist angesagt…

    …und wie oben von Max sinngemäß richtig festgestellt wurde -> von den Dividenden werden noch 25% KEST (in Ö) / Abgeltungssteuer (in DE) in Abzug gebracht, während eine Kurssteigerung von Aktien-Altbeständen in Ö KEST-frei bliebe -> also Kurswerterhöhende Einbehaltung wäre wesentlich besser/anlegerfreundlicher!

    Mit gleichzeitig erworbenen EON-Bonuszertifikat bin ich sogar rechtzeitig mit Gewinnabsicherung ausgestiegen (soweit zum „Stopp/Loss Unfug“)!

    Meiner Ansicht nach hat ein konsequentes Stopp/Loss (auch wenn nur mental gesetzt) und insb. Trailing Stopp Loss seine volle Berechtigung!!
    „Verliere niemals zuviel Geld, …möglichst auch nicht vom bereits Gewonnenen.“ scheint mir das fortschrittlichere Credo zu sein (wenn man nicht gerade W. Buffet ist und über Analysen & Zugänge & sehr frühe Infos/Kaufmöglichkeiten verfügt, wie niemals! ein Privatanleger).

    Daher nochmals die Frage an Sie (ohne dabei zuviel Detailinfos preiszugeben):

    Wie sieht denn Ihr persönlicher prozentueller Trackrecord (in Summe und pro Jahr) nach ihrer Aufgabe der Stopp-Loss Strategie (bei wieviel % Verlust übrigens?) und den damaligen hohen Verlusten, seitdem für „Buy & Hold forever“ aus??? …und aus welchen Jahren stammen die betragsmäßig größten Teile der Käufe?

    Nur so kann man sich ein echtes Praxis-Bild – machen -> denn in der Theorie der Börsepropheten funktioniert Vieles …aber nur „Bares ist Wahres“ …und sei es auch nur der aktuelle Wert am gegenwärtigen Depotkonto, verglichen mit der Anfangssumme.

    Auch Buffets „Berkshire Hathaway“ Aktie hat ja einen Wertsteigerung, dessen lfr. beindruckender Kurserfolg sich über verschiedene Perioden hinweg nachverfolgen läßt.
    Chart
    Nur seit 1998 hält der dividendenanrechnende DAX da auch mit.
    Chart

    Beste Grüße von N.Y.C.!

    Hubsen

  7. tim schaefertim schaefer

    Hallo Hubsen, ich führe keine Statistik. Ich kaufe und lasse die Aktien liegen wie einen alten Schinken. Je älter, desto besser – das ist jedenfalls meine Beobachtung. Sie glauben doch nicht im ernst, dass ein Warren Buffett, Günther Fielmann, Gerry Weber, Friede Springer oder Ferdinand Piech mit einem Firlefanz wie Stop-Loss oder Bonuszertifikaten arbeiten. Ich versuche mit meiner Strategie, solche Menschen zu kopieren. Das ist das Thema dieses Blogs: Warren Buffett und all die guten Geschäftsleute. ich kann diese künstlichen Produkte der Finanzindustrie nicht beherrschen und verstehen – daher lasse ich die Finger davon. Ich habe mein Lehrgeld bezahlt. Auch kann ich den Börsenmarkt auf kurze Sicht nicht vorhersehen, daher Trade ich nicht. Ich bin mit meiner Performance ganz zufrieden. Zugegeben, ich greife auch mal daneben. Ich kann daher Ihre Enttäuschung mit RWE durchaus nachempfinden. Beste Grüße nach Österreich

  8. Hubsen

    Hallo Tim,
    klar braucht ein Warren Buffet keine Bonuszertifikate (ein Investmentvehikel gedacht für Kleinanleger auf Seitwärts-/ bzw. leichten Abwärtsmärkten), dass habe ich aber auch niemals behauptet.

    Ob er aber niemals einen Stop/Schlußstrich zieht / gezogen hat, kann man aber schon eher bezweifeln.
    Aus Silber ist er aber schon mal ausgestiegen (vermutlich aber auch ohne Stop/Loss).

    Im Unterschied zu dem hier immer wieder proklamierten Ansatz, bestehend aus „Kaufen & auf ewig durchhalten“ der hier im Blog immer wieder genannten einzelnen (durchaus meist sehr guten) Aktien (= Namedropping erfolgreicher längst! bekannter Value-Aktien) bin ich aber nicht so naiv zu glauben, dass Warren Buffet so das große Geld verdient bzw. verdient hat.
    Der hat viele der heutigen Branchengrößen und erfolgreichen Nischenplayer vermutlich schon zu einem so frühen Zeitpunkt erworben, wo die riesigen Kurssprünge nach oben noch bevorstanden …und nicht erst danach als „konservatives“ Langzeit-Investment.

    Mir ist somit sehr bewusst, dass ich mangels Recherche-/Insiderinfo- etc. Möglichkeiten eben nicht in dieser Oberliga der Börse- und Finanzaristokratie mitspielen kann, auch weil ich nicht 1:1 „Turtle Traden“, also alle W. Buffet-Käufe zeitnah nachahmen kann, weil W. Buffet mich nicht in seine Aktienkäufe vorab/zeitnah einweiht (Aktien und spätere Highflyer von denen ich zuvor oft noch niemals etwas gehört habe und welche nach seinem prominenten Kauf – nicht zuletzt dank der „Turtle Trader“-Nachahmungskäufe – im Kurswert erstmal kräftig nach oben ansteigen).

    Daher muss jeder, gemäß seinem eigenen Wissen, seinen eigenen Beobachtungen und seinen eigenen Ressourcen (Zeit & Geld) den eigenen passenden Weg finden… oder eben – wie bei Ihnen als erklärter W.Buffet Fan – konsequenterweise gleich die Berkshire Hathaway-Aktien kaufen und sonst nichts.

    Und damit aus „gefühlten“ Beobachtungen auch logisch nachvollziehbare werden, muss man erstens mit echtem eigenen Geld handeln und zweitens auch wissen ob und wieviel sich dieses, bei unterschiedlichen Handlungsweisen, in gewissen Perioden, vermehrt oder verringert hat – grob zumindest -> Sonst bleibt das Ganze immer eine vage unbeweisbare Glaubensfrage, die, wie bei jeder Religion dadurch gekennzeichnet ist, dass man ab einem gewissen Punkt nicht mehr hinterfrägt sondern glaubt …und unangenehme, nichtstimmige Tatsachen einfach ausblendet um so kognitive Dissonanz zu vermeiden.

    Gut möglich, dass ich Ihre Zugehörigkeit zur Finanz- und Börsearistokratie bzw. allen damit verbundenen Info-Recherche-und Kursbeeinflussungs-Möglichkeiten inkl. Geschäftsführer-/Vorstands-Connections grob unterschätze, aber für mich sind die hier aufgezeigten verklausuliert formulierten Kaufempfehlungen konservativer Valuewerte nicht die Warren Buffet Originalstrategie, auf die sein erfolgreicher Langfrist-Trackrecord beruht …und wahrscheinlich stört mich gerade diese Unstimmigkeit, warum ich mich immer wieder zu dem Thema äußere.

    Nichts für Ungut & Beste Grüße nach N.Y!
    Hubsen

    PS: Eine sinngemäßes Zitat eines alten Börseinsiders der Wallstreet zum Nachdenken:
    „Von 1900 bis 2000 (100 Jahre) gab es 33 Marktkorrekturen (Bärenmärkte) mit durchschnittlichen Kursverlusten von je 32%. Die 11 größten davon hatten sogar durchschnittliche Kursverluste von beinahe 50%“ Lezteres benötigt also, wie wir leicht errechnen können, eine rasche Kursaufholung von 100% oder eine langsame Kursaufholung von weit über 100% bloß um Pari auszusteigen.

    -> Do you want to Buy & Hold through the next baisse – that will come for sure? -> Dann bitte keine Stopp-Kurse setzen.
    -> Mit Einzelaktienauswahl kann man abweichend von diesen Durchschnittswerten – als Pechvogel natürlich immer noch viel schlechter / als Glückskind aber auch viel besser liegen – fast so wie im Casino.

  9. tim schaefertim schaefer

    Hi Hubsen, Buffett hat immer Marktführer und Milliardenkonzerne gekauft. Schon bei seinem Einstieg handelte es sich um bedeutende Player. Hier eine Liste seiner Kernpositionen! Was viele bei Buffett nicht erkennen, ist die Wirkung des Zinseszinseffekts aufgrund des extrem langen Zeithorizonts. Buffett ist 80 Jahre alt und hat schon als Kind mit dem Investieren begonnen. Man braucht keine Insiderkenntnisse zu haben, sondern muss nur solide Konzerne kaufen und braucht viel Geduld. Wenn die vergangenen zehn Jahre lausig waren, liegt das an der Weltwirtschaftskrise. Buffetts Firmen mögen langweilig erscheinen, aber sie produzieren beträchtliche Cash Flows, Gewinne und Dividenden.
    Ich möchte jedem seine Strategie lassen. Ich schreibe nur über meine eigene Erfahrung und meine Meinung. Einen überzeugten Daytrader möchte ich hier nicht bekehren. Auch spreche ich in diesem Blog keine Empfehlungen für irgendwelche Aktien aus. Darum geht es mir nicht. Ich erhalte sehr viel Zustimmung. Hier und da Kritik. Es geht mir darum, beispielsweise öffentlich über das Daytrading und die Gebühren vieler Produkte nachzudenken. Ich möchte auch dazulernen. Jeder kann hier seine Meinung kundtun. Ich verkaufe in diesem Blog nichts durch die Hintertür. Es ist mein Hobby. Nicht mehr und nicht weniger.

  10. Hubsen

    @ Tim
    kleine Korrektur zu meinem letzten Post Scriptum: Soviel Korrekturen, in dieser Höhe, in 100 Jahren kann es natürlich nicht gegeben haben!! -> blöd wenn man den Plausibilitätscheck erst nachher macht und flapsige Sprüche aus dem Englischen übersetzen zu versucht – sorry, mea culpa.

    Aber dass seit 1825 im S&P-Index ca. 70% aller Jahre Kursgewinne und die restlichen 30% aller Jahre Kurskorrekturen waren, wovon 6 davon Jahresrückschläge von 20-30% (2002, 1974,1930,1907,1857,1839, und 3 davon 30-50% (2008, 1937, 1931) bedeutet haben kommt hin … und gibt die Idee wieder, dass es manchmal auch im breiten gut gestreuten Indices steil nach unten gehen kann -> teilgeschützt mit Stopp/Loss oder völlig ungeschützt mit Buy & Hold – je nach der eigenen Strategie, die jeder für sich selbst rausfinden muss und vom persönlichen Zeithorizont abhängt.

    Der Zinseszinseffekt ist natürlich enorm (aber natürlich auch am infaltionsungeschützten Sparbuch -> diese entgangenen Sparbuchgewinne muss man daher von oben, fairerweise noch in Abzug bringen – bleibt ja noch immer mehr als genug!)

    Ich bin mir sicher, dass mit Ihrer gar nicht so schlechten Strategie (weil gute Aktien) lfr. zumindest ihre Kinder oder dann deren Kinder super versorgt sind …falls der Markt – so wie bis jetzt (scheinbar ohne Grenzen) weiterwachsen kann.

    Vom Daytrader (Zeithorizont 1 Tag) bin ich allerdings weit entfernt -> daher auch kein Scalper oder CFD Trader. Auch Swingtrader bis max. 2-3 Wochen nur manchmal, wenn es gilt überraschende, sofortige hohe Kursanstiege nach Kauf abzusichern oder schlechte Unternehmensnachrichten plötzlich auftauchen.
    Sehe mich zwar auch nicht als 30-40 Jahre Langzeitinvestor, aber als
    als ein Investor, der, zwecks Kapitalerhalt, die Abwärtsschwünge nicht (bzw. nicht mehr!) voll investiert mitmachen will (außer auf der Gegegnseite – short) 🙂

    Beste Grüße nach N.Y.!
    Hubsen

  11. Tim SchaeferTim Schaefer

    Mir geht es in diesem Blog um das Sparen und Investieren! Und nicht um das Spekulieren. Vom Spekulieren hab ich keine Ahnung. Ich möchte langfristig gut abschneiden. Das hektische Hin und Her bringt mir nix.

  12. Hubsen

    Hallo Tim,

    Ob sie jetzt Bargeld einlagengesichert bei der Bank oder im Sparverein anlegen (Sparen), Goldbarren im Garten vergraben oder das verdiente Geld in die Oldtimer- oder Münzsammlung stecken, Value-aktien oder -fonds kaufen und warten oder Aktien, Option, Zertifikate langfristig oder kurzfristig(er) handeln -> Alles ist Spekulieren (auch Sparen und Investieren)!! – Es ist eine Illusion zu glauben sich dem entziehen zu können…insbesonders heutzutage wird das einst Sichere wie Bargeld, Staatsanleihen etc. zumehmend immer unsicherer (dank der Schuldenpolitik) und gleichzeitig wird auch das Tempo der Veränderung immer schneller (weil Märkte immer mehr zusammenwachsen und sich gegenseitig beeinflußen).

    Wer langfristig (= 3 – 5 – 10 – 15 – 20 – 30- 40 Jahre?) gut abschneiden will, spekuliert somit(nur eben lfr.) -> insbesondere wenn man heute Produkte auswählt, die in x-Jahren mehr einbringen sollen als den heutigen Wert. Eine Ahnung tut da gut! …

    http://de.thefreedictionary.com/spekulieren

    spe•ku•lie•ren; spekulierte, hat spekuliert; [Vi]
    1. (über etwas (Akk)) spekulieren über die weitere Entwicklung bzw. den Ausgang von etwas nachdenken od. sprechen, von dem man wenig weiß ≈ mutmaßen
    2. (mit etwas) spekulieren Häuser, Grundstücke, Waren od. Wertpapiere kaufen und hoffen, dass ihr Wert steigt, damit man sie dann teuer verkaufen kann
    3. auf etwas (Akk) spekulieren gespr; hoffen, dass man etwas bekommt:

    Beste Grüße!
    Hubsen

  13. Tim SchaeferTim Schaefer

    Hubsen, das ist Erbsenzählerei. Sie sind ein Trader und ich ein Langfristanleger. In diesem Blog geht es um das Value Investing und die Strategie des Buy and Hold. Ich lasse andere Meinungen zählen, daher entferne ich hier keinen Kommentar. Jeder soll das tun, was am meisten Spass macht. Ich schreibe über das Value Investing, weil ich glaube, es ist die beste Strategie. Man kann sich logischerweise über alle Anlagestrategien streiten. Es ist nicht auszuschließen, dass Buffett den ein oder anderen Glückstreffer vor 30 Jahren landete. Auch unter den Tradern gibt es ein paar wenige, die aus der Masse herausstechen.
    Die Welt verändert sich nicht schneller als früher. Irgendwann kam der Buchdruck, die Dampfmaschine, das Telefon, das Flugzeug – das waren große Erfindung. Es kam die Eisenbahnen, das Auto etc. Das sorgte alles für markante Veränderungen. Getränke, Putzmittel und Nahrungsmittel wird es noch in 200 Jahren geben.

  14. Max

    Hallo Hubsen

    Ohne Ihren Text jetzt zu kopieren, möchte ich bei Ihrer Darstelung ver letzten hundert Jahre (oder eben seit 1825) anmerken, dass die Sie nur Prozentwerte betrachten die sich von den Extrema herleiten. „Man muss 100% hoch um -50% auszugleichen“ ist in diesem Sinne unangebracht.

    Genau solche Spiele zu vermeiden ist ja die Kunst des Investierens. Weniger zu bezahlen als eine Sache Wert ist, auf meinem Blog lasse ich mich ausführlich über den Unterschied (in meinen Augen) zwischen Wert und Preis aus.

    Wer sich an konservative Kennzahlen (KBV, KUV usw.) hält, läuft meines Erachtens nur eine sehr geringe Gefahr an „der Spitze“ zu kaufen.

    Sie sagen Sie haben RWE an zum falschen Zeitpunkt gekauft? Das hört sich an als würden Sie denken „der Markt hat immer Recht“ Auch ich habe gut 50% Verlust auf meine RWE Position (fett Dividende nicht mit einberechnet) aber war die Entscheidung deswegegen falsch? Ich denke nicht, meines Erachtens war RWE damals günstig und ist heute ein Schnäppchen. Man bedenke alle politische Willkür in diesem Fall und die positiven Implikationen des Atomausstiegs für RWE … das wird sich über die nächsten Jahre bemerkbar machen. Jetzt kaufen ist sicher nicht dumm.

    Grüße

    PS: Zu Buffett followern, wer Munich RE zu einem günstigeren Kurs als Buffett kaufen will, sollte jetzt zuschlagen 🙂

  15. Hubsen

    @ Max

    hatte eigentlich vor hier nichts mehr zu schreiben (nach dem dem versteckten Zaunpfahlwink dass mein Beitrag löschungsreif sei)…deshalb nur ganz „kurz“ als Replik:

    JA, JETZT! oder noch ein wenig später kaufen der RWE und Münchner Rück ist sicher nicht dumm!! (letzteres habe ich selbst gerade überlegt, hätten die nicht Griechenlandanleihen inne soweit ich gelesen habe). Ihr >50% RWE Verlustschicksal teile ich (der KEST/Abgeltungssteuerbefreiung in Ö „sei Dank“).

    Gerade JETZT oder noch ein wenig später sollte man Bargeld zum Nachschiessen haben, dass man aber NUR dann hat, wenn man zuvor rechtzeitig die Sicherheits-Leine gezogen hat – also z.B mit einem Trailing-Stopp-Loss z.B. 10-15% von den Höchstständen entfernt verkauft hat.
    oder man war vorher nicht investiert (was ja gar nicht geht, mögliche Kursfeuerwerke nach oben zu versäumen ;-))

    UND JA und in diesem Sinne spielen die historischen Höchsstände einer Aktie / eines Index sehr wohl eine geoße Rolle!

    Und @ Tim
    -> NEIN ich bin kein Trader im „klassischen“ Sinne, sonst hätte ich in diesen volatilen Zeiten Stress pur – nämlich alle Hände voll zu tun die tollen Kursschwankungen für mich auszunützen, anstatt wie jetzt geduldig mit 1/3 per leichten Verlustverkäufen abgezogenen Geldern auf eine Bodenbildung für noch interessante Nachkäufe zu warten.

    Grüße an Alle!
    Hubsen

    PS: Eine Sache ist (ausgenommen vom persönlichen selbstgegebenen Wert) immer das wert, als der Markt zu zahlen bereit ist… zukünftige Werte sind Spekulation …mein Vater z.B. glaubt auch für seinen damals recht teuer gekauften VW-Käfer-Oldie nochmals illusorische Fantasiepreise zu bekommen…

  16. tim schaefertim schaefer

    @Hubsen: Oh, das haben Sie falsch aufgenommen. Sorry! Ihre Kommentare sind eine Bereicherung für diesen Blog. Hubsen, Ihre Anmerkungen würde ich niemals löschen. Sie haben ja wirklich viele gute Argumente. Und ich bin froh um Ihre Kommentare. Ich teile hin und wieder Ihre Meinung durchaus.
    Und: Ich besitze auch einen Energiekonzern, mit dem ich mehr als 40 Prozent im Minus liege. Ich verkaufe das Ding nicht. Warte ab. Und wenn es sein muss, halte ich das Ding die nächsten 1.000 Jahre. Mein Oberziel ist es ja gar nicht schnell Kurssteigerungen zu erzielen. Nein. Weil ich ja nicht trade, bringt mir so etwas eh nix. Eher geht es mir darum, ein passives Einkommen über Dividenden zu erzielen. Wenn dann zusätzlich der Kurs nach oben läuft, umso besser.

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