Crash bot einmalige Chance: Wie oft ein solcher Absturz vorkommt


New York, 13. Mai 2010

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Vor gut einem Jahr brach die Börse um 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Höchstkurs ein. Selbst hochsolide Konzerne büßten die Hälfte ihres Börsenwerts ein. Ich hatte das Glück, dass ich zum einen aus steuerlichen Gründen und zum anderen aufgrund der günstigen Situation im April 2009 einen größeren Geldbetrag frisch in Aktien anlegte. Meine beiden Positionen haben sich seither prächtig entwickelt. Ich riss mir Kandidaten aus dem abgestraften Bank- beziehungsweise Restaurant-Sektor unter den Nagel. Ich muss zugeben, dass es mir seinerzeit sehr schwer fiel aufgrund der brisanten Lage, in Aktien zu investieren. Zum Glück ermunterte mich auch mein Steuerberater dazu, es zu tun.
Aus der eigenen Erfahrung kann ich Ihnen raten, wenn die Börse sich noch einmal halbieren sollte, dann greifen Sie zu. Diese Situation widerfährt einem nicht sehr häufig. Es kommt vielleicht nur alle 20 Jahre oder so vor. Seien Sie dafür gerüstet. Haben Sie Mut! Die Märkte haben unglaubliche Selbstheilungskräfte. Sind die Leitzinsen im Keller, dann fließt das Cash wieder zurück an die Börse. Im Grunde haben wir doch noch immer die absurde Situation: Für Ihr Festgeld kriegen Sie vielleicht 0,5 oder 1,0 Prozent. Für solide Aktientitel wie die Münchener Rück (akt. Kurs 109 Euro), die noch immer weit unter ihrem Höchstkurs herumlungern, können Sie fünf bis sechs Prozent Dividendenrendite einstreichen.
Derzeit halte ich besonders ausgebombte Werte wie BP (akt. Kurs 6,44 Euro) für aussichtsreich. BP schmierte wegen der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko gewaltig ab. Dass Sie sich gesund stoßen können an Unternehmenskrisen, schilderte ich Ihnen in diesem Blog bereits. Sie brauchen an der Börse als Value Investor zwei Dinge: Mut und Geduld! Für meine Asche sehe ich nun nach dieser schönen Aktienrallye eine neue Chance: In New York korrigierten die Immobilienpreise. Freilich erscheint das Betongold zwischen dem East und dem Hudson River noch immer teuer zu sein. Doch der erste Blick trügt. Es handelt sich um einen der weltweit begehrtesten Plätze. Und die gegenwärtige Preiskorrektur bietet meiner Meinung nach eine einmalige Chance.
Zudem sind die Zinsen sehr niedrig. Eine Hypothek mit 30-jähriger Laufzeit kriegen Sie in den USA für um die fünf Prozent. Ich schaue mich intensiv um. Ich ziehe Condo-Apartments vor. Sie müssen wissen: Es gibt hier Cooperative (Coops) und Condominiums (Condos). In Coops besitzt man nur einen Anteil an dem gesamten Haus und hat entsprechend wenig Rechte. Wenn Sie so wollen, sind Coops wie Genossenschaftsanteile. Bei Condos hingegen gehört Ihnen das Apartment. Sie können selbst einziehen, es vermieten oder verkaufen. Bei Coops brauchen Sie die Zustimmung des Boards (der Hausverwaltung) für alles, was auch immer Sie vorhaben. Es gibt tausend Vorschriften. Und Sie brauchen jede Menge Bargeld. Sie müssen richtig vermögend sein, um einziehen zu dürfen. Viele Kaufinteressenten scheitern am „No“ des Boards. Money makes the world go round. Geld regiert die Welt!


tim schaefer (Author)

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