Chevron: Die Cashmaschine


New York, 13. Juli 2008

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Auf immer neue Höhen klettert der Ölpreis. Um sich gegen die Preistreiberei abzusichern, sollte ein Bestandteil in Ihrem Depot ein Rohstoff- beziehungsweise Energiewert sein. Freilich setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Stattdessen streuen Sie Ihre Investments. Investieren Sie weltweit. Und achten Sie auf eine breite Sektorenabdeckung. So reduzieren Sie die Risiken. Beispielsweise legen Sie sich Internet-, Pharma-, Energie- und Nahrungsmittelwerte ins Depot aus Asien, Nordamerika, Europa und Asien. Ich möchte nochmals auf meine acht Ratschläge hinweisen, wie Sie erfolgreich an der Börse agieren: Tipps für den Börsenerfolg.
Zu meinen Favoriten im Energiesektor zählt Chevron. Am Freitag schmierte die Chevron-Aktie um vier Prozent ab. Sie müssen wissen: Wenn die Börse massiv korrigiert, bauen Investoren radikal ihre Positionen ab. Sie verkloppen dabei auch exzellente Unternehmen wie Chevron. Für mich ist das eine schöne Nachkaufchance. Der Ölpreis steigt nicht aufgrund von Spekulanten. Nein, der Preis steigt, weil die Nachfrage rasant wächst, während die weltweiten Ressourcen massiv schrumpfen. Insbesondere in den Emerging Markets ist der Hunger nach Treibstoffen ungebremst. Allein in China verachtfachte sich der Absatz neuer Autos seit dem Jahr 2000.
Ich sprach im März in New York mit Finanzvorstand Steve Crowe. Er betonte, dass er das Geschäft organisch ausbauen möchte. Trotz der bärenstarken Bilanz will der Manager nicht nach Übernahmekandidaten Ausschau halten. Übernahmen sind aufgrund der Größe Chevrons sehr schwer gegenüber den Kartellbehörden durchzusetzen: Das Unternehmen aus Kalifornien ist das fünftgrößte Energieunternehmen der Welt. Der Titan legt einen Schwerpunkt auf eine attraktive Ausschüttungspolitik. Zwischen den Jahren 2004 bis 2007 flossen Dividenden in Höhe von summa summarum 16,2 Milliarden Dollar. In der gleichen Zeit gab Crowe überdies insgesamt 17,1 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe aus. Er erwarb 259 Millionen Anteilsscheine zu einem Durchschnittskurs von 66,07 Dollar. Aktuell notiert der Titel mit 92,25 Dollar. Weil die Führungsspitze massiv Aktien zurückkauft, erhöht sich der Wert jedes verbliebenen Anteilsscheins am Unternehmen automatisch. So gab es Ende März 2008 nur noch 2,06 Millionen Chevronaktien. Vor Jahresfrist waren es noch 2,14 Millionen Stück.
Im ersten Quartal kletterte der Umsatz abermals stramm von 48,2 auf 65,9 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg von 4,7 auf 5,1 Milliarden Dollar. Seit 20 Jahren steigt die Dividende ununterbrochen. Die Dividendenrendite ist mit knapp drei Prozent attraktiv. Seit 1912 zahlt das Traditionsunternehmen ununterbrochen Dividende. Im laufenden Turnus dürfte der Gewinn je Aktie von zuletzt 8,35 auf 12,50 Dollar zulegen. Somit rangiert das KGV bei rund sieben. Das ist günstig. Der Börsenwert in Höhe von 190 Milliarden liegt sogar unterhalb eines Jahresumsatzes von zuletzt 221 Milliarden Dollar.


tim schaefer (Author)

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