Carl Icahn hungrig, Eric Schmidt versteckt sich, GE! BoA!


New York, 16. April 2010

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Am Donnerstag schloss der Dow Jones bei 11.144 Punkten. Ein fester Verlauf! Ein neuer zwischenzeitlicher Höhepunkt. Wenn es bald zu einem Rücksetzter im Dow Jones um sieben oder zehn Prozent kommen sollte, würde mich das nicht wundern.
Carl Icahn hat nun sein Übernahmeangebot für die kanadische Medienfirma Lions Gate auf sieben Dollar erhöht von zuletzt sechs Dollar je Aktie. Er hält bereits 19 Prozent an dem Zielobjekt. Lions Gate produziert alles Mögliche, von Horrorstreifen bis hin zu Komödien. Milliardär Icahn stoppte bereits bei Lions Gate die Verhandlungen, um die Filmbibliothek des angeschlagenen Hollywood-Studios Metro-Goldwyn-Mayer (MGM) zu übernehmen. Icahn hatte die Befürchtung, dass Lions Gate zu viel für das Filmpaket zahlen würde.
Große Unsicherheit herrscht bei Google. Grund ist die Absage von Eric Schmidt (Foto), an der Telefonkonferenz der Suchmaschine teilzunehmen. Auch Larry Page oder Sergey Brin waren nicht zu hören heute. Komisch. Die Wall Street sorgt sich, ob Schmidt vielleicht sogar vor dem Rückzug stehen könnte. Das sind aber alles freilich nur Gerüchte. Nach Börsenschluss sank die Google-Aktie um knapp fünf Prozent auf 566 Dollar. Auch schaffte es der Internetkonzern nicht, die teils hohen Erwartungen der Analysten zu übertreffen. Dennoch ändert das nichts daran, dass Google der erfolgreichste Milliardenkonzern überhaupt ist. In nur wenigen Jahren schufen Larry Page und Sergey Brin ein einflussreiches Unternehmen mit 189 Milliarden Dollar Börsenwert. Gegründet wurde die Firma 1998. Es ist vor dem Hintergrund der erreichten Größe und des Einflusses kaum vorstellbar, wie jung eigentlich der Internet-Gorilla ist. Da kann selbst Bill Gates mit seiner Microsoft nicht mithalten. Microsoft wuchs (und wächst) viel langsamer.
China bleibt auf Kurs. Die gelbe Volkswirtschaft wuchs um 11,9 Prozent im ersten Quartal. Es ist die höchste Rate seit 2007! Das Milliardenvolk will endlich konsumieren. Kohle, Öl und Stahl sind gefragt. Binnen Jahresfrist stiegen die Stahlpreise um 77 Prozent. Der Ölpreis legte um 71 Prozent zu.
Die Aktie von General Electric marschiert nach oben. Der Titel steht schon bei knapp 20 Dollar. Am Freitag melden General Electric und die nach Assets größte Bank der USA, Bank of America, ihre Zahlen für das erste Quartal vor. Die Erwartungen sind bereits hoch, aber die Resultate können noch besser ausfallen.


tim schaefer (Author)

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