Briefträger Kai wohnt im Eigenheim, hat 2 vermietete Wohnungen und kauft Aktien plus ETFs


New York, 9. August 2017

Leser Kai ist ein Briefträger. Er spart und investiert vorbildlich.
Das Foto ist ein Medienfoto von der Deutschen Post
[Foto: KAY HERSCHELMANN Kay.Herschelmann@t-online.de]


Hallo lieber Tim, hallo liebe Leser!

Ich bin Kai, 43 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Ich arbeite im Niedriglohnsektor. Ich bin mir erst dessen bewusst, seit ich hier lese.

Ich arbeite bei dem großen gelben Riesen als Briefzusteller. Ich verdiene 2550 €/Brutto plus Zulagen, die mir aber für die spätere Rente nichts nützen. Dessen sind sich viele auf meiner Arbeit nicht bewusst. Viele Kollegen rennen morgens ihre Tour ab und verbringen den Rest des Tages mit Computerspielen/ Chillen usw.

Meine Frau ist Verkäuferin. Sie hat 1100 € netto. Ab und zu geht sie an Wochenenden kellnern.

Durch meine Arbeit als Briefträger kam ich zu meinem Nebenjob. Ich arbeite seit Jahren als „ „Hausmeister“ bei einer Wohnungsbaugesellschaft. Dort erledige ich alles, was so anfällt. Von Rasenmähen über Fliesenlegen über Müll rausstellen (freie Zeiteinteilung).

Von Kindheit war uns beiden das Sparen nahegelegt worden, da unsere Eltern auch nicht viel verdienten und wir schnell auf eigenen Füßen stehen mussten.

Kurz nach der Hochzeit 2003 kauften wir auf dem Land ein altes Haus und bauten es für uns um. Nichts besonderes aber eigen, keine Miete und die Kinder können machen, was sie wollen. Bezahlt haben wir alles mit Bausparverträgen und unseren damals noch super guten Maxisparbriefe usw.

Zwei Jahre später kam ich durch einen Notverkauf in der Wohnungsbaugesellschaft zu einer günstigen 2-ZKB-Wohnung, die ich dann umgebaut und vermietet habe. Hier hatten wir häufig Wechsel von Mietern, was uns veranlasst hat, nach der 10 Jahresfrist die Wohnung wieder zu verkaufen (mit super Gewinn).

2008 kauften wir eine 3-ZKB-Wohnung. Wir mussten sie kaum sanieren, da die neuen Mieter diese genau so wollten. Diese haben wir durch ein bisschen Bargeld und die Mieteinahmen jetzt auch schuldenfrei.

Wir sparten alles, was ging, und legten nie wert auf Autos, Klamotten, teure Möbel. Der wichtigste Faktor im Leben heißt ZEIT. Du musst Zeit haben, wenn Du etwas benötigst. Kaufe nie direkt, überlege, schaue auf Ebay, Ebay-Kleinanzeigen, Zeitungen und du findest das, was du möchtest, erheblich billiger. Wir kaufen fast alles gebraucht. Z.B. haben wir eine fast neue Couch mit Wohnzimmerschrank gegen Abbau und 200 € bekommen. Der Herr wurde beruflich ins Ausland versetzt und hatte es sich grad erst gekauft. Er gab uns die Belege mit über fast 4500 €. Das ist irre.

Aktuell haben wir die nächste 3-ZKB-Wohnung gekauft. Diese sind wir gerade am Sanieren. Auch diese Wohnung können wir direkt aus dem Ersparten bezahlen. Natürlich reden wir über keine hochwertigen Wohnungen von mehreren 100 tsd. €. Aber diese möchten wir auch gar nicht, weil das hier bei uns im ländlichen Gebiet kaum einer an Miete zahlen kann. Überall in den Betrieben hört man nur von Leiharbeitern. Für diese Leute muss man günstigen Lebensraum schaffen.

Ich denke, es wird bei diesen 2 Wohnungen als Mietobjekt bleiben. Es sei denn meine Frau möchte später wieder in die Stadt zurück (hat viele Vorteile). Dann werde ich mein Häuschen auf dem Land vermieten oder den Kinder überlassen.

Rückblickend auf mein Leben habe ich vieles richtig gemacht, aber auch vieles falsch. Ich kann jedem jungen Menschen nur raten, in seine Ausbildung zu investieren. Das ist das höchste Gut!!

Wenn Du viel verdienst, kannst du auch viel sparen. Unsere Sparrate habe ich nie ausgerechnet, aber ich denke sie liegt weit über 50%. Man gewöhnt sich an das Leben mit Wenig. Mir fehlt nichts. Und das vermittele ich auch meinen Kindern. Man braucht all den Quatsch nicht.

Da ich damals bei der alten Bundespost gelernt habe (weil es mein Vater so wollte), kann ich heute keine vernünftigere Arbeit finden. Ich kann keine Qualifikationen vorweisen. Ich bin Briefträger – nicht mehr und nicht weniger. Damals war man stolz, heute schäme ich mich. Aber mir wurde es immer so vermittelt: Nach meinem Realschulabschluss möglichst schnell Geld zu verdienen. Das war das Ziel.

Wenn ich noch ein Ziel im Leben habe, so ist mein größter Wunsch eine Arbeit, die mich erfüllt.

Auch durch dein Blog Tim habe ich erst mal alles sortiert und sehe, was wir im Laufe unserer 25 Jahre Arbeitsleben erreicht haben.

Wir haben 1 Haus, 2 Mietobjekte, 150.000 Bargeld auf Tagesgeldkonten und 130.000 in Aktien und ETF´s.

Beim Investieren bin ich wohl grottenschlecht. Deshalb auch die hohe Tagesgeldsumme.

Meine Werte: Altria, Basf, PM, Münchner Rück, SAP, Exxon, GIS, IBM, Merck, Mondelez, Nestle, Unilever, Marine Harvest, MCD, P&G, Novo Nordisk, GM.

Vanguard ETF: S&P 500, MSCI World, Emerging Market.

Ich überlege im Herbst wieder zu investieren. Nur in den MSCI World. Da mein Depot mit Einzelaktien im Minus ist. IBM mit -30%, sowie GIS mit -20%. Das tut weh.

Ich würde mich freuen, wenn alle Leser sowie auch du lieber Tim hier ihre Meinung kommentieren und uns helfen könnten, alles noch etwas zu optimieren.

Beste Grüße
Kai
**************************************
Lieber Kai, ich habe vor Eurer Kraftanstrengung großen Respekt. Ihr habt ein erstaunliches Immobilienvermögen aufgebaut. Ihr tilgt die Hypotheken. Ihr spart. Das einzige, was mir aufgefallen ist, was Du selbst weisst: Eure Cash-Bestände sind zu hoch. Das Geld ist besser in einem Weltindex oder Emerging Market-ETF aufgehoben.

Natürlich braucht jeder einen Notgroschen. Ich würde sagen, mehr als 8.000 oder 10.000 Euro brauchst Du kaum als Notreserve. Den Rest würde ich langfristig in ein ETF stecken. Das bringt langfristig mehr Rendite als Tagesgeld. (Statt in Aktien kannst Du das Geld auch zur Sondertilgung nutzen.) Ich wünsche Dir und Deiner Familie weiterhin viel Erfolg und Zufriedenheit und vor allem diese Zielstrebigkeit.

Lass mich noch was sagen zu Eurem Optimismus: Es hat mich im positiven Sinne fast vom Stuhl gehauen, als ich das las. Du bist ein Leuchtturm für viele, die keine üppigen Gehälter verdienen. Dank Eurer Nebenjobs samt Sparsamkeit ist für Euch die finanzielle Freiheit in Reichweite gerückt. Du brauchst Dich nicht schämen. Du hast allen Grund stolz zu sein.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Briefträger Kai wohnt im Eigenheim, hat 2 vermietete Wohnungen und kauft Aktien plus ETFs

  1. Marc

    Exzellent, meine größte Anerkennung, iht seid was eure finanzielle Intelligenz und Disziplin angeht vielen mir bekannten Akademikern und auch promovierten Personen weit voraus! Weiter so!

  2. Johannes S.

    Ich finde, dass Du dich nicht für deinen Job schämen solltest! Du trägst jeden Tag etwas zur Gesellschaft bei. Wenn du sagst, es erfüllt dich nicht (mehr), dann solltest Du vielleicht tatsächlich etwas ändern. Hast Du einen Traum? Etwa eine Geschäftsidee? Vielleicht nimmst Du einen Teil des Geldes vom Tagesgeldkonto für ein eigenes Business statt für den MSCI World. Mit deiner Einstellung und deiner Finanzsituation halte ich das für ein kleines Risiko aber eine große Chance!

  3. Freelancer Sebastian

    Unglaublich! Ich sage: Respekt! Und herzlichen Glückwunsch. Ihr macht es richtig. Wer jetzt noch rumjammert, hat es nicht begriffen…..

    Deine Scham ist zudem fehl am Platz. Wir alle brauchen Briefzusteller. Das ist eine ehrenwerte Aufgabe.

    Ich wünsche dir dennoch, dass du eine „erfüllende“ Aufgabe findest, die dich glücklich macht. Wenn du frei bist, muss das auch keine Erwerbsarbeit sein.

    Alles Gute!

  4. Fit und Gesund

    hallo Kai,

    wow…kann ich nur sagen, Hut ab, Du kannst mächtig stolz sein, sag nie wieder Du schämst Dich für Deinen Beruf, ich persönlich habe den allergrössten Respekt vor JEDEM der sein Geld mit anständiger Arbeit verdient, aber den allergrössten Respekt!!!

    Was Du erreicht hast, soll Dir erstmal Einer nachmachen!

    Und es beweist mal wieder, es geht auch ohne Jammern, mit Kindern und mit einem Verdienst der nicht so dicke ist, ich bin hellauf begeistert von dieser Leservorstellung! 🙂 Eine der Allerbesten bin anhin, jawoll!

    Und wo investierst Du grottenschlecht? nur weil IBM und General Mills ordentlich in den Miesen sind? evtl. kannst Du da auch 1x nachkaufen, wenn Deine Position nicht zu gross ist, das wird sich bestimmt erholen und der Rest Deiner Einzelwerte sind doch Qualitätsaktien, die schütten ihre Dividende aus und die kannst Du ja re-investieren, weisst Du ja Alles selbst.

    Ich selber sitze nun hier und versuche mich zu zügeln, muss aufpassen nicht zu teuer zu kaufen (Gruss an Claus der mein Vorbild ist), Reckitt B. kommt zurück und GBP fällt wieder bisschen…werde morgen mal wieder die watchlist durchgehen, aber ich muss das auf die Reihe kriegen, geduldig abwarten bis es runter geht… *lach*

    liebe Grüsse

     

  5. Gurki

    Endlich mal eine Geschichte die mich fasziniert! Auch mir wurde immer eingetrichtert, bloß schnell eine Ausbildung machen um Geld zu verdienen (und den Eltern nicht auf der Tasche hocken). Dazu durfte ich immer Sätze hören wie: „Was soll bloß mal aus dir werden“. Naja ich denke aus mir ist schon was geworden – immerhin verdiene ich gut. Aber ich musste alles nachmachen, vom Abitur bis zum Studium was ich jetzt neben meinem Vollzeitjob mache. Und das kostet Zeit, Nerven und Anstrengungen.

    Wenn ich könnte, würde ich gerne die Zeit zurückdrehen und das was ich nachmachen musste gleich machen und auch gleich meinen jetzigen Job „lernen“ bzw. studieren. Hätte mir bis dato ganz viel Zeit gespart und ich wäre jetzt sicher noch einen ticken reicher 🙂

    Nichtsdestotrotz ist das was ihr geschafft habt eine beachtliche Leistung!

  6. FelixBerlin

    Habe damals auch bei der Post gelernt.

    2550€ Brutto – sei froh!

    Heute verdient man da die Hälfte.

    Warum solltest Du dich schämen?

    Zum Niedriglohnsektor gehörst Du mit dem Gehalt auch nicht – zieh 1000€ ab und dann stimmt das.

    Dein Gehalt ist absoluter guter Durchschnitt.

    Nicht von den hohen Gehältern hier blenden lassen.

    Leute die weniger verdienen, reden nur nicht so oft darüber.

    Ich finde eure Ersparnisse erstaunlich!

    Habt ihr das alles selbst erspart oder ist dort auch ein Erbe o.ä. enthalten?

    Eine knappe halbe mio. (Geld, Aktien, Immobilien) mit diesem Gehalt zu sparen finde ich sehr motivierend.

  7. june

    Hallo Kai,

    es geht also auch mit einem durchschnittlichen Gehalt. Während sich viele Akademiker  zu fein sind noch nebenbei zu arbeiten ziehst du da mal lässig mit deinem Zusatzeinkommen vorbei.

    Eure Sparleistung ist wirklich beachtlich. Alles gute gemacht, SUPER.

    Vergib bitte deinem Vater deine Berufswahl, er hat es wirklich sehr gut mit dir gemeint. Du solltest es mit deinem Job mal leichter haben als er, dass dann alles ganz anders kommt konnte er doch gar nicht ahnen. Ein Postbote war was besonderes, in den Augen meiner Großeltern gleich nach dem Fräulein von der Bank. Postboten hatten ja auch die Aufgabe die Rente auszuzahlen und Geld zu bringen.  Heute muss auch das Fräulein von der Bank um ihren Verkäuferjob bangen.

    Briefe und Pakete werden noch viele Jahre nicht aus unserem Leben wegzudenken sein.

     

    Take care,

    June

  8. Ich

    Hallo Kai,

    investiere die 150.000 € in deine Kinder.

    Da Ihr ja schon Mietfrei lebt, und als Nebenverdienst 2 Whg und 130K an der Börse habt, sollte euer Lebensabend nicht mehr allzu groß gefährdet sein.

    Wenn eure Kinder allerdings schon über 18 sein sollten und auf eigenen Beinen stehen, kannst du meinen Tipp oben vergessen, dann ist das Geld woanders vllt besser aufgehoben, und deine erwachsenen Kinder sollten selbst Ihren Weg gehen bis Sie dann eines Tages erben.

  9. A.

    Ja, also zum schämen seh ich da auch nichts.

    Absolut geil was ihr da bisher geschaffen hast. 2500 Euro sind Durchschnitt denke ich auch + deine Frau arbeitet auch. Sanieren ist arbeit, da spart du ja auch viel wenn du es selbst machst.

    Und IBM und GIS mögen im Minus sein, aber IBM  zahlt bisher gute Dividende. Behalte die mal, die steigende Dividende merkst du später bestimmt. IBM und GIS sind Riesen.
    Mit der Kohle würde ich peu a peu mehr Dividendenaktien kaufen, dann hast du in einigen Jahren einen schönen Cashflow. Deine bisherige Aktienauswahl finde ich auch absolut respektabel. Mit der Zeit werden die Dividenden ein Selbstläufer. Dann musst du nicht soviel arbeiten später.

    Weiter so.

  10. steve

    @Kai von mir auch ein Riesenkompliment du hast dir Gedanken gemacht was geht nach den Brieftragen und Hausmeister passt perfekt. Bei deiner Frau das gleiche jetzt in jungen Jahren kellnern als im Alter auf Almosen angewiesen zu sein. Mach dir bei den Aktien keinen Vorwurf da kann man bei der Auswahl nichts bemängeln und Garantien kann dir bei ETF s auch niemand geben. Wir werden die Zeit erleben das sie temporär alle mal nach unten gehen, glücklich der schon lange dabei ist und noch ein Plus sieht. Den anderen dann den vielbeschworenen Mut nachzukaufen. Das kannst du wie erwähnt auch bei Einzelaktien und es kann schnell gehen wie du heute am Beispiel novo siehst. Ich habe die auch selber werde sie aufgrund der zu hohen Quellensteuer irgendwann wieder veräussern. Das finde ich in der heutigen Zeit eine Riesensauerei ein Quellensteuer zu erheben die nicht voll anrechenbar. Formulare ausfüllen bzw erst mal im Internet suchen das überlegt man als Kleininvestor der Millionär nicht aber das nebenbei. Wenn du jetzt noch einen größeren Betrag investierst mein Vorschlag in Portionen über mehrere Monate gibt nie den besten Kurs aber auch nie den schlechtesten. Wer weiß was Trump noch. alles anstellt, da kanns günstig sein ein bisschen langsam zu machen.
    Gruß Steve

  11. Ruben

    Hallo Kai,

    Wahnsinn was ihr zusammen inzwischen für ein Vermögen angespart habt!  Interessanter als der Verdienst durch die sogenannte Hauptarbeit ist bei Euch sicherlich, was durch die zusätzliche Arbeit als Hausmeister und Kellnerin als zusätzlicher Verdienst hinzukommt. Den größten Zuverdienst erreicht ihr wahrscheinlich durch die Wohnungen.

    Ich habe riesigen Respekt, was ihr leistet! Ratschläge kann man Euch eigentlich nicht mehr geben, außer das ich mich auch eher an ETF als an Einzelaktien halten würde. Das muß jedoch jeder für sich selbst wissen. Ärgere Dich nicht wegen der paar negativen Einzelpositionen, das gleicht Ihr durch kluge und nachhaltige Lebensführung wieder doppelt und dreifach aus. Wie Du es selbst auch schon beschrieben hast, wahrscheinlich gibt es in Eurem Bekanntenkreis und unter Arbeitskollegen kaum jemand, der aus den Gegebenheiten so viel macht wie ihr.

    Deshalb ziehe ich nochmal meinen Hut und kann nur schreiben: weiter so und alles Gute:-)

    Ruben

  12. Didi

    Lieber Kai!

    Ich gratuliere Dir – Du/Ihr braucht nicht mehr zu arbeiten. Es ist Euch glaube ich, nur nicht bewusst…Ihr könnt jederzeit das tun, was Ihr wollt….

    Alleine Deine Kohle in Summe 280000€ ergibt bei uns in Österreich nach der Kest von 27,5% eine lebenslange Rente nur von den Dividenden von Netto: 770€ pro Monat…

    Mit z.B. diesem Monatszahler den ich genau aus diesem Grund in meinem Wikifolio als Beimischung habe:  IE00B2NPKV68  oder eben die neuen Multi Asset Income Monatsausschütter… z.B. LU1239090977 oder LU1163533778

    Und noch Eure Wohnungen….nur so als Gedankengang…schätze mal, es wäre mehr als Ihr jetzt zum Leben „braucht“.

    Was würde Deine Frau gerne machen – nimm Dir Zeit für die Familie – was sind Deine Hobbies…

    Gratuliere – ein Traum! GlG Didi aus Graz

  13. Christian H.Christian H.

    Ich sehs genauso: Alle Achtung. Du kannst stolz sein und hast absolut keinen Grund, dich zu schämen.

    Und das ein Beruf jemanden persönlich ausfüllt und er in seinem Beruf aufgeht, dass ist glaub ich die absolute Ausnahme. Mein Job erfüllt mich zumindest nicht besonders, auch wenn ich ihn öfter ganz gerne mache.

    Deine große Sparsumme würde ich eher allmählich anlegen. Vielleicht nicht mehr als 10 bis 15 Tausend im Jahr? Was sagen die anderen dazu?

    Und ich schließe mich Fit und Gesund sowie A an: ich würde in Qualitätsaktien, Dividendentitel gehen. Bei Deinem Vermögen kannst Du doch prima diversifizieren.

  14. system

    @ Tim :  Unter dem Symbolbild von der Deutschen Post steht die Email Adresse von Kai und der volle Namen, schätze das ist sicher nicht so gewollt.

    @ Kai : Glaube dein Gehalt entspricht eher dem Durchschnittsgehalt, als alle anderen Leserbriefe hier. Die meisten die in Aktien investieren sind einfach besser Verdiener (ist meine Persönliche Meinung). Deshalb kommen hier bei den anderen Leserbriefen so hohe Jahresgehälter zustande. Zumindest bei uns in Österreich sind diese Summen nicht realistisch , wenn man nicht gerade eine Super – Studium vorweisen kann.

    Ich finde Deine Aktienauswahl alles andere als schlecht. Interessant wäre von dem Depot der jährliche Dividendencashflow noch, schätze Du wirst damit schon einen Normalen Monatsgehalt von Dir übertrumpfen und damit schon einige Fixkosten im Monat decken können. Respekt was du schon zusammengesparrt hast.

    Bezüglich Deiner Arbeit, ich kenne nicht viele Leute die im Job komplett aufgehen. Der Stand der Dinge ist nun mal , das die meisten Leute für das Geld arbeiten gehen und nicht weil Sie den Job so „Toll“ finden. Viellicht Irre ich mich jetzt auch und lehne mich damit weit aus dem Fenster.

     

    Lg aus Österreich

  15. Mark85Mark85

    Ohne die genauen Details zu kennen, finde ich es auch stark, was du finanziell bis zu deinem 43. Lebensjahr geschaffen hast.

    Ich habe auch nur einen Realabschluss mit einer einfachen Handwerkerausbildung erlangt. Etwas Glück im Leben gehört natürlich immer dazu, keine Frage, aber viele Menschen verstehen einfach nicht, dass die Einnahmenseite immer nur ein Faktor für den Erfolg ist. Sie denken: ,,Ich habe ein Einnahmenproblem. Ich muss nur meine Einnahmen erhöhen und dann läuft es von ganz allein.“ Ich halte diese Denkweise für vollkommen falsch.

    PS: Ich hatte heute etwas von der Sozialistischen Gleichheitsspartei im Briefkasten. Was zum Geier!? 😀

  16. A.

    @Sytem

    Ich finde meinen Job nun auch nicht wirklich top, weiss ihn aber auch zu schätzen, da ich als Student nebenher doch malochen musste.

    Es ist warm und trocken im Büro und ich geh dadurch körperlich nicht kaputt. Verdienen tue ich auch nicht schlecht, hoffentlich bald auch etwas mehr und wenn ich, wie Kai dann in einigen Jahren 43 (in 8 Jahren) bin, dann hab ich hoffentlich auch soviel wie er und nebenbei noch nen schönen Cashflow durch Dividenden.

    Also Kai, du kannst echt super stolz sein. Ihr habt viel erreicht und dir gefällt deine Arbeit. Top und Daumen hoch.

     

  17. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    system

    Danke für den Hinweis. Das ist Zufall. Der Fotograf hat Fotos für die Deutsche Post Pressestelle gemacht. Ich nenne ihn als Quelle für das Foto: Kay Herschelmann
    http://herschelmann.eu

    Der Leserbriefschreiber, der als Briefzusteller arbeitet, bleibt anonym. Er hat mich darum gebeten. Dass beide einen ähnlichen Vornamen haben, ist reiner Zufall.

  18. Felix

    Der Leserbriefschreiber hat das Sparproblem souverän gelöst, das schwerere Anlageproblem aber nicht. Während ersteres nur von einem selbst, von der Selbstdisziplin, vom eignen Willen abhängt, hat zweites viele nicht von einem selbst beinflussbare Einflussfaktoren.

    Ob man IBM nachkaufen soll, wenn man schon im Minus ist, ist keine triviale Frage. Es könnte auch gut sein, dass es sich um einen dahinsiechenden Riesen handelt. Dann nützt auch die Dividende nichts. Das sauer verdiente Geld schwindet dahin und dem dann neues hinterherwerfen ist riskant.

    Was ich sagen will: Hier wird immer unterstellt, das Sparen wäre das eigentliche Problem und das Anlegen wäre leicht. Ich empfinde es genau umgekehrt. Beim Anlegen haben schon viele ihre schönen Sparerträge in den Sand gesetzt.

  19. Fit und Gesund

    @Felix,

    nur zuerst kommt das Sparen, dann das Anlegen,

    wer nix sparen kann oder will, der kann auch nix anlegen und demzufolge nix in den Sand setzen,

    bis jetzt hat Kai eben Beides supergut hinbekommen 🙂

  20. Felix

    @ Fit und Gesund

    Das ist korrekt, jedoch hat man das Ergebnis beim Sparen zu 100 % selbst in der Hand, beim Investieren nicht.

    Ich hatte mit dem Sparen nie ein Problem, mit dem Anlegen schon. Kai hat sich für IBM entschieden und ist 30 % im Minus, hätte er Microsoft genommen (gleiche Branche) wäre er 100 %  im plus. Investieren ist schwer, sparen m.E. nicht. Trotzdem schaffen es viele nicht – das ist wahr.

  21. Didi

    IBM ist die richtige Wahl, wenn sich Watson Analytics durchsetzt…

    Dann ist das die 1000% Chance.

    Microsoft versucht sich (auch) gerade in der Blockchain Technologie…

    Diese ist in der Masse noch gar nicht „angekommen“ 🙂

     

    Stichwort „Kalte Fusion“

    Falls es Lockheed wirklich gelungen ist, ist das Energieproblem gelöst..

    Mal so als Gedankeninput bzgl. Visionen. NmM!

    GlG. Didi

  22. Ex-Studentin

    Huhu Kai, Respekt für deinen Umgang mit Geld und das gute Händchen bei Immobilien. Vom Finanziellen her müsst ihr euch wenig Sorgen machen, selbst wenn du dein Geld nun nicht in großem Maße investierst. Ich wünsche euch, dass ihr gesund bleibt! Und ich hoffe, dass ihr eure sparsame Lebensweise an eure Kinder weitergeben könnt.

     

  23. Fit und Gesund

    @Felix,

    Du hast schon Recht, ich kann auch sehr gut sparen, ich lebe viel bescheidener als meine Kollegen z.B, Anlegen find ich auch nicht supereinfach, jede kleine Lektion musste ich mühsam lernen,

    ich hoffe auch dass Kai nicht gerade 10% seines Vermögens in diese IBM gesteckt hat, hat er nur unter 2% da rein gesteckt, so hält sich der Gesamtverlust doch in Grenzen,

    ich habe nur 3 Aktien (Nestle, Novartis und Roche) die jeweils noch 8-9% meines Aktienvermögens ausmachen, ich achte darauf nicht mehr so grosse Positionen einzugehen, lieber stocke ich mal auf, aber auch erst nach einer gewissen Wartefrist (6 Monate),

    im Moment lerne ich eben geduldig abzuwarten, auch wenn es mich juckt,

    und wie im richtigen Leben, die Zeit sollte viele Wunden heilen, auch wenn es im Moment mal nicht so aussieht, irgendwie fügt sich Alles zum Guten, oder fast Alles.

    @Didi,
    sehr interessant diese Watson Technology, musste ich erst googeln

  24. Felix

    @ Didi

    Natürlich kann man auf technologische Durchbrüche setzen. Das ist aber hochspekulativ und gerade, wenn man nicht so gut verdient und mit diversen Nebenjobs sein Einkommen aufbessern muss, ist die Gefahr groß, es unwiederbringlich wieder zu verlieren.
    Was wurde nicht alles schon gehypt: Wasserstofftechnologie beim Auto, Solarenergie (welche Firma verdient damit Geld?), auch Tesla ist noch lange nicht über dem Berg und hochgepreist.
    Und selbst, wenn es eine Technologie schafft, ist noch lange nicht gesagt, welches Unternehmen damit einen Reibbach (iPhone) macht. Es gab Hunderte online Buchhändler und nur Amazon war die Rakete. Wie viele Internet Highflyer sind am Himmel verglüht?
    Künstliche Intelligenz (Watson) ist der neue Hyp. Ob sich damit Geld verdienen lässt und wer ggf. verdient, muss sich erst noch zeigen; ich tippe auf Google. Die sind einfach innovativer und agiler, zudem haben sie mit ihrer Suchmaschine den größten Informationsschatz, den sie heben können.

    Ich bleibe dabei, Investieren ist der schwerere Teil, sonst wären alle reich, die meisten schaffen es aber nicht, auch wenn sie sparen, was das Zeug hält.

  25. Daniel

    Hai Kai ;-p

    Ich bin nicht der Meinung, dass Du dich für deinen Job schämen musst. Ist für mich ein ganz normaler Job mit Servicegedanke.

    Du hast sehr gut gewirtschaft und kannst nun langsam von den Früchten deiner Arbeit leben. Da Zeit eines der kostbarsten Güter ist würde ich Dir auch dringend raten den Weg eher in Richtung ETF einzuschlagen. Ich glaube kaum dass man als Familienvater und zusätzlich noch als Vermieter Zeit und Lust hat sich jährlich durch die Geschäftsberichte seiner jetzigen und/oder zukünftigen Unternehmen zu wälzen.

    Den S&P500 würde ich verkaufen, er macht für mich keinen Sinn wenn bereits der MSCI World bespart wird. Oder alternativ verkaufst Du den MSCI World und legst in S&P500, MSCI EM, STOXX 600 Europe und Pacific an. Sonst hast Du eine viel zu hohe Schnittmenge.

    Die hohen Bargeldreserven würde ich zur Sondertilgung, sofern möglich, nutzen. Alternativ einen Teil davon weiter in ETF investieren. Es spricht überhaupt nichts dagegen mit hohen Tagesgeldreserven unterwegs zu sein. 50%/50% ? Warum nicht? Es stabilisiert dein Depot und verschafft Ruhe in der Krise wenn der Rest aufgrund der hohen Depot-Volatilität in Panik verfällt. Alternativ eine Festgeld-Leiter von 2-3 Jahren.

    Achte bei deinen Summen auf die Einlagensicherung und verteile das Geld auf mehrere Banken hoher Bonität. Eine Liste gibts im Netz mit Ratings.

    Ansonsten sehe ich ein super diversifiziertes Gesamt Konstrukt aus Immobilien, eigengenutzter Immo, ein durch ETF breit gestreutes weltweites Depot und hohe Liquidität durch TG. Ein passiver Einkommens-Cashflow ist ebenfalls vorhanden. Lass es einfach so weiterlaufen. Plane für Dich ein was Dir spass macht und was Dir evtl. sogar etwas Geld einbringt und nutze die Zeit für Dich und deine Familie.

    Gruss Daniel

  26. Andrea

    Hallo Kai,

    super, das zu lesen freut mich sehr! Ich verdiene etwas weniger als Du, aber mit Steuerklasse 1 (Sekretärin) und fühle mich öfter eingeschüchtert, wenn ich die hohen Gehaltszahlen der Leute sehe. Ich freue mich daher umso mehr für Dich und Deinen Erfolg und das tolle Beispiel, das Du mit Deiner Familie gibst!

    Weiter so, alles Gute, Andrea

  27. Sparta

    @Kai

    Wie geht das eigentlich mit 2 Vollzeitjob`s, 2 Nebenjob`s an den Wochenenden, Renovierungen & Sanierungen und Vermieterangelegenheiten und gleichzeitig Familie mit Kindern???

    Sind die Immo`s alle abgezahlt, bzw. haben diese alle so einen geringen Verkehrswert?

    Keine Hilfe von Eltern etc.?

  28. S.

    Hey Kai,

    Glückwunsch zu Deinem aufgebauten Vermögen!

    Mich würde noch interessieren, wann Du angefangen hast in Aktien/ETF`s zu investieren?

    Meiner Meinung nach solltest Du vielleicht überlegen, ob die Börse der richtige Ort für Dich ist. Da Du schreibst, dass es „weh tut“, wenn 2 Werte mit 30 bzw. 20% im Minus sind, frage ich mich, wie Du Dich verhältst, wenn das ganze Depot 30 % oder mehr im Minus sein sollte? Wenn Du dir die Unternehmen genau angeschaut hast und von ihnen überzeugt bist, sollte so ein Buchverlust eigentlich nicht „weh tun“, im Gegenteil, Du solltest dann überlegen nachzukaufen. Also entweder bist Du nicht vollständig von den Unternehmen überzeugt gewesen beim Kauf oder Du hast die Börse falsch eingeschätzt, sie ist eben keine Einbahnstraße (auch wenn man das die letzten Jahre meinen könnte). Selbst wenn der Gesamtmarkt gut läuft gibt es immer einzelne Unternehmen/Branchen, welche im gleichen Zeitraum eher schlecht laufen, das ist normal. Ein Verlust in der Größenordnung ist nichts besonderes und kann jederzeit bei jedem Unternehmen vorkommen (besonders wenn man vielleicht einen ungeschickten Einstieg erwischt hat, diese Verluste sind aber meistens nur kurz-mittelfristig). Darüber solltest Du dir im klaren sein.

    Nicht jeder ist für die Börse geeignet. Für manche Leute ist es sogar besser, wenn sie nicht an der Börse sind. Denn solange alles gut läuft, ist alles ok, aber wenn wirklich mal der Ernstfall eintritt und das Depot stark schrumpft, sind besonders Leute, welche nicht richtig von der Börse überzeugt sind und Angst vor Verlusten haben stark gefährdet zu ungünstigen Zeitpunkten alles zu verkaufen.

    Wie gesagt, ich kann nicht sagen, ob Du zu diesen Leuten zählst, dafür weiss ich zu wenig über Dich und Deine Erfahrungen, aber so wie Du es geschrieben hast sieht das für mich gefährlich aus:

    „Ich überlege im Herbst wieder zu investieren. Nur in den MSCI World. Da mein Depot mit Einzelaktien im Minus ist. IBM mit -30%, sowie GIS mit -20%. Das tut weh.“

    Ist es ein Grund in etwas zu investieren, nur weil etwas anderes im Minus ist? Wenn der ETF im Minus wäre, würdest Du dann weitere Einzelaktien kaufen? Und bedenke: Auch der MSCI World ist nicht vor starken Verlusten geschützt!

    Soweit von mir,

    S.

  29. Maximilian Fischer

    Kai. Ich finde super was du in deinem Leben geschafft hast. Schon sehr inspirierend, wenn man von den doch eher schlechten Startbedingungen ausgehst.

    Dabei finde ich es traurig in Deutschland überhaupt über ein Niedriglohnsektor sprechen zu müssen. Eins der reichsten Länder der Welt hat den größten Sektor in diesem Bereich. Traurig.

    Aber schämen brauchst du dich nicht. Sei sehr Stolz auf alles was du geschafft hast. Für mich verdient das deutlich mehr Respekt, als wenn ein Millionär seine zweite Million macht.

    Ich wünsche dir wirklich alles gute und genieße deine schöne Zeit noch.

    Gruß,

    mafis

  30. pommes

    Respekt vor dieser Leistung! Diesen Leserbrief habe ich sehr gerne lesen. Ich finde Postbote ist ein anständiger Job, also gibt es kein Grund sich zu schämen.

    Man kann an diesem Beispiel sehen, dass es auf die Einstellung ankommt. Einfach mal nach dem Motto „wer will, der kriegt“ leben und die Extrameile gehen hilft enorm. Finde ich den besseren Weg als sich hier im Blog tagtäglich über den Zustand der Republik oder sonstiges aufzuregen, was eh nichts bringt.

  31. Lena

    @Felix

    „Künstliche Intelligenz (Watson) ist der neue Hyp. Ob sich damit Geld verdienen lässt und wer ggf. verdient, muss sich erst noch zeigen;“

    Mit KI wird schon Geld verdient! Schon lange. Allein eine Suchmaschine ist schon einfache KI, oder Siri / Alexa. Mit Google könntest du vielleicht Recht haben. Das Schwierige an der Weiterentwicklung von KI ist, dass die Maschine lernen muss, Sprache zu interpretieren. Sie muss aus einem Text die richtige Antwort filtern; Ironie lernen; usw. Das hat viel mit Linguistik zu tun. Also, was ich sagen will, es ist kein Hype.

    @ Kai

    Wow, sehr gut! Ich bin begeistert 🙂 Ein sehr schönes Vorbild. Ich bin auch in IBM investiert und im Minus. Mein Plan: Sollte der Kurs unter 100 EUR rutschen, kaufe ich nach, um den Durchschnittspreis je Aktie zu senken. Ansonsten will ich ca. 10 Jahre investiert sein und falls IBM sich in dieser Zeit als Irrtum erweist, verkaufe ich die Positionen. Grundsätzlich habe ich Vertrauen in das Unternehmen. (Sonst wäre ich ja nicht eingestiegen 😉 ).

     

  32. -M

    An der an der Börse haben Emotionen wenig bis nichts verloren. Mir hilft glaube ich mein schwarzer Humor und das absolute Vertrauen das es nach jedem Crash zu neuen Höhen kommen wird. Jeder Crash ist ein Geschenk! -20% hier -30% da …. das ist/sollte doch firlefanz sein 🙂 wenn man sich da verrückt macht hat man ein ernstes Problem. Schade das die eigenen Immobilienwerte nicht mit dem Kontoauszug immer  mit ausgedruckt werden, da könnte man bestimmt tolle schnapper machen so irrational wie viele reagieren.

     

    Grüße

    -M

  33. Fit und Gesund

    @-M

    Minus 20% hier -30% da, ist also Firlefanz, also ich bin da völlig anderer Meinung,

    wenn man sich da verrückt macht hat man ein ernstes Problem… aha????

    darf ich fragen wieviele crash’s Du schon mitgemacht hast?

     

  34. Felix

    Ich finde die Sympathiewelle, die Kai in den Kommentaren umspült, erfreulich und schließe mich dem uneingeschränkt an. Auch, dass ihm alle Respekt zollen, ist toll.

    Auf der anderen Seite heißt das irgendwie auch, dass diejenigen, die es in hohe Gehaltsregionen geschafft haben, nicht ganz so gut wegkommen, so sympathiemäßig meine ich. Ja, irgendwo scheint auch manchmal ein bisschen Neid durch die Kommentarzeilen, was menschlich ist. Nur, in der Regel wird man auch sehr hart daran und dafür arbeiten müssen, um in 6stellige Gehaltsregionen vorzudringen und zwar in vielen Fällen von Kindesbeinen an. Man muss bereits in der Schule gut sein, eine Eliteausbildung durchlaufen, Auslandsaufenthalte absolvieren, sich ständig gegenüber Mitbewerbern durchsetzen, mehrere Fremdsprachen sprechen, Menschen führen können, sich ständig fortbilden und auf dem Stand der Technik bleiben, viel Verantwortung tragen usw. Dem zolle ich ebenso Respekt. Es sieht meist nur so aus, als wäre das alles vom Himmel gefallen. In Wirklichkeit muss jeder Spitzenleister hart arbeiten. Nebenjobs o.ä. ginge schon zeitlich nicht und sind finanziell in der Regel zurecht auch gar nicht nötig.
    Unsere Gesellschaft und Wirtschaft ist eben auch darauf angewiesen, dass es solche Leute gibt. Herzchirurg wird man eben nicht mal so nebenbei, sondern muss Jahrzehnte am Ball bleiben. Aber natürlich sind wir auch auf einfache Dienstleister angewiesen; sie haben eben eine ganz andere Vita.
    Sicherlich sind die orbitanten Gehaltsunterschiede nicht immer gerechtfertigt (Profifußballer), oft aber schon. Wenn jedoch alle unterschiedslos sozialistische Gehälter bekommen, wo bleibt dann der Anreiz die Entbehrungen einer Spitzenkarriere auf sich zu nehmen? Dann gibt es eben nur noch Mittelmaß.
    Kai ist das beste Beispiel dafür, dass man in jedem Fall etwas im Leben auf die Beine stellen und sein Schicksal selbst in die Hand nehmen kann und darauf kommt es an.

  35. Fit und Gesund

    @Felix,

    es gab auch schon tolle Beiträge von Leuten die sehr gut verdienen, Leser S. und Leser F.  z.B, fallen mir jetzt nicht Alle gerade ein, aber dann gibt es auch Beiträge von Leuten die mich eher kalt lassen, nicht wegen den hohen Gehältern, sondern weil diese Leute für mich nur eine Art Selbstdarsteller waren, von denen hat man nie ein Wort gehört. Beispiele nenne ich jetzt mal nicht.

    Ich erkenne eine Leistung neidlos an, ich selber habe genug für mich und muss auf Nix und Niemand neidisch sein, zumal diese Leserbriefe ja nur einen klitzekleinen Einblick in’s Leben der Leute geben, weiss Keiner wie hart sich evtl. der Wohlstand erkämpft wurde.

    Vermutlich freu ich mich an dem Leserbrief von Kai so, weil ich eben auch nicht studiert habe und nur einen klassischen Lehrberuf habe (Krankenschwester)

    Dein letzter Satz ist der entscheidende Satz!

  36. Martin B.

    Ich finde ja das Medienfoto von der Post lustig:

    Wie der Typ im Anzug ganz lässig und zugleich business-like auf etwas am Whiteboard zeigt und keinen interessiert es –  nicht mal ihn selbst! 😀

  37. Jan

    Hallo Kai,

    auch von mir einen riesen Respekt für deine/eure Leistung! Ich finde euren Vermögenszuwachs und eure Kongruenz, was euer Lebensmodell angeht sehr beeindruckend und etwas beneidenswert 😉

    Ich wollte euch noch eine Sache ans Herz legen: Falls eure Kinder noch nicht studieren, es aber mal vorhaben sollten, informiert euch rechtzeitig über Möglichkeiten der Finanzierung. Da ich selber aus einem Arbeiterhaushalt komme und bald mein Studium beende, weiß ich, wie viel ungenutztes Geld man in den Jahren des Studiums liegen lassen kann. Für mich ist es leider zu spät, aber wenn ich sehe, wie viele Kinder wirklich reicher Eltern Geld über Stipendien beziehen, wird mir manchmal fast schlecht. MMn liegt das in der Regel nicht daran, dass diese schlauer sind, sondern, dass das Wissen um Stipendien usw. in den „einfacheren Schichten“ einfach nicht vorhanden ist, bzw. die Meinung vorherrscht, diese seien nur etwas für Hochbegabte. Neben den bekannten, großen Stiftungen gibt es aber noch unzählige weitere Stiftungen, welche unterschiedliche gesellschaftliche Nischen abdecken und ihr Geld teilweise mangels Bewerbungen nicht vergeben können. Auch das Thema Bafög muss man sich gut anschauen.

     

    Wie gesagt, das nur als Anreiz, falls es mal in die Richtung gehen soll. Am besten schonmal 1-2 Jahre vor dem Abi sehen, was es so gibt. Soziales Engagement des Kindes fördern und so weiter. Google ist euer Freund, in diesem Fall.

    sorry für den langen Text, aber das Thema liegt mir wirklich am Herzen 😉

    wie gesagt, Hut ab, beste Grüße,

     

    Jan

  38. Claus

    @ Kai

    Meine Hochachtung für Eure Leistung! Ihr habt sehr viel erreicht und macht das Beste aus Euren Möglichkeiten.

    Ich mag Menschen, die die Ärmel hochkrempeln, etwas leisten und auch einmal ein (überschaubares) Risko eingehen. Hiermit meine ich Eure Wohnungskäufe und das selbständige Sanieren. Die meisten Menschen jammern nur herum und argumentieren stets, warum sie dies und das nicht machen (ist ja eh alles sinnlos… ich verdiene ja viel zu wenig, um dies oder jenes zu tun… ich spare nichts, sind ja höchstens 50 € im Monat, da kommt ja nichts bei raus…). Das sind für mich alles nur Ausreden. Wer Erfolg haben will, muss handeln.

    Ihr packt die Dinge an und kommt auch sehr gut voran. Im Übrigen finde ich, das Postbote ein ehrenwerter Beruf ist, für den Du Dich keinesfalls zu schämen brauchst!

    Wie „weit“ Du bei der Aktienanlage bist, kann ich nicht beurteilen. Bei IBM und Gen. Mills sehe ich jedenfalls keine Gafahr für Dein Geld, wenn Du einfach nur investiert bleibst und NICHTS machst (ausser die Dividenden zu kassieren…), am besten für vieeeele Jahre.

    Wenn Deine Positionen jeweils unter 5% (im Aktiendepot) sind, kannst Du auch darüber nachdenken, beide Positionen bis max. zu diesem Wert aufzustocken. Ich bin mir absolut sicher, dass Du das niemals bereuen wirst, im Gegenteil. Die „Durststrecke“ bei IBM wird nicht ewig dauern. Man kann einen solch grossen Konzern eben nicht in wenigen Monaten in eine neue Richtung lenken… das dauert u.U. einige Jahre. Doch Besserung ist längst in Sicht und die Zahlen sind gar nicht so schlecht, wie viele annehmen. Ich habe IBM vorgestern bei 120,50 EUR (4,2% Dividendenrendite!) auf 3,6% in meinem Depot aufgestockt. Hier ist, wie immer an der Börse, GEDULD gefragt. Danach kommt das GELD… Auch bei Gen. Mills bin ich mit 1,5% investiert.

    An der Börse ist 2 x 2 eben nicht 4, sondern 5-1, frei nach dem „lieben alten Kosto“. Oder: Erst kommen die Schmerzen und dann das Geld…

    Ich wünsche Euch weiterhin viel Erfolg!

    @ fit und gesund

    danke für den lieben Gruss, den ich hiermit sehr gerne erwidere.

    „Die Privatanleger-Bibel“ habe ich soeben ausgelesen. Ist soweit ok, hat mir aber nichts Neues gebracht. Trotzdem ist es gut, auch die bekannten und längst zur Routine gewordenen Dinge mal wieder in Erinnerung zu rufen. Wer sich an das Büchlein hält, macht nichts verkehrt. Ist im Grunde ja genaus das, was hier meistens besprochen wird. Die dort empfohlenen Bücher habe ich fast alle gelesen und kann sie ebenfalls empfehlen.

    Bin gespannt, ob es demnächst zu Kaufkursen bei einigen Werten kommt, denn nicht alles ist hoffnungslos überteuert. Im Gegenteil, einiges ist „arg unter die Räder“ gekommen, dieses Jahr: Apache, Schlumberger, GE, Harley D., Exxon, die o.g. IBM + Gen. Mills, und einige mehr. Sich antizyklisch zu verhalten, könnte sich mal wieder auszahlen…

    Liebe Grüsse und reichlich Dividenden….

  39. Fit und Gesund

    Hallo Claus,

    ich dachte mir schon dass Du nicht so einen grossen Profit von dem Büchlein hast, aber für mich ist es eine sehr gute Zusammenfassung und ich kann da sicher nochmal was drin nachschlagen.

    Denke schon dass es demnächst Kaufkurse geben wird, geht ja Alles runter….GE könnte mir auch gefallen, mal sehen.

    Heute hab ich das hier gefunden,

    http://jasperquast.de/      es geht um die Aktie freenet, nix was ich sonst auf meiner Wunschliste gehabt hätte, aber ich finde es durchaus interessant dass ein konservativer Fondsmanager wie Flossbach von Storch https://www.fvs-fonds.com/   eine 10% Beteiligung an freenet hat.

    Was meinst Du dazu?

    @all,

    hat Jemand die Aktie freenet?

     

  40. AlexanderAlexander

    @Kai

    Ich kann mich nur meinen Vorschreibern und besonders fit und gesund anschließen. Kurz: Allerhöchsten Respekt!

     

    Warum man sich für seinen Beruf schämen sollte, ist mir ein Rätsel. Ich bewundere unsere Postbotin, kommt bei jedem sch… Wetter, ist immer freundlich und hilfsbereit. Jeder, der einer geregelten Arbeit nachgeht und der Gesellschaft nicht auf den Taschen liegt, hat Respekt verdient und niemand muss sich schämen. Bei eurer Situation könnt ihr auch zum Arbeiten aufhören oder einen Halbtagsjob machen, der euch Spass macht.

    Nochmal Respekt.

     

     

  41. Felix

    @ Claus

    Kann sein, dass du Recht hast mit antizyklischem Verhalten bei obigen Konzernen. Auf der anderen Seite stehen diese Konzerne mit ihren Produkten gegen den Zeitgeist: Apache, Schlumberger, Exxon = fossile Energie; IBM = teuer und unbeweglich; G. Mills = Zucker; Harley = Macho.

    Auch Großkonzerne gehen den Bach runter, wenn sie sich nicht anpassen und Trends verschlafen und zwar schneller als man denkt, z.B. NOKIA. Und zumindest bei IBM sind Umsatz und Gewinn seit mehreren Jahren rückläufig, während die anderen HighTechs auf alltime highs notieren, weil bei ihnen auch Umsatz und Gewinn wachsen.

  42. steve

    @fit und gesund

    freenet habe ich jetzt knapp 2 jahre damals zu ziemlich genau 32€ gekauft. Ich finde es nicht schlimm da im Minus zu sein eher bereue ich bei 22 23€ nicht zugekauft zu haben. Nun ja man traut sich nicht immer und nicht immer wird man belohnt wenn man sich traut. Eine Besonderheit hat Freenet zahlen bis jetzt steuerfreie Dividende (wegen Verlustvortrag) wird als Neukäufer mit den Kaufpreis verrechnet also mein Einkaufspreise ist wegen div 1,55 und 1,60 rechnerisch 28,85€. Weiterhin steigert freenet seit Jahren die div von Jahr zu Jahr in kleinen Schritten. Die div Rendite ist deshalb momentan klar über 5% und das erst mal ohne raffke Staat. Ach ja der Kurs hat sich wieder erholt weil sich abzeichnet das die Investitionen von freenet in eine Schweizer telco ( was für dich) und ins TV Geschäft sich auszahlen.

    Gruß Steve

  43. Kai

    Hallo,

     

    ich danke euch Allen für die netten Kommentare, die Anerkennung und die doch vielen unterschiedlichen Ratschläge.

    Gerne gehe ich später nochmals näher darauf ein.

     

    Viele Grüße

    Kai

  44. Fit und Gesund

    @Steve,

    danke für Deinen Kommentar, ich habe die Aktie mal auf jeden Fall auf meine watchlist gesetzt. Ist wohl auch im QIX Deutschland Index enthalten.

    Viele Grüsse

  45. He

    Nur kurz von mit, das wichtigste ist in Vermögen zu investieren, nicht in Verbindlichkeiten, wenn man sie nicht braucht,z.B Auto.

    Zur Optimierung finde ich auch das Bargeld viel zu hoch, ich würde aber neben Aktien auch in Edelmetalle investieren und in einen Bankschliessfach legen. Sie bringen keine Zinsen, verlieren auch nicht an realen Wert (wenn der Goldpreis steigt, heisst das nur, dass die Währung an Wert verliert. 1kg Gold bleibt 1kg). Hinsichtlich der schnellen Euroentwertung sind Edelmetalle eine gewisse Absicherung.

    Viel Erfolg weiterhin,

    Lg

     

  46. Anna

    Vor ca. 20 Jahren mit fast Ende 40 habe ich begonnen, mich mit Aktien zu befassen. Hilfe hatte ich keine, woher auch. Hätte ich damals die hier in letzter Zeit veröffentlichten Leserbriefe lesen können, ich hätte den ganzen Krempel in die Ecke geschmissen. Ein Ansporn wäre es nicht gewesen.

    Ehe es Fragen gibt warum so spät. In der DDR gabs ein Spargirokonto mit 3,25 %, das wars. Nach der Wende war alles, aber auch alles unsicher, Arbeitsplätze, demzufolge auch das Einkommen. Die beiden Kinder gingen noch das letzte Jahr in die Schule. Investieren konnte ich nur Sonderzahlungen. Eine feste Sparrate habe ich nie gehabt. Die ersten Zeiten von Arbeitslosigkeit kamen auch und mit Fünfzig bist du nicht mehr gefragt. Demzufolge Nonsenslehrgänge übers Arbeitsamt. Zeitarbeit (für 6 Euro/Std. Op.-Berichte geschrieben u.a.)

    Meine Fehler an der Börse habe ich alle selbst gemacht. Ich konnte auf keinen schimpfen, geschweige denn einen verklagen. Inzwischen sind wir Rentner, die Jungs zahlen Steuern, die finanzielle Freiheit werden wir nie erreichen, aber ein gewisses Maß an Dividenden bessert die Rente auf.

     

    @ Fit und gesund

    Wegen Krisen: Neuer Markt mangels Masse harmlos für mich. Hatte zum Glück wenig Geld. Aber dann: März 2009 Minus 50 %, sämtliche Werte knallrot. Das musst Du aushalten. Du siehst auch kaum Kaufmöglichkeiten, kauft man was, dann gehts nochmal 50 % tiefer. Beispiel: Leoni Okt. 2008 14 Euro, halbes Jahr später 7 Euro. Da kaufen kaum welche nach. Hinterher kann man das gut sagen. In die Zukunft sehen kann keiner.  Lies Dir mal Tims Beiträge aus der Zeit durch.

    Gruß

    Anna

  47. Fit und Gesund

    @Anna,

    am Neuen Markt war ich nie, aber selbst die Flagship-Fonds in die ich investiert hatte (Templeton Growth, Pioneer und Fidelity European Growth) verloren ordentlich, ich hörte auf zu investieren, Fehler natürlich, 2008/2009, mittlerweile hatte ich nochmal in einen anderen Fonds umgeschichtet, wieder ein Fehler, bekam ich nur am Rande mit, ich war mit meinem Katzen-Hobby beschäftigt und flog durch halb Europa um Tiere zu kaufen (Wien, Frankfurt, Düsseldorf, Lübeck, Oslo), von Krise bekam ich Null und Nix mit, sie betraf mich überhaupt nicht, ich hatte einen Job und genug Geld und Alles lief rund,

    mit, hätte ich dies gemacht oder hätte ich Jenes gemacht anstelle, das nutzt mich heute nix mehr, und für mich ist es nicht schlimm, es hat sich trotz aller Krisen dennoch Alles zum Guten gewendet, so war es bei mir, Andere empfinden anders bei Verlusten und ich finde einfach, dass es durchaus legitim ist bei einem Minus von 20-30 % Schmerzen zu empfinden,

    Schmerzen sind in dem Fall auch ein Warnsignal, es als „Firlefanz“ abzutun empfinde ich als Arroganz,

    so, das ist nun meine Meinung zu Verlusten und es kann auch Jeder so sehen wie er möchte. Wie ich beim nächsten Crash reagiere? ich hoffe richtig.

    liebe Grüsse 🙂

  48. Claus

    @ fit und gesund

    Moin, Moin…

    Freenet… habe ich nicht analysiert, aber ich sehe hier keinen Grund für einen Kauf. Der Wert wäre mir auch viel zu klein.

    Die Branche ist mörderisch. Freenet „verschiebt“ kurzfristige Schulden mittels Kredit zu Langfristschulden…  „Griechische“ Verhältnisse?? (lach).

    Die Übernahmen/Beteiligungen mögen Sinn machen, kann ich aber nicht beurteilen. Das über weitere Schulden zu finanzieren, finde ich problematisch.

    Die Dividende erscheint mir langfristig unsicher.

    „Schläfrige Kunden“, die Ihre Verträge nur selten kündigen, als positiven Geschäftsteil zu sehen, ist für mich ebenfalls kein Investitionsgrund.

    Auch langfristige Schulden werden irgendwann fällig. Wie steht Freenet da, wenn die Zinsen z.B. nur auf 3% steigen und die dünnen Margen bei den Verträgen weiter sinken? Auch die Politik mischt sich öfters ein, s. Roaminggebühren…

    Ich habe mich im Frühjahr sogar von Vodafone (trotz hoher Dividende) getrennt, weil mir die gesamte Branche nicht mehr gefällt. Müßte ich mich zwischen Vodafone und Freenet entscheiden, bräuchte ich nicht lange nachzudenken, „der Riese“ erscheint mir deutlich sicherer, speziell, wenn es mir um die Dividende ginge.

    ich weiss nicht, wann und zu welchen Konditionen Flossbach von Storch investiert hat. Wenn sie investiert sind, müssen sie allerdings dafür sorgen, dass die Kurse steigen…

     

    @ Felix

    „Auch Großkonzerne gehen den Bach runter, wenn sie sich nicht anpassen und Trends verschlafen und zwar schneller als man denkt, z.B. NOKIA. Und zumindest bei IBM sind Umsatz und Gewinn seit mehreren Jahren rückläufig, während die anderen HighTechs auf alltime highs notieren, weil bei ihnen auch Umsatz und Gewinn wachsen.“

    IBM ist „Meister im Wandeln“ und lange mittendrin. Natürlich muss man auf die zukünftige Entwicklung achten, aber IBM ist m.E. auf einem sehr guten Weg. Mit dieser Aktie wird man langfristig gutes Geld verdienen, wenn man heute einsteigt. Sie ist für mich eine perfekte Dividenden-Aktie.

    Um an der Börse erfolgreich zu sein, ist es oft besser, Qualitäts-Aktien mit vorübergehenden Problemen einzusammeln, wenn keiner sie haben will. „Lieblinge“ auf „all time high“ zu kaufen, wenn alle sie kaufen, ist psychologisch einfach. Man fühlt sich gut, läuft mit der Masse und erhält auch, was die Masse bekommt… Fallen die Kurse deutlich, kommen die Zweifel und es wird mit Verlust verkauft.

    LG und ein schönes Wochenende

     

  49. Fit und Gesund

    @Claus,

    vielen Dank für Deine Einschätzung, ich habe es schon geahnt 🙂 aber die Dividende wäre halt reizvoll gewesen. Irgendwas Techno-mässiges fehlt mir auch noch, im Moment halte ich mal die Finger noch ein wenig still, es geht ja weiter abwärts.

    Wünsche Dir auch ein schönes WE, ich bin im Endspurt vor den Ferien 🙂

  50. Oliver

    @Kai: Alles gut gemacht. Im Grunde weißt Du, was Du machen musst, um erfolgreich zu sein, deshalb brauchst Du auch keine großen Tipps mehr. Für deinen Beruf musst Du dich sicher nicht schämen. Ich finde, jeder Beruf, der nicht kriminell ist und die Rechnungen bezahlt ist absolut legitim.

    Zur Börsenlage:

    Ich bin momentan ganz entzückt, dass sich die Kurse nach unten entwickeln. Viele Unternehmen haben jetzt einiges an Kurswert nachgegeben und man kann sich überlegen, bei einzelnen Gesellschaften einzusteigen. Komischerweise gibt es aber trotz der nachgebenden Börsen einige Werte, die sich recht resistent gegen die Abwärtsspirale anstemmen. Aber gerade bei diesen Werten wäre ich momentan vorsichtig einzusteigen.

    Ich habe gestern von chillen – sprich Nichtstun – mal wieder etwas auf Aktion umgestellt. Vielleicht war es zu früh, aber da ich meine Werte in der Regel sehr langfristig halte, denke ich, dass es schon OK ist. Ich habe mir zum einen W.W. Grainger (GWW) gekauft, da das Nachgeben des Kurses meines Erachtens eine Übertreibung ist und dann dazu noch die Dr. Pepper Snapples (DPS) mit etwa 90$. Das Unternehmen hat wohl die Erwartungen nicht ganz erfüllt und ich möchte sie schon länger in meinem Depot haben. Von daher war der Preis für mich OK, zusätzlich hat der wesentlich bessere Umtauschkurs auch noch bewirkt, dass der Preis in EURO günstiger war. Bei beiden denke ich zukünftig, dass ich die weiter aufstocke, wenn der Preis nach wie vor stimmt. Zu guter Letzt habe ich mir vom Alexander eine REIT-Idee geklaut und mir die Select Income REIT (SIR) gegönnt. Da ich bei meinen „guten“ bestehenden REITs genügend Anteile hatte und noch 1 – 2 neue dazunehmen wollte, habe ich jetzt den ersten. Den werde ich wohl bis Ende des Jahres auf meine Zielgröße (250 Stück) ausbauen.

    Hier wird viel über IBM diskutiert. Ich hatte früher sehr enge Beziehungen  und irgendwie auch ein ambivalentes Verhältnis zu dem Unternehmen. Es hat seid einiger Zeit Schwierigkeiten, aber trotzdem natürlich aufgrund der finanziellen Möglichkeiten die Chance, wieder aus der Krise zu kommen. Es ist nicht die erste größere Krise, wovon sich IBM erholt hat. Trotzdem besitze ich ggw. keine Aktien von IBM und werde mir aller Voraussicht trotz der genannten hohen Dividendenrendite wohl keine kaufen. Es wäre für mich eine Wette, dass sie ihre Probleme überwinden. OK, das ist nicht der ausschlaggebenste Grund für mich. Es gibt einfach zu viele starke IT-Unternehmen ohne diese Restrukturierungsprobleme, die z.Z. einfach gut performen und wo ich eben nicht schwitzen muß, ob sie die Kurve kriegen. Von daher würde ich persönlich so Firmen wie Apple, Facebook, Microsoft, Intel oder Google bevorzugen. Beteilige dich an den erfolgreichen ist da meine Devise. Daneben gibt es in der zweiten Reihe auch ein paar IT-Unternehmen, die interessant sind, obwohl die Kurse dort z.T. recht hoch sind. IT war immer irgendwo Wachstum und neue Technologien. IBM bietet neue Technologien – das sind die Chancen für die Zukunft – aber eben überhaupt kein Wachstum seid längerer Zeit. Die Aktie ist kurstechnisch genau aus diesen Gründen niedrig und ich kann niemanden verurteilen, der darin eine gute Chance sieht. Für mich wären, wenn ich im IT-Bereich weitere Aktien kaufe, dieses Unternehmen aber trotzdem in meinem Kaufzettel nicht ganz oben.

  51. steve

    @claus freenet macht Schulden um zu investieren. Beim Schweizertelco ist aber z.b die Dividende höher als ihre Zinsen. Desweiteren haben Sie Geld aufgenommen um einen Kabel tv Anbieter zu kaufen.
    D.h. sie diverzifieren, ich persönlich sehe bei der Dividende momentan keinen hacken es ist nach ihren letzten zahlen davon auszugehen das es wieder 5 cent mehr gibt. Aber egal ich will hier niemanden überzeugen. Nur im Vergleich zu Vodafone wäre ich mir nicht sicher wer hier die höhere Schuldenlast zu tragen hat. Vodafone hätte ich mir auch schon geholt da ist nur die Rechnungslegung in € für ein britisches Unternehmen bei steigenden € kontraproduktiv.
    Gruß Steve

  52. Andreas

    @Fit und Gesund

    Wenn dir was im IT Bereich fehlt, hattest du nicht auch über Cisco nachgedacht? Ist derzeit günstig bewertet, hoher Cashflow, hohe Geldreserven, sie investieren in die richtigen Zukunftsbereiche, werden von Cybersecurity, IoT, der zunehmenden Vernetzung profitieren und die Dividendenrendite ist super. Also aus meiner Sicht für die nächsten Jahre eine durchaus lukrative Option…

  53. -M

    @fit und gesund

     

    Du hattest gefragt seit wann ich dabei bin. Ich bin seit 2001 dabei da war ich 15 Jahre alt. Ok Taschengeld lassen wir mal außen vor. Der richtige 1. Crash war dann 2008 gerade in meiner Ausbildung. Ich habe Deutsche Bank im Depot gehabt zu ca 50-60€ ungefähr. Als die auf knapp 16-18€ runter sind habe ich es verpasst zu kaufen (ich dachte es geht als noch weiter runter) als die wieder auf 25€ rauf sind dachte ich das die nun zu teuer waren. Angst hatte ich nicht  nur weiß ich heute das man wirklich gierig werden muss wenn es richtig runter geht. Arroganz ne denke nicht. Optimistisch bin ich und ich gehe locker damit um wenn es weit runter geht. Ok vielleicht denk ich anders bei 500k im Depot. Mit meinem jetzigen bin ich locker.

    -M

     

  54. Fit und Gesund

    @Andreas,

    danke, 🙂

    aber Cisco hab ich bereits im März gekauft und bin ungef. 11% im Minus, Ende September werde ich dann nachkaufen, es sei denn die Aktie geht noch unter 30Dollar, dann vorher, glaub ich aber nicht, ich mag Cisco sehr gerne und werde ordentlich nachlegen.

    @-M.

    o.k, Du bist noch jung und dann versteh ich die Aussage auch besser. Wenn ein crash sich aber länger als ein Jahr hinzieht ist es arg schwer da immer mehr Geld reinzubuttern, anfänglich mag man sich noch über fallende Kurse freuen, aber irgendwann ist es nur noch zermürbend, und je nach Grösse des Depots bewirken monatliche Sparraten dann nicht mehr so viel, der gleiche crash fühlt sich nicht für Jeden gleich an.

    wünsche Allen ein schönes nicht zu verregnetes WE

  55. Andreas

    @Fit und Gesund

    Ah stimmt, das hattest du ja geschrieben. Das hatte ich gerade nicht mehr präsent, sorry! Aber du würdest im IT-Bereich gerne einen weiteren Wert mit aufnehmen?

    Ich werde bei Cisco auch ordentlich nachlegen, habe zuletzt eine neue Position eröffnet. Aktuell schiele ich aber zunächst mal sehr stark auf Walt Disney nach dem Kursrückgang und der neuen strategischen Ausrichtung…

  56. K.

    Auch von mir Respekt und Anerkennung vor der Leistung von Kai.

    Für Deinen Beruf brauchst Du Dich wahrlich nicht schämen, vorallem Da Du ihn ja sehr gewissenhaft ausführst, so wie es klingt.
    Viele nehmen die (schnelle) und vorallem zuverlässige tägliche Postzustellung als Selbstverständlich hin. Egal bei welchem Wetter und egal bei welcher Arbeitsverdichtung (mehr Strassen/Bezirke bei weniger Personal) seitens der Post…

    Seit zwei Jahren merke ich deutlich welche Unterschiede es gibt zwischen motivierten (meist „älteren“) Postzustellern und unmotivierteren oder belasteten Postzustellern. Egal ob es Zustellung „gesammelt“ einmal die Woche ist oder regelmäßig im Nachbarbriefkasten….

    Die Post selbst äußert sich nur mit Personal- und Krankheitsproblemen dazu. Von einem Schulkameraden weiß ich aber, das viele Azubis nach Ende der Ausbildung nicht übernommen werden und dann oft einen anderen (zweiten) Beruf erlernen müssen, damit Sie Arbeit finden. Hier werden augenscheinlich die Azubis als günstige Arbeitskräfte ausgenutzt, das dies demotiviert kann ich verstehen.
    Bei Paketzustellern (auch wenn es deren Job ist), kann ich es auch verstehen, das man es leid ist das Paket jedesmal in den x-ten Stock zu schleppen und wenn keiner da ist, wieder zzurück ins Auto. In einer Doku habe ich hier mal gesehen, das gerade die „Subunternehmer“ nur bei erfolgreicher Zustellung entlohnt werden. Nichtzustellung oder Benachrichtigung das man es in der Poststelle abholen kann, bringt diesen trotz damit erbrachter Arbeitsleistung kein Geld.

    Den Kollegen gebe ich gerne auch mal ein Trinkgeld oder eine Aufmerksamkeit als Wertschätzung. Ähnlich den Kollegen der Müllabfuhr. Wenn die Selbstverständlichkeit mal weg fällt oder man sich dieses bewusst macht, dann merkt man welche Auswirkungen es hat, wenn es nicht „einfach so passiert“.
    Plus: Jeder Pizzalieferant bspw. oder so bekommt Trinkgeld aus Dankbarkeit oder Anerkennung, warum dann auch nicht die tagtäglichen Dienstleister, die jeden Tag für uns da sind und Ihren Dienst verrichten.

    Klasse, das Du trotz der nicht überragenden Postgehälter, gemeinsam mit Deiner Frau und der Familie nebenzu arbeiten gehst und solch einen Vermögenswert diszipliniert aufgebaut hast. Das motiviert und lässt mich immer noch ehrfürchtig erstaunen.

    Alles Gute für den weiteren Lebensweg. Vielleicht schreibst Du mal später in den Kommentaren, wie es weiter ging, vorallem mit der beruflichen Findungs / Umorientierungs/ Wunschphase.
    Vor ein paar Tagen unterhielt ich mich wg. ähnlichen Änderungswünschen mit einem geschätzten guten Bekannten. Er meinte: Auch wenn man ggf. mit den Rahmenbedingungen o.ä. unzufrieden ist, vielleich ist man einfach nur das Licht, das da ist und Hoffnung gibt. Das Licht, das zeigt, das man seine Arbeit gerne und vorallem gut ausübt im Vergleich zu Kollegen. Auch wenn man die Rahmenbedingungen nicht ändern kann. Das Licht das Kollegen oder „Kunden“ Hoffnung gibt und zeigt, das es auch anders geht und dem einzelnen hilft, auch wenn man es selbst ggf. nicht sichtbar wahrnimmt.

    Ein interessanter und durchaus nicht zu verachtender Gedankengang wie ich finde. Trotzdem muss man das natürlich für sich selbst rausfinden und auf sich hören.

    Schönen Sonntag.

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