Börse rauf, aber Arbeitslosenzahlen explodieren


New York, 29. Januar 2009

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Heute stürmte die Börse nach vorne. Der Dow Jones legte um 2,5 Prozent auf 8.375 Zähler zu. Die Auslagerung der giftigen Assets aus den Bankbilanzen in eine „Bad Bank“ freut die Börsianer. Vor allem Finanzaktien schossen raketenartig in die Höhe. Freilich muss einer am Ende des Tages die Rechnung der Misere bezahlen. Es läuft auf den Steuerzahler hinaus. Die faulen Bilanzteile kriegt jetzt der Staat untergejubelt. Die Aktien werden wieder steigen.
Unterdessen setzen sich neue Meldungen über massive Jobabbauprogramme ungebremst fort. Starbucks kündigte soeben an, 6.700 Mitarbeiter zu entlassen. 300 schwach-margige Filialen will die Kaffeehauskette schließen. Diese kommen zu den 600 hinzu, die bereits dichtmachen müssen. Verbraucher sparen! Sie gewöhnen sich das Kaffeetrinken ganz ab oder schlürfen die schwarze Brühe vermehrt daheim.
Der Medienkonzern Time Warner schmeißt 700 Mitarbeiter beziehungsweise zehn Prozent der Belegschaft bei der Internettochter AOL raus. Tausende Stellen kürzte IBM, nahezu alle Bereiche waren betroffen. Auch Boeing, Pfizer, Home Depot und andere meldeten den Abbau von Arbeitsplätzen. Allein im Januar haben Firmen angekündigt, 125.000 Mitarbeiter zu entlassen. Sehr schnell wird die Arbeitslosenquote auf mehr als zehn Prozent klettern. Es ist beängstigend.


tim schaefer (Author)

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