Börse New York: Es brennt unterm Dach


New York, 6. Oktober 2008

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Das Vertrauen in die Börse ist dahin. Heute stürzte der Dow Jones abermals ab. Wir notieren nun unter der 10.000er Marke. Es sind dramatische Tage. Manch ein Experte sieht gar eine Weltwirtschaftskrise hereinbrechen. Das kann passieren, aber das dürfte wohl kaum die Ausmaße der 30er Jahre erreichen. Hungern wird kaum ein Bürger müssen. Die Menschen sind nach wie vor reich verglichen mit den Menschen in der Dritten Welt. Kommt die Krise wie von einigen befürchtet, dann kürzen die Verbraucher eben ihre Urlaube, schieben Anschaffungen auf und verzichten auf Ausflüge. Aber mit wirklich heftigen Einschnitten rechne ich kaum. Freilich wird die Arbeitslosigkeit zunehmen.
Viele sind nun wütend auf die Manager der Banken. In der Tat haben sie gigantische Millionensumme in ihre Taschen gewirtschaftet. Jahresgehälter bei Merrill Lynch und Co von 60 oder 80 Millionen Dollar waren die Regel. Der Ärger darüber ist verständlich. Schließlich handelt es sich um das Geld der Aktionäre. Es grenzt geradezu an Veruntreuung, sich derart viel Geld einzustecken. Die Verstaatlichung der Banken hilft bei der Diskussion um faire Gehälter.
Weil die Finanzkrise sich in Europa viel stärker als befürchtet ausbreitet, verliert der Euro massiv an Stärke gegenüber dem Dollar. Der Dollar kehrt zurück. Die EZB dürfte bald die Leitzinsen senken, um eine schwere Rezession in Europa zu verhindern. Der Chart zeigt den Dollar-Euro-Kurs.


tim schaefer (Author)

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