Börse kann leidvoll sein: 30, 40, 50% Minus


New York, 31. Januar 2017

Am Montag knickte der Dow-Jones-Index um über 100 Zähler ein. Nachdem wir die 20.000-Marke geknackt haben, kann es jetzt kräftig zurückgehen. Alles ist möglich.

Ein guter Börsianer weiß: Es kann leidvoll werden mit dem Aktiendepot. Die Börse wird irgendwann einknicken. Zumindest vorübergehend. Es kann eine lange Flaute drohen. Aber keine Angst: Das ist völlig normal. So tickt die Börse. Es sind die Börsenzyklen. Schlaue Anleger gehen locker damit um. Sie sparen stur und stetig weiter über den Aktienmarkt. Sie lassen sich nicht vom Kurs abbringen. Nur Loser rennen davon.

2008/09 war der beste Testlauf für Buy-and-Hold-Anleger. Ich nutzte den Crash, um mehr Aktien aggressiv zuzukaufen. Ich gab keine Anteile her. Heute bin ich finanziell frei. Es ist nicht mal ein besonders hoher IQ nötig. Du musst nur stur weitermachen. Lass Dich nicht verunsichern. In den Medien werden wieder die Krisen-Mahner von einem Sender zum nächsten rennen. Behalte einfach Deine Aktien. Mach es so, wie es Warren Buffett macht: Er kauft wie ein Irrer, wenn es knallt.

Wer im Crash seine Aktien bzw. ETFs verkauft, kann enorme Werte vernichten. Es kann ein Schaden entstehen, der nicht mehr aufgeholt werden kann. Während eines Crashs kann gleichzeitig eine Rezession folgen. Das heißt, Jobs können wackeln. Du brauchst starke Nerven. Die meisten Menschen sind dazu nicht in der Lage. Daher ist es ratsam ein schönes Notpolster an Liquidität zu haben, um flaue Monate überbrücken zu können. So kannst Du besser schlafen.

Ja, manchmal kann die Arbeit frustrierend sein. Gerade in einer Wirtschaftskrise machst Du Dir bestimmt Sorgen um Deinen Job. Was kann helfen? Ein Hobby. Menschen. Sport. Andere Aufgaben, Herausforderungen, Ziele. Lass Dich nicht unterkriegen.

Ich denke, dass immer mehr Menschen in Deutschland erkennen, dass die Altersvorsorge wichtiger ist als der neue Mercedes vor der Haustüre. Es spricht sich herum. ETFs sind etwas Sinnvolles. ETFs sind langfristig angenehmer als ein neuer SUV, der nur zum Angeben dient. Im Grunde weiß das jedes Kind.

Wer 50 oder 60 Jahre alt ist und nicht an der Börse investiert hat, hat einen Fehler gemacht. Es ist dann aber fast zu spät, um das Dilemma umzukehren. Mit Immobilien kannst Du natürlich auch Vermögen aufbauen. Zumindest schützt Dich das Betongold vor Inflation, die in Deutschland beginnt, um sich zu greifen.

Wer Monopoly spielt, merkt, möglichst viele Straßen zu besitzen (besonders die teuren wie die Schlossallee), zahlt sich aus. So kann man Mieten kassieren und letztendlich das Spiel gewinnen.

Wenn Du Kinder hast, versuche Dein Vermögen (Schlossallee) zu vererben und nicht sinnlos zu verpulvern. Die Amerikaner vermitteln Wissen seit Ewigkeiten bevorzugt auf eine spielerische Art und Weise. Schaut Euch die alte Werbung der New York Stock Exchange an:

So investiert Du das Familienvermögen: Die Amis erklären gerne den Bürgern auf spielerische Art, wie das Investieren geht.

Die Reichen geben jedenfalls nicht ihr Geld für sinnlose Dinge aus. Das habe ich schon häufiger gemerkt. Ich kenne einige Reiche in New York. Für sie spielt die Familie eine große Rolle – nicht der Konsum. Das ist jedenfalls mein persönlicher Eindruck.

Der typische Konsument denkt nur maximal bis zum Monatsende. Ich denke bis ins nächste  Jahrzehnt. Mindestens.

Am Montag war ich auf dem Börsenparkett in New York. Der Dow-Jones-Index gab kräftig nach. Das fiel mir dann ein:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Börse kann leidvoll sein: 30, 40, 50% Minus

  1. Joe

    Tolle Aufnahme von der NYSE

    Die letzten Wochen ging es kräftig nach oben – Trump hat die Märkte beflügelt, das war sicher überraschend. Ich erwarte allerdings keine große Korrektur, die Zahlen der Unternehmen sind im großen und ganzen gut. Ich denke das es weiter aufwärts geht und bleibe auch bei Rücksetzern investiert. Gruß aus Österreich

  2. Philipp

    Hallo Tim!

    Vielen Dank für diesen (wieder) tollen Artikel! Ich finde die Aussage besonders toll, dass man nicht besonders intelligent sein muss um an der Börse erfolgreich zu sein. Aber „antizyklisch“ zu agieren (also beim Crash umso mehr nachzukaufen) fällt den Meisten soooooooo unendlich schwer. Ich hatte leider 2008/2009 noch so gut wie nix mit der Börse zu tun (da habe ich gerade die Schule beendet). Daher wird für mich die nächste Krise die erste „Bewährungsprobe“. Ich bin aber fest entschlossen meine ETF-Sparpläne dann nicht nur laufen zu lassen, sondern sogar aufzustocken. Wie du das beschreibst, lege ich mir dafür jetzt schon „Cash-Reserven“ an.

    Hierzu gibt es auch einen interessanten „Spar-Trick“ für alle die sagen, sie könnten nichts sparen. Man nennt es das „5€-Prinzip“:

    Immer wenn man etwas kauft (gerade Kleinigkeiten beim Bäcker, oder die Kaugummis im Supermarkt etc.) und als Wechselgeld einen 5€-Schein wiederbekommt, legt man diesen in ein separates Fach in der Geldbörse. Zu Hause legt man die gesammelten Scheine dann in eine Box. Das mache ich bis ich 500,00€ zusammen habe. (und es ist erstaunlich wie schnell das geht! Außerdem fehlt einem das Geld gar nicht). Warum 500,00€? Bei der ING-Diba werden ausgewählte ETF’s ab 500,00€ kostenfrei ohne jegliche Gebühren zum Kauf angeboten… 🙂

    VG Philipp

    http://www.passives-einkommen.rocks

  3. Ferhat von weniger-schlecht-investieren.de

    Hi Tim,

    Ich fühle mich erst richtig wohl, wenn ich Aktien bei fallenden Kursen kaufe. Meine Wunschliste für einige Unternehmen mit hohem KGV ist stets bereit. Sollte es irgendwann zu einem Crash kommen, bin ich bereit.

    Ich versuche nicht nur gelassen zu sein, wenn die Börse crasht. Ich plane solche Fälle in meine Investmentstrategie ein. Warren Buffett war zwar ein genialer Stockpicker. Aber er wurde nur deswegen so reich, weil er die Krisensituationen so gnadenlos ausgenutzt hat. Er hat immer eine große Menge Geld einfach frei rumliegen, um sie in solchen Situationen einsetzen zu können.

    So mache ich das auch. Ich warte auf den nächsten Crash. Ich empfehle das jedem weiter den ich kenne. Niemals voll investiert sein, immer etwas Geld für ungewöhnliche Situationenn bereithalten…

    Ich wünsche euch allen frohes Investieren.

    Alles Gute,

    Ferhat von weniger-schlecht-investieren.de

  4. Gurki

    Ich hoffe ja auf einen baldigen Crash. Ich habe so viel Geld was auf dem Tagesgeldkonto rum liegt, welches ich gerne investieren würde. Momentan sind mir die Aktien aber zu teuer.

    2008 hatte ich noch nicht so die Ahnung von der Börse weshalb ich den Einstieg verpasst habe.

  5. Dave

    Ich bin der Meinung, dass man immer günstige bzw. unterbewertete Unternehmen finden kann. Auch am Allzeithoch.

    Darum habe ich in den letzten Wochen und Monaten auch stetig investiert.

    Allerdings halte ich immer mindestens 10% vom Nettovermögen in Cash bereit. Aktuell fahre ich meinen Cashanteil noch weiter hoch, auf 20-30%.

    Viel Erfolg beim Investieren.

  6. Mr. B

    Der Ärger mit der Steuer hätte doch eigentlich gereicht.
    Jetzt meldet mir meim Broker das die 4 Dividendenzahlung in 2016 von HCP storniert wurden. Grund:
    Stornierung und Neuabrechnung aufgrund einer seitens der Gesellschaft durchgeführten Reklassifizierung. Bei einer
    Reklassifizierung wird die Dividende oder ein Teil der Dividende in eine Kapitalreduktion und / oder einen
    Veräußerungsgewinn umgewandelt.

    Statt der Dividende wurden jetzt also immer ein „Verkauf“ gebucht und so habe ich 4 Ordergebühren / Gebühr für eine Kapitalmaßnahme / zusätzlich zahlen dürfen.

    Sehr ärgerlich …

    Ärgert sich jemand mit oder habe ich einfach den falschen ( zu teuren ) Broker?

    Mr. B

     

  7. Kall

    Bonjour Tim,

    wenn ich „zwischen den Zeilen“ dich richtig interpretiere, rechnest du alsbald mit einem Crash.

    Das sehe ich genauso.Insbesondere wenn ich auf die amerikanische Politik schaue.

    Hinzu kommt, dass wieder kräftig bei Immobilien spekuliert wird. Nur werden beim nächsten Crash die Zentralbanken kein Pulver mehr haben. Dann kann es erst richtig schlimm werden und die Krise (mit allen möglichen gesellschaftlichen Folgen) viel länger als 2008 dauern.

    Wahrscheinlich ist es jedoch auch dann sinnvoll, investiert zu bleiben und wenn möglich nachzukaufen. Das erfordert wirklich sehr starke Nerven. Ich habe leider mehrmals den Fehler gemacht, nervös zu verkaufen. Ich denke, diesmal bin ich besser gewappnet.

    Man findet ohnehin nie den richtigen Zeitpunkt zum Ein-oder Ausstieg. Aktuell kaufe ich nur bei konservativen oder gefallenen Werten wie Novo Nordisk nach.

    Beste Grüße über den Teich

    Kall

  8. Prof_S.or

    Uruk & Lagaš – alternativlose Kapitalismen der Schurkenstaaten

    Keilschriften belegen den vertraglichen Güter- und Warenverkehr in den ‚rogue states‘. Die Wiege des Kapitalismus. Knebelkreditverträge & Kaufsklavenkapitalismus. Enmetena’s Zins in Ton gemei$elt. Eine Viehherde als materielle Entschädigung für das Risiko im Finanzkapitalismus östlich des Euphrat.

    Mehr als 500 Dekaden Subventionierung der Vermögenden durch die Besitzlosen im monopolistischen Stadium des Imperialismus. Akkumulation von Elend, Sklaverei & Unwissenheit. Glorreiche Zeit im revitalisertem Marktkapitalismus. Anlauf ins Totalitäre. Völlige Unterordnung aller Lebensbereiche unter marktstrategische Überlegungen. Unschlagbar, alternativlos. Krieg ist schrecklich profitabel. Börse kann leidvoll sein.

    ‚Crash is fesch‘. Buy, Hold & Profit. Keine Angst. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital ist in der kapitalistischen Ökonomie tendenziell höher als die Wachstumsrate. Handelspolitik konzentriert elitäre Macht. Es existiert Potential unter der dünnen Firnis angepassten Verhaltens. Primitive Mechanismen der psychologischen Regulation sorgen für weitere, unzählige Dekaden. Kein Dekret wird sie aufhalten. Alternativen – verlorene Mühe.

  9. Pascal

    Jeder Crash stellt den Privatanleger vor eine harte Probe. In solchen Zeiten gucke ich weder auf die Kurse noch lese ich Zeitungen bzw. gucke Nachrichten. Das macht mich nur nervös. Der Verzicht auf Nachrichten führt meiner Meinung nach generell zu mehr Wohlbefinden. Das menschliche Gehirn kann diese Flut an negativen Meldungen gar nicht sinnvoll verarbeiten und befindet sich permanent im Stressmodus. Weniger ist Mehr bei dem Thema Nachrichten. Ich halte eine Liquidität von 10% für die unerwarteten Dinge des Alltags. Eine Reserve für Aktienkäufe habe ich nicht. Ich bin immer voll investiert. Auf den nächsten Crash zu warten macht in meinen Augen keinen Sinn. Niemand weiß, wann er kommt und wie stark er ausfällt. Das ist im Grunde auch wieder nur ein Versuch, dem Markt durch Timing ein Schnippchen zu schlagen. Neu angespartes Geld wird immer sofort angelegt. Ob die Kurse gerade hoch oder tief sind weiß man immer erst im Nachhinein. Bei einem Anlagehorizont von mehreren Dekaden sind die aktuellen Kurse im Grunde immer Tiefstkurse.

  10. Michi

    @Pascal

    „Der Verzicht auf Nachrichten führt meiner Meinung nach generell zu mehr Wohlbefinden“

    Kann ich nur zustimmen. Ich lese 1-2 mal am Tag die News (aber nur die, die mich interessieren), dass man über das Tagesgeschehen einigermaßen informiert ist und das wars. Keine Nachrichten alle halbe Stunde im Radio, keine Tagesschau, kein heute journal mehr. Berichtet wird ausschließlich über Negativereignisse und immer das gleiche Politikergesülze.

    Ich merke, dass ich seit dem viel entspannter bin.

  11. Fabian S.

    Hallo Tim,

    wieder ein toller Artikel.

    Jedoch möchte ich bei der nächsten Übertreibung an den Börsen meine „Normalo-Aktien“ verkaufen, um mir dann zum günstigen Zeitpunk von diesem Geld die sogenannten „Big-Five“ von Buffett zu kaufen zu können. Diese möchte ich dann -wie Du es mit Deinen Aktien machst- ewig halten!!!

  12. Pascal

    @ Fabian S. :

    Klingt in der Theorie gut, wird aber wahrscheinlich nicht funktionieren. Denn Du mußt gleich zwei mal richtig SPEKULIEREN. Einmal mußt Du den Zeitpunkt erkennen, an dem die Börse übertreibt. Und dann mußt Du den Zeitpunkt erkennen, wann der günstigste Zeitpunkt zum Wiedereinstieg ist.

  13. Christoph

    Lustig dass Du diesen Artikel heute schreibst. Under Armour ist über 20% eingebrochen weil die Zahlen ein bißchen unter dem Vorjahr waren und der Finanzchef geht. Aber dass die so einbrechen kann ich nicht nachvollziehen.

    Ich überlege gerade ob ich statt meinem monatlichen Sparplan Kauf morgen lieber bei UA nachkaufe aber kann mich irgendwie nicht durchringen da ich UA eigentlich nicht nachkaufen wollte.

    Da ich es als Invest von mindestens 2  Jahren (eher länger) sehe mache ich gar nichts.

    Aber verkaufen werde ich ganz sicher nicht. Wieso auch?

  14. Claus

    @ Christoph

    … gut, dass ich mich für H & M entschieden habe, heute +5,5% (Zahlen besser als erwartet + guter Ausblick).

    Ich weiss nicht, warum der Finanzchef bei Under Armour geht, wenn es aber nicht geplant war und „persönliche Gründe“ genannt werden, würde ich sofort verkaufen…

    LG

  15. Christoph

    Claus

    wie meinst du das mit den persönlichen Gründen und dem daraus resultierenden Verkauf?

    Viel wichtiger ist doch Plank der CEO. Wenn der gehen würde, würde ich es verstehen dass die so einbrechen.

  16. Pessimist

    @Christoph

    Die Bewertung von UA ist immer noch so hoch als würde das Unternehmen mit 20 bis 25 % p.a. wachsen.

    Tatsächlich ist es nach den aktuellen Zahlen gerade mal die Hälfte. Und der Ausblick ist nicht gerade optimistisch.

    Meines Erachtens läuft es jetzt auf eine Wette hinaus. Entweder das Wachstum „erholt“ sich wieder auf  den oben genannten Wert oder es bleibt wie es ist bzw. schwächt sich weiter ab.

    Bei der ersten Variante ist der aktuelle Kurs fair. Bei der zweiten Variante muss er sich noch mal halbieren.

    Nach meiner Meinung eine Wette mit hohen Risiko und geringem Gewinn.

    Viel Glück.

  17. PIBE350

    Ich habe den kleinen Rücksetzer gar nicht mitbekommen.

    Ob man gezielt Bargeld ansammelt und auf einen großen Rücksetzer wartet, ist Geschmackssache. Ich teile wie Pascal frisches Geld umgehend entsprechend meiner festgelegten Portfolioallokation auf, weil ich Kursverläufe nicht vorhersagen kann.

    Nachher ist man immer schlauer, aber durch regelmäßige Nachkäufe werden die Einstandskurse geglättet. Man trifft niemals die besten, aber auch niemals die schlechtesten Kurse. Ich versuche, meine kurzfristigen Emotionen (Gier und Angst) auszuschalten und langfristig zu denken.  😉

  18. Christoph

    @Pessimist: Ich habe sogar bei 30 gekauft gehabt. Das war deutlicher unter dem Alltime hoch. Klar PE war so ca 50 aber ich glaube an UA und auch an den CEO. Wenn man sich anschaut was in den letzten Jahren geschah da kann man nur den Hut vor ziehen. Zumal UA in Europa zB noch relativ unbekannt ist und erst langsam bekannt wird.

    UA hat jetzt zB die MLB als Ausrüster gewonnen. Das ist schon viel wert.

  19. Torsten

    @Tim:

    „2008/09 war der beste Testlauf für Buy-and-Hold-Anleger“

    Der Crash 2008/2009 war der Testlauf für welchen Crash, der uns in Zukunft droht?

    Gruß,

    Torsten

  20. PIBE350

    An Torsten: Ja, es ist jetzt 8 Jahre lang mehr oder weniger nur nach oben gegangen. 😉

  21. Obama

    @Torsten:

    Der Trump Crash ! :;)))

    Unsicherheit und Angst sind nicht gut für die Börsen. Und Trump verbreitet jetzt täglich weltweit Unsicherheit, Angst………

     

    Bin nur gespannt, wie lange die USA, die Welt einen Präsidenten Trump ertragen kann !:;))

     

    Alles Liebe !

  22. Tami

    Ich halte eine relativ hohe Cash-Quote um im Falle von Korrekturen günstiger nachzukaufen.

    Da der Markt derzeit für mich nicht so berechenbar ist, habe ich mich zusätzlich dazu entschieden, Rendite über ein Reverse-Bonus-Zertifikat zu erwirtschaften. Man nimmt Kursgewinne bis zu einer gewissen Spanne mit, profitiert aber auch von fallenden Kursen. Im Detail gibt es einiges zu beachten, aber ich teste es mal aus.

     

  23. Claus

    @ Christoph

    Ich will keine Angst schüren. UA ist ein tolles Unternehmen. Man sollte aber Aktie und Unternehmen getrennt betrachten. „Das Hündchen“ (der Kurs) ist viel zu weit vor geeilt und kommt nun wieder zum „Herrchen“ zurück. Die Bewertung ist noch immer deutlich zu hoch, die Konkurrenz sehr stark und der Dollar steht ebenfalls recht hoch. Die Chance auf eine baldige Erholung ist m.E. eher klein.

    UA steht enorm unter Erfolgsdruck. Kleine Enttäuschungen wie heute bringen sofort hohe Kursverluste. Tritt der Finanzchef bei Bekanntgabe der Zahlen ausserplanmäßig zurück, bedeutet das meist nichts Gutes.

    Ich kann zu UA nicht viel sagen, da ich sie nicht auf meiner Watchliste habe. Falls möglich, versuche mal herauszufinden, ob in der letzten Zeit weitere wichtige Führungskräfte gegangen sind. Falls ja, sollte dies ein Warnzeichen sein. Das gleiche gilt, wenn es demnächst hierzu kommen sollte.

    Wünsche Dir trotzdem viel Glück und eine rasche Kurserholung!

  24. Felix

    Ja doch, Aktien und Aktiendepots sind wunderschön, wenn es, wie in den letzten 8 Jahren immerzu bergauf geht. Es gibt dann viele vor Selbstbewusstsein strotzende Aktionäre mit herrlichen Buchwerten im Depot. Das war auch vor den Jahr 2000 so. Alle interessierten sich für Aktien, manche nahmen Kredite auf, um auf den fahrenden Zug aufzuspringen.

    Das Heulen und Zähneklappern kam mit dem Crash. Das Depot verliert jeden verdammten Tag mehrere Tausend Euro, die jahrelang einbezahlten und vom Munde abgesparten Sparraten schmelzen dahin wie der Schnee in der Aprilsonne. Mit jeder weiteren Woche ist wieder der Gegenwert eines Neuwagens weg, ohne Neuwagen versteht sich. Gleichzeit feuern die Medien aus allen Rohren Weltuntergangsmeldungen. Der eigene Job wackelt oder ist schon weg, immer mehr Bekannte werden arbeitslos.

    Dann ist noch die Frage, ist man nur für sich selbst verantwortlich oder auch noch für Kinder, denen man eigentlich eine gute Ausbildung angedeihen lassen wollte mit dem Geld, das nicht mehr da ist. Insofern kann ein Single da nochmals ganz anders disponieren.

    Und nur diejenigen, die das aushalten können und auch noch bereit sind in einen fallenden Markt mit katastrophalen Prognosen bislang angesammeltes Geld, das nicht täglich weniger wird wie das Depot, frisch zu investieren, sind die Hartgesottenen für den Aktienmarkt.

    Ich habe jedes Verständnis für Leute, die sich solchen psychischen Belastungsproben nicht aussetzen lassen wollen. Vor allem nicht, wenn es um richtig viel Geld geht, wo binnen Wochen der Gegenwert ganzer Einfamilienhäuser auf dem Spiel steht. Und keiner weiß, ob das in ein zwei Jahren wieder behoben sein wird. Es kann auch Jahrzehnte dauern.

     

  25. Tami

    Darum fahre ich mit Sicherung. Man versichert sich doch gegen alles mögliche. Aber viele tausende von Euro soll man ungesichert herumliegen lassen in unruhigen Zeiten? Sehe ich nicht ein.

    Natürlich fangen sich die guten Papiere mal wieder und steigen noch höher. Auch beim Aktieninvestment gehört aber ein Risikomanagement für mich dazu. Gerade weil das Geld so hart verdient und angespart wird.

    Warum nicht zumindest gegen starke Einbrüche durch geeignete Gegenmaßnahmen wie Put-Optionen oder Shortpapiere in unruhigen Phasen die uns sicher bevorstehen absichern? Das kann ein wenig Rendite weniger bringen, man schläft aber viel ruhiger. Oder z.B. mittels Reverse-Bonus-Zertifikaten einen Mittelweg nehmen: Man setzt weiter auf moderate Steigerungen, ist aber auch bei fallenden Kursen mit Gewinnen dabei.

  26. Pascal

    @ Felix:

    Es wäre zum ersten Mal in der Börsengeschichte, daß sich die Kurse nach einem Crash erst nach Jahrzehnten erholen.

    Gefühlt möchte ich behaupten, daß nach einem Crash der Spuk nach ca. 5 Jahren wieder vorbei ist und das Depot sich wieder erholt hat.

    Die Buy- and Hold-Strategie ist zwar einfach, aber nicht leicht.

    Man kann dem psychischen Stress entgehen, indem man einfach nicht auf die Kurse schaut. Bei einer selbst genutzten Immobilie lasse ich mir auch nicht täglich den Wert schätzen. Warum also bei dem Depot?

    Macht keinen Sinn.

    Ich habe übrigens auch Familie und 2 Kinder und spare gerade DESWEGEN in Aktien. Schon meine Kinder werden sich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen können, die werden Geld brauchen – viel Geld.

     

  27. PIBE350

    An Tami: Mit Optionen kenne ich mich nicht aus, aber ist es nicht besser, nur so viel Geld in Aktien zu stecken, wie man bereit ist zu verlieren? Nehmen wir an, dass in einem großen Krach die Kurse um bis zu 50 Prozent runtergehen können und ich einen (vorübergehenden) Verlust von 5.000 Euro akzeptieren kann. Dann würde ich nur 10.000 Euro investieren.

    An Felix: Das hast du schön ausformuliert. Daumen hoch. 😉

  28. Christoph

    @Claus. ja UA ist teuer. selbst aktuell noch pe von 39. nike hat 20. Der finanz chef war wohl auch nur 1 Jahr da. Wer Weiss was es da für Gründe gibt. Ser Umsatz stieg um 12% der Gewinn sank. Kevin Plank sagte beim letzten cnbc Interview was er vorhat mit UA und dass dafür investiert werden muss. klar dass da der Gewinn leidet.
    Klar würde mich ein 25% Kursgewinn mehr freuen aber vielleicht ist UA hier mein test wie hart gesotten ich bin wenn es bergab geht.
    Wenn ser umsatz stark gesunken wäre und der Gewinn ebenfalls und der ceo in meinen laienhaften augen nichts taugen würde dann würde ich auch mit Verlust verkaufen. machte ich bei bilfiger auch. Gott sei Dank noch bevor es richtig runter ging.

  29. Tami

    @PIBE350: Ich habe bisher schon Absicherungen betrieben, zumeist mit Zertifikaten. Aber Optionen sind auch recht neu für mich. Ich habe davon in einem Buch zum Thema Finanzen und Beruf gelesen das ich vor kurzem gekauft habe. Dort wurde das kurzweilig und recht verständlich erklärt und zumindest phasenweise für recht sinnvoll erachtet. Ich werden es probieren. Ein Bekannter nutzt diese Optionen (was keine Optionsscheine sind) regelmäßiger und hat gute Erfahrungen gemacht.

    Die Buy-Holdstrategie wird nach meiner Auffassung auch künftig funktionieren. Es wird aber insgesamt zyklischer werden, was auch an enormen Sekundenhandel liegt. Darum fahre ich für mich eine modifizierte BuyandHold-Strategie. Regelmäßiger Sparplan, ausreichend Cashquote, Absicherungsstrategien und 5 Prozent Zockeranteil mit Knockouts auf Bluechips.

  30. PIBE350

    An Tami: Gut, mit dem ganzen Absicherungszeug kenne ich mich nicht aus. Ich habe aber auch nur einen kleinen Teil meines Gesamtvermögens in Aktien. Ich löse das Ganze über eine möglichst breite Diversifikation. Neben börsengehandelten Werten (Unternehmens-, Immobilienaktien und Gold) setze ich auch auch auf nichtbörsengehandelte Sachwerte. Bin süchtig nach Streuung. 😀

  31. Mattoc

    Hallo Tami,

    die von dir genannten Instrumente (Zertifikate, Optionen, Optionsscheine) sind in jedem Fall teure und für die große Mehrheit der Privatanleger vollkommen ungeeignete Instrumente.  Du verwendest den Begriff „Unsichere Zeiten“. Ich schließe daraus, dass du darunter Zeiten verstehst, in denen die Kursentwicklung nicht so leicht vorherzusagen ist, oder größere Einbrüche drohen. Hierzu meine Meinung: Niemand weiß, wann ein Crash kommt und ob die Zeiten an einem bestimmten Tag unsicherer sind als sonst. Meistens passiert der Einbruch, wenn die Sonne im übertragenen Sinn am hellsten scheint.

    Aber zurück zu deiner Annahme, du könntest mit den genannten Instrumenten sinnvoll dein Depot „absichern“, um in „unsicheren Zeiten“ dein hart angespartes Geld nicht der wilden Börse zu überlassen.

    Du kannst ja die drei möglichen Szenarien einfach durchgehen, und du wirst erkennen, dass der Einsatz der Instrumente, mit denen du auf fallende Kurse spekulierst, niemals die beste Lösung ist:

    1. Die Kurse steigen weiter

    In diesem Fall wäre es offensichtlich besser gewesen, du hättest die Instrumente nicht gekauft. Der Kauf schmälert ganz erheblich deine Performance!

    2. Die Kurse fallen

    Hurra, deine Erwartung trifft ein Jetzt greift die Option. Allerdings fällt dein Depot im Wert. Wenn du also fallende Kurse aufgrund „unsicherer Zeiten“ erwartest, dann ist die logische Konsequenz, dass du dein Depot verkaufst und für einen kleinen Betrag (ca. 5% des Depotwerts) ausschließlich die Instrumente hältst, mit denen du von fallenden Kursen profitierst. Allerdings bist du dann ein aktiver Anleger und hast das passive Element aufgegeben.

    3. Die Kurse bewegen sich seitwärts

    In diesem Fall wäre es offensichtlich besser gewesen, du hättest die Instrumente nicht gekauft. Der Kauf schmälert deine Performance.

    Die wichtigste Erkenntnis ist aus meiner Sicht:

    Niemand weiß, WANN die Kurse für einen kurzen oder längeren Zeitraum stark nachgeben. Daher macht eine Absicherung des Depots zu einem bestimmten Zeitpunkt und für einen bestimmten Zeitraum mit diesen Instrumenten keinen Sinn. Es kostet nur Geld und Performance. Falls jemand dennoch der Meinung ist, dass er fallende Kurse zeitlich vorhersagen kann, muss er in der Konsequenz von Buy and Hold weg (Depot auflösen) und mit entsprechenden Instrumenten auf fallende Kurse spekulieren. Das ist dann der profitabelste Weg.

    Für den Buy and Hold Anleger ist der sinnvollste Weg, dass er selbst seine Risikotoleranz festlegt und diese durch eine saubere Aufteilung von RK1 und RK3 konstruiert und das Depot für immer laufen lässt.

  32. Didi

    Sensationelle Motivation wieder von Tim!

    Durchhalteparolen vs. Absicherung

    Jetzt sind wir voll in der Charttechnik und diese 20000 Punkte werden jetzt zum Abschütteln verwendet…sprich es wird volatiler werden. Seht Euch das Theater bei 10000 Punkte im Dow an…die Zittrigen werden (sollen) verkaufen…

    Bei 19749 Punkten im Dow fängt bei mir persönlich erst der Gedanke der Absicherung an…und da werden die Dividendentitel nicht verkauft sondern Cash wird statt eines Nachkaufens für die Absicherung verwendet, wie halt jede Versicherung – es kostet was.

  33. Mattoc

    Hallo Tim,

    hallo zusammen,

    der Januar 2017 ist nun zu Ende. Ich habe in diesem Monat mein Sparziel auch dank dieses motivierenden Blogs und eurer Beiträge deutlich übertroffen und konnte in diesem Monat meinem Depot exakt 1928 Euro zuführen. Der Februar kann kommen. 🙂

    Mattoc

     

  34. Mattoc

    @Felix

    Sehr guter Beitrag!

    Wer direkt nach 2008 100.000 Euro investiert hat, hat vielleicht jetzt 300.000Euro im Depot. So schön das auch ist, das kann belasten. Wer nun Angst hat, diesen hohen Gewinn wieder zu verlieren, und daher nicht mehr schlafen kann, der kann doch durch Verkauf (Ja, dann zahlt man 25% Abgeltungssteuer) das Depot wieder auf einen Wert senken, der einen schlafen lässt. Und mit dem freigewordenen Kapital fällt einem schon etwas ein (so lange es kein neues Auto ist). 🙂

  35. PIBE350

    An Mattoc: Korrigiert mich bitte, aber auf fallende Kurse zu setzen, stelle ich mir noch schwieriger als auf steigende vor, weil die Börse bisher langfristig immer gestiegen ist.

    Kennt ihr den Film ,,The Big Short“? In diesem verliert Mike Burry (Christian Bale) erst mal richtig viel Geld, bis seine Wetten auf fallende Kurse aufgehen. 😉

    Oder nehmen wir Dirk Müllers Fonds: Man soll keine vorschnellen Urteile fällen, aber seine Absicherungsstrategie (siehe Fondsziele) ging bislang voll in die Hose: http://www.fondsweb.de/chartvergleich/DE000A111ZF1-LU0392494562-R36

    Ich habe keinen blassen Schimmer, wie er das geschafft hat. Seit Juli 2016 gehen die beiden Linien diametral auseinander. 😉

    Glückwunsch zur Sparrate im Januar.

  36. Mattoc

    PIBE, so ist es. Es gibt wahrscheinlich ganz vereinzelt Menschen, die mit Hilfe von Hebelinstrumenten, ob Long oder Short, systematisch Gewinne erzielen. Aber wenn, dann sind es nur sehr wenige. Alle anderen werden ausgenommen wie die Weihnachtsgänse.

    Und für BaH-Anleger sind diese Instrumente gar nicht gut, denn eine Depot-Absicherung mittels Short-Spekulation ist eine Art von Markettiming. Und das funktioniert ja bekanntlich nicht.

    Daher denke ich: Wenn das Depot in guten Zeiten eine Größe erreicht hat, die einen wegen der daraus resultierenden großen Verlustmöglichkeiten nich mehr schlafen lässt und man 20 mal am Tag ins Depot guckt und sich für nichts anderes mehr interessiert, dann sollte man das Depot auf ein individuell verträgliches Maß verkleinern. Das ist zwar gegen das BaH-Prinzip, aber besser als eine vermeintliche Depotabsicherung mit Zertifikaten, Optionen etc.

     

     

  37. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Joe

    Danke! Ja, die Kunst besteht darin, langfristig investiert zu bleiben. Und sich von dem Gebrüll nicht ablenken zu lassen. Grüße nach Österreich

     

    @ Philipp

    Danke. Das 5-Euro-Prinzip ist super. Mein Trick ist: Ich trage Jeans, die 20 Jahre alt sind. Merkt doch eh niemand. Und wenn es jemand merken sollte, ist mir das egal.

     

    @ Ferhat von weniger-schlecht-investieren.de

    Buffett hat so viel Geld rumliegen, weil er auch Versicherungsrisiken abdecken muss. Fegt ein Sturm übers Land, muss er Milliarden zahlen.

     

    @ Kall

    Ein Crash kommt eher selten vor. Eine Korrektur ist wahrscheinlicher. Aber muss nicht passieren. Ich möchte nur gedanklich vorbereitet sein. So bin ich nicht geschockt, wenns passiert. Ich spiele gedanklich alles durch.

     

    @ Pascal

    Ich stimme Dir zu. Weise ist das, was Du schreibst.

    Auf einen Crash zu warten, macht keinen Sinn. Das kann eventuell noch 10, 20, 30, 40 Jahre dauern. Einfach hinein mit dem Geld. Und stetig dazu kaufen. Jeden Monat. Oder so. Es kommt auf die gesamte Zeit an der Börse an, und nicht auf das Timing.

     

    @ Fabian S.

    Ich behalte selbst zweit- und drittklassige Werte in meinem Depot. Ich verkaufe einfach keine Aktien. Ich rate Dir zum Zukaufen der Buffett-Top-Picks.

     

    @ Torsten

    Wann der nächste 50%-Absturz folgt?

    Vielleicht in 20, 30, 40 Jahren. Keine Ahnung.

     

    @ Didi

    Danke. Mut haben. Durchhalten. Das ist das A+O. Die Familienunternehmen halten auch alle durch: BMW, Henkel, VW, Porsche, Schaeffler, Fielmann…

     

    @ Christof

    Under Amor ist ärgerlich, wenn man sie besitzt. Aber dann kann man ja zukaufen. Wenn man sie nicht besitzt, kann es eine Chance sein. Die Leute kaufen immer gerne oben. Wenn sie dann einen Rabatt bekommen, haben sie kein Interesse mehr. Seltsam, wie die Leute an der Börse ticken. Im Supermarkt greifen sie gerne bei Sonderangeboten zu. An der Börse nicht.

     

    @ Mattoc

    Gute Sparleistung. Prima! Mach weiter so.

  38. Fit und Gesund

    @Tim,

    gut hast Du auch das Thema angesprochen, es ist wie im wirklichen Leben, nicht nur Sonnenschein, es gibt auch Phasen wo es nicht rund läuft oder gar richtig übel wird.

    @All

    Ich habe 2000 den crash mitgemacht und völlig falsch reagiert, ich habe zwar nix verkauft, sondern Alles einfach liegengelassen, meine Meinung stand fest, Aktien sind eben doch nur für Zocker und eigentlich Teufelskram. Den nächsten Crash hab ich nur am Rande mitbekommen, da ich anderweitig beschäftigt war. Hätte ich nur…*lach*, aber das ist völlig müssig darüber nachzudenken und es kratzt mich heute nicht mehr.

    Was leider auch noch hinzukam, mein Depot war in Euro und es waren eben nicht nur die Kursverluste, der Euro hat aus Schweizer Sicht eben auch enorm verloren.

    Ein paar Jährchen später…mein Depot ist dank 50% Sparrate wieder gross und fett geworden, und ich bin sicher nicht so cool wie Viele hier, bei einem wirklich grossen Crash von 50 und mehr % habe ich auch keine Dekaden mehr um das auszugleichen, ich bin nicht so unbesorgt, hoffe aber dass ich diesmal die Nerven behalte und weiterinvestiere so gut es geht, nur bei einem grösseren Depot bewirkt selbst eine monatliche Sparrate von 3500 CHF nicht viel,

    Ich habe nicht nur Aktien, ich habe meine Crash-Reserve, ich versuche aktuell noch mehr Gold zu kaufen, ich habe meine Wohnung. Ich versuche wie PIBE350 eben zu streuen, mit Absicherungsprodukten kenne ich mich Null und Nix aus, das wird nicht mein Weg sein, aber für Manche vielleicht machbar,

    @Felix,

    toll geschrieben, ich bin sicher, manch Einer der glaubt ein Hartgesottener zu sein, wird wie Espenlaub zittern wenn es denn soweit ist.

    Warten wir es ab.

  39. Fabian S.

    @ Pascal und @Tim

    Naja Übertreibungen an der Börse erkennt man doch, wenn selbst der Friseur und Taxifahrer plötzlich Aktien kaufen wollen 😉

    Buffett kauft doch auch oft im Crash und hat für manche Aktien wie Washington Post 10 Jahre auf den besten Preis gewartet?!

  40. PIBE350

    An Fit und Gesund: Deshalb schätze ich Börsianer wie Tim. Er schenkt den Börsenanfängern reinen Wein ein. Weder trommelt er übermäßig für Aktien, als würde die Börsengeschichte nur aus den letzten 8 Jahren bestehen, noch redet er Aktien pauschal schlecht, indem er beispielsweise auf die T-Aktie (ohne Witz, es gibt heute, bald steht das 20-jährige Jubiläum an, immer noch Leute, die das als Argument gegen Aktien vortragen!) verweist. Er klärt sachlich und ruhig auf. 🙂

  41. Fit und Gesund

    @PIBE350

    wie wahr PIBE 🙂 und er hat es eben selbst mit erlebt, auch nochmal ein Unterschied, ich habe auf jeden Fall Respekt vor der Börse.

    Und auch die Währungsseite sollte man nicht völlig ausser Acht lassen.

     

  42. PIBE350

    An Fit und Gesund: Könntest du mir den Trick verraten, wie man einen Börsencrash wie 2008 und die anschließende Weltwirtschaftskrise nicht mitbekommen konnte?

    Damals hatte ich mit Aktien überhaupt nichts am Hut, aber die Nachrichten überschlugen sich stündlich. Ich habe immer noch die Lehman-Brothers-Mitarbeiter vor Augen, die mit gepackten Kartons das Gebäude verließen. Oder die Bilder von den besorgten Börsenhändlern. Oder Merkel und Steinbrück, die vor die Presse traten. 😀

    Richtig schlimm fand ich die Bilder von amerikanischen Familien, die massenweise aus ihren Häusern geworfen wurden und auf der Straße landeten, währenddessen Millionen (?) fertige Häuser leer standen.

  43. Fit und Gesund

    @PIBE350,

    dazu müsste ich sehr weit nun ausholen, aber ich kann Eines sagen, mir persönlich war immer meine Unabhängigkeit wichtig, in allen Belangen, natürlich auch in finanziellen Belangen. Ich verdiente ja jeden Monat gut, ich konnte mir leisten was immer ich wollte. Nachdem ich 2000 schlechte Erfahrungen mit der Börse gemacht habe, hielt ich mich fern von solchen Sachen, ich hatte Hobbys… aber 2005 fing ich mit der ersten Rassekatze an, ich war fasziniert von diesen Viechern und kaufte die nächsten Jahre immer neue Tiere dazu, ich reiste von Deutschland nach Wien und Norwegen und trieb mich auch in entsprechenden Foren rum, es machte mir Spass und das Geld was das kostete hatte ich ja, Geld war zu dem Zeitpunkt genau das was völlig unwichtig war, ich wollte einfach die schönsten Tiere haben,

    lacht Du nur, so war es eben, manche Tiere waren auch Montagsmodelle, meine Tierarzkosten waren immens, 2008 und Krise? es ging an mir vorbei, die Auszüge der Fonds die ja immer kamen, packte ich ungelesen meist zusammen und hab sie dem Steuerberater gegeben, mach man…ich wollte nix damit zu tun haben.

    Nach dem Katzenkaufrausch folgten weitere Hobbys, Fotografieren und danach kam der Schmuckkaufrausch, es ist wie es ist, viele Fehler, aber sie gehörten dazu, jetzt bin ich wohl wieder im Anlage-Rausch, *lach*, das Leben geht manchmal seltsame Wege 🙂 man kann im Nachhinein Vieles nicht mehr nachvollziehen, aber ich habe nie Jemand geschadet mit meiner Dummheit und trotz Allem hab ich ja doch noch bisschen was zusammengeschaufelt, habe gerade meine Monatsabrechnung gemacht und bin zufrieden.

    Ich bin halt nun schon bisschen älter, es kommt im Leben manchmal anders als man denkt. So, nun hab ich eigentlich mehr von mir preisgegeben als das was ich wollte/sollte, aber sei es drum.

     

     

  44. Andrea

    Fit und Gesund, ich musste gerade heftig lachen. Den Schmuckkaufrausch habe ich nämlich auch schon hinter mir. Das fing an, nachdem meine Mutter gestorben war und ich feststellte, dass ich gar nicht so viel Schmuck geerbt habe. Danach habe ich mir einiges an Schmuck gekauft (okay, meist günstig über ebay …). Wenn ich das Geld zu der Zeit in Aktien gesteckt hätte, hätte ich jetzt schon ein deutlich dickeres Depot (aber dafür nicht den schönen Schmuck).

  45. Jan

    Hallo,

     

    zur Absicherung des Depots: Wer nun schon Angst hat, dem prognostiziere ich eben mal, dass er im Crash die Nerven verliert. Warum musst du, Tami, dein Depot absichern? Doch nur, weil du dir ein Klumpenrisiko geschaffen hast.

    Es gibt dafür mehrere Gründe. Ein paar Fragen zum Selbststudium daher an diejenigen die nun bereits Sorgen haben:

    1.) Bist du über genügend Branchen investiert? Hast du Konkurrenten mit ähnlichen Produkten, ggf. auch mal Gegenspieler mit gegenteiligem Konzept?

    2.) Hast du Zykliker und Antizykliker in einem gesunden Verhältnis im Depot?

    3.) Hast du noch genügend langfristig Zeit (>10 Jahre)?

    4.) Hast du Verbindlichkeiten/Kredite die dir im Nacken liegen?

    5.) Handelst du mit Derivaten, welche wiederum z.B. auf Kreditgeschäften (Hebelprodukte…) und besondere Emittentenrisiken (Zertifikate…) fußen?

    6.) Brauchst du das Geld?

    Einfach diese Fragen dir selbst stellen. Und wenn du bei manchen Fragen ins Grübeln kommst, muss man nur die Transferleistung abverlangen und mal selbstkritisch prüfen was man dagegen machen kann. Und ja, es gibt wesentlich bessere Methoden die einen auch besser schlafen lassen als Derivate (ich handelte sie früher durchaus selbst) und einfaches „wird schon gut gehen“-Denken.

    Tim macht es sich sehr leicht mit seiner Anlage. Und er ist damit, den Hut ziehe ich gerne, sehr erfolgreich! Ob das Konzept für jeden etwas ist, kann weder er noch ich beantworten. Das kommt auf Familie, Vepflichtungen, Gesundheit, Job, soziales Gefüge, usw. an. Für mich wäre eine 1:1-Übernahme z.B. nichts, mir persönlich war es wichtig erst mal ein eigenes Netz für die Familie aufzubauen. Dafür habe ich den Aufschwung mit >80% meines Kapitals verpasst, so ehrlich muss ich sein. Aber auch die Crashs! Mein Erfolg bleibt trotzdem: Ich bin nun Mitte 30,  habe einen Betrag auf der Kante den manche schon als Bruchteil einer Million ausdrücken würden und kann sehr entspannt in Aktien investieren. Ein Crash wäre jetzt für mich sogar wünschenswert, denn ich halte noch ca. den gleichen Anteil den ich derzeit in die Börse investiert bin in Edelmetalle und Sachwerte. In den nächsten Jahren verschiebt sich dieses Verhältnis immer mehr in Richtung des Parketts.

    Jedenfalls sieht mein Ziel nun aus bis 50 die halbe Million voll zu machen, trotz Nachwuchs, und dann langsam an die Reduzierung der Arbeitszeit in kleinen Schritten zu denken. Ganz aufhören möchte ich sowieso nicht vor meinem 60., dafür macht mir mein Job zumindest bisher viel zu viel Spaß.

    Zieht euch aus Tims Erfahrungen die wichtigen Ideen für euer eigenes Lebenskonzept heraus. Nichts anderes ist wichtig, darum geht es. Wer weiterhin ein Schnitzel essen gehen möchte, weil er es nicht selbst in der Pfanne anbraten kann, der soll das tun. Wenn derjenige aber andererseits versteht, dass die Geldanlage mehr beinhaltet als nur ein Sparbuch jährlich zum Weltspartag mit den kümmerlichen Resten der Sparsau zu füttern, dann ist – so glaube ich – dieser Blog bereits extrem erfolgreich.

    Schöne Grüße

    Jan

  46. chaostrader

    Ist schon lustig, wie Tim hier mit der Wand quatscht, und alle doch nur traden wollen. Da werden Stocks gepickt und der Market getimt dass die Schwarte kracht, kleine Kurverlüstchen als Anlass genommen, eine Aktie zu verkaufen, Cash gebunkert… demnächst bemüht wahrscheinlich noch jemand die Charttechnik und labert uns was von Kerzen, Unterstützungslinien etc. vor.

    Das wäre doch auch mal ein Thema, das menschliche Bedürfnis im unvorhersagbaren Chaos Muster und Prinzipien herauslesen zu wollen, um damit Vorhersagen treffen zu können. Womit wir dann bei binären Optionen wären, hab gehört damit kann man auch ganz schnell ganz ganz viel Geld verdienen!!1elf! 😀

  47. Jan

    Chaostrader, 😉

    jein, ich glaube das macht die Minderheit. Die ist aber, wie so oft, am lautesten.

    Bluechips, Aristokraten, ETFs, breit aufstellen und für meinen Geschmack gehört noch dazu: nicht alle Eier in einen Korb legen. Ich glaube die meisten sind da nicht weit entfernt davon. Dann brauchts nur noch Zeit die Schinken liegen zu lassen.

    Aber das ist halt so einfach, dass diejenigen die es verfolgen kaum Verständnisfragen haben. Diejenigen die aber Traden, Derivate handeln und meinen sie wüssten mehr als andere, die haben Fragen, Klärungsbedarf, Ängste, Sorgen, … und sind somit am lautesten.

    Ich kenns ja teils von früher. Es ist viel zu einfach einen Bluechip zu kaufen als nen Turbo auf den EUR mit nem 185er Hebel. Ne, danke. Dieses synthetische Zeugs bin ich leid.

  48. Pat

    @Mr. B: Ich habe leider das gleiche Problem beim S-Broker. Hier wurde ebenfalls die ursprüngliche Dividendenzahlung storniert und anschließend erfolgt eine Gutschrift mit den Gebühren der Kapitalmaßnahme, sodass die Zahlung letztlich ad absurdum geführt wurde. Hat hier jemand andere Erfahrungen gemacht mit HCP gemacht? In so einem Fall würde ich mich tatsächlich nach einem anderen Broker umschauen…

    Was habt ihr sonst noch auf der „Liste“? Ich warte noch auf Marktkorrekturen und beobachte u.a. Unilever, Nike, Omega Healthcare, Bayer, Roche, Novo und die Tabakwerte (wobei letztere eher „teuer“ erscheinen).

  49. Boris

    Damit noch klarer wird, worum man sich als vernünftiger Anleger kümmern sollte, müsste man auch auf die Wortwahl achten. Denn auch die gewählten Worte sowie das sprachliche Setzen von Bedeutung, wo gar keine ist, bedingt unser Bewusstsein dessen, was wir tun.

    So hat natürlich der DJIA kürzlich genauso die 20.000er Marke geknackt wie unmittelbar zuvor die ebenso bedeutsame 19.992er Marke und unmittelbar danach die 20.011er Marke. Es bedeutet nichts, und es gibt keine „Marken“.

    Was die Inflation angeht, so werden wohl 1,5 – 2 Prozent als akzeptable Werte angesehen (EZB, DBB), die momentan erreichten rund 1,5 Prozent führen Beobachter im Wesentlichen auf den Einzelfaktor Energiepreise zurück. Wie auch immer… aber:

    Da „greift“ jedenfalls nichts „um sich“, es handelt sich lediglich um eine eher normale Entwicklung, die man gegebenenfalls bei der eigenen Portfoliogestaltung berücksichtigen sollte.

    Bitte das jetzt nicht als kritisches Gemeckere meinerseits auffassen, aber als positiv gemeinten Hinweis, dass auch die Wortwahl schon Stimmungen erzeugen oder verstärken kann.

    Das ändert natürlich nichts an der grundlegenden Richtigkeit der Empfehlungen in deinem Artikel, die man gar nicht genug popularisieren kann.

  50. Mr. B

    @Pat,

    tja, gleicher Broker, gleiches Problem. Ich hab gestern den Support angeschrieben. Ich warte noch auf Rückmeldung. Aber ein Kontakt mit OnVista ( FreeBuy Depot ) habe ich schon hergestellt.

    VG, Mr. B

  51. Chrushin

    Der Einbruch von 30% im DAX war doch kürzlich erst da. Von 12400 auf 8700 innerhalb von 10 Monaten. Scheinen bei den derzeitigen Kursen einige vergessen zu haben. Neuanlegern würde ich derzeit nicht empfehlen mit dem gesamten Ersparten all in zu gehen, würde Schrittweise anlegen und dann so weiter machen, monatlich, quartalsweise oder halbjährlich, in entsprechende aktien oder etfs, je nach anlagevolumen. bin derzeit mit 50% meines ersparten investiert, cashreserven sind mmn wichtig um bei starken korrekturen handeln zu können. man kann den markt nicht timen, sehe ich genauso, aber konsequentes anlegen und trotzdem cashreserven zu haben für den big bang ist nie falsch.

     

    dieser blog ist so herrlich, danke tim, mach weiter so, hoffentlich noch sehr lange. brauche dieses forum immer wieder um mich zu erden und eichen.

  52. Stefan

    @chaostrader: Die Sache mit dem passiven Investieren verstehen und dann konsequent danach handeln, sind zwei Paar Stiefel.

    Häufig kommt „der innere Market-Timer“ durch;-)

    Letzte Woche gab es dazu eine ganz interessante Diskussion bei Finanzglück:

    http://finanzglueck.de/market-timer/

    @Tim: Danke

  53. Lad

    🙁 Der nächste große Aktiencrash in Frankfurt und New York 🙁
    Einige Daytrader, Ökonomen oder Crash-Propheten sind seit 2000, heute immer noch im Bärenmarkt oder seit 2008, heute immer noch in der Finanzkrise. Doch in Wirklichkeit, der große 2-3-jährige Crash an der Börse kommt nach einigen Jahren, wenn die Aktien allgemein eine unverträgliche Überbewertung erreicht haben. Und die nächste große Finanzkrise kommt erst nach einigen Dekaden, wenn die Deutsche Bank, Goldman Sachs und Bank of America ihre heutigen Strafen vergessen und beginnen wieder aus unbezahlten Krediten wertlose Zertifikate zu konstruieren.
    Im Januar 2000 war das durchschnittliche KGV Verhältnis bei Aktien im Dow Jones 31, im S&P500 KGV 44, im DAX KGV 35. Heute sind die Aktien mit KGV fast zweimal billiger und der große Crash ist noch weit entfernt. Eine gefährliche Überbewertung muss man jedoch auch bei KUV 4 oder KBV 6 sehen, manchmal gar nicht bei KGV. Denn die Aktien sind manchmal auch mit KGV 500 billig, wenn sie KUV unter 1 und KBV unter 1 haben. Und so musste man die billigen Bankaktien im Frühling 2009 kaufen, obwohl sie KGV 1000 oder KGV N.A. (= negativ) hatten, weil ihre KUV und KBV unter 1,0 standen.
    Wenn die große Überbewertung nach einigen Jahren wieder kommt, kann jeder Anleger einige teure Aktien verkaufen und 3 Jahre später 3x billiger wieder kaufen, dann kann er 3x so viele Aktien haben. Wer aber von den Dividenden lebt, der kann keine Aktie verkaufen und der Wert von seinem Portfolio zu 100% aus Aktien wird auf 1/3 sinken. Doch es ist nicht schlimm, denn einige Jahre nach dem großen Börsencrash wird das  Portfolio und jede einzelne Aktie wieder zurück auf dem Gipfel stehen. Das gilt jedoch nur für gesunde, alte, große Unternehmen wie BASF, BMW, PG JNJ. Keine kranke Unternehmen wie Nokia, Tesla und General Motors. 🙂

  54. Felix

    @ Pascal

    Stimmt das? Wenn ich es richtig weiß, ich habe es nicht aktuelle überprüft, hat es 1929 immerhin 28 Jahre gedauert bis der Einbruch wieder aufgeholt war.

  55. Pascal

    @ Felix:

    Erst 1954 erreichte der Dow Jones seinen Stand vor dem Crash.

    Man mußte somit 25 lange Jahre warten VORAUSGESETZT man hatte das Pech, erst einen Tag vor dem Crash eingestiegen zu sein. Wenn man schon einige Jahre vorher eingestiegen ist relativieren sich die Verluste bezogen auf den Einstandskurs.

    Bitte bedenke auch, daß der Zweite Weltkrieg dazwischen lag. In einer solchen Krise hat man sowieso andere Sorgen als das Wertpapierdepot oder die persönlichen Finanzen. Dann ist das alles belanglos.

  56. chaostrader

    Und wer 1928 stur und kontinuierlich weiterinvestiert hat, der war schon viel früher wieder im grünen Bereich.

  57. Christoph

    Ich frage mich eh welche Amateur Profis beim Traden schlagen will. Die haben meistens auch viel mehr Informationen. Dazu arbeiten die mit Optionen usw. Also für mich wäre das nichts. ich habe heute wieder per Sparplan:

    Microsoft, Coke, Pepsi, Boeing, IBM, AT&T, Verizon, Procter, 3M, Intel, Exxon, Chevron, J&J, McDonalds, Qualcomm.

    Ich fühle mich wohl möglichst jeden Monat immer ein Stückchen zu kaufen.

  58. JosefJosef

    @alle
    Was viele hier vielleicht vergessen haben, wir sind ein Teil der breiten Masse.
    Wir haben einzeln Recht oder Unrecht, doch sind wir immernoch ein Teil der Masse.
    Ich lese viele Kommentare, da drin steht z.B. ich warte mit Zukäufen, Spare lieber Cash und bei einem Crash kaufe ich unterbewertete Aktien.
    Es klingt sehr Sinvoll, würde ich auch machen wenn ich wüsste
    dass es in 1-2 Jahren es einen Crash geben wird.
    Doch kommt er dann wirklich? Es könnte auch eine Hyperinflation geben?
    Der Dollar kann Wertlos werden und Öl neu in Euro oder Yen angeboten werden, falls noch soviel Öl gebraucht wird in Zukunft.

    In meinen Augen zuviele Variablen die Passieren können. Angst Vermögen zu verlieren wird uns immer Prägen.
    Würde es ein Erfolgsrezept geben und alle leben nach ihm, würde es irgendwann nicht mehr funktionieren.

    Respekt an die Leute die es geschafft haben Finanziell Frei zu werden.
    Respekt auch an die Leute die mit wenig Einkommen eine Ganze Familie ernähren können.

    Ob ich selbst einen 50% Einbruch aushalte werde ich dann sehen, wenn es soweit ist.
    Einen Totalverlust hatte ich schon in meinem ersten Börsenjahr und ich bin ja noch da 🙂

  59. Stefan

    @ Felix / Pascal

    Jeremy Siegel hat in seinem neuesten Buch ausgewertet, dass es seit der Erstnotiz des Dow Jones Industrial Average Index im Jahr 1896 keinen einzigen 20-Jahres-Zeitraum mit negativer Rendite gab.

    Dabei sind Dividenden bereits berücksichtigt (Total Return Index) und die (US-)Inflation wurde bereits abgezogen.

    Das Minimum bei 20 Jahren lag bei 1,0%. Für 30 Jahre bei 2,6%.

  60. Claus

    @ Felix + Pascal

    Die Verluste im Dow-Jones aus dem 1929er-Crash wurden bereits nach 7 Jahren, bis 1936, vollständig aufgeholt.

    Der DOW enthält nämlich keine Dividenden, die damals im Schnitt um die 5% ausmachten.

    Das spricht wiederun klar für BuH und Zukauf (wenn man Cash hat), wenn die „Kanonen donnern“ und „das Blut auf der Strasse klebt“…

    Der erneute Markteinbruch von 1937-44 ist dem 2. Weltkrieg geschuldet. Wer nach 1929 bis 1936 investiert blieb, konnte 1936 verlustfrei aussteigen.

    LG

     

  61. Skywalker

    Es gibt keine Garantien. Aber wenn man bei einem Markteinbruch des Dax oder DowJones von mindestens 25 % einfach nachkauft, dann war das zu 95% auf 5 Jahresfrist kein Fehler.

    Wenn man das nicht kann, aus finanziellen Gründen, hat man ein bisschen Pech.

    Wenn man das nicht macht, weil man Angst hat, ist es ok, aber man ist selbst verantwortlich wenn man keine Rendite einfährt.

    Ich habe folgende Regel für mich: Regelmäßig kaufen. Am All- Time-High keine großen Einzelbeträge investieren. Nach deftigen Rücksetzern (z.B. AT&T 33 Euro im November) einen größeren Betrag investieren.

  62. Tami

    Ich denke, jeder hat bei diesem Thema seinen eigenen Plan. Wichtig ist doch, überhaupt einen Plan zu haben und nicht im Fall des Falles hektisch zu agieren!

    Mein Plan besteht wie bereits grob beschrieben aus einer modifizierten Buy-Holdstrategie, da ich der Meinung bin das damit langfristig eine bessere Rendite zu erwirtschaften ist. Meine Renditen mit Knockouts auf ausgewählte Bluechips geben mir recht und verschaffen mir nebenbei zusätzliches Eigenkapital um im Falle einer Korrektur mit mehr Cash Aktien nachkaufen zu können.

    Nebenbei lässt mich eine phasenweise Absicherung des Depots einfach ruhiger schlafen.

    Viel Erfolg allen an der Börse!

  63. Didi

    Dow vs. Zinsen

    In Grunde sind steigende Zinsen noch kein Grund für einen Crash.

    Tim hat recht!

    Hin und Her macht Taschen leer vs. Sparen und Investieren ohne Stress 🙂

    Es sollte sich für jeden gut anfühlen, dann passt das.

    Keep on investing!

  64. Tami

    Jahrzehnte alte Bündnisse und Sicherheitsgarantien werden derzeit erschüttert, Institutionen, Verträge und Werte, die bis heute wichtige Grundlage bilden, könnten beschädigt werden. Gleichzeitig steigt die weltweite Verschuldung und soziale Ungerechtigkeit weiter an. Ich sehe dunkle Wolken und wappne mich dagegen. Eine Absicherung kostet mich rund zwei Prozent Rendite. Darauf kann ich pfeifen, zumal durch Swingtrading ein guter Ausgleich gegeben ist. Wir werden am Ende sehen wer recht hatte.

    Alles Gute!

  65. Jan

    Hallo Tami,

    ja, das kenne ich. Das kennt sogar jeder der mal riskante Derivate gehandelt hat. Wenns gut läuft, dann denkt man, dass man selbst den Erfolg verursacht hat, man es verstanden hat wie man damit Geld verdient. Irgendwann, wenn plötzlich die Verluste überhand nehmen, dann wars nur Pech oder es lag an allem anderen (EZB, plötzliche Nachrichten, usw.). Aber nicht an einem selber, denn man hat ja verstanden wie es geht… Und ehe du dich umsiehst, ist der Totalverlust des KOs eingefahren. Dann wirst du dich plötzlich dabei erwischen, wie du versuchst durch Riskmanagement das Risiko eines Totalverlustes zu begrenzen und entsprechende SLs einziehst. Und spätestens dann musst du erkennen, dass du:

    Einer langfristig risikoarme Anlageklasse versuchst das Risiko zu begrenzen indem du kreditfinanzierte HochRisikopapiere kaufst die du wiederum im Risiko eindämmen willst indem du automatische Orders setzt die das Risiko beinhalten dich auszustoppen.

    Wird nun die Absurdität klar?

    KOs verstoßen gegen so viele Grundlagen des Buy&Holds, dass es damit nichts mehr zu tun hat. Sie sind Derivate, sie sind synthetisch, sie haben keinerlei Bezug zu Sachwerten, sie bergen das Risiko des Totalverlustes, sie haben außer dem Underlying ein Emittentenrisiko, sie sind letztlich nichts anderes als kreditfinanzierter Wertpapierkauf, usw. usf.

    Wenn du dein Depot gegen Krisen absichern möchtest, dann verkaufe Aktien jetzt und lege es entweder als Kriegskasse zur Seite oder kaufe physisches Gold.

    Aber du träumst gerade vom schnellen Geld, wie du selbst sagst. Und diese Gier wurde meiner nun 16jährigen Börsenerfahrung nach immer bestraft.  Nebenbei reagieren die Börsen im Bärenmarkt und Crash sowieso anders, so dass deine heutige Strategie eh nicht aufgeht, wenn sie am dringendsten greifen muss. Da sind dank Eingriffe von Politik und Notenbanken dann plötzliche Sprünge zwischen Weltuntergang und Euphorie an einem Handelstag nichts ungewöhnliches. Zuerst haut es dir dein Put ins wertlose, keine paar Stunden später rauschen deine Aktien nach unten. Das ist die Praxis.
    Aber das wusste schon Konfuzius:

    „Der Mensch hat dreierlei Wege klug zu handeln: erstens durch nachdenken, das ist der edelste, zweitens durch nachahmen, das ist der leichteste, und drittens durch Erfahrung, das ist der bitterste.“

    Liebe Grüße

    Jan

    Ergänzung:

    Äh, ja. Du versuchst also der Erschütterung von Sicherheitsgarantien und Verträge mit dem Emittentenrisiko von Banken beizukommen? 😉 Denk einfach mal drüber nach, was sicherer ist. Ein Barren Gold oder ein Zertifikat der Lehman Bros. Ja, so schnell vergessen? Oder einfach damals noch nicht dabei gewesen? Ich sags dir, das war eine Gaudi! Tim erinnert sich bestimmt auch noch daran. Keine paar Tage vorher war es geradezu undenkbar zu behaupten, dass so etwas möglich wäre. Jeder, auch ich, hätte auf so eine Prognose keinen Pfifferling gesetzt.

  66. Tami

    Optionen haben kein Emittentenrisiko. Und die KOs werden nur für die weiter oben benannten 5 Prozent Zockeranteil im Depot genutzt. Dies mit nicht zu hohen Hebeln aber super Ergebnissen. Trotzdem lasse ich einen monatlichen Sparplan auf ETFs laufen und stocken Aktien bei Korrekturen konsequent auf.

    Es funktioniert! Und die KOs haben noch einen anderen Vorteil gegenüber Aktien. Man kann auch von fallenden oder im Falle von Reverse Bonus Zertifkaten von seitwärtslaufenden Märkten profitieren. Ich halte Zertifikate nie lange und sehe es eher als Beimischung.

  67. Rainer Zufall

    Tami. Ich denke dass zu jeder Zeit Bündnisse zerschlagen und neu geschmiedet werden. Kein Grund zur Panik, ändern kann man es eh nicht.

    Komplexe Produkte können durchaus funktionieren. Wenn es keine Positivbeispiele gibt, wären sie nicht am Markt. Vlt. Ist es aber auch nur gutes Marketing. Das Beispiel von Pibe, glaube ich, gibt mir zu denken. Dirk Müller trommelt seit Jahren für Absicherungen. Ob es sich unterm Strich für ihn jemals auszahlen wird?

    Und: Du schreibst von 2 Prozent an Kosten. Aber: Umso komplexer die Vorgehensweise umso größer der Aufwand und die Zeit die das Kostet. Das müsste m.E. Auch in die Rechnung mit Einfließen. There is no free lunch.

     

  68. Tami

    Es funktioniert wenn man sich damit befasst und ein eigenes System entwickelt. Alles Gute! Die Kids verlangen nach Aufmerksamkeit…

  69. Jan

    Nein Rainer, schau dir z.B. die Scalpingbuden mit CFDs an und du wirst merken, dass es langfristig kaum Positivbeispiele gibt und es trotzdem Privatanleger gibt die immer und immer wieder einsteigen. Ich kenne niemanden der mit CFDs langfristig als Privatanleger Geld verdient hat, außer in den Foren in denen irgendwelche Heranwachsenden ihre Gewinne präsentieren aber ihre Verluste verschweigen. Bei denen merkt man es einfach daran, dass sie trotz angeblichen großen Gewinnen irgendwann nicht mehr auftauchen. Genial war z.B. auch, wenn wir nun schon bei den irrsten Derivaten sind, Alpari als die Schweiz plötzlich das undenkbare 2015 machte. Hier müssen die Anleger sich heute noch vor aggressiven Nachschussforderungen aus London per Anwalt wehren… Ausgang bisher ungewiss.

    Sicher, KOs kann man nicht oder nur sehr bedingt mit CFDs vergleichen. Das möchte ich auch nicht. Aber ein KO ist letztlich nur eine seriösere Art den Verlust rein zu holen.

    „Es funktioniert wenn man sich damit befasst und ein eigenes System entwickelt.“ Sorry, nicht möglich. Würde dein System langfristig funktionieren, würde es kopiert werden und spätestens dann nicht mehr funktionieren. Oder glaubst du alle anderen sind dümmer als du? Gefährlich. Aber dann geh den Weg der Erfahrung. Nur bitte nein, verschone uns mit den „Wir werden am Ende sehen wer recht hatte.“. Es gibt weder ein Ende, noch ein Recht. Es gibt hier nur Glück. Und wer Rubbellose zieht, der darf mich gerne verschonen zu belehren, wie man sie auf möglichst abergläubische Weise aufrubbelt. Natürlich kann man auch bei Rubbellose seinen Gewinn machen…

  70. Andrea

    Ich glaube, Warren Buffett hat schon bewiesen, dass zumindest seine Methode sehr gut funktioniert. 🙂

    Ich glaube auch nicht, dass ich in zwanzig Jahren oder so in die Verlegenheit kommen werde, mein Depot mit Tamis zu vergleichen. Insofern gebe ich Tami jetzt schon einmal Recht und gehe weiter meinen Weg. 🙂 Tami, es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal, was du mit deinem Geld machst. Denn nur dein Depot ist davon betroffen und nicht meins. Ich habe noch nicht einmal genug Energie, zu versuchen, dich davon abzubringen. Insofern bewundere ich Jan, der sich da so engagiert. Ich bin ganz froh, mein Depot „einfach“ zu halten, d.h. einfach nur gute Aktien zu kaufen und sonst nichts zu machen. Wenn die mal für eine Zeitlang „abkacken“, ist mir das egal, bzw. das sind dann halt die Super-Sonderangebote zum Einkauf.

    Schon erstaunlich, wieviel Panik sich manche hier machen, nur weil Tim das Wort Crash erwähnt hat. Dass der Aktienmarkt von den niedrigen Zinsen angeschürt wird, ist ja klar. Trotzdem kommt es mir noch nicht wie eine Blase vor. Wie gesagt, die Friseure und Taxifahrer kaufen noch keine Aktien. Einige Aktien sind steil bewertet, andere hingegen überhaupt nicht.

    Einfach mal locker und entspannt bleiben, so wie Tim es ist.

    Ich meine, wer sich jetzt schon Sorgen macht, sollte sein Depot wirklich besser auflösen, denn derjenige wird wahrscheinlich einen Herzkaspar bekommen, wenn es wirklich so weit ist, dass die Aktienkurse abrupt sinken.

    Das muss in manchen Fällen auch nicht die schlechteste Lösung sein.

    Z.B. ist ein Kollege meines Mannes damals am Neuen Markt reich geworden, er hat seine Aktien rechtzeitig verkauft und Mehrfamilienhäuser für das Geld gekauft. Davon kann er jetzt leben.

    Hingegen erzählte mir mal ein Taxifahrer, er hätte auch sehr viel Geld während der Blase am Neuen Markt dort gehabt und alles wieder verloren.

     

     

  71. GertGert

    @ Felix

    Du hast irgendwo recht mit deiner Annahme, dass viele, die seit 2008 in den Markt eingestiegen, das große Flattern bekommen werden, wenn es mal richtig im Karton knallt.
    Andererseits kann man sich davor schützen, wenn man sich ansieht, was bei den schweren Crashes in Vergangenheit passiert ist und wie lange es gedauert hat, bis sich der Markt auf das Vor-Crash-Niveau erholt hat.
    Beim schweren Crash in der Weltwirtschaftskrise, der 1929 begann, hat es in der Tat bis 1955 gedauert, bis das alte Niveau wieder erreicht wurde. Das hat kaum jemand durchgehalten, vermute ich einmal.
    Aber die Anleger, die ihre Dividenden ab 1929 immer reinvestiert haben, waren bereits 1934 wieder auf der Null-Linie! Das ist doch sensationell, denn bis 1955, als die anderen endlich wieder ihr Geld raus hatten, sind die richtig reich geworden.
    Wenn man das weiß, kann man sich im Ernstfall besser verhalten. Einfach ist das trotzdem nicht, das ist klar.
    Wenn das genauer interessiert, der kann diese Buch lesen.

  72. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gert,

    was treibst Du denn jetzt so, nachdem Du so frustriert Deine Seite geschmissen hast?

    Machst Du für Dich weiter wie gehabt? Wenn ja, wie läuft es so? Der Christopher freut sich über jedes Feedback kundiger Leute.

    Beste Grüße

    MS

  73. Jan

    Hallo ZaVodou,

    waren diese von dir gezeigten Beispiele etwa deshalb arbeitslos, weil sie Aktionäre waren?

    Natürlich können Arbeitslose kaum mehr weiter investieren. Aber lassen wir doch die Kirche im Dorf, die letzten Jahrzehnte war man in Deutschland mit einem unbefristeten Arbeitsverhältnis, einer guten Ausbildung und Eigeninitiative nur im Ausnahmefall von Arbeitslosigkeit über einem Jahr (-> H4) betroffen.

    Oder was soll der Gegenentwurf sein? Man soll nicht investieren, weil man arbeitslos werden könnte? Genau das sind doch die vorgeschobenen Ausreden derer, die vorher alles verprassen und nachher bis zur Grundsicherung arbeiten. Andere, gern genommene Ausreden sich nicht mit der Altersvorsorge zu beschäftigen sind: Zu kompliziert, mach ich später, ich könnte morgen tot umfallen, ich lebe heute, der Staat wirds schon richten, usw. Da passt doch die immer drohende Arbeitslosigkeit gut in die Reihe…

  74. Fit und Gesund

    @Andrea,

    Du hast mir Glück gebracht :), danke, kaum haben wir über Schmuck geredet, mailte mich eine Bekannte an ob ich nicht noch was zu verticken habe, klar doch…immer und gerne :), jetzt muss es nur noch ankommen und dann bin ich froh, gerade so gut wie Dividende…und wird sicher nicht verprasst sondern wandert direkt auf mein Investitionskonto..

    ja, da hat sich Jan echt Mühe gegeben, aber es wird wohl kaum was fruchten,  das muss Jeder im Endeffekt selber wissen.

    liebe Grüsse!

  75. Andrea

    Ja, immerhin hat der Schmuck seinen Wert behalten oder sogar gesteigert. Damals kriegte man auch bei ebay noch richtig schönen Schmuck günstig, bevor sich alle aufs Goldkaufen verlegt haben.

  76. Tami

    @Jan: „Es gibt hier nur Glück.“ Eben nicht. Es gibt System. Buy-Hold ist doch auch ein bewährtes System. Ich ergänze es eben etwas. Mit großem Erfolg. Nun aber Vergleiche mit Rubbellosen anzustellen halte ich mit Verlaub für etwas unterirdisch. Ebenso haben CFDs und KOs auch nichts miteinander zu tun. Auf diesem Niveau werde ich nicht weiterdiskutieren.

    Jeder möge mit seiner Strategie selig werden. Alles Gute!

  77. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ alle

    Wunderbar die Diskussion hier. Danke!

    Der Trick ist so einfach: Kauft Euch ETFs. Und haltet die Dinger 30, 40 Jahre durch. Zwischenzeitlich stetig aufstocken.

    Oder kauft Unternehmen, die bis an Euer Lebensende Dividenden zahlen. Und stockt diese Aktien-Positionen auf. Und fertig. Mehr ist nicht nötig zu tun. Die täglichen Meldungen braucht Ihr gar nicht lesen. Es ist sogar hilfreich, den Mist nicht zu lesen. Es ist so viel Lärm darunter.

  78. Boris

    Das ist tatsächlich wunderbar hier, denn man muss eigentlich die „finanzielle Freiheit“ erreicht haben, um die Zeit zu haben, hier zu jedem Artikel alle Kommentare zu lesen 🙂

  79. Christoph

    Gesten Abend und Heute Morgen habe ich hin und her überlegt ob ich AMD kaufen soll. Die haben schon eine irre Ralley hinter sich aber scheinbar haben die sich gewandelt und beliefert auch die Autoindustrie usw. War kurz davor aber da die earnings immer noch schlecht sind habe ich es gelassen.

    Habe aber dafür nochmal Marine Harvest gekauft. Das war jetzt für lange Zeit der letzte Nachkauf davon.  Alexander von Rente mit Dividende hat ja auch eigene Vorgaben wieviel er von welcher Aktie mal haben will.

    Bei Marine bin ich für die nächsten Jahre nun gesättigt. Ist momentan auch mein deutlicher größter Posten. Und nun werde ich neben den Sparplänen auch die zusätzlichen Gelder (Urlaubsgeld etc) für Nachkäufe ausserhalb von Sparplänen bei meinen anderen Aktien tätigen.

    Schönes Gefühl ein Unternehmen erstmal für die nächsten Jahre gesättigt zu haben.

  80. Fit und Gesund

    so, und ich konnte jetzt nicht mehr an mich halten und habe bei dem erneuten Kurssturz von Novo Nordisk nochmal Nachschlag geordert, ich hoffe ja ich hab kein Mist gebaut… hi hi…

    @Christoph,

    die würde mir auch gefallen, aber als nächstes spekuliere ich auf Zukauf von Unilever, und neu BHP Billiton, bei Letzterer bin ich unsicher, könnte man auch Rio Tinto nehmen…na ja, muss jetzt warten bis Geld gibt am 25.

    @Tim,

    ich gebe mir echt Mühe und hoffe auf die Dividenden, je mehr reinkommt, desto mehr kann ich investieren.

  81. Andreas

    @Fit und Gesund: Ah bei Novo Nordisk bin ich auch schon die ganze Zeit am überlegen. Eigentlich hab ich schon genug Pharma im Depot momentan. Aber der Kurssturz ist schon verlockend. Hab nur das Gefühl es wird auch noch mal unter die 30 gehen. Spätestens dann schlag ich glaub ich auch zu…
    Bei Unilever habe ich zuletzt schon mal zugeschlagen. Sollten die noch unter 35 gehen, kaufe ich auf jeden Fall noch mal nach.

  82. Fit und Gesund

    @Andreas,

    ich „fürchte“ auch ein wenig dass sie noch unter 30 gehen, aber dann ist es halt so.

    @Christoph,

    Marine Harvest würde mir gefallen, ich selber ess ja auch gerne Fisch 🙂

  83. Christoph

    @Fit und gesund: Also ich kann dir die nur empfehlen. Tolle Dividenden und Fisch wird ja immer mehr gegessen. Dazu in Norwegen, Chile und Kanada aktiv.

     

  84. Gurki

    Wie schaut es denn eigentlich mit Qualcomm aus? Interessantes Unternehmen oder eher nicht? Momentan gibts dort ja wegen den Klagen mit Apple einen Rücksetzer.

  85. Andreas

    @Christoph: Marine Harvest finde ich auch spannend. Habe nur immer Bedenken quasi bei Höchstständen zu kaufen. Aber so wie mir der Chart aussieht, gibt es da zuletzt kaum ernsthafte Rücksetzer;) Wie lange hast du die Aktie schon?

  86. ZaVodou

    @Jan

    Nein, ist schon richtig so wie du das machst.

    Ich wollte nur daran erinnern, dass es ab 1929 eben nicht so einfach war einfach weiter Aktien zuzukaufen, da viele Menschen ihre Arbeit verloren hatten und zusehen mussten wie sie überhaupt den Tag überstehen konnten. Man war froh, wenn man ein mal am Tag eine warme Mahlzeit zu sich nehmen konnten.

    Denen wäre der Vorschlag einfach weiter Aktien zuzukaufen, um schneller wieder im grünen Bereich zu sein, wohl recht zynisch vorgekommen.

  87. Christoph

    @Gurki: Also Qualcomm hatte vor ein paar Jahren schonmal ne Klage und musste ca 970 Mio zahlen. Diese Verträge mit Apple usw sind auch recht kompliziert. Aber derzeit hat Qualcomm auch ein kleines Monopol. Also ich denke auf lange Sicht macht man da nicht viel verkehrt wenn man Qualcomm als Beimischung kauft.

    @Andreas: Ich habe die seit 2014. Gekauft erst für ca 10,90. Dann nochmal zu 11 nochwas, dann 13 nochwas und dann für 15 und nun 16,80

    Dazu wächst aber auch die Dividende stetig. Angefangen hab ich bei 1,30 NOK zuletzt gab es 2,30 NOK (Quartal davor 3,20 aber da war ein Geschäftsverkauf mit dabei). Die steigt also auch stetig.

    Ich habe mich gefragt wie sicher ist das Geschäft? Für mich extrem sicher: Es gab zb vor nem Jahr nen Laus Befall oder so beim Lachs. Dadurch starben viele. Der Preis stieg dadurch. Ist natürlich super: Ist es billig kaufen mehr Leute, ist der Preis hoch kaufen die Leute (vielleicht ein paar weniger) dennoch den Fisch aber teurer.

    Dazu kommt ja der Zuwachs der Weltbevölkerung und dem Problem wie die ernährt werden sollen. Da sind diese Farmen ne super Möglichkeit.

    Ach: es fällt keine Quellensteuer an!

  88. Christoph

    Div Sky: Ja Marine Harvest. Die haben (habe ich irgendwo mal gelesen) ne Abmachung mit dem norwegischen Staat. Ist eine Ertragsausschüttung.

    Und die wollen immer (kann man auf der Website lesen) 75% oder waren es 90%? vom Gewinn auszuschütten.

    Aber natürlich fällt in Deutschland dann ganz normal die Kapsteuer an. Hat man noch was vom Freibetrag gibt es die dann 1:1 Brutto zu netto.

     

    Mit Marine hat man auch noch ein bißchen Währungsdiversifikation. Kann auch von Vorteil sein.

  89. GertGert

    @ Matthias

    Danke der Nachfrage:-)
    Ich habe einfach weiter Optionen gehandelt, denn das läuft gut.

    Ansonsten muss ich zugeben, dass ich in den Jahren seit 2008, also in der Zeit, in der viele hier reichlich verdient haben, per Saldo Geld verbrannt habe. Das liegt an den Fehlern, die Tim hier gerne beschreibt: Market Timing, Day Trading, schlauer sein zu wollen als alle anderen. Das alles hat mich nicht weitergebracht, sondern Geld gekostet.
    Damals, vor dem Platzen der dot.com-Blase hatte ich sehr gutes Geld gemacht, weil ich ohne detailliertes Wissen vieles intuitiv richtig gemacht habe und auch rechtzeitig ausgestiegen bin, weil ich dem wahnsinnigen Treiben nicht mehr zusehen wollte. Danach habe ich mindestens 100 Bücher und Unmengen an Text im Internet über Börse gelesen. Und was soll ich sagen? Je mehr man glaubt zu wissen, um so schlechter die Performance:-))
    Mittlerweile bin ich „clean“ und versuche, den Zinseszinseffekt für mich zu nutzen, also das zu tun, was Tim hier seit Jahren predigt.
    Mitte der 90iger habe ich erstmals ein Buch über den damals noch relativ unbekannten Warren Buffett gelesen und fand es faszinierend. Leider habe ich nichts daraus gemacht. Das ärgert mich heute erheblich.

  90. Andreas

    Klingt schon gut ja, frage mich nur, ob es sinnvoll ist jetzt bei fast 17 einzusteigen oder mal auf einen Rücksetzer zu warten. Habe schon einen Wert aus Norwegen, mit einem zweiten im Depot könnte ich mich gut anfreunden, vor allem wenn da wirklich keine Quellensteuer anfällt;)

  91. chaostrader

    Wunderbar die Diskussion hier. Danke!

    Der Trick ist so einfach: Kauft Euch ETFs. Und haltet die Dinger 30, 40 Jahre durch. Zwischenzeitlich stetig aufstocken.

    Oder kauft Unternehmen, die bis an Euer Lebensende Dividenden zahlen. Und stockt diese Aktien-Positionen auf. Und fertig. Mehr ist nicht nötig zu tun. Die täglichen Meldungen braucht Ihr gar nicht lesen. Es ist sogar hilfreich, den Mist nicht zu lesen. Es ist so viel Lärm darunter.

    Tja Tim, es hört dir halt keiner zu. Man pickt lieber Stocks und timt den Market. Die nachfolgenden Kommentare zeigen es ja.

    Ich wollte nur daran erinnern, dass es ab 1929 eben nicht so einfach war einfach weiter Aktien zuzukaufen, da viele Menschen ihre Arbeit verloren hatten und zusehen mussten wie sie überhaupt den Tag überstehen konnten. Man war froh, wenn man ein mal am Tag eine warme Mahlzeit zu sich nehmen konnten.

    Denen wäre der Vorschlag einfach weiter Aktien zuzukaufen, um schneller wieder im grünen Bereich zu sein, wohl recht zynisch vorgekommen.

     

    Meine Antwort dazu: Diversifikation und eine geeignete Asset Allocation über verschiedenste Anlageklassen plus Notgroschen. Dann hat man auch Geld, um ein, zwei Jahre Arbeitslosigkeit zu überleben und nahe des Tiefpunkts zu reballancieren, sprich billig zu kaufen. Wer natürlich Stocks pickt und versucht den Market zu timen und dabei noch mit 100% all in geht, der hat dann halt die Arschkarte. Dann sollte man sich auch nicht beschweren, wenn man in der Schlange zur Suppenküche anstehen muss und der wöchentliche Einkauf bei der Tafel stattfindet.

     

  92. Christoph

    @Andreas: Ich weiss es natürlich aber ich denke einen großen Rücksetzer gibt es unter normalen Umständen nicht. Das KGV ist derzeit bei 16,9 etwa. Dazu ne Dividendenrendite von über 6%.

    Das Geschäft wächst halt und damit steigt der Kurs. Ich habe meinen ersten kauf ja bei knapp unter € 11 gemacht. Da war meine Dividendenrendite 4,94%. Beim heutigen Kauf ist sie aber 5,9%.

    Also im Verhältnis kaufe ich heute sogar günstiger ein.

    Wobei die ersten Aktien natürlich jetzt ne super Dividende von 9,3% haben. bei den 3,2% waren es für die ersten sogar 13 %.

  93. chaostrader

    Eine Absicherung kostet mich rund zwei Prozent Rendite.

    Das ist ja mal ’ne ordentliche Hausnummer, wenn man das auf 30, 40 Jahre hochrechnet.

    Da kann man sein Geld gleich zu Flossbach/Storch oder Patrimoine Carmigniac hintragen, mit Ausgabeaufschlag etc. Die sind auch so teuer.

    Ich halte eine relativ hohe Cash-Quote um im Falle von Korrekturen günstiger nachzukaufen.

    Aha. Ich dachte, man soll seine AA wählen, um das Risiko zu steuern damit man gut schlafen kann, nicht um den Markt zu timen.

    Wieder was gelernt…

  94. Christoph

    2% zur Absicherung? WOW!!! Da muss man ja schon 4% Rendite haben damit man die Absicherung und die Inflation wieder drinne hat.

  95. Tami

    Und diese 4 % Rendite erwirtschafte ich locker durch KOs. Damit ist die Sicherung refinanziert und noch zusätzliches Geld für den Kauf von Aktien erwirtschaftet. Was ist daran so schwierig zu verstehen?

    Ich habe z.B. im Oktober bei einem Kurs von rund 35,5 Novo Nordisk über ein kleines KO-Put gekauft als die bereits wieder begannen zu sinken. Der kleine Kurseinbruch kommt mir also wie gerufen! Nun verkaufe ich mit einer satten Rendite (Hebel 3) dieses Zertifikat…..

    Ich sage nur, jeder braucht seinen Plan. Das ist meiner. Auch aus Verlusten Geld verdienen. Und heute habe ich nun normale Novo Aktien gekauft weil sie so eingebrochen sind. Da ich die Hebel selten hoch wähle und nur kleinere Beträge von max. 2000 € setze, sind die Risiken noch steuerbar.

  96. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gert,

    schön zu hören. Wie sich doch viele Biographien gleichen.

    Habe ebenfalls 2000 und folgende einiges an Lehrgeld gezahlt. Wie ich das und einiges mehr dann wieder erkämpft habe, das ist mir heute noch schleierhaft. Habe glücklicherweise 2009 dann doch paar Sachen glücklich gekauft und auch richtig wieder verkauft.

    Seit einiger Zeit ziehe ich mich immer weiter in Funds (ETFs/CEFs) zurück.

    Zum reich werden fehlt die Zeit. Nächste Woche verbringe ich meinen 60. an meinem Wohlfühlort Fuerteventura. Hauptsache  der Cashflow hält immer schön an aus den Dividendenfonds und REITs usw.

    Optionen will ich weiter ausbauen. Soll zwar nicht das Hauptgeschäft werden, aber regelmäßiger. Bisher bin ich da noch zu vorsichtig. Ich verkaufe immer nur, was ich auch ausgeübt werden kann. Und dann läuft halt nicht so viel auf einmal. Derzeit gerade mal 2 Puts verkauft und ein covered Call.

    Na mal sehen. In 18 Monaten bin ich aus dem Job raus und habe den ganzen Tag Zeit. Da brauche ich Beschäftigung. 😉

    Na dann, gutes Gelingen!

    MS

  97. DivSky

    Vielen Dank fuer die schnelle Rückmeldung…ein Depot von mir hat ein Freibetrag von ca. 5000 Euro/Jahr. Dann nehme ich die Aktie mal für die Watchlist auf.

  98. Christoph

    @DivSky: 5.000 an Freibetrag?? der ist doch ledig nur 801 und verheiratet das doppelte.. ?!?!

  99. Mr. B

    Das ist bestimmter der kleine DivSky  ; P

    Finde das mit der Quellensteuer bei Marine auch interessant. Hab die Aktie in die Watschlist gemacht. Danke für die Info

  100. Christoph

    @Mr B: Achso fürs Kind wegen dem Freibetrag der Einkommensgrenze. ja daran hab ich natürlich nicht gedacht.

    Am 15.02.2017  gibt auch den nächsten Quartalsbericht. Also für alle die Marine auf der watchliste haben….

  101. PIBE350

    An Matthias: Viel Spaß auf Fuerteventura. Ich war das letzte Mal im Örtchen Caleta de Fuste.

    Ich feiere schon diese Woche meinen Geburtstag, aber auf Djerba: https://youtu.be/vsPfyA3kUA4

    Ja, passive Geldflüsse sind sind etwas Feines. Aus einem anfänglichen Schneeball kann mit den Jahren eine richtige Lawine werden. 😉

  102. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Fit und Gesund

    Du machst es richtig. Gratulation. Dividendenreinvestments. Herrlich.

     

    @ chaostrader

    Ich bin ja nicht die Internetpolizei. Wenn die Leute zocken wollen (mit Aktien, Optionen und anderen „schlauen“ Papierchen/Strategien), sollen sie es machen. Muss jeder selbst wissen.

    Ich weiß, dass sich das Trading für mich (und 90% der Mitmenschen) nicht lohnt. Also lasse ich die Finger weg. Ich gehe ja auch nicht Lottospielen, weil ich weiß, dass das kein vernünftiger Weg in die finanzielle Freiheit ist. Jedem das Seine, sag ich nur.
     

    @ PIBE350
    Happy birthday!!! Sieht erholsam aus in Tunesien. Zum 30. Geburtstag?

    Du zeigst den Mitlesern: Der Frühruhestand geht, wenn man SELBSTDISZIPLIN hat. Die meisten Menschen haben damit ein Problem. Daher wird es nie was mit der finanziellen Freiheit für 80 bis 90% der Menschen. Sie leben in der Abhängigkeit vom Chef, den Schulden, dem Konsum.

  103. Tomasz

    Es wäre zum ersten Mal in der Börsengeschichte, daß sich die Kurse nach einem Crash erst nach Jahrzehnten erholen.

    Gefühlt möchte ich behaupten, daß nach einem Crash der Spuk nach ca. 5 Jahren wieder vorbei ist und das Depot sich wieder erholt hat.

    @Pascal
    Das mag für „normale“ Crashs stimmen, wenn man die Dividenden mit einbezieht. Es gibt allerdings ein mögliches Szenario, in dem ich da nicht drauf wetten würde. Nämlich das, in dem der Lebenszyklus dieses Fiatgeld-Systems in einem hyperinflationären Crash endet. Das ist freilich nur eine von mehreren möglichen Optionen (in meinen Augen sogar eine nicht unwahrscheinliche), man sollte das Szenario aber dennoch in seine Finanzplanung mit einkalkulieren. 100% in Aktien zu halten wäre dann fatal, da nach solch einem Schock der Aktienmarkt m.E. tatsächlich mehrere Jahrzehnte brauchen würde, um sich wieder zu erholen. In dem Fall wären ein dickes Bargeldpolster und evtl. sichere Anleihen ein guter Hedge.

  104. Jan

    @Tim,

    gesunde Einstellung. Ich sollte gelassener werden, denn auch ich habe keine grüne Dienstmütze auf dem Kopf.

  105. Michael

    @Crashdiskussion:

    Die Mutter meiner Freundin (50 Jahre, Hausfrau, hat noch nie Aktien besessen), hat mir vor ein paar Tagen erzählt, dass sie sehr gerne in Aktien investieren würde. Ob ich nicht ein paar Tipps für sie habe…

    In so fern… vielleicht ist der Crash gar nicht mehr allzu weit 😉

    LG Michael

  106. DivSky

    @Christoph,

    wie Mr.Braun schon richtig angedeutet hat…ist es auf DivBaby bezogen :). Als Eltern haben wir uns entschieden, seit der Geburt für DivBaby entsprechend Aktien zu kaufen. Marine Harvest hört sich eben auch gut an. Deswegen ist es mir wichtig Länder auszusuchen, die keine Quest haben, wie z.b. GB, Südafrika, BMG, DE oder eben jetzt wohl NOR (wohl nur Marine Harvest). Mehr Länder fallen mir nicht ein und wenn ich eines vergessen habe, dann bitte ich um eine Ergänzung. Denke einfach, dadurch kann ich in Grundsolide Unternehmen investieren und die Rendite ist großartig. Bin gespannt wie sich das Experiment in den nächsten 18 Jahren entwickeln wird.

     

    Pibe,

    dann herzlichen Glückwunsch und alles Gute weiterhin.  Mit 30 Jahren ist dein Beispiel an finanzielle Freiheit sensationell.  Hattest Du eigentlich schon mal erwähnt, was so in deinem Depot beheimatet ist? 🙂

  107. Michael

    Ist Tami eigentlich ein Scherzaccount?

    Wenn ich mich recht erinnere schreibt sie öfters, dass sie kein Geld hat, weil die Kinder so viel kosten und alles so schwierig ist. Und kaum etwas übrig bleibt.

    Dann schreibt sie wieder, dass sie locker flockig 2000€ in risky Optionen schiebt, daneben in ein paar ETFs einzahlt und noch Diviaktien kauft.

    Na dann kanns im Börserl ja nicht so klamm ausschaun. Oder investierst du lieber in Veranlagungen als in die Kinder 😛

    Ich hoffe ich hab dich da jetzt nicht verwechselt, aber ich glaube nicht 😉

    LG Michael

  108. Pascal

    @ Tomasz:

    Im Falle eines völligen Kollaps` mag das stimmen, bin allerdings kein Freund dieser pessimistischen Weltsicht. Ich fühle mich im Lager der Optimisten wohler. Eigentlich solltest Du doch dann auch ein  Freund von Gold sein und weniger von „Bargeldpolstern und evtl. sicheren Anleihen“, oder?

  109. DivSky

    Da wir gerade auch beim Thema Accounts sind, ich vermisse die gute Valli. Weiss jemand was mit Ihr ist?

  110. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @PIBE350,

    herzlichen Dank und Dir ebenfalls schönen Geburtstag auf Djerba.

    Wir sind auf Fuerteventura immer an der Costa Calma. Das ist weiter unten im Süden.

    @Tim,

    Optionen zu verkaufen (Stillhalter) hat nichts mit Zocken zu tun, nicht wirklich. Das ist eine elegante Art, um Einkünfte zu generieren. Das wäre so, als wenn man Buffett vorwerfen würde, dass er zockt, indem er mit Geico Versicherungen verkauft. Tatsächlich ist das schlechter, da er im Versicherungsfall nur zahlen muss, ohne ein Asset dafür zu bekommen.

    Die Käufer der Optionen sind eher die Spieler. Denn sie zahlen einen Einsatz. Als Verkäufer ist man die Bank/Versicherung, und bekommt erstmal Geld.

    Es lohnt sich wirklich, sich da mal einzuarbeiten. Das ist auch wirklich kein Hexenwerk.

    Mal ein praktisches Beispiel. Wenn man heute nach dem Abschlag bei Novo Nordisk (NVO) eigentlich welche kaufen will, weil einem der Preis so schon ok genug ist, dann kann man auch sagen, man verkauft vorsichtshalber nur eine Put-Option. Wenn sie doch noch weiter fallen, dann bekommt man sie dann billiger eingebucht. Wenn sie nicht weiter fallen, dann behält man die Prämie. Money for nothing.

    Ich würde da heute einen Put für den Ausübungspreis von 33 USD verkaufen, der am 17. März verfällt, und dafür 84 USD bezahlt bekommen.

    Für den Käufer des Puts muss die Aktie unter 32,16 USD fallen, damit er ins Plus kommt (break even – 33 minus 0,84) und ich als Verkäufer ins Minus.

    Wenn ich die Aktien heute normal gekauft hätte, dann wäre ich dann schon viel mehr im Minus, als wenn ich sie zu 33 dann kaufen muss, wenn sie vielleicht für nur 32 zu haben sind am Markt.

    Soweit das Prinzip. Also ich finde das eine sehr feine Art. Langsam kommen da ja auch einige Leute dahinter.

    Ich verkaufe heute keinen Put auf NVO, weil ich die Aktie nicht wirklich haben will. Auch wenn sie von den Bewertungen sehr schön aussieht. Ist aber nicht mein Ding.

    MS

  111. PIBE350

    An Tim: Danke, ich werde 33. Etwas (Geburts)glück gehört natürlich auch dazu. Das ist mir erst heute wieder bewusst geworden, als ich 2 alte Männer in zerschlissenen und schmutzigen Lumpen auf der Straße liegend sah. Ich habe ihnen Geld gegeben, wohlwissend, dass es nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist.

    An DivSky: Danke, im Aktienteil setze ich mittlerweile auf Dividenden-ETFs. Angefangen hatte ich mit einem ETF auf den MSCI-ACWI-Index, diesen führe ich nun für meine Nichten bis zur Volljährigkeit fort.

    An Matthias: Dort ist es auch schön. Mein Ort lag mehr in britischer Hand. 😉

  112. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    „Vali“ betreibt ausgelastet und erfolgreich ihre freiberufliche Tätigkeit. Wenn man ihre Identität kennt, dann bekommt man das mit. Sie hat ja ihr Depot ganz gut laufen, denke ich, und findet ihre beruflichen Erfolge wohl derzeit einfach spannender.

    Übrigens ist sie eine sehr hübsche Erscheinung. 😉

    MS

  113. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ DivSky

    Ich vermisse Vali auch im Blog. Sie ist eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau.

     

    @ Matthias

    Ja, ich traue Dir das zu, dass Du mit Optionen gutes Geld verdienst. Ich kenne mich damit nicht aus. Ich mache nur das, was ich verstehe: Buy and Hold mit Qualitätsfirmen.

     
    @ PIBE350

    Ich bin ja schon recht gut mit dem Sparen und Investieren (trotz einiger doofer Fehler). Aber Du bist noch besser. In dem Alter (33) schafft wohl kaum jemand die finanzielle Freiheit. Vielleicht 1%? Davon hat dann die Hälfte eine reiche Familie. Großartig, dass Du den Armen auf der Straße geholfen hast. Obwohl denen meist nicht zu helfen ist.

  114. Mattoc

    @Michael

    Mit Tami hast du Recht. Aber der Scherzaccount „Tami“ wird von einem Mann betrieben. Er sprach zumindest auch mal von seiner Frau, wenn ich mich richtig erinnere. Ansonsten passt da relativ wenig zusammen. An folgende direkt oder indirekt getroffene Aussagen erinnere ich mich:

    1) Er hat Probleme mit dem Sparen als Familie, deshalb möchte er einen Blog, in dem erklärt wird, wie man als Familie finanziell frei werden kann.

    2) Die Schwiegermutter möchte nicht auf die Kinder aufpassen, obwohl sie in der Nähe wohnt und Zeit hat.

    3) Das Sozialsystem in Deutschland ist ungerecht.

    4) Ausländer erschleichen sich Sozialleistungen.

    5) Ihn nerven seine 2 Autos, die er aber „unbedingt“ braucht

    6) Der Wohnungsmarkt ist viel zu teuer

    7) Neuester Punkt: Die Finanzindustrie hat Hebelprodukte erfunden, damit er „mit System“ dauerhaft Geld verdienen kann.

    Das sind allesamt Punkte, die grundsätzlich anfällig für viele Reaktionen sind.

    Aber eigentlich trollt hier nur Gurki. 🙂 Aber Gurki wirkt ehrlich. Ich lese gerne, was er schreibt.

    Ich werde Tami jetzt einfach ignorieren.

  115. Gandalf

    Da ich noch über 20 Jahre sparen vor mir habe werde ich stur jeden Monat Geld in meine ETFS als Sparplan pumpen.Crash hin oder her ich habe da keine allzu große Angst davor, eher so wie viele von euch warte ich auf Diesen um zuzuschlagen!

     

  116. Mattoc

    @Matthias

    Du schreibst: „Mal ein praktisches Beispiel. Wenn man heute nach dem Abschlag bei Novo Nordisk (NVO) eigentlich welche kaufen will, weil einem der Preis so schon ok genug ist, dann kann man auch sagen, man verkauft vorsichtshalber nur eine Put-Option. Wenn sie doch noch weiter fallen, dann bekommt man sie dann billiger eingebucht. Wenn sie nicht weiter fallen, dann behält man die Prämie. Money for nothing.“

    Das kann aber doch so nicht sein, sonst würden ja alle, die eine Aktie kaufen wollen, nicht mehr die Aktie selbst kaufen, sondern eine Put-Option verkaufen. Daher vermute ich, dass der Stillhalter auch ein Risiko hat. Geld umsonst gibt es sicher nirgendwo.

    Danke!

    Edit: Habs gefunden:

    Wie hoch ist das Verlustpotenzial eines Stillhalters (Stillhalter-Risiko bei einem Put)?

    Das Verlustpotenzial (Stillhalter-Risiko) eines Stillhalters bei einem Put ist hoch aber begrenzt. Um dies an einem Beispiel zu verdeutlichen, kann Folgendes gesagt werden: Wenn ein Stillhalter einer Option eine Put-Option mit einem Basispreis von 50 Euro verkauft, dann muss er die geforderte Anzahl von Aktien bei Ausübung zu einem Preis von 50 Euro (Basispreis) von dem Käufer der Put-Option kaufen. Da der Aktienkurs theoretisch bis auf null Euro fallen kann, steigt auch das Verlustpotenzial des Stillhalters auf maximal 0 Euro abzüglich des Basispreises. Schließlich könnte es passieren, dass er die Aktien bei einem Kurs von 45 Euro, 25 Euro oder 0 Euro kaufen müsste und dann an den Käufer der Put-Option 50 Euro zahlen müsste. Der gegenwärtige Wert der Aktien könnte allerdings deutlich (minimal 0 Euro) unter dem Basispreis der Option liegen.

  117. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,

    das ist so, aber eben kein anderes Risiko als für den Käufer der Aktie.

    Für Dein Beispiel heißt das, wenn der Put-Verkäufer das Risiko von 50 auf Null hat, dann hat der Halter der Aktie das Risiko von seinem Kaufpreis der Aktie (evtl 55?) auf Null.

    Wo ist das Problem?

    Deswegen sage ich ja, ich würde nur Puts auf Aktien verkaufen, die ich als Aktie selbst auch nehmen würde. Wenn ich heute 100 Stück NVO a 33,48 USD kaufe, dann können 3348 USD in meinem Depot bei Pleite auf Null gehen.

    Wenn ich nur einen Put mit Strike 33 verkaufe, dann bekomme ich in dem Beispiel 84 USD. Wenn die Aktie danach pleite geht, dann muss ich trotzdem den Put mit 100×33 beliefern. Verliere also 3300 minus 84.

    Man verliert also immer, wenn die Pleite kommt, aber in dem Fall der Käufer der Aktie eben ein wenig mehr.

    Wenn die Aktie „nur“ auf 25 fällt, dann hat der Käufer der Aktie auch verloren (weil er ja Buy & Hold btreibt, gell), bzw. ist eben im Minus. Der Stillhalter muss 33 zahlen für 25. Das ist nichts anderes, nur ein klein wenig geringeres Minus als beim Aktionär, der vorher die Aktie etwas teurer schon hatte.

    MS

  118. PIBE350

    An Tim: Wir haben jeweils unsere individuellen Finanzziele erreicht, so würde ich es ausdrücken. 😉

    Oh, ich habe mich verschrieben. Ich werde 32.

    Keine Ahnung, wie viele Menschen in Deutschland finanzielle Unabhängigkeit erreichen können. Ich denke einige, wenn sie 1. wollen (Konsumverzicht üben) und 2. sich darunter kein Leben wie bei den Geißens vorstellen (je niedriger der eigene Kapitalbedarf ist, desto leichter ist es zu erreichen). Ich möchte nicht reich, sondern unabhängig sein.

  119. Mattoc

    @Matthias

    Danke nochmal für die Erläuterung, auch wenn ich es noch nicht ganz verstanden habe. Ich erwarte auch nicht, dass du es mir erklärst. 🙂

    Deine Quintessenz möchte ich aber dennoch nochmal wiedergeben:

    Du sagst: Wenn ich heute eine beliebige Aktie zum heute angegebenen Kurs kaufen möchte, dann ist es IMMER sinnvoller und wirtschaftlich besser, diesen direkten Kauf der Aktie nicht zu tätigen, sondern eine Put-Option auf diese Aktie zu verkaufen.

    Ist das deine Meinung, oder gibt eine Einschränkung?

    Danke!

  120. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mattoc,

    wenn ich total scharf auf die Aktie bin, dann kaufe ich auch die Aktie gleich. Wenn ich aber denke, die Aktie wäre toll, aber ich muss sie nicht unbedingt gleich haben, dann versuche ich einen Put zu verkaufen. Der Vorteil ist, wenn die Aktie wieder ins Plus läuft, dann behält man die Prämie, nimmt aber natürlich das Plus nicht mit, weil man ja die Aktie nicht gekauft hat.

    Aber wie oft passiert es einem, dass man zögerlich ist, und doch die Aktie nicht kauft, und dreht wieder ins Plus. Dann ärgert man sich. Wenn man dann wenigstens den Trostpreis hat, dass einem die Prämie des Puts geschenkt wird, dann ist das doch prima. Und (nur) das meinte ich mit dem „money for nothing“.

    Prinzipiell muss ich sagen können, zum heutigen Preis wäre ich bereit die Aktie zu kaufen. Wenn dann später der Put ausgelöst wird zu einem geringeren Preis, und man könnte sich ärgern, weil man die Aktie dann eigentlich noch billiger als den Ausübungspreis bekäme, dann kann man sich trösten und sagen, tja, damals hätte ich sogar noch mehr bezahlt und wäre nun noch mehr im Minus.

    Deswegen ist mir wichtig, dass ich im Fall des Falles keine Aktie nehmen muss, die ich gar nicht gekauft hätte.

    MS

  121. DivSky

    Tim,

    mal eine Frage. Habe gelesen das Florida einer der wenigen Staaten ohne staatliche Einkommensteuer ist. Also wenn ich Rentner bin, zahle ich darauf keine Steuern? Gibt es sowas in den USA?

    Florida ist anscheinend der Bundesstaat Nr.1 für Rentner!

  122. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ DivSky

    Ja, das stimmt. Viele Reiche legen ihren Wohnsitz nach Florida. Sie sparen dort Steuern. Vor allem die Milliardäre mögen es.

    Der Gatte von Ex-Tennis-Star Monica Seles ist nach Florida umgezogen, weil er dort enorme Summen spart, genauer gesagt 13.800 Dollar am Tag.

    https://en.wikipedia.org/wiki/Tom_Golisano

    Hier erläuterte er seinen Umzug in einem Gastbeitrag:

    http://niagarafallsreporter.com/golisano5.26.09.html

    Was die Leute in Florida sparen, sind Landes- und Stadtsteuern. Aber Bundessteuern sind überall gleich.

  123. Christoph

    @Divsky: Ja die liebe Industrie. Ist echt schlimm. Aber da müssten die Gesetzgeber viel mehr regulieren.

    Wenn zB in Peru scheinbar nicht richtig kontrolliert wird etc. Die einzige Lösung wäre ja dass alle  vegetarier werden und synthetische Zusatzstoffe nehmen.

     

    Wobei ich hätte die einfachste Lösung. Generell darf jeder Supermarkt nur max. 10% mehr einkaufen als er die Woche zuvor an Fleisch und Fisch verkauft hat. Denn genau das ist ja zB bei uns das Problem. Es muss doch alles verfügbar sein. Aber wenn zB heute Rinderfilet aus ist, dann kann man doch auch Schwein nehmen. Oder Pute usw.
    Aktuell wird soviel weggeschmissen. Und genau dies sind unnötig getötete Tiere. Ebenso treiben diese auch die Preise hoch und verhindert mehr Platz und Pflege für die die wirklich konsumiert werden.

     

  124. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @DivSky,

    Florida ist eine schöne Idee. Das wäre auch was für meine müden Knochen.

    Ich habe 2009 dort die Entwicklung verfolgt. Da gab es diese billigen „Häuser“ (meist ja nur Holzhütten) schon ab 10.000 USD in der Bankverwertung. Und dazu war der USD sehr billig um 1.50 für 1 EUR. Wenn ich da eine einheimische Kontaktperson, bzw. Vertrauensperson gehabt hätte, ich hätte wohl was gekauft.

    Allerdings darf man eben nie die Property Tax vergessen. Man zahlt wesentlich mehr jedes Jahr an Steuern, als bei unserer Grundsteuer. Und die ändert sich jedes Jahr, weil immer neu festgelegt.

    Ich bekomme auch seit damals immer noch regelmäßig die Grundstücks-Angebote gemailt. Damals bekam man Lots schon ab 2.000 USD. Heute alles wieder einiges teurer; Hier einige der letzten Angebote von dieser Woche.

    Wenn man jemand wie PIBE350 ist, dann kann man sich dort so ein billiges Stück holen und einen alten Wohnwagen draufstellen. Meine Frau würde es leider nicht mitmachen. 😉

    Die Angebote kann  man sich hier bestellen.

    Offensichtlich gibt es mehrere Bundesstaaten ohne persönliche Einkommenssteuer. Neben Florida auch noch die Staaten Washington, Nevada, Texas, Wyoming, South Dakota und Alaska. Tennessee und New Hampshire fast nix.

    2016’s States with the Highest & Lowest Tax Burdens

    In der Gesamt-Steuerbelastung ist New York am teuersten, gefolgt von Hawaii. Am billigsten ist Alaska nach Delaware.

    Steuerübersicht für Florida

    Schönen Tag

    MS

  125. Michael

    @Mattoc:

    Super Zusammenfassung über Tami. Danke dafür 🙂

    Ähnliche Aussagen hatt ich auch im Kopf. Lustiger Typ…

  126. Tomasz

    Eigentlich solltest Du doch dann auch ein  Freund von Gold sein und weniger von „Bargeldpolstern und evtl. sicheren Anleihen“, oder?

    @Pascal Richtig. Allerdings denke ich, Gold bringt im deflationären Crash nichts, ist dafür optimal im inflationären Crash. Da ich nicht weiß welche Art von Crash kommt, bereite ich mich auf beide Arten gleichermaßen vor. Und dazu ein paar Kryptowährungen, die vermutlich als Fluchtwährungen in beiden Fällen im Wert steigen werden. So ist der Plan fürs Rentendepot.

  127. GertGert

    @ Mattoc

    Noch zur Ergänzung von Matthias:
    Wenn du die Aktie kaufen willst und deshalb Puts verkaufst, kann es natürlich passieren, dass du die Aktie nie bekommen wirst, weil der Kurs einfach nicht unter den Strike der verkauften Option fallen will.
    Im Extremfall rennst du mit den verkauften Puts monatelang der Kursentwicklung hinterher, ohne dass die Aktie in dein Depot gebucht wird. Aber dafür erhälst du das Schmerzensgeld Prämieneinnahme. Ich kann mir schlimmeres vorstellen:-)

    @ Matthias

    Dir einen schönen Urlaub und eine schöne Geburtstagsfeier.

  128. KM

    @DivSky

    „GB, Südafrika, BMG, DE oder eben jetzt wohl NOR “

    Welches Land ist mit BMG gemeint?

  129. PIBE350

    Zum steuerlichen Wohnsitz: Ich möchte weiterhin meinen Hauptwohnsitz in Deutschland haben. Das hat neben heimatverbundenen auch praktische Gründe für mich. Hier kenne ich mich mit allem aus, hier habe ich jederzeit einen Rückzügsort, meinen Fels in der Brandung. Laufende Fixkosten fallen kaum an, wenn ich ins Ausland verreise.

    Kann man überhaupt so einfach nach Florida umsiedeln? Ich habe etwas von maximal 180 Tagen für deutsche Rentner gelesen.

    Zu Wohneigentum im Ausland: Daran dachte ich auch schon, aber man muss es durchrechnen. Wie viel Zeit muss ich pro Jahr dort verbringen, damit es sich lohnt? Und möchte ich mich wirklich örtlich binden?

    Ich möchte örtlich flexibel bleiben und möglichst wenig Bürokratie im In- und Ausland verursachen.

    Dieses Jahr werde ich mich aber an einer Auswanderung auf Zeit versuchen. Mein Plan ist es, von April bis kurz vor Weihnachten auf Mallorca zu verbringen. Den Rückflug für lächerliche 36 Euro habe ich mir auch schon gebucht. Vor Ort werde ich nach einem günstigen WG-Zimmer (z.B. über http://www.idealista.com) suchen.

    Diese Lösung hat gegenüber einer eigenen Mietwohnung die Vorteile, dass es günstiger ist und man kein Hauptmieter mit entsprechenden Pflichten ist. Man ist ungebundener.

    Theoretisch lässt sich so auch ein günstiger Dauerzweitwohnsitz einrichten, wenn man sich örtlich binden möchte.

    Oder habt ihr Verbesserungsvorschläge?

  130. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Gert,

    herzlichen Dank!

    Was Du sagst wegen Optionen stimmt natürlich. Aber es gibt ja alle Möglichkeiten.

    Wenn ich einen Put verkaufe, dann ist schon das erste vorrangige Ziel, dass ich nicht ausgeübt werde. Ich will die Prämie behalten. Aber das eben nur bei Werten, bei denen ich nicht böse bin, wenn es nicht klappt.

    Wenn ich wirklich auch die Aktie will, dann kann man ja mal welche kaufen, und zusätzlich einen Put verkaufen. Dann bekommt man eben evtl noch welche dazu. Wenn nicht, dann hat man die Prämie.

    Wenn man 100 gekauft, und einen Put verkauft hat, und die gehen ins Plus, dann kann man noch einen Call verkaufen.

    Das ist manchmal noch eher blöd, wenn man meint, die Aktie wird nicht so schnell weiter steigen, und man muss sie sicher nicht her geben. Dann wird sie aber doch ausgebucht. Man realisiert also einen „Zwangsgewinn“, mit einer Träne des Abschieds. 😉

    Aber es gibt sooo viele Werte und Möglichkeiten. Da findet sich immer wieder was.

    @PIBE350,

    das mit Mallorca ist beneidenswert. Würde mir auch absolut taugen. Ich fühle mich dort immer rundherum wohl. Wir waren immer in Cala Ratjada. Aber nur ganz normal pauschal.

    Der letzte Mallorca-Aufenthalt war mit dem Freundeskreis (Wandergruppe). Da haben wir (5 Paare) eine allein stehende große Finca bezogen. Witzigerweise hieß sie Finca Matias! 😉

    Durch 10 war es wieder günstig. Und man hatte Platz und Ruhe.

    @KM,

    eigentlich nur BM für Bermudas. Das ist der Country Code der ISIN.

    MS

  131. Slazenger

    @Matthias

    Woh was für eine klasse Finca, wir lieben Mallorca, und wir sind fast jedes Jahr dort, wenn auch manchmal nur für ein paar Tage! Die Finca wäre tatsächlich mal eine Überlegung wert um dort mit den Kindern und den Enkelkindern einen schönen Urlaub zu verbringen!

  132. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Slazenger,

    dafür ist sie sicher zu groß. Oder habt Ihr so viel Anhang?

    Wir hatten Mühe eine mit 5 Bädern für 5 Paare zu finden. Weil, in dem Alter wird man zickig. Da will man sich nicht mit anderen das Bad teilen müssen. 😉

    Schau doch mal auf Fincallorca. Da findest Du bestimmt was passendes. Wir wollen auch mal im kleinen Rahmen mit einer Tochter und Enkel hin. Da gibt es auch schnuckelige kleinere Fincas.

    Ja, wenn ich an Mallorca denke, dann läuft mir immer ein Wonneschauer über den Körper. Ich fühle mich so wohl dort!

    MS

  133. PIBE350

    An Matthias: Finca-WGs gibt es wohl leider nicht. Ich werde mich an der Playa de Palma einquartieren. 😉

    Ich mich auch, weil Mallorca für jeden etwas zu bieten hat: Familien, feiernde Junge, ruhesuchende Alte, Wanderer, Rennradfahrer, Sonnenanbeter und Unternehmungsfreudige. 😉

  134. easydividend

    Hallo Matthias Schneider,

    Ich habe einen Aufruf über diesen Blog registriert, Danke für die Verlinkung. In der Tat freue mich auf jedes Feedback zum Optionshandel oder ähnliches.

    Ich habe mir nicht alle Kommentare hier genau durchgelesen, aber ich kann nur sagen, für alle die daran zweifeln, dass man mit Optionen nachhaltig richtig gutes Geld verdienen kann: könnt mir gerne dabei zusehen. Ich versuche wirklich alle meine Gedanken dazu aufzuschreiben. Es gibt viele Skeptiker, das weiß ich. Anfangs ist das auch okey, aber ich bin der Meinung, dass man ab und zu seinen Horizont erweitern sollte. Es gibt so viele Leute die glauben, man kann diese 6-10% langfristig nicht schlagen. Ich sage es geht doch, und zwar sehr viel besser und sehr viel einfacher als die Masse glaubt. Man muss sich eben ein paar Gedanken machen, und nicht einfach der Herde hinterhertraben.

     

    In diesem Sinne wünsche ich allen einen schönen Feierabend!

    @ Tim: auch wenn ich nicht oft kommentiere, lese ich hier sehr gerne mit! Danke für deinen tollen Blog!

     

    mfG Chri

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