Berkshire Hathaway


New York, 1. Mai 2008

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Morgen findet die Hauptversammlung der Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway in Omaha statt. Dann schwärmen wieder die Zeitungen das ganze Wochenende begeistert über den legendären Investor Warren Buffett. Die Versammlung ähnelt einem Woodstock-Festival für Kapitalisten. Das Fernsehen wird sich tagelang mit dem 77-Jährigen Multimilliardär beschäftigen. Seine Kriegskasse dürfte etwa 45 Milliarden Dollar umfassen. Sein Barmittelbestand wird immer weiter wachsen, wenn Buffett keine weiteren Übernahmen unter Dach und Fach bringt.
Schon am Dienstag berichtete das Wall-Street-Journal in epischer Breite über den letzten Deal des reichsten Mannes der Welt. Er ist auf dem Foto zu sehen (Quelle: Wikipedia). Er übernahm diese Woche gemeinsam mit Mars den Kaugummi-Titanen Wrigley. Die 1891 gegründete Süßwarenfirma aus Chicago (Orbit, Extra, Juicy Fruit) setzt 5,4 Milliarden Dollar um. Buffett zahlte ein beachtliches KGV von 30. Das scheint mir recht hoch.
Nehmen Sie beispielsweise H.J. Heinz: Der traditionsreiche Ketchuphersteller taxiert mit einem Gewinnvielfachen von nur 17. Die Rote-Soße-Aktie, derzeitige Notiz 47,60 Dollar, ist einer meiner Favoriten. Ebenfalls gefällt mir der Frühstücksflockenvermarkter General Mills gut. Aktuell notiert die Aktie mit 61,18 Dollar, das KGV beträgt ebenfalls nur 17. Übrigens hatte ich beide Managementteams in New York getroffen. Die vorgelegten Zahlen und Strategien von H.J. Heinz als auch General Mills überzeugten mich. Gegessen wird immer – auch in der Rezession. Konsumenten schieben etwa die Neuanschaffung eines Autos oder von Möbeln auf.
Warum nun Buffett den 30-fachen Gewinn bei Wrigley bereit war zu zahlen, ist mir ein Rätsel. Es scheint mir recht teuer zu sein.


tim schaefer (Author)

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