Banken: Zu groß für eine Pleite, Too big to fail


New York, 22. Mai 2009

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In den USA macht seit Monaten der Spruch „Too big to fail“ die Runde. Es geht um die führenden Banken und dass diese eben nicht untergehen können, weil sie zu groß sind. Im Zentrum stehen drei Institute, die überleben und immer größer werden: Bank of America schluckte den größten Hypothekenanbieter Countrywide und die Investmentbank Merrill Lynch. JP Morgan Chase schnappte sich Bear Stearns und Washington Mutual. Schließlich folgt auf Platz drei Wells Fargo, an der Warren Buffett beteiligt ist. Wells Fargo schluckte Wachovia.
Bei der Citigroup gibt es immer wieder Zweifel von Experten, ob der Gigant die Krise überstehen kann. Ich glaube: Ja, die Citi wird das überstehen. Doch hat die Citi keine Übernahmen gestemmt, ein Zeichen der Schwäche. Zwar streckte die Citigroup die Fühler nach Wachovia aus, kam dann allerdings nicht zum Zuge.
Spannend finde ich derzeit American Express. Der Kreditkartenanbieter gab diese Woche bekannt, 4000 Arbeitsplätze abzubauen. Das entspricht sechs Prozent der Belegschaft. Im vorigen Oktober hatte das New Yorker Bankhaus bereits den Abbau von 7000 Stellen gemeldet. Amex leidet unter der Krise – keine Frage: Seit sechs Quartalen in Folge sinkt der Gewinn. Von Januar bis März brach abermals der Gewinn um 63 Prozent ein.
Trotzdem ist das Papier attraktiv. Noch im Sommer 2007 lag die Notiz bei rund 65 Dollar (siehe Chart oben). Mittlerweile kostet das Papier nur noch 23,40 Dollar. Der Börsenwert 27 Milliarden Dollar. Sobald wieder das einstige Profitniveau von 3,7 bis 4,0 Milliarden erreicht wird, beträgt das Kursgewinnverhältnis nur sieben. Das ist billig. Kaufen!


tim schaefer (Author)

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