Banken räumen auf, Apple will mit iPhone in den Massenmarkt


New York, 8. Juni 2009

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Die Leid geplagten Banken wollen der US-Regierung so schnell wie möglich das geliehene Geld zurückzahlen. Es handelt sich dabei um das sogenannte TARP-Geld, dass das Weiße Haus in einem Hauruckverfahren den Geschäftsbanken im Oktober zur Verfügung stellte, um Liquiditätsengpässe zu verhindern. Die Zentralbank arbeitet nun an einem Plan, wie die Privatbanken ihre Kredite tilgen können. Zu den ersten, die sich von der Last befreien wollen, zählen etwa Goldman Sachs oder JP Morgan Chase. In den vergangenen Wochen haben die Kreditinstitute Töchter abgestoßen und frisches Geld eingesammelt. Nun sind die Bilanzen stärker. Ich rechne bei den ausgebombten Finanztiteln mit einer Rallye in den kommenden Monaten.
Procter & Gamble hat einen neuen Vorstandschef: Der hauseigene Manager Robert McDonald soll das Ruder des Konsumgüterriesen übernehmen, berichtet das Wall Street Journal vorab. Texas Instruments hob am Montag die Prognosen an, woraufhin die Aktie um vier Prozent auf 20,59 Dollar zulegte.
Der erkrankte Apple-Chef Steve Jobs will in den kommenden Wochen wieder das Ruder des Technologiekonzerns übernehmen. Heute kündigte Apple an, das iPhone (Foto) schon für 99 Dollar anbieten zu wollen. Damit tritt das Unternehmen in den Massenmarkt ein – mit einem Produkt, das als Nobelartikel galt. Sicherlich sind die Apple-Fans von dem Billigpreis nicht gerade angetan. Im Grunde können Sie Apple mit einem Modeunternehmen vergleichen. Apple ist nichts anderes wie Hugo Boss oder der Gummischlappenhersteller Crocs. Eines Tages werden die Apple-Produkte nicht mehr gefragt sein. Die Mode kommt. Die Mode geht. Daher mache ich um die Apple-Aktie einen weiten Bogen. Kein Mensch weiß, wer den nächsten Trend dominieren wird. Unberechenbar! In Apple sind zudem reichlich Vorschusslorbeeren eingepreist.
Erstaunlich, dass die Wall Street nach heftigen Schwankungen am Montag doch noch stabil bei 8.764 schloss. Wow!


tim schaefer (Author)

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