Bankaktien gehen ab wie Schmidts Katze


New York, 9. April 2009

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Wahnsinn! Die Nasdaq klettert am Donnerstag um 3,9 Prozent. Auf ein Fünf-Wochen-Hoch rannte die Technologiebörse. Ebenfalls ist der Dow in Bewegung. Der Index schießt um 246 auf 8.083 Punkte hoch. Somit haben wir die wichtige 8.000er Marke wieder überschritten. Vor allem Wells Fargo macht Freudensprünge, die Aktie legte um 30 Prozent zu. Die Bank hat drei Milliarden Dollar im ersten Quartal verdient. Analysten hatten mit allenfalls der Hälfte gerechnet. Warren Buffetts Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway kletterte heute um fünf Prozent. Der Grund: Buffett hält ein großes Aktienpaket an Wells Fargo. Alles in allem gibt es neue Hoffnungen auf ein Ende der Finanzkrise.
Bankaktien schossen heute allesamt nach oben. Es kann ja auch nicht sein, dass die gesamte Branche verschwindet. Im Gegenteil. Wer diese Krise übersteht, wird gestärkt aus ihr hervorgehen. Ich habe vor wenigen Wochen Citigroup-Aktien eingesammelt. Die FED senkte die Leitzinsen auf Null Prozent. Insofern können sich die Finanzdienstleister das Geld praktisch ohne Kosten von der FED ausleihen und für deutlich mehr an die Konsumenten weiterreichen. An der Zinsdifferenz verdienen sich die Banken eine goldene Nase. Hypotheken mit 30-jähriger Zinsbindung kosten um die fünf Prozent aktuell.
Wären da nicht Leichen in den Bilanzen der Banken, würden die Aktien auf Rekordhöhen notieren. Aber das Thema mit den faulen Krediten scheint auch bald bereinigt. Jedenfalls wurden die Kurse der Banken brutal in den Keller getrieben. Es ist Zeit für eine kräftigte Erholung. Ich kaufe jedenfalls ausgebombte Bankaktien.


tim schaefer (Author)

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