Baidu und OpenTable heben ab


New York, 11. Februar 2010

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Jeden Tag könnte ich stundenlang die Zeitungen lesen. Aber ich versuche mich zu fokussieren. Bevorzugt greife ich zur „New York Times“ und zum „Wall Street Journal“. Beide Blätter sind wirklich gut gemacht. Ab und an werfe ich einen Blick in „Barrons“ oder die vielen Boulevardblätter.
In der Donnerstagausgabe der „New York Times“ fand ich das Interview mit dem Berater George Cloutier amüsant. Der 63-jährige selbständige Unternehmensberater hat gerade ein Buch herausgebracht. Der Titel sagt alles: „Profits Aren`t Everthing. They’re the Only Thing“ – mit anderen Worten: Es geht nur um die Profite, und um sonst nichts. In dem Gespräch mit der Times beklagt sich Cloutier darüber, dass die Geschäftsleute die Wirtschaftskrise als Grund für schwache Umsätze und Gewinne verantwortlich machen. Das sei aber nicht unbedingt der Grund. Es sei eine Ausrede. Hier geht es zum Interview.
Mich überrascht weiterhin die Kursrallye der chinesischen Suchmaschine Baidu.com. Die Aktie stürmte auf ein neues Allzeithoch bei 487 Dollar. Zugegeben, der Gewinnsprung um 48 Prozent im vierten Quartal war prächtig und auch die angehobene Prognose kann sich sehen lassen. Dennoch halte ich die Aktie für zu teuer. Der Börsenwert beträgt nun abenteuerliche 17 Milliarden Dollar. Selbst wenn im laufenden Jahr eine Milliarde Dollar Umsatz zusammen kommen sollte, wird die Bude mit dem 17-fachen Umsatz bewertet. Das ist zuviel des Guten.
Im Sommer 2009 ging OpenTable, das Restaurant-Online-Reservierungssystem, an die Börse. Jetzt hob die Aktie endlich ab. Der Kurs explodierte allein am Mittwoch um 22,7 Prozent auf 30,66 Dollar. Der Laden brummt, immer mehr Restaurants lassen sich in die Datenbank OpenTable.com gegen eine Gebühr aufnehmen. Guten Appetit!


tim schaefer (Author)

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