Aufwärtstrend setzt sich fort, Manager verzichten auf Bonus


New York, 25. November 2008

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Am Dienstag schwankte Wall Street zwischen einem Plus und Minus im Tagesverlauf. Am Ende des Tages behielten jedoch die Optimisten die Oberhand. Um 36 Punkte höher schloss der Dow Jones bei 8.479 Zählern. Es war der dritte Tag in Folge, dass die Kurse stiegen. Viele Vorschußlorbeeren erhält derzeit Barack Obama. Der neue Präsident der USA übernimmt am 20. Januar die Regierungsgeschäfte von George Bush. Sein Team und seine Ministervorschläge stoßen auf große Zustimmung – selbst unter den Republikanern gibt es viele positive Reaktionen.
Die Citigroup-Aktie hat sich seit dem Rettungsplan der Regierung kräftig erholt. Notierte der Titel vorige Woche noch bei 3,11 Dollar im Tief, kletterte heute der Kurs auf 6,08 Dollar. Der Börsenwert erreicht dennoch nur noch lausige 33 Milliarden Dollar. Der Börsenwert von JP Morgan Chase oder Wells Fargo sind dreimal so groß. Selbst Bank of America ist mit 67 Milliarden doppelt so groß. Auch U.S. Bancorp ist mit ihren 44 Milliarden Dollar Marktwert deutlich größer. Kurzum: Zwar ist die angeschlagene Citigroup nach der Finanzspritze aus Washington aus dem Schneider. Doch hat die Krise den einstigen Primus in die zweite Reihe der Banken abrutschen lassen.
In den USA reißt die Kritik an gierigen Vorständen nicht ab. So müssen sich die Manager der Automobilhersteller fragen lassen, warum sie mit Firmenjets nach Washington geflogen sind. Dort hatten sie um Milliardenhilfen bei Parlamentariern gebettelt. Der Fernsehsender CNN hatte die Jets gefilmt und nach dem Sinn solcher teuren Privatflüge gefragt. Endlich greifen die Medien die Geldverschwendung auf. Endlich fordern sie die Vorstände auf, auf ihre Bonuszahlungen dieses Jahr zu verzichten. Es passt nicht ins Bild, nach Steuergeldern zu rufen, Tausende Arbeitsplätze zu streichen und gleichzeitig das Geld im großen Stil für eigene Zwecke aus dem Fenster zu werfen. Ford hat im Rahmen der aufkommenden Kritik ganz schnell gehandelt und zwei Firmenjets verkauft. Die Goldman-Sachs-Führungsspitze verzichtet neben anderen Adressen auf Bonuszahlungen dieses Jahr. Es tut sich was. Gut so!


tim schaefer (Author)

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