Apple Allzeithoch, Ford 5-Jahres-Top, Palm Jahrestief, GE rauf


New York, 17. März 2010

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Weiterhin befindet sich die Wall Street im Höhenflug. Der Dow Jones kletterte am Mittwoch auf 10.733 Punkte. Viele Kurse brechen aus. Einfach alles scheint auf dem Weg nach oben zu sein. Und das ist kein Wunder. Wie viel Rendite kriegen Sie für Ihre Festgelder, für Ihre Sparbücher, für ihre Barmittel? Ein halbes Prozent? Vielleicht ein lausiges Prozent? Viel mehr aber auch nicht. Gleichzeitig gibt es zuhauf Aktien, die Dividendenrenditen von drei Prozent abwerfen. Zudem haben Sie die Chance, dass der Kurs weiter in die Gänge kommt, wenn Sie einsteigen.
Die Menschen drängen also zurück an die Aktienmärkte. Den Schock über den Crash haben wohl die ersten Wagemutigen verdaut. Apple befindet sich nahe des Allzeithochs. Aktuell 224 Dollar. Mächtige 203 Milliarden Dollar bringt der clevere Computer-Bauer (MAC, iPhone, iPod) auf die Börsenwaage. Apple ist das drittmächtigste Unternehmen in den USA nach Exxon Mobil und Microsoft, die Börsenwerte von 318 beziehungsweise 260 Milliarden Dollar aufweisen. Fast täglich erklimmt Apple ein neues Hoch. Dagegen befinden sich wenige Werte auf Talfahrt. Einer der größten Verlierer ist der Hersteller von Smartphones, Palm. Die Aktie befindet sich aktuell auf einem neuen Ein-Jahres-Tief bei 5,37 Dollar. Dabei kursieren Übernahmegerüchte. Der PC-Bauer Dell gilt als Interessent. Palm hortet immerhin 200 Millionen Dollar Cash und hat keine Schulden.
Auf einer Rekordfahrt befindet sich Ford Motor. Gerade hat die Aktie ein Fünf-Jahres-Hoch bei 14,10 Dollar überwunden. Wahnsinn! Ford profitiert von der gegenwärtigen Schwäche des Rivalen Toyota. Die Japaner werden von einer Rückrufaktion wegen eines klemmenden Gaspedals heimgesucht. Die US-Medien hatten natürlich ausführlich berichtet. Toyotas Pedal-Problem ist unangenehm, immerhin gab es Todesfälle. Daran wird jedoch nicht der Weltmarktführer zugrunde gehen. Im Gegenteil, die Toyota-Aktie ist für mich ein Kauf. Ford wird von den US-Verbrauchern außerdem bevorzugt, weil sich General Motors und Chrysler in Insolvenzverfahren befinden.
Aus einer monatelangen Seitwärtsbewegung hat sich nun der Kurs von General Electric gelöst. Das Konglomerat, aktueller Kurs 18,04 Dollar, hat angekündigt, die Dividende anheben zu wollen. Binnen Jahresfrist legte die GE-Aktie schon um 80 Prozent zu. Ich hatte kürzlich übrigens die Gelegenheit, mit General-Electric-Steuermann Jeffrey R. Immelt am Rande einer Veranstaltung in Manhattan zu plaudern. Er war ausgesprochen nett und lobte Deutschland in den höchsten Tönen. Sie müssen wissen: In New York finden jeden Tag unzählige Konferenzen statt. Es sind so viele, dass ich als gar nicht weiß, wo ich zuerst hingehen soll. Das ist einer der Gründe, warum diese Stadt so interessant ist. Das Foto oben machte ich von Jeffrey Immelt, als er mit Intel-Chef Paul Otellini eine umfangreiche Kooperation im Healthcarebereich verkündet hat.


tim schaefer (Author)

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