Anna erbte 38.000 Euro – alles verzockt


New York, 29. Dezember 2016

Die meisten Menschen können nicht gut mit Geld umgehen. Sie lieben den Konsum und die Spekulation.

Anna M. erbte 38.000 Euro. Anstatt das Geld sinnvoll anzulegen, geht sie in die Spielhölle und verzockt alles. Sie wird spielsüchtig. Sie häuft Schulden an. Sie lügt ihre Familie an. Selbst eine Therapie hilft ihr nicht. Erst ein Acht-Wochen-Aufenthalt in einer Klink bringt sie weg von dem Wahnsinn.

Was ist der Grund für ihre Zockerei? Es ist der Irrglaube „Schnell reich werden zu können“. Die Leute glauben, es funktioniert. Es ist ein Traum, der im Desaster endet.

So endete auch der Goldrausch vor über einem Jahrhundert im Elend. Manch einer starb sogar in den Bergen auf der Suche nach Goldklumpen. Ähnlich war es am Neuen Markt oder während der Hauspreisblase in den USA vor zehn Jahren.

Millionen Deutsche spielen Lotto regelmässig. Sie geben um die 1.000 Euro im Jahr aus, obwohl die Hälfte des Einsatzes in den Taschen des Staates landet. Die Menschen träumen davon, Millionär zu werden. Obwohl es im Prinzip nahezu unmöglich ist.

Wenn Du ein Lottospieler bist, ist es ratsam es sofort einzustellen. Wer vom 20. Lebensjahr bis zum 65. Geburtstag 1.000 Euro im Jahr stattdessen ein einen ETF-Sparplan investiert, hat 150.000 Euro zum Rentenantritt zusammen. Ich unterstelle einen Zinssatz von fünf Prozent.

ETFs sind besser als Lotto. Das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand. Das eine ist eine Spekulation, das andere eine vernünftige Investition.

Lotto ist so strukturiert, dass Du Geld verlierst (und nicht gewinnst). Es sind die hohen Gebühren (50%) daran schuld. Nur die Hälfte Deines Einsatzes landet im Spieltopf.

Selbst wenn ein Jackpot gewonnen wird, ist es meist ein Fluch als ein Segen. Denn dann beginnen die Probleme. Geld verstärkt Probleme, die jemand hat. Es kann aber auch die guten Instinkte einer Person fördern. Denken Sie an die guten Taten von Bill Gates, Warren Buffett oder Michael Bloomberg, die enorme Vermögensteile spenden.

Die meisten werden aber vom Geld problematisch beeinflusst. Wer ein Minderwertigkeitskomplex hat, wird ganz schnell das Geld in Statussymbole investieren: Dicke Autos, Villen, Jacht usw.

Profisportler haben zuweilen das Problem. Kaum haben sie die Millionen auf dem Konto, ist das Geld schon wieder weg. Denken Sie an Profi-Boxer Mike Tyson, der 500 Millionen Dollar verpulvert hat.

Denken Sie an diese deutschen Promis, die in die Pleite schlitterten.

Geld offenbart, wo das Herz sitzt.

In den USA ist das Dilemma bekannt. Daher vererben Reiche ihr Vermögen bevorzugt per „Trust Fund“. Sie legen in dem Trust vorab exakt fest, wie viel der Erbe maximal pro Jahr entnehmen darf, sagen wir vier Prozent. Der Rest des Erbes bleibt geschützt.

Ich höre als Leute, die ein Obdachlosen- oder Tierheim bauen wollen, wenn sie die Million gewinnen würden. Aber schnell ist das Geld weg. Dann kommen zudem Verwandte und Freude angekrochen, die etwas abhaben möchten. Manch einer wird sich „nur etwas leihen“ wollen. Das Geld siehst Du nie wieder.

Am besten wäre es wohl, wenn Du ein Zuhause hast, tilge die komplette Hypothek. Hast Du kein Eigenheim, kaufe ein moderates Haus mit Cash vom Jackpotgewinn. Kaufe ein vernünftiges Auto (falls Du überhaupt eines brauchst) oder nutze weiterhin den ÖPNV. Mache allenfalls einen kleinen bodenständigen Urlaub. Bleibe jedenfalls stets bodenständig.

Gebe nichts an die Verwandtschaft. Die werden Dich wie Vampire aussaugen und Dich nicht besser behandeln. Gebe keinen Cent an Prostituierte, Alkoholiker, Drogenabhängige, Kasinos, Hilfsbedürftige oder Obdachlose.

Du musst erst an Dich selbst denken. Das klingt extrem egoistisch. So ist es aber. Du musst den gesunden Menschenverstand einsetzen. Wenn Du anfängst, das Geld zu verteilen, schmilzt es schneller weg wie Eis in der Sonne.

Welcher Superreiche spendet einen Großteil seines Vermögens sofort? Mir fällt keiner ein. Die meisten Hilfsbedürftigen brauchen in erster Linie Zeit/Rat/Tat von anderen Menschen und nicht Dein Geld.

Ich fasse das Gedankengut der finanziellen Freiheit zusammen: Die meisten Menschen können nicht gut mit Geld umgehen. Mit der richtigen Einstellung kannst Du indes einiges erreichen. Wer sich anstrengt, kann die Million ansparen, und zwar mit einem System. Ich meine damit Aktien oder einen ETF-Sparplan. Es geht. Ein Ziel stecken. Und alle Energie einsetzen. Es gibt allerdings Hürden: Wenn Dein Partner/Partnerin nicht auf der gleichen Wellenlänge ist, besteht ein Problem.

Du kannst übrigens den Charakter einer Person am Umgang mit Geld erkennen. Wenn Du Dir die Privatfinanzen von Politkern anschaust, weißt Du einiges über sie. Wer eigenverantwortlich ist, hat gute Privatfinanzen. Wer keine Selbstdisziplin hat, hat Schuldenberge. Ich bin übrigens von der Bodenständigkeit unserer Kanzlerin beeindruckt. Ich finde es super, dass Angela Merkel selbst im Supermarkt einkaufen geht.

Ich hasse Schulden. Ich war schon immer diszipliniert. Ich bin finanziell frei. Ich schmiedete den Plan, als ich 15/16 Jahre alt war. Zwischenzeitlich habe ich Dummheiten begangen, aber zum Glück zurück auf den Pfad gefunden. Neue Autos haben mich nie sonderlich gejuckt. Kasinos oder Lotto auch nicht. Gesundheit und Fitness stehen schon lange auf meiner Agenda. Ich bin kein Fan von Fast-Food. Ich koche mein eigenes Gemüse. Ich finde Discounter wie Aldi oder Lidl cool. Ich weiß, wie ich Geld sparen kann: Indem ich trendige Werbeprodukte nicht kaufe. Ich kaufe nur das, was ich BRAUCHE und nicht das, was ich mir WÜNSCHE.

Ich habe noch einen Tip für Paare: Ehepaare sollten in der Lage sein von einem Einkommen zu leben. Das zweite Einkommen (falls vorhanden) sollten Paare sparen. Ein anderer Tip ist: Du sollst Dich vor Schulden fürchten.

Das größte Sparpotential steckt in den Bereichen Essen, Transport und Wohnen. Das sind die größten Geldgräber wie diese Grafik zeigt:

Die Formel für finanzielle Freiheit ist einfach: Sparen führt zum Investieren. Investieren führt zur Sicherheit. Sicherheit führt zu Freiheit. Freiheit führt zu Zufriedenheit. Bist Du frei und zufrieden, kannst Du anderen mit Rat und Tat helfen. (Daher schreibe ich diesen Blog.)

Ich kenne Leute, die stecken im Schuldensumpf fest. Der Grund: Sie möchten immer die neuesten Elektronikspielzeuge haben, sprich Handy, Flach-TV, Auto, Tablet, Fernbedienung, Lampen, Geschirrspüler, Herd, Ofen, Kühlschrank… Ich habe Kohle. Mir ist es aber egal, welches Modell mein Handy ist. Und ja, auf dem Weg in die finanzielle Freiheit habe ich dumme Fehler gemacht – saudumme sogar. Ich werde darüber noch schreiben.

Ich habe die Grundprinzipien der finanziellen Freiheit gestern kurz in einem Video skizziert:


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Anna erbte 38.000 Euro – alles verzockt

  1. Christoph

    Guten morgen

    also tim dieses mal gefallen mir deine Äußerungen nicht.

    gerade die super reichen sollten nicht erst mit dem tod sondern viel früher vernünftig spenden oder was aufbauen.

    Nehmen wir zuckerberg.

    er könnte schon jetzt 10 Milliarden für Brunnen in afrika, Medizin in ärmlichen ländern, tierreservarte usw spenden.

    er hätte danach noch immer extrem viel geld.

     

    wenn ich zb morgen im Lotto gewinnen würde was spräche dagegen mit zb einen Porsche und eine Villa zu kaufen? man muss auch mal die Wirtschaft am laufen halten.

    Allerdings würde ich zu allererst Aktien kaufen.

    Nehmen wir die 90 mio dann wären das zb bei coca Cola über 200k jeden Monat.

    da würde ich sicher kein Flugzeug usw kaufen oder nur rauschende partys feiern. aber ich würde mir definitiv eine villa wahrscheinlich in der sonne kaufen.

    Was bringt mir das geld, was sich ja weiter vermehren würde, wenn ich damit nichts mache?

    Genau nix. dann doch lieber anlegen und auch mal träume erfüllen. sei es ne Weltreise oder ein flug ins all usw.

    vor allem sollte man auch gutes tun. das kann ja auch anonym sein.

    Und es kommt ja auch auf das Verhalten der Verwandtschaft und Freunde an ob man was gibt.

    aasgeier würde ich nicht unterstützen oder faule leute.

    ne bekannte ist in meinem alter. ständig arbeitslos, job Verlust immer weil andere schuld sind und sich dann über die geringe hartz 4 Erhöhung aufregen.

    da würde ich nichts geben.

    ich kenne aber zb tier retter die tag und Nacht für wirklich not leidende tiere da sind, diese aus schlimmen Verhältnissen holen.

    denen würde ich dann gerne was für die tierretung spenden und vielleicht auch mal einen schönen Urlaub schenken.

    ich finde Menschen schlimm die wirklich reich sind das geld aber horten und nichts an die Gesellschaft zurück geben. es muss ja keine Yacht sein. aber im vernünftigem Rahmen sollte man konsumieren.

    denn wenn diese mal auf dem sterbebett liegen können die nur sagen

    ich hab 100 mio auf dem Konto

     

    bei meinem „Weg“ würden die sagen ich hab 50 mio auf dem Konto und soviel gutes getan.

  2. Guy Incognito

    Hi zusammen,

    ja, das Thema Spielothek. Gut dass, das angesprochen wurde. Auch ich war gelegentlich Gast in solchen Läden. Ein mal in zwei / drei Monaten und habe 5-10 Euro in den Automaten geworfen. Ist aber schon lange vorbei, die Zeit.

    Es ist schon sehr interessant, was da für Publikum rumläuft. Vom Druckerei-Erben mit seinem Hilfsarbeiter, Prostituierte, einige Arbeiter, die es nicht mal geschafft haben sich umzuziehen, also in Arbeitskleidung samt Zollstock in der Gesäßtasche, die gleichzeitig auf drei Automaten spielen. Aber auch einige Rentner mit dicker Karre. Das ist schon krass.

    Es ist schon schade, wie einige mit ihrem Geld umgehen und es sind vor allem die Leute, die schon eh‘ fast nichts haben und vom schnellen Geld träumen.

    Nochmal zum Druckerei-Erben. Die Firma ist vor zwei Jahren Pleite gegangen.

     

     

  3. Bankenmärchen

    Das gleiche hat man doch im Internet mit den CFD-Anbietern und den binären Optionen. Weil die Leute ja reihenweise schnell Reich werden, nehmen die die Geschäfte sogar auf ihr eigenes Buch, d.h. sie gehen die gegenläufige Position ein und verdienen sich eine goldene Nase. Schneller Vermögensaufbau funktioniert – in einem von 1000 Fällen. Du kannst dieser eine sein oder du bist der, der nur Kohle verliert.

  4. Felix

    „Man muss auch gönne könne“, sagt der Kölner. Lasst doch den Leuten ihre Lottoillusionen, sie haben ja sonst wenig. Einmal in der Woche füllen sie halt für 10 € so einen Schein aus.

    Ich weiß, wenn sie den 40 Jahre in ETFs angelegt hätten, hätten sie 200.000 oder so.  Das dürften sie allerdings nie ausgeben und würden nie etwas davon haben. Und so haben sie jede Woche einen kleinen Nervenkitzel und unsere Staatskrake freut sich auch und unser Staat braucht ja wie ein Junkie immer mehr Stoff.

  5. Guy Incognito

    @Bankenmärchen

    Ganz schlimm ist die BUX oder BD-Swiss Werbung auf N-TV oder N24. Da wird suggeriert, dass jeder Depp ganz viel Geld, einfach so nebenbei mit dem Trading verdienen kann. Unvergessen die „Hotelangestellte“. 🙂

  6. Fit und Gesund

    oh Tim, was für eine Gruselgeschichte, kann und möchte ich mir gar nicht vorstellen sowas…

    ich spiele weder Lotto noch sonstwas, könnt‘ ich das Geld genauso in den Gully werfen, spiele ich nicht mit, kann ich nix gewinnen 🙂 aber würde ich „gewinnen“, so würd ich kein Laut geben und sofort noch eine Wohnung kaufen oder es in Aktien anlegen.

    Als ich Kind war ist mal Jemand gestorben und hat ein stattliches Vermögen dem örtlichen Tierheim vermacht, stand lange in der Zeitung, der Betreiber hatte grosse Pläne, als Erstes gab es mal ne dicke fette neue Karre, dann wurde wohl bisschen was umgebaut und auf’s mal war Alles weg…also wie im wirklichen Leben, ich sag immer „was nix kostet (oder wofür Du nicht selber gespart hast), taugt nix, Spenden würde ich nur für Projekte Hilfe zur Selbsthilfe, alles Andere kann ich nicht unterstützen, wobei das bei Tierprojekten natürlich so nicht möglich ist.

    Jemand der im Spiel gewinnt hat nix tun müssen, er schätzt nicht den Wert des Geldes, er hat einfach nur Glück gehabt und das Glück ist immer flüchtig, ich muss arbeiten für mein Geld, ich schätze es darum viel eher. Ich kann mir ganz schlecht vorstellen dass mich ein Porsche oder eine Villa reizen würden, das passt nicht zu mir, es wäre nur ein oberflächliches sich zur Schau stellen und ich brauche sowas garantiert nicht, ruft ausserdem nur Neider auf den Plan, völlig unnötig….

     

  7. Gurki

    Wenn ich es nicht vergesse, dann spiele ich zu meinem Geburtstag Lotto. Meist vergesse ich es aber 😀

    @An all diejenigen die meinen sie würden sich als Lottomillionär nix kaufen: Das sagt ihr jetzt, weil ihr jetzt keine mehreren Millionen habt. Habt ihr sie dann aber doch, würdet ihr euch 100%  was schönes teures, luxuriöses kaufen. Ein großes Haus und ein schickes neues Auto. Den Rest mögt ihr eventuell investieren, aber ihr würdet euch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit was neues anschaffen! Warum auch nicht? Ihr habt doch dann das Geld. Jetzt kann man viel rumtönen 😉

     

  8. Couponschneider

    Ich habe mir mal die deutschen Promi-Pleitiers angeschaut. Viele haben ihr Geld in Ost-Immobilien versenkt. Da war wohl die Idee, dem Fiskus ein Schnippchen schlagen zu können, Vater des Gedanken.

    Es ist auch unglaublich: Anfang der 90er hätte man DAX-Werte wie blöde kaufen sollen. Das ging danach ab wie Schmidts Katze. Stattdessen: Ost-Immobilien.

    Meine Schwester erzählte – sie arbeitet in einer Kanzlei und hat viel mit Insolvenzen zu tun – dass sie gerade viel mit Schiffsfonds zu tun haben und dass das alles sehr betrüblich für die Anleger sei, mit Nachschusspflichten, Rückzahlungen von bereits ausgeschütteten Gewinnen usw. usf. Und auch hier wollte man wieder Steuern sparen.

    Ich halte mich vom grauen Kapitalmarkt, von Steuersparmodellen und auch von Immobilien fern. Ich denke, dass ich damit gut fahren werde. Um vermögend zu werden, muss man nicht grandios tolle Entscheidungen treffen, die nächste Apple-Aktie erwischen. Man muss nicht die bescheuertesten Entscheidungen meiden. Ich habe mich schon gegen das Rauchen entschieden und gegen den Alkoholkonsum. Ich meide Riester, Bausparen und Kapitallebensversicherungen. Steuersparmodelle jucken mich nicht, daher lasse ich auch die Finger von Filmfonds und Schiffsfonds. Selbst wenn ich das Geld nun nicht in Aktien angelegt hätte, ich hätte doch einiges auf der hohen Kante, mindestens sechsstellig.

  9. Couponschneider

    Hätte ich die Lotto-Million, ich würde mir schon ein kleines Häuschen kaufen. Als Refugium sozusagen. Das wäre Liebhaberei und ich mag die Stille und die Natur. Ich hätte also wirklich etwas davon. Aber verschulden würde ich mich dafür nicht. Ich bin ja auch ein praktisch denkender Mensch und würde nun auch nicht in die Wallachei ziehen wollen, um dann jeden Tag einen enormen Arbeitsweg zu  haben. Für das Refugium würde ich aber auch ein Portfolio anlegen, um die laufenden Kosten durch Dividenden gedeckt zu haben.

    In meiner Umgebung verschulden sich die Leute für ihre Immobilien. Einer hat auch das Geld rausgehauen für eine Immobilie in Irland, aber vermieten will er nicht. Nun muss er viel Geld ausgeben, um überhaupt dorthin zu gelangen, er braucht Service-Kräfte, die nach dem Rechten schauen. Er ist aber nun nicht stinkreich, um es aus der Portokasse zahlen zu können. Das sind die Fehler der Mittelschicht. Bei aller Selbstverwirklichung stürzt man sich in den Konsum, bis nichts mehr da ist. Es wird geprahlt, bis der Kuckuck kommt. Die Fassade wird auf Biegen und Brechen aufrechterhalten. Für die wirklich wichtigen Sachen fehlt dann das Geld und die Zeit. Da hat man nun schon so viel Geld für den Klimperkram ausgegeben, also muss man sich auch drum kümmern. Ein Auto habe ich nicht. Es geht mir nicht nur um den Anschaffungspreis, sondern vor allem um die laufenden Kosten, finanziell wie zeitlich: Versicherung, Benzin, Reparaturen, Parplatzgebühren und Parkplatzsuche, TÜV.

    In meiner Straße ist alles zugeparkt. Reißen die Stadtwerke irgendwo die Straße auf, um an die Strom- oder Gasleitung zu kommen, führt dazu seinem Halteverbot über vier, fünf Autolängen. Es gibt dann einen Dominoeffekt: Die Leute der betroffenen Straße weichen aus, parken in anderen Straßen. Dann fehlen dort die Parkplätze für die dortigen Anwohner. Die wiederum weichen aus. Mein Fahrrad steht immer vorm Haus. Und sollte da alles weg sein, dann kann ich immer noch mein Fahrrad mit in die Wohnung nehmen oder ein den Keller bringen.

     

     

  10. Skywalker

    Ich habe mich verschuldet:

    3 Eigentumswohnungen. Schon jeweils ca. 50 % abbezahlt. Bringen über 1.000 Euro im Monat.

    + für die Selbstständigkeit. Läuft an, macht Spaß, hoffe in 2-3 Jahren bin ich hier wieder schuldenfrei.

     

    Investitionen sind wichtig, man braucht Schulden dafür. Die Wohnungen hätte ich niemals ohne schulden kaufen können. Sie zahlen sich alleine ab, ich muss 0 Euro im Monat zuschießen. 15 Jahre nach Kauf gehören sie mir.

    Nebenher noch ein Aktiendepot aufbauen und wenn Gott will in 20 Jahren in den durchaus auch luxuriösen Ruhestand gehen, das ist der Plan!

  11. Erfolgsmaschine

    Ich spiele zwar selber kein Lotto, aber ich kann es mir gut vorstellen, warum viele Menschen so viel Geld für Lotto ausgeben. Die Zahl (1000 Euro) im Jahr hat mich schon überrascht. So viel Geld wird investiert in ein Lottoschein, aber am Ende haben sie keinen Cent daran verdient. Meiner Meinung nach denken viele Lotto Spieler, dass es ja nur paar Zahlen sind, die richtig sein müssen. Irgendwann werde ich schon mal richtig liegen. Man kriegt das Gefühl vermittelt, dass die Millionen greifbar nahe sind. Jedoch bleibt es für die meisten eine Illusion.

    Ich stimme dir auch zu, dass wenn man als Armer Mensch nicht mit Geld umgehen kann, dann wird es auch mit paar Millionen nicht klappen. Das Geld ist dann schneller weg, als es gekommen ist.

    -Erfolgsmaschine

     

  12. PIBE350

    An Gurki: Du verdrehst hier leider etwas. Es sind in erster Linie die Lottospieler, die sich große Häuser und edle Autos wünschen, ansonsten würden sie nicht spielen.

    Ich träume davon nicht, aber selbst wenn es so wäre: Lottospielen ist kein erfolgsversprechender Weg. Ich setze lieber auf langsameren, aber stetigen Vermögensaufbau.

    Lottospielern ist dieser Weg zu mühsam, aber er hat einen entscheidenden Vorteil, den Fit und Gesund bereits genannt hat: Die eigene Persönlichkeit wächst mit dem steigenden Vermögensstand mit: Man beweist, dass man gut mit Geld umgehen kann und es wertschätzt. Jemand, der 1.000 Euro angespart hat, qualifiziert sich für 10.000 Euro. Jemand, der 10.000 Euro angspart hat, qualifiziert sich für 100.000 Euro. Usw. 😉

  13. Kall

    Bonjour Tim,

    da hast du es aber zum Jahresende noch einmal richtig „krachen“ lassen. Ich stimme vielen deiner Positionen zu. Heute widerspreche ich allerdings an einigen sehr vehement.

    Sorry-ich bewundere die Zuckerbergs und Buffets etc. nicht. Sie haben wie Buffett klug investiert, oder wie Zuckerberg eine geniale Idee (übrigens hinter dem Rücken seiner Freunde) realisiert. das kann man anerkennen. Ihre „Spenden“ sehe ich sehr kritisch. Sie alleine und ein Stiftungsrat bestimmen die Verwendung der Mittel. Demokratische Mitsprache Fehlanzeige. Steuerlich sind Stiftungen für Vermögende grandiose Sparmodelle. Das soll ich bewundern?
    Bewundern würde ich Menschen und eine Gesellschaft, die den erwirtschaftenden Reichtum gerecht verteilt. Ja, es gibt Hartz IV Empfänger, die kein Bock zur Arbeit haben. So wie Milliardäre, die in die Karibik Steueroasen nutzen. oder Fußballstars, die das Wappen küssen, um nächste Woche einen anderen Millionenvertrag zu unterschreiben. Wer richtet den höheren Schaden an? Ganz zu schweigen von den Zocken bei Goldman Sachs etc.
    Ich finde, es ist ein Übel unserer Zeit, dass Einzelne über 40 Mrd. € verfügen und ganze Staaten ausbluten.
    Damit zu Merkel. Sie hat in der Flüchtlingsfrage (da bin ich wahrscheinlich eine Minderheit) verantwortungsethisch human gehandelt. Davor habe ich Respekt. Griechenland hat sie gemeinsam mit Schäuble kujoniert.Klar gab es dort Nespotismus. Den muss man trockenlegen. Aber die Zeche haben die normalen Menschen gezahlt. Gesundheitssystem kaputt, Armut ohne Ende, eine Jugend in Griechenland, Italien und Spanien ohne Perspektive-das sind die Resultate der Merkelschen Austerität. Aber die Banken sind „gerettet“.
    Lotto /Spiel: Leider stimme ich da zu. Das ist – frei nach Marx- das Opium der kleinen Leute. Ich tippe auch mal Fußballspiele mit einem oder zwei €. Aber just for fun. Wer darauf setzt, damit Geld zu verdienen, hat schon verloren.

    Ich wünsche allen einen guten Rutsch und viel Erfolg im Neuen Jahr!
    Kall

  14. Paul Anleger

    Hallo Tim, hallo Bloggemeinde,

    ich lese hier schon eine Weile mit und kann Tim in vielen Punkten nur zustimmen. Ich investiere nach einigen Pleiten (z.B. Griechenlandanleihen) nun schon seit einiger Zeit nur noch in Dividendenaktien, um eines Tages auch finanziell unabhängig zu werden. Mein Problem ist, dass ich das nur gegen großen Widerstand meiner Frau tun kann, da sie Aktien für Zockerei hält. Lieber das Geld aufs „sichere“ Sparbuch gepackt! … Hat jemand unter euch ähnliche Probleme?  Wie kann man die Skeptiker überzeugen?  Wenn ich ihr den Depotauszug mit aktuell ca. 20% Plus zeige, hilft das leider auch nicht viel…

    Viele Grüße und Gesundes Neues!

    Paul

     

  15. Mattoc

    Hallo zusammen,

    eine Lanze muss man für die Lottospieler aber mal brechen:

    Man kann das Geld für Lotto auch als eine Risikoprämie für ein sehr unwahrscheinliches positives Ereignis sehen. Schließlich sind die meisten Menschen auch mit anderen Versicherungen heillos gegen sehr unwahrscheinliche negative Ereignisse versichert.

    Und: Wenn von jemandem im Jahr 1000 Euro für Lottoscheine ausgegeben werden und 50% der Einzahlungen wieder an die Spieler zurückfließen, dann bekommt er 500 Euro im Jahr auf unendliche Sicht zurück. Es ist also immer noch schlimm, aber nur halb so schlimm. 😉

    Kommt gut ins neue Jahr.

    Mattoc

  16. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Der Portfoliomanager

    Es gibt in Deutschland 20 bis 22 Millionen Lottospieler. Diese geben im Schnitt weniger als 1000 Euro im Jahr aus. Es wird aber sicherlich einige Millionen geben, die auf eine solche Summe kommen.

    Jedenfalls ist Lotto Quatsch. Es ist Perlen vor die Säue geworfen. Reichtum baut man auf, indem man smart spart und die Risiken eindämmt.

    http://lotto.nobochamp.de

     

    @ Christoph

    Das mit dem Spenden und Konsumieren ist alles eine schwierige Frage. Wenn Du 1 Million gewinnst und Du dann eine Villa plus Porsche kaufst, ist schnell die Kohle weg.

    Sagen wir, Du gibst jedem Obdachlosen 100 Euro, den Du siehst, dann kann sich das schnell aufsummieren. Du wirst viele Leute haben, die versuchen werden, von Deinem Gewinn etwas abzubekommen. Es ist alles komplex. Wo ziehst Du die Trennlinie? Jackpotgewinner mit „einem zu guten Herz“ (die nicht „Nein“ sagen können) sind schnell arm.

     

    @ Guy Incognito

    Die Leute in der Spielhalle tun mir leid. Es ist eine Sucht.

     

    @ Bankenmärchen

    Das stimmt. Binäre Optionen und CFDs sind eine Art Spielhalle, die zur -hölle werden kann.

     

    @ Fit und Gesund

    Ich stimme Dir zu. Die Angeberei mit Porsche, Villa, Yacht macht das Leben nicht angenehmer, sondern komplizierter. Der ganze Kram bringt nicht mehr Zufriedenheit.

    Ok. Vielleicht kann man sich so jemanden „angeln“, der/die um einige Dekaden jünger ist, aber ob das die Traumliebe wird?

     

    @ Couponschneider

    So habe ich mich auch entschieden: Gegen das Rauchen (führt zu Zahnverlust und Falten, Krebsgefahr). Gegen den Alkoholkonsum (Demenzgefahr). Ich meide Riester, Bausparen und Kapitallebensversicherungen (Rendite-Töter). Gegen Steuersparmodelle (Du musst Verluste machen, um etwas Steuern zu sparen – so ein Blödsinn). Gegen Filmfonds und Schiffsfonds.

     

    @ Skywalker

    Das klingt gut. Du hast ein Ziel. Und strengst Dich an! Klasse.

     

    @ Erfolgsmaschine

    Wie gesagt, von den 20 Millionen Lottospielern in Deutschland sind bestimmt ein paar Millionen darunter, die 1.000 Euro im Jahr dafür ausgeben.

    Mit solchen Schlagzeilen werden die Spieler motiviert, mehr Geld für Lotto auszugeben:
    https://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article209117743/Lotterie-Rekord-90-Millionen-Euro-im-Eurojackpot.html
     

    @ PIBE350

    Du hast das gut auf den Punkt gebracht. Lieber langsam, stetig, sicher reich werden per Investition als per Spekulation (mit hohem Verlustrisiko).

     

    @ Kall

    Ich finde Buffett und Zuckerberg kultig. Sie spenden enorme Summen. Und sie sind bodenständig. Sie sind nicht eingebildet. Sie verzichten auf unnötigen Luxus.

     

    @ Paul Anleger

    Finanzbildung ist schwer auf die Schnelle nachzuholen. Trotzdem ist es einen Versuch wert: Einfach offen darüber reden. Und versuchen zu erklären.

  17. Finanzmixerin

    Hallo zusammen,

    ich finde, dass heutzutage jeder die Chance hat, auf Wertpapiere aufmerksam zu werden.

    Ich bin erst relativ spät darauf gekommen, obwohl ich beste Voraussetzungen hatte, früher darauf aufmerksam zu werden. Ich habe Aktien immer für risikoreich gehalten. Erst durch einen Artikel zum Thema Eigenheim auf Zendepot habe ich Aktien für mich entdeckt.

    Jeder kann selbst recherchieren, ob z.B. das Eigenheim eine gute Investition ist oder eben nicht.

    Wie der Maschinist immer sagt: Das Internet ist die größte Freiheitsmaschine. Zugang hat hierzulande fast jeder.

    Spenden vor dem Tod finde ich auch eine gute Sache. Wir alle sind reich und können spenden/helfen. Man muss halt etwas finden, wo man selbst dahintersteht.

    Schöne Grüße

    Finanzmixerin

  18. Christoph

    @Tim

    ja wenn man wirklich „nur“ 1 mio gewinnen sollte ist die Villa quatsch.

    ich persönlich würde erstmal ca 80% direkt in Aktien stecken.

    egal ob 1 oder 90 mio.

    und von den dividenden könnte ich dann einen Teil nehmen und gutes tun.

    ich persönlich spiele wirklich manchmal lotto.aber ich investiere ja auch regelmäßig in Aktien. aber ab und an zocke ich mal.

    Manche rauchen, andere trinken, andere kaufen sich dieses oder jenes ich spiele manchmal lotto. ich gebe zu ich fange dann manchmal an zu träumen. klar ist die Chance extrem niedrig und bei meinem glück gewinn ich und am tag des gerinnt erschlägt mich der blitz. hehe

    aber ich setze ja nicht auf diesen gewinn.

    Manche glaub pipe spenden ja auch was.lotto könnte man auch als spende ansehen denn davon geht viel an sportler für Olympia usw.

    Aber Tim meinst du nicht auch dass die super reichen was mit ihrem geld machen sollten? ich würde es zb richtig gut finden wenn buffet zb der Stadt xy sagenwürde: ich baue euch eine neue brücke. oder eine Schule etc.

    ich hab mal im TV eine Geschichte gesehen real! da ging ein mann im der Weihnachtszeit  mit 2 Polizisten in einen Supermarkt und sprach mit ein paar  Menschen.

    er fragte was sie do machen ob sie ihren Kindern was schenken können usw.

    und vielen schenkte er dann 1.000 usd.

    das macht er wohl jedes Jahr.Sowas bewundere ich wirklich denn er schenkt diesen menschen ein paar wirklich schöne tage.

     

     

  19. Jochen

    kujoniert

    Nespotismus

    Austerität

     

    Du kommst dir wohl besonders schlau vor, solche Ausdrücke zu verwenden, die sogar nicht jedes Fremdwörterlexikon kennt.

    Dazu passt deine Sympathie mit einer Kanzlerin, die gegen geltendes Recht verstößt und die deutsche Kultur ausrotten will.

  20. Mattoc

    @Jochen

    Du könntest deiner unqualifizierten Aussage etwas mehr Qualität geben, wenn du folgende Aufgabe erledigst:

    Nenne drei konkrete Beispiele, an denen du erkennst, dass die „deutsche Kultur“ durch unsere Bundeskanzlerin „ausgerottet“ werden soll.

    Ich verstehe Menschen wie dich nicht. Und ich würde gerne verstehen, weshalb du so denkst.

    Danke

  21. Ryan

    @Paul Anleger

    „Hat jemand unter euch ähnliche Probleme?  Wie kann man die Skeptiker überzeugen?  Wenn ich ihr den Depotauszug mit aktuell ca. 20% Plus zeige, hilft das leider auch nicht viel…“

    Ist bei mir genauso.
    Da hilft auch keine Überzeugungsarbeit oder Überredungskunst. Wenn jemand risikoavers ist dann muss man das akzeptieren. Bei meiner Frau ist dies genauso und ich habe mich damit abgefunden. Warum soll ich sie von etwas überzeugen dass ihrer inneren Einstellung widerspricht?

    Was dagegen hilft? Getrennte Konten.

    Ich lege mein Geld so an wie ich es für richtig halte und meine Frau macht es ebenso mit Ihrem Geld. Sie legt ihr Geld aber nie in Aktien oder Fonds an sondern als Fest- oder Tagesgeld. Wobei ich Geld auf einem Tagesgeldkonto anzulegen eher als „Geld parken“ bezeichne und nicht von investieren spreche.

  22. Heinz

    @Paul Anleger und Ryan

    Das kenne ich in der Familie auch. Jahrelang alles ausgegegeben, Konto im Dispo (über 14 % Zinsen) und überall mal Konsumschulden gemacht inkl. „Gewinnsparen“ (Banktombola).

    Ich begreife es nicht. Auch wenn jemand es als „lästig“ empfindet, das Konto zu wechseln, weil die alte Bank im Monat 5 Eur Kontoführungsgebühren nimmt („sind doch nur 5 Euro, wird quartalsweise zusammen mit den Überziehungszinsen abgezogen, die Bildzeitung schreibt doch, dass man Schulden machen soll…, gibt doch eh nichts…“)

    Das macht halt am Ende den Unterschied. Ich habe da keine Lust mehr dafür zu haften.

    Ich wechsele sowohl Bank- als auch Strom- oder Gasvertrag, wenn es günstigere gibt.

    Wie macht Ihr das ?

    Wie haltet Ihr eure Crash- bzw. Cashreserve ? Derzeit 0,35 % Tagesgeld sind nach Steuern und Inflation nur eines: Definitiv ein Verlustgeschäft.

    Guten Rutsch!

  23. Ryan

    @Heinz

    Das hast Du falsch verstanden. Es geht hier um die Geldanlage, nicht um einen zu hohen Konsum. Meine Frau ist erheblich sparsamer als ich es bin (und das will schon was heißen). Ansonsten wäre sie auch nicht meine Frau. Nur mit der Geldanlage ist sie genauso konservativ wie mit dem Geldausgeben. Und das werde (und will) ich nicht ändern.

    „Ich wechsele sowohl Bank- als auch Strom- oder Gasvertrag, wenn es günstigere gibt.“

    Ich habe verschiedene Konten. Meine Online Depots und Konten wechsel ich immer mal wieder (wenn es Sinn macht). Meine Hausbank habe ich seit Ewigkeiten und wechsel ich nicht. Man kennt und schätzt sich, hat einen Ansprechpartner vor Ort und das ist mir auch eine höhere Gebühr wert.

    Gas und Strom wechsel ich regelmäßig.

    „Wie haltet Ihr eure Crash- bzw. Cashreserve ?“

    Cash sind bei mir 2 Monatsgehälter und die lasse ich auf dem Girokonto. Früher habe ich alles über 1000€ auf das Tagesgeldkonto übertragen aber das lohnt nicht mehr bei den Zinsen.

    Crashresererve (ich nenne es Investitionsmunition) halte ich einen kleinen Teil auf dem Tagesgeldkonto und den größten Teil in Gold. Ich habe in den letzten Monaten meine Aktienpositionen stark reduziert und werde erst wieder investieren wenn wir an den Aktienmärkten wieder normale Bewertungen sehen.

  24. Snufkin

    Ryan, was sind für dich normale Bewertungen?

    Es gibt doch eigentlich immer irgendetwas zu kaufen. Bei mir waren es im Dezember Walt Disney und Abbott. Im aktuellen Umfeld beide noch erträglich bewertet.

  25. PIBE350

    An Heinz: Ich bin bis auf eine liquide Notreserve von 6 Monatsausgaben voll investiert. Hier spielt für mich der Zinssatz keine große Rolle. Frisches Geld verteile ich umgehend entsprechend meiner festgelegten Aufteilung.

    Zur Absicherung setze ich Gold ein, aktuell 15 Prozent. Ich werde den Anteil langsam auf 33 Prozent hochfahren, weil ich in Zukunft mehr Wert auf Erhaltung als auf Rendite legen möchte. Wahrscheinlich werde ich mich an der talmudischen 1/3-Regel orientieren: 1/3 Unternehmen, 1/3 Immobilien und 1/3 Edelmetalle.

    Das waren jetzt meine persönlichen Überlegungen, bitte nicht als Empfehlung betrachten. 😉

  26. Paul Anleger

    @ Ryan

    Ja, mein Frauchen ist auch sparsam und legt fleissig was auf die Seite. Aber eben aufs DKB-KK-Tagegeldkonto zu 0,4% Zinsen. Parken ist da der richtige Ausdruck.

    Die Idee mit den getrennten Konten ist nicht schlecht und bei der Anlage machen wir es auch schon so. Sie hat ihr Tagegeldkonto und ich mein Depot. Allerdings haben wir ein Gemeinschaftskonto, wo erst mal beide Gehälter einfliessen und die Ausgaben abgehen. Beim der Anlage des monatlichen „Bodensatzes“ fangen halt die Diskussionen an…

    @Heinz

    Ich bin aktuell voll investiert, aber die Hälfte unseres Geldes liegt bei meiner Frau zu 0,4% als Tagegeld bei der DKB. Wenn es wirklich mal über 100 T€ werden sollten, fange ich an, eine zweite Bank zu suchen – wegen der Einlagensicherung…

    Guten Rutsch an Alle!

     

     

     

  27. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Christoph

    Natürlich bin ich dafür etwas abzugeben. Ich spende jedes Jahr. An Museen, Familienstiftungen, Umweltschutz…

  28. AlexanderAlexander

    Ich bin Lottospieler!!!!

    Ja, ich gebe mein Geld dafür aus.

    Warum?

    Nun, wir haben auf der Arbeit eine Lottogemeinschaft, die mich im Monat 8,25 € kostet. Sollten wir doch gewinnen, dann sind meine Kollegen weg und ich alleine. Da spiele ich lieber mit.

    Ändern die 100 €/Jahr etwas an meiner Vermögenssituation? Nein, das ist gerade noch so drinnen. Nach dem neuesten Bericht der EU gehöre ich zu den 10 % Reichsten in Deutschland, da muss man sich schon etwas gönnen.

    Was würde ich mit mehreren Millionen machen? 75 % anlegen und den Rest für Luxus ausgeben.

    Ich habe auch ein CFD-Konto. Wenn man sehr bewusst arbeitet und sich intensiv mit der Materie beschäftigt, dann kann man mit CFD´s durchaus vernünftig arbeiten. Pauschal alles zu verurteilen sollte man nicht.

    In diesem Sinne, dir Tim und deinem Mann alles Gute und allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr

     

     

  29. Fit und Gesund

    Laut Ifo-chef Clemens Fuest wird es für Kleinsparer ein harziges Jahr 2017, die Inflation könnte auf 1.5% ansteigen, die Zinsen liegen weit darunter und somit wird das Vermögen der Bürger entwertet (gelesen bei ntv)

    unter diesem Aspekt ist es natürlich schwierig für Diejenigen die ihr Geld ausschliesslich in „sicheren“ Anlagen parkieren.

    Dennoch habe auch ich meine Crash-Reserve, ich bin manchmal zwiegespalten, nicht dass ich mir den mega-crash wünsche, aber wenn, dann sollte er bald kommen ….

    @PIBE350,

    interessant dass Du das Gold auf 1/3 hochfahren möchtest, gibt es da aktuelle Gründe? wobei ich ja auch auf Gold setze, aber nicht so hoch, max. 10% und die bilanziere ich nicht mit, ich hatte eigentlich gehofft dass das Gold noch weiter sinkt.

    Was zählst Du zu den Immobilien? Selbstbewohnt, vermietet und ETF? Ich überlege ob ich mir so einen Monatszahler – Reit ins Depot lege…aber Welchen und so ganz sicher bin ich da einfach nicht, evtl. auch ein ETF.

    Heute konnte ich endlich meinen Jahresabschluss machen, Vanguard hat die letzten Dividenden gezahlt, mein erstes Jahr mit Dividenden hat mir 2630 CHF eingebracht, natürlich haben da Andere mehr, aber ich bin sowas von zufrieden, wobei es für mich nicht ein einfaches Jahr war, geb ich zu.

    @Tim,

    was meinst Du mit „Jemand angeln“ der Dekaden jünger ist???  🙂 ich weiss wohl was sugar-daddy oder auch sugar-mum ist, aber brrrrh…das fände ich gar doof 🙂    für beide Seiten….wobei mir das egal sein kann, ich bin ja gar nicht auf der Suche.

  30. Sams1974

    Einen guten Rutsch allen hier lesenden. (und schreibenden)

    Wie soll ich eine Cashreserve anders halten als in Cash. Also sehr liquide? Ich bin verwirrt. Ich denke wir sollten die Politik ruhen lassen. Die macht gerade Feiertag.

    Ein glückliches neues.

  31. PIBE350

    An Fit und Gesund: Nein, aktuelle Gründe gibt es dafür nicht. Mein Anlagefokus hat sich in den letzten Jahren immer weiter in Richtung möglichst breiter Diversifikation verschoben. Es kam immer mehr an Einzelinvestitionen hinzu. Eine möglichst hohe Rendite spielt dagegen für mich nur noch eine untergeordnete Rolle.

    Nur über die genaue prozentuale Aufteilung meiner Hauptanlageklassen kam ich immer wieder ins Grübeln, deshalb werde ich sie nun einfach in gleich große Teile aufteilen. Glückwunsch zu deinen diesjährigen Dividendeneinnahmen. 😉

    Ja, deine 3 Aufzählungen würde ich bei den Immobilien einordnen, wobei REITs natürlich einen Unternehmenshintergrund haben. Entscheide du. 😀

    Gegen einen weiter sinkenden Goldpreis habe ich auch nichts einzuwenden. Ich habe vor ein paar Tagen eine größere Position nachgekauft, was bei Pro Aurum in Berlin ganz witzig abläuft: Zuerst wurde ich von einer Empfangsdame aus dem Warte- in den Beratungsbereich geführt und dort bekam ich nach dem Gespräch eine Wartemarke für den Kassenbereich zugeteilt. Das Bargeld rüberschieben und die Ware entnehmen, fertig. Keine Personaliendokumentierung, keine Empfangsquittierung, nichts. Eine sehr entspannte Atmosphäre. Mit auf der Lauer liegenden Banditen vor dem Geschäft war auch nicht zu rechnen. 😉

  32. Ryan

    @Snufkin

    „Ryan, was sind für dich normale Bewertungen?“

    Der langjährige Durchschnitt verschiedener Kennzahlen, z.B. KGV.
    Das ist aber dann noch nicht das Niveau bei dem ich kaufe. Da bin ich eher Value Investor und investiere erst wenn eine Aktie günstig bewertet ist. Und von günstig bewertet kann man vom amerikanischen Markt schon lange nicht mehr sprechen.
    Kostolany hat mal geschrieben dass am Ende einer Hausse die Kurssteigerungen nur noch liquiditätsgetrieben sind. Betrachte mal die derzeitige Situation an den Märkten. Sind wir am Anfang oder eher am Ende eine Hausse Phase?
    Ich war die letzten Jahre voll investiert und habe sehr gute Gewinne gemacht (inkl. Dividenden). Vielleicht geht die Party noch etwa weiter, keine Ahnung, das kann keiner vorhersagen. Ich sehe aber wenig Potential nach oben und sehr viel nach unten. Daher habe ich mich entschlossen die Party erstmal zu verlassen und von der Seitenlinie das Spiel weiter anzuschauen. An realisierten Gewinnen ist noch niemand gestorben.

    Wenn ich nur eine (heftige) Korrektur erwarten würde wie wir sie 2001, 2009 und 2011 erlebt haben und danach geht es wieder weiter, dann wäre ich noch weiterhin zum größten Teil investiert.
    Ich erwarte aber eine anderes Szenario.

  33. Fit und Gesund

    @PIBE350,

    mit dem Goldverkauf hört sich spannend an, anonymer Kauf ist wohl auch am Allerbesten. Mit dem Streben nach höchstmöglicher Rendite hast Du Recht, denn das bedeutet auch grösseres Risiko und da geht es mir ähnlich, safety first… so gut es eben geht.

    @Ryan

    welches Szenario erwartest Du denn, könntest Du das ein wenig erklären?

    Wünsche Allen schonmal einen guten Rutsch und Alles Gute im Neuen Jahr 🙂

  34. Christoph

    @Ryan: Viel Glück mit dem Timing. beim Brexit dachten alle: Jetzt gehts es runter. Aber es waren nur ca 3 Tage. Danach ging es nach oben. Bei Trumps Sieg waren es sogar nur ein paar Stunden.

    Wer da dann verkauft hätte um günstiger einsteigen zu können hat einen großen Fehler gemacht.

    Viel wichtiger ist doch die einzelnen Unternehmen anzusehen. Nehmen wir Caterpillar: Die sind eigentlich zu hoch. Aber verkaufen werde ich die nicht da ich Langfristig sehe. nachkaufen werde ich derzeit aber auch nicht.

    Aber Intel, Cisco um nur mal 2 zu nennen, die sind noch wirklich preislich in Ordnung.

    KGV von 17 bzw 14

    Dazu eine Dividende von 2,8 bzw 3,4% Für mich sind diese Werte noch absolut kaufbar. Und beide voll zukunftsfähig.

     

  35. Slazenger

    Fit und Gesund

    gratuliere zu deinem ersten erfolgreichen Dividendenjahr, ist doch ne schöne Summe zusammengekommen!

    Ryan

    Aktien sind nicht per se teuer, USA weitgehend schon, aber nehmen wir mal die Schweizer Pharmas Novartis und Roche, die sind nicht wirklich teuer, ähnlich eine Medtronic, generell sind Pharmas schön zurückgekommen, auf ein vernünftiges Niveau!

    Aber ich sehe es ähnlich wie du, nimmt man den Gesamtmarkt, wir sind schon nahe am Top und da kann man sich auch mal zurückziehen. Ich habe damit auch begonnen und werde das 2017 fortsetzen auf ca. 50/50 ,Cash/ Aktien, Gold ist nicht so mein Ding!

    wünsche allen ein gutes neues Jahr und ein glückliches Händchen für 2017

  36. Oliver

    Wie sich die Börse die nächste Zeit entwickeln wird, kann ich leider immer nur gleich beantworten: Ich weiß es nicht. Zugegeben: Die Kurse sind überall stark gestiegen. Bei den US-Aktien kommt noch zusätzlich der Wechselkurs dazu. Das macht grundsätzlich sehr viel der Steigerungen für uns Europäer aus.

    Bei den amerikanischen Aktien konnte man z.T. massive Steigerungen bei Einzelwerten in entsprechenden Sektoren beobachten. Bei anderen Sektoren hat sich kaum etwas getan oder ist es moderat nach oben gegangen.

    Wie Christoph ganz gut geschrieben hat, gibt es Werte, die heute noch attraktiv bewertet, aber aus irgend einem Grund nicht sonderlich beliebt sind. Ich fand im Dezember Abott und Abbvie ganz interessant. Das sind nur zwei, die mir einfallen. Ein Wert wie J&J ist ordentlich bewertet und das ist ein sehr beliebtes Unternehmen. Selbst in sportlich bewerteten Börsensituationen gibt es immer wieder Underdogs, die man kaufen kann, weil einfach die Bewertungen in Ordnung sind.

    Tatsache beim Investieren ist immer: Je höher die Bewertung des Einzelwertes, desto mehr Risiko geht man ein. Das heißt, der S&P Index zeigt mir an, dass ich bei vielen Werten höheres Risiko gehe, wenn ich sie heute kaufe. Die Gesamtheit der Werte ist höher als normal bewertet. Das gilt aber nicht für jeden einzelnen Wert. Wenn ich natürlich etwas mit KGV 40 kaufe und das Unternehmen hat nicht außerordentliche Wachstumsraten, werde ich wohl eher zu hoch einkaufen. Das KGV ist aber kein Mantra, nach dem ich meine Kaufentscheidung alleine auslegen sollte. Es gilt natürlich, die Wachstumsraten bei Umsatz/Gewinn mit einzubeziehen, die zukünftige Bewertungen natürlich stark beeinflussen. Selbst in sehr hoch bewerteten Märkten kann man immer Kaufgelegenheiten finden. Die Frage ist natürlich, wie weit man sich damit auseinandersetzen möchte.

    Ich persönlich traue es mir sowieso nicht zu, irgend einen Markt zu timen. Dafür ist die Welt viel zu unberechenbar. Was ich machen kann, ist zu versuchen, Aktien von Unternehmen in hoffentlich zukunftsfähigen Bereichen zu moderaten Preisen zu kaufen und zu halten. Das wird mir nichts bringen, wenn die Unternehmen sich in Zukunft negativ entwickeln. Und solche habe/hatte ich auch schon im Portfolio. Trotzdem zeigt es sich, wenn man regelmäßig Werte dazukauft und diversifiziert, dass es über die Zeit erstaunlich positiv läuft. Aber so Aktionen wie mein Depot in der heutigen Zeit aufzulösen, die ca. 26,x % Steuern darauf zu zahlen, um dann vielleicht einen wesentlich tieferen Punkt zu bekommen, finde ich äußerst riskant. Und ich gebe es zu: Ich muß mir nicht jeden Tag viele Gedanken zum Aktienmarkt, die allgemeine oder politische Lage oder sonstigen Einflüssen machen. Dafür bin ich dann doch mit anderen Sachen zu sehr beschäftigt. Und mehr Steuern als nötig mag ich unserem raffgierigen Staat wirklich nicht zugestehen.

    So, das war das Wort zu 2017. Allen ein gutes neues Jahr.

     

  37. Ryan

    @Christoph

    Ich mache kein Timing. Timing funktioniert nicht.
    Es geht mir nicht darum bei hohen Kursen auszusteigen um dann später bei niedrigeren Kursen nach einer Korrektur wieder einzusteigen. 1997 bei der Asienkrise war ich nur mit geringen Beträgen investiert, das zählt daher noch nicht. Aber weder 2001, 2009 noch 2011 habe ich vorher Aktien verkauft. Vom Prinzip her tendiere ich eher zu Buy&Hold. Die Korrekturen habe ich damals genutzt um zu kaufen.

    Ich erwarte ein Szenario ähnlich zu 1929. Damals hat es fast 30 Jahre gebraucht um die Kurse vor der Krise wieder zu erreichen. Diese Zeit habe ich nicht mehr in diesem Leben, daher steige ich jetzt aus und freue mich meiner Gewinne die ich gemacht habe.
    Ist das zu früh? Vielleicht.
    Geht die Party noch weiter? Vielleicht.
    Man muss manchmal auch mal zufrieden sein mit dem was man an Gewinnen erreicht hat.

     

  38. Ryan

    Zum Szenario.
    Ich lese seit 2 Jahren und verstärkt in den letzten Monaten viel über unser Finanzsystem, unser Geldsystem und die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen.
    Es kennt doch heute kaum noch jemand Zeiten von steigenden Zinsen. Nur die älteren unter uns. Seit den 80er Jahren sinken die Zinsen, steigen die Schuldenstände. Das Wirtschaftswachstum basiert auf einer steigenden Geldmenge (und damit Inflation) und Schuldenwachstum. Jetzt sind wir jedoch an einem Punkt angekommen an dem kaum noch Wachstum generiert werden kann. Was wird passieren, worauf steuern wir hin?
    Die Zinsen werden wieder steigen. Dies hat schon angefangen und dies wird erhebliche Auswirkungen auf den Anleihemarkt haben. Steigende Zinsen und hohe Staatsverschuldung ist ein Pulverfass. Die Inflation gibt es schon, nur nicht in den offiziellen Statistiken die nur einen kleinen Teil des Preise berücksichtigen. Dies um nur mal einige Stichworte zu nennen, das Thema ist zu komplex um es in wenigen Worten zusammenzufassen.

    Jeder soll sich eine eigene Meinung bilden.
    Ich habe dazu u.a. folgende Bücher gelesen:

    – Das Silberkomplott (ein sehr ausführliches Buch über Geld, wie Geld entsteht und wie der normale Bürger immer wieder über den Tisch gezogen wurde. Das Geldsystem wird von den erste Münzen bis zum heutigen Tag kronologisch erläutert. Sehr trockenes Buch aber das Hintergrundwissen ist notwendig um die heutige Situation zu verstehen)

    – Eiszeit von Daniel Stelter (stellt mehrere Szenarien vor die eintreffen könnten. Sehr neutral und sachlisch geschrieben und lässt den Leser den Raum sich eine eigene Meinung zu bilden)

    – Endspiel von Florian Homm (ein sehr düsteres Buch über die Zukunft unseres Finanzsystems. Sollte man nur lesen wenn man genug Hintergrundwissen hat)

    Was uns erwartet wissen wir nicht. Denn wir wissen ja, Progrosen sind schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen.
    Ich gebe aber dem Szenario von 1929 (Weltwirtschaftskrise mit einem Restart des Geldsystems) die höchste Wahrscheinlichkeit und bereite mich entsprechend vor.

    Sehr wahrscheinlich bin ich zu früh. Aber einen Bunker baut man auch nicht erst wenn die Kanonen donnern.

  39. Heinz

    @sams
    „Wie soll ich eine Cashreserve anders halten als in Cash. Also sehr liquide? Ich bin verwirrt.“

    Da gibt es doch viele Möglichkeiten: Girokonto mit 0%, Bargeld unterm Kopfkissen, Bargeld im Schliessfach, Bargeld in verschiedenen Währungen, Tagesgeld zu unterschiedlichsten Zinssätzen, um nur ein paar zu nennen.

    Manchmal gibt es ja auch solche Depotwechselaktionen mit besseren Zinsangeboten.

    Tagesgeld mit 1 % gibt es derzeit zB bei einer Bank in Niederbayern-Oberpfalz (auch online). Darf man hier Schleichwerbung machen ?
    Leider schätze ich die Inflation so ein, dass diese höher ist, bzw. 2017 sein wird, als der zu erwartende Zins.

    Ein Neustart mit einer anderen Währung oder einer anderen Transferunion halte ich für zukünftig nicht unwahrscheinlich.

  40. Snufkin

    Ryan, vielen Dank für deine Ausführungen. Wie Mr. B würde ich auch gerne wissen, wohin du die frei werdende Liquidität umschichtest?

    Da ich noch relativ jung bin, kann ich es mir theoretisch leisten nach einem Crash einige Jahre zu warten bis sich die Kurse erholt haben. Ob ich die Durststrecke durchhalte ohne panisch zu verkaufen, weiß ich allerdings auch nicht. Tim ist im nächsten Bärenmarkt sicherlich eine emotionale Stütze.

    Wie Oliver denke ich auch, dass es meist irgendetwas zu vernünftigen Preisen zu kaufen gibt. Es wurde bereits die Pharma- / Medizintechniksparte genannt.

    Falls es wirklich zu einem Ereignis wie 1929 kommen sollte, weiß ich nicht ob ein Girokonto voller Euros die beste Alternative ist. Bei Hyperinflation haben sich in der Vergangenheit Sachwerte immer noch als stabilste Anlage erwiesen.

  41. Ryan

    „@Ryan, wohin schichtest du dein Vermögen um?“

    Das ist in der heutigen Zeit gar nicht so einfach und ich suche auch selbst noch nach der optimalen Lösung.
    Aktuell habe ich meine Bargeldquote stark erhöht und verstärkt Gold gekauft. Als spekulatives Element neben Gold auch Aktien von Unternehmen im Bereich Gold-und Silberminen.
    Leider sehe ich für mich derzeit am Markt wenig Möglichkeiten um breit gestreut zu investieren.

    Früher konnte man von Aktien in Anleihen umschichten. Solange die Zinsen in den letzten 30 Jahren gesunken (und damit die Anleihekurse gestiegen) sind hat man damit auch gut Geld verdienen können. Dies ist jetzt nicht mehr möglich, bei negativen Zinsen gibt es kaum noch Spielraum für weitere Senkungen. Im Gegenteil werden die steigenden Zinsen zu Kursverlusten bei den Anleihen führen.

    Einen kleinen Teil investiere ich in kurzfristige Fremdwährungsanleihen (z.B. WKN A161S6). Dies aber nur wenn die Währung im Verhältnis zum Euro stark unterbewertet ist und auch nur von soliden Institutionen oder Unternehmen (keine Staatsanleihen). Es gibt daher nur hin und wieder mal Gelegenheiten zum Kauf (in dem genannten Beispiel letzten Dezember als der BRL zum EUR sehr tief stand und die Rezession in Brasilien einen Hochpunkt erreicht hat).
    Meine hochverzinsten Unternehmensanleihen in USD habe ich verkauft.

    Immobilien wäre eine Alternative, aber der Markt ist aufgrund des Anlagenotstands überhitzt, sprich mir zu teuer und außerdem hätte ich mit meiner selbst genutzten Immobilie ein zu hohes Klumpenrisiko. Wenn mein Haus nicht schon abbezahlt wäre, so würde ich jetzt das Geld dafür einsetzen um die Darlehen zu tilgen.

    Einen Teil halte ich weiterhin in Aktien und werde auch noch zukaufen wenn ich eine gute Gelegenheit sehe (z.B. nach einer Korrektur am Markt).

    Bargeld parke ich auf verschiedenen Tagesgeldkonten.

    Gold ist für mich eine Inflationsgeschützte Währung und keine Investition zum Geld verdienen.

  42. AlexanderAlexander

    @Ryan

    Sehe ich genauso wie du, wenn es mal kracht, dann richtig. Ich habe auch einige Bücher gelesen. U. a. Das Kapital (Piketty), Der größte Raubzug der Geschichte usw.

    Ich werde meine Aktien behalten und weiterhin nachkaufen, vielleicht klappt das.

    Gold und andere Sachwerte habe ich als Versicherung gebunkert, um das dann als zusätzliches Startkapital zu verwenden.

  43. Mattoc

    Hallo zusammen,

    Formulierungen wie „der Schuldenturm bricht zusammen“ oder „Restart des weltweiten Finanzsystems“  kann man leicht hinschreiben. Was mir dabei fehlt, ist die Nennung der konkreten Auswirkungen auf Staaten, Unternehmen und Menschen.

    Also: Was passiert in der Bäckerei nebenan, wenn der „Schuldenturm zusammenbricht“?…meine Vermutung ist: Nichts.

    Als die D-Mark in Euro getauscht wurde, war meine Bäckereifachverkäuferin da und  in 2007/2008 hat sie gar nichts von einer Finanzkrise gemerkt.

    Wenn ich mich aber irre, und es kommt eine Krise, die dazu führt, dass die Bäckerei nebenan nicht mehr öffnet und die Supermarktregale leer sind, also wenn es so weit ist, dann hilft uns allen nicht mehr viel. Mit Geld kann man nichts kaufen, Gold kann verboten werden und ist im Zweifelsfall schwer zu transportieren und zu schützen, es gibt keine Polizei mehr, die unser Wohneigentum und uns selbst schützt. Dann hilft nur noch körperliche Fitness, ein Revolver und handwerkliches Geschick. Eine Diskussion über diesen Zustand aus Perspektive des Vermögensschutzes macht aus meiner Sicht wenig Sinn.

    Ich bin daher davon überzeugt, dass unter Bezugnahme auf das Weltfinanzsystem Lösungen gefunden werden, die natürlich drastische Einschnitte (wie so oft) in der Wirtschaft mit sich bringen, es kommt sicher auch zu Währungsreformen, aber das System an sich läuft weiter und die Bäckerei bleibt geöffnet. Daher bin auch ich, wie PIBE, praktisch voll investiert und hoffe auf ein gesundes Jahr 2017.

    Mattoc

     

     

  44. Rainer ZufallRainer Zufall

    Ich denke nicht, dass ein Szenario wie 1929 eintreten wird. Die Bedingungen sind einfach vollkommen unterschiedlich. Seit 1929 sind fast 90 Jahre vergangen. Das Wissen, das in dieser Zeit generiert wurde ist immens.

    Trotzdem schließe ich Krisen nicht aus. Ich kann mir vorstellen, dass diese schmerzhaft sein werden. Aber ein Vergleich mit 1929 erscheint mir nicht plausibel.

    Wünsche allen einen guten Start ins neue Jahr.

  45. Fit und Gesund

    @Ryan,

    danke für Deine Ausführungen,

    ich habe gelesen: Matthias Weik „Der Crash ist die Lösung“,  „Insiderwissen Gold“ aus dem Kopp Verlag, mehrere Experten schreiben hier, auch über die Goldpreismanipulation,

    Ferdinand Lips „Die Goldverschwörung“ kommt als Nächstes, gerade eben lese ich Jason Fieber’s „Dividend Mantra“

    Cash find ich schon wichtig, ist ja fast eine eigene asset-kategorie und auch wenn im Moment Verluste damit drohen, ich fühle mich auch wohler mit als ohne, besonders da ich eben nicht mehr so jung bin.

    Danke für Deine Leseliste, Silberkomplott werd ich mir wohl zu Gemüte führen.

  46. PIBE350

    An Mattoc: Ja, man muss sich halt für eine Strategie entscheiden. Ich werde nicht versuchen, aktiv die Märkte (das betrifft alle börsennotierten Anlageklassen) zu schlagen. Deshalb investiere ich frische Gelder umgehend, achte dafür aber auf eine möglichst breite Streuung.

    An Ryan: Ich hatte auch mal eine Phase, in der ich alles Mögliche an Büchern und Videos aufgesogen habe, die düstere Zukunftsaussichten malen.

    Das Problem war: Irgendwann wurde es mir einfach zu viel, weil meine positive Lebenseinstellung zu litten begann. Etwas Hintergrundwissen zu haben, finde ich nicht verkehrt, aber ich werde mir nicht meine Lebensfreude nehmen lassen, indem ich mein Leben zu sehr danach ausrichte.

    Selbst wenn ich irgendwann alle Vermögenswerte verlieren sollte, die ich mir bisher aufgebaut habe, wird es immer irgendwie weitergehen. Man denke an die Milliarden Menschen auf der Welt, die mit wirklich miesen Lebensumständen zu kämpfen haben und nichts Anderes kennen. Mir imponiert das und solche Lebensumstände kann ich mir hier beim besten Willen nicht vorstellen. Dazu müsste schon eine massive Kriegszerstörung einsetzen. 😉

  47. Christoph

    Diese negative Gedankensweise.. darauf habe ich keine Lust mehr.

    Das bringt doch eh nichts. Beim investieren sollte man positiv denken. Egal ob in Aktien, Anleihen, Immobilien, Gold oder sonst was. Genau genommen ist davon nichts sicher.

    Bricht morgen der 3. Weltkrieg aus und alle Atommächte beschießen sich dann braucht man sich um nix mehr Gedanken machen. Alles andere gab es schon und die Wirtschaft (und um die geht es ja hier) erholte sich immer und war nachher stärker als vorher.

    Dazu wächst die Menschheit jedes Jahr um ca 83 Mio Menschen.

    Also einmal die Bevölkerung Deutschlands und das jedes Jahr!

    Daher gehe ich immer davon aus dass der Konsum wächst was bedeutet dass die Unternehmen zukünftig mehr verkaufen werden als bisher. So war es bisher auch immer. Das einzige was daran was ändern könnte wäre ein o. g. Krieg oder ein Angriff von Ausserirdischen oder Alternative 3: Irgendein Virus was die Menschheit auslöscht.

    Alle 3 Dinge können passieren aber dann ist mir eh alles egal.

     

    Also denkt doch lieber positiv. Klar ein crash wird irgendwann kommen. Aber wann und wie stark dieser wird das weiß keiner. Das beste was man tun kann: Stetig investieren und sich somit unabhängig von den Schwankungen machen.

     

    Ich wünsche euch einen guten Rutsch und möget Ihr Euer persönliches Glück 2017 finden. Es kann auch sowas einfach sein wie mein Hund: EIn Ball und für ihn ist die Welt in Ordnung. Schade das wir sowas einfaches als Glück verloren haben

     

  48. Ryan

    @ Mattoc

    „Formulierungen wie „der Schuldenturm bricht zusammen“ oder „Restart des weltweiten Finanzsystems“  kann man leicht hinschreiben. Was mir dabei fehlt, ist die Nennung der konkreten Auswirkungen auf Staaten, Unternehmen und Menschen.

    Also: Was passiert in der Bäckerei nebenan, wenn der „Schuldenturm zusammenbricht“?…meine Vermutung ist: Nichts.“

    Was mit der Bäckerei nebenan passiert hängt wohl sehr von deren finanzieller Situation ab. Brot wird aber immer benötigt und in welcher Währung dieses bezahlt wird ist wohl ziemlich egal.
    Wenn aber aufgrund stark steigender Zinsen etliche Schuldner (Private, Unternehmen und Staaten) die Schulden nicht mehr bedienen können, dann wird es weltweit kritisch. Und da reicht u.U. nur ein Dominostein aus um eine Kettenreaktion in Gang zu setzen (Lehman Brothers war z.B. einer). Da die Zentralbanken im Vergleich zu 2009 nicht mehr in der Lage sind auf eine derartige Krise zu reagieren (Zinsen können kaum weiter gesenkt werden, es gibt keine Munition mehr) wird uns dies viel härter treffen als 2009. Schulden der Einen sind immer Forderungen der Anderen. Und die Anderen sind in diesem Fall wir alle.

    Nehmen wir als Beispiel mal Staatsanleihen, in diese hat jede Lebensversicherung und Bank investiert. Wenn ein großes Land pleite geht, dann wird dies sicher mehr als nur eine Lebensversicherung mit in den Abgrund ziehen und die Kunden (sprich wir) verlieren unsere Einlagen. Das gleiche bei den Banken. Wer glaubt dass das Kapital durch die Einlagensicherung geschützt ist (bei den Versicherungen gibt es einen ähnlichen Schutz) der sollte mal die Summen vergleichen die notwendig sind wenn mehrere Banken Probleme bekommen. 2011 sind wir schon knapp an der Katastrophe vorbeigeschrammt. Was mit den Unternehmen passiert wenn die Banken mit sich selbst beschäftigt sind um zu überleben haben wir im Jahr 2009 gesehen. Kunden die Geld verloren haben oder evtl. ihren Job konsumieren weniger. Usw…

     

    @Rainer Zufall
    Aber ein Vergleich mit 1929 erscheint mir nicht plausibel.“

    Ich habe 1929 genannt weil die Auswirkungen die ich erwarte ähnlich sein werden, auch wenn sie vielleicht nicht so komprimiert wie damals kommen könnten. 1929 ist für mich ein Synonym für eine Weltwirtschaftskrise (finde ich sehr realistisch in den nächsten 1-5 Jahren), große Inflation bis hin zur Hyperinflation (in 2-20 Jahren) und einer anschließenden Währungsreform (folgt zwangsläufig einer Hyperinflation). Das alles muss nicht zusammenfallen wie in 1929 innerhalb von 3 Jahren sondern ich erwarte dies schleichend über einen viel längeren Zeitraum.

     

    @ Fit und Gesund

    „ich habe gelesen: Matthias Weik „Der Crash ist die Lösung“,  „Insiderwissen Gold“ aus dem Kopp Verlag, mehrere Experten schreiben hier, auch über die Goldpreismanipulation,“

    „Insiderwissen Gold“ habe ich auch und gerade die Sichtweise verschiedener Experten macht das Buch sehr lesenswert.
    „Der Crash ist die Lösung“ fand ich schrecklich. Fakten wurden weggelassen und zu einseitig gewertet in Richtung „alles läuft schlecht“. Das Buch ist mir zu polemisch. Ich bevorzuge ausgewogene Bücher die auch Seiten mit beleuchten die nicht der eigenen Meinung entsprechen.

     

    @PIBE350

    „An Ryan: Ich hatte auch mal eine Phase, in der ich alles Mögliche an Büchern und Videos aufgesogen habe, die düstere Zukunftsaussichten malen.

    Das Problem war: Irgendwann wurde es mir einfach zu viel, weil meine positive Lebenseinstellung zu litten begann. Etwas Hintergrundwissen zu haben, finde ich nicht verkehrt, aber ich werde mir nicht meine Lebensfreude nehmen lassen, indem ich mein Leben zu sehr danach ausrichte.“

    Ganz im Gegenteil bin ich ein positiv denkender Mensch.
    Ich suche mir keine einseitigen Bücher sondern bevorzuge eine ausgewogene Betrachtung der Dinge um mir meine eigene Meinung zu bilden. Dazu gehört es aber auch negative Meinungen zu lesen und logisch zu betrachten und auch zu hinterfragen.
    Ich lese auch weiterhin gerne Börsenzeitschriften mit Tipps für Aktienkäufe.

  49. Freelancer Sebastian

    Die Bären machen Schlagzeilen, die Bullen machen Geld (Bernard Baruch).

    In diesem Sinne wünsche ich allen ein erfolgreiches Jahr 2017!

  50. K.

    Bleibt positiv und optimistisch.

    Tim hat es gut formuliert.
    Man sollte sicherlich andere Meinungen oder Ausgangsmöglichkeiten im Blick haben, aber ohne das man davon zu stark beeinflusst wird (Hin und Her, Panikverkäufe, Strategien werden nicht ein/durchgehalten, ….). Gilt nicht nur für Finanzthemen. Plus sich nicht zu stark negativ berieseln lassen. Man lebt stressfreier und das normale Leben geht trotzdem und sogar viel entspannter weiter.

    Und trotzdem kommt immer wieder spannendes oder unvorhergesehenes.  Die ganze Zeit auf 180 geht auf Dauer nicht gut. Mit Ruhe und weniger Berieselung von manchen Dingen kann sich Zufriedenheit aber auch Ideenfindung wieder mehr entfalten.

    Ich wünsche allen inkl. Partnern/Partnerinnen oder Familien ein frohes neues Jahr mit Zufriedenheit und Gesundheit.

    Ich kann z.B. Ex-Studentin ( https://exstudentin.wordpress.com/2016/12/31/byebye-2016-auf-ins-jahr-2017/ ) nur zustimmen: Es gibt sehr viele Blogs und man kommt mit dem Lesen teils kaum hinterher – Leider. Vielfalt ist schön, so ist für jeden etwas dabei und man kann sich austauschen über gleiche oder auch neue Ideen oder Ansichten. Alles im Rahmen und nach jeweiligem gusto.

    Für die Blogbetreiber wie z.B. Tim ist die hohe Teilhabe an den Beiträgen durch Leserzahlen und viele Kommentare natürlich eine tolle Wertschätzung und das freut mich. Von dem her Danke fürs dran bleiben und auf viele weitere schöne Jahre, Beiträge, Meinungen und Berichte.

     

  51. Felix

    Natürlich kann der Himmel einstürzen, ein Metroit einschlagen, ein Supervulkan ausbrechen, ein Erdbeben Kalifornien den Erdboden gleich machen oder ein Atomkrieg ausbrechen. Für all dies Szenarien gibt es Experten, die Bücher darüber schreiben und damit gut verdienen, was ihnen nicht vorzuwerfen ist. Der Koppverlag lebt davon und zwar nicht schlecht.

    Soll ich nun mein Leben auf diese Katastrophenszenarien hin ausrichten? Nun, das muss jeder selbst für sich entscheiden. Ich mache das nicht! Ich habe mindestens 2/3 meiner Lebenszeit hinter mir. Nichts dergleichen ist in dieser Zeit passiert. Ich gehe davon aus, dass das im nächsten Drittel so bleibt. Wenn man so will, werde ich die Megakatastrophe, von der wir alle nicht wissen, ob sie 2017 oder 2071 oder 2170 kommt, wahrscheinlich gar nicht erleben. Und deshalb werde ich mich auch darauf nicht vorbereiten.

    Ich finde die Aussage bzgl. der Bäckerrei von nebenan richtig: die Welt dreht sich weiter und ich gehe zuversichtlich meinen Geschäften nach, indem ich meine bisherige Lebenerfahrungen in die Zukunft extrapoliere. So macht es jede Institution, jedes Unternehmen – anders wäre das Tagesgeschäft auch gar nicht zu bewältigen. Ich gehe empirisch vor, versuche etwas und schaue, ob es funktioniert. Wenn es funktioniert, bleibe ich dabei. Und in finanzieller Hinsicht hat es bei Aktien bislang wunderbar funktioniert. Ich weiß, das ist keine Garantie für die Zukunft, aber die gibt es ohnehin nicht.

    In diesem Sinne immer schön optimistisch in die Zukunft schauen und alles Gute für 2017. Das gefällt mir an den Amerikanern: sie sind nicht zuletzt deshalb die erfolgreichste Nation, weil sie im Schnitt optimistischer sind.

  52. Delura

    Hallo Mitstreiter,

    erst mal frohes neues Jahr. Ich kann diesen Katastrophenszenarien auch wenig abgewinnen. Mache im Prinzip so weiter wie bisher, Dividendenwerte die ich mir vorab ausgeguckt habe weiter ausbauen. (z.B. Cisco)

    Imho nicht so aggressiv wie Anfang letzten Jahres (Mensch war das ein angenehmer und schöner Jahresstart 2016) 🙂 aber in abgeschwächter Form. Mein Cashanteil wächst dadurch automatisch und „sollte“ die Börse 20-25% nachgeben – na super, dann kann ich noch mehr Dividenden Aktien von stinklangweiligen Firmen nachkaufen.

    Dann erreiche ich meine FF noch schneller (Da hätte ich nichts dagegen)

    Glück Auf!

  53. Fit und Gesund

    Wünsche Allen ein Frohes Neues Jahr!

    @Delura,

    lustig, auch bei mir steht Cisco auf dem Wunschzettel, oder aber Qualcomm, ich bin unschlüssig, muss ein Technowert sein oder auch 2, hätte gerne noch was ausserhalb USA.

    @All,

    zuviel von dem Katastrophenzeugs mag ich auch nicht lesen, besonders nicht am Jahresanfang, das deprimiert unnötig, es kommt wie es kommt, ich mach so gut es geht und immer ein Schritt nach dem Anderen.

     

  54. Delura

    @fit und gesund

    yeaap – vielleicht IBM (habe ich schon) Intel?? – nein aus Intel wurde bei mir BOEING (selber Ausschüttungstermin, aber andere Branche, Erhöhung zuletzt um 30%!!) vor Herbst 2017 gibt das bei mit aber nichts….

    Immer eins nach dem anderen – Glück Auf!

     

  55. PIBE350

    Ich wünsche Tim und allen Lesern ein finanziell erfolgreiches Jahr 2017! Den morgigen Tag werde ich gleich nutzen, um die erste Transaktionen zu tätigen. 😉

  56. Finanzmixerin

    Hallo,

    ich wünsche euch auch ein frohes neues Jahr!

    Ich lasse mich leider manchmal ebenfalls zu viel vereinnahmen von Menschen, die mit Katastrophenszenarien daherkommen.

    Ich finde es allerdings auch bezeichnend, dass aktuell der Goldpreis im Moment so tief notiert und gleichzeitig viele Größen von Gold/Silberbarren und -münzen bei Proaurum ausverkauft sind. Ich halte den Goldpreis für manipuliert und vor einiger Zeit wurden auch einige Banken wegen Goldpreismanipulation verurteilt.

    Schöne Grüße

    Finanzmixerin

  57. Claus

    Hallo zusammen,

    allen Lesern, Schreibern und natürlich Tim wünsche ich einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

    Was wird es uns bringen? Wie wir alle, weiss ich es leider nicht. Aber vorstellbar ist vieles:

    Ich kann mir gut vorstellen, dass es ein gutes Jahr für ÖL- und Rohstoffwerte werden könnte. Geringere Förderquoten, erhöhte Nachfrage, Abbau der Überkapazitäten, geringere Volatilität beim Ölpreis, höhere Rohstoffpreise. Profiteure mit hoher Unternehmensqualität wären m.E.: Exxon, Total, RDShell, BHP Billiton.

    Auch Finanzwerte könnten wieder gut laufen, besonders, falls die FED die Zinsen erneut leicht anhebt. Ich rechne hiermit bereits in Q1. Ob weitere Anhebungen folgen, hängt von der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Jahr ab. Vielleicht war es das dann ja schon für dieses Jahr…

    Ich bin kein Freund von Finanzwerten, aber in ein gut strukturiertes „Welt-Depot“ gehört der ein oder andere Titel einfach dazu. Hier ist Qualität besonders wichtig, um keinen Schiffbruch zu erleiden. Ich setze auf Aflac, Bank of Nova Scotia, Prudential und Comm. Bank of Australia.

    Ansonsten rechne ich mit hoher Volatilität in beide Richtungen. Zunächst könnte die Party noch ein bisschen andauern, bevor es zu einer hoffentlich erträglichen Korrektur kommt. Mit einem Crash rechne ich nach heutigem Stand nicht, denn von einer maßlosen Übertreibung oder völlig überhitzten Märkten kann momentan keine Rede sein. Auch Euphorie oder Börsengespräche in der Öffentlichkeit (Taxi, Friseur, Supermarkt, Restaurant…) sind mir nicht begegnet. Einer der besten Kontraindikatoren ist die Titelseite der „Bild-Zeitung“. Wird hier massiv zum Aktienkauf geraten, ist es allerhöchste Zeit das Depot zu leeren…

    Je nach Verlauf werde ich meine Cash-Reserven etwas vergrößern. Das fällt mir schwer, weil ich aml liebsten voll investiert bin (z.Zt. 97,1%). Hierzu sammle ich eingehende Dividenden und Sparraten. Zusätzlich denke ich über den Verkauf einiger schwächerer Positionen nach, sofern sich eine bessere Kaufgelegenheit bietet. Den kleinen Nachteil, dieses Jahr evtl. etwas weniger Dividenden einzusammeln (2016 waren es 12.049 EUR nach Steuern), nehme ich dafür in Kauf.

    Auf ein hoffentlich weiteres positives Jahr!

     

     

  58. Fit und Gesund

    @Claus,

    Danke für Deine Einschätzung, bei Dir rollt ja der Schneeball so richtig, gratuliere! Hier ist noch Börsenfeiertag, aber morgen möchte ich was kaufen, Cisco oder Qualcomm und dann such ich noch was technomässiges aus Europa, ich mache genau wie Du empfohlen hast, Werte aus 2 Währungsbereichen, kann natürlich auch was aus dem hohen Norden sein oder was Britisches, die CH er haben nix Passendes zu bieten, leider.

    Habe gerade das Buch von Jason Fieber zu ende gelesen „The Dividend Mantra Way“, der kauft auch nur Qualitätsaktien und dürfte ähnlich wie Du investieren.

    Viel Glück Dir im Neuen Jahr!

     

    @Finanzmixerin,

    sicher ist der Goldpreis manipuliert, das ist mir egal, er soll bitteschön noch ein wenig nach unten manipuliert werden, bin gerade an dem Buch von Ferdinand Lips „Die Goldverschwörung“

     

    @Mattoc

    hier haben sie auch wie doof geballert an Silvester, so schade um das schöne Geld, dann war es noch neblig dazu, absolut für die Katz das Ganze.

  59. Stefan LEdabyl

    „Einer der besten Kontraindikatoren ist die Titelseite der „Bild-Zeitung“. Wird hier massiv zum Aktienkauf geraten, ist es allerhöchste Zeit das Depot zu leeren…“

     

    Claus, für diesen Satz müsste ich dir eigentlich einen Schmatzer auf die Wange geben. 😉 So Grotesk und trotzdem so viel Wahrheit drin..:-)

  60. Mattoc

    @Stefan

    Die Bildzeitung regt seit ca. 2 Jahren mit diversen Finanzexperten regelmäßig dazu an, Aktien zu kaufen. Die Weisheit, die Bildzeitung, den Taxifahrer oder die Putzfrau als Kontraindikator zu benutzen, ist daher etwas überholt.

  61. pommes

    Hallo zusammen,

    zu aller erst, hoffe Ihr alle hattet ein paar ruhige Weihnachtstage mit der Familie und einen guten Rutsch!

    Ob der Crash kommt oder nicht, wer kann das schon wissen. Ich habe heute einfach mein Quartalskauf getätigt und fertig ist die Laube. Bevor Trump an die Macht kam haben auch einige US Blogger ihre Depots komplett verkauft, denke da ärgern sich gerade einige. Wenn man dann an 2015 zurück denkt, den kurzen aber Starken Einbruch im August wegen Asien, hat keiner gesehen. Ist irgendwie die Mühe nicht wert darüber nach zu denken. Aber ja, Aktien sind teurer geworden, zumindest sagt mir das mein Depot ;-), irgendwas günstiges findet man aber trotzdem.

    Leider mußte ich feststellen, dass mein Broker nicht nur besonders schlechte Konditionen hat, was mir schon seit längerem unangenehm auffällt, aber wegen Faulheit tolleriert wurde, sonder auch den Handel mit US REIT’s für private Personen nicht erlaubt. Deshalb die Frage in die Runde bei welchen Anbieter kann ich US Reit’s kaufen als Privatperson? Bietet Consors das an, scheint für mich ein guter Broker zu sein, wie sind eure Erfahrungen mit dem Laden? Es geht auch um keine Exoten, für mich sind momentan interessant Realty Income, HCP etc.

  62. Christoph

    Pommes

    ja natürlich bietet consors das an.

    bei welchem Broker bist du denn der das verbietet?

    hebel Geschäfte verstehe ich ja noch aber reits ??? seltsam. Vielleicht ist es dem Broker mit der monatlichen ausschüttung zu viel Arbeit?

    Leider bietet consors diese aber nicht per sparplan sondern nur als normalen kauf an.

  63. pommes

    @Christoph

    danke für die Rückmeldung, mein Depot ist bei der DKB, pro Trade 10€ was schon mal nicht günstig ist, dazu dann halt jetzt die Nummer mit den REIT’s wie ich heute feststellen mußte, was mich sehr geärgert hat.

    Bei mir ging auch alles, konnte die WKN im System finden, auch Handelsplatz auswählen (Tradegate wollte ich nehmen), aber beim verbindlichen Kaufen wurde dann gestoppt. Auf Nachfrage kam dann die Antwort das REIT’s prinzipiell nicht gehandelt werden können für Privatpersonen über die DKB. Gut, ich werde dann mal Consors genauer anschauen, hatte ich im Sommer schon getan, als du die Sparpläne erwähnt hattest.

  64. Dominik

    @pommes

    consors finde ich gut, bin da auch mit meinem hauptdepot. Kostet aber auch mind. 10€ pro Kauf von Einzelwerten.

  65. Oliver

    @Pommes

    Schau dir Lynx an. Die Gebühren ggü. Consors oder DKB sind um einiges günstiger und dort kannst Du REITs ohne Probleme kaufen. Bei Consors habe ich auch schon REITs gekauft, war kein Problem. Ich habe bei beiden Anbietern ein Depot.

  66. Claus

    @ fit und gesund

    danke für die lieben Grüße. Du hast ja auch schon sehr schöne Dividendenerträge. Bleibe einfach bei deiner Strategie und der Dividendenstrom wird stets grösser.

    Vom Gold lasse ich die Finger. Wenn Du Dich damit wohl fühlst, ist es aber sicher kein Fehler, so lange Du nicht zuviel bezahlst (Kaufpreis + Kaufprämie, besonders bei kleiner Stückelung, Aufbewahrung, Inflationsquote). Die Rendite beim Gold ist aber eher mäßig. Gerd Kommer hat mal in seinem Buch „Die Buy and Hold Bibel“ eine jährliche inflationsbereinigte Rendite für den Zeitraum 1872-2008 von 0,6% ermittelt. Aber wer weiss schon, wie sich die Preise entwickeln werden.

    Auch Dir viel Glück und Erfolg!

  67. Fit und Gesund

    Was haltet Ihr von United Internet? ich suche ja noch einen europ. Techno/Internet-Wert?

  68. Christoph

    @Fit und gesund

    also einer der wenigen europäischen Tech werte den ich kaufen würde wäre SAP.

    Aber prinzipiell sind die Us techwerte in meinen Augen die besten.

    wieso nicht eine andre sparte für Europa? Chemie zb.oder pharma.

     

  69. Fit und Gesund

    @Christoph,

    Pharma hab ich jetzt genug, ich möchte jetzt mal Techno/Internet anfangen ausbauen. SAP schau ich mir auch noch an, aber die Dividenden dort sind ziemlich mager.

  70. Christoph

    ich kann da nur usa empfehlen

    Intel, cisco, Skyworks solutions, applied materials, IBM, Microsoft, Qualcom, Nvidia

    da gibt es so viele sehr gute unternehmen.

     

  71. Rainer ZufallRainer Zufall

    @ Mr B. Danke für den Link. Also wird wohl gerade an einer weiteren „Vereinfachung“ gearbeitet 😉

  72. pommes

    @Christoph und Dominik, besten Dank für eure Erläuterungen, ich werde mir beide Broker anschauen, ich werde mir ja nun nicht von meinem jetzigen vorschreiben lassen was ich kaufen darf :D.

     

    @Mr B.: ebenfalls danke für den sehr interesanten Link!

  73. K.

    @Pommes

    also bei comdirect konnte ich im Herbst 2015 auch US REITs ohne Probleme ordern. Nur wenn es preislich im „Penny Stocks“ Bereich liegt, ist ein Limit sinnvoll, da der Broker sonst die Ausführung stoppt um dem Kunden vor „zu hohen Preisen“ zu bewahren. Mit Limiteingabe beim Kauf für den Kaufpreis aber kein Problem.

  74. Finanzmixerin

    @Fit und Gesund: Ich finde es auch gut, dass der Goldpreis manipuliert ist und für mich darf er das ruhig bleiben. Meist, wenn der Goldpreis mal wieder nach oben geht, weiß ich schon, dass er auch wieder talwärts gehen wird.

    War es PIBE, der auch eine Aufteilung von 30/30/30 Gold, Immobilien, Aktien vorschlug und anstreben wollte? Ich halte diese Zielvorstellung für sehr gut. Ein Mix aus mehreren Anlageklassen schlägt meiner Meinung nach in Puncto Sicherheit jede der einzelnen Anlageklassen für sich. Wobei 30% in Gold schon viel ist, wie ich finde. Aber zum Werterhalt ist Gold quasi ungeschlagen. Den Aktienmarkt können wir immer nur in der Retrospektive einschätzen, können nicht auf die Zukunft schließen. Bei Gold ist Werterhalt quasi sicher (meiner Meinung nach).

  75. Finanzmixerin

    @K: Ohne Limit kauft man immer teurer, als mit Limit. Besonders in einem engen Markt (das gilt auch für amerikanische Aktien an deutschen Börsen).

    Ich arbeite nur mit Limits. Habe damit die besten Erfahrungen gemacht.

  76. PIBE350

    An Finanzmixerin: Juhu, der Finanzmixerin gefällt meine Finanzmischung. 😀

    Sicherlich sind 1 Drittel in Edelmetallen nicht wenig, aber ich erwähnte ja, dass es mir nicht mehr auf maximale Rendite ankommt. Da ich die perfekte Portfolioaufteilung (optimales Rendite-Risiko-Profil) der Zukunft nicht kenne, teile ich mein Vermögen einfach in gleich große Teile auf.

    So verkehrt wird diese tausende Jahre alte Regel schon nicht sein:

    Ferner sagte R. Jiçhaq: ,,Stets teile PIBE350 sein Geld in drei Teile: ein Drittel in Grundbesitz, ein Drittel in Waren und ein Drittel in seiner Hand.“ 😉

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Risikodiversifizierung

     

  77. Christoph

    Mal ne Frage an die Gold Jünger: Habt ihr nur Gold oder auch Silber oder andere Metalle?

    Also ich persönlich habe ja davon nichts, aber wenn dann würde ich nicht nur Gold sondern weitere Metalle nehmen.

     

  78. Mattoc

    @PIBE: Zu welchem Drittel zählt denn dein Gold? Zum Drittel „in deiner Hand“?

  79. Claus

    Nochmal zum Thema Gold:

    Der Kauf von Barren und/oder Münzen unterliegt natürlich dem persönlichen Geschmack und Empfinden.

    Wie schon geschrieben, bin ich kein Goldfreund. Für mich wäre der Kauf von physischem Gold ungefähr so, wie Geldparken auf einem nahezu zinslosem Konto.

    Hätte ich mehrere größere Barren oder auch eine größere Menge verschiedener Stückelungen käme für die Aufbewahrung nur ein Bankschließfach mit Versicherung in Betracht. Zuhause, auch im Tresor, möchte ich niemals solche Werte haben (ich mag keine unliebsamen Besucher… ). Doch Banken und Versicherungen mag ich auch nicht sonderlich… Es wäre mir zuviel Aufwand ohne echten Nutzen. Denn was passiert bei einem echten Ernstfall (..die Welt geht gerade unter…), wenn ich an mein Gold will, um es vielleicht gegen etwas Brot und Gemüse einzutauschen? Die Bank ist geschlossen und die Versicherung, falls nicht auch geschlossen, hat vieeeeel Zeit…

    Da Gold kaum eine Rendite hat und der Preis sogar volatiler ist, als ein gut gemischtes Aktiendepot, macht der Kauf für mich keinen Sinn.

    Da der Goldpreis auch noch manipuliert wird, muss für Preissteigerungen die Nachfrage „künstlich“ erhöht werden.

    Um gute Gewinne zu erzielen braucht man also viel Glück, Timing beim Ein- und Ausstieg und oft enorm viel Wartezeit. Ohne „Handel“ gibt es langfristig bisher kaum Rendite. Gerd Kommer hat mal in seinem Buch „Die Buy and Hold Bibel“ eine jährliche inflationsbereinigte Rendite für den Zeitraum 1872-2008 von 0,6% ermittelt.

    Und warum sollte der Wert vom Gold nicht auch einmal drastisch sinken? Es ist schließlich, ähnlich wie Geld nur ein Fetzen Papier ist, nur ein Klumpen Metall.

    Zur Risiko-Streuung kann man Gold in geringem Umfang sicherlich nutzen. Ich würde es aber max. als eine Depot-Position sehen (1-5%).

    In Goldminen-Aktien oder sogar Derivate würde ich niemals investieren. Das ist wie ein Gang ins Spielcasino…

    Trotzdem wünsche ich allen Gold-Investoren ein glückliches Händchen und fette Gewinne!

  80. Jessica

    Es handelt sich bei den 90% (bis zur Höchstgrenze von 20’000) um Forderungen aus Wertpapiergeschäften.

    Einfaches Beispiel: du handelst mit Bank X und verkaufst Aktien im Wert von 50’000 Euro. Geht X pleite zwischen deinem Handelstag und der Valuta hast du einen Anspruch auf 90%, in diesem Falle auf das Maximum von 20’000 Euro. Dein restliches Depot selbst ist davon unberührt und geht zu 100% nicht in die Insolvenzmasse von X.

     

  81. Claus

    @ Markus

    Sehr interessanter Artikel. Ich bin kein Jurist, aber wie im Artikel bereits steht, sind Wertpapiere Privateigentum des Kunden, somit Sondervermögen und im Pleitefall nicht zur Konkursmasse gehörend.

    „Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Wertpapiere, die sich im Kundendepot bei einem Finanzinstitut befinden, Eigentum des Depotinhabers sind. Das Institut ist nur der Verwahrer. „

    Geht die Depotbank betrügerisch vor, weil Sie z.B. Kaufaufträge nur zum Schein ausführt oder Aktien aus Kundendepots ohne Wissen der Eigentümer verleiht, ist dies m.E. eine Straftat mit entsprechenden Folgen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie dann auch noch belohnt wird und mit nur 20.000,- EUR (auch bei Multimillionen-Depots…) haftet. Das wäre ein Witz.

    Das wäre ja so, als wenn ich das Haus meiner Nachbarn, in dem ich während ihres Urlaubs die Blumen gießen soll, ohne deren Wissen an Fremde vermiete. Sollten die Fremden das Haus z.B. durch einen Brand o.ä. ruinieren, gebe ich meinen Nachbarn einfach die erhaltene Miete und das wars…

    In diesem Falle sollten wir alle sofort eine Depot-Bank gründen mit einer Mindestanlagesumme von 20.000,- EUR… Das wäre das beste Geschäft der Welt…

    Das Schlimmste, was m.E. passieren kann, ist betrügerisches Handeln der Depotbank, weil man hiergegen machtlos ist. In diesem Fall sollte aber nach Bekanntwerden innerhalb überschaubarer Zeit ein Depotwechsel zu einer anderen Bank möglich sein, natürlich ohne Verluste.

    Vielleicht ist ja ein Jurist hier im Forum, der die Sache besser deuten kann?

  82. Heinz

    …Geht die Depotbank betrügerisch vor, weil Sie z.B. Kaufaufträge nur zum Schein ausführt oder Aktien aus Kundendepots ohne Wissen der Eigentümer verleiht,…

    Ist das mehr oder weniger heimliche Verleihen nicht gang und gäbe ?
    Die Zustimmung gibt man meistens über die AGB, suche unter dem Punkt – irgendwas mit- „securities lending“. Ich hoffe nur, dass meine Bank, das nicht macht. Allerdings kommt es meistens irgendwann über das kleingedruckte in den AGB.

  83. PIBE350

    An Christoph: Ich habe nur Gold, weil mich Silber (Mehrwertsteuer, Aufgeld und Gewicht) nicht so anspricht.

    An Mattoc: Ja, wobei ich diese alte Regel für mich so anwenden werde:

    1/3 Unternehmen: Aktienindexfonds und private Beteiligungen

    1/3 Immobilien: Immobilienindexfonds und private Immobilien

    1/3 Edelmetalle: Gold

    Eine liquide Notreserve zählt extra.

    An Claus: Ich setze Gold langfristig und als Absicherungsmaßnahme ein. Ich kann nur für mich sprechen, aber ,,fette“ Gewinne bzw. reine Renditeerwartungen stehen für mich nicht mehr im Vordergrund, weil ich mein finanzielles Hauptziel bereits erreicht habe. Daher möchte ich es nun etwas ruhiger angehen lasssen.

    Gold hat bisher immer seine Kaufkraft behalten, Währungen nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Goldpreis#Preisentwicklung_und_Kaufkraft_von_Gold

    Meine westdeutsche Oma hat schon 4, meine ostdeutsche Oma schon 5 verschiedene Währungen hinter sich. Ich habe noch ungefähr 50 Jahre zu leben. Warum sollte der Euro meine 2. und letzte Währung bleiben?  😉

  84. Fit und Gesund

    @Claus,

    mein Gold (sind ja bis jetzt nur paar Unzen und 1 Goldvreneli) sehe ich nicht als Investment an, es muss mir keinen Gewinn bringen und wenn es mir Verluste einbringt dann ist es so, ich möchte mein Gold unabhängig von meinen Investments sehen, ich bilanziere es nicht mit,

    für mich ist es eine Beruhigung es zu haben, für Notfälle von denen ich nichtmal weiss wie die geartet sein könnten, selbst wenn es nur eine Illusion ist, auch dann ist es eben so, beim Gold bin ich irgendwie sehr viel entspannter als bei den Aktien. Es wird nie wertlos werden,

    ich sehe durchaus einen Sinn dahinter wie z.B PIBE350 sein Geld anlegt, wenn er sagt, es komme ihm nicht mehr unbedingt auf die maximale Rendite an, er ist ja durchaus schon heute finanziell frei, ich werde so oder so in 5Jahren in Pension gehen, es macht mich nicht ärmer nun Gold zu kaufen, ich muss auch nicht die letzten paar Prozentpunkte Rendite jagen, Millionärin werd ich eh nicht mehr, für mich wird es bestimmt reichen, wenn es denn soweit ist.

    irgendwie scheiden sich bei Gold die Geister, entweder man mag es oder eben nicht.  🙂

  85. Finanzmixerin

    Gold dient für mich auch dem Werterhalt. Und für wie auch immer geartete Notfälle als Sicherheit.

    Wie gesagt finde ich 30% schon viel. Aber 10%, wie oftmals die Empfehlung ist, halte ich durchaus für berechtigt. Es hat eine Schutzfunktion.

    Silber ist in der Tat viel zu schwer und zu wertlos. Da kann man sich Kiloweise von kaufen.

    In Immobilien möchte ich viel Erfahrung sammeln. Nach und nach. Meine erste kleine Renditeimmobilie habe ich. Die zweite soll etwas größer werden. Dann noch mindestens eine dritte, bevor ich mich an ein Mehrfamilienhaus wage.

    Ich hoffe, dass ich noch schlaue Ideen umsetzen kann, um passiv meinen Cashflow zu erhöhen.

  86. K.

    @Finanzmixerin

    Hier war es so, das die Ausführung ohne hinterlegtes Limit angenommen, dann aber im Verlauf gecanncelt wurde. Und wir sprechen von Kursen zwischen 25,00 und 27,00 EUR pro Stück/Aktie. Allerdings ohne großartige Tagesvolatilität. Trotzdem machte der Broker es so, konnte es aber auch nachvollziehbar erläutern.

  87. PIBE350

    An Fit und Gesund: Richtig, bei Gold scheiden sich die Geister. Das Gleiche gilt für Aktien/Unternehmensbeteiligungen und Immobilien. Das finde ich völlig in Ordnung. Jede Anlageklasse hat ihre Vor- und Nachteile.

    An Finanzmixerin: Ja, einen 15-Kilo-Silberbarren gibt es aktuell für unter 10.000 Euro. Da kommt bei steigendem Vermögen schnell Freude auf. 😉

  88. Fit und Gesund

    @PIBE350,

    möchte wissen wie gross die 15kg Silberteile sind, kann man vielleicht in einer minimalistisch eingerichteten Wohnung als Sitzgelegenheit verwenden, 🙂

    würde Keiner glauben dass die echt sind….

  89. PIBE350

    Ich habe bis heute nicht geschnallt, wie man hier anklickbare Vorschaufotos einfügen kann, aber gib mal in der Bildersuche bei Google ,,Größen Silberbarren“ ein. Auf jeden Fall ein netter Backstein. 😉

  90. K.

    @PIBE350
    Über den Button ganz rechts oberhalb des Kommentarfeldes. Dann im sich öffendenen Fenster bzw. „Overlay“ die Bild-URL/Adresse einfügen und die restlichen Optionen einstellen.
    So die Theorie. In der Vorschau sieht man es auch. In der Praxis kommt das hier dabei raus:

    [caption id="" align="alignnone" width="200"] Image Caption hinterlegt ;-)[/caption]

     

    Vielleicht muss Tim das freischalten bzw. es geht nur als „registrierter User“?

  91. Christoph

    Hat hier jemand schonmal einen REIT verkauft? wie war die Besteuerung?

    in meinem Fall geht es um Geo group. Ist eine Aktiengesellschaft.

    Allerdings hat consors den Gewinn nicht mit meinem Aktien Verlust Topf verrechnet sondern Kapitel Ertragssteuer berechnet bzw vom Freibetrag abgezogen und als Gewinn in den allgemeinen Topf gestellt.

    Habe das bereits reklamiert und der von consors verstand auch nicht wieso dies so gemacht wurde. Er gibt das weiter, dauert aber 1 bis 2 Werktage.

    Kann es irgendwie sein dass ein REIT obwohl es eine Inc ist, nicht als AG gesehen wird?

     

     

  92. finanzmixerin

    @Christoph: REITS werden nur vom allgemeinen Verlusttopf abgezogen, werden also wie Fonds behandelt. Darüber habe ich mich auch schon mal gewundert.

  93. Christoph

    Aber weshalb? es ist ekn Inc und somit eine Aktiengesellschaft und kein Fonds etc.

    Reits haben ja selbst nur einen Steuervorteil aber es bleibt dennoch eine Aktie.

  94. Christoph

    Hier der Link https://www.consorsbank.de/ev/aktie/geo-group-reit-US36162J1060

    auch da sieht man ja dass es eine Aktie ist.

    Sehr seltsam.. Habe gerade nochmal mit Consors gesprochen Auch diese Dame versteht es nicht und sagt der „Fach“Abteilung dass die sich beeilen soll(wer es glaubt…)

    Hatte bei der ltzten Amgen Abrechnung (Dividende) gebeten die Sparplan Aktien und die aus dem freien Kauf zusammen zu legen. Der Sachbearbeiter damals hat sich mein Depot angesehen und mir da geziegt woran man das erkennen kann. Ich bat um Zusammenlegeung. Er wollte das machen. Aber bisher nix passiert weil dem Kollegen die WKN nr fehlte.. Wie doof kann man bitte sein? Er war im Depot, sah die Bestände und ihm fehlt die WKN? Und selbst wenn, wieso fragt man den Kunden nicht einfach?

     

    Bin gerade stinkig..

  95. Claus

    @ Christoph

    …nicht aufregen, klärt sich alles, auch wenn es bei Consors zu lange dauert…

    Bei mir hatten sie bei Consors nach dem unfreiwilligen Umzug von der DAB alle Einstandspreise der steuerfreien vor 2009 gekauften Aktien völlig fehlerhaft übernommen. Bei einer Aktie lagen sie um über 13 k daneben. Auch bei einer nach 2009 gekauften Aktie gab es einen Fehler… Für die Korrektur haben sie über 1 Woche gebraucht.

    Da sind wohl einige Fehler in der Datenübernahme-Software enthalten. Falls noch nicht geschehen, kann ich nur jedem raten, alle Positionen genau zu prüfen.

    @ fit und gesund, PIBE350 und alle anderen

    Beim Thema Gold im Depot gibt es kein richtig oder falsch. Jeder muss seinen eigenen Weg finden, mit dem er glücklich ist oder gut leben kann. Gold ist auf jeden Fall besser als Cash, wenn man dieses Geld nicht in Aktien investieren möchte. Denn wer weiss schon, wohin der Euro steuert… Irgendwann muss das ganze in die Märkte gepumpte Geld auch wieder neutralisiert werden.

  96. Christoph

    Danke Claus.

    Ich bin einfach ängstlich denn dem deutschen Staat traue ich alles zu. hab ich zuletzt beim ebay PayPal spin off leidvoll mitgemacht.

     

    Wäre anstatt oder zusätzlich zum Gold nicht auch Diamanten eine idee?

    Gilt ja auch als stets sichere Anlage..

    Oder Comic Hefte

    gekauft für 30 k verkauft für 291 k

    https://www.bleedingcool.com/2016/12/14/wonder-woman-1/

  97. Claus

    @ Christoph

    Diamanten finde ich interessant, da klein und handlich.

    Leider habe ich vom Diamantenmarkt, der dortigen Preisentwicklung sowie den Diamanten selbst überhaupt keine Ahnung… so bleiben für mich nur die Aktien übrig…

    LG

     

  98. pommes

    @christoph, REIT’s und Broker ;), zumindest nehme ich als Nutzinformation mit: Bei Consors kann man  sie nicht nur kaufen sondern auch verkaufen 😀 und somit sind sie schon mal Lichtjahre weiter als meine Bank.

    Zum Thema Gold: ich kaufe pro Jahr einfach eine Unze und fertig. Ob das sinnvoll ist? Keine Ahnung, aber irgendeinen Grund wird es schon haben das Staaten und Diktatoren das Zeug massenweise bunkern.

    Viele Grüße an alle

  99. Christoph

    AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAARGH

    Dieser WM Datenservice wieder grrrrr

    Also habe bei Consors mit einer sehr netten Damen gesprochen. Und Sie kümmerte sich wirklich mal!

    Bekam nämlich eine Email vom Kundenservice Dass es bei den Verlusttöpfen bis Februar dauern kann da dies die DAB macht. HÄH???

    Ich war nie bei der DAB! Also angerufen und die nette Dame dran gehabt. Sie sagte: REIT? oh da schaue ich nach und melde mich bis 18 Uhr wieder.

    Und gerade rief sie an.

    So haltet euch fest: Der WM Datenservice sagt: Ja Geo Group ist eine Aktie aber doch nur so halb. Häh?

    Also Aktien von Reit, LLC´s usw das sind zwar Aktien aber ätsch die gehen dennoch in den Verlusttopf Allgemein.

    Das ist ja mal ne Logik.

    Ich bekomme den Gesetzestext noch zugeschickt. Ganz ehrlich ich hoffe das die FDP dieses Jahr mitregiert und die vielleicht mal diesen Schwachsinn ändern. EIn privates Unternehmen gibt vor wie was zu besteuern ist.

    Naja ich hab glücklicherweise ja nur 50% verkauft und wollte auch noch meinen Verlusttopf abarbeiten. Dafür ging jetzt halt mein Pauschbetrag ein bißchen weg. Das ärgert mich jetzt zwar aber ändern kann ich es ja jetzt nicht.

    Also mein Tipp: Zukünftig (ausser die BluChips) fragt erst euren Broker in welchen Topf die Gewinne/Verluste laufen! So werde ich das zukünftig auf jeden Fall machen.

     

    PS: Ich wette der WM Datenservice hängt sich an der Geschichte auf dass das Unternehmen nicht versteuert sondern nur der Anteilseigner und dass das dann ne Art Körperschaftssteuer oder so ist.

    Dass ich versteuern muss, das ist ja auch vollkommen ok Aber eine Aktie ist eine Aktie und somit ein Anteil am Unternehmen. Egal wie dieses versteuert.

    Ganz vergessen: Bei LLC gibt es keine Reduzierung der Quellensteuer!

  100. DivSky

    Warum verkauft Ihr denn die Geo Group?

    Bin mit meiner Position mit 80% im Plus bedingt durch die Tipps von Tim und Warren. Außerdem zahlen die eine gute Dividende.

  101. Christoph

    Divsky

    ich habe „nur“ halbiert. hat verschiedene Gründe. 1. eps gefällt mir nicht so gut. 2. habe einen netten Gewinn gemacht 3. Unsicherheit bezüglich den Gefängnissen usw.

    daher habe ich einen Teil des Gewinns mitgenommen und direkt woanders angelegt wo ich sowieso Nachkaufen will.

    Somit fühle ich mich so besser.

    ausser natürlich dieser bescheuerte Klassifizierung…

  102. Skywalker

    Nach dem ich kurz vor der Trump Wahl AT& T für 33,3 Euro kaufen konnte habe ich heute noch mal bei 39,4 Euro aufgestockt. Mittlerweile mein größter Einzelwert. Bin bei über 5 % persönlicher Dividende / Jahr und möchte den Wert nie wieder verkaufen.

     

    Einzig warum ich bei 33 Euro nicht noch viel mehr gekauft habe frage ich mich gerade 😉

    Nächste Aufstockungskäufe werden Pepsi, Coca Cola und P&G. Weitere große Werte im Depot: J&J und Unilever.

    Meistens kann ich, wie sagt TIm so schön, schlafen wie ein Baby mit diesen Werten!

     

  103. Christoph

    Skywalker: das kenne ich. aber soviel geld habe ich leider nicht  hehe

    alles gute und solide werte bei dir. Hast du auch verizon? könntest damit in der Branche streuen

  104. Delura

    @skywalker

    Nächste Aufstockungskäufe werden Pepsi, Coca Cola und P&G. Weitere große Werte im Depot: J&J und Unilever.

    Oha das ist ja fast mein DEPOT: Ich habe diesen Monat Cisco aufgestockt und plane IBM, Procter&Gamble, AT&T, Coaca-Cola, Unilever und Caterpillar „voll“ zu kriegen.

    Erst dann wechsele ich zu etwas „riskanteren“ Werten….

    Glück Auf!

     

     

  105. Kein Kommunist

    Kein Mensch sollte mehr als 50 Mio. Euro besitzen. Eventuell sogar nur 20 Mio.

    Die meisten Probleme auf der Welt sind Verteilungsprobleme. Ungleiche Verteilung von Ressourcen.

    Nehmen wir den Sohn von Frau Schäffler. Was will der mit 8 Mrd.? Lasst ihm von mir aus 1 Mrd., von der er und alle seine Nachfolgegenerationen ohne zu arbeiten leben können und nutzt die 7 Mrd. zur Lösung von diversen Problemen, wie Flüchtlinge, Hunger, Bildung, Energie etc.

     

  106. Couponschneider

    USA sind mir mittlerweile zu teuer. Ich habe kürzlich noch zwei US-Titel ins Depot geladen, aber beim nächsten Mal gibt’s wohl wieder deutsche oder französische Aktien.

  107. Christoph

    @Coupon

    An was machst du zu teuer fest?

    Bei Caterpillar gebe ich Dir Recht. Die Bewertung ist anhand der sinkenden Umsätze und dem Gewinn zu hoch. Die Bewertung ist dem Hoffen auf das Infrastruktur Programm geschuldet.

    Abergilt das nicht auch für Amazon?

    Allerdings steigert Amazon derzeit die Umsätze und den Gewinn stetig

    . Dazu kommen immer neue Innovationen. Übrigens wurden 38% aller US online Sales auf Amazon gemacht. Alle andren wie Walmart, JC Penny etc unter 3%.
    Derzeit ist Alexa das neue IN Teil was wie geschnitten Brot verkauft wird.
    Oder Alphabet. Umsatz und Gewinn wird stets gesteigert. Für mich fair bewertet. Ebenso wie Intel, Cisco, Coke, Nike etc.
    Man muss stock picking betreiben dann findet man faire Aktien.
    Oder nehmen wir Google 2005/ 2006. Für viele galt der Kurs als zu hoch um weiter zu kaufen. Was passierte? Er stieg und stieg bis heute weil es ein großartiges Unternehmen ist.
    Manche sehen genau das bei Nvidia derzeit. Früher reiner PC Lieferant ist man nun bei künstlicjer Intelligenz führend. Audi zb setzt auf Nvidia.

    Viele dachten ja vor der US Wahl die Kurse dind zu hoch. Aber wer nicht weiter kaufte oder gar verkaufte machte einen Fehler.
    Heute wsren S&P 500 Nasdaq 100 jnd Dow jones auf neuen Allzeithochs. Der Dow jones schrammte um 0.37 punkte an 20k vorbei. war aufCnbc lustig.
    Als der kurs fast 20k hatte gab es jubel auf dem Parkett.
    War richtig spannend wie der kurs hoch, runter, hoch runter ging.
    Ich selbst habe Geo group underweight und dafür wieder Marine harvest nachgekauft.
    Im Februar werde ich weiter Boeing, Intel, AT&T, Pepsi, Verizon, Coke, procter, j&j, Microsoft  ( Übrigens anstatt geplanten 15 k hat man 30 k von dn neuen highend PCs verkauft und muss dringend nachproduzieren), 3m, IBM, Mcdonalds,Qualcom usw kaufen. Denn für mich alles tolle Aktien bzw unternehmen und den Markt kann ich nicht timen. Daher kaufe ich einfach regelmäßig nach.

  108. Couponschneider

    Teuer im Vergleich zum deutschen Markt. Und der starke Dollar tut ja sein übriges.

    Ich finde Bayer ganz charmant, vor allem auch wegen der Monsanto-Übernahme. Daimler finde ich auch interessant. Alle reden sie vom Tesla. Ich denke, das wird kräftig gegen die Wand gefahren. Das ist wie zu Zeiten des Nemax: Tesla erwirtschaftet keine Gewinne, bringt Autos mit Elektromotor aber mittlerer Ausstattung auf den Markt, aber alle tun so, als ob das nun die Zukunft wäre. Daimler und Co. werden als „Old Economy“ angezählt. Ich halte die Elektromobilität wie sie momentan geschieht, nicht für zukunftsweisend. Und Tesla muss noch zeigen, dass solche Skandale, wie sie Volkswagen, BMW, Daimler oder Toyota durchmachen bzw. durchgemacht haben, übersteht. Da ich kein Auto habe, bin ich nie betroffen, aber ich höre und lese dann immer, dass 60 Millionen Autos weltweit wegen irgendwelcher Fehler in der Kupplung in die Werkstätten gerufen werden. Toyota hatte doch vor wenigen Jahren mal so eine Aktion. Und Toyota ist daran nicht zerbrochen. Solange nur Enthusiasten den Tesla fahren und nicht Hinz und Kunz, wird das nichts. Ich bin ja selber Enthusiast in einem anderen Bereich: Linux. Das nutze ich seit vielen Jahren. Ich habe es aber aufgegeben, Leute von Linux überzeugen zu wollen, weil dann Linux nicht den Erwartungen von „Hinz und Kunz“ entsprach. Die Leute wollen kein Elektroauto fahren, sondern ein Auto, egal mit welcher Technik, Hauptsache, das Ding bringt einen billig und zuverlässig von A nach B.

    Amazon muss aufpassen, dass die sich nicht vergaloppieren. Im letzten gab’s ja Gerüchte, dass Amazon der Deutschen Post Konkurrenz machen will. In den 90ern gab’s den Trend der Konzentration aufs Kerngeschäft, wo auch reichlich übertrieben wurde. Aber insgesamt war das gut und richtig. (Ich fand auch die Mannesmannübernahme und anschließende Zerschlagung richtig. Das war gut für die Mitarbeiter. Es jaulten nur die Gewerkschafter, weil sie Macht einbüßten.) Nun will Amazon auch noch die Logistik bis zum Endkunden abwickeln. Ich würde die Amazon-Konkurrenten noch nicht abschreiben. Mit meiner US-Erfahrung: So schlecht sind die anderen auch nicht und wenn man Geld sparen will, dann kann es von Vorteil sein, wenn man auch mal schaut, wie die Preise bei walmart.com, walgreens.com, jet.com oder target.com sind.

    Ich selber bestellte heute recht wenig bei Amazon. Ich nutze gerne den Marktplace für Gebrauchtwaren. Daran verdient Amazon auch. Aber ich sammle meine Wünsche über längere Zeit und bestelle dann häufig direkt beim Gebrauchtwarenhändler und spare noch mehr Geld. Selbst wenn ich nur einen Euro sparen kann, ziehe ich das gebrauchte richtige Buch dem Kindle-eBook vor.

    Interessant finde aber Alphabet und Apple. Ich bin selber Apple-Aktionär. Die haben nachweislich Vorsprung gegenüber der Konkurrenz. iPhones waren im Weihnachtsgeschäft wieder die gefragtesten Smartphones. Über Google braucht man nicht zu reden; mit der Suchmaschine und Youtube verdienen die richtig Asche. Aber Internethändler spielen, können auch viele andere als Amazon. Und ich bin ganz ehrlich: Ich bin geduldig und ich bin nicht bereit für die schnelle Lieferung Prime-User bei Amazon zu werden. Ich merke sogar den Trend in meiner Umgebung, dass die Prime-Abos wieder gekündigt werden. Amazon schaufelt sich sogar selber sein Grab mit dem Marketplace. So bin ich erst darauf gekommen, Bücher und CDs günstig gebraucht zu bestellt. Da spare ich ca. 60 % bis 70 % gegenüber Neuware. Und so lerne ich die Spezial-Shops kennen. Der Einzelhandel hat den Vorteil, dass neben einem Supermarkt kein zweiter Supermarkt öffnet. Die Supermärkte ziehen auch dauerhaft den Umsatz von den kleinen Läden ab, dann schließen die, und die Supermärkte werden lokal „alternativlos“. Aber im Internet können die Leute schnell den Händler wechseln.

    Andere Länder wie Großbritannien, Frankreich und Italien sollte man auch wieder verstärkt unter die Lupe nehmen. Ich muss auf meine Ländergewichtung achten; der US-Teil soll nicht zu stark werden. Ich habe seit September über 7400 € in US-Titel investiert, aber nur 3700 € in Nicht-US-Titel.

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