Angst und Panik an der Wall Street


New York, 20. November 2008

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Jetzt rennt die Meute aus den Aktien raus. Anleger rund um die Welt schmeißen Aktien verzweifelt auf den Markt und flüchten in niedrig verzinste Renten. Jeder fürchtet das Risiko. Cash ist King. Es ist verrückt, wie stark der Markt eingebrochen ist. Es findet derzeit eine Übertreibung nach unten statt. Dass General Motors auf dem Niveau des Jahres 1943 notiert, scheint angesichts der möglichen Insolvenz durchaus nachvollziehbar. Dass aber die Citigroup, eines der größten Geldhäuser weltweit, nun unter fünf Dollar notiert, ist der Hammer. Heute rauschte Citigroup auf 4,77 Dollar in die Tiefe, das waren abermals minus 25 Prozent. Das ist verrückt. In drei Jahren verlor die Aktie 90 Prozent an Wert. Ein globaler Finanzriese wankt wie ein Pennystock. Goldman Sachs fiel auf das Kursniveau zum Börsengang zurück. Nahezu alle Banken brechen gnadenlos zusammen. JP Morgan schmeißt 3.000 Mitarbeiter raus.
Ganz klar zeigt uns die Börse, dass die Rezession sehr heftig ausfallen wird. Eine lange Krise steht also bevor, die über ein Jahr dauern dürfte. Die Arbeitslosigkeit und die Zahl der Pleitefälle weiten sich also aus. Am günstigsten steigen Sie in Aktien ein, wenn wir uns inmitten der Rezession befinden. Das zeigt die Statistik. Warren Buffett hatte das sehr schön in seinem Gastbeitrag vor einigen Wochen anhand dreier Rezessionen in der New York Times erläutert. Mir leuchtet das ein. Denn Börsianer sehen nach vorne. Aktuell haben die Anleger das ganze Ausmaß der Finanz- und Konjunkturkrise vor Augen. Wenn der letzte die Hoffnung verloren hat, dann ist der Tiefpunkt erreicht. Momentan lösen viele Hedgefonds ihre Positionen auf. Die meisten Geldzauberer haben einen Großteil ihrer Investments auf Pump finanziert. Wenn die Kurse einbrechen, müssen sie notgedrungen verkaufen. Eine Art Abwärtsspirale setzt sich in Gang. Ich verliere keineswegs die Nerven. Ich weiß, dass sich die Börse wieder erholen wird. Als Langfristanleger bieten sich nun mehr Chancen als Risiken. Aktien sind Trumpf.


tim schaefer (Author)

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Angst und Panik an der Wall Street


New York, 30. September 2008

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Am Montag herrschte Panik an der Wall Street. Der Kongress hatte das Rettungspaket der Regierung abgelehnt. Nun soll das Gesetzesvorhaben ein zweites Mal am Donnerstag den Abgeordneten zur Abstimmung vorgelegt werden. Brutal hat die Börse reagiert. Auf breiter Front stürzten Aktien. Die Bilanzen der Finanzinstitute sind angeschlagen. Nach milliardenschweren Abschreibungen auf faule Kredite klaffen bedrohliche Löcher. Aber die Branche wird nicht völlig vom Erdboden verschwinden. Ich glaube, die großen und starken Häuser wie Citigroup, JP Morgan Chase oder Goldman Sachs gehen stabiler denn je aus der Krise hervor. Insofern halte ich diese Aktien für einen Kauf. Der Chart zeigt die Citigroup. Ein Problem ist in diesen Zeiten, dass viele Börsianer einen zu kurzfristigen Zeithorizont haben. Sie werden in diesen Tagen nervös und steigen aus.
In den USA sparen Millionen von Bürgern auf so genannte 401K Anlagekonten. Sie sparen für ihre Rente. Das Geld, das auf das 401K-Konto fließt, ist steuerfrei und wird häufig direkt in Aktien investiert. Bekannte erzählten mir nun, dass sie mit dem Gedanken spielen, ihre Aktienpositionen auf diesen 401K-Konto aufzulösen. Für mich ist das der Hammer! Da entbehren sie mehr als zehn Jahre lang monatlich Geld und jetzt werden sie nervös und wollen alles über den Haufen werfen. Für mich ist das ein Zeichen, dass die Marktkorrektur nun einen Boden gefunden haben dürfte. Das Gegenteil sollten Sie tun: Wer jetzt einsteigt, sollte auf lange Sicht einen fetten Ertrag einstreichen können. Sehen Sie die schlimmste Krise seit 1929 als Chance! Der Dow-Jones-Index ging heute mit 10.850 Punkten aus dem Handel, das waren 485 Zähler mehr. Noch am Montag war das Börsenbarometer um 777 Zähler in die Knie gegangen.


tim schaefer (Author)

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