Andreas verdient gut, spart und zahlt sein Haus zügig ab


New York, 21. April 2017

Andreas verdient ordentlich. Er hat gemeinsam mit seiner Frau einiges gespart. Sie zahlen ihr Haus zügig ab, was ich super finde.

Ich bin von Euch Lesern begeistert. Jeden Tag erhalte ich Lebensgeschichten, die ich hier veröffentlichen werde. Ich finde, wir können von einander lernen. Schlau ist, wer die Fehler anderer vermeidet. Ich glaube, wir Menschen neigen dazu, die größten Fehler in jungen Jahren zu machen. Weil uns das Wissen/Erfahrung fehlt. Ich habe selbst verdammt viele Fehler gemacht.

Andreas schrieb mir folgende Email:

„Hallo Tim,

ich lese deinen Blog jetzt seit Anfang diesen Jahres. Durch dich habe ich mich auch weiter mit dem Thema Finanzen beschäftigt und höre jetzt neben deinem Blog noch die Podcast „Der Finanzrocker“, „Der Finanzwesier rockt“ und „Geldbildung“.

Ich finde deine Leserreihe sehr interessant und war lange am hin und her überlegen, ob ich mich finanziell mal anonym komplett oute. Ich hoffe, du und deine Leser können mir ein paar Tipps geben, wobei ich denke, dass ich meine Entscheidungen trotzdem selbst treffen werde, damit ich selbst keinen für eventuelle Fehlinvestitionen emotional verantwortlich machen kann J.

Ich heiße Andreas und bin 39 Jahre alt, verheiratet und habe einen drei Jahre alten Sohn. Wir leben gemeinsam in Norddeutschland in einer Großstadt in einem Einfamilienreihenhaus, welches wir vor fünf Jahren kauften. Das Haus liegt sehr zentrumsnah. Zu Fuß braucht man zehn Minuten in die Innenstadt. Straßenbahn und Bus-Linien sind fußläufig erreichbar. Der Hauptbahnhof liegt vier Stationen entfernt. Das Haus selbst ist sehr alt (Bj 1879), jedoch 2004 komplett saniert und modernisiert worden.

Nach dem Abi habe ich eine Lehre gemacht. Dann musste ich zum Bund. Anschließend wusste ich noch nicht so recht, was ich machen sollte und lernte einen elektrotechnischen Beruf. Anschließend studierte ich Elektrotechnik. Durch meinen unschlüssigen Start trat ich erst mit 29 Jahren ins Berufsleben ein. Ich habe seit dem Abi durchgehend gearbeitet. Beim Studium hatte ich einen Werkstudentenvertrag, welcher sozialversicherungspflichtig war,  so dass ich seit ich 19 bin in die Rentenkasse eingezahlt habe.

Mit 29 betrug mein erstes Ingenieursgehalt 36 T€/ Jahr. Mein aktuelles Gehalt beträgt 110 T€ / Jahr (ink. Boni). Meine Frau ist Freiberuflerin. Sie hat eine Jobpause nach der Geburt unseres Sohnes von zwei Jahren eingelegt und arbeitet jetzt wieder (ca. 40 T € / Jahr, bin mir hier nicht so sicher). Der Umsatz ist deutlich höher, aber es gehen eine Menge Kosten herunter. Unser Steuerberater rechnet sie immer arm, so das es immer eine Steuerrückzahlung zwischen 6 – 10 k € für uns gibt (beide Steuerklasse 4).

Über die Finanzen meiner Frau, sprich das was sie monatlich für sich selbst ausgibt, habe ich nicht so recht einen Überblick. Sie ist zwar sparsam, aber ein wenig anders als ich. Ich selbst führe aus eigener Motivation seit vier Jahren ein Haushaltsbuch und mache über unsere ganzen Konten dann immer einen Jahresabschluss.

Am 31.12.016 sah es bei uns wie folgt aus:
Guthaben Konten: 32 T €
Investmentfonds (Union Investment): 24 T €
Aktien: 60 T €
Uniprofirente Guthaben (Riester): 49 T €
Rentenversicherung: 8,5 T €
Kapitallebensversicherung (Dynamik gekündigt): 4,4 T €
Arbeitgeberfinanzierte Altersvorsorge (ohne Verzinsung eingerechnet): 17 T€
Betriebliche Altersvorsorge (Fonds aus Brutto): 24 T  €
Haus (Kaufpreis 250 T €): – 121,5 T €

Aktueller Aktienbestand:
550 Stk. Barrick Gold
200 Stk. BHP Billiton
30 Stk. BMW
35 Stk. Chevron
60 Stk. Daimler
250 Stk. Deutsche Bank
1155 Stk. e.on
250 Stk. Energiekontor
80 Stk. Eni
650 Stk. Gazprom
650 Stk. Nokia
65 Stk. Novo Nordisk
50 Stk. Porsche
130 Stk. Shell
200 Stk. South32 Ltd
100 Stk. Total
100 Stk Unilever
115 Stk. Uniper
65 Stk. Verizon

Mein Depot ist aktuell 10 T € im Minus. Insgesamt komme ich mit den Dividenden und durch mein aktives Traden in der Vergangenheit auf ein kleines Plus. E.on und der Atomausstieg haben mich richtig Geld gekostet. Aber ich befolge seit ca. fünf Jahren buy and hold. Sprich ich verkaufe meine Aktien nicht mehr. Ob das richtig ist, werde ich in zwei Jahrzehnten sehen. Aktuell kaufe ich kontinuierlich Aktien dazu und führe zum 1. Januar immer die maximale Sondertilgung durch. In fünf Jahren läuft unser Kredit aus und dann soll das Haus abbezahlt sein.

In meiner eigenen jährlichen Bilanz rechne ich den Wert unseres Hauses immer mit 250 T€ ein. Aktuell werden zwar Häuser in der Nachbarschaft in einem schlechteren Zustand für über 400 T € verkauft, aber wir wollen aktuell nicht verkaufen und die Mieten sind in den letzten Jahren auch leider drastisch gestiegen, daher bleibt die eigene Bewertung der Immobilie für mich bei 250 T €.

Leider bin ich noch kein so stringenter Leser wie der ein oder andere deines Blogs, aber ich arbeite daran. Aktuell fahre ich ein von dir so genanntes „Clown Auto“. Einen GLC für 65 T€. Dieser ist aber ein Dienstwagen, welchen ich nur versteuern muss, alles andere wird vom Arbeitgeber übernommen ink. evt. Beulen, Sprit, Ersatzteile usw. Aber das Auto kostet mich ca. 330 € netto monatlich. Ich fahre damit ca. 25 Tkm privat, den Rest dienstlich. Meine Frau fährt dienstlich einen acht Jahre alten Golf in einfacher Ausstattung.

Das ist das Clown-Auto von Andreas. Er bezeichnet es selbst als Clown-Auto. Er braucht es berufsbedingt und bekommt es vom Arbeitgeber gestellt. Aber muss es so groß sein? Es kann eine Nummer kleiner sein, denke ich. Dann zahlt Andreas weniger Eigenanteil. Das wäre mein Vorschlag.

Wir fahren drei Mal im Jahr (35 Tage insgesamt) in den Urlaub. Dies ist uns sehr wichtig. Hierbei versuchen wir einen günstigen Urlaub zu machen, aber keinen billigen Urlaub. Dabei finden sich auch Fernreisen wieder.

Weitere Laster sind die kontinuierliche Modernisierung unseres Hauses und die Wünsche unseres Sohnes.

Letztes Jahr habe ich, obwohl meine Frau zuhause geblieben ist, 28 T€ gespart. Unsere Gesamtbilanz der Konten 2015 vs 2016 ist um 58 T € gestiegen (ink. Altersvorsorge und Aktiengewinne).

Wir beide haben recht junge Eltern und werden irgendwann, wenn wir alt sind, auch noch etwas erben, sofern wir unsere Eltern überleben. Meine Eltern haben ein Haus und etwas Wald und Land. Bei meiner Frau sieht es ähnlich aus, jedoch ein etwas größerer Immobilienbesitz haben ihre Eltern. Mit diesen Werten rechnen wir beide jedoch nicht. Hier vermute ich eher, dass unsere Kinder mal etwas erben werden.

Mein aktuelles Ziel ist es mit max. 63 in den Ruhestand zu gehen. Mein Zielvermögen strebe ich nach aktueller Kaufkraft auf 1,2 Mio € an. Ob ich dies erreiche, weiß ich noch nicht. Mit einer deutlich höheren Sparqoute wäre dies bestimmt möglich, ich möchte jedoch aktuell nicht auf Wohnraum (130 qm) oder Urlaub verzichten. In allen anderen Dingen bin ich recht sparsam. Hier gibt es sicher noch Potential, aber aktiv über Finanzen und die finanzielle Unabhängigkeit informiere ich mich halt erst seit Anfang diesen Jahres.

Ich bin gespannt, was ihr mir ratet, zu verändern. Ich glaube, ich habe mich recht gut beschrieben. Auf den Dienstwagen kann ich aus beruflichen Gründen nicht verzichten, aber den nächsten Wagen sicherlich eine Nummer kleiner wählen. Aber das ein oder andere ist sicherlich diskussionswürdig.

Eine offene Frage ist sicherlich, warum ich Riester und warum ich eine BAV abgeschlossen habe. Die Gründe hierfür liegen in meiner Befürchtung, dass dies evt. positive Effekte auf die gesetzliche Rente haben könnte, da die Wählerschaft der „Über 60″ in Deutschland steigen wird und ich vermute, dass man hier private Vorsorge irgendwann positiv auf den gesetzlichen Anspruch anrechnen wird.

Schöne Grüße
Andreas“

Danke Andreas für diese ehrliche Bilanz. Ich finde es großartig, wie offen Du die Karten auf den Tisch legst. Gut finde ich, dass Du ein Haushaltsbuch führst. Super ist, dass Du sparst und ein Ziel vor Augen hast. Super ist ferner, dass Du das Haus zügig tilgst. Respekt! Dein Werdegang und Verdienst sind prächtig. Ebenfalls mein Respekt!

Ich würde mit Deiner Frau sprechen, um das Ziel der finanziellen Freiheit gemeinsam stärker nach vorne zu bringen. Zu einer Partnerschaft gehört, dass man partnerschaftlich zusammenarbeitet und offen über Finanzdinge spricht. (Es geht nicht um Bevormundung, eher um gemeinsame Anstrengung.)

Wenn Ihr beide früher in den Ruhestand könnt, ist das doch herrlich.

Bei dem Investmentfonds von Union Investment wollte ich fragen, was das für einer ist? Es gibt leider viele Gebührengräber, wo absurde Kosten zu Lasten der Anleger abgeschöpft werden. Wenn der Fondsmanager ein wenig Jo-Jo mit den Aktien spielt und nichts dabei herausspringt, ist das Mist. Unterm Strich kommt oft nichts bei rum, wenn Du den Vergleichsindex (DAX, S&P 500…) gegenüberstellst. Handelt es sich um einen aktiven Investmentfonds? 80 bis 90% der aktiven Fonds scheitern auf lange Sicht. Besser sind in den meisten Fällen ETFs (es gibt positive Ausnahmen unter den aktiven Managern).

Was ich unverschämt finde: Wenn Kunden sich am Bankschalter informieren, bekommen sie oft nur die aktiven Fonds angeboten, weil diese mehr Gebühren/Provisionen generieren. ETFs verkaufen Banken ungern. Sie erwähnen sie eher nicht im Kundengespräch. Das ist jedenfalls meine Erfahrung aus Gesprächen.

Wer einen aktiven Fonds kauft, zahlt zuweilen gleich mal einen kernigen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent. Hinzu kommen die jährlichen Fondsgebühren (Fachchinesisch TER genannt). Diese TER-Kosten werden versteckt berechnet. Der Kunde erhält keine jährliche Rechnung, wie man das eigentlich erwarten sollte. Wenn ein Anwalt oder Handwerker für uns arbeitet, erhalten wir eine Rechnung. Fondsgesellschaften brauchen uns keine Rechnung schicken.

Wenn Du einen Ausgabeaufschlag von fünf Prozent bezahlst und eine TER-Gebühr von zwei Prozent, macht das im ersten Jahr sieben Prozent Kosten. Das kannst Du kaum wieder reinholen via Mehrrendite.

Dein Aktiendepot ist eine gute Basis. Dass Du schlechte Aktien wie den Versorger erwischt hast, ist zwar ärgerlich, aber völlig „normal“. Das passiert mir auch. Und selbst Warren Buffett macht hin und wieder Fehler. Er hat schon einige Pleitefälle erlebt.

Dass Du Dich zu „Buy and Hold“ entschieden hast, ist super. Das bringt unterm Strich mehr Rendite. Das zeigen jedenfalls Studien.

Skeptisch bin ich bei Deiner Riester-Rente. Die Kosten/Gebühren sind häufig enorm. Im Alter musst Du Riester noch versteuern. Ob sich das unterm Strich lohnt, da hab ich meine Zweifel.

Die 32.000 Euro Guthaben auf den Konten halte ich für zu hoch. Reichen nicht 4.000 bis 5.000 Euro? Angesichts des Doppel-Einkommens und hoher anderer Finanzassets ist der Cash-Bestand zu üppig, finde ich.

Ich denke, Andreas kann viel früher in den Ruhestand, als er sich derzeit ausmalt.

Mich würde interessieren, was die Leser raten.

Achso, ich habe Andreas noch gefragt, warum bei der Immobilie ein negativer Betrag steht. Er hat mir dann so geantwortet:

„Hallo Tim,

Das mit den – 121,5 T€ ist eigentlich ganz einfach, aber anscheinend falsch von mir formuliert.

Wir hatten am 31.12.2016 noch eine Resthypothek von 121,5 T€, welche wir monatlich abzahlen. Der Zinssatz lag vor 5 Jahren bei unserer damaligen finanziellen Situation bei 3,95 %.

Grüße

Andreas“

PS: Wer mir seine Lebensgeschichte schicken möchte, bitte an timschaefermedia@gmail.com.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Andreas verdient gut, spart und zahlt sein Haus zügig ab

  1. Emanuel

    Hallo zusammen,

    @ Tim:

    Ich finde diese Serie genial! Vielen Dank hierfür! ETFs verkaufen sich genau aus dem von dir geäußerten Grund kaum bei den traditionellen Banken. Ich habe selbst bei zwei Banken direkt nach ETFs nachgefragt. Bei der einen hat man mir klipp und klar gesagt, dass sie dann kein wirkliches Interesse haben. Bei der anderen hat man mit Verständnis zuerst gepokert, wollte mir aber die Vorteile des aktiven Fonds dagegen nochmal schmackhaft machen. Im Endeffekt habe ich sie dann selber bei einem Onlinebroker gekauft.

     

    @ Andreas:

    Vielen Dank für die sehr transparente Darstellung deines Werdegangs und deiner finanziellen Situation!

    Die 100 k€ pro Jahr muss man erstmal erreichen. Respekt hierzu! Ich vermute, dass du irgendwas in der Richtung Consulting / Beratung / externe Projekte / Vertrieb machst? Deswegen wahrscheinlich auch der etwas „prestigeträchtigere“ (ist vielleicht auch für manchen Kunden wichtig…) Wagen. Auch die Einnahmen deiner Frau, lassen euer Ziel sicherlich schneller und leichter als geplant erreichen.

    Bzgl. Riester + aktiven Fond stimme ich Tim zu. Da wird Bank + Versicherer ordentlich mit verdienen.

    Was mir persönlich an den Einzelaktien nicht so gut gefällt ist die Diversifikation. Insbesondere die vielen Rohstoff – Werte würden mir etwas Schmerzen machen. Wenn da mal der Öl-Preis bisschen wackelt, dann ziehts dir gleich mehrere Werte auf einmal nach unten. Da würde ich lieber ein paar Branchen mehr hinzu nehmen: Konsum, IT, Handel usw.

    Die 35 Tage Urlaub finde ich happig. Kommt sicherlich auch drauf, wo ihr da dann genau hinfährt. Aber das hast du ja schon angesprochen, dass euch das wichtig ist und daran nicht zu wackeln ist. Von dem belasse ich es hierbei.

    Zusammenfassend bin ich der Meinung, dass ihr das schon ganz gut machst – bis auf winzige Kleinigkeiten. Ich denke ebenfalls wie Tim, dass ihr euer finanzielles Ziel deutlich früher erreichen werdet, wenn ihr so weiter macht.

    Gruß

    Emanuel

  2. Ralf

    Wieder ein sehr interessanter Artikel. Aber aus Trollsicht zu sagen: Es ist doch weniger ein Maßstab für Normalverdiener, die nicht mal zur Hälfte an ein Gehalt von dieser Größenordnung ran kommen. Je mehr Kohle da ist, desto einfacher ist die FU zu erreichen wenn man seinen Lebensstandard klein hält. Die größere Kunst ist es doch, dies mit normalen Gehältern unter 40-50.000 € und hohen Wohnkosten zu schultern. Oder als Alleinverdiener mit Familie.

    Trotzdem gerne gelesen! Viel Erfolg!

    Trollgruß

    Ralf

  3. Felix

    Endlich mal jemand, der nicht nur trocken Brot isst und Fahrrad fährt (wobei ich gegen beides nichts habe, nur wenn’s zur Manie wird). Ich denke das ist oberer Mittelstand in Deutschland. Ein Paar mit 150 T€ brutto pro Jahr ist schon komfortabel. Insofern muss man auch nicht um jeden Euro knausern, warum auch, wenn man beruflich erfolgreich unterwegs ist.

    Ich glaube zwar, dass Andreas Situation deutlich überdurchschnittlich ist, dem Normalbürger in D aber näher ist als der Pfandflaschen sammelnde Renter, der sich an „der Tafel“ verköstigt. Man engagiert sich beruflich, ist erfolgreich und ala long gibt’s noch was zu erben. So ist das in vielen Familien, die über die Gott sei Dank lange Friedenszeit in Europa etwas aufgebaut haben und an die nächste Generation weitergeben (Immobilien, Land, Geldvermögen werden in unglaublicher Höhe derzeit vererbt).

    Deshalb ist es in solchen Fällen weder sinnvoll noch wichtig den letzten Euro aus den Riestergebühren oder Autos herauszuquetschen. Das lenkt nur von den wichtigen Dingen ab und macht Stress. Ich erkenne mich gut in der Situation wieder. Es ginge immer noch mehr, es geht aber auch so. Leben und leben lassen eben. Auch eine gewisse Großzügigkeit gehört m.E. zur Lebensqualität dazu. Gut finde ich, dass das Vermögen auf vielen Beinen steht. Die können nicht alle optimal sein, das ist klar.

  4. Skywalker

    Guter Kommentar Felix, sehe ich schon wieder genauso 🙂 meine Frau und ich verdienen ziemlich genau das gleiche zur Zeit und haben eine kleine Mietwohnung und keine kinder. Es ist sehr relaxed alles, wir leben sehr gut, haben keine konsumschulden und das Vermögen wächst jeden Monat. Da darf man auch drei Urlaube im Jahr machen und gut essen gehen… LG an alle! Schönes Wochenende!

  5. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    @ Felix

    ich verzichte lieber auf ein dickes Auto und ein 5-Sterne-Hotel. Ich optimiere lieber meine Finanzen, um früher finanziell frei zu sein.

    Ich genieße meine Freiheit und möchte nicht mehr tauschen. Die Entbehrungen waren es 1000-Fach wert. Grüße aus der Freiheit.

    Ein Rad sowie Reis-Bohnen sind gesund.

  6. Didi

    Hochinteressantes hier zu lesen – wie immer in Timos Blog!

    Hier mal ein Beispiel wo es ohne Einschränkungen geht…Hut ab soweit! Wobei bis 63 Schuften bis zum Herzinfarkt kommt mir ehrlich gesagt grob gesundheitsgefährdend vor.

    Wozu der ganze Stress? Der hohe Gehalt wird einem ja nicht geschenkt…bin selber Keyuser bei einer SAP Einführung gewesen, nehme daher an, der überdurchschnittliche Gehalt geht Richtung Projektarbeit. Bei uns gab es bei der Einführung einige burn-outs…ist das die angestrebte Million Wert?

    Gesundheit und Freiheit ist das höchste Gut…von dem her die Frage ob es nicht sinnvoller ist JETZT mehr zu sparen um Lebenszeit zu gewinnen?

    GlG und keep on investing!

  7. Mark85Mark85

    An Ralf: Ich finde es gut, dass hier ganz unterschiedliche Sparer mitschreiben.

    In meinen besten aktiven Zeiten hatte ich einen Bruttojahreslohn von zirka 36.000 Euro, also unterhalb deiner genannten Spanne von 40.- bis 50.000 Euro. Ich denke, dass ich trotzdem ganz passable Ergebnisse mit den Jahren erzielen konnte. Die Einnahmenseite ist das eine, die Ausgabenseite das andere. 😉

    PS: Ich würde mich freuen, wenn du das T-Wort nicht mehr verwenden würdest, weil sich dann angenehmer miteinander diskutieren ließe. 🙂

  8. Markus

    @Andreas

    „Unser Steuerberater rechnet sie immer arm, so das es immer eine Steuerrückzahlung zwischen 6 – 10 k € für uns gibt (beide Steuerklasse 4).“

    Wie soll das gehen?

    Mein mehrfach ausgezeichneter Steuerberater kann nur Ist-Stände melden (die ich zwar durch Kosten, Gehälter, Investitionen mit weniger Steuern oder mehr Steuern durch mehr Gewinn beeinflussen kann) aber er kann nichts arm rechnen, was es nicht ist! Außer ich produziere nur Verluste… aber dass ist dann kein arm rechnen, sondern arm werden.

  9. Colibri

    @Andreas:

    Eine Optimierungsmöglichkeit wäre, Dein Riesterguthaben zur Sondertilung UND Ablösung der Restschuld zu verwenden, die noch auf dem Haus ist. Wie das geht und was es zu beachten gibt, kannst Du in den aktuellen Kommentaren von Gabriele, dem Versicherungsfuchs und mir (Colibri) zu dem Riester-Artikel von Nico auf finanzglueck.de nachlesen.Mit diesem Manöver kannst Du beim Aufbau Deines Aktiendepots nochmal den Turbo einschalten und die FU noch schneller erreichen. Dass Riester-Sparer irgendwann mit einem Aufschlag in der gesetzlichen Rente fürs riestern belohnt werden, kann ich mir nicht vorstellen.

    Ich denke auch, dass Dein Aktiendepot eine bessere Branchenstreuung und eine Erhöhung des Anteils von Unternehmen höchster Qualität mit wenig konjunkursensiblen Geschäftsmodellen, zuverlässigen Dividendensteigerungen und guten Wachstumsperspektiven gut vertragen könnte. Also einfach ein paar mehr Burggraben-Unternehmen im Buffettschen Sinne beimischen. Oder gleich Berkshire Hathaway kaufen. Da Du sehr schnell viel frisches Kapital einschießen kannst, wären dafür Umschichtungen ja gar nicht nötig, so dass Du Deine hardcore Buy-and-hold-Strategie ruhig weiter durchziehen kannst. Potentielle Kaufkandidaten könnte Dir z.B. dividendenadel.de liefern.

    Die möglicherweise unrentable Rentenversicherung und die Kapitallebensversicherung kannst Du eventuell über den Kniff „Laufzeitverkürzung mit Beitragsfreistellung“ statt „Kündigung“ verlustarm abstoßen. Das müsste man genauer prüfen. Bei älteren Verträge mit hohem Garantiezins (weit vor 2005) könnte es auch besser sein, den Vertrag bis auf weiteres zu behalten.

    Angesichts Deines hohen Gehalts dürftest Du zu denjenigen zählen, die ausnahmsweise durch die Gehaltsumwandlung in der betrieblichen Altersvorsorge keine Kürzung in der gesetzlichen Rente zu befürchten haben. Falls Du auch als Rentner in der GRV später ohnehin den Höchstsatz in der GKV zahlen musst, dürftest Du auch keine Nachteile dadurch haben, dass der Betriebsrentner die KV-Beiträge auf die Betriebsrente (im Unterschied zur gesetzlichen Rente) allein zu tragen hat.

    Das kann sich aber schnell ändern, falls Du in Frühruhestand gehen möchtest und deshalb Deine gesetzliche Rente doch weniger üppig ausfallen sollte. Dann könnte es später bei der gesetzlichen Rente doch zu den üblichen Nachteilen kommen, die die Gehaltsumwandlung wegen der wegfallenden Sozialversicherungsbeiträge bei Normalverdienern mit sich bringt.

    Schau Dir vielleicht auch mal an, in welche Assets denn Dein Geld da eigentlich investiert wird in der bAV und überlege, ob Du Dein Geld selbst auch so anlegen würdest.

    Schönes Wochenende

    Colibri

     

     

     

     

  10. Christoph

    Also da verstehe ich einiges nicht. Ihr habt zusammen ein Netto von sicherlich 60.000 Euro.

    Da könnte man locker mit 50 mit dem arbeiten aufhören. Klar 3 mal im jahr urlaub wäre nicht drinne, aber einer sicherlich.

    Aber jedem das sein

  11. Renditejäger

    Moin, also ich würde da am Aktienbestand etwas ändern.. enerseits ist es positiv dass in Aktien investiert sind, andererseits würde ich an Andres seiner Stelle mir ein paar Dividendenaristokraten aus den USA raussuchen wo bei kleineren Korrekturen cash reingeschossen wird.. die Auswahl ist riesig (3M, J&J, Altria z.B.) denn die, zahlen die Dividenden auch in Krisenzeiten- und erhöhen diese, jedes Jahr!, bei den deutschen Autobauern bezweifel ich das mal stark, da wird als erstes der Rotstift angesetzt 😉

    Wie wärs sonst noch mit Apple, Amazon, Starbucks, Visa oder SAP? da fehlen mir ein paar Granaten 😉

    Ergo, 3 Deutsche Autobauer wären mir zuviel.

     

    Gruß

  12. Skywalker

    Wenn man 7 Jahre studiert hat und jetzt einen guten, sinnvollen Beruf hat und gebraucht wird und jeden Tag Dankbarkeit für seine Arbeit erfährt will man nicht mit 50 in Rente, selbst wenn es ginge.

    Die aktien Auswahl würde ich übrigens auch ändern, nach 5 Jahren buy_and_hold bei diesem bullenmarkt 10 Prozent im minus ist etwas schade. Hier wurden einige gute Tipps gegeben.

  13. frommi

    @Skywalker Das mag aktuell so sein, aber diese Situationen ändern sich oft sehr schnell. Ab 40 oder 50 in Rente gehen zu „können“ gibt einem den Halt auch mal „Nein“ sagen zu können und das wiederum hilft sehr gegen Burnout und Stress und sorgt so für ein langes Leben.

    @Andreas Sorry für die harten Worte, aber es sieht nicht so aus als wärst du ein besonders guter Stockpicker. Insofern würde ich dazu raten alle Einzelaktien zu verkaufen und damit möglichst schnell die Restschuld auf eurem Haus zu tilgen.

    Alternativ könntest du ab jetzt jede Woche mindestens 10-20 Stunden investieren um besser beim Auswählen von Aktien zu werden, aber bei deinem Gehalt ist die Zeit vermutlich besser bei der Familie oder dem Job aufgehoben.

    Ich würde ausserdem alle kapitalbildenden Lebensversicherungen , Riesterverträge und sonstige „Altersvorsorgeverträge“ kündigen oder zumindest freistellen und in Zukunft nur noch einen möglichst breitgefächerten ETF mit niedrigem TER zu besparen.

    Ich war vor 5 Jahren in einer ähnlichen Situation wie Du jetzt habe aber nach Lesen von http://www.mrmoneymustache.com die Reissleine gezogen und bin heute finanziell frei. Mein dickes Firmenauto habe ich aufgegeben und mir dafür privat ein günstigeres Auto angeschafft und habe alle meine Kosten auf den Prüfstand gestellt (vor allem alles was monatlich oder jährlich bezahlt werden muss). Lass Dir statt dem Auto lieber mehr Gehalt auszahlen, andersfalls wirst Du immer geneigt sein ein grösseres und teureres Auto zu fahren als eigtl. notwendig und bezahlen musst Du es schlussendlich sowieso.

    Du solltest auch mit Deiner Frau über die finanziellen Dinge sprechen und zusammen einen Plan für die Zukunft machen, das in einer Ehe alleine anzugehen halte ich für keine gute Idee. Eure Steuerrückerstattung kommt übrigens vermutlich durch euren Gehaltsunterschied und der Steuerklasse 4 zustande, nicht weil euer Steuerberater so toll ist. Das liesse sich sicherlich ändern wenn Du auf Steuerklasse 3 und sie auf 5 wechselt, aber am Ende des Jahres wird das sowieso ausgeglichen, kommt also nicht so wirklich drauf an.

    Letztendlich musst Du entscheiden was Dir wichtiger ist, dein Leben in Freiheit oder Dein Konsum. 🙂

  14. AlexanderAlexander

    Viel kann man nicht dazu sagen. Einzig die Depotzusammensetzung ist verbesserungswürdig. Die Lage vom Haus ist excellent. Einen kleineren Firmenwagen? Never, was spart man denn letztendlich? 100 €? Bei dem Gehalt ist das egal. Ich finde, alles super gemacht bis auf ein paar Kleinigkeiten. E.ON könnte man sogar massiv aufstocken, da die Kraftwerkssparte weg ist und ich langfristig E.ON wieder positiver sehe. Wenn ihr so weiter macht, das Haus abbezahlt ist, dann geht es euch überdurchschnittlich gut. 30 K Cash ist auch ok, denn bei einem Haus, braucht man höhere Rücklagen und mit der Zeit wird das prozentual immer weniger im Vergleich zum Gesamtvermögen.

  15. Mattoc

    Wenn man 7 Jahre studiert hat und jetzt einen guten, sinnvollen Beruf hat und gebraucht wird und jeden Tag Dankbarkeit für seine Arbeit erfährt will man nicht mit 50 in Rente, selbst wenn es ginge.

    -> Genau, man will dann nicht, aber vielleicht muss (!) man, da es in der Firma, die einem bisher so viel Dankbarkeit entgegengebracht hat, in den nächsten 15 Jahren zahlreiche Restrukturierungen, Unternehmensfusionen, Stellenabbauprogramme gibt. Dann ist Andreas z.B. 48 Jahre alt und findet mit Sicherheit keinen gleichwertig bezahlten Job mehr. Dafür hat er dann aber einen riesigen Kostenapparat, die Frau hat sich über Jahre hinweg an 35 Urlaubstage im Jahr gewöhnt, das Kind will studieren, das Haus muss modernisiert werden, man will ja auch die Nachbarn beeindrucken, will sich räumlich nicht verkleinern, die Immobilienpreise sind bis dahin vielleicht auch wieder etwas gefallen etc.

    Wenn man es schafft, IMMER seine Lebensumstände seinem Verdienst anzupassen, braucht man nicht zu sparen, aber die meisten Menschen schaffen das nicht. Und deshalb sollte man in „guten Zeiten“ mit „viel Dankbarkeit“ massiv vorsorgen und insbesondere die Kosten runterfahren.

    Das ist meine Meinung.

     

  16. Delura

    @ Mattoc

    Wenn man es schafft, IMMER seine Lebensumstände seinem Verdienst anzupassen, braucht man nicht zu sparen, aber die meisten Menschen schaffen das nicht. Und deshalb sollte man in „guten Zeiten“ mit „viel Dankbarkeit“ massiv vorsorgen und insbesondere die Kosten runterfahren.

    Große EINS von mir, genau so ist das. Ich habe 2007 eine „Zufallslohnerhöhung“ auf 3.540€ Brutto erhalten (+10%), danach fühlte ich mich erstmals „reich“ – weil ich meinen Lebensstil nie gravierend geändert habe.

    Die „Finanzielle Freiheit“ kann ich quasi sehen, noch 64 Monate bis dahin und dass ist meine schlechteste Prognose… Glück Auf!

    @ slazenger: Diese Woche können wir endlich wieder stolz auf unsere Jungs sein, klasse Spiel trotz Ausscheiden. So kann es weitergehen.

  17. chaostrader

    die Auswahl ist riesig (3M, J&J, Altria z.B.) denn die, zahlen die Dividenden auch in Krisenzeiten- und erhöhen diese, jedes Jahr!

    Ja. Das ist ja sozusagen der 4. Hauptsatz der Thermodynamik, geht gar nicht anders.

    Die aktien Auswahl würde ich übrigens auch ändern, nach 5 Jahren buy_and_hold bei diesem bullenmarkt 10 Prozent im minus ist etwas schade. Hier wurden einige gute Tipps gegeben.

    Ich geb auch noch einen:

    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) Fonds – (A0HGV0) in den letzten 5 Jahren 94,5% (14,23%p.a.). Plus Dividende.

    Aber hey, ihr macht das schon mit dem Stockpicking!!1!elf! Da weiss man wenigstens, was man für Qualitätsaktien gekauft hat!

    Viel Spass bei der Aufholjagd.

  18. Mattoc

    @Chaos

    Ich lache immer, wenn ich deine emotionalen Texte gegen die Stockpicker lese, weil ich deine Position sehr gut nachvollziehen kann. Aber ich befürchte, du wirst sie nicht bekehren.

    Mit Begriffen wie „Qualitätsaktien“, „phasenweiser Absicherung“ kann ich auch gar nichts anfangen. Unter Qualität versteht ja jeder etwas anderes, aber der Begriff Qualität soll ja den Eindruck vermitteln, dass man etwas gekauft hat, das besser ist, als etwas anderes.

    Was ist denn Qualität? Und was ist das Gegenteil davon? Und woher weiß jemand, dass das auch so ist.

    Und wer definiert wie systematisch Phasen, in denen man sinnvollerweise sein Depot absichern sollte? Und wenn man das erfolgreich definiert, weshalb „tradet“ derjenige, der das angeblich kann, nicht ausschließlich diese Phasen. Das wäre dann ja lukrativer als B&H.

    Na ja…ich bleibe dabei:

    Ich habe keine Ahnung, deshalb kaufe ich möglichst breit diversifiziert den Markt über ETFs.

  19. chaostrader

    Aber ich befürchte, du wirst sie nicht bekehren.

    Ist mir auch klar. Macht aber nix, kann ja trotzdem etwas Salz in die Wunde streuen.

    Unter Qualität versteht ja jeder etwas anderes, aber der Begriff Qualität soll ja den Eindruck vermitteln, dass man etwas gekauft hat, das besser ist, als etwas anderes.

    Das ist ja das ganze Dilemma hier. Warum betreibt man denn Stockpicking? Weil man ja nicht ganz doof ist und meint, damit eine etwas bessere Rendite zu erzielen. Man kauft die ganzen Gurken nicht mit, also muss es doch besser laufen. Kann ja phasenweise auch klappen, was einen dann noch bestärkt.

    Und dann passiert halt sowas, -10% in 5 Jahren, während der Index für doofe weit über 100% incl. Dividenden zugelegt hat, und dann muss man das erst mal wieder aufholen. Kann natürlich klappen, kann aber auch ganz schön in die Hose gehen.

    Danke nein, da lass ich die Finger von, mir reicht es, die Indexrendite zu erreichen (plus noch ein Prozentchen obendrauf durch Rebalancieren) und damit langfristig 90% der schlauen Anleger hinter mir zu lassen.

  20. Mattoc

    @Delura

    Wie hoch wird denn der monatliche Betrag sein, von dem du dann in 64 Monaten in deiner FU leben kannst/willst? Wegen der KV braucht man meiner Meinung nach, wenn man mit einem bescheidenen Leben einverstanden ist, mindestens 1500 Euro.

     

  21. Markus

    @Chaos

    Ich würde direkte Aktienanleger nicht so pauschal abkanzeln!

    Es gibt auch hier sehr gute Investoren, ebenso bei der Immo-Fraktion!

    Es ist fragwürdig anderen Menschen vorzuschreiben, was das einzig Richtige und Wahre für sie und in deren Zukunft sein wird!

    Selbstverantwortung, Reflexion und ständiges lesen, lernen… da kann jeder ein Leben lang an sich arbeiten und dies ist erfolgsversprechender als eine fremde Doktrin.

    PS: Meine Berk`s liefen besser als mein etf-Weltporfolio. 😉

  22. Rainer Zufall

    Hätte mal eine Frage zu nem ETF. Ich denke schon seit einiger Zeit darüber nach mir einen weiteren ETF per Sparplan ins Depot zu holen. Es handelt sich um:

    iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF

    Vlt. hat jemand einene Meinung dazu? Denkt Ihr, dass so einen REIT-Etf eine sinnvolle Ergänzung ist?

     

    Meine momentanen monatlichen Sparpläne laufen auf:

    COMS.-MSCI EM.M.T.U.ETF I

    COMS.-MSCI WORL.T.U.ETF I

    MSCI EUROPE

    DK MSCI USA

    ISHARES NASDAQ-100 U.ETF

    IS.DJ AS.PAC.S.D.30 U.ETF

     

    Ebenfalls im Depot ist, momentan aber kein Sparplan:

    ISH.STOX.EUROPE 600 U.ETF

    DK IBOXX EO LIQ.CORP.DIV. DK

  23. chaostrader

    Ich würde direkte Aktienanleger nicht so pauschal abkanzeln!

    Brauchst du ja auch nicht zu tun. 😉

    Es gibt auch hier sehr gute Investoren, ebenso bei der Immo-Fraktion!

    Sicherlich. Und es gibt verdammt beschissene, ebenso in der Immo-Fraktion, manche sind am Ende sogar pleite.

    Es ist fragwürdig anderen Menschen vorzuschreiben, was das einzig richtige und wahre für sie und in deren Zukunft sein wird!

    Ich schreibe keinem was vor. Ich finds nur doof, dass mit dem Gerede hier Anfänger möglicherweise auf die falsche Spur gelockt werden und vielleicht viele Jahre verlieren.

    Selbstverantwortung, Reflexion und ständiges lesen, lernen… da kann jeder ein Leben lang an sich arbeiten und dies ist erfolgsversprechender als eine fremde Doktrin.

    Siehste, ETFs sind für doofe, da muss man nix lernen, nur stur sein, und einmal im Jahr ’nen Dreisatz lösen zum Rebalancieren. Wer dasnicht hinbekommt kann sich einen Roboadvisor nehmen, der macht das automatisch, kostet nur ein halbes Prozent mehr.

    PS: Meine Berk`s liefen besser als mein etf-Weltporfolio. ?

    Na dann viel Glück, hoffentlich tut es das die nächsten 30 Jahre auch.

  24. chaostrader

    Rainer Zufall: das ist ja wie Kraut und Rüben! MSCI World + EM, aber dann USA und Europa überbewerten…

    Denkt Ihr, dass so einen REIT-Etf eine sinnvolle Ergänzung ist?

    Kommt darauf an. Wieviel Prozent darfs denn sein? Wirfst du deine Strategie alle zwei Jahre über den Haufen, oder ziehst du es dann die nächsten 40 Jahre durch?

    Du dem Thema hat der Finanzwesir ein paar gute Artikel geschrieben. Ich schau mal, ob ich was für dich finde.

  25. Andreas

    Hallo Zusammen,

    erstmal vielen Dank für eure Beiträge, ganz egal ob kritisch oder positv 🙂 !

    @ Tim: das ging ja total schnell mit der Veröffentlichung, thx. Zu deinen Fragen:

    Fonds Union Investment:
    UniDividendenAss -net- A

    UniAsiaPacific -net- A

    UniGlobal -net-
    Riester habe ich damals abgeschlossen weil es in der Finanztest
    empfohlen worden ist. Den Riesterfonds habe ich in der alten Struktur
    behalten und der Umstellung im letzten Jahr widersprochen.
    Die Riesterrente ist aktuell 18 T € im Plus

    Zum Guthaben: ja 32 T€ Cash sind viel Geld ohne das es investiert ist.
    Ich benötige ca. 40 T € in 2022 an Cash um die Rstschuld abzubezahlen
    und die Grundschuld austragen zu lassen. Des Weiteren ist das meine
    Reserve für evt. kaputten Golf, Dach, Heizung, aso. Egal wie die
    Börse steht ich will nicht verkaufen. Ich habe mit e.on. gelernt
    Schmerzen zu ertragen und das schuldenfreie Haus 2022 hat Prio bei
    mir.
    Sonst komme ich sicher mit 5 T€ Cash hin.

    @ Emanuel
    Du hast vollkommen recht. Die Diversifikation stimmt nicht. Ich
    beschäftige mich mit Blogs, Podcats und Bücher halt erst seit
    Angfang diesen Jahres und haben den typischen Fehler gemacht.
    Energietechnik studiert und Versorger und Rohstoffe dann gekauft.
    Kaufe jetzt andere Titel. Letzte Errungenschaften waren Verizon
    und Novo Nordisk.
    Zum Urlaub: aktuell mit Kind 1 x Mittelstrecke sonst Urlaub in
    Deutschland und immer Ferienhaus.
    @ Marcus
    Darauf möchte ich nicht eingehen. Ein Teil der Rückzahlung kommt
    aus der Steuerklasse 4/4. Wollen wir so, obwohl es wirtschaftlich
    falsch ist.
    Der Rest: es wird jede Rechnung und jeder Bon gesammelt und 2
    Arbeitszimmer gibt es auch in unserem Haus…

    @Colibri
    Danke für die Tipps. Das mit dem Wohnriester muss ich mir mal
    anschauen, wobei ich mein Haus in 5-10 Jahren verkaufen will
    und eine altersgerechte Wohnung in schöner Lage kaufen möchte.

    @Renditejäger
    Danke für die Tipps. In meine aktuellen Watschlist befinden sich:
    3M, AB InBev, Allianz, Altria, American Express, AXA, BASF,
    Bayer, Bechtle, Biogen, BlackRock, BP, Coca Cola, Colgate-Palmolive,
    Danone, IBM, Intel, SAP, Procter & Gamble usw.

    @frommi
    du hast vollkommen Recht. Mein Problem ist, dass mir die
    Aktienauswahl Spaß macht und daher werde ich es sicher nicht
    schaffen mir nur ETFs herauszusuchen, das ist aber mein
    nächstets Ziel. Die Union Investment Anteile zu verkaufen und
    nächsten Monat wird der Boni ausgezahlt. Finde bei Just ETF halt
    noch nicht den richtigen ETF.
    Steuereinfach, ausschüttend und replizierend. Tipps?
    2 Stück suche ich die nicht sparplanfähig sein müssen.
    1 x Emerging markets und 1 x MSCI World

    @Mattoc
    Ich führe Haushaltsbuch und wir leben deutlich unter unseren
    Verhältnissen. Nur bezogen auf mein Gehalt / meinen Ausgaben
    habe ich eine Sparquote in den letzten 4 Jahren von 43 -49 %
    gehabt. Der Job ist sicher und wird auch zukünftig sicher sein.
    Meine Funktion wird in anderen Unternehmen noch deutlich besser
    bezahlt, aber dafür ist der Job ziemlich sicher.
    Die hohe Sparquote habe ich gewählt, weil immer was passieren kann.
    Übler Chef, Gesundheit…
    Klar kann ich noch dutlich mehr sparen. Einige Familien meiner
    Mitarbeiter leben von 3000 T € Brutto. Schaffen würde ich es auch,
    aber es geht mir mit meiner Familie nicht nur um mich. Ich hatte
    in meinem Leben bis dato viel Glück, aber auch Fleiß.
    Ich habe jetzt die Möglichkeit meinen Sohn später in gewisse
    Kreise zu bringen. Es wird einfach sein, wenn er denn will,
    Praktika in diversen großen Unternehmen zu machen bis in die
    höchsten Etagen. Ob er das später will weiß ich nicht aber ich
    werde es ihm ermöglichen.

    Buchtipp hierfür: „Die feinen Unterschiede von Pierre Bourdieu“

    Ansonnsten gebe ich dir natürlich recht.

    @chaostrader

    Danke für den Tipp:
    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) Fonds – (A0HGV0)

    hast du noch einen Tipp für einen ETF Emerging markets?
    @all
    danke für eure Beiträge!

     

  26. Ex-Studentin

    Wow, traumhaftes Jahreseinkommen. Theoretisch kann man damit in recht kurzer Zeit finanziell frei sein. Gleichzeitig gewöhnt man sich einen hohen Lebensstandard an (so lange man es sich leisten kann, ist das legitim). Die Schulden vom Haus könnten in 2-3 Jahren getilgt werden. 32k auf dem Guthabenkonto halte ich für legitim und würde ich so lassen. Bei 50k Sparleistung im Jahr kann man einiges erreichen. Würde mein Geld in ETFs und ggf. Immobilien investieren, mit Riester und Co. müsst ihr euch im Alter keine Sorgen machen. Gesund bleiben ist angesagt. Allerdings sollte man sich nicht drauf verlassen, dass die Jobsituation so bleibt. Einsparmaßnahmen treffen schnell mal gut verdienende Ingenieure (bei 110k kann man 2 jüngere einstellen..).

     

     

     

     

     

  27. Rainer Zufall

    Hallo Chaos,

    Im Grunde habe ich

    1. eine MSCI World / EM Kombination. Und

    2. eine Kombination, die die USA, Europa und etwas Asien abdeckt.

    Also: 2 Weltdepots (wobei die 2. Kombination die EM nicht abdeckt, aber das ist OK für mich). Die Gewichtung ist momentan nicht wirklich ausgeglichen, aber ich spare ja gerade an und das wird schon noch kommen.

    Wie kommt das zustande? Eigentlich recht einfach: Ich wollte über verschiedene Anbieter streuen.

    Jetzt überlege ich eben, ob ich zusätzlich noch einen ReitEtf reinehme.

  28. pommes

    @chaos, und dir viel Glück, dass deine ETF die nächsten 30 Jahre existieren, so wie du sie am Anfang gekauft hast und nicht auf einmal aus einem  Swapper ein Replizierer geworden sind oder umgekehrt…… durch ein Umzug in ein anderes Land steuerhässlich wurden…. Der Anbieter es eine gute Idee fand beim Tiefsstand das Ding dicht zu machen……. Das ist alles unmöglich, keine Frage und muss man auch deshalb nicht kritisch betrachten. Hoffe, dass die Anfänger die hier mitlesen mit der obigen Kritik nicht aus der „richtigen“ Spur geworfen wurden.

    Ich halte sowohl ETF’s als auch Aktien, sogar mehr Geld in ETF’s. Die Theorie der ETF’s ist, dass man das Risiko durch Streuung auf das der Assetklasse reduziert ist ja prima und statistisch nun ja unendlich oft bewiesen, dass der Durchschnittsanleger dies nicht lanfristig toppen kann, trotz allem finde ich die praktische Umsetzung manchmal etwas befremdlich.

     

    @Rainer, ich habe nen REIT ETF mit im Depot ca. 5%. Habe ihn aber erst ab einer gewissen Größe des Depots reingenommen.

  29. Rainer Zufall

    @Pommes

    OK-danke, dachte auch an einen relativen kleinen Anteil, als Beimischung.

    @ Andreas

    Wenn Du“iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) Fonds – (A0HGV0)“ gut findest, würde doch dazu passen:

    iShares MSCI EM UCITS ETF USD (Dist)

    https://www.ishares.com/de/privatanleger/de/produkte/251857/ishares-msci-emerging-markets-ucits-etf-inc-fund

    Ausserdem:Ab dem 1.1.2018 wird es auf Grund der Steuerreform keine steuerhässlichen Etfs mehr geben. Von daher ist es eigentlich jetzt schon relativ egal, welches Domizil der ETF hat.

    http://www.finanztip.de/indexfonds-etf/investmentsteuerreformgesetz

     

     

  30. chaostrader

    Rainer: https://www.finanzwesir.com/blog/etf-index-rendite-vergleich

    Lesen, verstehen, wirken lassen. Besonders die letzten Abschnitte! Einfach schlägt kompliziert im wirklichen Leben, und wichtig ist, dass man durchhält.

    Andreas:

    hast du noch einen Tipp für einen ETF Emerging markets?

    Nein. Musst du schon selber rausfinden, was zu dir passt, was sich alles mit der kommenden Steuerreform ändert etc. Ich will nicht schuld an deinem Unglück sein. 😉 In 10 Jahren kommt eh die nächste Reform, und was heute noch gut war wird dann der letzte Mist sein. Ist aber kein Grund, es nicht trotzdem zu tun.

    Ich wollte auch keine Investmentempfehlung mit dem ETF aussprechen, sondern nur mal eine andere Strategie anregen. Siehe den Link da oben.

     

     

  31. Rainer Zufall

    @ Chaos

    auch wenn ich mehrere ETFs habe: Eigentlich eine relativ einfache Geschichte. Denn: ich decke einen großen Teil der entwickelten Welt ab. Und zwar mit mehreren Etfs. Weil: Mir ist einfach nicht wohl dabei alles auf 2 ETFs eines Anbieters zu konzentrieren.

    Und die Frage, ob ich noch einen Reit-Etf reinnehmen soll, bedeutet doch eigentlich im Sinne der Finanzwesir Empfehlung: Soll ich es relativ einfach belassen? Oder soll ich noch eine weitere Anlageklasse (= REIT) reinnehmen.

    Aber eigentlich hast Du mit dem Link schon geantwortet. Von daher, vielen Dank.

  32. Andreas

    @ ExStudentin

    klar Gesundheit ist da wichtigste. Aktuell benötige ich sicher für meine Ausgaben ein Gehalt von 42 T€/ Jahr. Das ändert sich ab dem Jahr 2022, ab dann ist das Haus abbezahlt, aber der Lebensstandard wird nicht hochgeschraubt sondern die Sparquote in Aktien um ca. 15 T€ / Jahr erhöht.

    Den Urlaub kann man jederzeit herunterschrauben, steht in der aktuellen Situation für mich jedoch nicht zur Diskussion,

    Natürlich ist der Job nie immer sicher, aber zu deinem Beitrag fällt mir eine Story von unserem Automatisierungstechnik Prof ein:

    Produktionsband eines großen Automobilherstellers stand still und konnte durch das eigene Personal nicht entstört werden. Unser Prof hat es über seine Firma entstört. Rechnung 100 T€. Rückfrage warum so teuer? Rechnung: 1 € für die Kreide und 99.999 € für das Wissen wo das Kreuz hin muss.

    => klar kann man 2 Ingenieure für das Gehalt einstellen, Frage ist nur ob das Wissen und die Fähigkeiten welche man nicht lernen kann sondern nur durch Erfahrung erlernt dies mitbringen.

    Wer das mitbringt arbeitet aber nicht für 55 T€ 😉

    @ Rainer Zufall

    thx

  33. Delura

    @Mattoc

    Wie hoch wird denn der monatliche Betrag sein, von dem du dann in 64 Monaten in deiner FU leben kannst/willst?

    Zur Zeit gehe ich bei der finanziellen Unabhängigkeit von 1.730 € netto monatlich aus, sollte reichen. Plus/Minus 5% – schauen wir mal. Kassiere im Moment 1.320€ netto passives Einkommen durchschnittlich.

    80€ monatlich oder 1.000€ pro Jahr passives Einkommen pro Jahr bis Ende 2022 sollte machbar sein.

    Glück Auf!

  34. ostone

    @ Andreas: Zur ETF Auswahl kannst du mal hier schauen…

    Emerging Markets: http://www.teilzeitinvestor.de/der-perfekte-etf-fuer-emerging-markets/

    World: http://www.teilzeitinvestor.de/der-perfekte-etf-auf-den-msci-world/

    Ich meine, dass die dortigen Kriterien den deinigen entsprechen. Jedoch sind die Merkmale der ETFs (Ertragsverwendung, Zusammensetzung, etc.) nicht fix. So baut beispielsweise Comstage aktuell eine Vielzahl seiner ETFs um. Die Welt ist wie immer auch hier im Wandel…

    Grüße.

    Oli

  35. Andreas

    @Tim

    thx,

    das ist nicht mein Fonds, sonder der
    UniDividendenAss -net- A
    LU0186860663

    aber auch zu teuer 😉

  36. frommi

    @Andreas mit ETF`s kann ich Dir nicht helfen, weil ich Stockpicker bin. 🙂

    Da können Dir aber garantiert genug andere hier helfen.

    Wenn Du wirklich gut im Aktien anlegen werden willst würde ich Dir vorschlagen Dich mit Net-Nets und NCAV-Werten auseinanderzusetzen, da macht das Stockpicking als Investor mit kleinen Summen wenigstens Sinn. www.netnethunter.com könnte Dir da weiterhelfen.

    Aktienanlage sollte man als Business betrachten, wenn man nicht in der Lage ist die Indizes zu schlagen, dann macht es keinen Sinn es zu betreiben, das ist sonst ein sehr teures Hobby. Langfristig können die Auswirkungen deutlich schlimmer sein als zuviel Konsum. Bei einem 200k € Portfolio nur 1% pro Jahr zu verschwenden wären schon 166€ pro Monat. Bei den angepeilten 1,2 Mio wären das 1000 € pro Monat. Und wir reden hier nur über 1% weniger Rendite als der Markt, viele Stockpicker schaffen nicht mal das.

  37. Mattoc

    Hallo Andreas,

    danke für deine ausführliche Antwort. Aus meiner Sicht ist das alles sehr schlüssig und politisch korrekt. 🙂

    Und es ist jetzt auch klar, worauf du hinaus möchtest. Es geht dir gar nicht darum, nicht mehr (zu) arbeiten (zu müssen), also dem 9 to 5 Job möglichst frühzeitig zu entfliehen und deine Zeit selbstbestimmt zu gestalten, sondern es geht dir in erster Linie darum, deine hervorragende finanzielle Situation noch weiter zu optimieren. Du möchtest selbst bis 63 weiter arbeiten (also noch 24 Jahre) und du wünscht dir, dass dein Sohn „das Karriere-Programm“, das du fährst und liebst, ebenfalls fährt, und während du das alles machst, sparst du so viel, dass du grundsätzlich gut vorbereitet bist, falls es irgendwie mal anders kommt.

    Das ist aus meiner Sicht ein sehr guter Ansatz.

     

     

  38. Mattoc

    Sehr guter Plan, Delura! Ich peile Ende 2024 an. Da brauche ich neben Fleiß auch etwas Glück. 🙂

  39. Rainer Zufall

    @ Chaos,

    was ich noch ergänzen möchte. Ich finde den Ansatz vom Finanzwesir (je einfacher, desto besser) ebenfalls ehr überzeugend. Andererseits: Kommers Ansatz fand ich auch sehr schlüssig.

    Laut Kommer: Ein ImmoAnteil schadet nicht. Das gelte zudem für Rohstoffe. Ähnlich ist der Ansatz im Arero-Fonds.

    Ich schwanke also wischen Kommer/Arero und Finanzwesir.

  40. Ex-Studentin

    @Andreas

    Denke auch, dass zu vielen Positionen sehr viel Erfahrung und Talent dazu gehört. Nur man steckt in der Firmenstrategie nicht drin. Bei Optimierungsmaßnahmen werden manchmal unsinnige Entscheidungen getroffen.

  41. Mark85Mark85

    An Rainer: Ich habe ihn in meinem Portfolio, um einen Teil meiner Immobilienklasse abzudecken. Gebührenfrei handelbar bei der Ing-Diba ab 500 Euro. Für mich gehören neben Unternehmen auch Immobilien und Edelmetalle in jedes Portfolio. 😉

    Ich würde ihn an deiner Stelle nur mit aufnehmen, wenn dafür die 5 ETFs herausfliegen, die bereits durch die beiden Comstages abgedeckt sind.

    Allen ein schönes Wochenende: https://youtu.be/9P7QnQeuM00

     

  42. Claus

    Das Depot halte ich für sehr problematisch, da es extrem einseitig ausgerichtet ist.

    Ausser Novo N.  + Unilever nur zyklische Werte.

    Aus dem Finanzbereich die wohl schlechteste Aktie, die man erwischen kann und viel zu viele Energie-, Rohstoff- und Autowerte.

    10K im Minus ist kein Drama, aber bei den gut laufenden Märkten in den letzten Jahren doch sehr schade. Aus 70K (60K Aktien + 10K Verlust) hätten locker 105 k werden können, ganz ohne Stress und mit viel weniger Risiko.

    Buy and hold ist eine gute Sache, sollte aber nur bei Firmen angewendet werden, wo „alles im Lot“ ist. Vorübergehende Probleme sind ok und normal. Aber Dauerpatienten sollte man nicht aufnehmen.

    Wenn ein Schiff sinkt, muss ich es verlassen. Es macht keinen Sinn sich an der Reling festzuklammern und unterzugehen, in der Hoffnung, dass der Kahn schon wieder auftauchen wird…

    LG + zukünftig viel Erfolg!

     

     

     

     

  43. Markus

    @Chaos

    „Na dann viel Glück, hoffentlich tut es das die nächsten 30 Jahre auch.“

    Sollte ohne Glück klappen, wenn die gängigen finanziell frei rechner mir noch 3 Jahre selbst ohne die Berk`s & ohne vorhandene außerbörsliche assets ausrechnen.

    Wenn alles schiefgeht bis in 30 Jahren… vielleicht gibt es noch die gesetzliche Rente. 😉

    @Rainer

    Die Argumentation für reit`s und ob sinnvoll kannst Du z. B. in souverän investieren nachlesen. Evtl. hat der Finanzwesir auch was darüber geschrieben. Oli hat für die Aktienfan`s auch erst nicht schlecht über einzelne reits argumentiert…

    Bilde Dir ne eigene Meinung! Nur Du trägst die Verantwortung für Dein Depot!

    PS: Ich habe ihn in meinem etf-Weltdepot. (Vorteil: niedrigere Korrelation zum msci world und ähnliche Rendite, Nachteil: Komplexität und Prouktvielfalt macht erst bei mittleren Depot`s m. E. Sinn).

  44. Felix

    Einige Kommentare erwecken den Eindruck, es gäbe keine guten Unternehmen bzw. Aktien, zumindest kann man sie im vorhinein nicht erkennen, deshalb kauft man an besten das ganze Aktienuniversum eines Index. Ich sehe das als leidenschaftliche Stockpicker nicht so. Es gibt McDonalds und 25 andere Burgerbrater-Ketten. Den Unterschied sieht man am Langfristchart sehr deutlich. So wie es in den Bundesliga Bayern München gibt und andere Vereine.

    Auch das Investieren und Firmen kennenlernen ist ein Lernprozess, der mir die Augen geöffnet hat als ich vor 25 Jahren damit begonnen habe. Ich sehe die Welt ganz anders seither. Wenn ich im Urlaub bin, stechen mir sofort „meine Firmen“ ins Auge, wenn ich Dinge im Supermarkt kaufe ebenso. Ich habe dadurch unternehmerischen denken und handeln gelernt, sehe eher günstige Investitionsmöglichkeiten an allen möglichen Stellen. Diese Horizonterweiterung möchte ich nicht missen. Es mein Hobby geworden. Ich verfolge die Wirtschaft. Früher habe ich die Zeitung mit dem Sportteil begonnen, das ist lange vorbei, interessiert mich nicht mehr so sehr (die Bayern gewinnen eh immer:-). Ich lese alles, was mir über wirtschaftliche Fragen in die Finger kommt. Was macht Apple, wo investiert Amazon, wie laufen die Mc-Restaurants usw.

    Ich warte auch geduldig, auch das habe ich gelernt, an der Außenlinie und häufe Cash an. Das sehe ich wie Buffett – die Flinte ist geladen! Auf All-time-high kaufe ich nicht. Ich habe inzwischen einen 6-stelligen Cashberg und freue mich, wenn der nächste ARD-Brennpunkt läuft und der kommt, das ist sicher.

    @ Andreas

    Einen 110 T€ Job aufzugeben wie teilweise hier empfohlen, fände ich Wahnsinn, selbst wenn es rein finanziell möglich wäre. Wenn man Kinder hat, sieht die Welt etwas anders aus. Man hat auch eine Vorbildfunktion.

  45. Mattoc

    Felix, es ist rein statistisch erforderlich, dass es Menschen wie dich gibt. Es gibt nicht viele davon (ca. 5%), aber es gibt sie. Ich beglückwünsche dich zu deinen Fähigkeiten. Ich habe diese Fähigkeiten nicht.

    Mattoc

    PS: Ich habe den Kommentar gesucht, indem Andreas „empfohlen“ wurde, seinen Job zu kündigen. Ich habe den Kommentar nicht gefunden.

  46. Rainer Zufall

    @ Markus

    Ok, danke für Deine Hinweise. Insbesondere die niedrige Korrelation zum msci World finde ich nicht uninteressant. Kurze Nachfrage, damit ich das für mich einordnen kann, was verstehst Du unter einer mittleren DepotGrösse?

    @ Mark

    Hmm… Du würdest also auch nur 2 etfs im Depot haben (msci world/em)? Mir kam eine derartige Depotstruktur bisher immer zwar sehr übersichtlich vor, aber halt auch extrem konzentriert…mit zunehmender depotgrösse wollte ich streuen. Hälst Du das nicht für sinnvoll?

  47. Wolle

    @chaos

    Vielen Dank für die wertvollen Beiträge. Leider wirst Du viele  der überzeugten Hobby-Stockpicker nicht überzeugen.

    Dazu auch passend http://theirrelevantinvestor.com/2017/04/19/the-other-side/

  48. Markus

    @Rainer

    Korrelationen sind nicht gleichbleibend.

    2008/2009 gab es diesmal viel Annäherung von Korrelationen bis auf die „risikofreie“ Portfolio-Komponente.

    Ich zitiere oft aus meinem fehlerhaftem Gedächtnis von Büchern, die ich mehrfach gelesen habe.

    „Mittel“ liegt im Auge des Betrachters! 7 etf`s oder mehr würde ich persönlich erst ab mittlerem/oberem 5 stelligen oder 6 stelligem Depot machen.

    Ist aber Geschmackssache. Das Einfachheitsprinzip mit möglichst wenig etf`s hat auch seine Vor- und Nachteile die den einen Anleger überzeugen, den anderen wieder weniger begeistern. Ich persönlich komme gut klar mit der Handhabung von meinen über einem Dutzend etf`s. Ein anderer Anleger findet das evtl. schon wieder zu komplex…

    Es muss für Dich, Deine persönlichen Etappenziele und Deiner gewählten und evtl. leicht abweichenden zukünftigen Allocation passen!

     

  49. Mark85Mark85

    An Rainer: Mir ist nur aufgefallen, dass du Europa und die USA jeweils 3- und Asien-Pazifik 2-mal abgedeckt hast. Wenn du diese 5 ETFs weglassen würdest, würden sich auf jeden Fall Nachkäufe und Ausbalancierungen erheblich einfacher gestalten lassen.

    6 der 8 laufen zwar momentan als Sparpläne, aber handelt es sich dabei vielleicht um befristete Aktionen?

    Ich würde Einfachheit aus praktischen Gründen vorziehen, weil es sich bei Fondsanteilen um Sondervermögen handelt.

    Und eine Anbieterdiversifikation, falls dir diese wirklich wichtig ist, wäre immer noch gegeben: 1-mal Deka, 1-mal iShares und 2-mal Comstage.

    So viel zu meinen Gedanken, die natürlich keine Handlungsempfehlungen darstellen. 😉

  50. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Rainer,

    ob für jemandem 2 ETFs reichen oder man 100 haben will, das sollte Dich doch einfach nicht kirre machen. Es gibt keine Ziellinie, an der irgendwann jeder nach seiner Performance objektiv abgerechnet werden kann. Das wäre mir auch egal. Ich bin da völlig unakademisch unterwegs.

    Man sollte einfach nach seiner persönlichen Überzeugung das machen, was man für richtig hält, und Spaß dran hat.

    Den REIT-ETF von iShares kannst Du sicher gut nehmen. Da sind die Top Werte drin. Bringt jetzt nicht die Wahnsinns-Ausschüttung, aber dafür alles solide. Ich würde sowas auch nicht als „Beimischung“ sehen, sondern als einen festen, soliden Bestandteil.

    Ich selbst habe z.B. gar keinen MSCI World oder so umfängliche. Ich habe einige ETFs, aber meist so Sektoren-ETfs. Wenn ich denke, jetzt sind die Utilities am Ar…, dann kaufe ich einen Utilities-ETF. Wenn die Rohstoffe oder Financials gebeutelt sind, dann kaufe ich einen Basic Resources oder Banken/Financials ETF usw.

    Ich glaube, Du hast das gut im Griff. 😉

    MS

  51. Mattoc

    Ich habe einige ETFs, aber meist so Sektoren-ETfs. Wenn ich denke, jetzt sind die Utilities am Ar…, dann kaufe ich einen Utilities-ETF. Wenn die Rohstoffe oder Financials gebeutelt sind, dann kaufe ich einen Basic Resources oder Banken/Financials ETF usw.

    @Matthias

    Das ist die Dogs of ETFs-Strategie. 🙂

  52. Rainer Zufall

    Marc

    Danke für die Hinweise! Momentan laufen 6 der 8, um die Gewichtung anzupassen, nur bei den Anleihen plane ich keine Käufe. Du hast schon recht, eine einfache Aufteilung macht Sinn. Ich find es bei mir aber noch recht übersichtlich, werde aber nochmal drüber nachdenken.

    MS

    Danke für die Rückmeldung zu den Reits.

  53. Mark85Mark85

    An Rainer: Grundsätzlich finde ich, dass die Anzahl der Positionen zur Sparratenhöhe und den Handelskonditionen passen muss, damit man regelmäßig und möglichst gebührenschonend alle Positionen nachkaufen kann. Dies kann ja bei dir der Fall sein.

    Aus diesem Grund habe ich mich unter anderem gegen Einzelaktien entschieden. Ich wüsste nicht, wie ich dies bei 20, 30 oder noch mehr Positionen bewerkstelligen könnte. 😉

  54. Thomas

    Wow, das ist ein extrem motivierender Leserbeitrag! Ich finde die 32’000 Euro in Cash angemessen, da es auch prozentual zum Nettovermögen nicht ein allzu grosser Betrag ist.

    Ich denke hier ist die Finanzielle Freihet ziemlich früh möglich, wenn man den überhaupt aufhören möchte zu arbeiten. Ansonsten wird die Rente heftig aufgestockt und man entflieht der „Altersarmut“  😉

    Ihr habt im Moment noch einen gewissen Lebensstandard, aber ich denke in Zukunft vor allem mit weiter zunehmendem Alter und wenn die Kinder ausgezogen sind, dann kann man immer noch Anpassungen vornehmen. In eine kleinere Wohnung ziehen und die Immobilie vermieten etc., da gibt es dan viele Möglichkeiten.

    Gruss
    Thomas

  55. quaeritis

    @Claus

    H&M fällt und fällt. Du sagtest mal, dass Du Werte bei >7% Verlust wieder aus dem Depot haust.

    Wie stehts bei H&M? Hälst Du da die Stange oder hast Du bereits wieder verkauft?

  56. Christoph

    Ob etf oder einzelne aktien. Beides hat vor und Nachteile.

    Wird der etf geschlossen ist das blöd, geht eine einzelne aktie bzw das Unternehmen insolvent ist es auch blöd.

    Vorteile gibt es auch. Mit dem etf hat man fast alle guten im korb und muss zb keine Steuern bei nem spinn off zahlen.

     

    Vorteil bei einzelnen aktien. Geht eine Aktie richtig ab hat man da natürlich viel mehr gewinn als beim etf.

    Wenn man die einzelnen aktien nach stabilen Werten aussucht ist es doch ok wenn man etf oder Aktien jünger ist.

    Beide wegen sind das beste was man machen kann.

     

  57. Florian Günther

    110 K Einkommen ist wirklich super! Respekt! Wie Tim bereits dargestellt hat, kann es wahrscheinlich auch ein kleinerer Wagen sein. In Summe jedoch eine tolle Darstellung und Motivation für uns alle.

  58. Freelancer Sebastian

    @ chaostrader

    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) Fonds – (A0HGV0) in den letzten 5 Jahren 94,5% (14,23%p.a.). Plus Dividende.

    Wie kommst du eigentlich dazu, diese Rendite als Referenz zu nehmen?

    Hast du sie denn selbst erreicht?

    Hört sich für mich eher wie ein theoretisches Luftschloß an. Gut möglich, dass auch 90% der passiven ETF-Anleger diese Rendite nie erreicht haben.

    Dem wollte ich mal auf den Grund gehen und habe mit meinen Sparraten seit 01/2012 mit Hilfe von Portfolio Performance fiktiv den ishares MSCI World Core Acc. eingekauft.

    Meine – natürlich ganz individuelle Rendite – hätte sich auf 96,56 % (TTW), bzw. 13,29% p.a. (int. Zinsfuß) belaufen. Inclusive Dividenden.

    Da muss ich mit meinen durch dümmliches Stock-Picking tatsächlich erzielten 15,21% p.a. als Theorieanomalie durchgehen, die nur Glück hatte…..

    Ansonsten gebe ich dir völlig recht. Börsenneulinge sollten durchaus behutsam an die Sache herangehen. Für viele Anleger sind ETF ein vorzügliches und zu empfehlendes Anlagevehikel.

    @ Mattoc

    Als „Qualitätsunternehmen“ werden Unternehmen mit über jahrzehnten erprobtem Geschäftsmodell bezeichnet, die stetig Umsatz und Gewinn steigern und vorzügliche Kapitalrenditen vorweisen können. Bei Interesse einfach mal recherchieren.

    Wie der von wolle oben verlinkte Artikel zeigt, sind es eben die miesen Aktien/Unternehmen, die für schlechte Performance sorgen. Diese gilt es auszusortieren.

    Du sagst, das geht nicht. Ich sage, das geht. Diese Meinungsverschiedenheit muss man halt hinnehmen, jeder nach seiner Facon….

    Ich wünsche allen hier ein geruhsamens Wochenende. Vermögensaufbau ist auch nur ein Mittel zum Zweck 🙂 .

  59. Mark85Mark85

    An quaeritis: Keine Sorge um H&M, ich habe mir dort erst vor 2 Tagen aktienkursstützend 8-mal ein gleiches T-Shirt für insgesamt 64 Euro gekauft. Die Kassiererinnen mussten lachen, aber ich mag es in vielen Lebensbereichen gern einfach. 😀

    http://www.portopicentro.es/hm/

  60. Mattoc

    @Sebastian

    Bei ihrem Streben nach Rendite sammeln die Marktteilnehmer alle relevanten Neuigkeiten, bewerten sie und versuchen, sie auszunutzen. Der aktuelle Kurs einer Aktie spiegelt damit die gemeinsame Haltung aller Marktteilnehmer wider. Das heißt, er gibt das Niveau an, zu dem die Beteiligten bereit sind, das Wertpapier zu kaufen beziehungsweise zu verkaufen. Der aktuelle Preis einer Aktie ist demnach richtig. Niemand – egal ob Laie oder Experte – kann Aktienpreisentwicklungen vorhersagen.

    Ich meine, das hat Eugene Fama so oder so ähnlich gesagt.

     

    Und ja, wenn du sagst, das sei nicht richtig – und das sagst du implizit, indem du behauptest, du könntest Aktien aussortieren, die deiner Voraussicht nach eine schlechtere Performance hinlegen werden als andere, dann nehme ich diese Meinungsverschiedenheit gerne hin.

  61. chaostrader

    iShares MSCI World UCITS ETF (Dist) Fonds – (A0HGV0) in den letzten 5 Jahren 94,5% (14,23%p.a.). Plus Dividende.Wie kommst du eigentlich dazu, diese Rendite als Referenz zu nehmen? Hast du sie denn selbst erreicht?

    Die Zahlen stammen von meinem Onlinebroker, Performance 5 Jahre. Da ich genau diesen ETF noch nicht so lange habe, und da ich nicht vor genau 5 Jahren genau eine große Einmalanlage und seitdem nie wieder irgendwas gemacht habe… Nein, natürlich nicht. (Naja ich hab mehr als deine 15% im letzten halben Jahr erreicht, incl. anderer Anlagen. Aber das beweist bekanntlich überhaupt gar nix).

    Wenns dir lieber ist, nimm halt einen anderen ETF auf den MSCI World. Das Ergebnis wird sehr ähnlich sein. Das ganze war nur ein Beispiel für eine andere Anlagestrategie.

    Hört sich für mich eher wie ein theoretisches Luftschloß an. Gut möglich, dass auch 90% der passiven ETF-Anleger diese Rendite nie erreicht haben.

    Wenn jemand vor genau 5 Jahren einen großen Batzen davon gekauft hätte, dann hätte er genau diese Rendite damit erreicht (Minus Kosten). Alle anderen nicht.

    Dem wollte ich mal auf den Grund gehen und habe mit meinen Sparraten seit 01/2012 mit Hilfe von Portfolio Performance fiktiv den ishares MSCI World Core Acc. eingekauft.

    Nicht alles was hinkt ist ein Vergleich. Du vergleichst tatsächlich Sparraten mit Einmalanlage? Ist nicht dein Ernst, oder?!

    Meine – natürlich ganz individuelle Rendite – hätte sich auf 96,56 % (TTW), bzw. 13,29% p.a. (int. Zinsfuß) belaufen. Inclusive Dividenden.

    Sauber. Klingt doch nicht schlecht. Kosten auch schon berücksichtigt? 13,29 +1,5 = irgendwas mit 14. Ei sowas, damit konnte ja keiner rechnen!!1elf!

    Da muss ich mit meinen durch dümmliches Stock-Picking tatsächlich erzielten 15,21% p.a. als Theorieanomalie durchgehen, die nur Glück hatte…..

    Schon mal was von risikoadjustierter Rendite gehört? Was denkst du, was für eine Rendite ein gehebelter ETF auf den Amimarkt hatte? Mehr Rendite ist kein Hexenwerk, fahr einfach das Risiko hoch. Wenns halt nicht schiefgegangen wäre, hättest du deine nicht erreichten 15% nicht erwähnt. Du bist trotzdem ein ganz toller Hengst und jeder Neuling, der hier mitliest sollte unbedingt dir nacheifern. Die Erfahrung zeigt, dass das üblicherweise prima klappt. Siehe Andreas.

    Emaile doch bitte den Andreas und erklär ihm, was er bisher falsch gemacht hat, oder lass uns alle öffentlich dran teilhaben.

    Ansonsten gebe ich dir völlig recht. Börsenneulinge sollten durchaus behutsam an die Sache herangehen. Für viele Anleger sind ETF ein vorzügliches und zu empfehlendes Anlagevehikel.

    Ach, jetzt auf einmal…

  62. quaeritis

    @Mark85

    Danke für Deine Unterstützung:-)

    Mir geht es aber in erster Linie um die von Claus geschilderte Vorgehensweise Titel bei 7% Minus zu verkaufen und eben nicht nachzukaufen. H&M fand er aber immer ganz toll und jetzt interessiert mich einfach, ob er diese tatsächlich entsorgt hat oder Ausnahmen von der Regel macht.

    Bei einer Vola von 15-20 bei sehr vielen Werten sind die 7% Verlust doch recht schnell erreicht.

  63. Pametan

    @Freelancer Sebastian

    Vollkommen richtig.

    Ich verfolge auch die Strategie, auf die schlechtesten Aktien der nächsten 5 Jahre zu verzichten und nur die guten ins Körbchen zu legen. Damit schlage ich Jahr für Jahr den Index.

    Und es ist ja wohl offensichtlich, welche das sein werden.

  64. chaostrader

    Und es ist ja wohl offensichtlich, welche das sein werden.

    Na dann lasst doch mal hören.

  65. K.

    Wo gibt es den die Glaskugel die einem mit 100% Sicherheit vorhersagt, welche Aktien („wohl offensichtlich“) die guten der nächsten 5 Jahre sind, damit man dann auch ja nur diese kauft und somit „garantiert“ und vorallem „wirklich“ nur erfolgreich ist UND „den Index“ schlägt?

    *Ironie off*

    Morgen stocke ich einen ETF auf, bevor ich wg. anstehendem Nachwuchs die Sparrate in ein paar Monaten zwecks nötiger Lebenshaltungskosten herunterregulieren werde bzw. von Cash-Rücklagen abseits des Notgroschens bestreiten werde.
    Ein paar Qualitätsaktien habe ich aber auch. Ob diese aber zu denn 100% erfolgreichen der nächsten 5 Jahren gehören weiß ich nicht. Aber ich bin um langfristigem Geschäftsmodell überzeugt. Beim „Rest“ gebe ich mich mit der Marktrendite (besser als gar nichts bzw. 90% der anderen) und somit mit ETFs zufrieden. Der Rest ist bezogen auf den aktuellen Buchwert oder auch Investitionssumme aktuell die Mehrheit.

    Vorallem auch, da Komplexität (im Depot) nur zu Fehlern neigt. Aber das ist ja auch in Lebensbereichen abseits der Depots so, wie mir meine Lebenserfahrung immer wieder gerne zeigt. KISS-Prinzip…

    Zusätzlich ist ReBalancing (wenn gewünscht, ich tue es aktuell nicht) und die Verwaltung per se einfacher. Trotz allem liebe ich Excel und den internen Zinsfuss sowie meinen YOC auf die Ausschüttungen bezogen.

    Anstelle von Stockpicking (abseits der Aktien die Tim propagiert bzw. denselben mit langfristigem Geschäftsmodell) werde ich mir eher Gedanken machen wie ich mehr Geld zum investieren generieren kann. Das Sparpotenzial ist anhand der gegebenen Rahmenbedingungen schon so gut wie ausgeschöpft.

    Auf diese Gedanken und Ziele verwende ich meine Energie und langfristig führt mich dies zu einer Lebensweise die mich glücklich macht, abseits der normalen Arbeit. Zusätzlich unterstützen mich diese Tätigkeiten und die daraus resultierenden Einnahmen auch beim erreichen der finanziellen Freiheit bzw. ggf. Unabhängigkeit. Damit ich mehr Zeit mit meiner Familie als mit so mancher Arbeit und unbefriedigenden Arbeitsbedingungen zu verbringen. Plus weniger finanzielle Sorgen, die gerade als Familie plötzlich ganz anders bzw. plötzlich da sein können, als zuvor.

    Ganz aufhören will ich wenn dann nicht. Etwas zu tun braucht man, aber wenn ich es mir aussuchen kann wird es etwas sein, was Spass macht und nützlich ist ohne das man über den Sinn nachdenken muss. Und ich arbeite jetzt schon in einem definitiv nützlichen Job mit leider nicht so tollen Rahmenbedingungen.

    Guten Wochenstart allen.
    Eine interessante und inspirationsreiche Serie. Danke Tim dafür.

    K.

  66. Larry.Livingston

    Pametan, Freelancer Sebastian,

    sehr gut, ihr habt es verstanden. Es ist eigentlich auch ganz einfach und ich beherzige es seit über zwei Dekaden selbst: ich lasse auch bei meinen Investments den Schrott außen vor und hatte so keine Probleme die Indices hinter mir zu lassen.

    Ich wähle Unternehmen aus langfristig zu favorisierenden Branchen: Diese bieten gut kalkulierbare Erträge und Renditen und zeichnen sich durch fehlende Zyklik aus. Branchen und Firmen mit niedriger Inventarquote, niedriger Kapitalintensität und hohem Kapitalumschlag und ohne mörderischen Wettbewerb und staatlicher Überregulierung werden bevorzugt. Dazu weisen gute Unternehmen eine effiziente Nutzung von Kapital (Return on Equity, usw.) und hohe Kapitalrenditen bei möglichst keinen Schulden aus. Priorität hat der Free Cash Flow und seine Nachhaltigkeit(sperspektive) zur Abschätzung der finanziellen Solidität. Dazu kommen noch ein paar weitere Kriterien, aber ich möchte die passive Fraktion nicht langweilen. Die sollten nur lernen auch andere Sicht- und Vorgehensweisen zu akzeptieren.

    Das hat mich (um mal den Dax als Beispiel zu nehmen) nicht in E.ON / Veba, RWE, Telekom, Dt. Bank, Dresdner Bank, Commerzbank, Allianz, Münchner Rück, MLP, K+S, Thyssen, HeidelCement, Daimler, VW, BMW, Lufthansa, etc pp investieren lassen.

    Cheers,

    Larry

  67. Markus

    @Larry

    Was spricht gegen die Allianz und welches sind die Positiv-Beispiele?

    Wie lange schlägst Du schon welchen Index bzw. welchen internen Zinsfuß hast Du?

  68. Fit und Gesund

    @ Larry.Livingston,

    gerne bereit zu lernen in welch „gute“ Aktien man investieren sollte, ein paar Kriterien hast Du genannt, danke! Vielleicht könntest Du auch mal ein paar Beispiele geben, was wird bei Dir übergewichtet?  Konsumaktien, Pharma? überhaupt keine Zykliker?

    vielleicht magst Du Dich ja nochmal dazu äussern, ich selber habe einige Einzelaktien und auch ETF’s,

    ich verstehe ehrlich gesagt nicht diese Kämpfe welche Methode die Beste ist, für mich haben Beide Vor und Nachteile. Bin aber eher Anfänger mit Einzelaktien.

    liebe Grüsse

  69. Claus

    @ quaeritis

    H & M leidet hauptsächlich wegen des starken USD, da sie ihren Einkauf überwiegend in USD zahlen, ihre Umsätze aber in EUR + anderen Währungen erhalten.

    Der Wettbewerb ist auch nicht zu unterschätzen, aber den gibt es ja fast überall.

    Z. Zt. scheinen sie einiges auszuprobieren mit div. Marken in unterschiedlichen Preissegmenten und sie eröffnen laufend neue Filialen in vielen Ländern.

    Ich sehe H & M als excellentes und kerngesundes Familienunternehmen und gebe keine meiner Aktien aus der Hand. Sollte der Kurs noch etwas nachgeben, werde ich meine Position deutlich aufstocken.

    H & M ist bisher tatsächlich eine meiner 3 Minuspositionen (von 40 Aktien). Da ich vor einer Weile VF gekauft habe, die inzwischen etwas gestiegen sind (9%), relativiert das meinen z.Zt. leichten Verlust im Bereich Konsum/Mode. Da mein Depot sehr deutlich im Plus liegt, sehe ich hierin kein Problem.

    Möglicherweise irre ich mich bei H&M auch. Jedenfalls bin ich fest davon überzeugt, dass die Kurswende kommen wird und es hier viel Kurspotenzial gen Norden gibt.

    @ Larry.Livingston

    Deine Ausschlüsse unterscheibe ich zu 100%, Gratulation!

  70. Daniel

    Mir ist es ehrlich gesagt ein Rätsel warum immer wieder diese ETF vs Aktien Nummer ausgepackt wird. Warum nicht das beste aus beiden Welten?

    Ich für meinen Teil habe mir als Ziel gesetzt bis Ende des Jahres 50000€ in der 3er ETF Kombination World/EM/Stoxx 600 Europe zu haben.

    Anschließend werde ich zunehmend auf Einzelaktien setzen weil ich denke auch innerhalb der Asset-Klasse „Aktien“ kann eine Diversifizierung der Produkt-Art nicht schaden. Nur weil etwas mehr Rendite bringt (ETF im Langfrist-Trend) muss es ja nicht der alleinige und beste Weg sein. Sonst würde wohl auch niemand Anleihen kaufen wenn diese nicht einmal die Inflation schlagen. Dennoch gehören sie ab einer gewissen Depotgröße für mich zum Must-Have.

    Auch wenn für mich der ETF Weg logisch ist und alles danach schreit nur das zu machen weil es vernünftig ist, habe ich dann doch auch lieber mindestens 50% in Einzelaktien weil der Besitz „direkter“ ist. Es gibt niemanden zwischen mir und dem Wertpapier. Und wer weiss schon wie sich die Rahmenbedingungen bei ETF in den nächsten Jahrzehnten entwickeln.

    Tatsache ist aber auch, für mich kämen mindestens 30-40 Einzelaktien ins Depot um ausreichend diversifiziert zu sein, auch über alle Branchen hinweg. Das kostet insbesondere im Finanzsektor bei mir Überwindung, ich neige stark zu Konsumgüter-Firmen.

    Mein Traumportfolio wäre 10.000€ in Rohstoffen, 50.000€ Tagesgeld / 50.000€ Anleihen AAA / 100.000 ETF und 300.000€ Aktien. Dann könnte ich mir auf die Schulter klopfen und sagen dass ich es geschafft habe, aber bis dahin ist wohl noch ein weiter weg 😉

    Gruss Daniel

  71. Rainer Zufall

    „… Einzelaktien weil der Besitz „direkter“ ist. Es gibt niemanden zwischen mir und dem Wertpapier.“

    Das dürfe so in zumindest einigen Fällen nicht ganz richtig sein. Ich verweise da auf einen Hinweis von Matthias Schneider (6. April),

    MS: „Bei meinem Broker (IB) werden die US-Aktien im Namen des Brokers registriert. Der Broker führt dann ein eigenes Buch, wem seiner Klienten wie viele Aktien von denen gehören. Als eigentlicher Aktionär ist man der Firma also unbekannt. Dieses Verfahren nennt sich „Street Name Registration“. -> https://www.sec.gov/reportspubs/investor-publications/investorpubsholdsechtm.html

    Man ist also nur Besitzer der Aktien von des Brokers Gnaden. I.d.R. wird da nix schief gehen, aber als Anmerkung, weil Du bei ETFs so Bedenken hast.“

     

    https://www.rente-mit-dividende.de/2017/04/05/podcast-rente-mit-dividende-teil-2/

  72. Mark85Mark85

    An Daniel: Dann mal los, der Weg ist das Ziel. 😉

    Mein Traumportfolio bestünde im Rohstoff- bzw. Edelmetallteil aus mindestens 2 bis 2,5 Kilo Gold. Dann hätte ich aktuell so viel wie 100 Erdbürger, wenn man alles jemals geförderte Gold der Welt gleichmäßig verteilen würde. Ich habe eben nachgekauft, damit mein Wunsch irgendwann in Erfüllung gehen wird. 😀

    An alle Leseratten: Ich habe vorgestern mit ,,Money“ von Tony Robbins angefangen. Geiles Buch, es landet definitiv in meine Top 5 der lesenswertesten Finanzbücher.

    An Rainer: Ich würde Daniels Aussage verneinen. Da man seine Anteile schon lange nicht mehr physisch in Papierform hält, muss es eine Verwahrstelle zwischen uns und dem Wertpapier geben. Meines Wissens übernehmen die Depotbanken diese Ausgabe, müssen sie aber als Sondervermögen führen.

    Ich sehe hier keinen Unterschied zwischen Indexfonds und Einzelaktien, wenn man die Tauschgeschäfte weglässt, aber lerne gern dazu.

  73. Daniel

    @Mark und Rainer: Danke für Eure Hinweise. Das war mir bislang völlig neu. Ich bin bis Dato fest davon ausgegangen dass diese auf meinen Namen eingetragen sind. Wieder was gelernt 😉

  74. Fit und Gesund

    @Mark85,

    und was wären Nr. 1-4? verrätst Du uns das? Was lernt man im Robbin’s Buch?

    Ich hab jetzt 2 Tage Frei und bisschen Zeit für ein gutes Buch 🙂

    Schon gesehen, Goldpreis ist wieder gesunken, am 3.5. bekomm ich meine Jubiläums Krügerrand Münze, freu ich mich auch drauf.

  75. kripofrankfurt

    Aktien werden in Deutschland bei „Clearstream“ verwahrt, du bist Eigentümer der Aktien, niemand sonst.

    Zu den ETFs:

    Swap-ETFs können irgendwas beinhalten, also auch Anleihen und Derivate ect

    Physisch replizierende ETFs halten zwar die komplette Anzahl (voll replizierend) bzw einen Teil der Aktien (Optimiert), werden durch eventuelle Wertpapierleihe meist genauso unsicher. Selbst wenn voll replizierend und keine Wertpapierleihe durchgeführt wird findet man in den AGBs solche Passagen:

    „Der Fonds kann in derivative Finanzinstrumente investieren, die das Engagement in die Basiswerte erhöhen oder reduzieren und zu stärkeren Schwankungen des Nettoinventarwerts des Fonds führen könnten. Einige Derivate bergen ein höheres Verlustpotenzial, bei dem die Gegenpartei ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann.“

    Ab 2018 werden ETFs und Fonds neu besteuert. Der Bestandsschutz für Käufe vor 2009 wurde gekippt. Wer weiß was die sich die nächsten Jahre noch einfallen lassen wenn erstmal genug Privatleute als Selbstentscheider für ihre Rente vorgesorgt haben.

    Wer 100€ im Monat übrig hat kann eh nur in einen breit gestreuten ETF als Sparplan investieren. Bei 100.000 Euro und mehr im Depot in irgendwas zu investieren was irgendwann irgendwie neu versteuert wird weil die sonst nix besseres zu tun haben. Da schlaf ich lieber ruhig.

  76. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Meine Lieblingsfinanzbuchautoren sind Carsten Maschmeyer, Gerd Kommer, Bodo Schäfer, Robert Kiyosaki und neuerdings Tony Robbins.

    Ich bin erst zu 1/3 durch, aber ich finde es sehr spannend und motivierend geschrieben. 600 Seiten sind eine Hausnummer. Weltbewegend Neues lernt man darin natürlich nicht, wenn man schon viele Finanzbücher gelesen hat, aber das Eine oder Andere werde ich für mich zu nutzen wissen. 😉

    Viel Spaß mit der Münze, wie hoch war der Aufpreis?

    kripofrankfurt: Selbstverständlich ist man der Eigentümer, es ging ja nur um die Frage, ob zwischen einem selbst und dem Wertpapier noch jemand steht. Ja, die Verwahrstelle als Besitzer. Die Depotbanken besitzen Konten bei Clearstream, wobei ich mal gelesen habe, dass die nur für inländische Wertpapiere zuständig ist.

    Ich bevorzuge rein gefühlsmäßig bei Indexfonds physisch replizierende. Auf die Wertpapierverleihung mancher Fondsgesellschaften könnte ich gut verzichten, weil die Erträge nicht sehr hoch sind, aber ich fühle mich dabei nicht unwohl.

    Als Beispiel der iShares Developed Market Property Yield in den letzten 12 Monaten:

    Ertrag durch Wertpapierverleihung: 0,03 Prozent

    Durchschnittlicher Verleihungsgrad des Fondsvermögens: 11 Prozent

    Besicherungsgrad der verliehenen Wertpapiere: 111 Prozent

  77. Fit und Gesund

    @Mark85

    Danke, Bodo Schäfer war mein erstes Finanzbuch, leider hab ich nicht auf ihn gehört *lach*, Kiyosaki hab ich auch gelesen, Kommer nicht und Maschmeyer auch nicht, das Robbins Buch scheint tatsächlich interessant zu sein, und wenn Du sagst dass Du da das Ein oder Andere noch mitnehmen kannst, dann sollte ich vielleicht auch mal schauen.

    wegen dem Aufpreis, ich will die in Zürich eben anonym kaufen, am 3. 5. hab ich Frei und mach mir dann gleich einen schönen Tag in Züri, deswegen weiss ich ja nicht wieviel sie dann kosten wird.

    Bei Banken in D kannst Du glaub keine Tafelgeschäfte mehr tätigen, wird Alles überwacht… gespeichert und irgendwann kramen sie es dann aus… will ich lieber nicht.

  78. Mark85Mark85

    An Fit und Gesund: Ach so, ich dachte, dass du sie bereits bestellt hättest. Ich habe mal bei Degussa.de nachgeschaut:

    Barren: 1.202 Euro

    Krügerrand ältere Jahrgänge: 1.205 Euro

    Krügerrand 2017: 1.225 Euro

    Krügerrand 50-jähriges Jubiläum: 1.225 Euro

    Einen Aufpreis von 4,6 Prozent zum aktuellen Goldpreis (1.171 Euro) finde ich nicht ohne, aber vielleicht findest du in Zürich ein besseres Angebot. 😉

    Mein heute bestellter 20-Gramm-Barren lag vorhin inkl. Versandkosten bei 2,5 Prozent.

    Zu Tony Robbins: Es ist wie hier im Blog. Man kann immer mal wieder etwas Neues für sich mitnehmen, aber die Wiederholungen darunter schaden grundsätzlich auch nicht, weil man das bereits Gelernte jahrzehntelang in der Praxis anwenden muss, um dauerhaft Erfolge erzielen zu können. Dieses Wissen muss sich so tief im Schädel eingebrannt haben, dass man niemals (wieder) auf dumme Anlegergedanken kommen wird. 😀

  79. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mark85,

    „…es ging ja nur um die Frage, ob zwischen einem selbst und dem Wertpapier noch jemand steht. Ja, die Verwahrstelle als Besitzer. Die Depotbanken besitzen Konten bei Clearstream, wobei ich mal gelesen habe, dass die nur für inländische Wertpapiere zuständig ist.“

    So ist es. Die allermeisten Aktiennachweise lagern bei den Clearingstellen. Wobei das ja eigentlich auch nicht das Problem ist. Es wäre ja egal, ob ich ein Papier daheim habe, oder nur einen Eintrag irgendwo, WENN in beiden Fällen meine Aktien bei meiner Firma im Register eingetragen wären.

    Meiner Meinung nach, die allerdings laienhaft ist, kann man sein Eigentum an der Firma als Aktionär der Firma gegenüber nur zweifelsfrei nachweisen, wenn die Firma in ihrem Register mich als Aktionär eingetragen hat, siehe deutsche Namensaktien.

    Es ist aber so: Ich kaufe 100 US-Aktien XY beim Broker. Der Broker kauft sie über die Börse und stellt sie mir ins Depot. Der Broker wird bei der Clearingstelle als Käufer/Besitzer registriert. Die Clearingstelle meldet der Firma XY, dass der Broker 100 Aktien besitzt. In der Aktionärsstruktur bei der Firma XY tauche nicht ich, sondern der Broker als Anteilseigner auf.

    Mein Eigentum an der Aktie wird also nur durch die Versicherung des Brokers garantiert, dass er sie für mich als Verwahrer hält. Weder die Firma noch die Clearingstelle wissen, dass ich der wahre Eigentümer bin.

    Deswegen stehe ich Einzelwerten, wo ich kein eingetragener Aktionär bin, auch ziemlich unromantisch gegenüber. Das ist für mich einfach nur „Handelsware“.

    Es ist natürlich unbestritten, dass nur dieses Vorgehen den neuzeitlichen, schnellen und unkomplizierten Börsenhandel erst möglich gemacht hat.

    Aber es kommt mir immer ungefähr so vor, als ob man eine Immobilie von einer Baugesellschaft/Bauträger erwirbt und auch einen Kaufvertrag mit allem Drum und Dran bekommt, im Grundbuch aber der Bauträger eingetragen bleibt.

    Die anderen Clearingstellen gibt IB wie folgt an:

    Location of Customer Assets; Stocks …

    Country – CSD – Custodian
    Australia – Australian Clearing House and Electronic Sub-register System (CHESS) – Interactive Brokers LLC
    Austria – Österreichische Kontrollbank (OEKB) – Interactive Brokers LLC
    Belgium – Euroclear – Interactive Brokers LLC
    Canada – Clearing and Depository Services Inc (CDS) – Interactive Brokers LLC
    France – Euroclear – Interactive Brokers LLC
    Germany – Clearstream – Interactive Brokers LLC
    Hong Kong – Hong Kong Securities Clearing Corporation Ltd. (HKSCC) – Interactive Brokers LLC
    Italy – Monte Titoli – Interactive Brokers LLC
    Japan – Japan Securities Depository Inc. (JASDEC) – Interactive Brokers LLC
    Mexico – SD Indeval – Interactive Brokers LLC
    Netherlands – Euroclear – Interactive Brokers LLC
    Norway – VP – Interactive Brokers LLC
    Singapore – The Central Depository (Pte) Limited (CDP) – Interactive Brokers LLC
    Spain – Servicio de Compensacion y Liquidacion de Valores (SCLV) – Interactive Brokers LLC
    Sweden – Värdepapperscentralen (VPC) – Interactive Brokers LLC
    Switzerland – Sega Intersettle – SIS – Interactive Brokers LLC
    United Kingdom – Crest – Interactive Brokers LLC
    United States – Depository Trust Company – Interactive Brokers LLC

    MS

  80. Mark85Mark85

    An Matthias: Bei Wertpapieren fühle ich mich auf jeden Fall wohler als bei normalem Buchgeld auf Konten, weil man in diesem Fall kein Sondervermögen, sondern nur einen Anspruch auf Auszahlung in gesetzliches Zahlungsmittel (Bargeld) erwirbt. Siehe Zypern vor ein paar Jahren: Den normalen Sparern wurde etwas weggenommen, den Wertpapierhaltern dagegen nicht. 😉

    Aber selbst physisches Gold, welches sich in meinem direkten Besitz befindet und somit kein Gegenparteirisiko aufweist, kann mir immer noch von einer Fremdpartei gestohlen werden.

    Ich versuche, die größten Sauereien auszulassen. Ganz ohne Risiken werden wir wohl nicht durchs Leben gehen können. 😉

  81. Matthias SchneiderMatthias Schneider

    @Mark85,

    klar, man braucht vor allem auch immer eine gewisse Portion Vertrauen. Ich leide nicht unter Paranoia oder ständigem Misstrauen. Andererseits will ich natürlich auch nicht „blauäugig“ ins offene Messer laufen.

    Bargeld ist eine Illusion wie Buchgeld. Physisches Gold kann eine Versicherung sein. Aber was ist, wenn man es nicht verwenden darf, weil verboten?

    Man kann einfach nur hoffen, dass es immer eine Möglichkeit des Weitermachens gibt.

    Wollte auch nur das mit dem Aktienbesitz aus meiner Sicht verdeutlichen.

    Eine Aktie/Firma bei der nur der Broker mich als Eigentümer kennt, erkenne ich schon daran, dass ich dann nur den anonymen Postbrief/Mail des Brokers als Verteiler bekomme. Eine Firma, die mich als Teilhaber kennt, die schreibt mich persönlich an. Siehe dieses Bild hier (großes Kuvert IB, kleines Firma).

    MS

  82. Mark85Mark85

    An Matthias: Darunter leide ich zum Glück auch nicht. Ich finde es sogar leicht befremdlich, was teilweise für Kommentare auf Seiten wie Goldreporter.de zu lesen sind. Wenn ich mich über Edelmetalle austauschen möchte, werde ich sicherlich nicht dort aufschlagen.

    Jau, ich fand deine vertiefenden Aussagen gut, weil ich mich mit diesem Thema nur oberflächlich beschäftigt habe.

    Keine Namensrechte zu besitzen, stört mich eher weniger. Egal, wie man es macht, am Ende kann immer noch die AG selbst betrügerisch handeln, schlecht wirtschaften oder einfach nur durch Fremdeinwirkungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

    Einer globalisierten und vernetzten Welt kann man sich nicht komplett entziehen, wenn man nicht wie ein Steinzeitmensch möglichst außerhalb jeglicher Zivilisation leben möchte. 🙂

  83. Mark85Mark85

    An Slazenger: Nein, aber die Verfilmung 2-mal angesehen. Großartig, insbesondere Christian Bale als Michael Burry. 😉

  84. Slazenger

    @Mark 85

    ich fands auch genial, genauso der Film, kaum zu glauben wie wenige damals den Durchblick hatten!

  85. Mark85Mark85

    An Slazenger: Bei Nacherzählungen bevorzuge ich bewegte Bilder. Bei Büchern mag ich irgendwie nur Sachbücher, weil mir ansonsten schnell langweilig werden würde. Oder ist der Schreibstil flott geschrieben und nicht wie ein Roman? Dann überlege ich es mir noch einmal. 😉

    Ich hatte damals auch keinen Durchblick. Medial war die Krise natürlich nicht zu übersehen und mir taten die vielen Hausbesitzer leid, die ihre Immobilien verlassen mussten, aber sie hatte keinerlei Einfluss auf mein eigenes Leben.

  86. Slazenger

    @Mark

    nee das Buch ist nicht so ganz einfach zu lesen, aber für mich wars faszinierend zu lesen wie das damals ungefähr abging, und einige Zusammenhänge verstehe ich jetzt besser! So bis ins letzte Detail habe ich es aber immer noch nicht kapiert!

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