Altersarmut: Mit 77 noch den Boden wischen


New York, 16. November 2013

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Warum bewundern wir Warren Buffett, George Soros oder Carlos Slim? Sind wir ehrlich. Weil sie so extrem reich sind. Wäre Google-Gründer Sergey Brin nicht so erfolgreich, würde er nicht (hier in der U-Bahn in New York) einen besonderen Eindruck hinterlassen. Der sieht auf dem Foto mit Mütze, Vollbart und Tasche fast schon angsteinflössend aus. Mal ehrlich, würden Sie den einstellen?
Viele Menschen entwickeln ein Neidgefühl gegenüber den Reichen. Weil sie wissen, dass sie es zu diesem Reichtum nie in ihrem Leben schaffen werden, versuchen sie die Lücke mit anderem Zeug zu kompensieren. Sie kaufen sich teure Autos, edle Kleidung, gehen in den Luxusurlaub, werden zu richtigen Lebemenschen.
Wenn das Rentenalter erreicht wird, beginnt die Altersarmut. Ich kenne eine Seniorin in New York, die muss jeden Tag zur Arbeit gehen, obwohl sie schon über 80 ist. Sie bekommt vielleicht zehn oder zwölf Dollar die Stunde. Ohne den Verdienst könnte sie ihre Miete und das Essen nicht bezahlen.
Altersarmut ist etwas richtig Bedrückendes. Tom Palome ist 77. Er muss den Boden wischen. Er arbeitet für acht Dollar Stundenlohn. Er muss. Er muss schließlich über die Runden kommen. Er hatte einmal eine sechsstellige Summe verdient, als er Marketing-Manager war.
Diese traurigen Storys wird es öfter geben. Die Menschen sparen nicht genug. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung und es sinken die Zahlungen aus den Rententöpfen.
Das ist ein weltweites Phänomen. Selbst im Sozialstaat Deutschland.
In den USA gilt die Faustformel, das 10- bis 20-fache des Einkommens anzusparen, um die Versorgungslücke im Alter schließen zu können. Das kann eine Menge Holz sein.
PS: Auf vielfachen Wunsch werde ich in den kommenden Beiträgen das smarte Aktiensparen skizzieren. Ich habe gerade ziemlich viel zu tun. Bitte haben Sie etwas Geduld.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Altersarmut: Mit 77 noch den Boden wischen

  1. Martin

    Da muss man die Amerikaner auch loben. Mit 77 würde er in DE keinen Job bekommen. Dafür kann er auch leichter wieder entlassen werden als bei uns und das ist in diesem Fall sogar sein Glück.

  2. Turing

    Die Altersarmut ist in Deutschland sehr weit fortgeschritten.

    Schaut mal dieses Video:

    http://www.youtube.com/watch?v=jrSSUTm70nc

    Der Herr ist unser Reichskanzler, muss aber selbst den Abwasch machen, weil er sich kein Personal leisten kann. Seine Bude ist außerdem ziemlich schäbig 🙂

    Das sind 45 Minuten beste Unterhaltung. Da lacht man sich schlapp.

  3. Chris

    Unter dem Gesichtspunkt, dass die Lebenserwartung massiv steigt (pro Jahr um 2 Monate, rechnen Versicherer schon mit einem Sterbealter von 103 Jahren ) langen auch keine 20xEinkommen.

    Es sollte eher mit einer ewigen Rente gerechnet werden.

    Wenn man zu früh stirbt, dann kann man das Geld vererben oder spenden…

    Viele Grüße

  4. Markus

    Es soll auch Rentner geben, denen dass zusätzliche Arbeiten Spaß macht…
    Wenn es keinen Spaß macht und man darauf angewiesen ist, ist das schade aber es gibt bedeutend schlimmere Schicksale.

    Irgendjemand sollte schon auch noch produktiv arbeiten… wenn manche nur noch vom Kapital leben wollen.

  5. willihope

    dass nach rentenkürzungen und immer neuen steuern den leuten plötzlich das geld nicht mehr reicht war doch von jedem zehntklassler voraus zu sehen!

    natürlich kommt von der politik eine neue nebelkerze und man schiebt die schuld auf die kapitalerträge ohne arbeit.

    man muss aber ganz klar sehen dass der schwund an lebensstandard von den politikern verursacht wurde und wird während sie sich selber mässten wie die schweine!

    diäten und bezüge müssen veröffentlicht werden und wenn neid entsteht dann doch desshalb weil es viel zuviel an steuergeldverschwendung ist!

    immer mehr unproduktive sesselfurzerinnen in der verwaltung und in der politik und alle laben sich am steuergeld.
    die verwaltung muss 5 jahre lang um 10% gekürzt werden und die pokitikerposten werden sofort um 50% vermindert!
    alleine bei 631 rumsitzern im bundestag macht das eine einsparung von 315 höchstbezahlten und unproduktiven menschen. dazu noch die sehr guten pensionen die sich die damen und herren selber genehmigt haben!

    deutschland hat kein problem auf der einnahmenseite sondern zuviele schweine am trog!

  6. willihope

    zur ausufernden verwaltung mal diesen text. aber bitte schätzt erstmal wieviele richtlinien die eu pro jahr erzeugt!

    [] 1
    [] 10
    [] 100
    [] 1000
    [] 10000

    http://www.presseurop.eu/de/content/article/2370511-eine-sozialistische-mumie-namens-eu

    wer lag richtig?

    das alles braucht natürlich immer mehr sesselpupserinnen die nichts leisten und nur steuergelder kosten.

    irgendwo waren dann auch noch die daten über die diäten in den landtagen, unbeschreibliche zustände!

    und die haftung der politiker für millionenverlusste von steuergeld wegen unfähigkeit: KEINE.

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