Aldi und Lidl: Deutsche rollen die Welt auf


New York, 24. August 2014

Aldi & Lidl wildern in England. Und das mit einem überwältigendem Erfolg. Konsumenten rennen ihnen die Bude ein. Der Aktienkurs des britischen Supermarktkonkurrenten Tesco ist dagegen im freien Fall. Die knallharte Preispolitik der beiden deutschen Discounter machen den traditionellen Händlern das Geschäft kaputt. Es ist gnadenlos. Schon seit langer Zeit kämpfen beide auf allen Ebenen gegeneinander – selbst juristisch.

 

Übrigens rollt Aldi auch die USA auf. Der Billigheimer ist einfach gut. Der US-Riese Costco verfolgt intern mit großem Respekt Aldi. In den USA hat Aldi schon mehr als 1000 Filialen eröffnet. Die Deutschen lehrten bereits Wal-Mart das Fürchten. Aus Deutschland vertrieben sie den amerikanischen Weltmarktführer vor Jahren. Wal-Mart machte alle Niederlassungen dicht und machte sich aus dem Staub. Und wird wahrscheinlich deutschen Boden nie mehr betreten. Die Verluste waren haushoch, der Ärger enorm.

 

Ich finde das Geschäftsmodell von Aldi & Lidl beeindruckend. Die Kunden haben enormes Vertrauen. Sie kommen immer wieder. Obwohl das Sortiment ziemlich begrenzt ist.

(Mein Foto oben zeigt eine Aldi-Filiale in Berlin.)


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Aldi und Lidl: Deutsche rollen die Welt auf

  1. Der Couponschneider

    Wal-Mart hat ein Problem: Zu viel Personal. Ich war mal in den USA und dort auch in einem Wal-Mart. Öfter als einmal. Am Ausgang wurde man von einem jungen kaugummikauenden Angestellten mit "How are you doing." verabschiedet. So ein Blödsinn und da wundert sich Wal-Mart, warum das niemand bezahlen will.

    Dass Wal-Mart in Deutschland scheiterte, lag nicht daran, dass die Deutschen keinen Service mögen. Ich empfinde es geradezu als Beleidigung, denn man sollte Service nicht mit Penetranz verwechseln. Ich empfinde es nicht als Service, wenn ich alle paar Meter in einem Kaufhaus/Supermarkt von einem Angestellten angesprochen werden, wie man denn helfen könne. (Bei Wal-Mart gibt es die sogenannte 10 feet rule) Ich brauche auch niemanden am Ausgang, der mich verabschiedet. Ich mag es auch nicht, wenn mir jemand den Einkauf eintütet. Muss ja nicht gleich jeder wissen, wo meine kulinarischen Vorlieben sind.

    Interessant fand ich auch den sparsamen Lebensstil der Aldi-Gründer. Kürzlich ist Klaus Zapf gestorben. Ich dachte, hier bei TSM gibt's vielleicht noch so eine Art Nachruf, denn Zapf war für seinen einfachen Lebensstil bekannt. Nachts soll er sogar Pfandflaschen gesammelt haben.

  2. tim schaefertim schaefer Beitragsautor

    Hallo Couponschneider,

    Nachruf: Klaus Zapf. Baute, ohne Führerschein wohlgemerkt, eine der größten Umzugsfirmen Europas auf. Er lebte extrem sparsam auf dem Firmengelände. Er ging trotz seines Millionenvermögens in einem Discounter shoppen. Vorstandsschreck: Er deckte sich bei führenden Aktiengesellschaften ein und klagte gegen sie. 

    Hier  ein kurzes Youtube-Video über ihn: http://www.youtube.com/embed/x1V62zhgyKA

  3. willihope

    Das soll ein Vorbild sein? Er hatte nie echte Freunde sagt er selber!

    Ein ungepflegter fetter Mann in Lumpen der nichtmal die Füsse beim gehen heben konnte!

    Nunja für mich ist der ein armes Schwein, keine Freunde und keine freude am Leben. Was soll daran erstrebenswert sein? Dazu reicht ja schon Hartz4.

     

  4. StefanStefan

    Hehe. Ich fands witzig. Vor allem die Aussage, dass er nachts an den Kühlschrank gehen kann um zu "fressen" ohne dass jemand fragt: was machste denn da? Warum? "Das nicht zu haben ist das größte Glück".

    Wenn ich das machen würde müsste ich mir einiges von meiner besseren Hälfte anhören:-) Ich bin eben unfrei…

  5. Geld schläft nicht - Blog

    @Couponschneider: Da ist der Unterschied zwischen Amerika und Deutschland wirklich groß. In Deutschland kommt eine Aldi-Filiale wahrscheinlich mit zwei oder drei festen Mitarbeitern zurecht. Wobei dieser Service und das "How are you doing" für Amerikaner wirklich wichtig ist. Die empfinden das glaube ich nicht als Belästigung.
    Grüße

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