Aktiensparen 2014: Überlegen investieren mit Buy and Hold


New York, 25. Dezember 2013

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Erfolg an der Börse sehe ich in drei Punkten gut zusammengefasst: Niedrige Kosten, Einfachheit, Streuung. Klare, logische Strategien zahlen sich aus. Niedrige Kosten und Gebühren sind ganz wichtig. Sie werden gerne unterschätzt. Weil die Kosten bei aktiven Fondsmanagern zu hoch sind, scheitern die meisten Profis auf lange Sicht an ihrer Benchmark. Das streitet im Endeffekt niemand ab.
Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, bietet sich die Langfriststrategie an. Diese Vorgehensweise vermindert gleichzeitig die Gefahren, die sich aus der Selbstüberschätzung und Angst ergeben. Wichtig ist, die Gefühle aus dem Depot rauszubekommen.
Investieren Sie nie Geld, dass Sie in den nächsten zehn Jahren brauchen werden. Denn das Risiko wäre zu hoch. Mit der Zeit sinkt das Risiko. Ab zehn Jahren geht das Geldverdienen so richtig los, das ist jedenfalls meine Meinung.
Wann steigen Sie am besten ein? Natürlich ist es ratsam Aktien zu kaufen, wenn eine Krise wütet. Vor fünf Jahren war das der Fall. Im Crash Aktien einzusammeln ist das Beste, was einem Anleger passieren kann. Bleiben Sie investiert, wenn es wieder knirscht an der Börse. Stocken Sie einfach Ihre Positionen auf.
Sie können regelmäßig Aktien kaufen. Durch gute wie durch schlechte Zeiten.
Wenn Sie diese Langfrist-Methode Ihren Kindern vermitteln, haben diese im Alter ein Problem weniger: Sie haben im Alter ein bequemes Finanzpolster.
Sowohl Indexfonds als auch grundsolide Marktführer eignen sich zum Kaufen-und-Liegenlassen. Ideal sind Aktien, die Ihnen einen regelmäßigen Zufluss an Dividenden bescheren.
Seien Sie skeptisch, wenn Ihnen jemand erzählt, er sei mit dem Trading erfolgreich. Es ist nichts weiter als ein Kasinospiel.
Buy-and-Hold funktioniert immer auf lange Sicht. Zocken geht meist schief.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Aktiensparen 2014: Überlegen investieren mit Buy and Hold

  1. Felix

    Neben guten Unternehmen ist Zeit wohl tatsächlich der wichtigste Faktor für den Anlageerfolg. Leider suggeriert die heutige Medienwelt mit „Aktie der Woche“ usw. das Gegenteil. Es kommt aber eher auf die Aktie des Jahrzehnts an, wenn es um echten Vermögensaufbau geht.

  2. tim schaefertim schaefer

    Hi Felix,
    so eine Rubrik „Aktie der Woche“ ist ja gar nicht so schlecht als Idee. Es kann amüsant sein zu lesen. Die Frage ist doch: Muss ich auf eine solche Meldung hin gleich mein Depot umschichten.

  3. Tino

    @finanzielle Freiheit, ich denke es gibt auch noch andere sehr gute Strategien die langfristig funktionieren. Lynch zeigt in seinem Klassiker „One Up On Wall Street“ wie man auch ohne Dividende durch Wachstum und mit starker Diversifikation überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen kann. Obwohl der Forschungsaufwand bei Magellan wohl beträchtlich war. Lynch weist aber auch darauf hin das heute die Möglichkeiten auch für Privatinvestoren enorm sind, durch das Internet. Auch Graham zeigte ja mit seiner „Bargain-Strategie“ das man auch aus weniger gut laufenden Unternehmen mit entsprechender Sicherheitsspanne noch einen letzten Zug nehmen kann, neben abgestraften Dividenden-Aristokraten. Buffett hat in seinen Anfangsjahren mit Berkshire auch das Graham-Modell verfolgt und es dann mit Charlie Munger langsam transformiert. Trotzdem hatte er anfangs bereits atemberaubende Erfolge, trotz des Strategiewechsels. All diese Investoren haben/hatten klare Prinzipien, haben aus ihren Fehlern immer wieder gelernt. Denke, darauf kommt es an, so wie Du Dich konsequent an Dividendentitel hältst und die Ausschüttung ein lebensnotwendiger Bestandteil Deiner Invest-Strategie ist. Ich bevorzuge eher eine Mischung und auch eher weniger Titel, nach dem Buffett-Motto: Konzentrieren Sie Ihre Investments. Wenn Sie einen Harem mit vierzig Frauen haben, lernen Sie keine richtig kennen.

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