Aktien sind für viele die Lösung für Altersarmut


New York, 21. September 2013

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Im Endeffekt bietet uns die Börse eine herrliche Sparmöglichkeit für die Rente. Begriffen haben das leider wenige in Deutschland. Weder die Mehrheit der Bürger noch die Politik in Berlin hat den Vorteil des Produktivkapitals (Aktien) erkannt. Es ist traurig zu sehen, wie ein Volk eine Chance links liegen lässt. Andere Nationen haben das Potential erkannt und nutzen es (die USA zum Beispiel).
Es ist traurig zu sehen, wie das Geld stattdessen in unrentable Produkte wie Lebensversicherungen, Riesterverträge, Sparbücher, Festgelder und andere Kanäle fließt. Die Produkte nutzen den Anbietern in erster Linie, bringen aber den Sparern nur Almosen. Die Gesellschaft muss umdenken.
Ich rate Ihnen, zehn, zwanzig oder gar 30 Prozent des Einkommens in solide Dividendentitel zu parken. Sparen Sie regelmäßig. Aktien bieten auf lange Sicht herrliche Renditen. Sie brauchen viel Geduld. Sie sollten stetig etwas zurücklegen. Natürlich ist Konsumverzicht nötig, um langfristig ein bequemes Finanzpolster aufbauen zu können.
Genügsamkeit, Bescheidenheit, Sparsamkeit, Ehrlichkeit, Weitsicht, Fleiß sind Tugenden.
Ich habe wenig Mitleid für Menschen, die ihr Leben lang ihr Einkommen verplempern. Die Lebemänner werden sich im Rentenalter wundern, wie lausig die gesetzliche Rente ausfallen wird.
Die gesetzliche Rente bietet ein kleines Nebeneinkommen, vielleicht einen Tick mehr. Darauf allein würde ich mich keinesfalls verlassen. Wenn ich mir anschaue, was so manch ein Haushalt an finanziellen Rücklagen aufgebaut hat, ist es erschreckend.


tim schaefer (Author)

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Gedanken zu „Aktien sind für viele die Lösung für Altersarmut

  1. Roter Franz

    Hallo Tim,

    ich lese Deine Seite regelmäßig. Ich kann Dir nur 100 % zustimmen. Die meisten meiner Arbeitskollegen sind hinsichtlich Ihrer Altervorsoreg wie Rotkäpchen im Wald unterweg und wundern sich, das zum Schluß der Wolf auf Sie wartet. Monatelang wird der Urlaub geplant, Dutzende von Testberichte werden gelesen, wenn eine neue Waschmaschine angeschafft werden soll, Automessen werden besucht, und sundenlang fachgesimpelt, wenn es um einen Neukauf geht. Ich habe es aufgegeben mir darüber Gedanken zu machen, und statt dessen, im letzen jahr für meine beiden minderjährigen Töchter Wertpapierkonte eröffnet.

  2. Tom

    Man muss die eigene Familie in Sachen Finanzen eduzieren. Heute ist das der Schlüssel zum Ueberleben. Nur Beton kennt jeder und lässt sich lieber mit der Hypothek knechten. Aktien sind in den Köpfen vieler Menschen nur zock-papiere..
    Auch heute geht es nur um zu überleben auf der welt. Man muss ein Stück schlauer als die anderen sein…

  3. Felix

    So richtig wundern, warum in Deutschland keine Aktienkultur entstanden ist, muss man sich nicht.

    Für die breite Masse begann die Bekanntschaft mit Aktien mit Manfred Krug und T-Aktie. Diese wurde vor ca. 15 Jahren für 28 DM ausgegeben und strebte anschließend in den Himmel. Kurz vor ihrem Gipfel wurde eine weitere Tranche von Hans Eichel unters Volk gebracht. Ein paar Wochen später fiel die T-Aktie dann wie ein Stein und dümpelt seither unter ihrem Ausgabekurs meist unter 10 € herum. Es wird wenige T-Aktionäre geben, bei den Kleinanlegern schon gar nicht, die mit der T-Aktie nicht draufgezahlt haben. Und das war ein echtes Massenphänomen (mich eingeschlossen).
    Der nächste Hype war dann der Neue Markt. Mit EM-TV konnte man binnen Jahresfrist Millionär werden. Da hat es dann viele, nach dem Platzen der Internetblase, zum zweiten Mal erwischt.
    Dann kam 09/11, der Fall Twin-Towers, mit anschließendem Irakkrieg und schließlich die Finanzkrise.
    Wahrscheinlich war das für die meisten ein bisschen zu viel für ein Jahrzehnt Aktionärsleben.
    Wenn man jedesmal eins auf die Mütze bekommt und schwer verdientes Geld verliert, dann ist es kein Wunder, dass man von dieser Anlagemöglichkeit die Finger lässt.
    In meinem Bekanntenkreis jedenfalls fasst außer mir keiner mehr eine Aktie an, nicht mal mit der Beisszange.
    So entsteht auch eine Aktienkultur, wenn auch in Form einer Phobie.

  4. Turing

    Ich teile deine Meinung voll und ganz: Die Deutschen sind in finanziellen Angelegenheiten ziemlich unbedarft. Würde ein Deutscher einen Arbeitsvertrag ohne Kündigungsmöglichkeit abschließen? Würde ein Deutscher eine Wohnung mieten, ohne dass er diese kündigen kann? Selbst Ehen werden erst nach Jahrens des „Beschnupperns“ beschlossen, obwohl es eine Kündigungsmöglichkeit (Scheidung) gibt. Aber eine Riesterversicherung oder eine Kapitallebensversicherung bei Laufzeiten von 30 Jahren werden abgeschlossen, wenn der Versicherungsvertreter für zwei Stunden zu Besuch ist. Aktien aber, die nicht diese Nachteile der ewigen Vertragstreue haben, werden verschmäht. Ich kannte jemanden, der fast alles unterschrieben hat, was ihm der Vertreter von der Allianz vorgelegt hat.

    „Über Geld redet man nicht, Geld hat man.“ – Dieses Sprichwort habe ich vor zwanzig Jahren kennengelernt und seitdem ärgere ich mich genau darüber. Meiner Erfahrung nach sind es meistens Einkommensschwache, die dieses Sprichwort im Munde führen. Ich bin der Meinung: Über Geld muss man reden. Besser gesagt: über Investitionen. Nur Gespräche übers Investieren und übers Sparen schafft der finanziellen Bildung eine Breitenwirkung. Ob am Küchentisch oder mit Kollegen, spielt keine Rolle. Entscheidend ist, dass man darüber redet und auch das eine oder andere Buch liest. Oder den Wirtschafts- oder Finanzteil der FAZ.

    Was mich auch ärgert, ist die Sendung WISO. Die berichten seit Jahren nur noch darüber, wie man irgendwo Fördergelder abgreifen kann oder welche Versicherung der Einäugige unter Blinden ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass WISO mal über Aktien berichtet hat.

  5. David Absalon

    Ich bin der Meinung das sich von oben, von der Politik was ändern müsste. Schon in der Schule sollte es ein Fach geben worin die Generation von morgen über Aktien, Börse, Wirtschaft aufgeklärt wird. Dieses Wissen würden die Kinder mit nach Hause nehmen und zum Teil bestimmt sogar die Eltern mit aufklären. Das wäre zumindest schon ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Als einzelner kann man zwar darüber reden, immer wieder, aber bis endlich was passiert, wenn was passiert, dann wohl eher auch nur im kleinen Familienkreis.

    Ich kenne es aus eigener Erfahrung, meine Eltern noch nie was mit der Börse zu tun gehabt, noch nie dort Geld verloren, aber durch unsere tollen Medien etc. hat man nur ein schlechtes Bild von der Börse und legt sein Geld lieber sicher für 0,0% irgendwo an. Seit 2 Jahren bin ich nun an der Börse mit echtem Geld unterwegs, mache Gewinne, berichte meinen Eltern darüber und kläre sie auf und erst jetzt tut sich langsam was. Wahnsinn. Mal schauen wie es weitergeht.

    Gruß

  6. tim schaefertim schaefer

    Es ist bedauerlich, dass unsere Bundesregierung Steuergelder in Milliardenhöhe zum Fenster hinauswirft für Gebührenfresser wie Riester. So ein Zeug ist nach Abzug der Inflation m.M.n. unrentabel.

    Aktien wären viel besser. Produktivkapital!

  7. Sebastian

    Mein Bruder hat sich nach meinen Ausführungen endlich einen ETF zugelegt und will diese Investition bis zur Rente liegen lassen.
    Ich werde im Umfeld weiter aufklären so gut es geht.

  8. Martin

    Hinzu kommt für mich noch die relativ schlechte Qualität der sonst sehr guten deutschen Medien in Finanz- und Wirtschaftsfragen. Ich kann nur empfehlen englisch zu lernen.
    Die in einem Kommentar erwähnte FAZ finde ich z.B. im Darstellen von Fakten gut, aber die Meinungsartikel im Wirtschaft- und Finanzbereich sind die Lesezeit nicht wert. Wenn schon die FAZ soetwas abliefert, wie sieht es dann bei anderen Medien aus?
    Ganz anders z.B. die kostenlosen Briefe von Buffett, Howard Marks etc.
    Auch die englischsprachigen Bücher sind meiner Erfahrung nach um Welten besser, nur leider nicht für den deutschen Privatanleger zurecht geschrieben z.B. in Steuerfragen. Ich habe mal in einer deutschen Bibliothek nach Büchern über Value Investing oder Geldanlage allgemein gesucht. Ratet mal wieviel es da gab? Vergleicht das mal mit dem was Tim in der Bib von NY hat. Ich gebe zu die deutschen fragen soetwas auch nicht so sehr nach 🙂

  9. Martin

    Zum Darstellen der Fakten ist die FAZ gar nicht so schlecht, aber für einen Investor sind Zeitungen nicht das beste Format zum Lesen meiner Meinung nach. Die Gastartikel von externen Experten sind teilweise von sehr guter Qualität, wenn auch nicht immer objektiv.

    Mein Vater liest z.B. seit Jahrzehnten die FAZ, aber ich verstehe das CAPM, IFRS etc. und lese Geschäftsberichte, Hedgefundletter, Blogs und paper. Nur durchs Zeitunglesen kann man sich als Investor meiner Meinung nach nicht weiterentwickeln. Der Grenznutzen der Nachrichten gehen nach einiger Zeit meiner Meinung nach gegen Null. Für Buy&Hold können die Nachrichten (also der Wirtschaftsteil) sogar einen negativen Nutzen haben, denn sie könnten zum vermehrten Handeln verführen.

    Ich habe den economist aboniert.

  10. StefanStefan

    @ Martin:

    ich sehe das mit dem Zeitung lesen ähnlich. Das bringt irgendwann was speziell das Investieren angeht keinen neuen Erkenntnisgewinn. Die FAZ hält aber als eines der wenigen Medien die Aktie hoch.

    Früher fand ich die Artikel von Volker Looman gut. Mittlerweile nerven die nur noch weil er ständig mit total unrealistischen Zahlen rechnet. Und dieser negative Grundtenor:“Ein Anwalt und eine Ärztin haben zusammen ein bezahltes Eigenheim und 800.000 € auf dem Konto. Darüber hinaus haben sie drei bezahlte vermietete Eigentumswohnunen. Was auf den ersten Blick gut aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als viel zu wenig für die Zeit der Rente…“ So geht das da immer. Blablabla.

    Economist ist sicher sehr gut. Mir aber für so ein dünnes Heftchen etwas zu teuer.

    Was Bücher über Value-Investing angeht: Mittlerweile gibt es schon einige sehr gute, sowohl als Übersetzungen als auch Originale. Langfristig investieren und Überlegen investieren von Jeremy Siegel sind da zu erwähnen. Die Bücher von Max Otte sind auch nicht soo schlecht. Z.B.: Deutsche Superinvestoren aus Graham- und Doddsville, Endlich mit Aktien Geld verdienen. Graham gibt es auch auf deutsch. Der intelligente Investor. Die Essays von Warren Buffett gibts auf deutsch. Die Value-Zauberformel von Christopher Browne. Usw usw. Ich lese allerdings auch vieles auf englisch. Im Internet vor allem.

  11. Hans

    Felix, die Gier hatte gesiegt.

    Die T-Aktie gab es zu ca. 14,50 Euro. Dann begann der Kurs in den Himmel zu steigen.
    Wer auf den rasenden Zug aufgesprungen ist, der hatte sich keine Gedanken gemacht und hatte auch keine eigene Meinung.

    Ich habe von meinen ersten immer noch welche. Als mir dann angst und bange wurde, habe ich erst einmal die Hälfte verkauft. Für viel mehr, als ich bezahlt hatte.
    Über die Zeit gab es Dividenden von, in Summe, über 9,00 Euro auch noch zurück. Dieses Jahr auch wieder 0,70 Euro, pro Stück.
    Ich werde sie weiter behalten, auch wenn es die nächsten Jahre weniger Dividende gibt.

    So war es auch bei anderen Aktien. Man muss sich Gedanken machen, wenn eine Aktie in ein paar Jahren um mehrere 100 % steigt. Dann muss man aus dem Zug aussteigen. Es ist nicht: Der Spatz in der Hand, es ist schon eine Ganz, welche ein paar goldene Eier gelegt hat.

    Meine Meinung ist wichtig, nicht die von anderen.
    Solche Aktien muss man beobachten, sie sind für eine Daueranlage nicht geeignet.
    Nebenbei wird ein Depot mit Aristokraten aufgebaut.

  12. tim schaefertim schaefer

    Ich lese gerne die „New York Times“ (print und online), das Wall Street Journal (Print), die Portale fool.com, mrmoneymustache.com, finanzen.net, Boerse-Online.de, wirtschaftsblatt.at usw. Zur Zeit bin ich am Reisen und komme leider kaum zum Updaten des Blogs.

  13. StefanStefan

    @ Tim:

    Ja, hab gesehen, dass du dich unter anderem in Monaco rumtreibst! Der Höhepunkt der Dekadenz! Hat schon was, allerdings alles irgendwo Unwirklich und Künstlich. Kenne Monaco ganz gut, da da ein guter Freund von mir wohnt. Eine 100 qm große Wohnung in einem hässlichen Hochhaus kostet dort leicht über drei Mio €. Die Steuerfreiheit führt zu astronomischen Immobilienpreisen.

    mrmoneymustache.com habe ich auch zufällig kürzlich entdeckt. Super der Typ. Sehr erfrischend mal das Gegenteil von diesem ganzen Konsum-Wahn zu lesen. Der hat Recht. Und ist scheinbar zu einer gewissen Berühmtheit in den USA geworden?! Daraus könnte echt so eine Art Bewegung werden…

  14. StefanStefan

    @ Matthäus Piksa:

    Nur was bringts wenn es dafür trotzdem nur ne große Koalition gibt? Mir wäre es lieber gewesen die FDP hätte 0,2 % mehr bekommen…

    Dass die LINKE nun drittstärkste Kraft ist finde ich ganz schön erschreckend.

  15. Matthäus Piksa

    @Stefan

    Abwarten. Schwarz-Grün ist grundsätzlich auch möglich. Nur müsste bei den Grünen die Einsicht heranreifen, dass man bei Rekordsteuereinnahmen den Bürgern nicht noch mehr Steuern abknüpft. Ob die Grünen-Führung so clever ist, bei diesem Thema ein Wendemanöver durchzuführen, wage ich zu bezweifeln. Die Grünen-Führung will scheinbar erstmal komplett zurücktreten.

    In Ostdeutschland wählt ein Drittel der Wähler gar nicht, ein Drittel wählt extremistisch, sprich die Linke oder die AfD (wollen die Ossis, die die AfD gewählt haben eigentlich ihr DDR-Geld zurück?) und nur ein Drittel ist demokratisch gesinnt in unserem westdeutschen Sinn. – Das Ergebnis zeigt, dass die Teilung zwar seit fast einem Vierteljahrhundert überwunden ist, die Teilung in den Köpfen aber immer noch existiert.

    Übrigens hat Peer Steinbrück das Direktmandat in seinem Wahlkreis nach 2009 erneut nicht geholt. Hat er überhaupt je eine Wahl gewonnen?

  16. Felix

    Merkel hat sich zu Tode gesiegt, so ganz nebenbei ist dabei die FDP unter die Räder gekommen.
    Jetzt steht sie ziemlich betöppelt da, weil von den beiden in Frage kommenden Parteien keine so richtig Lust hat mit ihr koalieren will.
    Bin gespannt, wie das ausgeht, vielleicht doch rot, rot, grün.

  17. Martin

    @Stefan: Ja, das sehe ich genauso. Immerhin steht etwas zu Aktien in der FAZ. Seit neustem empfiehlt sogar die Finanztest Aktienanlage mit ETFs 🙂

    Der Economist ist teuer, aber für mich so eine Luxusausgabe, die man sich mal gönnen kann. Da ist auch komplett Audio zum unterwegs hören als APP dabei.

    WSJ habe ich leider nicht. In den USA wäre das wohl über die Bibliotheken dabei. Jason Zweig ist ganz gut.

    Die Wahlenergebnisse sind mir zumindest fürs Depot egal. Schlimmer als mit der Energiewende, Abgeltungssteuer, Versicherungsförderung statt eigene Vorsorge fördern wird es schon nicht werden. Gut die Zwangsmietminderung könnte meine geringen Immobilienaktien treffen 🙂

  18. Matthäus Piksa

    @Felix

    Rot-Rot-Grün kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Stinkefinger-Steinbrück hat im Wahlkampf total versagt, die Grünen hatten die schlechtesten Wahlkampf-Manager seit Bestehen der Bundesrepublik und die Post-Kommunisten sind lediglich in der DDR stark.

    Die FDP kann den Menschen offensichtlich nichts mehr anbieten, so dass es mich vor dem Hintergrund nicht wundert, dass Merkel ohne großartig Wahlkampf zu machen deutlich bestätigt wurde.

    Alle anderen haben sich schlichtweg selbst ausgeschaltet.

  19. Turing

    @Stefan

    Du hast den Looman treffend zusammengefasst. Seine Artikel sind irgendwie alle gleich und immer muss er uns zeigen, dass er dynamische Investitionsrechnung beherrscht, denn der Barwert immer berechnet. Hilft nicht alles nicht, wie der Rheinland-Pfälzer zu sagen pflegt. 🙂 Looman empfiehlt nichts, hat keine Philosophie, er rechnet immer nur und rechnet sogar vor, wie sich ein Bausparvertrag lohnt. Da kann man auch gleich zur Verbraucherzentrale gehen.

  20. Anna

    @ Matthäus, geht's noch? Zu Wendezeiten warst Du doch noch ein Kind. Oder? Die Mauer in Deinem Kopf ist auch noch da.
    Wählen nach westdeutscher Demokratie??
    Bei den Ergebnissen, die Dir nicht passen, sind allerhand Prostestwähler dabei. Außerdem wird Oskar L. als Linker nicht den Ast absägen, an dem seine Altersbezüge hängen …
    Sei froh, dass Du studieren kannst. Wir hätten es unseren Söhnen mit unserer gebrochenen Erwerbsbiografien nicht ermöglichen können.

  21. Markus

    Tja die gute alte FDP…
    Sie war einfach zu wenig liberal, zu zerstritten, zu Inhaltsschwach und ist unter der Mama zerquetscht worden.
    Laut Statistik sind die meisten AfD-Wähler enttäuschte FDPler…

    Große Bewegungen und Veränderungen wird eine große Koalition auch nicht bringen, da die CDU viele „Sozithemen“ weggeschnappt hat und die SPDler auch durch Ihre Linksabspaltung mehr wirtschaftsfreundlicher geworden sind…

    Liberale Märkte… bei Banken und Wasserwirtschaft gibt es ungute Auswüchse. Finanztransaktionssteuer ist allerdings ein Witz, wenn die Banken den Käse bei den tollen Riesterdingern weitergeben und so wieder die Bevölkerung melken.

    Abgeltungssteuer für langfristige Investoren > 5 Jahre abschaffen und Sparen für die Rente als 401 k wäre mal ne markante Politik gewesen.
    Leider fällt die Mehrheit auf so lustige Dinge wie eine nicht durchführbare Maut für Ausländer und Umverteilungswahn von den ganz linken rein.

    Ungute Auswüchse findet man bei fast allen Programmen. Offenbar geht es der Mehrheit der Deutschen gut, und die Mehrheit hat Angst vor großen Veränderungen und Reformen.

  22. Matthäus Piksa

    @Anna+Jens

    Der Kommunismus ist gescheitert. Es stellt sich nunmehr die Frage, wie lange es dauern wird, bis auch die chinesische Mauer fällt… Das war ironisch. Ich meinte damit den Kommunismus chinesischer Prägung.

  23. Hans

    Ach ihr seid alle Super gut!

    Die Überschrift:

    Aktien sind für viele die Lösung für Altersarmut(!!!)

    Die Texte:

    Die Wahl in Deutschland!

    Wem interessiert Deutschland wirklich?

    Wem interessiert das Wahlergebnis?

    Eigentlich keinen Aktienanleger!

  24. Hans

    Und falls noch jemand etwas hat?

    Timmi hätte lieber schreiben sollen:

    Aktien sind für viele die Lösung „gegen“ Altersarmut

  25. Markus

    @Voest

    jep, die CSU. Sind aber so ziemlich das gleiche wie die CDU.;-)

    @Hans

    Die Themen mit der Altersarmut, souveräne Dividenden-Aristokraten, etf`s und 20 – 30 % Sparquote haben die meisten hier schon zigfach gehört.
    Deswegen wird es nicht plötzlich falsch, aber manchmal ist es ein Mantra zu häufig. 😉
    Politik interessiert in dem Zusammenhang schon, wenn falsche Anreize seitens der Politik, höhere Besteuerungen und sparen für`s Alter erschwert oder gar unrentabel wird.

    Das die gesetzliche Rente an Ihre Grenzen stößt, wenn mal auf einen Rentner ein Arbeiter kommt und bis dahin immer noch keine Reform in Form kapitalgedeckter und langfristiger Zusatzrente über der Inflation gemacht wurde, dann wird es sehr interessant für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
    Außer das Heimatland interessiert einen nicht…

  26. Sams

    Heimat ist dort, wo man mich versteht. Also Österreich und nicht Berlin^^.
    Soviel zum Heimatland. Bis auf einen Versorger halte ich die Wahl auch nicht wirklich wichtig für mein Depot.
    Was ich erschreckend finde sind nicht „extremistische Parteien“ sondern eher das bald jede Partei nur noch über Steuern und Gebühren die Gesellschaft erziehen will.
    Thema Maut, am Tag der Wahl.
    „Sogar wenn es gehen würde eine Flatrate für Große Autos.“ So wird argumentiert. Kein Wort von Spritpreise und das die großen Spritfresser doch eh schon riesig im Unterhalt sein müssen. Nein niemanden interessiert wo die Kfz-Steuer landet dubios in irgendwelchen Haushalten oder zweckgebunden? Wichtig ist das der Deutsche Affe das „richtige“ tut.
    Das wär mal ein Thema für eine liberale Partei.
    Sind wir den im sozialen Versuchslabor? Oder geht es darum den Staat zu finanzieren? Bei manchen Steuern und abgaben denk ich mir manchmal die gibt es nur noch um irgendwas damit zu bewirken.
    Wenn ich mal gaaannnnzzzz viel Zeit habe überfliege ich den Bayrischen Staatshaushalt nicht nur sondern bemühe mich mal wirklich um die Einzelhaushalte. Spannend ob man den Überblick bekommt? Wär mal einen Versuch wert.
    Siehe da einmal kurz gesucht was taucht auf.
    http://wiki.piratenpartei.de/BY:Interessensgruppe_Staatshaushalt#Einzelpl.C3.A4ne:

    Passt doch, lol, die einzige Partei von der ich im Wahlkampf irgendwas interessantes zur Rente gehört habe.
    Roboter,Maschinen, einseitige Belastung menschlicher Arbeit. Klingelts? Ja und dann diskutieren wir wieder das nur 15% Aktien besitzen.
    So, im Mai hocken dann alle wieder rum und mosern, „ein warmer Geldregen geht über Aktionäre nieder“ (macht die Welt eigentlich jeder Jahr die gleiche Schlagzeile)
    Seit Wochen Stinkefinger und Raute vor der Muschi. Wäre sinnvoller die Bürger würden sich vor die Einzelhaushalte des Bundes, der Länder etc klemmen und mal „ihre Abgeordneten“ fragen warum den im Einzelhaushalt 2011 im Landwirtschaftsministerium in Bayern z.B. die Kosten für .. um 30% gestiegen sind?
    Wer unterhält sich in der BRD über Doppik Kameralistik etc. Sein beschissenes Kreuz machen und was von Bürgertum und soziale Gerechtigkeit quatschen, das können wir.
    Mein Vorsatz für das neue Jahr, mehr Kompetenz erwerben, und ich fang gleich noch dieses Jahr an^^.
    mfg

  27. tim schaefertim schaefer

    Ich bin auf der Durchreise. Am liebsten schaue ich mir die teuersten Städte der Welt an. All den Luxus. Ich war gerade im spanischen Marbella. Was ein Luxusnest. Unglaublich. Ex-James-Bond-Star Sean Connery und andere Hollywood-Helden leben hier am Palmenstrand.

    Spanien hat gemeinsam mit Griechenland eine Arbeitslosenquote von mehr als 26%. Beide Staaten halten in der EU die rote Laterne. Es ist wirklich traurig. Verdammt traurig.

    Und in Marbella fahren die Superreichen im Rolls-Royce zur Jacht. Die Reichen kommen aus allen Ecken der Welt hierher.

    Ich glaube, wir sind an einem Wendepunkt, ab dem die Superreichen nicht mehr reicher werden dürfen. Denn die Schere zwischen Arm und Reich ist einfach zu heftig auseinander gegangen. Da muss ein politisches Umdenken stattfinden. Ich bin kein Kommunist. Im Gegenteil. Ich finde nur, die Megareichen sollten mehr Steuern zahlen.

    Nun zu Frau Merkel und die CDU: In den USA hat unsere Dauer-Kanzlerin einen sehr guten Ruf. Sie hält Europa zusammen, so jedenfalls der Eindruck der Amis. Auf Merkel ist irgendwie Verlass. Ich finde Frau Merkel selbst gar nicht so schlecht.

    Ach, noch was. Ich flog nach Marbella, nachdem ich eine Reportage von CNN-Mann Piers Morgan gesehen hatte über das reiche Ressort-Nest:

  28. Markus

    Ich bekomme den Eindruck nicht los, dass Frau Merkel eine Oppurtinistin par excellence ist.
    Je nachdem wie die Stimmung im Volk ist, werden Sachen verkündet.
    In Sachen Europa kommt die Wahrheit Scheibchenweise.
    In Sachen Atomausstieg ohne vernünftigen Plan über Nacht…

    Wünsche mir eine bessere Kommunikation von Politikern und keine Wahllügen!

  29. StefanStefan

    Gute Reportage. Von ihm gibt es auch eine über Monaco.

    Was reizt dich denn an diesen Orten, Tim? Ich finde das eher abstoßend. Da gibt es auch sehr viel kriminelles Geld aus äußerst zweifelhaften Kanälen…

    Gerade Monaco ist seit Jahrzehnten ein Auffangbecken für Betrüger, Steuerhinterzieher und andere Kriminelle. Mein Kumpel der da wohnt spricht vom Schweine-Staat Monaco. Man darf sich von den hochglänzenden Glitzerfassaden nicht täuschen lassen…

    Am schlimmsten sind aber die jeweiligen Kids die selbst für ihren Reichtung gar nichts geleistet haben. Die haben null Stil und protzen was das Zeug hält. Daddy hatte trotzdem nie Zeit für sie…

  30. tim schaefertim schaefer

    Hi Stefan, ich schaue mir gerne die Statussymbole an und die Menschen, die sich mit ihnen umgeben.

    Mafia-Bosse, Steuerbetrüger und andere Kriminelle sind darunter, selbstverständlich. Ich glaube, diese Leue mögen Spanien, weil Madrid ungern gesuchte Personen ins Ausland „ausliefert“.

    Villa, Jacht, Personal, Luxusauto – fertig ist die Scheinwelt.

  31. Felix

    Die CDU/CSU hat die Wahlen auch gewonnen mit der Zusicherung im Gegensatz zur Konkurrenz keine Steuern erhöhen zu wollen.
    Heute wird immerhin der amtierende Finanzmister Schäuble (CDU) in Spiegel-online mit der Aussage zitiert „er schließe Steuererhöhungen nicht aus“. Drei Tage hat das Wahlversprechen also gehalten! Ob da das ob gebrauchte Wort des Opportunisten ausreicht, um das Verhalten der CDU zu charakterisieren; mir fielen da auch noch ein paar andere Vokabeln ein.

    Aber vielleicht gibt's ja auch Neuwahlen, wenn keine Koalition zustande kommt, da mit Merkel offenbar niemand regieren will.

  32. StefanStefan

    Mir kam das Kotzen als ich das gelesen habe. Da wählt man nicht die SPD weil die sofort die Abgeltungsteuer erhöht hätten und dann macht es die CDU vielleicht auch…

    Da hilft nur noch auswandern, gell Tim?

  33. Markus

    @Walt

    Man muss nicht immer gleich den Teufel an die Wand malen, auch wenn es verdammt schlimm ist! Sorry, wenn das provokant ist. 😉

    Was bringt uns der Ausstieg, wenn nebenan im Elsass, Polen, Tschechien wir eingekesselt von Atomkraftwerken mit deutliche längeren Laufzeiten und wesentlich schlechteren Sicherheitsstandards sind???
    Vorbildfunktion? Na ja, dann sollte die Energiewende mal kein so desaströses und planloses Bild mit eeg und jedes Bundesland macht sowieso das was es will, abgeben! Die Idee an sich ist gut, nur an der Umsetzung haperts.
    Die ganzen Neubauten von Atomkraftwerken auf der Welt…

    Im übrigen scheint mir das eine ganz schöne Verschwörungstheorie-website zu sein.

  34. Frank - Berlin

    Nur warum sind die deutschen solche Aktienmuffel? Das liegt vielleicht nicht in erster Linie an den Leuten sondern auch an den Firmen.

    Hier mal ein Link der größten deutschen Unternehmen nach Umsatz. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Unternehmen_in_Deutschland

    nur 37 von diesen 100 sind überhaupt börsen-notiert und haben in Spalte 8 einen Marktwert.

    Tim empfiehlt ja gerne „langweilige“ Aktien – die findet man aber eher bei den anderen 63 Unternehmen. Dort findet man solche Firmen wie z.B.:
    Aldi, Bosch, Edeka, Rewe, Bertelsmann, Schwarz-Gruppe (Lidl/Kaufland), Otto, Tengelmann, Oetker, Würth, C&A, dm-drogerie, Rossmann, Tönnies-Fleisch.
    Alles Firmen die, wie ich finde, ein jahrzehntelang tragendes Geschäftsmodell haben. Nur dass man sich als Aktionär dort nicht am Gewinn beteiligen kann.

    Warum sich das so entwickelt hat und warum der Begriff „Dividenden-Aristokrat“ in Deutschland recht unbekannt ist und warum der Begriff „Dividende“ nicht positiv besetzt ist – ich habe keine Ahnung.

    Im S&P 500 stöbere ich jedenfalls lieber herum als in DAX+MDAX.
    Auch die ganze „Kultur“ um Aktien/Dividenden mit quartalsweiser Auszahlung finde ich von us-Seite überzeugender.

  35. hans

    Hallo Tim,

    es gibt da eine ganz einfache Formel und danach werden nun einmal leider die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer.

    Diese mathematische Formel lässt sich nicht ändern und die Politiker wollen es auf keinem Fall.

    Sie haben schon ihre eigene Formel: für uns das Geld (Pensionen) und der Rest soll sehen wo er bleibt.

    Ich sage einmal ganz frech, nicht nur die Politiker sind in einem freien Raum, DU auch.

    „Ich bin auf der Durchreise. Am liebsten schaue ich mir die teuersten Städte der Welt an. All den Luxus.“ Wer bezahlt das, bestimmt irgendwelche Leser, du nicht!

    Es gefällt mir aber doch, was Du schreibst. Du schreibst die Wahrheit, wie sie ist und was der einzelne vielleicht machen könnte.

    @Marcus
    Das die gesetzliche Rente an Ihre Grenzen stößt, wenn mal auf einen Rentner ein Arbeiter kommt und
    2 Hartz IV-Empfänger, na dann schon einmal viel Spaß.

    Wir können ja die Plattenbauweise, beim Wohnungsbau wieder erfinden.

    Dann können wir noch viel mehr Menschen, von außerhalb der EU aufnehmen. (Zynismus, aber man sollte mal darüber nachdenken)

    Hansi

  36. Sebastian

    Immer wieder die gleiche Politikerschelte, gähnnnn…….

    Wie sieht denn dein Beitrag zur demokratischen Gemeinschaft aus?

  37. Matthäus Piksa

    Ich möchte an dieser Stelle auf meinen aktuellsten Blogbeitrag aufmerksam machen. Ich habe kurz dargelegt, warum wir in Deutschland nach us-amerikanischem Vorbild mit zwei Parteien bestens bedient wären.

    Dieses Gejammere über das Ausscheiden der FDP in allen Zeitungen und von allen politischen Meinungsmachern nervt jedenfalls. Wenn es nach mir ginge würden auch die Grünen noch rausfliegen.

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